Nachtrag zum heuristischen Gleichgewichtskriterium
Wir haben also jetzt definiert, dass ein Hof im Feudalsystem dann ethisch korrekt geführt wird, wenn das
Heuristische Gütekriterium für Hofführung im Feudalsystem
(R – C) = KPT * infl + KAU (Gl. IV.1a)
(1 – (K/P + ü)) * fBU = shg * fBU (Gl. IV.1b)
über einen längeren Zeitraum gerechnet zutrifft
Wieder haben wir die drei Verantwortlichkeiten:
Jedes Mitglied des Hofes muss dafür Sorge tragen, im Rahmen des Hofes gesund zu produzieren und zu konsumieren, wie es seiner eigenen Identität (Physis, Psyche) entspricht. Wenn das nicht geht, gibt es die üblichen drei Möglichkeiten
Die Situation akzeptieren (für Looser) oder sich selber ändern (für treue Helden)
Den Hof verlassen (für Abenteurer)
Den Hof verändern (für Super-Heroes)
Der Bauer hat das Gütekriterium zu überwachen und bei relevanten Abweichungen Maßnahmen zu setzen. Die Anteile (R – C) und (1 – (K/P + ü)) * fBU sind „über einen längeren Zeitraum zu rechnen“ – der in der Größenordnung der Verderbnis der Lebensmittel liegt, z.B. ein Jahr. Dasselbe gilt für die rechte Seite der Gleichung (Inflation und Schwund).
Durch entsprechende Ethik-Regeln muss dafür gesorgt sein, dass es einen „sozialen Ausgleich“ gibt, der Starke muss dem Gefallenen „auf die Beine helfen“ (Heilung der „sozialen Krankheit“)
Und folgende Idealisierungen
Almosen von einem Hof zu einem anderen sind hier vernachlässigt
Kredite kann man als Finanzdienstleistungen mit diesem Modell als Teil des Imports darstellen
Subventionen vom Fürsten an den Hof kann man als Investitionen in zukünftige Steuerzahlungen – Kapitalaufstockungen – interpretieren
Steuern gegenüber dem Fürsten kann man als Zahlung einer importierten Serviceleistung interpretieren, da der sich um folgende Dinge kümmert
Sozialer Ausgleich im Fürstentum
Verteidigung des Fürstentums
Ermöglichung des Handels (Währungspolitik, Straßenbau)
Einlagerung und Krise
Zuallererst ist die Balance zwischen Geldvermögen und Sachvermögen zu hinterfragen.
Geldeinlagerungen und Sacheinlagerungen dienen – und daran hat sich seit der Steinzeit nichts geändert – allesamt dem Überdauern der Krise, einen anderen Zweck gibt es nicht, ausser man möchte die Inflation.
Sachvermögen – zum Beispiel schöne Kunstwerke – können im Krisenfall bei einem anderen Hof gegen notwendige Güter getauscht werden, vorausgesetzt, diese sind im anderen Hof vorhanden und der andere Bauer mag Bilder.
Für Geld gilt im Wesentlichen dasselbe, man muss nur die Krise vorher durchsimulieren und sich überlegen, ob Geld oder Sachvermögen nützlicher sein wird, welche Art von Geld (z.B. Schweizer Franken) und welche Art von Sachvermögen (z.B. Knäckebrot).
Das gemeinsame Geld aller Höfe des Fürstentums ist eine sichere Anlage, solange der Fürst und die Bauern es gemeinsam schaffen die Inflation niedrig zu halten.
In diesem Beispiel gehen wir davon aus, dass alle Einlagerungen als Spareinlagen vor sich gehen und dass die Krise immer nur ein Fürstentum betrifft – mit Geld kann man in der Krise beim Nachbarfürstentum BEGRENZT Güter einkaufen, solange die Währung dadurch nicht in die Inflation gerät.
Beispiel „Einlagerung nur durch Geldvermögen“
Wenn der Hof nur Geldvermögen einlagert, dann heisst das, dass sein gesamtes Sachvermögen nur aus Produktionsmitteln besteht (auch die Nettoeinlagerungsquote NEQ = 1 – (K / P + ü) ist also übers Jahr immer noch Null) und beide Faktoren, infl und shg, müssen aus den Spareinlagen R – C gedeckt werden.
