Meint
Euer Christoph
Die Virtualisierung der menschlichen Gesellschaft
September 4, 2017Die Menschen scheuen sich davor, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen.
Die Realität bleibt immer die ferne Unbekannte.
Und wir ziehen uns – sozusagen in einem neuen Biedermeier – zurück in die virtuellen Welten von Facebook, Twitter, Instagram, Youtube und wie sie alle heissen.
Beginnend in der Geborgenheit des Mutterleibs, sollte der Lebensweg eines Menschen darin bestehen, der Wahrheit – der Realltät – immer näher zu kommen.
Solange, bis wir mit dem Erdreich wieder eins werden und aufgehen im Universum.
Jedoch wir – anstatt dass wir uns immer näher an die Realität annähern – wir fliehen in immer neue virtuelle Gebärmütter, in denen wir uns geborgen fühlen.
Zurück zur Natur!
Zurück in die Ausgesetztheit des realen Lebens!
Möchte man rufen.
Doch wir haben Angst. Wir sind antriebslos. Wir machen uns Sorgen. Wir sind wütend, dass uns die Geborgenheit des Mutterleibs gestohlen wurde.
Und vor der Geborgenheit des Erdreichs fürchten wir uns.
Wir suchen Geborgenheit in virtuellen Welten, und wissen doch, dass diese Welten nur von kurzer Dauer sein werden. Provisorien. Notlösungen.
Wo bleiben echte Beziehungen, echte Gefühle und echte Geborgenheit? Ein echtes Zuhause?
Meint
Euer Christoph
Wenn die Digitalisierung so weitergeht,…
Juli 24, 2017…werden wir alle wieder lernen müssen, wie die „gute alte L8 Verschlüsselung“ funktioniert.
Die Weltreligionen werden dabei die Nase vorn haben 🙂
Meint
Euer Christoph
Von der Identität
Juli 17, 2017Wie Ihr wisst, hatte ich ein paar „Kleine religiöse Büchlein“ geschrieben (siehe Kleine religiöse Büchlein ) und möchte noch eines hinzufügen, das „Von der Identität“ handeln wird.
Hier jetzt erste Textproben:
Das ist eine Puppe
Im Büchlein „Über die Realität“ habe ich mich zu einem Satz verstiegen, wo ich behaupte:
Alles, was mit sich selbst ident ist, ist ein Teil der Realität.
Die Identität ist eine wesentliche Sache, wenn wir Menschen das Universum erfassen.
Und es ist tatsächlich so simpel, dass man es einem kleinen Kind nicht erklären muss.
Ganz einfach geht die Identitätsbildung vor sich, indem man einem Kind einen Gegenstand zeigt und dazu sagt:
„(Das ist ein) Ball“
oder
„(Das ist eine) Puppe“.
Das ist eine natürliche Sache, die sehr simpel funktioniert.
Erst später beginnen wir, darüber nachzudenken.
Wenn der Puppe ein Arm ausgerissen wird, und wir ersetzen den Arm durch einen Ersatzarm – ist das immer noch dieselbe Puppe?
Angenommen, ich ersetze an einem Ding einen Teil nach dem anderen, bis alle Teile ersetzt worden sind. Bleibt es immer noch dasselbe Ding?
Wie ist das mit den Elektronen in einem Molekül?
Kann man da die einzelnen Elektronen voneinander unterscheiden? Handelt es sich immer um dieselben Elektronen? Oder sprechen wir nicht viel eher von einem „Elektronengas“ oder von unanschaulichen „Quantenzuständen“?
Sind Atomkerne mit sich selbst ident? Könnte man alle Atomkerne der Welt – zumindest theoretisch – durchnumerieren und man hätte dann lauter individuelle Atomkerne?
Oder wabert das ganze Universum als eine undefinierbare Materiewolke vor sich hin und die Identitäten, die wir wahrnehmen, sind eigentlich Schimären, die unsere Eltern uns eingeredet haben?
Na, und bei den materiellen Realitäten – also bei Atomen und Molekülen – nennen wir sie einfach einmal „die Wirklichkeit“ – ist es ja noch vergleichsweise einfach.
Aber was ist mit den immateriellen Realitäten – nennen wir sie einfach mal die „Wahrheit“?
