Note on „filioque“

November 5, 2020

Wenn alle Welt sich immer weiter spalten lässt.

Wenn die Gräben tiefer werden.

Wenn man am Horizont schon den Feuerschein sieht.

Soll man dann den Reichen und Mächtigen in die Hände spielen und noch mehr Öl ins Feuer gießen?

Soll man über tausendfünfhundert Jahre alte Differenzen einen Beitrag schreiben?

Über das „filioque“?

Worum ging es?

Es ging um Macht!

Der Sohn sollte dem Vater in nichts nachstehen, deshalb entstand der Heilige Geist nicht nur aus dem Vater, sondern auch aus dem Sohn (filioque).

Aus unserer menschlichen – irdischen – Sichtweise ist das sogar richtig – die Katholiken waren dem Irdischen ja immer schon näher als dem Himmlischen 🙂 – und wir Irdischen haben den Hl. Geist erst in Christo erkannt.

Erst durch die endgültige 33-jährige Katechese der Menschheit durch den Sohn haben wir die Agenda Gottes erkannt – den Hl. Geist – die Liebe.

Vorher war das alles sehr verschwommen und man konnte sich auf die Väter ausreden, die alle so ihre Schwächen hatten und der Agenda nie zu 100% gefolgt waren.

Doch mit Christus, mit Jesus Christus, ist das alles glasklar und es gibt keine Ausrede mehr – nur die Liebe zählt. Durch Christus kommt der Geist in die Schöpfung.

Aber fragen wir den Mystiker in uns. Reden wir mit Gott. Stellen wir uns den Himmlischen Haushalt vor und wie dort die verschiedenen Personen interagieren.

Da wir Menschen immer nach dem „erstersein“ fragen, fragen wir uns natürlich, welche der drei Personen, der Vater, der Sohn oder der Hl. Geist war der „der Erste“. Welcher ist „der Ursprung“, „die Ursache“.

Stop!

Ein erster Vorbehalt. Wie wir mittlerweile wissen, sind Raum und Zeit – ist die Raumzeit – ein physikalisches Objekt, das von Materie und Energie abhängt und mit diesen in Beziehung tritt.

In den „himmlischen Sphären“ haben aber unsere Begriffe von Materie und Energie keine Bedeutung – nehmen wir an – und die Frage stellt sich ernsthaft, ob es im Jenseits so etwas wie ein „himmlisches Zeitgefühl“ gibt.

Da Jesus Christus – der es ja wissen muss – höchstpersönlich die drei Begriffe „Vater“, „Sohn“ und „Hl. Geist“ verwendet, gehen wir davon aus, dass das die Wirklichkeit Gottes IST (aus Gottes Sicht, nicht nur aus unserer) und dass der Vater den Sohn gezeugt hat (bzw. immer noch zeugt – je nachdem, ob es eine himmlische Raumzeit gibt oder nicht – das wäre mal eine interessante theologische Diskussion).

Wie könnte man einen Sohn zeugen, wenn man nicht liebte (zumindest in Form der untersten Stufe der Liebe – dem Begehren)?

Voila -> der Geist – die Liebe – war VOR dem Sohn.

Aber wir brauchen nicht allzu viel Hirnwixen.

Aus autorisierter Quelle wissen wir, was der Engel Maria geantwortet hat – als sie fragte: „wie soll das geschehen?“

„Der Hl. Geist wird über Dich kommen und Du wirst ein Kind empfangen“

Ohne Maria kein Fiat.

Ohne Fiat kein Hl. Geist für Maria.

Ohne Hl. Geist kein Sohn.

Ohne Sohn keine Schöpfung (das ist ja das Spielzeug, das der Vater dem Sohn geschenkt hat, auf dass wir uns bewähren für die Ewigkeit).

Der Vater weiss natürlich, dass Maria zustimmen wird, und er weiss auch, was das alles für einen Sinn hat (haben wird).

Der Sohn aber war in seiner Menschennatur auch einer, der „nicht alles wusste, was der Vater weiss“, für ihn ist es auch ein großes Abenteuer gewesen, so, wie es für uns ein Abenteuer sein soll, in dem wir uns bewähren, als brave Christenmenschen einander helfen und vor allem denen helfen, denen es nicht so gut geht.

  • Die unter Sekten oder schlechten Religionen (sog. -ismen) leiden.
  • Die unterdrückt und ausgebeutet werden.
  • Die nach der Wahrheit suchen.
  • Die verzweifeln an den Ungereimtheiten der Menschheit.

Meint

Euer Christoph


DIGITS#25 – Zusammenfassung

Oktober 21, 2020

Lieber *****, Lieber ******,  

Am Freitag abends hatte ich Euch einen Bericht aus dem Web3D Konsortium weitergeleitet, wo sich zur Zeit große Dinge tun.   Hier in meinem kleinen Newsletter tut sich auch etwas, nämlich haben wir neue Namen auf der „Liste der BCCs“.  

