Vom Leben

Februar 5, 2018

Nach dem neunten religiösen Büchlein habe ich jetzt das Gefühl, ich sollte noch ein zehntes schreiben (alle findet man HIER).

Einige Ansätze habe ich ja schon publiziert.

So wie ich bis zum Jahre 2005 meine gesamte Weltsicht in der Zifferngeschichte niedergelegt hatte (die findet man immer noch HIER), so möchte ich jetzt wieder einen weiten Bogen spannen.

Die Gedanken hatte ich dann ja in der Erzählung „Das dritte Kind“ (das findet man immer noch HIER) auf die Technologie der 3D Graphik präzisiert, bin damit aber nicht fertig geworden.

Jetzt möchte ich wieder in einem größeren Zusammenhang meine gesamte Weltsicht klarlegen, weshalb ich den Titel „Vom Leben“ gewählt habe. Denn ich glaube, wir können mit Fug und Recht behaupten, dass das Leben zwar physikalisch im Universum eine Randerscheinung ist, dass es dem Universum aber erst den SINN gibt.

Denn obwohl alle Geschöpfe, von den Superstrings über die Galaxien, Solarsysteme, Sterne, Planeten, Monde, Steine, Felsen, Berge, Ozeane, Flüsse, Pflanzen und Tiere bis hin zum Menschen mit fug und recht als Kinder Gottes bezeichnet werden können – und somit unsere Geschwister sind – so sind es doch wir Lebewesen, und wahrscheinlich nur wir Menschen, die sich dieser Gotteskindschaft auch tatsächlich BEWUSST sind. Zumindest im Unterbewusstsein spukt er herum dieser Gott, der unser Vater ist, und wir können ihn uns auch bewusst machen.

Aber es hat nicht so viel Sinn, ÜBER Gott zu sprechen und zu schreiben, wir sollten viel eher MIT ihm reden – also beten – und seine SPUREN fasziniert lesen.

Also soll dieses Büchlein ein Buch über das Universum werden – so wie ich es sehe – aus meiner persönlichen Sicht.

Meint
Euer Christoph


Vom Leben

Januar 23, 2018

Manch einer behauptet, im Leben drehe sich alles um die Arterhaltung.

Mitnichten.

Im Leben geht es einzig und allein darum, dass wir geliebt werden möchten.

Aber wir suchen die Liebe an falschen Orten.

Wir gehen nicht die richtigen Wege, um die Liebe zu finden.

Und wir verwenden untaugliche Mittel, die uns die Liebe bringen sollen.

Wir können überhaupt niemanden absichtlich dazu bringen, uns zu lieben.

Sollen wir es also aufgeben?

Oder sollen wir Hilfe suchen?

Wer ist es, der die Liebe und das Leben erfunden hat?

Wer ist es, der das „User Manual“ für das Leben und die Liebe geschrieben hat?

Und gibt es nicht sehr viele Menschen, die sich anstrengen, das „User Manual“ tagtäglich zu ergänzen und zu verbessern?

Durch Sekundärliteratur.

Durch Vorbildwirkung.

Durch Solidarität.

Durch Vernunft.

Durch Gewissenhaftigkeit.

Letzten Endes, aber wirklich letzten Endes, auch durch Leistung.

Meint
Euer Christoph


Wer eine Reise tut, ……

Januar 20, 2018

……der kann etwas erzählen.

Ich war diese Woche dienstlich in Tel Aviv und unser Gastgeber war so freundlich, für Mittwoch nachmittag eine Führung durch das alte Jaffa (Tel Aviv ist als Vorort von Jaffa entstanden) und durch die älteste „Neighbourhood“ von Tel Aviv, das 1887 gegründete Newe Zedeq, zu organisieren.

Da hatte ich auch das Aha Erlebnis, dass Theodor Herzl eben nicht der Erfinder des Zionismus war, sondern dass er nur eine Idee vom nahen Osten nach Europa gebracht hat, die dort längst existierte.

