Vom freien Waldmenschen zum Sklaven des Marktes – VIII (Geistiges Eigentum, Ressourcen)

Juli 4, 2021

Replik auf das geistige Eigentum

In einem der letzten Artikel dieser Serie nahmen wir den Faden auf, das industrielle Zeitalter dadurch zu charakterisieren, dass sogenannte „Firmen“ einen „offenen Raum für Know How“ schafften, indem sie den Angestellten einen gewissen Kündigungsschutz boten und im Gegenzug die „Gehirne zu melken“ begannen.

Dadurch, dass die Firma den Angestellten bestärkt – „firmiert“ – sich zu öffnen und die Geheimnisse INNERHALB der Firma preiszugeben, dadurch konnte man die Innovation stärken und eigentlich erst möglich machen.

Wieder einmal war Innovation der Schlüssel, um die Kopfzahl der Menschheit zu vergrößern und effizienter zu wirtschaften.

So wie die Hofwirtschaft den Grund des Fürsten parzelliert hatte, um sich auf gewisse Ressourcenkreisläufe zu spezialisieren, so parzellierte die Industriewirtschaft die Hirne der Untergebenen des Fürsten und spezialisierte sich auf bestimmte Fertigkeiten („Skills“).

Aber immer noch waren Ressourcen gratis.

Die Fabrik entnahm dem Fluss das Wasser gratis und entleerte den Abfall in die Umwelt gratis.

Erst im Zuge verschiedener Katastrophen, dass der mittlere Westen im Kuhmist „erstickte“, dem Waldsterben durch den sauren Regen im 20. Jahrhundert, des großen Plastik“strudels“ im Pazifik anfangs des 21. Jahrhunderts, der drohenden Klimakrise in den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts, dem Bienensterben und sonstiger Katastrophen, erinnerten sich die Staaten daran, dass die verschiedenen Ressourcenkreisläufe eine öffentliche Verantwortung waren.

So wie der Bauer selbstverständlich darauf schaute, dass es seinen Wiesen und Feldern, seinen Wäldern und Gewässern gut ging, so mussten die Staaten, die ja meistens von Städtern gelenkt wurden, immer wieder darauf aufmerksam gemacht werden, dass die „Schlacht am Land geschlagen wird.“

Bodenversiegelung, Muren, Bergrutsche, Überschwemmungen, Landwirtschaft, das sind alles essentielle Themen, mit denen der Städter aber nicht so viel anfangen kann.

Aber was hat das mit unserem Gütekriterium zu tun? Ich erinnere:

Heuristisches real- und finanzwirtschaftliches Gütekriterium für Hofwirtschaft im Feudalsystem

(R – C) = KPT * infl + KAU  (Gl. III.2a)

(1 – (K/P + ü)) * fBU = shg * fBU  (Gl. III.2b)

Wenn wir das Kriterium nun in das industrielle Zeitalter transformieren wollen, müssen wir folgende Fakten berücksichtigen:

  1. So, wie wir im Feudalsystem den „Hof“ als Basis unserer Berechnungen genommen haben (sei es der „Bauern“hof oder der „Hof des Fürsten“), so wollen wir jetzt die „Familie“ als Berechnungsgrundlage nehmen.
  2. Dabei müssen wir berücksichtigen, dass sich Familienleben und Produktion nicht mehr alle auf demselben „Hof“ abspielen, sondern dass eine Familie im Wesentlichen gemeinsam konsumiert, aber an verschiedenen Produktionsstätten („Firmen“) getrennt produziert.
  3. Weiters gibt es in vermehrtem Maße sogenannte „Vorleistungen“.
    D.h. ich entnehme die Ressourcen für mein Produkt nicht mehr alle direkt der Natur, sondern baue auch auf „Vorprodukten“ anderer Leute (oder anderer Firmen) auf, und in den meisten Fällen wird mein Produkt kein Endprodukt für den Konsumenten sein, sondern von wieder anderen Menschen weiter veredelt werden, bevor es letztendlich eine Umsatzsteuer verursacht.
    1. Anmerkung: das heisst, dass für denselben Gesamtumsatz viel mehr Ressourcen und viel mehr Transporte nötig sind, als in der vorindustriellen Hofwirtschaft.
      Die Umsatzsteuer deckt also nicht die – externen – Ressourcenkosten.
    2. Andererseits werden durch die hochgradige Spezialisierung Dinge möglich, die sonst unmöglich wären. Zum Beispiel waren im Apollo Programm der NASA zwischen 1961 und 1972 bis zu 400.000 hochspezialisierte Experten beschäftigt, um nur 12 Menschen das Betreten des Mondes zu ermöglichen.
  4. Im Laufe des industriellen Zeitalters kommt man immer wieder neu zur Erkenntnis, dass es eine Aufgabe des Staates ist, vor der er sich nicht drücken darf, nämlich die externen Kosten zu internalisieren. D.h. für den Ressourcenverbrauch muss ein gerechter Preis gefunden werden, der es dem Markt ermöglicht, ökologische und soziale Aspekte mit Hilfe der üblichen Instrumente des Finanzmarktes zu berücksichtigen.

Bleiben wir beim Beispiel des alleinerziehenden Vaters mit zwei Kindern

Bei der feudalen Hofwirtschaft hatten wir eigentlich nur ein einziges Kriterium für ethisch korrekte Hofführung, nämlich sollte die Einlagerung von Vermögen (von Geld- und Sachvermögen) genau die Risiken abdecken, die sich über längere Zeiträume ja immer wieder manifestierten (also letzten Endes immer als eine Art von Produktionsausfall).

Sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Einlagerung wurde als unethisch betitelt.

Um die Ressourcenkreisläufe hatten wir uns keine expliziten Gedanken gemacht, da

  1. der Bauer an seine Scholle durch Eigentum gebunden war – sich also um diese sowieso kümmerte -,
  2. der Fürst durch Leibeigenschaft an seine Leibeigenen gebunden war – sich um diese also sowieso kümmerte.

Nun gibt es keine Leibeigenschaft mehr und der Anteil der Landwirte und der Grundeigentümer an der Gesamtbevölkerung schrumpft und schrumpft, sodass wir uns ernsthaft die Fragen stellen müssen:

  1. Welche Verantwortung(en) hat der „normale“ Mensch noch, wenn er so gut wie kein Eigentum hat?
  2. Welche Verantwortung haben die „Firmen“, die ja immer noch das „Know How“ und die Produktion organisieren?
  3. Welche Verantwortung hat der Staat? Immerhin muss ja irgend jemand die externen Kosten bepreisen, damit sie internalisiert werden können, und das auf eine sozial gerechte Art und Weise.

Ich erinnere an folgendes Bild, welches anschaulich darstellt, wieviel Verkehr und „Ressourcenumsatz“ durch „meine Produktion“ verursacht wird:

  1. 73% des Produktes sind „outgesourced“ in Vorleistungen von anderen Produktionsstätten.
    Den Ressourcenumsatz für die Produktion der Vorleistungen und den Konsum der Vorleister möchte ich nicht „meiner Arbeitsleistung zuordnen“, aber dass die Vorleistungen zu meiner Produktionsstätte transportiert werden müssen, daran bin schon ich schuld. Ich könnte ja auch nach Indien übersiedeln und mit den Vorleistern „gemeinsame Sache machen“.
  2. Das heisst, dass ich alle „ressourcenrelevanten Vorgänge“, an denen „ich schuld bin“, in blauen fetten Buchstaben angebe.
    1. Transport der Vorleistungen (73%) zu meiner Produktionsstätte.
    2. Ressourcenumsatz (RU) wegen meiner Produktion (Wertschöpfung, Nettoeinkommen)
    3. Berufsverkehr (BV), wenn ich zu meiner Arbeitsstätte fahre und wieder zurück
    4. Ressourcenumsatz, den meine Familie in der Wohnung verursacht
    5. Konsumverkehr, den meine Familie verursacht und Ressourcenumsatz an den Konsumstätten
    6. Transport meines Anteiles am Endprodukt vom letzten Erzeuger in der Erzeugerkette über den Markt zum Endkonsumenten. Wenn ich davon ausgehe, dass meine Familie in etwa genauso viel konsumiert, wie sie produziert, dann kann man das als „einen äquivalenten Marktzyklus von 27%“ bepreisen (die restlichen 73% werden von den Vorleistern verursacht).
„Ressourcenrelevante Vorgänge“, die „durch mich verursacht werden)

Es ist also klar, dass Produzenten, Konsumenten und Händler – und insbesondere die „Firmen“, durch die sie sich organisieren – die gemeinsame Verantwortung für „ressourcenrelevante Vorgänge“ tragen, dass diese Verantwortung aber auch in gerechter Art und Weise aufgeteilt werden muss.

Grundprinzip
Je weniger jemand mitentscheiden kann, desto weniger Verantwortung trägt er.

An diesem Punkt wollen wir innehalten und beim nächsten Mal weiter machen.

Meint

Euer Christoph

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The 3rd Child – Part 1 + 2 – Translated

Juni 26, 2021

Due to the great success of the translation of the (unfinished) version 1.7 of the third part of „The 3rd Child“, I decided to invest another Friday Night to take Google Translate and translate the old – long finished – version 1.6 of parts 1 and 2 from German into nowadays Lingua Franca, i.e. English.

