Viertes Kapitel

Dezember 31, 2016

Zu meinem siebenten „kleinen religiösen Büchlein“ ist jetzt das vierte Kapitel in Entstehung.

Nach

  1. Keine Angst, Du wirst geliebt
  2. Lass‘ Dich nicht ausnützen
  3. Das Gericht und die Gnade

folgt jetzt das vierte Kapitel:

Do ut des – Das Geschäft mit der Liebe

Eine Hand wäscht die andere.

Ich gebe, damit Du gibst.

Jetzt haben wir erkannt, dass wir geliebt werden möchten.

Und um dieses Ziel zu erreichen, um um unser selbst willen geliebt zu werden – ohne etwas zu leisten –, dafür tun wir gar manche Kopfstände.

Es fängt mit den diversen Trotzphasen an, wo Kinder ausloten, wie weit sie gehen können, und trotzdem immer noch geliebt werden.

Irgendwann dann werden wir vernünftig.

Wir erkennen, dass wir etwas geben müssen, damit wir etwas bekommen – do ut des.

Und wir sehen die Gleichgewichte, die im menschlichen Leben herrschen – quid pro quo.

Aber da bleibt eine innere Flamme. Ein Unvernunftsquentchen in unserem Herzen, das uns unzufrieden sein lässt.

Unzufrieden mit den täglichen Geschäften, die wir mit unseren Mitmenschen abschließen, um geliebt zu werden.

Unzufrieden mit der Erkenntnis, dass wir etwas geben müssen, damit wir etwas bekommen.

Eine Zeit lang kann man sich durch die Geschäftigkeit des Alltags davon fernhalten, aber irgendwann bricht dieses Unvernunfts­quent­chen dann wieder durch. Oft bezeichnet man das als Midlife Crisis.

Wir selbst kommen dahinter, dass diese „Geschäfte mit der Liebe“, dieses „ich liebe, damit ich geliebt werde“ nicht im Sinne des Schöpfers ist.

 

Aber was will Gott? Was sagt Jesus zu diesem Thema?

Mt 6,3 Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.

Wir sollen geben, ohne dafür etwas zu erwarten.

Wir sollen vergessen, dass wir geliebt werden möchten.

Wenn wir dann nichts mehr erwarten, wenn wir losgelassen haben, dann sind wir reif für Gottes Liebe.

Wir sollen gut sein, weil wir gut sein sollen.

Wir sollen an einen Gott glauben, weil wir an einen Gott glauben sollen.

Wir sollen den Namen Gottes nicht missbrauchen, weil wir den Namen Gottes nicht missbrauchen sollen.

Wir sollen den Tag des Herrn heiligen, weil wir den Tag des Herrn heiligen sollen.

Wir sollen Vater und Mutter ehren, weil wir Vater und Mutter ehren sollen.

Wir sollen nicht töten, weil wir nicht töten sollen.

Wir sollen nicht unkeusch sein, weil wir nicht unkeusch sein sollen.

Wir sollen nicht lügen, weil wir nicht lügen sollen.

Wir sollen nicht stehlen, weil wir nicht stehlen sollen.

Wir sollen nicht begehren unseres Nächsten Ehegatten, weil wir nicht unseres Nächsten Ehegatten begehren sollen.

Wir sollen nicht begehren unseres Nächsten Hab und Gut, weil wir nicht unseres Nächsten Hab und Gut begehren sollen.


Drittes Kapitel

Dezember 28, 2016

Nach den beiden Kapiteln „Keine Angst, Du wirst geliebt“ und „Lass Dich nicht ausnützen“, kommt jetzt das dritte Kapitel des siebenten religiösen Büchleins:

Das Gericht und die Gnade

Gewiss, Gott liebt uns, weil wir seine Kinder sind.

Aber können wir diese Liebe auch fühlen?

1 Joh 4,8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe.

Solange wir uns nicht selbst angenommen haben,

solange wir mit uns selber hadern,

solange wir Gott nicht in unser Leben lassen,

solange wir die Liebe nicht in unser Leben lassen,

solange wir uns nicht auf den Weg machen, auf den langen Weg nach Hause,

solange wir nicht versuchen, bessere Menschen zu werden,

solange wir nicht versuchen, mehr zu geben als zu nehmen,

solange werden wir es Gott und den anderen Menschen verdammt schwer machen uns zu lieben.

