Universum oder Realität

Juni 22, 2019

Lange habe ich gezögert, aber jetzt habe ich endlich den Untertitel des Blogs geändert.

Statt „Dieses Blog diskutiert einige Aspekte des Universums“ prangt nun dort oben „Dieses Blog diskutiert einige Aspekte der Realität„.

Warum dieser Sinneswandel?

Nun, um es kurz zu machen, für mich ist die Realität der allgemeinere Begriff. Er umfasst mehr Themen als der Begriff des Universums umfasst.

Mit „Universum“ meinen wir ja gemeinhin den Teil der Schöpfung, der von den Naturwissenschaften erforscht wird, also letzten Endes von der Physik.

Zur „Realität“ zähle ich aber noch weitere Dinge und Wesenheiten, die von der Physik nicht beschrieben werden – nicht beschrieben werden können -, mit denen ich mich aber spätestens seit dem Schreiben der „Kleinen religiösen Büchlein“ beschäftige.

Als ein „Teil der Realität“ würde ich alles das bezeichnen, das „mit sich selbst ident ist“, also alles, das ETWAS ist. Ob das NICHTS zur Realität zählt, darüber kann man sich also noch streiten 🙂

Meint

Euer Christoph


Vom richtigen Zeitpunkt

Juni 20, 2019

Da setzt man Zeichen, da setzt man Taten, weil man glaubt, JETZT sei die Zeit dazu, weil man sich berufen fühlt, diese Dinge zu tun, weil man denkt, das Universum oder eine seltsame Macht im Universum hätte einen beauftragt.

Und man fühlt die bittersüße Verantwortung, weil man SELBST es war, der den Zeitpunkt bestimmt hat.

Ist das schön? Ist das schon das Folgen einer Berufung? Ist das ein Fügen in die Vorsehung? Die ja ohnehin durchgeführt wird.

Und manchmal sehnt man sich nach Führung. Nach einem „geistlichen Leiter“, der einem im Wirrwarr der eigenen Gefühle weiterhilft.

Man möchte „aussteigen“, nicht mehr die „ganze Verantwortung alleine tragen“ und nicht mehr selbst den Zeitpunkt bestimmen.

Ist das Verantwortungslosigkeit?

Ist es Denkfaulheit?

Oder wäre es ein „besseres Leben“?

Meint
Euer Christoph


SrrTrains Quo Vadis?

Juni 9, 2019

Wie ich bereits auf dem anderen Blog mitgeteilt habe, gibt es zur Zeit Probleme im Zusammenhang mit meinem Programmier-Hobby.

Es geht um nichts weniger als um die Richtungsentscheidung, ob ich in Zukunft

  1. nur klassische X3D Player
  2. W3C Web Standards
  3. Beides

im SrrTrains Projekt verwenden möchte.

Eng damit verbunden sind Fragen wie

  • Bleibt es ein Hobby Projekt?
  • Was wird aus SP-ARK?
  • Was wird mit mir?

Meint
Euer Christoph


Himmlische Zeit – Literarische Zeit

April 28, 2019

Vor ein paar Tagen ging es in einer Diskussion auf Pater Hagenkords Blog (siehe den Links rechts unter „ÄHNLICHES“) um die Frage, wann denn nun genau der Zeitpunkt des Sündenfalls war. War das das „Apfelessen“ der Stammeltern oder war es eher erst die Ermordung Abels durch Kain?

Diese Diskussion hat mich angeregt, mal wieder ein bisschen über die „himmlische Raumzeit“ nachzudenken.

Ist es nicht so, dass die himmlische Raumzeit eher eine „literarische“ Raumzeit ist?

Also nicht ein Geschehen, das an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit stattfindet, sondern ein Geschehen, das sich immer wieder „vergegenwärtigen“ läßt.

Im Gebet, in der Liturgie, durch Lesen in der Bibel und so weiter.

Trotzdem ist Bibel mehr als bloße „Literatur“, mehr als „Fiktion“. In Jesus Christus, letzten Endes in allen Priestern, Königen und Propheten begegnen einander die Raumzeiten.

Die Kreuzestat hat TATSÄCHLICH stattgefunden, zur Zeit des Königs Herodes, im Raum Palästina.

Das ist eine konkrete irdische Raumzeit, in der uns die himmlische Raumzeit – wieder einmal – „berührt“ hat.

Und so ist es auch mit jeder anderen Offenbarung, und nicht nur mit diesem „größten aller Wendepunkte“.

Immer dann, wenn Himmel und Erde einander „berühren“ – was nur in Christo möglich ist -, dann gibt es „tatsächliche Erlebnisse“, die aber aus einem nebulösen, himmlischen, Jenseits gespeist werden, das unseren Sinnen nicht immer und überall zugänglich ist.

Meint
Euer Christoph


Leerlauf?

März 31, 2019

Nun ist Leerlauf bei einem Auto nichts Schlechtes.

Wenn die Straße sanft bergab führt, kann man elegant dahingleiten – der Schwerkraft folgend sich dem Ziel annähern.

Und habe ich nicht vor einem Jahr – im März 2018 – definiert bzw. festgestellt, dass die Ziele meiner Hobbyprojekte eigentlich erreicht sind und dass ich fürderhin nur mehr aus „Spass an der Freud“ die Software weiter entwickle.

Ohne Stress.

Ohne Vorgaben.

Das hat auch ganz gut geklappt, aber in letzter Zeit fühle ich mich wieder „gerufen“,  „wichtig“ und „noch nicht verstanden“.

Deshalb habe ich jetzt wieder zu „predigen“ begonnen und FAST hätte ich das SP-ARK Projekt gestartet.

Letzten Endes eine Manie,  in der man glaubt, bei der „Rettung der Welt“ behilflich zu sein.