Here is the result of the original translation (from last week):

  1. The Cover of the Book (+License): cover_v1.6.pdf
  2. Framing: 0_frame_narrative_gootrans_v1.6.pdf
  3. Prologue(I): 1_prologue_narrative_gootrans_v1.6.pdf
  4. Framing: 2_frame_narrative_gootrans_v1.6.pdf
  5. Friendship(II): 3_friendship_narrative_gootrans_v1.6.pdf
  6. Framing: 4_frame_narrative_gootrans_v1.6.pdf
  7. The Mission(III): 5_mission_narrative_gootrans_v1.7_2021-06-19.pdf (already published last week)
  8. Framing: 6_frame_narrative_gootrans_v1.6.pdf

If you are capable of the German language directly or indirectly, please do also consider to visit the:

https://letztersein.com/drehbuchseite

Have a nice week

Yours Christoph


The 3rd Child – The Mission – Translated

Juni 19, 2021

Dear Kind People
Dear Friends of 3D Graphics and Telecommunication,

The current version of the narrative „The Third Child“ (Part 3 – The Mission) has been translated into English Language by translate.google.at into following PDF:

https://letztersein.com/wp-content/uploads/2021/06/5_mission_narrative_gootrans_v1.7_2021-06-19.pdf

This book contains three parts:

  1. The Real Opponent (Narrative, finished August’20)
  2. Purification (Concept(buzzwords) finished and contained, narrative shall be finished by end 2021)
  3. Relay Race (Concept(buzzwords) finished and contained, narrative shall be finished by end 2022)

Here is the link to the original version (German Language) and to the homepage (dto.).

Have a nice week

Yours Christoph


Vom Waldmenschen zum Sklaven des Marktes – VII (Aluhut und Digitalisierung)

Juni 12, 2021

Nachtrag zum geistigen Eigentum – Digitalisierung

Geistiges Eigentum, geistiges Eigentum? Ist das so etwas Ähnliches, wie Grundeigentum? Kann man geistiges Eigentum parzellieren?

Kann man geistiges Eigentum vererben? Verkaufen?

Soll man geistiges Eigentum „nach Aufwand“ bewerten oder „nach Nutzen“? Oder doch „nach Marktwert“? (das sind ja die drei grundlegenden Methoden der Preisfindung).

Was hat geistiges Eigentum mit Digitalisierung zu tun?

Digitalisierung ist die „ultimative Druckerpresse“. Die Verwirklichung der „Replikator-Idee“ aus dem Raumschiff Enterprise. Der Versuch, geistiges Eigentum komplett zu entwerten, endgültig zu vernichten. ALLE sollen Sklaven sein.

Durch Digitalisierung verschwindet der Qualitätsverlust beim Kopiervorgang. Ein einziger Erstling reicht für alle (ALLE!!!) Kopien des Kunstwerkes.

Darüber kann man sich hinüberretten, indem man den Erstling versioniert. Der nächste Erstling ist immer (ein wenig) besser als der vorherige, sodass auch digitale Erstlinge ein Ablaufdatum zumindest „per Version“ haben.

Dadurch wird der Künstler auch nach der Ersterschaffung des Erstlings benötigt und hat ein bisschen ein Druckmittel, zumindest solange er die „Hoheit über den Erstling“ und die „Hoheit über die Kopierrechte“ behält.

Es gibt „verschlossene Erstlinge“ (closed source) und „offene Erstlinge“ (open source). Welcher Ansatz ist der bessere? Unter welchen Umständen?

Viele Erfinder neigen dazu, enthusiastisch und stolz über ihre Ideen zu reden. Die Firma aber hätte die Ideen lieber gut verschlossen im Tresor. Deinen Stolz musst Du also begraben (und brav sein, immer brav sein).

Na ja, zum ersten Mal, wenn die Kronen Zeitung berichtet, dass sie Deine Ideen in einer Waffe verwendet haben, ist der Stolz sowieso dahin.

Die Erstellung des Erstlings bedeutet einen großen Aufwand. Demgegenüber steht nur ein virtueller „gesellschaftlicher“ Nutzen, weil der Erstling die Kopien ja erst möglich macht.

Der konkrete Nutzen des Erstlings ist aber nur genauso groß wie der Nutzen jeder beliebigen Kopie. Wie finanziert man also den Aufwand für den Erstling?

Im Falle von „closed source“ kann man diesen Aufwand anteilsmäßig auf alle Kopien draufschlagen, auch über Lizenzen an Alternativanbieter. „Closed Source“ ist also sehr innovationsfördernd – auf den ersten Blick.

Beim „open source“ Prinzip muss die ganze Gesellschaft – also eine fortschrittliche Gesellschaft – hinter der Schaffung von Kunst und Kultur, von Wissenschaft und Technologie stehen (also hinter allem, was kreativ ist) – es ist also dann ein Fall für die öffentliche Hand, die dann auch das Risiko von Fehlschlägen trägt.

Kein Wunder, dass die Privatwirtschaft den „open source“ Ansatz für die dicken Bretter bevorzugt, die dünnen Bretter hingegen bohrt man lieber selber – da kann nichts schiefgehen und man verdient schön daran.

Auch das wäre ein schönes Argument für ein bedingungsloses Grundeinkommen (zumindest für die kreativen Köpfe).

Also doch der Aluhut? – Spezialisierung

Geistiges Eigentum kann man also mit Know How gleichsetzen. Durch meine Beschäftigung mit einem Thema – durch Learning by Doing – investiere ich in mein Know How, das mir niemand mehr nehmen kann (ausser Alzheimer und Demenz, natürlich).

Ich interpretiere den Aluhut als ein positives Symbol zum Schutz des geistigen Eigentums.

Denn die Aneignung von Know How, von tiefgehendem Know How, ist ein Zeichen der Spezialisierung. Wie das?

Kennt Ihr den „Experten für Alles“? Das ist ein satirischer Begriff, um folgenden Sachverhalt zu erklären.

Natürlich weiss der Eigentümer, dass er auf verlorenem Posten steht, weil er in Wirklichkeit keine Ahnung von all den Tätigkeiten hat, die in seinem Unternehmen vor sich gehen. Nun muss er aber „den Chef hervorkehren“ und darf nicht zugeben, dass er sich nicht auskennt. Darum sucht er sich einen Vertrauten, den er als Spion heranzüchtet – als sogenanntes Trüffelschwein. Dieser Vertraute muss ihm ALLES erklären, steht jetzt also auf dem verlorenen Posten, ein „Experte für Alles“ sein zu müssen, was ja in Wirklichkeit gar nicht geht. Man ist entweder Experte für ein, zwei Gebiete, oder man ist eben KEIN Experte. Das Trüffelschwein ist also ein hochbezahlter Posten, aber eben ein Schleudersitz.

Nein, wir „gewöhnlichen Sterblichen“ (ein Siemens Manager hat uns einmal als „menschliches Schüttgut“ bezeichnet) müssen uns damit zufrieden geben, dass wir ein, zwei Sachen ganz gut können, damit unser Auslangen finden und ansonsten dem System vertrauen. Trotzdem haben wir ein Recht, unser geistiges Eigentum zu schützen und uns gegen die geplante Drainage des Hirns zu wehren.

Also Aluhut!

Vom Gewerbe zur Industrie

Durch den Übergang vom Nomaden zum sesshaften Menschen, durch die „Bildung des Hofes“, haben wir gesehen, dass wir die Eigentümerschaft über die Scholle übernommen haben und diese somit „parzellierten“.

Aber immer noch waren Hof und Familie, Dorf und Sippe, eng miteinander verknüpft.

Durch die intensive Umweltverschmutzung im Gewerbegebiet haben sich dann Wohnort und Arbeitsort voneinander getrennt. Aber immer noch waren die Gewerbebetriebe mehr oder weniger Familienbetriebe.

Der Mensch vermehrte sich „aus allen Rohren“.

So wie man die Produktivität durch Parzellierung und Spezialisierung auf die einzelnen Parzellen der Scholle gesteigert hatte, so taten sich nun ähnliche Gewerbebetriebe zu größeren Einheiten zusammen, um ihr Know How auszutauschen und somit die Fertigkeiten auf die Spitze zu treiben.

Die Firmen spezialisierten sich auf sogenannte „Branchen“ und innerhalb der Branchen wurde fleissig kooperiert – zur Freude der Effizienz.

„Firm“ heisst fest. Firmen firmieren also die Menschen, indem sie einen „offenen Raum für Know How“ schaffen, der aber nach aussen abgegrenzt ist. „Wir gegen die Anderen“ ist ein wesentlicher Grundsatz im Wettbewerb.

INNERHALB der Firma kann ich freimütig über mein Know How reden – Voraussetzung ist natürlich ein gewisser Kündigungsschutz, sonst würde ich mir schwer tun, alle meine Geheimnisse offen auf der Zunge zu tragen – und somit kann einer dem anderen helfen, aber AUSSERHALB ist das feindliche Territorium, wo man die Interna nicht platzieren sollte.

Ich muss mich daran erinnern, damals, als ich im Jahr 1997 bei Siemens zu arbeiten anfing, hatte jeder noch sein „kleines schwarzes Büchlein“, in dem er seine Produktionsgeheimnisse mit sich trug. Heute versucht man ja, dies alles zu digitalisieren – und dem einzelnen wegzunehmen – sodass aus dem einst stolzen Waldmenschen nun wirklich ein Sklave des Marktes werden soll. So ist zumindest die Agenda.

Es hatte mit der „Standardisierung“ begonnen. Findige Geschäftleute entwickelten „Standards“, das waren „Sammlungen von Know How“, die es ihren Lizenznehmern erlaubten, günstiger und/oder besser, jedenfalls gleichmäßiger und zuverlässiger zu produzieren. Dadurch wusste der Konsument, dass er sich auf die „Standards einer Marke“ verlassen konnte und kaufte lieber Markenprodukte.

Man ging also nicht mehr zum „Meister Eder“ (und seinem Pumuckl), sondern zum „Mr. Propper“.