Das eingesetzte Kapital KPT entspricht dem größten anzunehmenden Unfall GAU = gau * fBU (im letzten Beispiel war das gau * fBU = 3 * fBU).
shg………..durchschnittlicher anteiliger Vermögensverlust („gebunkertes“ Vermögen und Produktionsmittel) + durchschnittlicher anteiliger Produktionsausfall durch unversicherte, aber planbare, Risiken
KPT………..GAU = gau * fBU = 3 * fBU
also eingesetzt
(1 – (K/P + ü)) * fBU = 0 (Gl. IV.2)
(R – C) = KPT * infl + shg * fBU (Gl. IV.3)
(Gl. IV.3) kennen wir bereits. Sie gibt an, wieviel Geld der Hof sparen sollte. Der Reingewinn, der dem Eigentümer zusteht, ist hier bereits abgezogen und diente dazu, das „Vermögen des Eigentümers – anteilig – als eingesetztes Kapital zu mieten“.
(Gl. IV.2) erinnert sehr an das Kriterium für den Nomaden 1 – K / P = 0, nur gibt es hier noch den Anteil ü, weil es ja einen Außenhandel (von Hof zu Hof) gibt.
Ethisches Gleichgewicht (näherungsweise): ü = 1 – K / P
K / P ist das Verhältnis zwischen Konsumzahl und Produktionszahl und darf ungleich 1 sein, wenn es im Aussenhandel entweder einen Überschuß oder einen Nettoimport gibt.
Für Gesellschaften mit K / P > 1 muss ü < 0 sein (Nettoimporte), sonst folgt daraus Mangel (mit allen Folgen, die bereits für die Nomaden ventiliert wurden).
Für K/P < 1 muss ü > 0 sein, sonst folgt daraus Überfluß (mit allen seinen Folgen, die bereits für die Nomaden ventiliert wurden).
Anmerkung: zum „Gütekriterium unter Berücksichtigung des Überschusses ü“ und zum „Gütekriterium unter Berücksichtigung moderner Produktions- und Konsumverhältnisse“ wollen wir zu einem späteren Zeitpunkt noch detailliertere Beispiele durchdenken.
Einlagerung und Versicherung, Weltvermögen
Natürlich kann man die Einlagerung von Geld- oder Sachvermögen auch zu Versicherungsunternehmen oder Banken outsourcen, wenn man selbst nicht die Möglichkeiten zur Einlagerung hat.
Unter Berücksichtigung der Versicherungsunternehmen bleibt also der Satz
Die weltweite Gesamteinlagerung von Geld- und Sachvermögen (inklusive Einlagerungen durch Versicherungsunternehmen) – ausgenommen Produktionsmittel – sollte der Gesamtmenge der Risiken entsprechen, die im Falle des „Welt-GAU“ eintreten können, und die durch dieses Vermögen überhaupt gedeckt (oder zumindest gelindert) werden können.
Es hat keinen Sinn, Vermögen anzuhäufen für Risiken, die prinzipiell oder durch dieses Vermögen nicht verhindert, wieder gutgemacht oder zumindest gelindert werden können.
Wie ist das nun mit den Risiken für die Weltwirtschaft (ich meine nicht Deinen privaten Haushalt, dort kennst Du Dich besser aus)?
Inflation
Epidemien
Pandemien
Erdbeben und Tsunamis
Vulkanausbrüche
GAUs mit menschlichen Technologien (Reaktorkatastrophen)
Meteoriteneinschlag
Kometeneinschlag
Kriege und Hungersnöte
Revolutionen, Raubzüge
Welche sind unvermeidbar? Welche kann man mit Geld- oder Sachvermögen wieder gut machen oder mildern? Welche kann man mit dem Einsatz von Geld- oder Sachvermögen vermeiden?
Jeder denke selber nach, ob wir zuviel, zuwenig oder genau richtig viel eingelagert haben, und ob eine Pandemie nicht ein Argument für Vermögenssteuern sein könnte.
Spezialisierung war angesagt, der Transport wuchs.
Aber ein „internes“ Geld – eine innerhalb der Sippe gültige „Währung“ musste es auch schon bei den Jägern und Sammlern gegeben haben, um Erzeugung und Verbrauch gerecht zu verteilen.
Bei den Überlegungen über den Schwund sind wir dahinter gekommen, dass sich Lebensmittel nur schlecht als Währung eignen, weil sie nach kurzer Zeit verderben.
Welche Eigenschaften sollte ein Geldstück also haben?