Ist Darth Vader immer derselbe, ganz egal, ob er von John im mittleren Westen, von Jacques in Paris oder von Erik in Norwegen perzipiert wird? Meinen wir alle dasselbe, wenn wir von Darth Vader sprechen, lesen und hören?
Der Streit geht auseinander, manche Leute behaupten, literarische Wahrheiten seien klarer definiert als so manche historischen Wahrheiten. Über Peter Pan wissen wir mehr, als über den historischen Jesus Christus – das neue Testament ist kein Geschichtsbuch, sondern eine Sammlung von Geschichten, wenngleich einige historische Tatsachen zugrunde liegen.
Und so ist diese grundlegende Frage, dieses „Was ist das?“, bzw. dieses „Wer ist das?“ eine Frage, die uns nie ganz losläßt, nie ganz loslassen wird.
Zeit, darüber ein kleines Büchlein zu schreiben.
Identität ist notwendig für Beziehung
Wenn mir meine Mutter gesagt hat „das ist ein Ball“, dann hat sie mir ermöglicht, mit dem Ball in Beziehung zu treten.
Und sie hat mir ermöglicht, anderen Menschen über meine Beziehung zu dem Ball zu erzählen: „Böser Ball hat mir weh getan“.
Identität folgt also nicht aus den Naturgesetzen, sondern Identität ist eine notwendige Voraussetzung, um Modellbildung betreiben zu können.
Erst nach der Modellbildung sind wir überhaupt in der Lage, Naturgesetze zu formulieren.
Sollte z.B. ein Quantentheoretiker unter meinen Lesern das Gegenteil herleiten können, bitte ich darum, mich zu korrigieren.
So liege der Verdacht nahe, dass die Identität etwas sei, das wir Menschen hauptsächlich aus psychosozialen Gründen benötigten, und das wir aus diesem kühlen Grunde „in das Universum hineininterpretierten“.
Damit wir uns nicht so verdammt alleine fühlten, beseelten wir die Natur, dächten uns alle möglichen Götter aus und ausserdem glaubten wir, dass der Mensch dazu erschaffen sei, die wahre Liebe zu finden.
Ewige Sehnsucht.
Aber auch ewige Triebkraft.
Einander kennzulernen, die wahre Identität zu entdecken, was versteckt sich hinter der Fassade?
Neugier.
Hoffnung.
Und Enttäuschung.
Reif durch Enttäuschung
Eine Enttäuschung ist immer auch eine Ent-Täuschung.
Nach einer Enttäuschung ist man um eine Täuschung ärmer, aber auch um eine Erfahrung reicher.
Und man ist näher an der Wahrheit. Wahres Ziel unserer Sehnsucht.
Nicht mehr ge-täuscht, sondern ent-täuscht.
Es gibt (nur) einen Gott
„Oida, ich sag‘ Dir. Mein Gott ist besser als Deiner. Der wird ihn fertig machen. Sag‘ ich.“
Es gibt immer noch Menschen, die an den Spruch glauben „Wir sind die Guten und die Anderen müssen besiegt werden“.
Jetzt kommt die Ent-Täuschung: „Du, und ich, wir glauben an denselben Gott – es gibt nur einen“.
Wenn wir uns streiten, dann stellen wir uns beide gegen Gott, den Herrn des Universums, der unser Vater ist und unser Bestes will.
Es gibt nichts, was so sehr mit sich selbst ident ist, wie dieser Gott.
Und wenn wir auch ein Fünkchen dieser Identität, dieser Gegenwart, in uns spüren, dann sind wir schon große Hoffnungsträger.
Diese große Einigkeit, dieser große Frieden, diese Gelassenheit, diese Freude, dieses Kindsein und diese Hoffnung.
Wo Rauch ist, ist auch Feuer
Mai 28, 2017Stimmt das?
Darf man aus Indizien auf Fakten schließen?
Hmmmmmmm.
Es ist schwierig, wenn man einer „Schimäre“ nachrennt und immer nur Ahnungen hat, aber keine Zeugenaussagen.
Wenn aber alles „passt“ und niemand eine bessere Erklärung hat?
Wenn man mit Hilfe dieser „Schimäre“ tatsächlich in die Zukunft schauen kann und es kommt tatsächlich so, wie man geahnt hat?