Wenn man diese Idee auf die Spitze treibt, dann könnte man sagen, dass die Welt nur 14 Firmen braucht: 2 Mitbewerber für jede OSI Schicht 🙂

Also, alles in allem, haben wir Menschen zur Intensivierung der Landwirtschaft – zur Intensivbewirtschaftung der Landschaft – die Flächen parzelliert und nun haben wir entdeckt, dass man auch das Know How intensiv bewirtschaften kann, indem man die „Know How Landschaft“ parzelliert, indem man Firmen gründet, die sich spezialisieren.

Aus der Hof- und Gewerbewirtschaft wird die Industriewirtschaft, in der man nicht nur das Land, sondern auch die Daten intensiv bewirtschaftet.

Somit gibt es nun nicht nur ein Sachvermögen von Produktionsmitteln, sondern auch das geistige Eigentum wird zum Datenvermögen und zum Produktionsmittel.

So wie man Fachleute braucht, um das Produktionsmittel Maschine zu bedienen, so benötigt man auch Fachleute, die das Datenvermögen sinnvoll umsetzen und daraus Werte schöpfen können.

Der Landwirt ist an seine Scholle gebunden und „sehr sesshaft“. Er ist abhängig von Wind und Wetter und Klima, kann aber Familie und Beruf an einem Standort beisammen halten.

Der Industriearbeiter ist an den Standort der Maschine gebunden, welchen der Unternehmer relativ frei wählen kann, nur abhängig von den Absatzmärkten, von der Verkehrsinfrastruktur und von den staatlichen Regeln, die am Produktionsstandort herrschen. Da kann es sein, dass sich die Interessen des Arbeitgebers mit den Interessen der Familie kreuzen und man lebt dann eine zeit lang getrennt, solange, bis die Familie dem Beruf nachzieht. Wenn beide einen Beruf ausüben, heisst das dann meistens, dass eine der Firmen auf einen der beiden verzichten muss, weshalb verheiratete Mitarbeiter in der Industrie nicht gerne gesehen sind, ausser sie sind Alleinverdiener. Dann sind sie auch besser erpressbar.

Der „Kreativarbeiter“ wird, wenn die Digitalisierung abgeschlossen sein wird, in erster Linie von einer guten Anbindung ans Internet abhängig sein und von einer zumindest zeitweisen Nähe zu seinem „virtuellen Team“.

All dies ist natürlich in Ballungsräumen günstiger herzustellen, aber die städtischen Lebensbedingungen widersprechen der Kreativität, sind ungesund. Es besteht hier also eine große Chance, dass sich der ländliche Raum wieder aufwertet, indem er den Kreativen gute Angebote macht.

Die Weiterentwicklung des Gütekriteriums

Im Gütekriterium für die Hofwirtschaft haben wir alles auf den Hof bezogen, was auch identisch war mit dem Bezug auf die Familie, weil ja die Regel

Hof = Familie (Gl. VII.1)

gegolten hat.

Nun, da sich die Produktion in den Firmen abspielt und nur das Leben und der Konsum innerhalb der Familie (abgesehen von der Eigenerzeugung und vom Eigenverbrauch), stehen wir ernsthaft vor der Frage, wie wir unser Kriterium anlegen sollen:

  1. Gütekriterium bezogen auf die Familie / Familienwohnung
  2. Gütekriterium bezogen auf die Produktionsstätte (z.B. die Abteilung einer Firma)

Nach meinem christlichen Glauben ist die Familie der Kern der Gesellschaft, ich werde das Gütekriterium also hauptsächlich auf die Familie beziehen.

Da ich aber auch für meine Ausbildung und Berufswahl verantwortlich bin, und dort – im Beruf – in einer Art „vergrößerten Familie“ auch zum Wohl und Wehe des Planeten beitrage, müssen wir auch die Dinge berücksichtigen, die an der (den) Produktionsstätte(n) vor sich gehen.

Weiters gibt es eine Verantwortung in bezug auf das Konsumverhalten. Oft hat man die Verantwortung der Wahlfreiheit auf den Konsumenten abgewälzt, in dem man den Produzenten und Händlern einfach nur umfassende Informationspflichten aufgehalst hat und den Rest der Verantwortung dem überforderten Konsumenten in die Schuhe geschoben.

Das ist nicht zweckdienlich, insbesondere wo es viele – und immer mehr – Menschen gibt, die beim Einkaufen „von rechts nach links lesen“ müssen (die also den Preis als einziges Kriterium haben).

In einem der nächsten Artikel werde ich versuchen, diese Prämissen dann mathematisch zu formulieren.

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Narrative „The third child“ – the mission has been defined

Juni 4, 2021

The version 1.7 of the narrative is now on a good way. The most crucial and sophisticated chapters have been defined.

THE MISSION HAS BEEN DEFINED

– AUF DEUTSCH:
https://letztersein.com/wp-content/uploads/2021/06/5_mission_erzaehlung_v1.7in-arbeit-2021-06-04.pdf

3.3.10 – 3.3.12   NEW translated by Google translate 3.10.

3.10.

At dinner together, the farmer starts a new topic of conversation after a while: „If it weren’t so unlikely, I would slowly start to believe in a world conspiracy – this whole pandemic only helps the rich and everyone else is drained.“

Lieserl: „Well, of course there is a more or less tacit agreement among all rich people that they would very much like to stay rich – it’s just so pleasant. And that of course you pull together is somehow logical, isn’t it „But I wouldn’t call it a <world conspiracy>“ right away. „

Farmer: „And the meetings there in this Swiss mountain village? Aren’t they conspiratorial meetings? Have you read the minutes?“

Lieserl: „Hmmmmm, well, if you want to call it that. The top still stabs the bottom, that’s pure evolution“.

3.11.

In the quarter of the overrich:

Status meeting:

Number one: „We now have the movement of goods under control. Because of the 2m rule, services are only available in the sense of telepresence – also under control. Good.“

The numberless: „And what about the data traffic?“

Number one: „Everything is in the cloud. There is no uncontrolled app, most applications will only need a local browser anyway – no more plugins!“

The numberless: „Everything is in the cloud! Everything is in the cloud? Everything? Really everything?“

The numberless: „You keep hearing about black channels, blogs without imprint and unauthorized data transfers. That MUST stop. Resistance must be pointless!“

3.12

With Otto in the shelter.

Otto: „How’s it going?“

Member: „Well, the break-in attempts on our servers are becoming more and more frequent, but they still hold up. Who is so interested in keeping everything under control?“

Otto: „We have to work on new solutions. The author has to be able to maintain control and he has to be able to live from his work. The middleman is too powerful. That is the mission. The enforceability of copyright has to be possible again, otherwise everything was in vain „.


Vom Waldmenschen zum Sklaven des Marktes – VI (Privateigentum)

Mai 22, 2021

Ohne Grund ist Scheissen Luxus

Das lateinische Wort “privare” heißt „berauben“. „Privatum“ ist also „das Geraubte“.

Ist die Frage nach dem Privateigentum damit schon beantwortet?

Wer ist hier beraubt worden? Die Arbeiterklasse?

Als wir noch im Wald und in der Steppe lebten, als wir noch Jäger und Sammler waren, damals – romantisch verklärt – als wir noch ein Teil der Natur waren, entnahmen wir dem Wald und der Steppe die Ressourcen, die wir benötigten – und die Ressourcen wuchsen gratis nach.

Es herrschte Einklang und wir mussten keine großen Reserven anlegen. Dort, wo wir damals wohnten, gab es eigentlich keine Winter, auf die man sich hätte vorbereiten müssen, und das einzige, was uns gefährlich werden konnte, waren Malariamücken und Giftschlangen, evtl. Krokodile und dgl.

Später begannen wir mit der Viehzucht, um – indirekt – auch das Gras essen zu können, das bislang vom Menschen nicht genutzt wurde, all das getrieben von dem Wunsch, mehr zu werden – zahlreich wie die Sterne am Himmel wollten wir sein und wie der Sand am Meer.

Nun, je dichter der Mensch lebte, desto öfters gab es Zusammenstöße und – um des Friedens willen – wurde das Grundeigentum erfunden.

Der Claim wurde von der Natur genommen – geraubt – und der Menschheitsfamilie einverleibt – ein Mensch, und nur einer, gab dem Claim den Namen und ward somit „Privateigentümer“.

Nicht zu vergessen – es diente dem Frieden, der trotz großer Kopfzahl möglich sein sollte.

Jeder Claim hatte natürliche Ressourcen und eine natürliche Aufnahmefähigkeit für Abfall und Dung.

Wir nutzten die natürliche Fruchtbarkeit des – unseres – Bodens und gaben ihm Dung und Abfall zurück – der erste aller Ressourcenkreisläufe, nachdem wir sesshafte Ackerbauern geworden waren.

Grund und Boden dienten der Sicherheit. Der Bauer wusste, er kann sich auf seinen Grund und Boden verlassen, er würde immer zu essen haben und er wusste, wohin mit der Scheiße.

Den Luxus solcher Sicherheit hat der moderne Mensch nicht mehr.

Er ist angewiesen auf Wasserwerke, Kanäle, Energieversorung, Supermärkte, Drogeriemärkte und viele andere Dienstleistungen und für alles dies braucht er Geld, viel Geld.

Scheißen ist Luxus für den modernen Menschen.

Aber Halt!

Reden wir doch nicht immer nur vom Land. Wie ist es denn in der Stadt?

Schon Grundeigentum ist heutzutage ein Luxus, von dem der durchschnittliche Städter nur träumen kann. Eine 80 m2 Wohnung mieten wir um teures Geld, damit wir einen Platz zum Essen und Schlafen haben und für die Kindererziehung.