Worum geht es also in meinen Newsletters?   Es geht immer um 3D Graphik, in weiterer Folge auch um VR, MR, AR, XR, usw., aber das ist eigentlich nur eine Nebensache, der Kernpunkt ist die computergestützte 3D Graphik mit oder ohne Stereoskopie, insbesondere der ISO Standard X3D.  

Der wirkliche Kernpunkt ist meine Behauptung (und ich habe keinen Beweis dafür, bin also ein Verschwörungstheoretiker 🙂 ), dass die U.S. Air Force bereits Anfang der 80er Jahre 3D Graphik in Flugsimulatoren verwendet haben, um in der Mission Preparation für F-117A Flugzeuge die Flugbahn ins Zielgebiet komfortabel in einem Datenmodul zu speichern, das der Pilot dann zum Flugzeug mitgenommen hat, damit dieses selbständig ins Zielgebiet fliegen konnte (Urvater aller USB Sticks). Dieses Feature hatte ursächlich mit der Stealth Technologie zu tun, war meine Behauptung und es war der Ausgangspunkt für die spätere Steuerung von Drohnen mit Hilfe von 3D Graphik (und evtl. VR/AR Technologie).  

Obwohl es bei mir also IMMER NUR um 3D Graphik geht, geht es AUCH – in einer Nebenbedeutung – um Drohnen, Stealth Technologie und Mission Critical Networks.  

Bei Siemens hatte ich mehrere Erfindungsmeldungen getätigt.  U.a.  

1) Die Idee DIGITS („das dritte Kind“) wurde mir freigegeben – ich weiss bis heute nicht, was ich damit machen soll.

2) Die Idee SIMUL-RR („Schulungen für Eisenbahnmitarbeiter im Rahmen von 3D Games“) wurde mir auch freigegeben und hat immerhin zum Hobby SrrTrains geführt, das ich jetzt aus Aufwandsgründen wieder einmal „auf Eis gelegt“ habe

3) Die Idee „IMS + X3D“ wurde in Anspruch genommen und ich darf nicht darüber reden (obwohl das jetzt schon so lange her ist, dass sich niemand mehr wirklich beklagen kann).  

Das „neue Hobby“ ist ein vServer der Firma hoststar.at, den ich für Experimente gemietet habe, und jetzt soll sich das Thema „irgendwie von selbst entwickeln“, bin auch für Anregungen offen.  

Regel 1: Du kannst Dich jederzeit vom Newsletter abmelden, indem Du eine leere Antwort sendest

Regel 2: Falls Du mit einem Diskussionsbeitrag antwortest, schreib‘ bitte dazu, ob ich Deinen Beitrag an die BCCs weiterleiten soll oder nicht.  

Eine schöne neue Woche

Euer Christoph  


Bericht von der Mailing List

Oktober 21, 2020

Lieber *****, Lieber ******,

X3D Version 4 soll noch heuer veröffentlicht werden, obwohl es auf der Mailing List auch starke Stimmen dagegen gab.   Was nützt der beste ISO Standard, wenn die Tools noch nicht fertig sind? war ein starkes Argument.

Holger Seelig und Andreas Plesch sind die Master Minds hinter X_ITE und X3DOM (WebGL basiertes X3D) und Doug Sanden ist FreeWRL, mit dem ich schon mal Kontakt hatte im Zuge eines „black project“.

Von den anderen X3D Playern (BS Contact, Instant Player, Octaga, ……..) hört man in der Standardisierung eigentlich nichts mehr, das kann aber auch daran liegen, dass sich das Konsortium in den letzten Jahren auf WebGL basiertes X3D konzentriert hat.

Aus Performance Gründen ist es immer noch sinnvoll, auch die „alten“ „nativen“ X3D Player auf dem RADAR zu behalten (die nicht in HTML/JavaScript programmiert sind, sondern in einer „echten“ Programmiersprache), es muss nicht alles über W3C Browser laufen (meine Meinung).

Schönes Wochenende

Euer Christoph

Gesendet: Freitag, 16. Oktober 2020 um 19:24 Uhr
Von: „Don Brutzman“ <brutzman@nps.edu>
An: „X3D Graphics public mailing list“ <x3d-public@web3d.org>
Cc: „Andreas Plesch“ <andreasplesch@gmail.com>, „Holger Seelig“ <holger.seelig@googlemail.com>, „doug sanden“ <highaspirations@hotmail.com>
Betreff: [x3d-public] X3D Working Group minutes, endgame review: TextureProjector nodes, do we include shadows? We had a very productive meeting today.

Thanks to everyone active for all work on review, implementation and evaluation as we finalize X3D4 for release this year.

Dialog always helps. Am happy to note that we are in the endgame for X3D4 technical improvements.

For cc:ed X3D4 implementers unable to attend, respectfully request that you provide responses (public or private) now if possible.

Below please find minutes for this week’s X3D Working Group meeting, Friday 16 October, 08-0930 pacific time.



