Wer braucht schon einen Arbeitsplatz,……

Mai 26, 2020

……von dem er nicht leben kann, er und seine Kinder?

Meint

Euer Christoph


The Duel at the Höhen Street

April 13, 2020

Dear all,

The third part of the narrative „Das dritte Kind“ is now under construction.

Old version v1.5 (2016-10-31):
Part 1 finished, Part 2 finished, Part 3 Fragments:
Das dritte Kind (v1.5)

New version 1.6 (under construction):
Part 1 / Part 2 no change, Part 3 under construction:
2020-02-21: Part 3 – 2020-02-21 delta v1.5
2020-04-13: Part 3 – 2020-04-13 delta 2020-02-21<

And here the chapters 1.17 – 1.19 „The Duel at the Höhen Street“

Das Duell auf der Höhenstraße
1.17.

Lieserl und Conrad Peter wieder in der Eisdiele

Lieserl: „Sag‘, Conrad, sollen wir mit unserem relativistischen Projekt wirklich weitermachen?“

Conrad Peter: „Du meinst, wegen unserer Meinungsverschiedenheit? Da wird sich schon noch herausstellen, wer recht hat. Aber dieses Projekt hat zuviel Potential in sich, um es nicht weiter­zu­machen.“

Lieserl: „Was siehst du, was ich nicht sehe?“

Conrad Peter: „Na ja, einerseits ist es recht mühsam, die Daten von den verschiedenen Strecken zusammenzusuchen und miteinander zu verknüpfen. Wenn man das irgendwie automatisieren könnte……“

Lieserl: „Hört sich interessant an.“

Conrad Peter: „Und wenn man diese virtuellen Welten mit der Wirklichkeit verknüpfen könnte, wenn man z.B. auch ein hierarchisches, ein universales Positionierungssystem hätte……“

Lieserl: „Du meinst, ein UPS statt einem GPS?“

Conrad Peter: „So zirka, ja. Die Schiffe im Altertum haben sich ja auch auf dem offenen Meer an den Sternen orientiert, aber wenn sie dann in Hafennähe waren, nahmen die doch lieber einen Leuchtturm. So ist das ja auch mit GPS und ILS. Und Roboterstaubsauger können sich ja auch an elektronischen Leuchttürmen orientieren.“

Lieserl: „Du redest in Rätseln. Und was hat das Alles mit der Relativitätstheorie zu tun?“

Conrad Peter: „Ich hab‘ dir ja gesagt, ich verstehe nichts von Relativitätstheorie, aber kann man vorausplanen, wann man welche Idee hat? Na eben!“

Lieserl (zur Kellnerin): „Zahlen, bitte.“

1.18

Manche Dinge liegen einfach in der Luft. Es ist nicht zu erklären, aber Erfindungen, Findungen, werden oft an mehreren Orten zur selben Zeit gemacht.

So wussten auch unsere drei Freunde nicht, wie nahe sie mit ihrem Forschungsprojekt der Wirklichkeit geraten waren und dass sie in großer Gefahr schwebten.

Als nun die Zeit kam, die Zeit für das Duell zwischen Otto und Conrad Peter, fanden sie eine junge Firma, die noch nicht lange in der Stadt tätig war und sich „Reality Games“ nannte.

Diese Firma vermittelte an Einzelpersonen und an Personengruppen gemischt virtuell-reale Erlebnisse, die man eben markentechnisch als „Reality Games“ bezeichnete.

Der Techniker würde sie als SMS bezeichnen – als Simple Multiuser Sessions.

„Reality Games“ waren erfunden worden, um sich auf die „wirkliche Wirklichkeit“ vorzubereiten, die wie eine unerreichte Hoffnungswolke über der Menschheit dahin schwebte.