Alle (die ganze Sippe) sollten an den Wert des Geldstücks glauben
Es sollte nicht kopierbar sein (die Sacheigenschaft haben) und der Eigentümer (die Sippe) sollte erkennbar sein
Es sollte gut lagerfähig sein
Man nimmt an, dass z.B. Tierknochen aus der Jagdbeute oder Felle als interne Währung der Jäger und Sammler verwendet wurden.
Je einen höheren Anteil an der Jagdbeute man bekam, desto mehr „interne Dienstleistungen“ konnte man sich leisten – abgesehen vom Fleisch, das ja zum Verzehr gedacht war.
Natürlich sollte das Geld nur innerhalb der Sippe eine Bedeutung haben, weshalb wohl der Häuptling sein Zeichen auf die Knochen gemacht hat, vielleicht jedes Jahr ein neues, weil die alten Knochen nichts mehr wert sein sollten.
Städte/Gewerbe – Trennung von Haus u. Hof
Mit dem Geld kam die Macht.
Mit steigender Produktivität (wir Erfinder sind der Teufel) wuchs wieder die Kopfzahl und damit der Ressourcenverbrauch, was wiederum die Ressourcen knapp werden ließ.
Außerdem musste die gemeinsame Währung verwaltet werden – eine Schatzkammer musste es geben, um die Währung am Geldmarkt zu verteidigen –, was gemeinsam mit dem Handel Machtzentren hervorrief und die Marke des Gebietes verteuerte.
Die Städter lebten zwar effizienter – eng zusammengerückt (Fernwärme, Straßenbahn, …………), benötigten aber mehr Geld, da man von den Grundnahrungsmitteln abhängig war, außerdem gab es Vergnügungen sondergleichen. Das Preisniveau stieg durch die Verstädterung.
Ausserdem machte Stadt krank, was in dieselbe Kerbe schlug.
Dadurch, dass das Preisniveau innerhalb des Fürstentums stieg, konnte der Bauer zwar leichter Luxusgüter aus dem Ausland importieren, das Ersparte wurde aber weniger wert, er war also nicht mehr so krisensicher (das erinnert ein wenig an die vielen Luxusimporte nach Europa – vor allem Handies und andere elektronische Geräte).
Dadurch mussten die Bauern noch mehr produzieren und wurden schließlich wehrlos, weil sie nicht mehr in die Verteidigung des Hofes investieren konnten.
Die Marke lockte andere Fürsten an und führte zu Beutezügen aus dem Ausland.
Nun war es die Pflicht und Schuldigkeit des Machtzentrums, die gemeinsame Währung durch Waffengewalt zu verteidigen.
Somit sind die Währungspolitik, die Handelspolitik und die Verteidigungspolitik die ersten und wichtigsten Aufgaben einer Währungsunion.
All dies war ein Teufelskreis und wir wollen uns jetzt überlegen, ob wir im Feudalsystem ein Gleichgewicht finden könnten.
Wir nehmen an, dass durch Landflucht weder die Konsumzahl K am Land noch die Produktionszahl P am Land sich ändern, bloß die Kopfzahl reduziert sich, was die Lage an der Ressourcenfront für den Eigenverbrauch wieder beruhigt.
Es war aber weniger Überschuss da, den man in die Stadt exportieren konnte. Der Bauer konnte sich also keine Luxusgüter mehr leisten.
Was passierte aber in der Stadt? Wenn ein Flüchtling vom Land ankommt, erhöht sich mal die Konsumzahl K, wodurch entweder die Reserven angetastet werden müssen (wenn die Stadt welche hat), oder der Lebensstandard sinkt augenblicklich durch Verteilung des Konsums auf mehr Köpfe, oder man nimmt auf die Flüchtlinge Kredite auf, weil man auf ihre Zukunft hofft.
Solange der Flüchtling in Ausbildung ist, ist das für die Stadt häßlich.
Und es kommen auch Flüchtlinge von einer großen Landfläche in eine kleine Stadtfläche, das Ressourcenproblem ist hier also noch viel häßlicher als am Land.
Gewerbebetriebe müssen auf engstem Raum aus den Ressourcen Geld machen, um die Nahrungsmittel vom Land kaufen zu können, was zu einer sehr starken Umweltbelastung führt.
Städte sind schmutzig. Der Gewerbetreibende wird also möglichst weit weg von seinem Gewerbe wohnen – der innerstädtische Berufsverkehr ward erfunden.