Attendees: Anita Havele, Michalis Kamburelis, Vince Marchetti, Dick Puk, Don Brutzman.

Participation:

[…]


Der große Bruch

August 30, 2020

Servus Leute,

Also, bei der Erzählung „Das dritte Kind“ ist jetzt der erste Teil des dritten Teiles fertig:

Aktueller Stand des dritten Teils: 5_mission_erzaehlung_v1.6_20200830_delta_20200621.pdf

Gesamtüberblick: https://letztersein.com/drehbuchseite

Zusatzinfo: https://github.com/christoph-v/digits

Eine schöne neue Woche

Euer Christoph

Hier die neuen Absätze:

Der große Bruch

1.20

Lieserl konnte sich also nun wieder mit Otto treffen, aber da das Duell zwischen Otto und Conrad Peter eben unentschieden ausgegangen war, „durfte“ Conrad Peter weiterhin Stimmung gegen Otto machen.

So darf es uns nicht wundern, dass Lieserl Otto eines Tages doch auf die Cyber-Piraterie ansprach.

Lieserl (sitzt mit Otto bei einer Jause in Veronikas Garten): „Schau, wenn Du die Daten den Überreichen stiehlst und sie dann einfach an den Bestbietenden verkaufst, dann bist Du eigentlich auch nicht besser als sie, weil Du ja nur auf Deinen finanziellen Gewinn schaust“.

Lieserl (denkt kurz nach): „Wenn Du die Daten wenigstens verwendetest, um damit gute Werke zu tun. Es gibt genügend Programmierer in der Indie Szene, die mit Hilfe dieser Daten wahre Wunder vollbringen könnten, wenn sie nicht so verdammt teuer wären“.

Otto (vorsichtig): „Ich werde mal sehen, was ich tun kann. Aber sie sind verdammt mächtig und ich muss auch auf meine Firma Rücksicht nehmen“.

1.21

In den ersten Phasen der Planung nannte Otto die geplante Aktion einfach „den großen Bruch“, doch dann fiel ihm eine weniger melodramatische doch auch hintersinnige Bezeichnug ein.

Sie nannten es jetzt den „geplanten Digitalisierungsschub“.

Als es so weit war, trafen sich alle in der alten Fabrik, jeder betrat sein Zimmer und setzte die VR-Brille auf.

Sie flogen mit einer Black Hawk zum Einsatzort, landeten im nächsten Tal und legten den Rest der Strecke in altmodischen Jeeps zurück.

Die Alarmanlage war kein Problem für sie, da sie eine illegale Multiuser Session verwendeten, die es erlaubte die eigenen Avatare im Stealth Mode zu bewegen, dafür bekamen sie nicht die gesamte VR Information, sondern nur die „geographische Infrastruktur“.

Für die tatsächliche physikalische Interaktion verwendeten sie „Real Life Avatars“, in diesem Fall simple 08/15-Drohnen mit audio-visueller Übertragung.

Als sie (die Drohnen) den Tresorraum erreicht hatten, war es Zeit, die BDÜ zu starten (breitbandige Datenübertragung) und Otto steckte das USB Laufwerk in seinen VR-Controller.

Um das Wachpersonal abzulenken, lief während der ganzen Aktion Beethovens Sonate „Für Elise“ über die Lautsprecher.

Der Rest bestand darin die Daten in ein offenes X3D v4 Format umzuwandeln und auf einem nicht rückverfolgbaren Blog zu veröffentlichen.

Ein großes Raunen ging durch die Community.

Ein neuer Robin Hood war geboren.

1.22

Lieserl saß beim Frühstückstisch und hörte Nachrichten:

Wie gestern bekannt wurde, hat eine Gruppe von Cyber-Piraten anfang der Woche das Hauptquartier des Kartenverlags UPS – Ubiquitious Positioning Services – überfallen und die gesamten Indoor-Daten für den Großraum Wien gestohlen.

Dieser Vorfall könnte dazu führen, dass sich die gesamte Digitalisierung wegen Unrentabilität verzögert.

Die Bande hat sozusagen einen Fingerabdruck hinterlassen, da sie während des Überfalls die Musik „Für Elise“ von Ludwig van Beethoven spielte. Falls jemand damit etwas assoziieren kann, bitten wir um sachdienliche Hinweise unter der Notrufnummer 112.

Lieserl (redet zu sich selber): „Otto, Du……“

1.23

Lieserl packt ihre Badesachen ein und schwingt sich auf das Fahrrad.

Sie trifft sich mit Otto auf der Donauinsel für einen ruhigen, entspannten Sommertag.

Am Abend fahren sie heim, im Hintergrund der Sonnenuntergang.

Ein Sommer in Wien, voll von Liebe.


