Den Letzten beissen die Hunde

Oktober 29, 2012

Ich glaube, in meiner Erzählung „Das dritte Kind“ (genau genommen im ersten Teil „Prolog“) habe ich öfters das Verhältnis zwischen Tester und Entwickler thematisiert.

Da ist einerseits der Entwickler, der aus den Anforderungen des Kunden letzten Endes ein Programm entwickelt (und da ist dieser Name „Ent“wicklung wirklich passend, denn die Anforderungen des Kunden sind oft ziemlich „ver“wickelt und müssen schön vorsichtig zu konkreten Anweisungen für den Prozessor „ent“wickelt werden).

Andererseits können aber auch Fehler passieren, sodaß man letzten Endes auch testen muß, ob das Programm dann wirklich das tut, was sich der Kunde wünscht.

Und so fühlt sich der Entwickler ziemlich sicher, wenn er weiß, daß das Programm von einem guten Tester getestet wird – der Tester ist sozusagen das O.B. des Entwicklers (im besten Sinne).

Aber wer hilft dann dem Tester aus seiner Gewissensnot? Denn dieser kann ja auch Fehler machen und z.B. einen Fehler übersehen.

So zieht sich das sogenannte 4-Augen-Prinzip durch die gesamte Entwicklung jedwedes technischen Systems.

Der Tester wird wiederum entlastet, indem der Projektmanager seinen Sanktus gibt und das Produkt „freigibt“. Der Lieferant wird entlastet, wenn der Kunde das System entgegennimmt und Abnahmetests durchführt. Diese wiederum werden entlastet, indem man ausgesuchte Endkunden (friendly users) gratis mit dem System „herumspielen“ läßt und letzten Endes hat man einen mehr oder weniger guten User Support, der dem Endkunden hilft, wenn er Probleme hat.

All das muss natürlich der Endkunde finanzieren (entweder direkt, oder indem er Werbung „über sich ergehen läßt“).

Durch dieses abgestufte System wird sichergestellt, dass niemand allzu viel Verantwortung tragen muß und alle können mehr oder weniger gut schlafen dabei.

Ganz im Gegensatz der Ansatz, der im Film „Der Untergang“ beschrieben wird. Alle Hoffnung wird auf einen einzigen Menschen gesetzt („Der Steiner wird uns retten“) und als dieser dann „versagt“, gibt es Wutausbrüche und Tobsuchtsanfälle, die aber allesamt nichts nützen.

Das sogenannte „Tragen der Verantwortung“ wird dann dadurch pervertiert, dass sich der Führer durch Selbstmord aus dem Staub macht.

Hmmmm, jetzt bin ich ein wenig vom Thema abgeschweift

Meint
Euer Christoph


The Sound of Vienna

Oktober 17, 2012

Also, ich bin baff.

Jetzt hat doch tatsächlich der Admin dieses Forums : http://vrmlserver.xooit.com/t510-Blaxxun-Community-Platform-7.htm

mein Projekt http://simulrr.sourceforge.net weiterempfohlen.

Und dann hat er auch noch die „Frechheit“, meinen Avatar einfach festzulegen: Das Wiener Wappen!!!!!

Ich fühle mich geehrt, sowas von geehrt. Stolzbin 🙂

Aber die Ehre gebührt natürlich meiner Heimatstadt, selbstverständlich.

Alles liebe
Euer Christoph


First Contact (Das dritte Kind)

Oktober 6, 2012

Vom „dritten Teil des „Dritten Kindes““ ist ja noch nicht viel da (siehe die Skizzen auf https://letztersein.wordpress.com/drehbuchseite/), aber ich habe jetzt eine erste Idee, wie das erste Zusammentreffen der drei Hauptfiguren funktionieren könnte.

Man könnte die drei (Lieserl, Conrad Peter und Otto) ja bekanntlich als Metaphern für „die Telekommunikation“, „SMUOS“ und „DIGITS“ auffassen, aber mir ist jetzt eine neue Interpretation eingefallen.