Wir wüssten nicht, was wir mit unserer Scheisse tun sollen, wenn es nicht die Entsorgungsbetriebe gäbe. Und ohne den Handel, den Austausch mit der Landbevölkerung, müßten wir in der Stadt elendiglich verhungern.

Wir haben gesehen, dass durch all diese Umtriebe die Transportzahl steigt (sie ist mittlerweile weit über 100% gelegen), was natürlich nicht positiv für den Ressourcenverbrauch und den Ausstoß von umweltrelevanten Stoffen ist.

So, wie am Anfang der Hofwirtschaft das „externe“ Geld nur dazu da war, um Luxuswaren zu kaufen – die man selber nicht herstellen konnte – so konsumieren wir heutzutage fast nur mehr Luxus (also Dinge, die wir selber nicht herstellen können), ausgenommen die Dienstleistungen, die innerhalb der Familie gratis erbracht werden: Haushalt, Essen kochen, Erledigungen und Transporte für die Familie, kleinere Reparaturen am Auto.

Dass diese internen Dienstleistungen weiterhin einen großen Anteil an den Aufwänden innerhalb der Familie haben (in Personenstunden gemessen), obwohl sie kein Geld erbringen, wird oft übersehen.

Eigentlich gäbe es die Sabbath-Regel des Judentums

  • 6 Tage arbeiten / am siebten Tage ruhen,

und die 8:8:8 Regel (die manchmal dem Hl. Benedikt zugeschrieben wird)

  • 8 Stunden Schlafen
  • 8 Stunden körperliche Arbeit (inkl. Betten machen, Staub saugen, Reisen ……)
  • 8 Stunden Muße (Lesen, Schreiben, Denken, Meditieren, Beten)

Anmerkung: Ehrlich gesagt, zählt bei vielen Berufen heute die gewerbliche (also bezahlte) Arbeit zur Muße (Lesen, Schreiben, Denken) und die körperliche Arbeit – zum Beispiel im Fitnesscenter – zählt zur Freizeit, hier muss man also vorsichtig argumentieren, weil die Unterscheidung zwischen Arbeit und Muße nicht mehr 1:1 der Erwerbsquote entspricht!!!

So wird es immer schwieriger, mit Erwerbstätigkeit eine Familie inklusive Kindererziehung zu finanzieren, wie wir gleich sehen werden.

Die totale Spezialisierung

Wie wir beim Übergang vom Nomaden zur Hofwirtschaft gesehen haben, erhöht sich die Gesamtproduktivität, indem sich jeder Hof „auf seine Scholle spezialisiert“ und der Transport und der Handel zwischen den Höfen ermöglicht bzw. erleichtert wird (Erfindung des Rades).

Wenn ich nun sage, „meine Scholle sei meine Kernfamilie, alles andere sei extern“, wenn ich also die Wirtschaft bezogen auf meine Tochter, meinen Sohn und mich interpretiere, dann komme ich zu folgendem Bild:

Totale Trennung von Leben, Produktion und Konsum – Transportfaktor > 100%

Hier haben wir die totale Trennung von Leben, Produktion und Konsumation, dafür haben wir einen Transportfaktor von

Transport = WDDV (100%) + VV (73%) = 173%

Wenn wir uns erinnern, der Nomade hatte einen Transportfaktor << 100%, bei der feudalen Hofwirtschaft war es immerhin nur die Erwerbsquote 0% < Transportfaktor = EQ < 100% und nun sind es deutlich über 100%, weil alle Produkte für den Markt bestimmt sind und weil ja auch die Vorleistungen von den Vorleistern zur Produktionsstätte transportiert werden müssen (bei der Hofwirtschaft hatten wir nur Endprodukte transportiert).

WDDV = Waren-, Dienstleistungs- und Datenverkehr (hier 100%)

VV = Vorleistungsverkehr (hier 73%)

Natürlich sind Daten sehr viel leichter zu transportieren als Dienstleistungen (Telepräsenz) und diese wiederum leichter als Waren.

Auf Vorleistungen können alle 3 Kategorien zutreffen (Waren, Dienstleistungen oder Daten), je nachdem.

Hinzu kommen noch die verschiedenen Formen von Personenverkehr

  • Berufsverkehr BV……….um Menschen an die Produktionsstätten zu bringen
  • Konsumverkehr KV……um Güter vom Endverkäufer und Menschen von zuhause an den Ort der Konsumation zu bringen (was auch die Wohnstatt sein kann)

Wir kommen von der Scholle nicht los

Trotz dieser totalen Trennung läuft das Alles immer noch nicht ohne Grundeigentum.

Der Ressourcenumsatz RU bezieht sich immer auf eine geographische Entität, auf einen Locus, auf die Scholle.

Die Produktionsstätte hat einen Ressourcenumsatz (bei einer Softwareproduktion ist das hauptsächlich Kaffee :-), die Wohnstatt und die Konsumationsstätte haben auch einen Locus und eine Küche.

Auch der Markt hat einen Ressourcenumsatz, der sich „entlang der Lieferwege“ abspielt.

Obwohl natürlich die Beschaffung der eingesetzten Ressourcen (Wasser, Kaffee, Licht, Heizung, ……) und die Entsorgung der generierten Ressourcen (Abfälle, Dung, Urin, Abwärme, …….) zu einem großen Teil outgesourced sind, bleiben doch einige wenige Ressourcen, die immer noch gottgegeben sind bzw. vom Planeten weiterverarbeitet werden:

  • Sonnenlicht
  • Atemluft (teilweise schon konditioniert)
  • Kohlendioxid
  • usw.

Wir werden später noch betrachten, wie der Ressourcenumsatz in unsere wirtschaftlichen Betrachtungsweisen eingebaut werden muss, um dem Anspruch einer ökosozialen Marktwirtschaft zu entsprechen.

Freedom of Information / mein kleines Geheimnis

Ich habe also fast gar kein Eigentum mehr (bis auf die paar Möbel und das Auto – und das Landhaus) und nichts davon nützt mir beim Verdienen meines Nettoeinkommens.

Ich entnehme meiner Wohnung keine Ressourcen (der Parkettboden ist ziemlich unfruchtbar) und ich lasse Abfälle nicht herumliegen, bis sie verfaulen.

Das heisst, der Gesamte Ressourcenumsatz ist aus der Wohnung outgesourced und wird in Geld abgegolten. Ich zahle für Wasser, Wärme, Strom, usw. und ich zahle für die Abfuhr des Mülls (Anm: für die Wertstoffe im Müll sollte ich eigentlich eine Abgeltung bekommen).

Und die Wohnug ist ausgelegt auf Freizeit. Sie ist nicht gedacht, dass ich hier arbeite. All die Dinge in der Wohnung dienen nur der Eigenerzeugung und dem Eigenverbrauch. Das Produktionsmittel für meine Erwerbstätigkeit ist einzig und allein das, was ich im Köpfchen habe – mein geistiges Eigentum.

Grund genug, noch mal ein wenig über geistiges Eigentum und „Freedom of Information“ nachzudenken.

Das Leben ist kein Ponyhof.

Gemeinsam mit der obigen Erkenntnis, dass der Inhalt meines Köpfchens der einzige Grund ist, warum ich meine Familie ernähren kann – da hilft mir kein Bundeskanzler und keine Gewerkschaft – wäre es also an der Zeit mein Gehirn zu schützen.

Womit wir beim Aluhut wären 🙂

Nein, Spass beiseite, wer will es einem mittelalterlichen Gewerbetreibenden verübeln, wenn er seine Rezepte und Anleitungen, seine Konstruktionspläne und all sein geistiges Eigentum schön auf Pergament niederschreibt und in einer Schatulle gut verschließt?

Natürlich – wenn einer ein besonders gutes Rezept hatte – weckte das die Begehrlichkeiten durch den lieben Mitbewerb. Und natürlich war der Fürst daran interessiert, dass nicht nur einer sondern alle Gewerbetreibenden seines Fürstentums dieses Rezept in Händen hielten.

Man erfand das Patentrecht als vernünftigen Mittelweg zwischen den Interessen des Fürsten und des Gewerbetreibenden.

Der Urheber des Rezepts verpflichtete sich, das Rezept zu veröffentlichen, im Gegenzug versprach der Fürst den fürstlichen Schutz des Urheberrechts durch seine Gerichtsbarkeit – für 20 Jahre durfte der Urheber sein geistiges Eigentum ausfruchten, bevor es zum Allgemeingut wurde.

So konnte ein junger Erfinder Fuß fassen und eine gewisse Marktmacht ausbauen, bevor die Rechte freigegeben werden mussten.

Es gibt nichts, was man nicht missbrauchen kann. Heutzutage missbrauchen die Pharmakonzerne das Patentrecht, um ihre Macht zu zementieren, nicht um sich gegen übermächtige Konkurrenz zu schützen, sondern um jedes schwache Pflänzchen auszurotten, bevor es ein Baum werden könnte.

Gesund wäre es, wenn Firmen kommen und gehen, werden und vergehen, so wie der Markt atmet. Einzementierung eines status quo durch Staatshilfen hat noch nie der Menschheit genutzt, sondern nur denen, die vor der Veränderung Angst haben.

Aber der Politiker ist halt auch ein fauler Hund.

Der redet lieber mit einem CEO von 200.000 Angestellten, bevor er mit 200.000 EPUs redet. Das wäre zu mühsam. Darum hat die Politik ein Faible für Großunternehmen – die erwiesener maßen viel weniger beitragen als die kleinen.