Im allgemeinsten Fall lief ein „Reality Game“ ab wie folgt:

  • Man konnte sich eines der vorgefertigten Spiele aussuchen, oder man konnte auch – dazu bedurfte es aber schon ein wenig Fachwissens –
  • ein Spiel als gesamtes neu zusammenbauen, wie mit einem Lego Baukasten
  • Dabei musste man Spielregeln definieren, an die sich alle halten sollten, und jeder musste insgeheim für sich ein Ziel des Spieles definieren, das er erreichen wollte
  • Wenn es dann daran ging, das Spiel wirklich zu starten, musste man sich entscheiden, ob man als
    • „Real Player“ oder als
    • „Virtual Player“

an dem Spiel teilnehmen wollte, und in welche Rolle man dabei schlüpfte.

„Virtual Players“ durften sich einen Avatar aussuchen oder auch mitbringen, der „an ihrer statt“ der Wirklichkeit ausgesetzt wurde, während sie selber es sich in einer rein virtuellen Umgebung gemütlich machten, als „Real Player“ hatte man zwar direkteren Einfluss auf die Wirklichkeit des Spiels, man war aber auch PHYSISCH BETROFFEN

  • Weiters musste man neben dem Avatar auch noch andere sogenannte „Ressourcen“ reservieren, die man verwenden wollte. Seien das jetzt Gebäude, Fahrzeuge, Reittiere oder ähnliches. Jede Ressource konnte entweder rein-virtuell sein oder gemischt real-virtuell
  • Die unterste aller Ressourcen war die sogenannte „Geographische Infrastruktur“, die von allen verwendet werden konnte und die allen gemeinsam „gehörte“
  • Um seine Ziele zu erreichen, benützte jetzt jeder die Ressourcen, die er besaß, um die Ressourcen der Mitspieler und auch die Mitspieler selbst zu beeinflussen
    • Im Zuge der blindwütigen Digitalisierung der 20er Jahre waren alle Ressourcen zu Netzdingen geworden.
    • Trotzdem waren die Position und der Status der meisten Ressourcen nicht für alle digital zugänglich, sondern immer nur für denjenigen, der sie besaß und für den Eigentümer.
    • Zusätzlich gab es noch die „Collateral Entities“, das waren nicht-digitalisierte Ressourcen, die im virtuellen Leben eben noch keinen Platz gefunden hatten, obwohl sie das Spiel unter Umständen maßgeblich beeinflussen konnten.
    • Und so musste klar sein, dass die „Real Player“ immer noch Vorteile hatten gegenüber den „Virtual Players“, denn sie konnten ihre eigenen Sinnesorgane verwenden, wogegen es bei den „Virtual Players“ einen unsäglichen Hang gab, Drohnenschwärme einzusetzen, die der Lagefeststellung wesentlich und effizient dienten.

Otto und Peter wurden also bei dieser Firma vorstellig und vereinbarten einen Rahmenvertrag für ein „Reality Game“:

Wie gesagt, die Firma besaß keine Ressourcen, sondern beschränkte sich darauf, die Ressourcen zu vermitteln, die zu Beginn des Spieles zur Verfügung standen. Das einzige, womit sie sich gut auskannte, waren Mobilfunknetze, geographische Infrastruktur und die Funktionsweise von SMS.

Jeder der Mitspieler hatte einen Kontostand, den er verwenden konnte, um dem Spiel Ressourcen hinzuzufügen oder solche auch wieder freizugeben.

Deswegen sah der Rahmenvertrag aus wie folgt:

der-vertrag

Die Austria Bank leistete ganze Arbeit (kein Wunder, da die Finanzierung ohne Kapitalgarantie vereinbart war), aber auch die Reality Games Ges.m.b.H. hatte ihr organisatorisches Talent spielen lassen, und so lag an jenem Augustsonntag eine angespannte Betriebsamkeit über dem Wienerwald.

An den schönsten Aussichtspunkten hatten sich Gruppen von Zusehern eingefunden, die Luft surrte von hunderten privaten Kameradrohnen – was daran lag, dass man für einen ermäßigten Beitrag das Recht erwerben konnte das Rennen mit den eigenen Drohnen zu übertragen.

