Ora oder Labora?

November 29, 2015

Soll man für den Frieden beten? Sicher! Das kann nicht schaden, denn nicht wir sind es, die Gott durch das Gebet verändern, sondern Gott ist es, der uns im Gebet verändert.

Aber im konkreten Anlassfall des IS ist es wohl doch notwendig, tatsächlich zu den Waffen zu greifen – so traurig das ist.

Aber eigentlich will ich diese Entscheidung nicht kommentieren sondern den militärischen Fachleuten überlassen, die unsere Regierungen beraten.

Denn so sehr die Waffenindustrie den Krieg liebt, der Soldat liebt den Krieg nicht, soviel ist sicher.

Meint
Euer Christoph


Laßt alle Hoffnung fahren, ……

November 22, 2015

……dann könnt Ihr glücklich werden.

Oder wie Jesus Christus gesagt hat: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“.

Oder Buddha: „Haftet den Dingen nicht an“.

Denn wenn wir den Dingen nicht anhaften, wenn wir uns vom Irdischen nichts mehr erwarten, wenn wir auf das Reich zusterben, das eben nicht von dieser Welt ist,

dann können wir uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren.

Heute habe ich im Familienkreis gesagt, dass mir Geld eigentlich nichts bedeutet.

„Aber warum machst Du dann jedes Monat eine penible Kostenrechnung?“, fragt meine Tochter.

„Da ich das Familienoberhaupt bin, ist es meine verdammte Pflicht, mir über das Budget Sorgen zu machen, deshalb“

Meint

Euer Christoph


Ich weiss, was ich will

Oktober 26, 2015

Nicht nur Udo Jürgens hat sich zu diesem Thema Gedanken gemacht, auch dem Jungen Conrad Peter wird in der Erzählung „Das dritte Kind“ (siehe Drehbuchseite) ein Gebet in den Mund gelegt, welches diesen Gedanken zentral enthält:

[…]Herr Jesus Christus, bitte verzeih‘, dass ich vor dem Vater Angst habe. Bitte verzeih‘ auch, dass ich vor dem Tod Angst habe.

Danke, dass du mit uns das Spiel des Lebens spielst, ich hoffe, du wirst alles ergänzen, was an uns fehlt.

Danke, dass du nicht schläfst.

Bitte hilf mir, dass ich an dich glaube, Danke, dass du dir nicht in die Karten schauen lässt.

Hilf auch allen meinen Freunden und allen, die deine Hilfe brauchen.

Hilf uns, dass wir aussprechen, was wir wollen.

Danke!

P.S.: Wann du willst, dann führe alles zu einem guten Ende.[…]

Und tatsächlich fällt es uns oft unsagbar schwer, die Dinge, die wir wirklich wollen, auch auszusprechen.

Liegt es daran, dass uns unser Unterbewusstsein verbieten möchte, unsere eigenen Wünsche zu kennen?

Liegt es daran, dass wir Angst haben, unsere Mitmenschen werden uns die Erfüllung unserer Wünsche justament unmöglich machen, sobald sie wissen, was wir wollen?

Oder liegt es gar daran, dass wir uns unserer Wünsche und Bedürfnisse schämen?

Fragen, sie sich jeder einmal stellen sollte.

Meint
Euer Christoph


Atheismus geht nicht ohne Gott

September 20, 2015

„Atheisten glauben an einen Gott, den es zum Glück nicht gibt“, sagt ein bekanntes Bonmot.

Und tatsächlich stellt sich die Frage, ob Atheismus nicht nur eine Gegenbewegung ist, deren Ursache in der Dummheit vieler Gläubiger begründet ist.

Sind wir uns überhaupt im Klaren darüber, was wir mit Begriffen wie „Gott“, „Erlösung“, „Kreuzesopfer“, „Prophetie“, „Seele“ und so weiter eigentlich(!) meinen?

Sind wir uns so sicher, dass ALLE Gläubigen DASSELBE meinen, wenn sie diese Begriffe verwenden?

Und ist Glaube nicht nur ein Gefühl(!) von Geborgenheit in einer bestimmten Gruppe?

Und wie ist das mit der Moral, wenn wir uns gegen die Mehrheit stellen müssen? Bleibt da nicht nur ein lächerliches Piepsen übrig?

Fragen über Fragen.

Meint
Euer Christoph


Schalt Dein Herz auf Empfang

September 12, 2015

In der Spreizbandtechnik verwendet man Codes, um Signale im Rauschen zu verstecken und um sie auch wieder aus dem Rauschen herauszufiltern.

Heutzutage herrscht ein gewaltiges Rauschen im Blätterwald und auch im Internet und in den sonstigen Medien.

Wie soll man da finden, was relevant ist?

Was wichtig ist?

Und was richtig ist?

Auf welche Codes tune ich meine Seele?

Was spricht mich an?

Wer spricht da zu mir?

Kann ich die Botschaft entziffern?

Werde ich das Richtige tun?

Werde ich nicht doch dem kleinen Verwirrer erliegen und seiner Tücke?

Humor ist es, der uns die Richtung weist.

Meint
Euer Christoph


Wahrheit und Metapher

August 15, 2015

Oft ist gesagt worden, die Wunder und Zeichen Jesu seien ja bloß Metaphern für Vorgänge, die sich real abspielen.