Gut, gewisse Dinge kann man nur mit großen Unternehmen machen: Eisenbahn, Autobahnbau, Mobilfunk, Internet, IT, Cutting Edge Technology, und noch einige.

Aber die meisten Sachen, die wir täglich brauchen – Nahrungsmittel, Fahrzeuge für den Individualverkehr, Urlaub, Beleuchtung, Heizung, und das alles könnte man mit einer kleinräumigen, ökologisch orientierten Wirtschaft hinkriegen, wenn man nur ressourceneffizient und transportarm arbeitet (menschliche Arbeitskraft ist genug vorhanden, da kann man ruhig ein bisschen verschwenden).

Es wäre eine komplette Änderung des Lebensstils, aber es stände dafür.

Wie könnte eine „Freedom of Information“ solchen Lebensstil unterstützen? Müssen wir dann alle unsere Daten hergeben (was wir eh schon tun)?

Beginnen wir bei der Software

Software ist zwar „so eine Sache“, aber eine Sache ist sie eigentlich nicht. Software ist keine Ware.

Software ist auch keine Dienstleistung, ausser ich gehe direkt zum Kunden und biete ihm einen Dienst an.

SaaS (Software as as Service) meint ja nur, dass der Anbieter die Software in Wirklichkeit für sich behält (Du bekommst keine Kopie der Software), die Software läuft auch auf einem Computer des Anbieters und nicht auf Deinem Computer, nur die I/O-Datenströme zwischen Kunde und Software werden – meist über das Internet – ausgetauscht.

Der Kunde kennt zwar das S/R-Verhalten der Software und er kann es nutzen, weil er den Dienst bezahlt. Aber ohne den Rechner des Anbieters kann er das S/R-Verhalten nicht reproduzieren – er bleibt also abhängig vom Anbieter und dieser kann auf diese Weise sein Urheberrecht effektiv wahrnehmen. Wenn ich nicht mehr zahle, wird einfach die Verbindung gekappt.

Nein wenn ich Software, wenn ich die Kopie einer Software kaufe, dann bekomme ich Daten. Die Begriffe Software und Daten kann man synonym verwenden, sie sind literarischen Werken gleichgestellt.

Denn die Software – die Daten – nützen mir nur, wenn ich ein Gerät habe, das diese Software interpretieren kann – einen Computer mit dem passenden Betriebssystem.

Die Software ist kein „Ding an sich“ (wie Immanuel Kant sagen würde), aber sie macht aus einem Computer ein „Ding an sich“, das es ohne diese Software nicht gibt.

Die MS Flight Simulator Software IST kein Flugsimulator, aber sie MACHT einen Flugsimulator aus einem PC.

Die Finanzierung des Erstlings einer Software ist eine gesellschaftliche Angelegenheit, so wie die Erzeugung des Originals von Kunstwerken. Im modernen Staat ist auch das eine Aufgabe des Staates und es wäre ein Argument für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.

Meint

Euer Christoph

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Vom freien Nomaden zum Sklaven des Marktes – V (Daten)

Mai 20, 2021

Einlagerung von Kunstwerken

Zuletzt hatten wir uns Gedanken gemacht, wozu die Einlagerung von Vermögen gut ist.

OK, zuerst lasst uns mal klarstellen, dass wir mit dem Begriff „Einlagerung“ nicht das Eigentum von Produktionsmitteln meinen.

Und mit Produktion meinen wir nicht nur die gewerbliche Produktion (gegen Geld) sondern wir meinen auch die Eigenerzeugung für den Eigenverbrauch (gegen Gotteslohn) – zum Beispiel innerhalb der Sippe, des Hofes oder der Familie.

Wenn ich also einen Zweitwohnsitz habe, um für die eigene Familie einen Erholungswert zu generieren – vielleicht auch für Freunde und Verwandte –, dann ist dieser Zweitwohnsitz in meiner Nomenklatur kein „eingelagertes Vermögen“, sondern ein „aktives Produktionsmittel“ (für die Eigenerzeugung, die ich ja wieder selbst konsumiere).

Ob einem Städter ein ganzes Haus am Land „gebührt“, oder ob das nicht „Verschwendung“ ist, darüber will ich eigentlich nicht urteilen. Solange er es sich leisten kann, ist es meiner Meinung O.K.

Wenn ein Städter aber ein Landhaus nach dem anderen „sammelt“ und eigentlich gar nicht genug finanzielle Potenz besitzt, um alle zu hegen und zu pflegen – wenn er sie also dem Verfall preisgibt –, dann sehe ich ein ethisches Problem.

OK, wir haben also den Schwund, das ist der Verfall des Sachvermögens, wenn wir nicht in die Aufrechterhaltung seines Wertes investieren.

Schwund aufgrund höherer Gewalt (z.B. in EUR, generell in der „Leitwährung der Sippe, des Hofes oder der Familie“):

Schwund wegen höherer Gewalt SHG = shg * fBU (Gl. V.1)

Dabei steht shg für den Wert des Schadens (inkl. Produktionsausfall) aufgrund höherer Gewalt, bezogen auf den Wert der Gesamtproduktion, in einem Bezugszeitraum.

Warum bestehen wir auf diese „höhere Gewalt“?

Nun, geplante Schäden, wie zum Beispiel die berühmte „geplante Obsoleszenz“ oder Schäden, die versichert sind, wollen wir in diesen Faktor nicht aufnehmen *).

*) das erste ist ein sogenannter externer Effekt, hat also einen menschlichen Verursacher, an dem man sich schadlos halten kann, das zweite ist im Rahmen des Wertes C (Kosten für eine importierte Versicherungsleistung) modelliert (wenn die Versicherung 100% des Schadens übernimmt).

Dasselbe gilt eigentlich für Geldwerte – wir erinnern uns: Geld ist eigentlich eine „gut lagerbare Sache, auf die man sich in einem gesellschaftlichen Kontext als Werteträger“ geeinigt hat.

Natürlicher Geldvermögensschwund INFL = infl * KPT (Gl. V.2)

Dabei steht infl für den Prozentsatz der Inflation und KPT ist das eingesetzte Kapital (z.B. in EUR , generell in der „Leitwährung der Sippe, des Hofes oder der Familie“ ).

In unserem heutigen Beispiel gehen wir von einem Hof aus, der seine gesamten langfristigen Reserven (also abgesehen von Marmelade, Räucherspeck, Pökelfleisch und dergleichen) in Kunstwerken anlegt – nämlich in Bildern.

Das heißt, der Hof lagert weiterhin nichts von seiner Produktion ein,

(1 – (K/P + ü) ) = NEQ = 0,

aber er kauft vom EGT und nach Abzug des Reingewinns (für den Eigentümer) schöne Bilder (fürs Lager), sagen wir mal hauptsächlich von Picasso.

KPT, das eingesetzte Geldkapital, sei also gleich Null.

(R – C) = 0 * infl + shg * fBU

(R – C) = shg * fBU

Wenn wir wieder von einem Gesamtproduktionsausfall alle 5 Jahre ausgehen, dann heisst das, dass der Hof jedes Jahr

(R – C) = 1 / 5 * fBU

(R – C) = 1 / 5 * R / EQ

an Außenhandelsbilanz erreichen muss.

(R – C) / R = 1 / (5 * EQ)

Der Anteil der Spareinlagen (R – C) am gewerblichen Umsatz R muss also steigen, wenn die Erwerbsquote sinkt, und umgekehrt.

Die Strategie „Einlagerung durch Handel mit Kunstwerken“ passt also eher für Höfe mit einer hohen Erwerbsquote.

Wenn die Erwerbsquote nur gering ist, muss man für diese Strategie also teuer exportieren und billig importieren, wie auch immer man das macht.

So, nun haben wir Picassos eingekauft, und die Krise kommt.

Leider war Picasso nur ein Hype und die Bilder sind am Markt jetzt in der Krise viel weniger wert.

Was lerne ich daraus?

Das Kapital für die Krise muss ich krisensicher anlegen und nicht in volatilen Werten.

Wie mache ich das? Großes Fragezeichen. Nein, eigentlich nicht. Wenn ich sowieso eher ein sesshafter Mensch bin, dann werde ich meine Sippe in der Krise nicht verlassen, das heisst ich sollte eher in lokalen Werten mein Vermögen anlegen. Am besten wäre es, wenn jeder Hof anders anlegt. (Diversifizierung)

Wenn ich vorhabe, in der Krise sowieso auszuwandern (bei der Klimakrise ist das leider nicht möglich), dann ist es gut, leicht bewegliche Werte zu verwenden, die ich sozusagen „in der Hosentasche“ mitnehmen kann (noch besser „im Kopf“).

Somit kommen wir zum nächsten Thema.

Geistiges Eigentum – Daten – Original und Kopie

Zuletzt haben wir uns mit der Einlagerung von Vermögen beschäftigt, das dazu dienen soll, der Familie, dem Hof oder der Sippe über die Krise zu helfen.

Nehmen wir zum Beispiel die Albertina: die Albertina besitzt viele Kunstwerke, die sie gar nicht alle gleichzeitig ausstellen kann.

Nur die Kunstwerke, die tatsächlich ausgestellt sind, sind tatsächlich aktiv an der Produktion beteiligt, da sie dem Besucher ein Erlebnis bescheren und somit über den Umweg des Eintrittsgeldes einen Umsatz produzieren. Die eingelagerten Kunstwerke hingegen verursachen nur Kosten und keinen Nutzen.

Nun, dem Phänomen der Brache wollen wir uns später widmen, aber haben diese eingelagerten Kunstwerke nicht sehr viel gemeinsam mit einem Geldschein?