Ein letzter Formalakt war notwenig: Otto und Conrad Peter mussten ihre Spielziele definieren, signieren und im verschlüsselten Speicher der Reality Games Ges m.b.H. hinterlegen.

Die Geheimhaltungspflicht was die Spielziele betrifft, war in etwa genauso strikt wie das katho­li­sche Beichtgeheimnis.

Der Start war – wo sonst – beim Heurigen Wolff und um 10:45 begann das Rennen, um auch den Kirchgängern eine Teilnahme zu ermöglichen.

Otto ging mit einem sogenannten spezifischen Doppelavatar ins Rennen. Das war ein drohnen­fähiges Fahrzeug, das ohne Fahrer am Rennen teilnehmen konnte. Es wurde begleitet von einem Drohnenschwarm, der es Otto jederzeit ermöglichte, den Überblick über die Lage zu behalten.

Otto musste sich nicht um den Drohnenschwarm kümmern, da er sozusagen „ein Teil des Avatars“ war und sich automatisch mit der Navigationssoftware des Autos abstimmte, um immer in Position zu sein.

Otto wählte die Simmeringer Fabrik als seinen Stützpunkt.

Conrad Peter hatte es nicht so leicht. Er hatte zwar einen „Heimvorteil“, weil er nicht weit von hier in der Ulmenstraße aufgewachsen war, aber musste erstens sein Auto – welches ein ganz normales Auto, also ein sogenanntes „Collateral Entity“ war – mit einem humanoiden Avatar steuern, den man auf den Lenkersitz geschnallt hatte, und zweitens den Drohnenschwarm explizit steuern, da dieser nicht mit dem Avatar integriert war. Da musste ihm sein Halbstiefbruder Carl-Friedrich helfen.

Trotz allem war Conrad Peter ein begnadeter Pilot und lag über weite Strecken des Rennens klar in Führung, nur bei der Abzweigung nach Klosterneuburg flog Carl-Friedrich mit dem Drohnen­schwarm weiter zum Leopoldsberg und zwang Conrad-Peter eine zeitlang stehenzubleiben.

Das konnte er bis zum Schluss nicht mehr aufholen, und so verlor er das Rennen.

Trotz allem war es ein großes Volksfest in Klosterneuburg.

1.19

Am Montag ging es zur feierlichen Siegerermittlung in den Räumlichkeiten der Reality Games Ges.m.b.H.

Ottos Ziel wurde eröffnet: „Ich möchte das Rennen gewinnen“.

Conrad Peters Ziel wurde eröffnet: „Ich möchte durch den Verlust des Rennens beweisen, dass spezifische Avatare den humanoiden Avataren überlegen sind“

Es stand 1:1. Beide hatten sie gewonnen.

Kind regards

Yours Christoph

Volunteers  for translation of the texts are explicitly appreciated.


UPS, ISDN/2, Lieserl

Februar 23, 2020

Das „Projekt der Kinder“ ist jetzt fertig umrissen, ist aber natürlich nur eine Nebenhandlung:

https://letztersein.files.wordpress.com/2020/02/5_mission_erzaehlung_v1.6_20200221_delta_v1.5.pdf

Eine schöne neue Woche

Euer Christoph


Politiker sind Schauspieler,

Februar 3, 2020

die das Stück eigentlich nur zur Aufführung bringen.

Interessant hingegen ist die Rolle als Regisseur oder Drehbuchautor.

Meint

Euer Christoph


In eigener Sache

Januar 27, 2020

Vorgeschichte

Und wieder einmal hatte Veronika recht. Als sie sagte „Du nimmst dich zu wichtig“, schluckte Walter seine Erwiderung einfach hinunter und drehte sich zurück zu seinem Flachbildmonitor. Ihm wäre ohnehin nichts eingefallen.

Aber wie hatte das Alles begonnen?

Ich wurde im Sommer 1969 geboren, ja da hatte alles begonnen. Nein, eigentlich hatte es viel früher begonnen, aber jetzt leben wir in einer gespaltenen Welt.