Nun wollen wir alle diese Behauptungen durch Formeln hinterlegen.
Zur Realwirtschaft (Waren, Dienstleistungen, Daten/Software) kommt nun also noch die Geldwirtschaft hinzu (Münzen, Geldscheine, Schuldscheine aller Art, Aktien, Finanzprodukte höherer Ordnung, ……)
Nettosparquote NSPQ = (R – C) / R R = Revenue(Export), C = Cost (Import*))
eingesetztes Kapital KPT, um Krisen abwehren zu können
*) Die „Kosten für Import“ enthalten auch alle Steuern und Abgaben an den Fürsten und den Reingewinn für den Eigentümer
„Ethisch einwandfreie Hofführung“ ist schwerer zu definieren
Heuristisch setze ich:
Alle nicht versicherten Risiken, die im Durchrechnungszeitraum auftreten, das sind der „Schwund durch höhere Gewalt“ und die Inflation (abzüglich etwaiger Sparzinsen), sollen durch Einlagerung und Spareinlagen abgedeckt werden.
Weiters muss man eine eventuelle Kapitalaufstockung KAU finanzieren, wenn man z.B. die Risiken für den nächsten Durchrechnungszeitraum neu bewertet hat.
(Export – Import) / Produktion = ü ………. Überschuss, bezogen auf Produktion
NEQ * fBU = (1 – ( K/P + ü ) ) * fBU
Interpretation von Gl. III.2
Erster Fall: nehmen wir einen Hof, auf dem alle 5 Jahre einmal die gesamte Produktion ausfällt (ohne sonstige Vernichtung von Vermögen). Schlimmstenfalls können drei solcher Ereignisse in Serie auftreten. Es wird nur Kapital gelagert, die Lagerbestände und NEQ sind übers Jahr immer noch Null.
Wir setzen also das Kapital
KPT = gau * fBU (Gl. III.3)
ein, um drei schlimme Jahre überstehen zu können.
gau = 3 ………. größter anzunehmender Unfall, bezogen auf den fiktiven Wert der Gesamtproduktion
Im Durchschnitt muss der Komplettausfall aber nur alle 5 Jahre finanziert werden, es gilt also
und hat nach 5 Jahren ein neues Kapital (linear gerechnet, man verzeihe mir):
KPTneu = KPT (1 + 5 * (infl + 1/15))
sodaß man um den Betrag KPT * 1/3 = 1/gau * KPT = fBU die Jahresgesamtproduktion am Markt kaufen kann, und dann trotzdem noch ein KPT5 = KPT (1 + 5*infl) für den GAU übrig hat.
Wir sehen, eine „gesunde“ Rendite deckt genau die Inflation und die unversicherten Risiken (Vernichtung von Vermögen bzw. Produktionsausfall durch höhere Gewalt).
Hier gehen wir davon aus, dass der Eigentümer als Teil des Produktions- und Konsumprozesses ein Teil des Hofes ist und mit dem Hof produziert und konsumiert, er entnimmt dem Hof keinen „externen Gewinn“ (Reingewinn).
Das ist also in diesem Beispiel der pure Kommunismus, weil ja niemand einen Lohn in der externen gemeinsamen Währung bekommt, um auch extern konsumieren zu können.
Wenn zum Beispiel in einer Sippe jedes zehnte Mitglied unproduktiv ist, dann gilt z.B.
Gesamtanzahl Mitglieder N = 30, also Anzahl unproduktiver Mitglieder NU = N / 10 = 3 ===> K = N / PPÄ = N / (N – NU) = 30 / 27
Natürlich sind wir von idealisierenden Voraussetzungen ausgegangen:
Der Nomade kann das „momentan besetzte“ Gebiet Gi frei wählen, ohne Krieg zu führen
Es gibt keinen Markt und kein Geld
Es gibt weder Raubzüge noch Geschenke (Almosen) noch Leihgaben von oder für andere Sippen
Dann bleibt der Nomade im Normalfall an seinem Ort und die Sippe produziert ihren gesamten Konsum selbst:
Näherung während der sesshaften Periode: lokale Erzeugung = lokaler Verbrauch –> Transport = 0 (Gl. II.2)
Erzeugung und Verbrauch – oder auch „Produktion“ und „Konsum“ – sind dabei vektorielle Größen, die die Menge der Güter beschreiben, die über den Bezugszeitraum erzeugt bzw. verbraucht worden sind. Wobei jede Art von Gut, das innerhalb der Sippe vorkommt, ein eigenes Element in jedem Vektor bekommt.