Da es den jüdischen Bewohnern in Jaffa damals sehr schwer fiel, mit den anderen Bewohnern von Jaffa zusammenzuleben (was heute anders ist. Heute ist in Tel Aviv jedes Straßenschild dreisprachig – hebräisch, englisch und arabisch), haben sie ihr Geld zusammengekratzt, draußen in der Wüste Grundstücke gekauft, eine Neighbourhood gegründet und das Land urbar gemacht. So ziemlich alles, was es dort heute gibt, haben sie mühsam aufgebaut.

Beim nächsten mal wieder andere Themen.

Meint
Euer Christoph


Liebe? Liebe!

Dezember 28, 2017

Weihnachten ist das Fest der Liebe! Sagt man.

Gott sei Dank ist es vorüber.

Millionen von Müttern, Schwiegermüttern und Ehefrauen versuchen jedes Jahr, ein Gefühl von Geborgenheit und Wärme „aus dem Hut zu zaubern“, das allerorten mit Liebe verwechselt wird.

Aber ist das nicht nur sentimentaler Neurosengatsch, mit dem wir versuchen, alle dazu zu bringen, zumindest einmal im Jahr nach unserer Pfeife zu tanzen?

Was ist das wirklich? Liebe?

Im Deutschen haben wir leider nur ein einziges Wort für „Liebe“.

In anderen Sprachen gibt es zumindest „Amor“ und „Caritas“, und dann noch die „Amicitia“, die man am besten mit „Freundschaft“ übersetzen kann.

Im Deutschen verwenden viele Frauen die Worte „mögen“ und „lieben“, damit sie eine Trennlinie ziehen zwischen „Kumpel“ und „Freund“.

Dabei meinen sie, das „Verliebtsein“ sei eine höhere Form von „mögen“, die nur einem Menschen vorbehalten bleibt.

Ich würde folgendes Wording vorschlagen: ich „mag“ einen Menschen, wenn ich ihn „gern habe“, wenn ich mir noch etwas „von ihm erwarte“. Wenn ich auf seine Zukunft und unsere Zukunft noch Hoffnungen setze. Das ist also „verliebt sein“ und hat sehr viel mit Egoismus zu tun – mit einem guten Egoismus, der die Gesellschaft innerhalb der Grenzen zusammenhält. Das ist also am ehesten mit „Freundschaft“ oder „amicitia“ zu übersetzen. „verliebt sein“ = „mögen“ = „gern haben“ = „guter Egoismus“.

Dann gibt es noch den „Eros“, also die erotische Liebe zwischen Mann und Frau, die einerseits ein „gemeinsames Spiel“ und ein „gemeinsames Erregtsein“ darstellt und als ebenfalls guter „gemeinsamer Egoismus“ der Fortpflanzung als Ziel dient. Diese Kräfte sind sehr starke Kräfte, die in jedem Menschen schlummern und deren Beherrschung ein hohes Maß an Verantwortung fordert. Wenn wir diese Kräfte nicht beherrschen, dann können ganze Gesellschaften zerbrechen.

Und – last but not least – gibt es die „caritas“, also die selbstlose Liebe, die für den Anderen immer nur das Gute will. Diese Form der Liebe hat viel mit Mitleid zu tun und ihre Grundlage ist die unvergängliche Würde eines jeden Menschen – eines jeden Lebewesens – die aus seiner Gotteskindschaft folgt, ob Freund oder Feind. Diese höchste Form der Liebe überwindet Grenzen und dient dem grenzüberschreitenden Frieden. Sie ist nur aus dem Glauben begründbar und ist der einzige Weg zu dauerhaftem Wohlstand und Frieden der gesamten Menschheit. Man kann auch Altruismus dazu sagen.

Hass ist nur ein Gefühl. Liebe ist mehr als ein Gefühl. Wir sollten zu Weihnachten nicht beim „sentimentalen Neurosengatsch“ hängen bleiben, sondern daran denken, dass die Geburt Jesu etwas durch und durch unsentimentales war. Ein schwangeres Flüchtlingspaar hat wegen des Mitleids eines Wirten einen allerletzten Platz in einem stinkenden Stall bekommen, und die Geburt Jesu weist bereits auf das Kreuz hin. Auf den Kalvarienberg.

