Heiligt der Zweck die Mittel?

Mai 31, 2014

Es gab vor einiger Zeit, soweit ich als Laie das mitbekommen habe, eine Diskussion unter Moraltheologen über die Theorie der sogenannten „Güterabwägung“.

Gibt es Handlungen, die in sich gut oder in sich böse sind, oder muss man jede Handlung über ihre Auswirkungen bewerten?

Aber, als Techniker muss ich hier einhaken, was ist denn der Unterschied zwischen Handlung (also dem, was ich mit meiner Hand tue) und Auswirkung?

Viele Naturgesetze äußern sich in Zusammenhängen zwischen Ursache und Änderung einer Auswirkung.

Zum Beispiel ist die Kraft, die man an einen Körper anlegt, direkt proportional zur Änderung der Bewegungsgröße. Bewegung ist also eine Wirkung der Kraft.

Die Kraft kommt zuerst, dann kommt die Bewegung. Ursache und Wirkung.

Aber wenn die Bewegung erst einmal in einem sogenannten „eingeschwungenen“ Zustand ist, dann kann man nicht mehr so gut zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden.

Wenn man zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden möchte, muss man also genau hinsehen.

Und aus der Wirkung folgt vielleicht noch eine weitere Wirkung und noch eine weitere Wirkung und noch eine weitere Wirkung.

So weiss man manchmal nicht so genau, was ist die „Ur-“ Ursache und was ist die „letztendliche“ Auswirkung.

Und hier sehe ich auch ein Problem, den Wert einer Handlung aus den Auswirkungen zu bestimmen. Denn es gehört schon eine ganz schöne Portion Überheblichkeit dazu, wenn man glaubt, man könnte alle Auswirkungen einer Handlung im voraus berechnen.

Und so ist die Formulierung eines Gesetzes eben im Idealfall eine Erleichterung für den Einzelnen.

Natürlich ist es für nichts und niemanden schädlich, wenn ich bei rot über die Straße gehe, solange ich nur darauf achte, dass kein Auto kommt.

Aber was, wenn mich ein kleines Kinid sieht, und in seiner Naivität mein Verhalten blind nachmacht?

Bin ich dann nicht unter Umständen verantwortlich für den Tod eines Kindes?

Und so helfen uns die konkreten Gesetze dabei, unsere Handlungen zu bewerten, eben ohne alle Auswirkungen im vorhinein berechnen zu müssen.

Und auch hier ist es wieder eine Frage des Maßhaltens. Denn am Wichtigsten im Leben ist es zu wissen, welche Regeln man nicht brechen sollte, und welche Regeln zum Brechen gemacht worden sind 😉

Meint
Euer Christoph


Der Klügere gibt nach…

Mai 30, 2014

…deshalb wird die Welt von Dummen regiert.

So oder ähnlich haben wir es in unserer Jugend ausgedrückt, wenn wir sagen wollten, dass es nicht immer das Beste ist, sich im Altruismus zu ergehen.

Nein, manchmal muss man klar Stellung beziehen.

Und heute ist es leider so, dass die Mittelschicht stirbt – nein, sie wird gestorben.

Wenn man den Politikern keine absolute Dummheit unterstellen will, dann kommt man zum unerschütterlichen Ergebnis, dass die Österreichischen Politiker nur die Politik betreiben, für die sie bezahlt werden.

Und damit meine ich nicht den „normalen“ Gehalt, den sie beziehen, sondern gewisse „Interessenbezeugungen“, die von der einen oder anderen Seite eintrudeln.

Es wäre längst Zeit, dass die Schäden, die durch Nichttätigkeit und kalte Progression verursacht worden sind, den Steuerzahlern auf Heller und Pfennig wiedergutgemacht würden, weiters müßte der Faktor Arbeit endlich entlastet werden, damit es aufwärts gehen kann.

Aber die Damen und Herren Politiker fahren das Land sehenden Auges an die Wand.

Warum?

Weil ihnen die konkreten Jobangebote „für später“ und die konkreten „Vergünstigungen“ wichtiger sind als das Gemeinwohl, um das sie sich eigentlich kümmern sollten.

Aber heute muss man
1) bezahlen
2) erst recht wieder alles selber machen

So muss man heutzutage Politik selber machen, weil sie den Politikern wurscht ist.

Altruisten haben immer schon für die Scheisse bezahlt, die die Egoisten angestellt haben.

Aber heutzutage werden Altruisten zusätzlich noch beschimpft und ausgelacht „wie dumm sie nicht sind“. „Gier ist gut“.

„Wer denkt denn noch an die Zukunft?“ „Zukunft ist Vergangenheit“

Wenn man heutzutage etwas tut, was auch nur zwei Millimeter über die eigene Nasenspitze hinausreicht, dann ist man definitiv der Blöde.

Meint
Euer Christoph


42! Paßt! Weiter so!

Mai 26, 2014

Wenn wir Menschen sagen, dass eine Sache einen Sinn ergibt, dann meinen wir damit meistens, dass es irgendwie zusammenpasst.

Wenn da in unserem Gehirn die eingebaute Mustererkennung anschlägt und sagt „kenn ich schon“, dann sind wir beruhigt und erfreut, dass wir das Leben schon so gut im Griff haben, weil die neue Erfahrung mit dem alten Modell im Gehirn übereinstimmt.

Wenn hingegen die neue Erfahrung mit den alten Mustern nicht zusammenpasst, dann sind wir oft geneigt, die neue Erfahrung schlechtzumachen, zu ignorieren oder sogar zu bekämpfen, weil sie uns ja gezeigt hat, „dass wir nicht recht hatten“.