DIGITS #11 – von der Abtreibung

Juli 25, 2020
Hallo liebe Leute,
Natürlich geht es mir bei der bevorstehenden Gründung „der Society“ in erster Linie um MEINE Lebenserfahrungen, das sind hauptsächlich die technischen Ideen, die „mit dem falschen Vater gezeugt wurden“ (hier spiele ich die Mutter) und deswegen letzten Endes nicht lebensfähig waren.
Aber Verena und ich haben auch Erfahrungen mit einem tatsächlich verloren gegangenen Fötus, dem dann relativ bald unsere liebe Christine nachfolgte.
ANMERKUNG:
Ich ändere hiermit das Bild / die Metapher und vertausche Vater und Mutter, da ja eigentlich der Erfinder die Mutter der Erfindung ist und die Firma ist „nur“ der Vater. Bisher habe ich immer die Firma als „Mutter“ betrachtet und den Erfinder als „Vater“, was aber grundfalsch ist.
Die Mutter kann man nicht leugnen. Die Mutter wird das Kind NIEMALS vergessen und die Mutter wird ALLES geben, damit es den Kindern gut geht. Typisch Erfinder.
Der Vater wird seine Ressourcen in das Kind investieren, damit und nur wenn er einmal etwas davon hat. Typisch Firma eben. Das muss eine Win – Win Situation sein, sonst tut er’s nicht.
Bei der Mutter die Gefühle und die Unvernunft – das Herz, beim Vater die Ratio und das planerische Handeln.
Alle reden bei einer Abtreibung immer nur von den seelischen Wunden, die das der Mutter schlägt. Aber – IN ERSTER LINIE – ist es der Fötus, dem die Abtreibung nicht gut tut.
Kommst in die Ewigkeit, und hast nie die Chance gehabt, ein ordentliches Leben zu führen und Dich zu bewähren. Kommst praktisch nackt und hilflos in die toughe Ewigkeit, wo alles immer und überall darauf ankommt – und Du hast keine Erinnerungen an irgendetwas.
Gottes Barmherzigkeit wird auch das regeln, aber ein gutes Gefühl habe ich dabei nicht.
Und bei den Erfindungen ist es ähnlich.
Kommt ein militärischer Use Case in den Bereich der Open Source Software – in den Himmel – ohne sich jemals in der halb-toughen Telekom-Industrie bewährt haben zu müssen. Aus der Gebärmutter direkt in den Himmel. Ganz ohne Leben. Ganz ohne Materie, Geld, Energie und Raumzeit. Ganz ohne Physis.
Meint
Euer Christoph
P.S.: wenn Euch diese Predigt gefallen hat, dann schreibt mir doch 🙂

Die Treue und die Liebe

Juni 21, 2020

Tja, so verfliegt die Zeit.

Die beiden wichtigsten Elemente in der Erzählung „Das dritte Kind – Die Mission – Der wahre Gegner“ sind sicher „Das Duell auf der Höhenstraße“ und „Der große Bruch“, dennoch habe ich jetzt auch einige der „Füllszenen“ fertig gemacht –  1.13 bis 1.16.

Das gesamte Werk gibt es unter https://letztersein.com/drehbuchseite

Einen schönen Sommer

Euer Christoph

Die Treue und die Liebe

1.13

Lieserl war von dem Relativistik-Projekt gar nicht mehr so begeistert wie am Anfang.

Einfach NUR ein Preisgeld und Anerkennung durch den akademischen Senat waren ihr einfach zu wenig, als dass sie sich hinter dem Ofen hervorlocken hätte lassen.

Sie war begeistert von ihrem neuen Zustand in bezug auf Otto.

Was war das?

Da war ein Mensch, von dem man sich auf einmal ALLES erwartete.

Ein Mensch, der unerwartet im Zentrum stand und für den man ALLES geben würde.

Die ZUKUNFT in persona.

Und so war es nicht verwunderlich, dass sie Mittel und Wege fand, sich immer öfter mit Otto zu treffen, es aber so aussehen zu lassen, dass ER derjenige sei, der immer den ersten Schritt setzte (sie musste an die Mutter denken, die immer gesagt hatte „Verkauf‘ Dich nicht unter Deinem Wert“ und an den Vater, der ein Meister des Beamtenmikado war „Wer sich zuerst bewegt, hat verloren“).

Lieserl: „Findest Du nicht auch, dass die Menschen viel zu wenig an die Zukunft denken?“

Otto: „Na ja, wenn ich an meine Firma denke, dann ist es eher so, dass wir jeden Tag kämpfen, einigermaßen mit der Gegenwart zurecht zu kommen. Da muss einer sich auf den anderen verlassen können, für Zukunftsträumereien ist da eigentlich kein Platz.“ – und nach einer Pause – „Schade eigentlich“.

Lieserl: „Ja eben. Meine Mutter hat immer von Errol Flynn und seinem Robin Hood geschwärmt. Die Zukunft ist schon unser wichtigstes Zeitalter, meinst Du nicht auch?“

Otto: „Schön wär’s, aber so wie ich die Welt kenne, ist Treue und Gegenwartsdenken wichtiger als Hoffnung und Zukunft“.