Was wenn man sie als Metaphern für die drei Hauptkasten interpretiert:

Lieserl ist der Philosoph/Gelehrte
Conrad Peter ist der Krieger
und
Otto ist der Händler.

Na gut, hier der Textausschnitt:

Lg bis zum nächsten Mahl

Meint Euer Christoph

Identitäten und Geschäfte

6.

Lieserl und Conrad Peter stehen in einer einsamen Sackgasse in der Nähe einer Fabrik. Sie haben Zuflucht unter dem Schatten eines Baumes genommen.

Lieserl: „Heisser Tag heute, ziemlich jedenfalls.“

Conrad Peter: „Wo er nur so lange bleibt?“

Hinter dem Gebäude kommt ein junger, schlanker Mann hervor, der sich behutsam nähert.

Otto: „Ich bin ‚Nummer Eins‘, und wer seid Ihr?“

Conrad Peter: „Ich bin ‚Mister Cheesy‘ und das hier ist meine Auftraggeberin.“

Otto: „Heutzutage mischen Frauen schon überall mit. Hat sie eine Ahnung von der Materie?“

Lieserl (empört, aber offensichtlich vom altmodischen Macho-Gehabe ein wenig beeindruckt): „Ich studiere Astrophysik. Da werde ich mich doch mit läppischen Geodaten für eine Eisenbahnstrecke auskennen!“

Otto: „Na na, diese Daten sind vom Feinsten!“ (hält Conrad Peter einen USB-Stick hin)

Conrad Peter: „Gut, das werde ich gleich mal prüfen“ (er zieht einen Laptop hervor und steckt den USB-Stick an).

Lieserl: „‚Nummer Eins‘. Also eine Ziffer. Hast du dir schon mal überlegt, daß die Ziffern auf einem Ziffernblatt in Wirklichkeit überflüssig sind? Jedenfalls, solange man einen festen Bezugspunkt hat, an dem man den Zwölfer ‚aufhängen‘ kann?“

Otto: „Das ist mir zu hoch. Davon verstehe ich nichts. Ich bin nur ein Händler, der gegen gutes Geld gute Ware liefert.“

Lieserl: „Ich meine nur, die sogenannten ‚großen Nummern‘ sind manchmal ganz schön überflüssig“ (denkt ein wenig nach), „oder auch die kleinen“ (lächelt).

Conrad Peter ist mit seiner Prüfung fertig.

Conrad Peter: „OK, die Ware ist gut, wieviel?“

Otto: „Zweihundert“

Conrad (schaut zu Lieserl, diese nickt): „Ist in Ordnung.“


Lernen Sie Geschichte, Herr Reporter…

Oktober 2, 2012

…war eines jener vielen Zitate, mit denen Bruno Kreisky in die Geschichte eingegangen ist.

Aber was ist denn jetzt die Basis der Zifferngeschichte? http://erstersein.wordpress.com/about

Zur Geschichte der Ideen (also von DIGITS, SMUOS, MRGC usw.) muss man anmerken, dass ein wesentlicher Ausgangspunkt darin bestanden hat, die Bezeichnung F-117A zu meditieren.

Warum heisst ein Bomber „F“ und nicht „B“? War geplant, dass er fuer die B-2 „Geleitschutz“ fliegt, um sie vor „boesen“ elektromagnetischen Wellen zu schuetzen?

Warum „A“? Wenn es eine „A“-Version gibt, dann gibt es auch eine „B“-Version (bzw. eine endgueltige Version ohne „A“).

Kann eine F-117A im Rueckenflug fliegen?

117 kann aus der Sicht des Programmierers auch bedeuten (1)-(1)-(7) gleich (1)-(1)-(-1). Was waren das fuer drei „Dinge“, die in den 80er Jahren entstanden sind, wobei aber das dritte „nicht wirklich“ existiert, oder „nicht notwendig“ ist, oder eben ein „Gegenlaeufer“ ist?

Fragen ueber Fragen.

Meint
Euer Christoph