Die Anziehungskraft des schwarzen Vogels

Oktober 19, 2019

Manche Vögel sind faszinierend.

Jahrelang verstecken sie sich vor der Öffentlichkeit, tun ihren Dienst im Hintergrund, niemand fürchtet sich.

Aber dann machen sie sich wieder bemerkbar und erinnern uns an unsere Schwäche und an die Faszination des Geheimnisvollen, Versteckten.

Das sich erst finden läßt, nachdem man unzählige Rätsel gelöst hat. Wie ein Magnet sind sie.

Und manchmal habe ich das Gefühl, dass ICH der Angelhaken bin, mit dem er uns alle noch holen wird.

Meint

Euer Christoph


Extrawürschte

August 26, 2018

Nicht, dass es mich WIRKLICH stören würde, aber ein bisschen geärgert habe ich mich schon auf unserer Urlaubsreise.

Wenn alle Passagiere im Flugzeug schon mit hängender Zunge auf das Essen warten, dann müssen die Stewards und Stewardessen vorher noch Sonderkilometer drehen, weil sie an bestimmte Personen mit besonderen Bedürfnissen einzeln Extrawürschte verteilen.

Nicht, dass es mich stört, wenn jemand besonderes Essen bekommt, aber MUSS man diesen Leuten wirklich ZUERST servieren, wo sie doch den ganzen Betrieb eigentlich nur aufhalten?

Kann man ihnen nicht ZULETZT servieren?

Ich mein ja nur.

Meint
Euer Christoph


Gott ist die Liebe

März 6, 2018

Jetzt ist das zehnte „kleine religiöse Büchlein“ schon in Version 0.3 auf der Büchlein-Seite hochgeladen worden.

 

Das neueste Kapitel auch im folgenden:

Ist es wirklich „nur“ die Liebe

Bereits der Hl. Augustinus hat zu Gott gebetet:

Auf Dich hin – Herr – hast Du uns erschaffen,

und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Dir.

Da wir nun aus dem Johannesbrief wissen, dass Gott die Liebe ist – was dort sehr verschämt in einem Nebensatz erwähnt wird –, können wir messerscharf und logisch darauf schließen, dass sich im Leben alles um die Liebe dreht – also um Gott.

So auch Jesus im Evangelium:

Mk 12,28 Ein Schriftgelehrter hatte ihrem Streit zugehört; und da er bemerkt hatte, wie treffend Jesus ihnen antwortete, ging er zu ihm hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?

Mk 12,29 Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.

Mk 12,30 Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.

Mk 12,31 Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.

Aber, so simpel diese Antwort auch ist, so vielfältig ist die notwen­di­ge Umsetzung im Leben.

Selbst Jesus ist jahrelang als Wanderprediger umhergezogen, nur um diese beiden Gebote den Leuten näherzubringen.

Und heute?

Wieviele Enzykliken, Konzilien, Zusammenkünfte, Bischofs­er­nen­nun­gen, Messfeiern, Beichten, Jungscharstunden, Anbetungen und ähnliche Veranstaltungen benötigen wir, um diese simplen zwei Gebote der Menschheit näherzubringen?

Offenbar ist es nicht so einfach, diese Gebote

  1. zu verstehen und
  2. im Leben tatsächlich umzusetzen.

Es beginnt schon mit einer Definition des Wortes „Liebe“. Im Deut­schen gibt es dafür nur ein einziges Wort. Im Lateinischen gab es min­destens drei Arten von Liebe:

  1. Amor = Liebe zwischen Mann und Frau
  2. Caritas = Barmherzigkeit
  3. Amicitia = Freundschaft

Vielleicht können wir uns dem Begriff der Liebe aus dem Gegenteil heraus – e contrario – nähern.

Ist Haß das Gegenteil von Liebe?

Eher nicht, Haß ist nur ein Gefühl, aber Liebe – insbesondere die Caritas – ist doch deutlich mehr als nur Mitgefühl.

Ist Egoismus das Gegenteil von Liebe?

Schon eher. Aber Jesus sagt: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Man muss sich also selbst lieben, bevor man andere Menschen lieben kann – es gehört also auch Egoismus zur Liebe.

Der Weisheit letzter Schluss bleibt:

Das Gegenteil von Liebe ist Lieblosigkeit.

Darüber wollen wir meditieren.

Meint

Euer Christoph


Ist es wirklich „nur“ die Liebe?