Keiner weiß mehr genau warum, aber bei uns gibt es „die Grünen“ und „die Blauen“. Man könnte sagen, es sind zwei Geisteshaltungen, das wäre ja noch erträglich, aber dann gibt es immer wieder diese „Zimmerkommandanten“.

Was sind typische „Zimmerkommandanten“? Damit meine ich Familienväter, Firmenbosse, Parteichefs, Religionsführer und dergleichen, wenn sie ein ausgesprochenes „wir und die anderen“-Bewußtsein an den Tag legen. Immer wieder fragen sie dich: „Auf welcher Seite stehst du?“ und sie drängen: „Entscheide dich!“

Diese Leute haben zu allem und jedem eine Meinung und können immer blitzartig Entscheidungen treffen. Es gibt nichts Wichtigeres außer sie selber, zumindest für sie selber, und sie sind immer und überall vorbildlich.

Und ja, wegen dieser „vorbildlichen“ Menschen sind die Farben Grün und Blau nicht nur Geisteshaltungen, sondern richtiggehende Blöcke geworden. Man könnte auch sagen, Grün und Blau sind die beiden Sessel, zwischen die sich zu setzen jeder Angst hat.

Ich glaube, genau um diese Angst dreht es sich.

Jeder muß sich entscheiden:

    • grüne Familie oder blaue Familie?
    • grüne Firma oder blaue Firma?
    • grünes Parteibuch oder blaues Parteibuch?
    • grüne Religion oder blaue Religion?
    • grüne Regeln oder blaue Regeln?

Ja, und wenn man sich nicht entscheiden <will>, dann hat man eben diese Scheiß-Angst, daß man zwischen den Sesseln sitzenbleibt.

Dabei ist es überaus wichtig, daß es auch diese „Löcher in der Mauer“ gibt, diese „Schwachstellen“, diese „Leaks“. Denn Mauern bauen Spannungen auf, Schwachstellen bauen Spannungen ab, und ist das Leben nicht ein ewiger Zyklus zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Kraft und Schwäche, zwischen Siegen und Verlieren?

Die erste Frau

1.

Nachdem Walter seinen Tagebucheintrag geschrieben hatte, lud er das Ergebnis auf seine Homepage hoch.

Manchmal fragte er sich, warum er das tat, denn die Statistik zeigte ihm, daß durchschnittlich höchstens fünf Leute am Tag seine Homepage besuchten.

Dennoch war da ein prinzipieller Unterschied zwischen „öffentlich“ und „privat“, der mehr in ihm selber begründet war. Er hatte eine unsägliche Angst, daß irgend jemand, der ihm nicht so wohlgesinnt war, seine privaten Gedanken gegen ihn verwenden könnte. Andererseits mußte er seine Gedanken irgendwie „loswerden“. Und das Internet hörte zumindest geduldig zu.

Das Internet gab ihm schließlich auch die Möglichkeit, mehr oder weniger anonym seine Gedanken von sich zu geben, was ihm sehr entgegenkam. So war er zumindest vor Nachstellungen durch Privatpersonen geschützt, und mit dem Staat an sich legte er sich ja doch nicht an – das könnte trotz Quasi-Anonymität schlecht ausgehen, wie er wußte.

Sein größter Schutz war natürlich seine Unwichtigkeit. „Bevor der Big Brother wegen dir Überstunden macht, geht er lieber mit der Big Sister auf ein gutes Abendessen und macht sich einen schönen Abend“, hatte ihm ein netter Kollege einmal gesagt.

Damals – Walter war etwa 38 Jahre alt – humpelte das Internet noch wie ein einbeiniger Pirat durch die Welt und es dauerte mehrere zig Sekunden, bis der jeweilige Beitrag für das Tagebuch hochgeladen war.

Das gab ihm die Möglichkeit, in Ruhe über das Geschriebene nachzudenken und bei Bedarf nochmal nachzubessern.

Ja, Veronika hatte recht, er nahm sich zu wichtig, aber andererseits war seine Geschichte es durchaus wert, für die Nachwelt aufgehoben zu werden. Die Jahrzehnte würden es weisen, dachte er sich.