Reserve und Schwund
Ein kleiner Anteil der Produktion (nur Sachen, keine Dienstleistungen) geht in die Reserve für schlechte Zeiten, muss aber wieder verbraucht werden, bevor er verdirbt.
Wenn etwas verdirbt, bezeichnen wir das als Schwund oder – moralisierend – als Verschwendung.
Über einen längeren Zeitraum gerechnet, entspricht die netto Einlagerungsquote (Einlagerung – Auslagerung) / Produktion also dem Schwund bezogen auf die Produktion.
übers Jahr gerechnet (in der Reserve verdirbt jedes Lebensmittel spätestens nach einem Jahr, sei die Annahme): netto Einlagerungsquote = Schwund (bezogen auf Produktion) (Gl. II.3)
Auch diese Größen sind Vektorgrößen.
Aufbruch
Wenn nun die Erzeugung hinter dem Verbrauch zurückbleibt, wenn der Nomade dem Gebiet Gi also nicht mehr die nötigen Ressourcen entnehmen und verarbeiten kann – entweder
weil er die nötigen Ressourcen verbraucht hat (Phosphor, sauberes Wasser, Stickstoff im Boden, seltene Erden, ……),
weil er nicht die nötige Technologie hat, um dem Gebiet nötige Ressourcen zu entnehmen (erneuerbare Stromerzeugung, nachhaltige Landwirtschaft, ……),
weil die Umgebung nicht mehr lebenswert ist und somit den Nomaden in seiner Lebenskraft schwächt (Klimawandel, Artensterben, Pandemien ……) oder
eigentlich kann man generell sagen „wegen Misswirtschaft“
er hat die falschen Produktionsmittel gewählt,
er hat seine Produktionsmittel nicht gepflegt,
er hat nicht für Risiken vorgesorgt oder
er hat das falsche Gebiet Gi gewählt
er hat zu viel (Überbevölkerung) oder zu wenig (Überalterung) Kinder bekommen
dann packt er alle seine Produktionsmittel und Reserven, seine Kinder und seine Siechen (hoffentlich) und macht sich auf den Weg in ein neues Gebiet Gk ≠ Gi, in dem er dann wieder mit demselben Lebensstandard weiterleben kann.
Der Aufbruch des Nomaden, der Transportfaktor = N = Nomadisierungsfaktor ist also ein Eingeständnis, dass die Sippe mit diesem Gebiet Gi nicht zurechtkommt *).
*) Hier ist ein psychologischer Faktor nicht berücksichtigt. Manchmal braucht der Mensch einfach Veränderung, damit er nicht an Fadheit stirbt. Der Aufbruch des Nomaden kann also auch aus diesem Blickwinkel betrachtet werden.
Solange eine Ansammlung von Gebieten Gi, also nennen wir es das Habitat H = G1 + G2 + G3 + … + Gn nur schütter bewohnt ist, ist dies aber eine mögliche, gangbare Lebensweise.
Sagen wir, sein Habitat H seien 10 Gebiete Gi = G1 bis G10, dann können in den anderen 9 Gebieten die „Ressourcen nachwachsen“, während er das zehnte Gebiet ausbeutet. Er kann seinem Gebiet also 10x so viel entnehmen, wie nachwächst, und bleibt immer nur ein Zehntel des „Durchwanderungszeitraumes“ in einem Gebiet.
Wir definieren noch die momentane Gesamtproduktionszahl: das, was zur gegebenen Zeit in der gegebenen Sippe eine durchschnittliche produktive Person produziert, bezogen auf das, was eine durchschnittliche Person konsumiert:
PPÄ …produzierende Personenäquivalente (Skalar) N …Gesamt-Personenzahl (Skalar) K = N / PPÄ (Skalar)
P := (Produktion / PPÄ) / (Konsum / N) P = (Produktion / Konsum) * (N / PPÄ)
P = (Produktion / Konsum) * K (Gl. II.4)
Diese Produkte und Quotienten sind alle elementweise zu verstehen, da ja Produktion und Konsum vektorielle Größen sind (jeweils ein skalarer Wert für jeder Art von Gut).
Damit ist auch P eine vektorielle Größe (ein skalarer Wert für jeder Art von Gut).