Gott ist ein gerechter Richter, der nicht nach den Worten urteilt, die wir machen,

der nicht danach urteilt, wie oft wir auf Facebook den Like Button gedrückt haben,

der nicht danach urteilt, ob wir mit dem Sandler Mitleid gehabt haben,

sondern nach den tatsächlichen Taten urteilt, die wir mit ernstem Bemühen versucht haben,

der danach urteilt, was wir unserem Nächsten tatsächlich Gutes getan und Böses unterlassen haben.

Aber Gott ist nicht nur ein gerechter Richter, Gott ist auch ein barmherziger Richter.

Da im Johannesbrief steht, Gott ist die Liebe, wage ich zu formulieren:

Die Liebe ist ein gerechter Richter, und die Liebe ist ein barmherziger Richter.

Denn ob wir geliebt werden, ob wir uns geliebt fühlen, hängt von unseren Gedanken, Worten und Werken ab. Wir können tatsächlich beeinflussen, ob wir geliebt werden oder nicht. Es liegt in unserer Hand.

Aber wir können Liebe nicht erzwingen.

Liebe ist immer ein unverdientes Geschenk, eine Gnade.

Denn so sehr wir uns anstrengen, liebenswerte Menschen zu werden, sowenig können wir erzwingen, dass der Samen auf fruchtbaren Boden fällt und wirklich aufgeht.

Liebe ist das, was ankommt, nicht das, was abgeschickt wird.

Die Mitmenschen urteilen nach dem, was sie von uns erhalten.

Gott urteilt nach unseren ernsthaften Absichten.

Gott schenkt das Wollen und das Vollbringen.

Bitten wir ihn darum.

Meint
Euer Christoph


Vorschau auf Nummer 7

Dezember 23, 2016

Jetzt sind die ersten Kapitel fertig.

Mein siebentes „kleines religiöses Büchlein“ wird vom Geliebtwerden erzählen.

Hier die ersten Texte

Standortbestimmung

Jetzt habe ich doch tatsächlich sechs kleine religiöse Büchlein geschrieben, in denen ich mich mit alltäglichen Problemen auseinandersetze.

Hmmmm, zumindest für Techniker scheinen es alltägliche Probleme zu sein.

Und ich habe mir viel zu viele Gedanken über „die Realität“, „die Erkenntnis“ und „wie man eine Entscheidung trifft“ gemacht.

Aber geht es im Leben nicht viel mehr um Gefühle? Darum, ob man zufrieden ist? Darum, ob man sich glücklich fühlt? Darum, ob man „zuhause“ ist? Darum, ob man einen „Sinn im Leben fühlt“?

Sind es nicht die Gefühle, bei denen man die Menschen „packen“ kann? Verkauft die Werbung nicht Gefühle? Geht man nicht deswegen in die Kirche, weil man sich dort „daheim“ fühlt? Bin ich nicht gerne mit den Menschen zusammen, bei denen ich mich glücklich fühle?

Ist es nicht so, dass die Frauen Träume und Wünsche verkaufen, und von diesem Guthaben bezahlen sie dann die Wirklichkeit einer Familie?

Ist es nicht so, dass Männer Träume und Wünsche kaufen, von dem Geld, das sie in der Realwirtschaft verdient haben, indem sie noch zahlungs­kräftigeren Männern noch abgehobenere Träume und Wünsche verkauft haben?

Und wenn die Träume und Wünsche dann verblassen, kommt mann mit der Realität zurande?

Wir wollen doch alle nur geliebt werden.

Darum dreht sich das ganze Leben.

Aber ist uns klar, dass wir – um geliebt zu werden – vorerst einmal zu liebenswerten Menschen werden müssen?

Was ist das, ein liebenswerter Mensch? Mit dieser Frage wollen wir uns beschäftigen.

Keine Angst, Du wirst geliebt

Jes 49,15 Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, / eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: / ich vergesse dich nicht.

Zuerst kommt das Geliebtwerden, dann kommt das Lieben.

Ein Mensch, der von niemandem geliebt worden ist, kann auch niemanden lieben.

Nicht umsonst vergleicht man die Liebe, die Eltern ihren Kindern gegenüber zu tage treten lassen, mit der Liebe, die Gott seinen Geschöpfen gegenüber hegt.

Dennoch kann man sagen, dass die Liebe der allermeisten Eltern weit entfernt ist von jenem unvorstellbaren Ausmaß an Liebe, das in Gott wohnt.

Aber sind das nicht nur schöne Worte?

Fühlst Du nicht selber den Kloß in Deinem Hals, weil Du eben merkst, dass Du immer zuerst etwas leisten mußt, bevor Du geliebt wirst?