Der tatsächliche Materialwert – Leinwand, Farben und sonstige Materialien (ein wenig Holz und Farbe für die Rahmen) – tendiert bei vielen Kunstwerken gegen Null, zumindest hält er nur einen geringen Anteil am Handelswert des Kunstwerkes.

Aber, so wie der Geldschein von seinem eigentlichen Eigentümer, der Zentralbank, signiert ist, so ist auch das Kunstwerk vom Künstler signiert – dieses Recht des Künstlers – das eine Art Eigentumsrecht ist, wird im Europäischen Kulturraum als Urheberrecht bezeichnet und es bezeichnet eine geistige Urheberschaft, ein geistiges Eigentum, das immer nur dem Schöpfer zu eigen ist.

Er kann es nicht weitergeben, verschenken, verkaufen oder dergleichen, er kann nur – aufgrund des Urheberrechts, das ihm niemand nehmen kann – Nutzungsrechte vergeben.

Im angloamerikanischen Kulturraum gibt es kein Urheberrecht, dort gibt es nur das sehr viel schwächere „Copyright“, das man nicht per se hat, sondern einfordern muss, indem man ein „Copyright Statement“ anbringt.

So, wie der „interne“ Wert des Geldes vom Verhältnis der Geldmenge zur Menge der vorhandenen Waren und Dienstleistungen und Daten abhängt, so hängt der „äußere“ Wert vom „Namen des Eigentümers“, also vom internationalen Ruf der Zentralbank oder des Künstlers ab.

Sind unsere führenden Persönlichkeiten nachhaltig gekleidet, oder ist es wie im Märchen von „des Kaisers neuen Kleidern“? Ich weiß es nicht.

Aber – halt – wenn ein Künstler viel wert ist, dann könnte ich doch seine Werke einfach – nein mehrfach – kopieren und somit mit geringem Aufwand viel Wert erzeugen.

Oder?

Wenn wir das tun, dann entdecken wir den Mechanismus der Inflation. Der gesellschaftliche Nutzen eines Kunstwerkes lässt sich nicht beliebig vervielfältigen.

Ja, ein Kunstwerk kann einen „AHA“-Effekt enthalten. Die Erkenntnis des Künstlers – wenn ihm die Muse oder der Engel etwas offenbart hat – muss weitergegeben werden. Ja.

Aber irgendwann ist die Botschaft nicht mehr neu.

Sie ist abgenützt, ausgelutscht und vertrocknet. In die Gesellschaft hineindiffundiert. Jedermann zum tausendsten Male.

Die Erfindung der Druckerpresse war genial.

Die Druckerpresse ermöglichte es, dass jeder Haushalt eine Bibel zu Hause hatte. Man war nicht mehr abhängig von der Interpretation der Kirche. Unabhängigkeit, Aufklärung, Vernunft, Wissenschaft, sie alle machten große Sprünge, nur wegen der Druckerpresse.

Aber im Gegenzug heißt die leichte Kopierbarkeit von literarischen Werken auch, dass es schwieriger wird, das Urheberrecht auch tatsächlich wahrzunehmen.

Das geheime Rezept, das dem Bäcker, dem Apotheker oder dem Gewerbetreibenden einen Wettbewerbsvorteil verschaffte, war nicht mehr so leicht geheim zu halten.

Man denke nur an die unzähligen Kochbücher mit dem Titel „Omas Rezepte“.

Aber so wie das Urheberrecht und dementsprechend die „gesamtgesellschaftliche Wirkung“ des Kunstwerkes eher nur dem Original zugeschrieben wird, so hat auch jede Kopie einen Nutzen.

Wenn ich nicht unbedingt eine Wertanlage benötige, sondern ganz einfach mein Vorzimmer schmücken möchte, dann kann ich mich durchaus mit einer Kopie der „Mona Lisa“ zufrieden geben. Und es wird mir nicht wirklich Kopfschmerzen bereiten, ob die Kopie „autorisiert“ ist oder nicht.

Folgende Zuordnung erscheint sinnvoll zu sein:

NutzenPreis
Erstling(e) des Kunstwerkesgesellschaftlicher NutzenHonorar für den Künstler
Jede Kopie des Kunstwerkestatsächlicher Nutzen einer KopiePreis der Kopie

Und so ähnlich ist es heute mit Software (das sind die Daten, mit denen man Computer füttern muss, damit sie funktionieren):

Da gibt es einerseits Programme, die für den Endbenutzer gedacht sind – und mittlerweile gibt es die Möglichkeit, jede Kopie durch einen kleinen (!) Beitrag zu finanzieren –, sodass durch die große Stückzahl auch das Original – der Erstling – finanziert werden kann.

Andererseits gibt es auch heute noch Programme, die nicht unbedingt durch Stückzahl punkten können

  • Zentrale Infrastruktur im Internet, die nicht häufig benötigt wird
  • Prototypen, um neue Konzepte zu erforschen und
  • Anwendungen für Spezialisten.

Hier kann man entweder den klassischen Weg des geschlossenen Systems gehen – mit all der Geheimhaltung und ihren sozialen Nebenwirkungen – oder man baut die Software nach dem Open Source Prinzip.

Dann können offene, virtuelle Teams von verschiedenen Firmen und Mitbewerbern gleichzeitig daran arbeiten, wohl wissend, dass die eigentliche Wertschöpfung jedes Mitbewerbers woanders liegt.

Diese „kollaborativ geschaffene Infrastruktur“ ist so zu betrachten, wie der Straßenbau, um den sich ja auch der Fürst kümmern muss, entweder direkt oder durch Förderungen.

Neben den „drei alten Aufgaben des Fürsten“:

  1. Sozialer Ausgleich im Fürstentum
  2. Verteidigung des Fürstentums und der Währung
  3. Infrastruktur für den Handel mit Waren (Straßenbau, Wasserleitungen, Kanäle, …….)

ergibt sich nun die „vierte Aufgabe für den Fürsten“:

  1. Förderung von Kunst und Kultur (gemeinsames geistiges Eigentum)
    1. Patentrecht
    2. Wissenschaft und Forschung (Open Source Infrastruktur)
    3. Schöne Künste

Schlussbemerkungen

Im Urheberrecht und im Patentrecht ist Software einer Literatur gleichgestellt.

Das heisst auch, dass man mit Daten – welcher Art auch immer – nur dann ein Geschäft aufziehen kann, wenn irgendjemand ein Interesse an den Daten hat.

Angenommen, alle Daten wären immer und überall von jedem einzusehen – und damit meine ich auch die Web Cam im Schlafzimmer des Herrn Bundeskanzler –, dann wären Daten nichts mehr wert.

Wenn hinter einem Kunstwerk kein „Geheimnis“ mehr steckt – wertlos.

Wenn wir gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge auf Blogs beschreiben – ganze Studien werden sinnlos und wertlos.

Wenn wir die Perlen vor die Säue werfen……..Halt!! Ihr seid doch keine Säue! Und sind das hier überhaupt Perlen? Sind es nicht nur Binsenweisheiten? Die erst sinnvoll werden, wenn man einen schönen großen Computer hat, um Österreich einmal „so richtig durchzusimulieren“?

Meint

Euer Christoph

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Vom freien Nomaden zum Sklaven des Marktes – Summary

Mai 13, 2021

Wie wir an den letzten Beiträgen gesehen haben, beschäftige ich mich zur Zeit in einer autodidakten Art und Weise mit den Fragen der Nachhaltigkeit, der Klimakatastrophe und den Möglichkeiten, ein Rudel, einen Hof oder eine Familie ethisch korrekt zu führen.

Bisher hatten wir folgende Beiträge:

Die unten genannten Beiträge sind dann später nachgefolgt

bzw. noch in Planung:

  • Weitere Fallbeispiele für das Gütekriterium
    Ist Überschuss gut? Überschuss der Familie? Globaler Überschuss?
    Das Gütekriterium für die moderne Familie und den modernen Staat (gibt es noch Rudel?)
    Glaube. Abschreibungen. Entropie.
    Brache, Eigenbedarf
  • Das globale Ressourcenproblem (P wird kleiner, K größer)
    P erhöhen oder K verkleinern? Kopfzahl? ü = 0
  • Macht ist Kopfzahl

Eine schöne neue Woche

Euer Christoph

P.S.: hier noch die „12 Gebote Christophs“ in einer VORLÄUFIGEN Version

  1. Gewinn ist auch nur ein Kostenfaktor
  2. Wenn Du einen Kredit nimmst, mietest Du ein Kapital
  3. Man soll Dinge nur outsourcen, wenn man selber zu teuer dafür ist, niemals aus Bequemlichkeit oder wegen Mangel von Know How
  4. Die Leistung des Eigentümers besteht darin, dass er seinen Namen hergibt und beruht auf gegenseitigem Vertrauen
  5. Der Miteigentümer leistet nichts und soll auch keine Dividende erhalten
  6. Ressourcen sind gratis, nur Menschen werden bezahlt
  7. Die Welt braucht einen Eigentümer – das ist die Menschheit (als Stellvertreter des Herrn)
  8. Die Welt braucht einen Namen – was haltet Ihr von Humanistan?
  9. Basis-Pensionen soll man nicht spekulativ veranlagen (also nicht über Miteigentümerschaft oder Finanzprodukte höheren Grades)
  10. Jede Veranlagung, die eine höhere Rendite verspricht als die Inflationsrate, läuft letzten Endes auf ein Pyramidenspiel hinaus.
  11. Wir sollten alle GEMEINSAM (trotzdem kompetitiv) an diesem Werk arbeiten, denn es ist GOTTES WERK.  
  12. Die ideale Inflationsrate entspricht der Abnützung der Produktionsmittel

Vom freien Nomaden zum Sklaven des Marktes – IV (Risiken)