Lieserl: „Meinst Du nicht, dass Frauen sich eher in Männer mit Zukunft verlieben als in Männer mit Vergangenheit?“

Er konnte nichts mehr sagen, und sie aßen weiter.

1.14

Am nächsten Tag ruft Conrad Peter Lieserl an:

Lieserl: „Hallo. Ja? Was gibt’s?“

C.P.: „Lieserl! Ich muss ernsthaft mit Dir reden.“

Lieserl: „Mach’s nicht so spannend. Was gibt es denn?“

C.P.: „Es geht um die Semmeringbahn……Nein. Es geht um ihre Quelle“

Lieserl: „Ja?“

C.P.: „Ich habe Dir nicht gesagt, dass Du mit diesem Otto etwas anfangen sollst, sondern dass wir ihn für unser Projekt brauchen“.

Lieserl: „Ach, das Projekt. Aber Du schnüffelst doch nicht etwa in meinem Leben herum? Wäre ja nicht das erste mal.“

C.P.: „Lieserl, ich muss Dich vor diesem Menschen warnen. Er ist ein Gangster und Cyber-Pirat. Seine „Firma“ ist eine Bande von Hackern, die immer wieder Daten stehlen und an den Bestbietenden weiterverkaufen.“

Lieserl: „Nein! Das kann nicht sein!“

1.15

Die Sache mit der Cyber-Piraterie nagte an Lieserl. Und da Walter immer noch ihr Vater war – und sie wohnte ja als einziges der Kinder noch zu Hause – setzte sie sich zu ihm in die Küche und befragte ihn.

Monika wusch im Hintergrund das Geschirr.

Lieserl: „Sag‘, was ist stärker, die Treue oder die Liebe?“

Walter: „Hmmm, geht es um einen Mann? Du hast schon als Kind immer so schwierige Fragen gestellt.“

Lieserl: „Ja. Er ist Cyber-Pirat und kennt nur den Wert der Treue zu seiner Bande. Glaubst Du, die Liebe kann ihn da herausholen?“

Walter (zieht die Luft zwischen den Zähnen durch): „Du willst ihn also ändern?“

Lieserl: „Ja. Es ist das Recht jeder Frau, einen Mann zu ändern.“

Walter: „Na, dann wünsch‘ ich Dir viel Glück!“

1.16

Conrad Peter hat nun auch Lieserls Smart Phone gehackt und findet so zum Unterschlupf der Bande.

C.P.: (steht plötzlich am Tisch vor Otto): „Lass die Hände von meiner Schwester!“

Otto: „Das geht Dich gar nichts an“

C.P.: „Ich weiss, was Du hier treibst, ich kann Dich jederzeit verpfeifen“.

Otto: „OK, wie können wir ins Geschäft kommen? Du wirst verstehen, dass ich sie nicht einfach so ziehen lasse.“

C.P.: „Ein Duell! Vor den Toren der Stadt! Wie in der guten alten Renaissance! Der Verlierer gibt Lieserl frei!“

Otto: „Einverstanden. Die Waffe ist ein „Reality Game““.


Wer braucht schon einen Arbeitsplatz,……

Mai 26, 2020

……von dem er nicht leben kann, er und seine Kinder?

Meint

Euer Christoph


The Duel at the Höhen Street

April 13, 2020

Dear all,

The third part of the narrative „Das dritte Kind“ is now under construction.

Old version v1.5 (2016-10-31):
Part 1 finished, Part 2 finished, Part 3 Fragments:
Das dritte Kind (v1.5)

New version 1.6 (under construction):
Part 1 / Part 2 no change, Part 3 under construction:
2020-02-21: Part 3 – 2020-02-21 delta v1.5
2020-04-13: Part 3 – 2020-04-13 delta 2020-02-21<

And here the chapters 1.17 – 1.19 „The Duel at the Höhen Street“

Das Duell auf der Höhenstraße
1.17.

Lieserl und Conrad Peter wieder in der Eisdiele

Lieserl: „Sag‘, Conrad, sollen wir mit unserem relativistischen Projekt wirklich weitermachen?“

Conrad Peter: „Du meinst, wegen unserer Meinungsverschiedenheit? Da wird sich schon noch herausstellen, wer recht hat. Aber dieses Projekt hat zuviel Potential in sich, um es nicht weiter­zu­machen.“

Lieserl: „Was siehst du, was ich nicht sehe?“

Conrad Peter: „Na ja, einerseits ist es recht mühsam, die Daten von den verschiedenen Strecken zusammenzusuchen und miteinander zu verknüpfen. Wenn man das irgendwie automatisieren könnte……“

Lieserl: „Hört sich interessant an.“

Conrad Peter: „Und wenn man diese virtuellen Welten mit der Wirklichkeit verknüpfen könnte, wenn man z.B. auch ein hierarchisches, ein universales Positionierungssystem hätte……“