So zurückgeworfen auf die eigene Problematik der Unwichtigkeit, machte er sich daran, schön langsam hinüberzudämmern in jene bessere nächtliche Welt, in der wir alle Parameter im Griff haben, und dennoch glauben, „es passiert“ uns ein Erlebnis.

Im Traum bekommen wir „von außen“ ein Feed Back, das in Wirklichkeit „von innen“ kommt. Walter hätte gerne dieses „Feed Back der Seele“ interpretiert, doch leider – oder Gott sei Dank – konnte er sich in den allermeisten Fällen am nächsten Tag nicht mehr an seine Träume erinnern.

Diese Ungewissheit – hatte er Albträume oder war im Traum alles mehr oder weniger „himmelblau“ – spiegelte seine eigene Zerrissenheit wider.

War er ein „braver Familienvater“ oder ein „Rebell“?

Tat er „nur seine Pflicht“ oder „wuchs er über sich selbst hinaus und vollbrachte Heldentaten“?

War er ein „Häuptling“ oder ein „Indianer“?

Er wußte es nicht – wie er so vieles nicht wußte – und es blieb ihm für diesen Tag nur die Flucht in den Schlaf.

Mehr gibt’s hier

https://letztersein.com/drehbuchseite

 

Meint

Euer Christoph


Vom Eindeutigen und vom Mehrdeutigen

Dezember 24, 2019

Nun mag es für Kunstwerke förderlich sein, wenn man das Sujet nicht allzu strikt festlegt.

Wodurch sich das Einzugsgebiet vergrößert und der Absatz steigt.

Aber ist nicht jede Religion eigentlich nur ein großes Kunstwerk, das es uns ermöglicht das Unaussprechliche zu besprechen, über das Undenkbare zu sinnieren und das Unerreichbare zu berühren?

Und genau hier geht es los mit der Mehrdeutigkeit. Der Begriff „Celestial Affairs“, den ich in meinem 13. Religiösen Büchlein präge (siehe HIER), ist eigentlich NICHT eindeutig.

Einerseits meine ich den REALEN Himmel, den ECHTEN Himmel – mit dem sich zum Beispiel auch der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) beschäftigt. Zum Anderen können das auch technologische Realitäten sein, die aus verschiedenen Gründen – noch – geheim gehalten werden, sodass man nur metaphernhaft und allegorisch darüber sprechen kann.

Ich habe mich zwar bemüht, in den Erzählungen (https://letztersein.com/drehbuchseite) hauptsächlich die irdischen und in den religiösen Büchlein (https://letztersein.com/kleine-religiose-buchlein) zum Großteil die überirdischen „Celestial Affairs“ zu behandeln, aber natürlich verschwimmt das immer wieder.

Was sagt Jesus dazu? Lesen wir nach bei Matthäus:

Vom Schwören
Mt 5,33Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast.
Mt 5,34Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron,
Mt 5,35noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs.
Mt 5,36Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen.
Mt 5,37Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

Ich rechne also damit, dass ich mich demnächst für eine der Seiten entscheiden muss, oder ich werde endgültig zum Künstler 🙂

Meint

Euer Christoph


Drohnen und 3D Graphik

Dezember 22, 2019

Lieber Freund!

Wie wir schon nach dem Abendessen besprochen haben, war ich gestern mit den Kindern und mit ihrer Freundin im Kino, um mir die „Episode IX Der Aufstieg Skywalkers“ anzusehen.

Lange habe ich darauf gewartet, ob die ganze Geschichte zum Schluss einen Sinn ergibt.

Die Details findest Du im Anhang (bitte nicht öffnen, wer sich den Film noch ansehen möchte –> SPOILER ALARM).

Wie Du weisst, mache ich mir einen Spaß daraus, den Figuren metaphernhafte oder allegorische Bedeutungen zuzumessen und die Inhalte des Films mit Hilfe dieser „Transformationsmatrix“ mit der Wirklichkeit zu vergleichen, wobei sich immer wieder ganz schön lustige „Synchronizitäten“ ergeben können, wenn man die eigene „Signatur“ oder die „Signatur“ der einem Nahestehenden entdeckt.