Man kann das mit einem Tritt aufs Gaspedal vergleichen, OBWOHL man im Leerlauf unterwegs ist.

Der Motor heult auf, es wird viel Lärm um Nichts erzeugt und letzten Endes tut es weder dem Motor noch der Kupplung gut.

Es fehlt immer noch die Community.

Meint

Euer Christoph


Der Himmel

März 23, 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

Jetzt ist das zwölfte „kleine religiöse Büchlein“ fertig. Die letzten drei Kapitel

  1. Über den „freien Willen“
  2. Der Himmel
  3. Arme Schmetterlinge

sind jetzt auch in einem akzeptablen Zustand und man findet das Büchlein bei den anderen.

Eine schöne neue Woche
Euer Christoph


Ist freier Wille ein „Geschenk des Teufels“?

März 2, 2019

Seit einiger Zeit schaue ich hie und da auf dem Blog von Pater Bernd Hagenkord vorbei.

Das ist ein Blog, wo – im Dunstkreis von Radio Vatikan – über kirchliche Themen offen diskutiert wird, und das Blog gefällt mir eigentlich sehr gut (hab’s auch rechts in die Links aufgenommen).

Vor ca. einer Woche ging es dort um das Thema, ob sich denn die Lehre nach dem Leben richten soll oder das Leben nach der Lehre (siehe hier).

Nun habe ich die Lust verspürt, über dieses Thema – eigentlich handelt sich dabei um das Thema des „freien Willens“ – auch ein paar Worte zu schreiben.

In meinem zehnten religiösen Büchlein „Vom Leben“ zitiere ich auch die Stelle aus dem Buch Genesis, wo in einer literarisch sehr gelungenen Art und Weise eine metaphernhafte Schilderung des Falls des Menschen beschrieben wird, Ihr wisst schon – Schlange und Apfel.

Falls jemand die Stelle nicht kennt, hier noch eine Kopie:

Gen 3,1 Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte. Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?

Es begann mit einer Lüge des Teufels (nur von dem einen Baum durften sie nicht essen) !!!!!!!!!

Gen 3,2 Die Frau entgegnete der Schlange: Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen;

Gen 3,3 nur von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Davon dürft ihr nicht essen und daran dürft ihr nicht rühren, sonst werdet ihr sterben.

Gen 3,4 Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben.

Gen 3,5 Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.

Gen 3,6 Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er aß.

Gen 3,7 Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz.

Ihr Selbstbewußtsein bekam einen „Knacks“, weil sie erkannten, dass sie gesündigt hatten!!!!!!!!!

Gen 3,8 Als sie Gott, den Herrn, im Garten gegen den Tagwind einherschreiten hörten, versteckten sich Adam und seine Frau vor Gott, dem Herrn, unter den Bäumen des Gartens.

Gen 3,9 Gott, der Herr, rief Adam zu und sprach: Wo bist du?

Gen 3,10 Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich.

Gen 3,11 Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?

Gott weiss eh alles!!!!!!!!!

Gen 3,12 Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben und so habe ich gegessen.

Schuldzuweisungen!!!!!!!!!

Gen 3,13 Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt und so habe ich gegessen.

Gen 3,14 Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht / unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. / Auf dem Bauch sollst du kriechen / und Staub fressen alle Tage deines Lebens.

Gen 3,15 Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, / zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. / Er trifft dich am Kopf / und du triffst ihn an der Ferse.

Das sogenannte Protoevangelium weist schon auf Maria und Jesus hin!!!!!!!!!

Gen 3,16 Zur Frau sprach er: Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. / Unter Schmerzen gebierst du Kinder. / Du hast Verlangen nach deinem Mann; / er aber wird über dich herrschen.

Gen 3,17 Zu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. / Unter Mühsal wirst du von ihm essen / alle Tage deines Lebens.

Gen 3,18 Dornen und Disteln lässt er dir wachsen / und die Pflanzen des Feldes musst du essen.

Gen 3,19 Im Schweiße deines Angesichts / sollst du dein Brot essen, / bis du zurückkehrst zum Ackerboden; / von ihm bist du ja genommen. / Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.

Gen 3,20 Adam nannte seine Frau Eva (Leben), denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.

Gen 3,21 Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Röcke aus Fellen und bekleidete sie damit.

Gott stützt das Selbstbewusstsein des Menschen!!!!!!!!!

Gen 3,22 Dann sprach Gott, der Herr: Seht, der Mensch ist geworden wie wir; er erkennt Gut und Böse. Dass er jetzt nicht die Hand ausstreckt, auch vom Baum des Lebens nimmt, davon isst und ewig lebt!

Gen 3,23 Gott, der Herr, schickte ihn aus dem Garten von Eden weg, damit er den Ackerboden bestellte, von dem er genommen war.

Gen 3,24 Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Kerubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten.

Zu dieser Stelle muss man also sagen, dass es sich um die erste Schulstunde der Menschheit gehandelt hat. Der Teufel klärte den Menschen darüber auf, dass er werde wie Gott, wenn er von dem Baum esse.

Hat also der Teufel dem Menschen den freien Willen geschenkt, gegen Gottes Gesetz zu verstoßen?

Nein, er hat ihm nur den Mund wässrig gemacht – er hat ihn verführt. Manchmal nennen wir den Teufel ja auch „den Verführer“.

Und was macht Gott?

Er kann nicht anders, als den Willen des Menschen zu akzeptieren (denn ER hat ihm die Freiheit geschenkt).

Der Mensch wollte sterben müssen, und somit muss er sterben müssen. Der Baum des Lebens ist fortan unerreichbar.

Solange, bis Christus auf der Spielfläche erscheint, aber das ist die neue Geschichte, von der ich demnächst berichte.

Meint

Euer Christoph