Lieserl: „Du meinst, ein UPS statt einem GPS?“

Conrad Peter: „So zirka, ja. Die Schiffe im Altertum haben sich ja auch auf dem offenen Meer an den Sternen orientiert, aber wenn sie dann in Hafennähe waren, nahmen die doch lieber einen Leuchtturm. So ist das ja auch mit GPS und ILS. Und Roboterstaubsauger können sich ja auch an elektronischen Leuchttürmen orientieren.“

Lieserl: „Du redest in Rätseln. Und was hat das Alles mit der Relativitätstheorie zu tun?“

Conrad Peter: „Ich hab‘ dir ja gesagt, ich verstehe nichts von Relativitätstheorie, aber kann man vorausplanen, wann man welche Idee hat? Na eben!“

Lieserl (zur Kellnerin): „Zahlen, bitte.“

1.18

Manche Dinge liegen einfach in der Luft. Es ist nicht zu erklären, aber Erfindungen, Findungen, werden oft an mehreren Orten zur selben Zeit gemacht.

So wussten auch unsere drei Freunde nicht, wie nahe sie mit ihrem Forschungsprojekt der Wirklichkeit geraten waren und dass sie in großer Gefahr schwebten.

Als nun die Zeit kam, die Zeit für das Duell zwischen Otto und Conrad Peter, fanden sie eine junge Firma, die noch nicht lange in der Stadt tätig war und sich „Reality Games“ nannte.

Diese Firma vermittelte an Einzelpersonen und an Personengruppen gemischt virtuell-reale Erlebnisse, die man eben markentechnisch als „Reality Games“ bezeichnete.

Der Techniker würde sie als SMS bezeichnen – als Simple Multiuser Sessions.

„Reality Games“ waren erfunden worden, um sich auf die „wirkliche Wirklichkeit“ vorzubereiten, die wie eine unerreichte Hoffnungswolke über der Menschheit dahin schwebte.

Im allgemeinsten Fall lief ein „Reality Game“ ab wie folgt:

  • Man konnte sich eines der vorgefertigten Spiele aussuchen, oder man konnte auch – dazu bedurfte es aber schon ein wenig Fachwissens –
  • ein Spiel als gesamtes neu zusammenbauen, wie mit einem Lego Baukasten
  • Dabei musste man Spielregeln definieren, an die sich alle halten sollten, und jeder musste insgeheim für sich ein Ziel des Spieles definieren, das er erreichen wollte
  • Wenn es dann daran ging, das Spiel wirklich zu starten, musste man sich entscheiden, ob man als
    • „Real Player“ oder als
    • „Virtual Player“

an dem Spiel teilnehmen wollte, und in welche Rolle man dabei schlüpfte.

„Virtual Players“ durften sich einen Avatar aussuchen oder auch mitbringen, der „an ihrer statt“ der Wirklichkeit ausgesetzt wurde, während sie selber es sich in einer rein virtuellen Umgebung gemütlich machten, als „Real Player“ hatte man zwar direkteren Einfluss auf die Wirklichkeit des Spiels, man war aber auch PHYSISCH BETROFFEN

  • Weiters musste man neben dem Avatar auch noch andere sogenannte „Ressourcen“ reservieren, die man verwenden wollte. Seien das jetzt Gebäude, Fahrzeuge, Reittiere oder ähnliches. Jede Ressource konnte entweder rein-virtuell sein oder gemischt real-virtuell
  • Die unterste aller Ressourcen war die sogenannte „Geographische Infrastruktur“, die von allen verwendet werden konnte und die allen gemeinsam „gehörte“
  • Um seine Ziele zu erreichen, benützte jetzt jeder die Ressourcen, die er besaß, um die Ressourcen der Mitspieler und auch die Mitspieler selbst zu beeinflussen
    • Im Zuge der blindwütigen Digitalisierung der 20er Jahre waren alle Ressourcen zu Netzdingen geworden.
    • Trotzdem waren die Position und der Status der meisten Ressourcen nicht für alle digital zugänglich, sondern immer nur für denjenigen, der sie besaß und für den Eigentümer.
    • Zusätzlich gab es noch die „Collateral Entities“, das waren nicht-digitalisierte Ressourcen, die im virtuellen Leben eben noch keinen Platz gefunden hatten, obwohl sie das Spiel unter Umständen maßgeblich beeinflussen konnten.
    • Und so musste klar sein, dass die „Real Player“ immer noch Vorteile hatten gegenüber den „Virtual Players“, denn sie konnten ihre eigenen Sinnesorgane verwenden, wogegen es bei den „Virtual Players“ einen unsäglichen Hang gab, Drohnenschwärme einzusetzen, die der Lagefeststellung wesentlich und effizient dienten.

Otto und Peter wurden also bei dieser Firma vorstellig und vereinbarten einen Rahmenvertrag für ein „Reality Game“:

Wie gesagt, die Firma besaß keine Ressourcen, sondern beschränkte sich darauf, die Ressourcen zu vermitteln, die zu Beginn des Spieles zur Verfügung standen. Das einzige, womit sie sich gut auskannte, waren Mobilfunknetze, geographische Infrastruktur und die Funktionsweise von SMS.

