Vom Leben

Manch einer behauptet, im Leben drehe sich alles um die Arterhaltung.

Mitnichten.

Im Leben geht es einzig und allein darum, dass wir geliebt werden möchten.

Aber wir suchen die Liebe an falschen Orten.

Wir gehen nicht die richtigen Wege, um die Liebe zu finden.

Und wir verwenden untaugliche Mittel, die uns die Liebe bringen sollen.

Wir können überhaupt niemanden absichtlich dazu bringen, uns zu lieben.

Sollen wir es also aufgeben?

Oder sollen wir Hilfe suchen?

Wer ist es, der die Liebe und das Leben erfunden hat?

Wer ist es, der das „User Manual“ für das Leben und die Liebe geschrieben hat?

Und gibt es nicht sehr viele Menschen, die sich anstrengen, das „User Manual“ tagtäglich zu ergänzen und zu verbessern?

Durch Sekundärliteratur.

Durch Vorbildwirkung.

Durch Solidarität.

Durch Vernunft.

Durch Gewissenhaftigkeit.

Letzten Endes, aber wirklich letzten Endes, auch durch Leistung.

Meint
Euer Christoph

7 Responses to Vom Leben

  1. Kardinal Novize Igor sagt:

    Die Mystiker sagen:

    Man muss es lassen. Mit „es“ meinen sie: alles (was einen beschäftigt/bedrückt/behindert).

    Denn dadurch, dass man sich selber nicht mehr an die Dinge hängt, wird man frei für Gott (frei auch im Sinne von „unbesetzt“).

    Auch das Tun, so die Mystiker, soll man lassen. Im Sinne von: Man soll nicht etwas tun, das die Liebe herbeizwingen soll.

    Johannes v Kreuz: Gott gießt die Liebe ein ohne menschliches Zutun.

    Die Frage ist freilich: tue ich nicht immer etwas? Selbst wenn ich nur liege, schlafe…. so ist dies ein Tun. Ich denke: es geht also darum, nichts anstelle Gottes zu tun.

    Oder so: das beste ist jenes Tun, Gott die Liebe tun zu lassen.

    (Puh. Theoretisch.)

    LG KNI

    • rotegraefin sagt:

      Hallo Christoph,
      „Die Liebe ist das einzigste Ding was Du nicht haben kannst, wenn Du Sie nicht weg gibst!“
      habe ich mal irgendwo gelesen, wobei das Wort Ding schon wieder irreführend ist.

    • rotegraefin sagt:

      Hallo KNI,
      wenn Du mit Gott eins bist, kannst Du tun was Du willst.
      Nur ich unterscheide zwischen einem Gott der Liebe zum Leben und einem Gott mit der Liebe zum Tod.
      Die meisten Kleingeister die ich in meinem Leben getroffen habe, ziehen die Liebe zum Tod vor und alles kleinlich Pingpong spielen.

  2. Yeti sagt:

    Hmmmmm, ja, da ist viel wahres drin. Erstens @KNI, dass man alles was nicht Gott ist, einfach „lassen“ sein soll, aber auch „sein“ lassen soll. Und @RG, natürlich hast Du recht, dass die Liebe das einzige ist, was größer wird, wenn man es herschenkt.

    Trotzdem möchte ich noch einmal auf das „User Manual“ zu sprechen kommen, denn – wie Ihr vielleicht schon gemerkt habt – damit meine ich die Heilige Schrift.

    Die ja letzten Endes von Gott kommt, auch wenn vieles darin menschlich ist. Und vielleicht sind es ja gerade die menschlichen Schwächen, die uns letzten Endes zu Gott führen.

    Meint
    Euer Christoph

  3. Kardinal Novize Igor sagt:

    @Yeti:

    Insofern könnte ja theoretisch ein Buch, das als „heilig“ gilt und NUR aus menschlichen Schwächen besteht, als Ultra-heilig gelten….jaaa Gott und die Witze, deren Pointe sich erst am Ende von Äonen verstehen lässt…..

    LG KNI

  4. Yeti sagt:

    Wenn ich Gottes Witze verstünde, wäre ich schon tot 🙂

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