Ungeordnete Gedanken – Brain Storming

Hallo liebe Leute,

Zur Zeit bin ich wieder mal ein wenig hin- und hergerissen zwischen Gedankensträngen, die sich durch mein Gehirn wälzen.

Nicht, dass ich darüber jammern möchte, aber ich tu’s halt einfach mal.

Da war zuerst die Idee, ein zehntes religiöses Büchlein zu schreiben über das Missverständnis, das sich oft durch unser Leben zieht. Werde ich von den Menschen wirklich geliebt, oder motivieren sie mich nur, um mich dann vor ihren Karren zu spannen?

Wie ist das mit der Liebe? Steckt in der Liebe nicht immer sehr viel Egoismus? Oder sogar Angst?

Nach langer langer Zeit habe ich die Motivationen hinter meinen Hobbyprojekten endlich einigermaßen analysiert. Von Machtgier (Gründen einer Community) über Ehrgeiz (im Web3D Consortium berühmt werden) bis hin zur Angst vor einem Krieg (Bauen einer Arche: https://areasharpa.wordpress.com/2018/01/06/the-greed-and-the-arks/) sind hier alle möglichen dunklen Begierden zu finden.

Aber wo bleibt der hehre Altruismus, den uns das Christentum vorschreibt?

Wo bleibt der „gute Kampf“, den uns Paulus aufträgt?

Ist das Leben nicht ein ständiges Hinfallen und Wiederaufsteh’n?

Dass man sich so einigermaßen immer noch irgendwie in den Spiegel schau’n kann?

Nein, nein, man feiert nicht nur Siege.

Meint
Euer Christoph

8 Responses to Ungeordnete Gedanken – Brain Storming

  1. rotegraefin sagt:

    1. Aber wo bleibt der hehre Altruismus, den uns das Christentum vorschreibt?
    Der wurde bei mir schon systematisch schon in Kindertagen von christlichen Eltern erstickt.
    Es gibt halt eine Liebe zum Leben und eine Liebe zum Tod. Wer die Liebe zum Tod bevorzugt, erstickt eben alles Lebendige.
    Allerdings wer weiß was er will ist nicht manipulierbar.

    2. Wo bleibt der „gute Kampf“, den uns Paulus aufträgt?
    Es bleibt die Entscheidung für das Leben und eben dem drohenden Tod ins Auge zu schauen.
    Alles was mich nicht unmittelbar zum Tode führt kann mich nur lebendiger machen.

    3. Ist das Leben nicht ein ständiges Hinfallen und Wiederaufsteh’n?
    Was kümmert mich der Schiffbruch, wenn Gott der Ozean ist?
    Es wird Euch kein anderes Zeichen gegeben werden als das des Jona!

    4,Dass man sich so einigermaßen immer noch irgendwie in den Spiegel schau’n kann.
    Wenn Du in den Spiegel schaust, siehst Du nur Dich, wenn Du durchs Fenster schaust, siehst auch noch andere Menschen.

    5. Nein, nein, man feiert nicht nur Siege.
    Was hältst Du von einer Achterbahn? Und eben der Versöhnung von den Gegensätzen in Dir?

  2. Kardinal Novize Igor sagt:

    Zweifelsohne kann es vorkommen, dass Menschen andere Menschen motivieren, um einen persönlichen Vorteil daraus zu schlagen, zb. Sporttrainer, Chefitäten, Ehepartner etc.

    Allerdings sind „lieben“ und „motivieren“ nicht zwangsläufig ein Gegensatzpaar.

    Weil: Es gibt Menschen, die lieben einen und motivieren dennoch nicht, (Beispiel: die typische Großmama)

    es gibt Menschen die lieben und motivieren (Jesus und Heilige)

    es gibt Menschen, die lieben einen nicht und motivieren (Chefs und intelligente lieblose Ehefrauen)

    und es gibt Menschen, die lieben einen nicht und motivieren auch nicht (zb Nachbarn oder die 99,9999% der Menschen, die uns nicht kennen).

    Es ist also jegliche Kombination möglich.

    Überdies gibt es auch Menschen, bei denen das Tupel Liebe/Motivation gar keine Rolle spielt (zb meine Wenigkeit), da ich mir von Menschen, die mich lieben, in keiner Weise Motivation erwarte.