Jeder der Mitspieler hatte einen Kontostand, den er verwenden konnte, um dem Spiel Ressourcen hinzuzufügen oder solche auch wieder freizugeben.

Deswegen sah der Rahmenvertrag aus wie folgt:

der-vertrag

Die Austria Bank leistete ganze Arbeit (kein Wunder, da die Finanzierung ohne Kapitalgarantie vereinbart war), aber auch die Reality Games Ges.m.b.H. hatte ihr organisatorisches Talent spielen lassen, und so lag an jenem Augustsonntag eine angespannte Betriebsamkeit über dem Wienerwald.

An den schönsten Aussichtspunkten hatten sich Gruppen von Zusehern eingefunden, die Luft surrte von hunderten privaten Kameradrohnen – was daran lag, dass man für einen ermäßigten Beitrag das Recht erwerben konnte das Rennen mit den eigenen Drohnen zu übertragen.

Ein letzter Formalakt war notwenig: Otto und Conrad Peter mussten ihre Spielziele definieren, signieren und im verschlüsselten Speicher der Reality Games Ges m.b.H. hinterlegen.

Die Geheimhaltungspflicht was die Spielziele betrifft, war in etwa genauso strikt wie das katho­li­sche Beichtgeheimnis.

Der Start war – wo sonst – beim Heurigen Wolff und um 10:45 begann das Rennen, um auch den Kirchgängern eine Teilnahme zu ermöglichen.

Otto ging mit einem sogenannten spezifischen Doppelavatar ins Rennen. Das war ein drohnen­fähiges Fahrzeug, das ohne Fahrer am Rennen teilnehmen konnte. Es wurde begleitet von einem Drohnenschwarm, der es Otto jederzeit ermöglichte, den Überblick über die Lage zu behalten.

Otto musste sich nicht um den Drohnenschwarm kümmern, da er sozusagen „ein Teil des Avatars“ war und sich automatisch mit der Navigationssoftware des Autos abstimmte, um immer in Position zu sein.

Otto wählte die Simmeringer Fabrik als seinen Stützpunkt.

Conrad Peter hatte es nicht so leicht. Er hatte zwar einen „Heimvorteil“, weil er nicht weit von hier in der Ulmenstraße aufgewachsen war, aber musste erstens sein Auto – welches ein ganz normales Auto, also ein sogenanntes „Collateral Entity“ war – mit einem humanoiden Avatar steuern, den man auf den Lenkersitz geschnallt hatte, und zweitens den Drohnenschwarm explizit steuern, da dieser nicht mit dem Avatar integriert war. Da musste ihm sein Halbstiefbruder Carl-Friedrich helfen.

Trotz allem war Conrad Peter ein begnadeter Pilot und lag über weite Strecken des Rennens klar in Führung, nur bei der Abzweigung nach Klosterneuburg flog Carl-Friedrich mit dem Drohnen­schwarm weiter zum Leopoldsberg und zwang Conrad-Peter eine zeitlang stehenzubleiben.

Das konnte er bis zum Schluss nicht mehr aufholen, und so verlor er das Rennen.

Trotz allem war es ein großes Volksfest in Klosterneuburg.

1.19

Am Montag ging es zur feierlichen Siegerermittlung in den Räumlichkeiten der Reality Games Ges.m.b.H.

Ottos Ziel wurde eröffnet: „Ich möchte das Rennen gewinnen“.

Conrad Peters Ziel wurde eröffnet: „Ich möchte durch den Verlust des Rennens beweisen, dass spezifische Avatare den humanoiden Avataren überlegen sind“

Es stand 1:1. Beide hatten sie gewonnen.

Kind regards

Yours Christoph

Volunteers  for translation of the texts are explicitly appreciated.


Politiker sind Schauspieler,

Februar 3, 2020

die das Stück eigentlich nur zur Aufführung bringen.

Interessant hingegen ist die Rolle als Regisseur oder Drehbuchautor.

Meint

Euer Christoph


In eigener Sache

Januar 27, 2020

Vorgeschichte

Und wieder einmal hatte Veronika recht. Als sie sagte „Du nimmst dich zu wichtig“, schluckte Walter seine Erwiderung einfach hinunter und drehte sich zurück zu seinem Flachbildmonitor. Ihm wäre ohnehin nichts eingefallen.

Aber wie hatte das Alles begonnen?

Ich wurde im Sommer 1969 geboren, ja da hatte alles begonnen. Nein, eigentlich hatte es viel früher begonnen, aber jetzt leben wir in einer gespaltenen Welt.

Keiner weiß mehr genau warum, aber bei uns gibt es „die Grünen“ und „die Blauen“. Man könnte sagen, es sind zwei Geisteshaltungen, das wäre ja noch erträglich, aber dann gibt es immer wieder diese „Zimmerkommandanten“.