Wenn man zu den Menschen hinkonvergiert, die einem dann die Wahrheit berichten können?
Finanzieller Erfolg ist kein Beweis für Wahrheit.
Wahrheit ist, „wenn’s stimmt“.
Meint
Euer Christoph
Brief an meine Tochter – 2017-05-25
Mai 28, 2017Betreff: SrrTrains – die ganze Geschichte – aus heutiger Sicht
Liebe C.!
Begonnen hat die ganze Geschichte damit, dass ich
a) im Zuge meiner Diplomarbeit (1993 – 1997) draufgekommen bin, dass man mit Hilfe von GPS Uhren hochgenau synchronisieren kann
b) eine Fernsehdokumentation über die F-117A (den ersten Tarnkappenbomber „Night Hawk“) gesehen habe
Beides zusammengenommen war ich dann der Meinung, dass sowohl GPS als auch TCP/IP (das Internet) nur deswegen erfunden worden sind, damit der Tarnkappenbomber fliegen kann (technische Details kann ich Dir gerne erklären, im Prinzip geht es um „bistatisches RADAR“).
Also hatte der Tarnkappenbomber (der in meiner Phantasie mit der Metapher „Darth Vader“ gleichgesetzt wird) zwei Kinder, nämlich GPS (Leia) und TCP/IP (Luke). Das ist natürlich nur eine Metapher.
Weil mir niemand bestätigen oder widerlegen konnte, ob ich recht habe, war das eine sehr anstrengende Zeit – Du musst Dir vorstellen, Du hast etwas Grundlegendes entdeckt, aber niemand bestätigt oder widerlegt es, alle gehen aber davon aus, dass Du verrückt bist, insbesondere Deine Frau.
Nun kam ich dahinter, dass Darth Vader noch ein drittes Kind gehabt haben könnte: was wäre, wenn die 3D Graphik auch ein Kind der Tarnkappentechnologie wäre? Technische Details auf Nachfrage.
Das führte im Jahr 2000/2002 zur Erfindungsmeldung DIGITS. Siemens hat mir diese Erfindung dann freigegeben. Da Siemens nicht wusste, wie man damit Geld machen soll, haben sie mir die Verantwortung umgehängt. Damals gab’s noch kein Google Earth, aber wie ich später nachgelesen habe, war es bereits in Entwicklung.
Ausserdem bekam ich den Hinweis, dass ich nicht immer nur an die F-117A denken soll, sondern auch an Drohnen (und Roboter).
Dann habe ich die „Zifferngeschichte“ (Geschichte von DIGITS) geschrieben.
Im Jahr 2005 (Einstein’s Jahr!) war die Ideenfindung für die Idee DIGITS abgeschlossen, das ich immer noch mit mir herumtrage.
Im Jahr 2007 habe ich mein erstes Blog begonnen, weil ich gefühlt habe, dass ich über diese Idee veröffentlichen MUSS (Web 2.0 kam mir damals zu Hilfe).
Dann habe ich die Zifferngeschichte veröffentlicht und begonnen die Erzählung (genau genommen die „Drehbuchskizzen“) „Das dritte Kind“ zu schreiben.
Bei Siemens habe ich 2007 die Idee „SIMULRR“ abgegeben, die zu Ostern 2008 freigegeben worden ist (auch hier wollte Siemens nicht die Verantwortung übernehmen).
Zu Ostern 2008 habe ich mit dem X3D Hobby begonnen – zuerst mit einem Rollercoaster Projekt.
Frühling 2009 war ich sicher, dass man X3D für die virtuelle Modelleisenbahn verwenden kann und habe mit dem „SrrTrains v0.01“ Projekt begonnen.
März 2010 musste ich die Firma wechseln (das hat sich schon 2009 abgezeichnet). März 2010 war auch die „erste LAN Party“ des SrrTrains v0.01 Projekts.
Dann kam noch die Idee dazu, die „unteren Schichten“ von SrrTrains „zu begraben“ (eine Schicht tiefer zu legen) – das ist SMUOS – und es kam die Idee dazu, die virtuelle Multiuser Szene mit der „real reality“ zu verbinden (SMS = Simple Multiuser Scene).