Mein Psychiater bezeichnet das als „Beziehungserlebnisse“ bzw. „Bedeutungserlebnisse“, ein religiöser Mensch könnte es als Engel bezeichnen.

Bei diesem Spaß muss man aufpassen, dass er nicht zum Ernst wird, solche Engel können schnell zu Dämonen werden, wenn man sie zu laut „ruft“. Der Weisheit letzter Schluss dabei ist, dass man den Kontakt zur „echten“ Realität nicht verlieren darf. Phantasie ist ganz gut, aber was nützt der schönste geistige Höhenflug, wenn man kein Fahrgestell zum Landen hat?

Also, um es kurz zu machen, ich möchte mit einem Mem antworten, das mir gestern oder heute auf Facebook begegnet ist:

Es ist Zeit, Danke zu sagen für das, was war, und Bitte für das, was kommen wird.

Fast hätte ich’s vergessen: gesegnete Weihnachten, das ist bei weitem wichtiger als alle Technik der Welt und alle Kunstwerke, die wir aufbieten können.

Dein Christoph

Anhang

Episode IX in der Matrix

Beginnen wir mit dem Allerwichtigsten:

Darth Vader hatte KEIN drittes Kind, sondern der Vater von Rey war ein Kind des Imperators.

Reys Eltern haben sich „geopfert“, weil sie dadurch verhindern konnten, dass der Imperator Rey findet (die genauen Umstände sind ein wenig an den Haaren herbeigezogen, aber was soll’s).

1 Die Matrix

Hier nun die Gleichsetzungen, die ich üblicherweise treffe, wenn ich Star Wars „exegiere“, diese Matrix entspringt meiner Phantasie, lässt sich also weder beweisen noch widerlegen, könnte im Rahmen der Star Wars „Religion“ also als „Privatoffenbarung“ gelten (wenn mich eine Mitgliedschaft in dieser „Religion“ interessieren würde):

1.1 Die ersten 6 Episoden

Der Imperator – die Gier / der Kapitalismus / Religion

Anakin Skywalker – Der Nurflügler der Gebrüder Horten / die B-2

Die Maske Darth Vaders – die F-117A (landläufig „der Tarnkappenbomber“ in den 90er Jahren)

Leia – GPS

Han Solo – die CS Domain / Teleservices

Luke Skywalker – das Internet (IETF) / die PS Domain

R2D2, C3PO – da bin ich mir nicht sicher – sie sind lt. George Lucas die „wahren Helden“, vielleicht bestimmte open source Projekte??????

Millenium Falcon – das schnellste Schiff – ist die Telekom Branche, in der ich arbeite. Die Fehde zwischen Lando Calrissian und Han Solo habe ich immer als Siemens vs. Kapsch empfunden

1.2 Die neue Crew

Rey und ihr Vater – 3D Graphik / VR Technologie / Web3D Consortium

Keylu Ren – ist für mich die Drohne bzw. die Drohnensteuerung, bzw. bin das teilweise ich selber

Finn und Poe – da bin ich mir nicht sicher, teilweise fühlt es sich an wie ich, manchmal wie Kapsch (weil ihm in Episode VIII die Chinesin hilft – ZTE)

R2D2 und C3PO – haben immer wieder Ähnlichkeiten mit meinen open source Projekten

Chewbacca – seit dem Film „Solo / a Star Wars Story“ finde ich mich auch manchmal in Chewbacca – weil ich der „Co-Pilot Han Solos“ bin – Bordingenieur

2 Die „Erlebnisse“

2.1 Was ist „technologisch passend“?

Zur Zeit der F-117A war 3D Graphik nicht „unbedingt notwendig“ für die mission preparation, aber wenn man im nächtlichen Tiefflug nicht in Berge krachen möchte, vereinfacht 3D Graphik die Einsatzplanung immens –> es handelt sich also um eine Effizienzsteigerung, mithin ist der Imperator (die Gier) der „Vater der 3D Graphik“ und nicht der Tarnkappenbomber direkt.