Weil die netto Einlagerungsquote NEQ so definiert ist:
Da die durchschnittliche Einlagerungsquote – übers Jahr gerechnet – beim Nomaden ohne Markt und ohne Geld dem Schwund entspricht – und weil wir Schwund als ethisch böse bewerten (Verschwendung) – wünschen wir uns
Ethisch guter Nomade *): 0 = 1 – K / P —–> K = P (Gl. II.8)
*) später werden wir einen „Schwund aufgrund höherer Gewalt“ (shg) definieren, sodass diese Gleichung eigentlich lauten müsste: 1 – K/P = shg
Das heisst, dass, wenn alle Mitglieder der Sippe gut versorgt sind – also weder unterversorgt noch überversorgt und die produktiven Mitglieder gut ausgelastet sind, weder überlastet noch unterbeschäftigt, trotzdem der Schwund gleich Null ist.
Feststellungen durch den Häuptling
Festgestellter Sachverhalt
Mögliche Ursachen
Mögliche Reaktionen der Sippe
P steigt (Überfluss)
a) LANGFRISTIGE URSACHE Innovation a1) Produktion steigt a2) Konsum sinkt
b) MITTELFRISTIGE URSACHE Neues Gebiet ist jetzt fruchtbarer b1) Produktion steigt
c) TEMPORÄRE URSACHE Frühling c1) Produktion steigt
1) P verkleinern 2) K vergrößern 3) Auslagerung reduzieren / Einlagerung vergrößern
K sinkt (Überfluss)
a) LANGFRISTIGE URSACHE Unproduktive sterben a2) Konsum sinkt
a) LANGFRISTIGE URSACHE Kinder werden erwachsen b1) Produktion steigt
c) TEMPORÄRE URSACHE Kranke Produzenten werden gesund c1) Produktion steigt
1) P verkleinern 2) K vergrößern 3) Auslagerung reduzieren / Einlagerung vergrößern
P sinkt (Mangel)
a) LANGFRISTIGE URSACHE Habitat ist ausgelaugt / Vergessenskurve (Gegenteil von Innovation) a1) Produktion sinkt a2) Konsum steigt
b) MITTELFRISTIGE URSACHE Gebiet ist ausgelaugt->weiterwandern b1) Produktion sinkt
4) P vergrößern 5) K verkleinern 6) Auslagerung vergrößern / Einlagerung verkleinern
K steigt (Mangel)
a) LANGFRISTIGE URSACHE Produktive werden endgültig unproduktiv (oder sterben „nur“) a1) Produktion sinkt (Konsum sinkt weniger)
b) MITTELFRISTIGE URSACHE Kinder werden gezeugt b1) Produktion sinkt b2) Konsum steigt
c) TEMPORÄRE URSACHE Produzenten werden krank b1) Produktion sinkt
4) P vergrößern 5) K verkleinern 6) Auslagerung vergrößern / Einlagerung verkleinern
Mögliche Ursachen für Überfluss/Mangel und mögliche Reaktionen der Sippe
Ethische Bewertung der möglichen Reaktionen
1), 2) und 3) sind die möglichen Reaktionen auf Überfluss,
4), 5) und 6) geben an, was man bei Mangel tun kann.
Hier wollen wir auch den ethischen Wert der verschiedenen Reaktionen feststellen.
1) + 2) P verkleinern oder K vergrößern
K kann man vergrößern, indem man
Kinder zeugt
Krankheiten der Produktiven fördert
Unproduktive Flüchtlinge aus anderen Sippen aufnimmt
und 3. sind ethisch OK, 2. ist ethisch nicht in Ordnung
P kann man verkleinern durch
Unterbeschäftigung für die produktiven Mitglieder oder
Überkonsum für alle.
Beides kann man eher nur negativ beurteilen *), im besten Fall wird es dazu führen, dass die produktiven Mitglieder beginnen, unnützes Zeug zu produzieren, das nur unnötig Ressourcen verbraucht und dann verdirbt.
Dieses unnütze Zeug kann man ethisch nur rechtfertigen, wenn es dem Kindersegen dient (z.B. Schmuck, schönes Gewand, Dorffeste, ……), sodass es ein ethisch korrekter Umweg zum Punkt 1. ist, oder es dient als Geld zum Einlagern als Vorsorge gegen Risiken (zum Geld später mehr).
