Mitleid ist kein Business Case

Es haben schon sehr viel weisere Menschen über das Thema „Verliebtheit vs. Liebe“ geschrieben und gesprochen.

Ich glaube, ich werde da nicht viel beitragen können.

Aber eines ist die Liebe, die Nächstenliebe, die „Caritas“, die allen Christen aufgetragen ist.

Das ist kein Gefühl, keine Duselei, sondern eine beinharte Lebenseinstellung.

Sich selber nicht so wichtig zu nehmen, sondern das Ganze im Auge zu behalten. Bis hin zur Feindesliebe.

„Caritas“ hat viel mit Mitleid zu tun.

Aber ist die „Caritas“ die Liebe, die eine Frau meint, wenn sie sagt: „Dieser Mann ist ein guter Freund für mich, wir sind in allem einer Meinung, haben dieselben Hobbies und passen sehr gut zusammen, aber ich liebe ihn nicht“.

Oder ist es eher die Antwort auf die Frage: „Was fühlst Du in der Nähe dieses Mannes?“


Reden wir also von „Verliebtheit“?

Verliebtheit ist ein Gefühl. Es ist die Erwartung, dass mir dieser Mensch noch etwas geben wird.

Also eigentlich sehr egoistisch.

Aber warum verwenden Frauen das Wort „Liebe“ für Egoismus?

Lange Pause.

Noch immer lange Pause.

Frauen sind beinharte Geschäftsleute im Fortpflanzungsbusiness.

Nein, kein Scherz.

Wenn ein Mann „es wert ist“, dann verliebt sich eine Frau in ihn.

Warum man dafür das große Wort Liebe verwendet?

Weiss ich nicht.

Meint
Euer Christoph

4 Responses to Mitleid ist kein Business Case

  1. Kardinal Novize Igor sagt:

    Also alles in allem zeigst du die richtigen Probleme auf.

    Nur bei ein paar Details würde ich noch nachschauen, zb:

    Aber ist die „Caritas“ die Liebe, die eine Frau meint, wenn sie sagt: „Dieser Mann ist ein guter Freund für mich, wir sind in allem einer Meinung, haben dieselben Hobbies und passen sehr gut zusammen, aber ich liebe ihn nicht“.

    Was, wenn es umgekehrt wäre und die Frau sagt:

    „Dieser Mann ist ein guter Freund für mich, wir sind in allem einer Meinung, haben dieselben Hobbies und passen sehr gut zusammen, UND DESHALB ich liebe ihn“.

    Liebt sie dann ihn um seiner selbst willen oder nur seine Eigenschaften? Weil er dieses und jenes KANN, dieses und jenes HAT?

    Jaja, die Frauen!

    Einerseits ist ihre Sexualität viel durchdachter, viel komplexer: Da spielt die Gepflegtheit des Mannes eine Rolle, dann der Körperbau, dann der Schwanz, dann das Geld, dann die Frage, ob er sich dressieren läßt, und schließlich die Lebenserwartung.

    Schließlich ist bei Frauen der Sex nach dem Coitus nicht vorbei; da gehört noch die Schwangerschaft und die Brutaufzucht dazu.

    Ausserdem hat sie nur 400 Eizellen im Leben; und vielmehr als 12 Schwangerschaften könnens wohl auch nicht sein.

    Also wägt sie die Faktoren viel genauer, viel berechneter ab, man hört ja bei Frauen die Rechenmaschine rattern, erst dann verlieben sie sich.

    Das heißt, die „Liebe“ verteilt sich auf viele Faktoren. Das heißt aber auch, dass Frauen zwischen Liebe und Verliebtheit im Allgemeinen schlecht unterscheiden können.

    Ja, richtig beleidigt können sie werden, wenn man ihnen sagt, dass sie einen Sextrieb haben! (vor allem die Jüngeren!)

    Beim Mann ist die Sache einfacher, da gehts um die Frage: „Ist sie schön oder nicht?“ Und weil die Sache so einfach ist, läßt sich für sie auch „Eros“ von „Caritas“ leichter trennen. Auch haben sie nicht vor, ihre Frau zu erziehen, es reicht ihnen schon, wenn sie eine Ruhe gibt.

    Andererseits: Gibts nicht auch Frauen, die einfach so drauf lospempern?

    Ja, aber die haben meistens einen Schaden. Weil sie ihre eigene Biologie nicht kennen. Und die pempern meistens auch nur so lange querfeldein, bis sie an einem kleben bleiben können.

    Und gibt es nicht auch Männer, die von der „hohen Liebe“ träumen?

    Ja, aber die haben auch einen Schaden, weil sie die Fähigkeit zur Abstraktion nicht nutzen. Und dadurch ihre Coolheit, Lässigkeit und Überlegenheit verlieren, die sie bei Frauen attraktiv macht. Und weil solche nicht nach Höherem streben können, weil der Höchste Platz von irgend einem Weib besetzt ist.

    Das ist der Männer Elend: dass sie die „hohe Liebe“ niemals im Sinnlichen suchen dürfen.

    Das ist der Frauen Elend: Dass sie bei den Männern, die sie gern hätten, immer nur Nebensache sein können.

    Alles das ist nur Biologie, ganz wertfrei.

    Und wahrscheinlich ist es nicht einmal leicht, so etwas wie „Caritas“ in dieses biologische Uhrwerk zu bringen. Wahrscheinlich wird es irgendwie von außen kommen müssen.

    Wie ja auch eine Gemeinschaft nicht dadurch funktioniert, indem sich die einzelnen Mitglieder zur Masse auflösen, sondern idealerweise jeder das Gleichgewicht hält zwischen Selbstaufgabe und Ichfindung: dass jeder der sein darf, was er ist.

    Vielleicht wäre es mal gut, wenn die Männer aufstehen würden und sagen: „Ich will nicht zum Sexualobjekt reduziert werden!“ Da fällt dann nämlich auch der Mißbrauch als „bester Freund“, „Weinbaum“, „Experte für eh alles“, „privater Philosoph“ etc weg! Das wäre eine Revolution!

    LG KNI

  2. Kardinal Novize Igor sagt:

    PS.: Eine Form der „Caritas“ gibts vermutlich auch hier: Dass man anständig bleibt und den anderen nicht erniedrigt. Da ist ein Abschied oft nicht das schlechteste.

  3. Yeti sagt:

    Hi hi. Ein Mann möchte seine Frau nicht erziehen, er ist schon froh, wenn sie ihre Ruh‘ gibt. Das triffts wirklich 🙂

  4. Yeti sagt:

    Aber Du hast recht. Wahrscheinlich kämpfen beide, Männer und Frauen, ein Leben lang damit, dass sie sich nicht von der blanken Biologie unterkriegen lassen dürfen…….

    Meint
    Euer Christoph

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