Was sind typische „Zimmerkommandanten“? Damit meine ich Familienväter, Firmenbosse, Parteichefs, Religionsführer und dergleichen, wenn sie ein ausgesprochenes „wir und die anderen“-Bewußtsein an den Tag legen. Immer wieder fragen sie dich: „Auf welcher Seite stehst du?“ und sie drängen: „Entscheide dich!“

Diese Leute haben zu allem und jedem eine Meinung und können immer blitzartig Entscheidungen treffen. Es gibt nichts Wichtigeres außer sie selber, zumindest für sie selber, und sie sind immer und überall vorbildlich.

Und ja, wegen dieser „vorbildlichen“ Menschen sind die Farben Grün und Blau nicht nur Geisteshaltungen, sondern richtiggehende Blöcke geworden. Man könnte auch sagen, Grün und Blau sind die beiden Sessel, zwischen die sich zu setzen jeder Angst hat.

Ich glaube, genau um diese Angst dreht es sich.

Jeder muß sich entscheiden:

    • grüne Familie oder blaue Familie?
    • grüne Firma oder blaue Firma?
    • grünes Parteibuch oder blaues Parteibuch?
    • grüne Religion oder blaue Religion?
    • grüne Regeln oder blaue Regeln?

Ja, und wenn man sich nicht entscheiden <will>, dann hat man eben diese Scheiß-Angst, daß man zwischen den Sesseln sitzenbleibt.

Dabei ist es überaus wichtig, daß es auch diese „Löcher in der Mauer“ gibt, diese „Schwachstellen“, diese „Leaks“. Denn Mauern bauen Spannungen auf, Schwachstellen bauen Spannungen ab, und ist das Leben nicht ein ewiger Zyklus zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Kraft und Schwäche, zwischen Siegen und Verlieren?

Die erste Frau

1.

Nachdem Walter seinen Tagebucheintrag geschrieben hatte, lud er das Ergebnis auf seine Homepage hoch.

Manchmal fragte er sich, warum er das tat, denn die Statistik zeigte ihm, daß durchschnittlich höchstens fünf Leute am Tag seine Homepage besuchten.

Dennoch war da ein prinzipieller Unterschied zwischen „öffentlich“ und „privat“, der mehr in ihm selber begründet war. Er hatte eine unsägliche Angst, daß irgend jemand, der ihm nicht so wohlgesinnt war, seine privaten Gedanken gegen ihn verwenden könnte. Andererseits mußte er seine Gedanken irgendwie „loswerden“. Und das Internet hörte zumindest geduldig zu.

Das Internet gab ihm schließlich auch die Möglichkeit, mehr oder weniger anonym seine Gedanken von sich zu geben, was ihm sehr entgegenkam. So war er zumindest vor Nachstellungen durch Privatpersonen geschützt, und mit dem Staat an sich legte er sich ja doch nicht an – das könnte trotz Quasi-Anonymität schlecht ausgehen, wie er wußte.

Sein größter Schutz war natürlich seine Unwichtigkeit. „Bevor der Big Brother wegen dir Überstunden macht, geht er lieber mit der Big Sister auf ein gutes Abendessen und macht sich einen schönen Abend“, hatte ihm ein netter Kollege einmal gesagt.

Damals – Walter war etwa 38 Jahre alt – humpelte das Internet noch wie ein einbeiniger Pirat durch die Welt und es dauerte mehrere zig Sekunden, bis der jeweilige Beitrag für das Tagebuch hochgeladen war.

Das gab ihm die Möglichkeit, in Ruhe über das Geschriebene nachzudenken und bei Bedarf nochmal nachzubessern.

Ja, Veronika hatte recht, er nahm sich zu wichtig, aber andererseits war seine Geschichte es durchaus wert, für die Nachwelt aufgehoben zu werden. Die Jahrzehnte würden es weisen, dachte er sich.

So zurückgeworfen auf die eigene Problematik der Unwichtigkeit, machte er sich daran, schön langsam hinüberzudämmern in jene bessere nächtliche Welt, in der wir alle Parameter im Griff haben, und dennoch glauben, „es passiert“ uns ein Erlebnis.

Im Traum bekommen wir „von außen“ ein Feed Back, das in Wirklichkeit „von innen“ kommt. Walter hätte gerne dieses „Feed Back der Seele“ interpretiert, doch leider – oder Gott sei Dank – konnte er sich in den allermeisten Fällen am nächsten Tag nicht mehr an seine Träume erinnern.

Diese Ungewissheit – hatte er Albträume oder war im Traum alles mehr oder weniger „himmelblau“ – spiegelte seine eigene Zerrissenheit wider.

War er ein „braver Familienvater“ oder ein „Rebell“?

Tat er „nur seine Pflicht“ oder „wuchs er über sich selbst hinaus und vollbrachte Heldentaten“?

War er ein „Häuptling“ oder ein „Indianer“?

Er wußte es nicht – wie er so vieles nicht wußte – und es blieb ihm für diesen Tag nur die Flucht in den Schlaf.

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Meint

Euer Christoph