Lieber Herr Bundespräsident,

April 30, 2017

ich bin auch der Meinung und habe auch diese Befürchtung geäußert, dass in wenigen Jahren alle Frauen in Österreich Kopftuch tragen werden.

Meine Begründung ist allerdings eine andere als die Ihre.

Frauen werden Kopftuch tragen, nicht aus Solidarität, sondern um sich zu schützen – um sich vor wilden Tieren zu schützen.

So wie das ihre muslimischen Leidensgenossinnen seit Jahrhunderten tun müssen.

Oder – anders herum gesagt: während des tausendjährigen Reiches – das zum Glück nur ca. ein Jahrzehnt gehalten hat – haben einige Menschen gewusst, dass andere Menschen in KZs gesperrt und getötet – ja sogar misshandelt – werden.

Hat man darauf den anderen Menschen empfohlen, „aus Solidarität“ auch ins KZ zu gehen?

Nein, hat man nicht.

Man hat die Welt von diesem Irrsinn befreit.

Meint
Euer Christoph


Absurdokapitalismus

April 28, 2017

Nach dem Neoliberalismus und dem Turbokapitalismus hat uns nun seit über 100 Tagen der „Absurdokapitalismus“ fest im Griff.

Der so absurd ist, dass die Medien gar nicht mehr wissen, wie sie darüber berichten sollen, ohne in ein tragikomisches Gelächter auszubrechen.

Soll man mit den Amerikanern Mitleid haben?

Immerhin sagt man ja, dass jedes Volk die Regierung hat, die es sich verdient hat.

Wie soll das jemals enden?

Ich weiss es nicht, aber vielleicht ist ja der Spruch, der als „Weissagung der Cree“ in die Geschichte eingegangen ist, gar nicht so falsch:

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann

Einen schönen ersten Mai
Euer Christoph


Neues Kapitel – Medias in Res

April 26, 2017

Das achte „kleine religiöse Büchlein“ ist immer noch in Arbeit.

Nach den Kapiteln

  • Ohne Wahrheit kein Gut und kein Böse
  • Ich bin Gott

und

  • Ist jeder seines Glückes Schmied?

ist nun das neueste Kapitel fertig:

  • Medias in Res

Alle Büchlein hier: Kleine Religiöse Büchlein

Liebe Grüße
Euer Christoph


Spielst Du eine Rolle?

Januar 15, 2017

Menschen, denen von Kindheit an eingebläut worden ist, dass sie keine Rolle spielen, sind oft auf der Suche nach einer Rolle, die sie spielen können.

Auf der Suche nach Vorbildern.

Mir ging’s da nicht anders, und auch heute, mit 47 Jahren bin ich immer noch hie und da in der Versuchung, mich zu fragen:

(religiöse Vorbilder)
Was würde der Hl. Christophorus tun?
Was würde Maria tun?
Was würde Jesus tun?
……

(sonstige Vorbilder) – ein bisschen mit einem zwinkernden Auge 😉
Was würde R2-D2 tun?
Was würde Walter aus dem dritten Kind tun?
Was würde Conrad Peter aus dem dritten Kind tun?
Was würde Otto aus dem dritten Kind tun?

Na ja, ich hab‘ mir meine Vorbilder jetzt teilweise schon selber geschrieben als allegorische Figuren, auch nicht schlecht.

Aber jetzt im Ernst.

Man kann solche Vorbilder schon als „virtuelle Berater“ nehmen, aber letzten Endes ist es ein neues Leben, das man lebt, also muss man schon seine eigenen Entscheidungen treffen.

Meint
Euer Christoph


Die erste virtuelle Welt

Januar 13, 2017

Jeder von uns lebt in einer virtuellen Welt.

Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich mir im Mutterleib bereits Vorstellungen über „Das da draußen“ gemacht habe.

Oder wie ich mich gefühlt habe.

Habe ich bereits unterschieden zwischen „mir“ und „dem anderen“?

Wahrscheinlich hat mich aber bereits das eine óder das andere überrascht.

Wenn mich meine Mutter – oder mein Vater – durch den Bauch hindurch gestreichelt – massiert – hat, dann werde ich wohl gelächelt haben.

Wenn meine Eltern gestritten haben, dann habe ich mich wohl auch gefürchtet.

Und dann – der Aufbruch.

Eine Hebamme hat mir erzählt: das Kind entscheidet, wann es die Geburt einleitet.

Wenn das so ist, dann ist das großartig.