Da müssen Aufgaben gemacht werden, da müssen Zimmer zusam­men­geräumt, Geschirr in den Spüler getan und brav geblieben werden.

Ist es nicht eine aussichtslose Aufgabe, ein liebenswerter Mensch zu werden, wenn man sich diese Liebe erst verdienen muss?

Diese Leistungen führen ja auch nur dazu, dass man ein „brauch­barer“ Mensch wird, dass die Gesellschaft „nicht den Bach hinun­tergeht“ und dass das menschliche Leben in „geordneten Bahnen“ verlaufen kann.

Aber – und dieses Geheimnis MUSS ich Dir jetzt verraten – Deine Eltern lieben Dich auch, wenn Du GAR NICHTS leistest.

Wenn „Dein Leben den Bach hinuntergeht“, sind sie wahrscheinlich unsagbar traurig, aber das heisst nicht, dass sie Dich nicht mehr lieb haben.

Leistungsträger sind noch nie wegen ihrer Leistungen geliebt worden.

An einem Leistungsträger kann man sich aufrichten, man kann sich an ihn anlehnen, man kann ihn bewundern, vielleicht sogar ein bisschen beneiden.

Aber lieben muss man ihn deswegen noch lange nicht.

Warum aber liebt Gott uns?

Weil wir seine Kinder sind.

Dadurch, dass Jesus Christus Mensch geworden ist und mit uns gelebt hat und gestorben ist, dadurch, dass er auferstanden ist.

Dadurch können wir, und dürfen wir – wenn wir wollen – Anteil haben an der Göttlichkeit des dreieinigen Gottes.

1 Joh 4,10-11 Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat. Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.

Lass‘ Dich nicht ausnützen

Mt 23,4 Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen.

Gott weiss, dass Du geliebt werden möchtest.

Auch der Teufel weiss es.

Und der nützt es aus.

Wie oft laufen wir in diesem Hamsterrad, das von unserer Sehnsucht angetrieben wird, dass wir geliebt werden möchten?

Der schlimmste Fehler ist es, die dunkle Seite des Menschen zu unterschätzen.

Ganz genau – mit der Präzision einer Tarnkappendrohne – wissen sie, wo sie den Hebel bei Dir ansetzen müssen, um Dich zu gewinnen.

Wie sie Dich verführen können in ihre Dienste zu treten.

Aber es geht ihnen nicht um Dich, es geht ihnen nur um den eigenen Vorteil.

„Ihr weint nicht über mich, Ihr weint über Euch und Eure Kinder“, hat der Herr den weinenden Frauen von Jerusalem vorgeworfen.

Viele haben von Jesus erwartet, dass er eine politische Wende bringt.

Dass er die römische Besatzung aus dem Land wirft und eine neue Blütezeit des Judentums bringt.

Dass Milch und Honig fließen.

Und ich bin überzeugt davon, dass Jesus alle Mittel gehabt hätte, sich an die Spitze zu setzen und auf der Leistung anderer Menschen von einem Erfolg zum nächsten zu eilen.

Doch Erfolg ist keiner der Namen Gottes.

Das Kreuz ist eine der Schlüsselstellen, die Gott in seiner kleinen „Katechese mit der Menschheit“ für uns bereit hat.

Alle Hoffnungen auf Erfolg müssen wir fahren lassen, wenn wir in die Wirklichkeit des Herrn eintreten wollen, die aus reiner Liebe besteht.

Und das ist letzten Endes wahrscheinlich der einzige Weg, auf dem wir der dunklen Seite des Menschen entkommen können: indem wir Jesus Christus als unseren Herrn anerkennen und uns an seiner Hand aus der Knechtschaft der Sünde auf den langen Weg nach Hause machen.

Wenn Du Dir bewußt wirst, dass Gott – der Allmächtige – der Schöpfer des Alls – der Allwissende – der Allbarmherzige – dass dieser Gott Dich liebt.

Dass dieser Gott Dich liebt, der Du Dich so klein fühlst, so unscheinbar, so unwichtig, so unpassend.

Dann geht’s Dir gleich besser und Du wächst um einen Zentimeter.

Dann kannst Du gleich einmal selbstbewußt „Nein“ sagen.

„Nein“, ich brauche jetzt keine Zigarette.

„Nein“, Du musst mich nicht um jeden Preis liebhaben.

„Nein“, ich habe meinen eigenen Willen.

Dieses Büchlein ist unfertig

Hier weitere Stichwörter:

Der starke Mann

Der Wahn (Hilfe, ich werde geliebt; was ich tun muss, um geliebt zu werden)

Bedingungslose Liebe – eine Illusion?