Wenige Menschen bleiben ihr ganzes Leben lang so flexibel, dass sie aufgrund neuer Tatsachen ihre alten Meinungen adaptieren und ergänzen.

So ist der Sinn des Lebens also darin zu suchen, dass man ein Leben führt, in dem „alles passt“.

Beim Thema „Sinn des Lebens“ muss ich unwillkürlich an die Zahl „42“ und an den Hitchhikers Guide denken, denn oft verwechselt man die „Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ mit der „Frage nach dem Sinn des Lebens“.

So wie man die Frage nach dem Sinn des Lebens ganz einfach mit dem Hinweis auf das Leben beantworten kann, in dem alles zusammenpaßt, „aus einem Guss ist“, so kann man die Frage nach dem „Universum, dem Leben und dem ganzen Rest“ definitiv nicht beantworten.

Denn diese Frage ist eine beliebige Frage und sie kann auch nur zu einer beliebigen Antwort führen, eben „42“. Denn wenn man einen Computer fragt, der ja eine Rechenmaschine ist, dann muss als Antwort zwangsläufig eine Zahl herauskommen.

Lustig ist übrigens, dass die Zahl 42 im IA-5-Alphabet dem Zeichen „*“ entspricht, welches hinwiederum in Dateinamen als Platzhalter für Beliebiges steht.

Meint

Euer Christoph


Es kann nicht der Normalfall sein

Mai 16, 2014

Jetzt wurde der Song Contest Sieg von Conchita Wurst groß gefeiert als ein Sieg der Toleranz.

Und tatsächlich ist es so, dass die Toleranz einen wichtigen Wert darstellt.

Ich kenne einen Software Entwickler, der ist ein sogenannter Nachtmensch. Das heißt, es fällt ihm von Natur aus schwer vor 1 oder 2 Uhr schlafen zu gehen und vor 11 Uhr im Büro zu sein.

Ich glaube, wir alle kennen solche Menschen und ich will jetzt keine Namen nennen.

Und dieser Mensch ist von Herzen dankbar für die Toleranz, die ihm seine Kollegen und Vorgesetzten entgegenbringen, seine Arbeit erledigt er ja zuverlässig und das gar nicht einmal so schlecht.

Darum verstehe ich auch Bundeskanzler Faymann, der in einer ersten Reaktion davon gesprochen hat, dass sich bei Conchita Wurst die Qualität der Musik gegenüber den Anfeindungen durchgesetzt hat.

Wobei ich aber schon eher glaube, dass der eine oder andere Juror einfach „Russland eins auswischen“ wollte, na gut, so ist das eben.

Und eigentlich geht es ja um die Freiheit. Um die Freiheit von Angst, „durch den Rost zu fallen“, nur weil man „ein bisschen anders“ ist.

Und um die Freiheit dafür, nach dem eigenen Gewissen leben zu dürfen. Nein, es ist nicht alles gut, was die Mehrheit tut, auch Mehrheiten können irren.

Und so könnte man noch viele Gedanken hinzufügen, warum es gut ist, dass hin und wieder auch ein „spezieller“, „exzentrischer“ oder sonstwie „anderer“ Mensch große Erfolge feiern darf.

Eins jedoch möchte ich „last but not least“ erwähnen. Toleranz gegenüber „speziellen“ Menschen bedeutet eben NICHT, dass man ihr Lebenskonzept als das „normale“, das „erstrebenswerte“, das „gottgefällige“ hinstellt, sondern es bedeutet EBEN, die Besonderheit zu akzeptieren als etwas Erlaubtes und auch Gutes.

Einheit in Vielfalt, sage ich nur.

Conchita Wurst will nicht Erfolg haben, WEIL sie Probleme mit der Geschlechtsidentität hat, sondern TROTZDEM.

Somit ist es eigentlich auch gar nicht notwendig, irgendwelche „Extrawürschte“ im Gesetz und im Kirchenrecht vorzusehen, die sich ja eigentlich nur mit dem Normalfall beschäftigen sollten.

Überspitzt formuliert: Wenn wir für jeden Spezialfall ein eigenes Gesetz machen, dann haben wir in Österreich bald 8 Millionen Gesetze. 1 Gesetz Herbert Maier, 1 Gesetz Adelheid Moser, 1 Gesetz Franz Forstinger usw.

Wenn wir also auch ein kleines „Wehwehchen“, eine kleine „Besonderheit“ haben, wenn wir Angst haben, aus der Masse herauszuragen, dann sollten wir voll Vertrauen darauf hoffen, dass es immer wieder Ausnahmeregelungen geben wird, es muss nicht alles und jeder Strichpunkt im Gesetz erlaubt sein.

Ein besseres Gewissen und viel Weisheit

wünscht sich und Euch
Euer Christoph


Politik ist…

Mai 13, 2014

…das Geschäft einiger weniger auf Kosten weniger einiger.


Des is ma jetzt nimma wuaschd…

Mai 10, 2014

…denkt sich heute mancher Österreicher 🙂


Stoff sucht österreichischen Filmproduzenten

Mai 10, 2014

Da gibt es eine Erzählung über das „dritte Kind“ (das könnte eine Anspielung auf den dritten Mann sein, aber auch auf „Krieg der Sterne“, wo Darth Vader nur zwei Kinder hat – wirklich?)

Erzählung: „Das dritte Kind“ – Trilogie (DDK_1.3_20131122)

Und dann gibt es da einen Techniker, der viiiieeeeel zu faul ist, selbst ein Drehbuch zu schreiben.

Was könnte man da machen? Der Stoff selbst „schreit nach Veröffentlichung“, aber ich stell‘ mich taub (Faulheit ist schööööööööön)!

Hier das Exposé: Das-dritte-Kind–Projekt-expose

Meint
Euer Christoph