So sehe ich im Wunder von der Brotvermehrung zum Beispiel ein aktuelles Gleichnis für die Open Source Software Entwicklung.

Oder im Wandel des Petrus über das Wasser ein Zeichen dafür, dass man Wunder vollbringen kann, wenn man mit einem Grundvertrauen an die Sache herangeht.

Aber ist das nicht ein bisschen zu kurz gegriffen?

Spielt sich im Leben Jesu nicht das gesamte Leben ab?

Sodass er wahrhaft ein Vorbild ist und wahrhaft die Erlösungstat vollbringt?

Insoferne kann man sagen, dass es heutzutage „nichts Neues unter der Sonne“ gibt, denn tatsächlich ist Alles im Leben Jesu konzentriert.

Aber auch diese Sichtweise birgt eine Gefahr in sich.

Denn es kommt auch auf Dich an und es kommt auch auf mich an.

Es kommt darauf an, was wir aus unserem Leben machen und ob wir die Welt verbessern oder verschlechtern.

Tatsächlich ist der Ausgang des „Experiments Gottes“ ungewiss. Die Freiheit gibt uns die Möglichkeit, uns auch gegen Gott zu entscheiden.

Für die Lieblosigkeit und für den Egoismus.

Gegen eine lebenswerte Welt.

Meint
Euer Christoph


Der Code und die Botschaft……

Juli 26, 2015

Metaphern sollte man nur verwenden, wenn man vorher ihre Bedeutung erklärt hat.

Oder wenn man sich sicher ist, dass ALLE ZUHÖRER den Code kennen, zumindest die, für die die Botschaft GEDACHT ist.

Und dann gibt es da noch die Geheimcodes und die Wahnsinnigen, von denen jeder einen Code benützt, den nur ER/SIE kennt. Warum eigentlich? Aus Angst, verstanden zu werden? Oder weil man die Größe der Botschaft fürchtet?

Oder die Sprengkraft?

Und was ist mit der Spreizbandtechnik? Da ist doch auch so.

Meint
Euer Christoph


Die Leistung, die Würde und die Liebenswürdigkeit

April 13, 2015

Viele Menschen glauben, sie müßten etwas leisten, um geliebt zu werden.

Und tatsächlich sind es die Leistungen, die wir immer wieder bewundern, um die wir auch unseren Mitmenschen neidig sind,
…die einen Marathon gelaufen sind
…die beim Lat-Ziehen 120 kg schaffen
…die immer um 6h im Büro sind
…die auf fünf Kirtägen gleichzeitg tanzen
…die neben der Betreuung ihrer Kinder noch einen Beruf schupfen und das Doktorat machen
…die sich immer gesund ernähren

Aber ist diese Bewunderung, ist dieser Neid denn auch schon Liebe?

Und sind wir nicht eigentlich immer nur auf der Suche nach Liebe?

Wenn wir einmal eine längere oder gar eine schwere Krankheit haben, wenn wir einmal nichts leisten können und auf Hilfe angewiesen sind, wenn wir unten sind, wenn wir älter werden, wenn wir auf Vergebung angewiesen sind, dann….
…ja dann kommen wir den eigentlichen Geheimnissen des Lebens endlich näher.
…dann werden wir erkennen, welche Menschen unsere gottgegebene Würde mißachten, sobald wir einmal nichts mehr leisten
…dann werden wir erkennen, welche Menschen uns trotzdem(!) Liebe entgegenbringen, die nichts mehr mit „Bewunderung“ und „Aufschauen“ zu tun hat.

Wann ist ein Mensch liebens-würdig? Wann ist ein Mensch ehr-würdig? Ist es nicht die Gotteskindschaft, die ihn liebens-würdig, lebens-würdig und ehr-würdig macht?

Unabhängig von jeder Leistung?

Meint
Euer Christoph


Der Klügere gibt nach.

Februar 13, 2015

Deshalb wird die Welt von den Dummen regiert.

Nein!

So einfach kann es nicht sein.

Alle diese sogenannten klugen Merksätze und „Weltformeln“ führen nicht zum Ergebnis.

Vielleicht so: Wenn Du an einem Punkt stehst, an dem Du Dich für oder gegen etwas entscheiden mußt. Wenn Du zum Beispiel zögerst, ob Du tätig werden sollst oder besser doch die Hände in den Schoß legst. Wenn Du also an einem Punkt stehst, an dem Du Deine Zukunft selbst in die Hand nehmen kannst. Wenn Du zum Beispiel liegen bleiben kannst oder aufstehen. Dann nimm‘ Dich selbst, nimm‘ Deine ganze Vergangenheit, nimm‘ Deine Träume und Hoffnungen, gehe in Dich und dann. Ja dann. Was dann? Dann tu‘ es einfach. Folge Deinem Gefühl.

Meint
Euer Christoph


Ob es Gott gibt,……

Februar 5, 2015

……ist ungewiss.

Denn „Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,8) und ob Liebe nicht nur eine Illusion ist, können wir uns nicht sicher sein.

Aber wenn wir von Engeln reden, dann sind wir uns sicher, dass es sie gibt.

Ich meine damit Erlebnisse, die „eine Botschaft in sich tragen“.

Wie oft ist uns ein Mensch begegnet und wir wollten ihm sagen „Du warst jetzt ein Engel für mich“, denn in dieser Begegnung steckte eine Erkenntnis.

Meint
Euer Christoph