Die erste virtuelle Welt

Jeder von uns lebt in einer virtuellen Welt.

Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich mir im Mutterleib bereits Vorstellungen über „Das da draußen“ gemacht habe.

Oder wie ich mich gefühlt habe.

Habe ich bereits unterschieden zwischen „mir“ und „dem anderen“?

Wahrscheinlich hat mich aber bereits das eine óder das andere überrascht.

Wenn mich meine Mutter – oder mein Vater – durch den Bauch hindurch gestreichelt – massiert – hat, dann werde ich wohl gelächelt haben.

Wenn meine Eltern gestritten haben, dann habe ich mich wohl auch gefürchtet.

Und dann – der Aufbruch.

Eine Hebamme hat mir erzählt: das Kind entscheidet, wann es die Geburt einleitet.

Wenn das so ist, dann ist das großartig.

Ich wurde nicht in diese Welt hineingetreten und -gestossen.

Nein, da war eine Vorstellung von einem besseren Platz, der auf mich wartet – meine virtuelle Realität – meine Hoffnung von der Realität – meine Neugier.

Wo Rauch ist, dort ist auch Feuer. Der Rauch war meine Vorstellung von einer besseren Welt.

Und ich bin aufgebrochen, diese bessere Welt kennen zu lernen.

In der Schule lernen wir viel über die Welt und das Leben. Und dieses Wissen sollte uns neugierig machen, die Welt dann wirklich zu entdecken.

Schlechter Lehrer, der seinem Schüler „alles beibringen“ möchte.

Guter Lehrer, der seinen Schüler neugierig macht.

Meint
Euer Christoph

3 Responses to Die erste virtuelle Welt

  1. Kardinal Novize Igor sagt:

    Noch was interessantes: Ich habe das Gefühl, ich wäre als Kind enger mit dem Göttlichen in Verbindung gestanden, als heute.

    Als hätte sich die „Welt“ langsam zwischen mich und Gott geschoben.

    Aber vielleicht ist gerade das die Herausforderung: Nicht ohne, sondern TROTZ Welt dem lieben Gott anzuhangen….

    LG KNI

  2. Kardinal Novize Igor sagt:

    Komisch, mein 1. Kommentar ist verschwunden! (?)

    Wurscht, noch einmal: Ich wollte, wie es scheint, gar nicht auf die Welt kommen.

    Ich war zwei Wochen in Verzug; meiner Mutter musste ein Wehen-Mittel gespritzt werden…

    LG KNI

  3. hansarandt sagt:

    Meine Hebamme hieß Maria Teufel. Um sicher zu gehen, dass das keine negativen Folgen mehr hat, habe ich sie auf dem Friedhof besucht und mich von dem ordnungsgemäßen Zustand ihres Grabes überzeugt.

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