    Abgesehen davon: Motivieren muss man sich meistens selber.
    Insofern wäre es interessant, wen du mit „DIE Menschen“ meinst?

    LG KNI

  3. Yeti sagt:

    Wen ich gemeint habe? Nun KNI, Du weisst es ja eh. Es ist der Mensch, den ich aus Mitleid geheiratet hatte (erster Fehler), dessen Wünsche ich IMMER berücksichtigte (zweiter Fehler), der es für selbstverständlich und nicht erwähnenswert hielt, dass ich es war, der das Geld mühevoll verdient hat, und der mich dann wegen einem anderen Mann verlassen hat.

    Einziger Pluspunkt, sie hat das alles solange geheim gehalten, bis die Kinder alt genug waren, um von der Mutter verlassen zu werden.

    Zweiter Pluspunkt: sie war immer ehrlich und hat mir schon nach wenigen Jahren mitgeteilt, dass sie mich heiraten und Kinder haben wollte, um ihre Mutter zu beeindrucken, und nicht, weil sie mich geliebt hätte.

    • rotegraefin sagt:

      Kennst Du das Musical Anatevka? Da fragt der Fiedler seine Frau Ist es Liebe https://www.youtube.com/watch?v=W9FZPQE_3zc
      Mitleid ist auch eine Form von Liebe und vor allen Dingen hast Du mit dieser Frau Kinder gezeugt und damit einen großen Teil
      zu dem Weiterleben auf diesem Planeten beigetragen.
      Für alles andere solltest Du Dir lernen selber zu verzeihen oder Gott wie auch immer Du ihn verstehst, dass es mit Deiner Partnerschaft so blöd gelaufen ist.

      • Yeti sagt:

        Sorry, dass ich erst jetzt antworte. Ich war eine Woche lang auf Dienstreise und hatte keine Zeit zum Bloggen.
        Ja, verzeihen ist das Stichwort. Aber ich glaube, wir können schon einigermaßen versöhnt damit umgehen.

        Jetzt kann’s wenigstens wieder bergauf gehen.

  4. Kardinal Novize Igor sagt:

    …..ja, seufz…..ich versteh…..

    …..aber ich denke, jetzt hast du das Problem, nachdem es lange Zeit unverstanden war, durchschaut! *ggggggggg*

    Die Phasen der unglücklichen Liebe:

    1) verliebt
    2) ausgespuckt und ausgeschi**en
    3) im Delirium
    4) stinksauer
    5) Konsequenzen ziehen
    6) immer noch grantig
    7) es geht wieder aufwärts
    8) neue Perspektiven
    9) um eine Erfahrung klüger geworden sein
    10) altes vergessen, neues beginnen

    ich glaub, du bist zwischen Punkt 4-6, (5 absolviert) an der Schwelle zu 7.

    in die Punkte 7-10 können sich noch Dinge mischen, wie „in Vergangenem schwelgen“ oder „sich selbst Gerechtigkeit widerfahren lassen“.

    Punkt 5 ist freilich wichtig: wer Konsequenzen zieht, ist männlich. Wer ein Mann ist und dabei männlich, hat sich wieder selber gefunden.

    Du hast genügend weibliche Angebote. Tu endlich dieses goldene Dings vom Finger und such dir was schönes, gescheites und neues aus!!

    LG KNI

  5. Yeti sagt:

    Hmmm, ich habe mir das gut überlegt, habe auch eine dritte Meinung eingeholt und es sogar mit meiner (ex)-Frau besprochen.

    Ab heute, 13.1.2018, trage ich den Ring nicht mehr.

    Die „dritte Meinung“ hat mir übrigens mitgeteilt, dass die meisten Menschen die Annullierung erst dann einreichen, wenn es einen neuen Partner gibt. Das ist also keinesfalls unglaubwürdig sondern eher der Regelfall.

    Trotzdem – und Du weisst das – ist es eher wahrscheinlich, dass ich ins Kloster gehen werde, sobald die Kinder fertig studiert haben.

  6. Kardinal Novize Igor sagt:

    Das mit dem Kloster: gute Idee, aber da musst du die Ehe wirklich annulieren lassen!

    LG KNI

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