Der kleine Gott

Die Geschichte zwischen Gott und dem Menschen ist eine Liebesgeschichte

 

 

 

 

 

Jes 49,15

1 Joh 4,7-16

Ps 91

Meint

Euer Christoph


Standortbestimmung

Dezember 20, 2016

Mein siebentes „Kleines Religiöses Büchlein“ wird beginnen, wie folgt:

Standortbestimmung

Jetzt habe ich doch tatsächlich sechs kleine religiöse Büchlein geschrieben, in denen ich mich mit alltäglichen Problemen auseinandersetze.

Hmmmm, zumindest für Techniker scheinen es alltägliche Probleme zu sein.

Und ich habe mir viel zu viele Gedanken über „die Realität“, „die Erkenntnis“ und „wie man eine Entscheidung trifft“ gemacht.

Aber geht es im Leben nicht viel mehr um Gefühle? Darum, ob man zufrieden ist? Darum, ob man sich glücklich fühlt? Darum, ob man „zuhause“ ist? Darum, ob man einen „Sinn im Leben fühlt“?

Sind es nicht die Gefühle, bei denen man die Menschen „packen“ kann? Verkauft die Werbung nicht Gefühle? Geht man nicht deswegen in die Kirche, weil man sich dort „daheim“ fühlt? Bin ich nicht gerne mit den Menschen zusammen, bei denen ich mich glücklich fühle?

Ist es nicht so, dass die Frauen Träume und Wünsche verkaufen, und von diesem Guthaben bezahlen sie dann die Wirklichkeit einer Familie?

Ist es nicht so, dass Männer Träume und Wünsche kaufen, von dem Geld, das sie in der Realwirtschaft verdient haben, indem sie noch zahlungs­kräftigeren Männern noch abgehobenere Träume und Wünsche verkauft haben?

Und wenn die Träume und Wünsche dann verblassen, kommt mann mit der Realität zurande?

Wir wollen doch alle nur geliebt werden.

Darum dreht sich das ganze Leben.

Aber ist uns klar, dass wir – um geliebt zu werden – vorerst einmal zu liebenswerten Menschen werden müssen?

Was ist das, ein liebenswerter Mensch? Mit dieser Frage wollen wir uns beschäftigen.


Werd‘ ma halt a bissl brav sein……

Dezember 9, 2016

Ideen gibt’s zum Saufüttern, aber es gibt niemanden, der sie zuverlässig umsetzt.

Innovation besteht zu 10% aus Inspiration und zu 90% aus Transpiration (A. Einstein)

Österreich ist kein „High-Tech“ Land, sondern ein „Medium-Tech“ Land, wir sind alle überqualifiziert.

Wir brauchen Leute, die zuverlässig das Klo putzen und Leute, die zuverlässig das Licht abschalten. Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.

Wenn wir unser Hirn adäquat nützen wollen, müssen wir gratis arbeiten.

Einen Heisswasserschlauch am Wochenende austauschen, kostet 240,- (10 Minuten Arbeit)

Ein 47-jähriger Diplom-Ingenieur in der Industrie verdient 17,- netto pro Arbeitsstunde.

Meine Frau hat sich von mir scheiden lassen, sie hinterlässt mir einen gut funktionierenden Haushalt und zwei gut erzogene Kinder mit 16 und 18 Jahren. Sie hat sich die Einmalzahlung von **.*** EUR redlich verdient.

Meint

Euer Christoph


Vom Geliebtwerden

Dezember 9, 2016

Wie Ihr wisst, gibt es auf dieser Page einige „Kleine religiöse Büchlein“ zum Herunterladen.

Nun denke ich, nach all den Überlegungen über die Realität, die Erkenntnisfähigkeit des Menschen, über das „Ding ohne Namen“ und diverse Modellbildungen, nicht zuletzt über das „Enternet“, wäre es an der Zeit, ein wenig „ans Eingemachte“ zu gehen.

Ich denke ich werde ein Büchlein darüber schreiben, dass doch jeder Mensch geliebt werden möchte, und zu welch abenteuerlichen Situationen das im Alltag führt.

Was wir nicht alles tun um geliebt zu werden, und wie viele Verirrungen wir benötigen, bis wir dann endlich zuhause sind.

Ich denke, das wäre eine schöne kleine Aufgabe.

Meint

Euer Christoph


Wir werden uns noch wundern……

Dezember 3, 2016

Meint
Euer Christoph