Bei Drohnen ist eine Steuerung mit 3D Graphik wahrscheinlich „unbedingt notwendig“ (mutmaße ich), weil es sonst „im Spektrum zu eng wird“, wenn viele Drohnen fliegen (viele Video­über­tra­gun­gen). Deshalb gibt sich Rey zum Schluss auch den Nachnamen „Skywalker“.

Irgendwo in Episode IX kommt es vor, dass Rey und Keylu Ren nicht mehr zu Leia „zurückkönnen“ –> das GPS wird nie für die Steuerung von Drohnen verwendet werden (es bekommt keine PS Domain), ausserdem ist ja Han auch schon tot.

2.2 Was spricht „mich persönlich“ an?

In einer Diskussion mit John Richardson hatte ich meine Bedenken geäußert, dass in der „alten, perfekten“ Technologie irgendwann einmal der „greed level“ zu hoch wird und dass dann das Militär beginnen muss, sich nach „jungen, engagierten, günstigen“ Technologien umzusehen (er hatte damals abgewiegelt und gemeint, es gibt einen ausbalancierten Markt und HLA/DIS wird bis 2035 verwendet werden). In Episode IX kommt von einem Spion bei der ersten Ordnung der Hinweis, dass der Imperator immer noch lebt – und auch hier wird die Botschaft durch R2D2 übertragen. Ich habe das Gefühl, dass hier ein Stück „meiner Geschichte“ erzählt wird, da ich R2D2 manchmal mit SrrTrains gleichsetze.

Das kreuzförmige Schwert Keylu Rens könnte dadurch inspiriert sein, dass ich – auch in der Arbeit – immer über Religion rede. Nach seiner „Bekehrung“ durch Rey wirft Keylu Ren das kreuzförmige Schwert ins Meer – auch ich wurde – hauptsächlich von John Richardson – „bekehrt“, indem er meine Wunden geheilt hat – nein ich bin nicht unwichtig, ich durfte sogar ein wissenschaftliches Paper reviewen. Nein, meine Arbeit wird gewürdigt, mehr sogar als in der Firma.

Die religiösen Büchlein hingegen lösen nichts aus, ausser Hass.

In Poe sehe ich ein wenig mich in meiner Beziehung zu Verena – er hat eine Begegnung mit einer Bekannten aus alten Tagen – einer Gewürzschmugglerin – sie helfen einander – sie gibt ihm die Plakette eines Käptains der ersten Ordnung, die ihm weiterhilft – hat Verena mich nicht zum Käpt’n der Familie gemacht, indem sie ging? Es stellt sich heraus, dass das nichts mehr wird – auch er akzeptiert das – sollte ich auch.

Ein seltsames Gefühl umschleicht mich, also Keylu Ren und Rey um den Transporter streiten, in dem angeblich Chewbacca steckt (hier fühle ich mich als Chewbacca), aber zum Glück machen sie den falschen Transporter kaputt und nicht den, in dem Chewbacca sitzt.

Nachdem Rey den Imperator vernichtet hat (X3D ist und bleibt royalty free), opfert sich Keylu Ren und schenkt Ihr seine ganze Lebenskraft –> habe ich nicht SPARK und MrGc mit einer GPL veröffentlicht?

C3PO macht vor seiner Löschung ein Backup auf R2D2, vertraut dessen Speicherbausteinen aber nicht – simulrr und smuos A ist „nur“ auf sourceforge gespeichert – SPARK auf github.

C3PO weigert sich, die Sith Sprache zu übersetzen – ich habe auch einiges nicht aus dem Deutschen ins Englische übersetzt. Für die Übersetzung der Hobby Reports habe ich die Daten aus sourceforge verwendet.

Völlig unmotiviert wird mit Pferden auf einem Raumschiff herumgeritten. Mein spontanes Gefühl: das haben sie meiner Tochter zuliebe gemacht.