Das Blog erstersein.wordpress.com wurde von zweitersein.wordpress.com abgelöst, als ich begann, den zweiten Teil des „dritten Kindes“ zu schreiben. Das dritte und letzte Blog heisst jetzt letztersein.wordpress.com.
Es gibt eine Master-Page, das ist die „Page der ignatio-franziskanischen Revolutionsassistenten“, die ich halb im Scherz und halb ernsthaft gegründet habe
https://letztersein.wordpress.com/die-projekte/
Ein paar inoffizielle Dinge findet man auf http://members.chello.at/christoph.valentin
Jetzt aber ein großes Danke, dass Du diese E-Mail zuverlässig aufheben wirst, und stress Dich nicht beim Lesen, Du hast alle Zeit der Welt 🙂
Bussi
Papa
Büchlein „Vom Bösen“ – fertig
April 16, 2017Das achte „Kleine religiöse Büchlein“ ist kürzer geworden, als erwartet.
Es heisst „Vom Bösen“ und ist a hier zu finden.
Schöne Ostern
Euer Christoph
Metaphernwelten
März 13, 2017Wie Ihr wisst, war ich in meiner Zifferngeschichte und in meinem Werk „Das dritte Kind“ auf der Suche nach Metaphern, um über Dinge zu schreiben, über die man eigentlich nicht schreiben sollte.
Auf der Meta Ebene habe ich jetzt ein wenig Ordnung gemacht um die doch sehr konfusen Paper auf der Drehbuchseite dann demnächst durch ein besseres Papier zu ersetzen.
Mit diesem kleinen Paper möchte ich meinen Lesern folgende Gedankengänge näherbringen.
- die Architektur einer SMS (Simple Multiuser Scene / Simple Multiuser Session)
- diverse Analogien, um diese Architektur in Metaphern und Allegorien verstecken zu können
- ist Religion nicht nur eine Ansammlung von Metaphern, die es uns ermöglicht über Dinge zu reden, über die man sonst nicht reden könnte?
- Sind Metaphern nicht ohnehin notwendig, damit man über das Leben reden kann, ohne daran zu verzweifeln?
- Wenn wir unsere Phantasie nicht hätten, dann könnten wir gleich einpacken
Und hier das Paper: Meta Gedanken zum dritten Kind
Meint
Euer Christoph
Die Größe der Verantwortung ……
Februar 16, 2017……und der Rückzug ins Biedermeier.
Vorgestern ist ein junger Mann in die U-Bahn eingestiegen, der in einem offensichtlich ängstlich-nervösen Streß immer wieder auf seinem Smartphone herumgewischt hat.
Und das ist doch der Kern der Sache:
Unsere künstlichen Sinnesorgane vergrößern unser Einzugsgebiet – unseren Rayon, bzw. unser Habitat – und lassen in uns das Gefühl aufkommen, dass wir für immer größere raum-zeitliche Gebiete des Universums verantwortlich seien.
Abgesehen davon, dass wir unsere wirklichen Verantwortlichkeiten dann meistens hintanstellen, weil die virtuellen Verantwortlichkeiten einfach geiler sind.
Und vielen wird die Verantwortung dann zu groß und sie betätigen den Überlastschutz und verschwinden im Biedermeier, wo alles so nett und klein und überschaubar ist.
Meint
Euer Christoph
Über die Realität
November 9, 2016Nachdem wir hier ein wenig über den Begriff der Realität diskutiert hatten, nämlich
- https://letztersein.wordpress.com/2016/10/22/remote-senses-and-skills/
- https://letztersein.wordpress.com/2016/10/30/anything-is-real-theres-nothing-that-does-not-exist/
- https://letztersein.wordpress.com/2016/11/02/die-heimsuchung-des-geistes/
- https://letztersein.wordpress.com/2016/11/03/wer-ko-der-ko/
- https://letztersein.wordpress.com/2016/11/04/ja-ja-die-phantasie/
,
habe ich jetzt nocheinmal das Wichtigste in einem „Kleinen Religiösen Büchlein“ zusammengefasst, nämlich:
H I E R : https://letztersein.com/wp-content/uploads/2014/03/ueberdierealitaet_0-1.pdf
A L L E „kleinen religiösen Büchlein“ findet man H I E R : Kleine religiöse Büchlein
Meint
Euer Christoph
Veröffentlicht von Yeti