Mai 13, 2021

Nachtrag zum heuristischen Gleichgewichtskriterium

Wir haben also jetzt definiert, dass ein Hof im Feudalsystem dann ethisch korrekt geführt wird, wenn das

Heuristische Gütekriterium für Hofführung im Feudalsystem

(R – C) = KPT * infl + KAU (Gl. IV.1a)

(1 – (K/P + ü)) * fBU = shg * fBU  (Gl. IV.1b)

über einen längeren Zeitraum gerechnet zutrifft

Wieder haben wir die drei Verantwortlichkeiten:

  1. Jedes Mitglied des Hofes muss dafür Sorge tragen, im Rahmen des Hofes gesund zu produzieren und zu konsumieren, wie es seiner eigenen Identität (Physis, Psyche) entspricht.
    Wenn das nicht geht, gibt es die üblichen drei Möglichkeiten
    1. Die Situation akzeptieren (für Looser) oder sich selber ändern (für treue Helden)
    2. Den Hof verlassen (für Abenteurer)
    3. Den Hof verändern (für Super-Heroes)
  2. Der Bauer hat das Gütekriterium zu überwachen und bei relevanten Abweichungen Maßnahmen zu setzen. Die Anteile (R – C) und (1 – (K/P + ü)) * fBU sind „über einen längeren Zeitraum zu rechnen“ – der in der Größenordnung der Verderbnis der Lebensmittel liegt, z.B. ein Jahr. Dasselbe gilt für die rechte Seite der Gleichung (Inflation und Schwund).
  3. Durch entsprechende Ethik-Regeln muss dafür gesorgt sein, dass es einen „sozialen Ausgleich“ gibt, der Starke muss dem Gefallenen „auf die Beine helfen“ (Heilung der „sozialen Krankheit“)

Und folgende Idealisierungen

  1. Almosen von einem Hof zu einem anderen sind hier vernachlässigt
  2. Kredite kann man als Finanzdienstleistungen mit diesem Modell als Teil des Imports darstellen
  3. Subventionen vom Fürsten an den Hof kann man als Investitionen in zukünftige Steuerzahlungen – Kapitalaufstockungen – interpretieren
  4. Steuern gegenüber dem Fürsten kann man als Zahlung einer importierten Serviceleistung interpretieren, da der sich um folgende Dinge kümmert
    1. Sozialer Ausgleich im Fürstentum
    2. Verteidigung des Fürstentums
    3. Ermöglichung des Handels (Währungspolitik, Straßenbau)

Einlagerung und Krise

Zuallererst ist die Balance zwischen Geldvermögen und Sachvermögen zu hinterfragen.

Geldeinlagerungen und Sacheinlagerungen dienen – und daran hat sich seit der Steinzeit nichts geändert – allesamt dem Überdauern der Krise, einen anderen Zweck gibt es nicht, ausser man möchte die Inflation.

Sachvermögen – zum Beispiel schöne Kunstwerke – können im Krisenfall bei einem anderen Hof gegen notwendige Güter getauscht werden, vorausgesetzt, diese sind im anderen Hof vorhanden und der andere Bauer mag Bilder.

Für Geld gilt im Wesentlichen dasselbe, man muss nur die Krise vorher durchsimulieren und sich überlegen, ob Geld oder Sachvermögen nützlicher sein wird, welche Art von Geld (z.B. Schweizer Franken) und welche Art von Sachvermögen (z.B. Knäckebrot).

Das gemeinsame Geld aller Höfe des Fürstentums ist eine sichere Anlage, solange der Fürst und die Bauern es gemeinsam schaffen die Inflation niedrig zu halten.

In diesem Beispiel gehen wir davon aus, dass alle Einlagerungen als Spareinlagen vor sich gehen und dass die Krise immer nur ein Fürstentum betrifft – mit Geld kann man in der Krise beim Nachbarfürstentum BEGRENZT Güter einkaufen, solange die Währung dadurch nicht in die Inflation gerät.

Beispiel „Einlagerung nur durch Geldvermögen“

Wenn der Hof nur Geldvermögen einlagert, dann heisst das, dass sein gesamtes Sachvermögen nur aus Produktionsmitteln besteht (auch die Nettoeinlagerungsquote NEQ = 1 – (K / P + ü) ist also übers Jahr immer noch Null) und beide Faktoren, infl und shg, müssen aus den Spareinlagen R – C gedeckt werden.

Das eingesetzte Kapital KPT entspricht dem größten anzunehmenden Unfall GAU = gau * fBU (im letzten Beispiel war das gau * fBU = 3 * fBU).

shg………..durchschnittlicher anteiliger Vermögensverlust („gebunkertes“ Vermögen und Produktionsmittel)
+ durchschnittlicher anteiliger Produktionsausfall durch unversicherte, aber planbare, Risiken

KPT………..GAU = gau * fBU = 3 * fBU

also eingesetzt

(1 – (K/P + ü)) * fBU = 0 (Gl. IV.2)

(R – C) = KPT * infl + shg * fBU (Gl. IV.3)

(Gl. IV.3) kennen wir bereits. Sie gibt an, wieviel Geld der Hof sparen sollte. Der Reingewinn, der dem Eigentümer zusteht, ist hier bereits abgezogen und diente dazu, das „Vermögen des Eigentümers – anteilig – als eingesetztes Kapital zu mieten“.

(Gl. IV.2) erinnert sehr an das Kriterium für den Nomaden 1 – K / P = 0, nur gibt es hier noch den Anteil ü, weil es ja einen Außenhandel (von Hof zu Hof) gibt.

Ethisches Gleichgewicht (näherungsweise): ü = 1 – K / P

K / P ist das Verhältnis zwischen Konsumzahl und Produktionszahl und darf ungleich 1 sein, wenn es im Aussenhandel entweder einen Überschuß oder einen Nettoimport gibt.

Für Gesellschaften mit K / P > 1 muss ü < 0 sein (Nettoimporte), sonst folgt daraus Mangel (mit allen Folgen, die bereits für die Nomaden ventiliert wurden).

Für K/P < 1 muss ü > 0 sein, sonst folgt daraus Überfluß (mit allen seinen Folgen, die bereits für die Nomaden ventiliert wurden).

Anmerkung: zum „Gütekriterium unter Berücksichtigung des Überschusses ü“ und zum „Gütekriterium unter Berücksichtigung moderner Produktions- und Konsumverhältnisse“ wollen wir zu einem späteren Zeitpunkt noch detailliertere Beispiele durchdenken.

Einlagerung und Versicherung, Weltvermögen

Natürlich kann man die Einlagerung von Geld- oder Sachvermögen auch zu Versicherungsunternehmen oder Banken outsourcen, wenn man selbst nicht die Möglichkeiten zur Einlagerung hat.

Unter Berücksichtigung der Versicherungsunternehmen bleibt also der Satz

Die weltweite Gesamteinlagerung von Geld- und Sachvermögen (inklusive Einlagerungen durch Versicherungsunternehmen) – ausgenommen Produktionsmittel – sollte der Gesamtmenge der Risiken entsprechen, die im Falle des „Welt-GAU“ eintreten können, und die durch dieses Vermögen überhaupt gedeckt (oder zumindest gelindert) werden können.

Es hat keinen Sinn, Vermögen anzuhäufen für Risiken, die prinzipiell oder durch dieses Vermögen nicht verhindert, wieder gutgemacht oder zumindest gelindert werden können.

Wie ist das nun mit den Risiken für die Weltwirtschaft (ich meine nicht Deinen privaten Haushalt, dort kennst Du Dich besser aus)?

  1. Inflation
  2. Epidemien
  3. Pandemien
  4. Erdbeben und Tsunamis
  5. Vulkanausbrüche
  6. GAUs mit menschlichen Technologien (Reaktorkatastrophen)
  7. Meteoriteneinschlag
  8. Kometeneinschlag
  9. Kriege und Hungersnöte
  10. Revolutionen, Raubzüge

Welche sind unvermeidbar? Welche kann man mit Geld- oder Sachvermögen wieder gut machen oder mildern? Welche kann man mit dem Einsatz von Geld- oder Sachvermögen vermeiden?

Jeder denke selber nach, ob wir zuviel, zuwenig oder genau richtig viel eingelagert haben, und ob eine Pandemie nicht ein Argument für Vermögenssteuern sein könnte.

Meint

Euer Christoph

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Vom freien Nomaden zum Sklaven des Marktes – III (Verstädterung)

Mai 12, 2021

Vom Geld

Als wir uns im letzten Beitrag https://letztersein.com/2021/05/11/der-weg-vom-nomaden-zum-sklaven-des-marktes-ii-zur-hofwirtschaft/ **) Gedanken über die Hofwirtschaft machten, entdeckten wir, dass es nun eine gemeinsame Währung geben MUSSTE, um den Handel zwischen den Höfen zu ermöglichen, sodass jeder Hof nur mehr einen Teil seines Verbrauches auch selber erzeugte.

Spezialisierung war angesagt, der Transport wuchs.

Aber ein „internes“ Geld – eine innerhalb der Sippe gültige „Währung“ musste es auch schon bei den Jägern und Sammlern gegeben haben, um Erzeugung und Verbrauch gerecht zu verteilen.

Bei den Überlegungen über den Schwund sind wir dahinter gekommen, dass sich Lebensmittel nur schlecht als Währung eignen, weil sie nach kurzer Zeit verderben.

Welche Eigenschaften sollte ein Geldstück also haben?