Ich wurde nicht in diese Welt hineingetreten und -gestossen.

Nein, da war eine Vorstellung von einem besseren Platz, der auf mich wartet – meine virtuelle Realität – meine Hoffnung von der Realität – meine Neugier.

Wo Rauch ist, dort ist auch Feuer. Der Rauch war meine Vorstellung von einer besseren Welt.

Und ich bin aufgebrochen, diese bessere Welt kennen zu lernen.

In der Schule lernen wir viel über die Welt und das Leben. Und dieses Wissen sollte uns neugierig machen, die Welt dann wirklich zu entdecken.

Schlechter Lehrer, der seinem Schüler „alles beibringen“ möchte.

Guter Lehrer, der seinen Schüler neugierig macht.

Meint
Euer Christoph


Heute hatte ich einen seltsamen Traum

Januar 4, 2017

Mir hatte geträumt, ich sterbe und wache im Paradies wieder auf.

Das Paradies war ein ganz normales Familienleben, aber

  • es war irgendwie steril und perfekt
  • es gab keine Emotionen
  • jeder war sich selbst genug, und genau deswegen tat er den anderen Gutes

.

Wie gesagt, seltsam.

Meint
Euer Christoph


Österreich hat ein totales Glück, ……

November 20, 2016

dass mir meine Arbeit so viel Spaß macht, und dass meine Kinder mich noch brauchen.

Aber es gibt Tage, an denen hätte ich gute Lust, mich einzureihen in die Heerscharen der

  • Frühpensionisten,
  • Lebenskünstler und anderen
  • Sozialschmarotzer.

Sich einfach nur ins soziale Netz fallen lassen – ein Traum.

Meint
Euer Christoph


Ja ja, die Phantasie

November 4, 2016

Wir haben auf den letzten beiden Blogs ein wenig über den Realitätsbegriff diskutiert.

Ich möchte einen Punkt nochmal hervorkramen, den @KNI angesprochen hat.

Man solle nicht denken, der Mensch könne den Dingen „eine Seele einhauchen“ bzw. man solle nicht den „Dingen eine Würde zusprechen, die sie nicht haben“.

Weiters sehe ich in seiner Abhandlung über die Wahrheit nur drei Aspekte

2.3. Als Hauptaspekte diesbezüglich nenne ich 1.: Dinge und Geschehnisse 2.: Mathematische und philosophische Aussagen und 3.: die Sphäre des Geistigen (siehe 2.6.1.-2.6.3.).

Mit (1) „Dinge und Geschehnisse“ meint er offensichtlich die Objekte der Physik, also alles, das sich durch Raum, Zeit, Materie und Energie erklären lässt.

Mit (2) „Mathematische und Philosophische Aussagen“ meint er wohl alle formalen Systeme von Aussagen, die in sich konsistent sind, also Produkte des ordnenden menschlichen Geistes.

Mit (3) „Die Sphäre des Geistigen“, die er mehr oder weniger mit Kontemplation gleichsetzt

Den Aspekt der Kunstwerke, Musik, Malerei, bildenden Künste und Computerkünste hat er ausgelassen, wahrscheinlich intuitiv, denn dieser Bereich zeigt doch, dass der Mensch kreativ einiges „auf dem Kasten hat“.

Da ist eine Kraft, vor der man sich fürchten kann.

Ein anarchisches Element, das den Herrschern „ein Dorn im Auge ist“.

Eine Inspiraton, die im Zweifelsfalle „an der Kirche vorbei“ wirken kann.

Etwas, das man nicht unter Kontrolle hat.

Ein weibliches Element.

Meint
Euer Christoph


Ich versteh‘ ja nicht viel von Wirtschaft, aber……

Oktober 20, 2016

wenn es im CETA und im TTIP (oder wie diese Verträge heissen mögen) darauf hinausläuft, dass irgendwelche privaten Schiedsgerichte (die von Konzernen bestellt werden), dann entscheiden dürfen, ob ein Staat ein Gesetz errichten darf oder nicht, dann ist das schon – gelinde gesagt – etwas „seltsam“.

Meint
Euer Christoph

P.S.: nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber – das wird wohl der „Spruch des Jahres“ auf meinem Blog


Wir wissen noch nicht, ……

Oktober 1, 2016

……ob der nächste Diktator von links kommen wird oder von rechts.

Aber eines zeichnet sich ganz sicher ab: Er wird kommen.

Meint
Euer Christoph