Dort – am Kreuz – hat Jesus uns erlöst. Nicht in einem Palast, sondern mitten im Leben und mitten im Tod. Und in der Auferstehung, die uns Hoffnung gibt.

Meint
Euer Christoph


Noch ein „kleines religiöses Büchlein“?

November 29, 2017

Liebe Leser und Leserinnen!

Wie die meisten von Euch wissen, habe ich bisher 9 „Kleine religiöse Büchlein“ geschrieben (zu finden unter https://letztersein.wordpress.com/kleine-religiose-buchlein/).

Jetzt wälze ich gerade Gedanken, ob ich die Begriffe „Motivieren“ und „Helfen“ nicht auch noch ein wenig ventilieren sollte.

Zum Beispiel hier: https://letztersein.wordpress.com/2017/11/28/commandment-of-the-21st-century/

Wie oft glaubst Du, jemand liebt Dich, weil Du glaubst, er HILFT Dir. Aber in Wirklichkeit MOTIVIERT er Dich nur, weil er Dir die letzten Leistungsreserven entlocken möchte.

Man spricht ja Buddha den Spruch zu, wonach es einen Unterschied macht, ob man eine Blume nur mag, oder ob man sie liebt. Der, der die Blume nur „mag“, wird sie pflücken und mit nach Hause nehmen, der der sie liebt, wird jeden Tag vorbeikommen und die Blume gießen.

So betrachtet, gibt es auf der Welt eigentlich überhaupt keine Liebe, denn bis zum Schluss wird es immer jemanden geben, der „sich noch etwas von Dir erwartet“. Erst im Jemseits gibt es Ruhe und Geborgenheit.

Und es macht auch einen großen Unterschied, ob Du von Dir selber noch etwas erwartest. Ob Du glaubst, wichtig zu sein, oder ob Du Dich selber nicht mehr wertschätzst.

Und so, wie dieses „Helfen vs. Motivieren“ in Beziehung steht zu „Leistungsdenken vs. Barmherzigkeit“ bzw. „Hilf‘ Dir selbst, dann hilft Dir Gott – weil ich helf‘ Dir sicher nicht!“, so steht all‘ das in Beziehung zu dem großen Thema „Make Leaks not War“ vs. „Ich habe den guten Kampf gekämpft“ nach Paulus (bzw. Djihad nach Mohammed).

Meint
Euer Christoph


Liebt Gott eigentlich den Teufel?

September 18, 2017

Seltsame Frage.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott eines seiner Geschöpfe NICHT liebte.

Und die Geschöpfe Gottes sind soooo großartig, dass selbst der Verwirrer seinen Zweck erfüllt.

Ich würde sogar so weit gehen, dass ich behaupte ohne Teufel funktioniert das Universum nicht.

Trotz all des Leidens, das wir wegen seiner Verführungskünste in die Welt gebracht haben.

Allerdings ist das mit der Liebe ja so eine Sache, ob man sie auch annimmt – oder ob man sie zurückweist.

Und was dementsprechend zwischen dem Teufel und seinem Schöpfer läuft – das geht mich jetzt wirklich nichts an.

Meint
Euer Christoph


Die Virtualisierung der menschlichen Gesellschaft

September 4, 2017

Die Menschen scheuen sich davor, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen.

Die Realität bleibt immer die ferne Unbekannte.

Und wir ziehen uns – sozusagen in einem neuen Biedermeier – zurück in die virtuellen Welten von Facebook, Twitter, Instagram, Youtube und wie sie alle heissen.

Beginnend in der Geborgenheit des Mutterleibs, sollte der Lebensweg eines Menschen darin bestehen, der Wahrheit – der Realltät – immer näher zu kommen.

Solange, bis wir mit dem Erdreich wieder eins werden und aufgehen im Universum.