März 3, 2018

Jetzt ist schon angeklungen, worum es im sechsten Kapitel des zehnten „kleinen religiösen Büchleins“ gehen wird.

Das hat schon Augustinus geschrieben: auf Dich hin hast Du uns geschaffen und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Dir.

Und da wir ja aus dem Johannesbrief wissen, dass Gott die Liebe ist, ist es also einfach die Liebe, um die sich alles dreht.

So gut, so einfach. So unproblematisch.

Aber, was zum Kuckuck ist das eigentlich, „Liebe“?

Handelt es sich dabei um ein Gefühl, das dann letzten Endes, endlich, der Frau zum Siege verhelfen wird?

Oder ist es Mitleid, um das es sich handelt?

Oder ist es die Bewunderung der Stärke des „starken Mannes“?

Oder bedingungslose Aufopferung für das Gemeinwohl?

Verzicht auf das eigene Leben im Sinne der Arterhaltung?

Viele Fragen gibt es, wenige Antworten.

Meint
Euer Christoph


Ein Witz zum Thema MeToo

Februar 3, 2018

Im Jahr 1942 leben zwei Emigranten in einem Zimmer mit Küche in New York.

Geht der eine einkaufen.

Kommt er zurück.

„Alles Antisemiten! Ich sag‘ Dir auch hier in den Staaten, alles Antisemiten!“

„Was ist los? Was hast Du?“

„Geh ich in den Supermarkt. Sag ich, ich will Orangen. Fragt er mich:<For Juice?> Sag ich: <Yes>. Gibt er mir die kleinen!“

Meint
Euer Christoph


Vom Leben

Januar 23, 2018

Manch einer behauptet, im Leben drehe sich alles um die Arterhaltung.

Mitnichten.

Im Leben geht es einzig und allein darum, dass wir geliebt werden möchten.

Aber wir suchen die Liebe an falschen Orten.

Wir gehen nicht die richtigen Wege, um die Liebe zu finden.

Und wir verwenden untaugliche Mittel, die uns die Liebe bringen sollen.

Wir können überhaupt niemanden absichtlich dazu bringen, uns zu lieben.

Sollen wir es also aufgeben?

Oder sollen wir Hilfe suchen?

Wer ist es, der die Liebe und das Leben erfunden hat?

Wer ist es, der das „User Manual“ für das Leben und die Liebe geschrieben hat?

Und gibt es nicht sehr viele Menschen, die sich anstrengen, das „User Manual“ tagtäglich zu ergänzen und zu verbessern?

Durch Sekundärliteratur.

Durch Vorbildwirkung.

Durch Solidarität.

Durch Vernunft.

Durch Gewissenhaftigkeit.

Letzten Endes, aber wirklich letzten Endes, auch durch Leistung.

Meint
Euer Christoph


Ungeordnete Gedanken – Brain Storming

Januar 6, 2018

Hallo liebe Leute,

Zur Zeit bin ich wieder mal ein wenig hin- und hergerissen zwischen Gedankensträngen, die sich durch mein Gehirn wälzen.

Nicht, dass ich darüber jammern möchte, aber ich tu’s halt einfach mal.

Da war zuerst die Idee, ein zehntes religiöses Büchlein zu schreiben über das Missverständnis, das sich oft durch unser Leben zieht. Werde ich von den Menschen wirklich geliebt, oder motivieren sie mich nur, um mich dann vor ihren Karren zu spannen?

Wie ist das mit der Liebe? Steckt in der Liebe nicht immer sehr viel Egoismus? Oder sogar Angst?

Nach langer langer Zeit habe ich die Motivationen hinter meinen Hobbyprojekten endlich einigermaßen analysiert. Von Machtgier (Gründen einer Community) über Ehrgeiz (im Web3D Consortium berühmt werden) bis hin zur Angst vor einem Krieg (Bauen einer Arche: https://areasharpa.wordpress.com/2018/01/06/the-greed-and-the-arks/) sind hier alle möglichen dunklen Begierden zu finden.

Aber wo bleibt der hehre Altruismus, den uns das Christentum vorschreibt?

Wo bleibt der „gute Kampf“, den uns Paulus aufträgt?

Ist das Leben nicht ein ständiges Hinfallen und Wiederaufsteh’n?

Dass man sich so einigermaßen immer noch irgendwie in den Spiegel schau’n kann?

Nein, nein, man feiert nicht nur Siege.

Meint
Euer Christoph