  • Alle (die ganze Sippe) sollten an den Wert des Geldstücks glauben
  • Es sollte nicht kopierbar sein (die Sacheigenschaft haben) und der Eigentümer (die Sippe) sollte erkennbar sein
  • Es sollte gut lagerfähig sein

Man nimmt an, dass z.B. Tierknochen aus der Jagdbeute oder Felle als interne Währung der Jäger und Sammler verwendet wurden.

Je einen höheren Anteil an der Jagdbeute man bekam, desto mehr „interne Dienstleistungen“ konnte man sich leisten – abgesehen vom Fleisch, das ja zum Verzehr gedacht war.

Natürlich sollte das Geld nur innerhalb der Sippe eine Bedeutung haben, weshalb wohl der Häuptling sein Zeichen auf die Knochen gemacht hat, vielleicht jedes Jahr ein neues, weil die alten Knochen nichts mehr wert sein sollten.

Städte/Gewerbe – Trennung von Haus u. Hof

Mit dem Geld kam die Macht.

Mit steigender Produktivität (wir Erfinder sind der Teufel) wuchs wieder die Kopfzahl und damit der Ressourcenverbrauch, was wiederum die Ressourcen knapp werden ließ.

Außerdem musste die gemeinsame Währung verwaltet werden – eine Schatzkammer musste es geben, um die Währung am Geldmarkt zu verteidigen –, was gemeinsam mit dem Handel Machtzentren hervorrief und die Marke des Gebietes verteuerte.

Die Städter lebten zwar effizienter – eng zusammengerückt (Fernwärme, Straßenbahn, …………), benötigten aber mehr Geld, da man von den Grundnahrungsmitteln abhängig war, außerdem gab es Vergnügungen sondergleichen. Das Preisniveau stieg durch die Verstädterung.

Ausserdem machte Stadt krank, was in dieselbe Kerbe schlug.

Dadurch, dass das Preisniveau innerhalb des Fürstentums stieg, konnte der Bauer zwar leichter Luxusgüter aus dem Ausland importieren, das Ersparte wurde aber weniger wert, er war also nicht mehr so krisensicher (das erinnert ein wenig an die vielen Luxusimporte nach Europa – vor allem Handies und andere elektronische Geräte).

Dadurch mussten die Bauern noch mehr produzieren und wurden schließlich wehrlos, weil sie nicht mehr in die Verteidigung des Hofes investieren konnten.

Die Marke lockte andere Fürsten an und führte zu Beutezügen aus dem Ausland.

Nun war es die Pflicht und Schuldigkeit des Machtzentrums, die gemeinsame Währung durch Waffengewalt zu verteidigen.

Somit sind die Währungspolitik, die Handelspolitik und die Verteidigungspolitik die ersten und wichtigsten Aufgaben einer Währungsunion.

All dies war ein Teufelskreis und wir wollen uns jetzt  überlegen, ob wir im Feudalsystem ein Gleichgewicht finden könnten.

Wir nehmen an, dass durch Landflucht weder die Konsumzahl K am Land noch die Produktionszahl P am Land sich ändern, bloß die Kopfzahl reduziert sich, was die Lage an der Ressourcenfront für den Eigenverbrauch wieder beruhigt.

Es war aber weniger Überschuss da, den man in die Stadt exportieren konnte. Der Bauer konnte sich also keine Luxusgüter mehr leisten.

Was passierte aber in der Stadt? Wenn ein Flüchtling vom Land ankommt, erhöht sich mal die Konsumzahl K, wodurch entweder die Reserven angetastet werden müssen (wenn die Stadt welche hat), oder der Lebensstandard sinkt augenblicklich durch Verteilung des Konsums auf mehr Köpfe, oder man nimmt auf die Flüchtlinge Kredite auf, weil man auf ihre Zukunft hofft.

Solange der Flüchtling in Ausbildung ist, ist das für die Stadt häßlich.

Und es kommen auch Flüchtlinge von einer großen Landfläche in eine kleine Stadtfläche, das Ressourcenproblem ist hier also noch viel häßlicher als am Land.

Gewerbebetriebe müssen auf engstem Raum aus den Ressourcen Geld machen, um die Nahrungsmittel vom Land kaufen zu können, was zu einer sehr starken Umweltbelastung führt.

Städte sind schmutzig. Der Gewerbetreibende wird also möglichst weit weg von seinem Gewerbe wohnen – der innerstädtische Berufsverkehr ward erfunden.

Nun wollen wir alle diese Behauptungen durch Formeln hinterlegen.

Zur Realwirtschaft (Waren, Dienstleistungen, Daten/Software) kommt nun also noch die Geldwirtschaft hinzu (Münzen, Geldscheine, Schuldscheine aller Art, Aktien, Finanzprodukte höherer Ordnung, ……)

Der Hof

  • Gesamtproduktion 100% entspricht fiktivem Bruttoumsatz fBU
  • Bruttoeinnahmen R (Revenue)
  • Nettoeinlagerungsquote NEQ =
    = (Produktion – (Export – Import) – Konsum) / Produktion
  • Nettosparquote NSPQ = (R – C) / R
      R = Revenue(Export),
    C = Cost (Import*))
  • eingesetztes Kapital KPT, um Krisen abwehren zu können

*) Die „Kosten für Import“ enthalten auch alle Steuern und Abgaben an den Fürsten und den Reingewinn für den Eigentümer

„Ethisch einwandfreie Hofführung“ ist schwerer zu definieren

Heuristisch setze ich:

Alle nicht versicherten Risiken, die im Durchrechnungszeitraum auftreten, das sind der „Schwund durch höhere Gewalt“ und die Inflation (abzüglich etwaiger Sparzinsen), sollen durch Einlagerung und Spareinlagen abgedeckt werden.

Weiters muss man eine eventuelle Kapitalaufstockung KAU finanzieren, wenn man z.B. die Risiken für den nächsten Durchrechnungszeitraum neu bewertet hat.

NSPQ * R = KPT * infl + KAU   (Gl. III.1a) skalares Finanzkriterium

NEQ * fBU = shg * fBU (Gl. III.1b) vektorielles Güterkriterium


NSPQ……..Nettospareinlagen, bezogen auf R (Nettosparquote)

KPT..……….Eingesetztes Kapital (zur Deckung von finanziell behandelbaren Risiken)

NEQ……….Nettoeinlagerungsquote, bezogen auf Gesamtproduktion

infl………….Geldinflation über den Durchrechnungszeitraum

KAU………….Kapitalaufstockung wegen Neubewertung der Risiken

shg…………Schwund durch höhere Gewalt, bezogen auf fBU und den Durchrechnungszeitraum

Wir können nun in die linke Seite von (Gl. III.1) einsetzen (siehe Nebenrechnung NR):

Heuristisches real- und finanzwirtschaftliches Gütekriterium für Hofwirtschaft im Feudalsystem

(R – C) = KPT * infl + KAU  (Gl. III.2a)

(1 – (K/P + ü)) * fBU = shg * fBU  (Gl. III.2b)

R – C …..Nettospareinlagen, absolut = Gewinn (skalar)

ü = (Export – Import) / Produktion = Waren-Überschuß, bezogen auf die Produktion (vektoriell)

Nebenrechnung NR

  1. NSPQ * R = (R – C) * R / R = R – C
  2. NEQ = (Produktion – Konsumation – (Export – Import)) / Produktion
    1. Konsumation / Produktion = K / P
    2. (Export – Import) / Produktion = ü ………. Überschuss, bezogen auf Produktion
  3. NEQ * fBU = (1 – ( K/P + ü ) ) * fBU

Interpretation von Gl. III.2

Erster Fall: nehmen wir einen Hof, auf dem alle 5 Jahre einmal die gesamte Produktion ausfällt (ohne sonstige Vernichtung von Vermögen). Schlimmstenfalls können drei solcher Ereignisse in Serie auftreten. Es wird nur Kapital gelagert, die Lagerbestände und NEQ sind übers Jahr immer noch Null.

Wir setzen also das Kapital

KPT = gau * fBU (Gl. III.3)

ein, um drei schlimme Jahre überstehen zu können.

gau = 3 ………. größter anzunehmender Unfall, bezogen auf den fiktiven Wert der Gesamtproduktion

Im Durchschnitt muss der Komplettausfall aber nur alle 5 Jahre finanziert werden, es gilt also

SHG = shg * Produktion = 1 / 5 * Produktion (vektoriell)

Bevor der Schaden eintritt, baut man also Kapital auf:

(III.2a) —> (R – C) = KPT * infl + 1/5 * fBU = KPT * infl + 1/5 * KPT / gau

(R – C) / KPT = infl + 1 / 15

Rendite = infl + 1/15

und hat nach 5 Jahren ein neues Kapital (linear gerechnet, man verzeihe mir):

KPTneu = KPT (1 + 5 * (infl + 1/15))

sodaß man um den Betrag KPT * 1/3 = 1/gau * KPT = fBU die Jahresgesamtproduktion am Markt kaufen kann, und dann trotzdem noch ein KPT5 = KPT (1 + 5*infl) für den GAU übrig hat.

Wir sehen, eine „gesunde“ Rendite deckt genau die Inflation und die unversicherten Risiken (Vernichtung von Vermögen bzw. Produktionsausfall durch höhere Gewalt).

Hier gehen wir davon aus, dass der Eigentümer als Teil des Produktions- und Konsumprozesses ein Teil des Hofes ist und mit dem Hof produziert und konsumiert, er entnimmt dem Hof keinen „externen Gewinn“ (Reingewinn).

Das ist also in diesem Beispiel der pure Kommunismus, weil ja niemand einen Lohn in der externen gemeinsamen Währung bekommt, um auch extern konsumieren zu können.

Der Weg zur arbeitsteiligen Konsumgesellschaft

wird demnächst besser beleuchtet

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