Jedoch wir – anstatt dass wir uns immer näher an die Realität annähern – wir fliehen in immer neue virtuelle Gebärmütter, in denen wir uns geborgen fühlen.

Zurück zur Natur!

Zurück in die Ausgesetztheit des realen Lebens!

Möchte man rufen.

Doch wir haben Angst. Wir sind antriebslos. Wir machen uns Sorgen. Wir sind wütend, dass uns die Geborgenheit des Mutterleibs gestohlen wurde.

Und vor der Geborgenheit des Erdreichs fürchten wir uns.

Wir suchen Geborgenheit in virtuellen Welten, und wissen doch, dass diese Welten nur von kurzer Dauer sein werden. Provisorien. Notlösungen.

Wo bleiben echte Beziehungen, echte Gefühle und echte Geborgenheit? Ein echtes Zuhause?

Meint
Euer Christoph


Der Abu Kasim……

August 19, 2017

……war natürlich ein gewiefter Kaufmann, der genau gewusst hat, wie man Religion benützt, um Leute für die eigenen Interessen einzuspannen (zum Beispiel, um Kieg zu führen).

Machen wir bitte den EINEN Fehler nicht: unterschätzen wir nicht die Nachfahren des Abu Kasim (N.d.A.K.).

Meint
Euer Christoph


Virtuelle Identitäten und ihre Seele

August 12, 2017

Was kommt denn jetzt schon wieder?

Wir haben doch gerade erst festgestellt dass die Seele das Realste ist, das es gibt.

Virtuell sind eher die Äußerlichkeiten, weil sie sich erst durch die Sinne erschließen.

Und um die außerordentlich veräußerlichten Menschen der Internet-Generation, die es sehr schwer haben zum Inneren vorzudringen, geht es jetzt.

Die Menschen dort abholen, wo sie sind – also aussen – im Internet – und nach Innen führen – zur Seele, zu Gott.

Ist Glaubensvermittlung nicht eine persönliche Sache, die nur IRL funktioniert?

Hat es einen Sinn, im Internet von Religion zu sprechen? Von Gott? Vielleicht gar von Mystik?

Ich werde mir jetzt ernsthaft überlegen, ob ich mich hier engagiere.

Vielleicht finde ich ja Mitstreiter?

Meint
Euer Christoph


Mitleid ist kein Business Case

Juli 29, 2017

Es haben schon sehr viel weisere Menschen über das Thema „Verliebtheit vs. Liebe“ geschrieben und gesprochen.

Ich glaube, ich werde da nicht viel beitragen können.

Aber eines ist die Liebe, die Nächstenliebe, die „Caritas“, die allen Christen aufgetragen ist.

Das ist kein Gefühl, keine Duselei, sondern eine beinharte Lebenseinstellung.

Sich selber nicht so wichtig zu nehmen, sondern das Ganze im Auge zu behalten. Bis hin zur Feindesliebe.

„Caritas“ hat viel mit Mitleid zu tun.

Aber ist die „Caritas“ die Liebe, die eine Frau meint, wenn sie sagt: „Dieser Mann ist ein guter Freund für mich, wir sind in allem einer Meinung, haben dieselben Hobbies und passen sehr gut zusammen, aber ich liebe ihn nicht“.

Oder ist es eher die Antwort auf die Frage: „Was fühlst Du in der Nähe dieses Mannes?“


Reden wir also von „Verliebtheit“?

Verliebtheit ist ein Gefühl. Es ist die Erwartung, dass mir dieser Mensch noch etwas geben wird.

Also eigentlich sehr egoistisch.

Aber warum verwenden Frauen das Wort „Liebe“ für Egoismus?

Lange Pause.

Noch immer lange Pause.

Frauen sind beinharte Geschäftsleute im Fortpflanzungsbusiness.

Nein, kein Scherz.

Wenn ein Mann „es wert ist“, dann verliebt sich eine Frau in ihn.

Warum man dafür das große Wort Liebe verwendet?

Weiss ich nicht.

Meint
Euer Christoph