*) P ist ja ein Vektor. Im Fall, dass nur ein oder einige Elemente des Vektors zu groß sind, kann man Produzenten – teilweise – auf die Produktion anderer Güter ansetzen, was wiederum eine positive ethische Bewertung zur Folge hätte. Wir haben in Europa zum Beispiel viel zu viele Nahrungsmittel, nehmen uns aber viel zu wenig Zeit für unsere Kranken und Siechen, und auch für unsere Kinder. Hier wäre ein Umdenken der Subventionskultur dringend nötig.
Wenn P nur temporär steigt, zum Beispiel weil Frühling ist, dann hat es Sinn, nicht mehr eingelegte Gurken zu essen, sondern lieber Frischgemüse.
Längerfristig kann es Sinn machen, Geld oder andere Wertgegenstände einzulagern (zum Geld später mehr)
4) + 5) + 6) P vergrößern oder K verkleinern, Auslagerung vergrößern, Einlagerung verkleinern
Der Umgang mit Mangel ist ethisch sehr viel schwieriger, als der Umgang mit Überfluß.
K verkleinern geht nur
mittelfristig, indem man den Anteil der Kinder an der Gesamtbevölkerung reduziert (und damit langfristig die Kopfzahl reduziert und eine Überalterung bewirkt),
oder kurzfristig, indem man produktive Flüchtlinge aufnimmt (und damit die Kopfzahl vergrößert).
Das sind die ethisch korrekten Antworten, wenn das Habitat oder die Sippe ausgelaugt sind.
Die erste Antwort führt zum Exitus der Sippe, die zweite ist eine „Auffrischung durch fremdes Blut“.
Eine ethisch nicht akzeptable Möglichkeit besteht darin, dass man die sogenannten nicht produktiven Mitglieder der Sippe beseitigt (wie auch immer).
Ansonsten bleibt nur
die kurzfristige Möglichkeit, auf die Reserven zuzugreifen (solange man noch welche hat)
und die mittel- bis langfristige Möglichkeit, P zu erhöhen.
Ethisch nicht korrekte Erhöhung von P: Eroberungskrieg führen und Habitat wechseln.
Ethisch korrekte Erhöhung von P: Innovation (bevorzugt) oder unbesetztes fruchtbares Habitat suchen (sowas gibt’s heute nicht mehr, ausser – vielleicht – extraterrestrisch).
Verantwortung
Zu den Themen Unter-/Überversorung und Unter-/Überbelastung müssen wir erstens davon ausgehen, dass jedes Mitglied der Sippe die Verantwortung wahrnimmt, seine Produktion und seine Konsumation im Rahmen der eigenen Gesundheit gut zu dimensionieren.
Das ist die ethische Verantwortung des Individuums in der Nomadensippe, so zu konsumieren und so zu produzieren, dass es selbst als Individuum gesund und zufrieden lebt.
Hierzu wieder der Hinweis auf die Sabbath-Regel des Judentums und die 8:8:8 Regel des Hl. Benedikt, die wir später erforschen wollen.
Zweitens sollte übers Jahr gerechnet das Gütekriterium (Gl. II.8) eingehalten werden, das ist die Verantwortung des Häuptlings, damit die Sippe übers Jahr betrachtet ohne Verschwendung, ohne Hungersnot, ohne Raubzüge und durch die anderen Sippen wohlgeachtet (ohne Almosen) leben kann.
Drittens ist es die Verantwortung des Häuptlings, für einen sozialen Ausgleich zu sorgen, sodass der Starke dem Schwachen auf die Beine hilft (Heilung der „sozialen Krankheit“)
Die Hofwirtschaft
Als die Menschen ihre Technologie = Produktivität = Produktionszahl P steigerten, konnten sie mehr Kinder bekommen, wurden mehr und mehr und merkten schließlich, dass das Nomadenleben immer mehr zu Kriegen führte, da es öfter passierte, dass man in ein Gebiet Gi ziehen wollte, das bereits von einer anderen Sippe besetzt war.
Einige Menschen akzeptierten die Dezimierung durch diese Kriege und waren zufrieden damit (love it), andere traten weite Wanderungen an – weiter als das übliche Nomadisieren – auf der Suche nach unbesetzten oder „schwach“ besetzten fruchtbaren Gebieten (leave it) und einige kluge Köpfe (change it) steckten ihre Köpfe zusammen und erfanden die Hofwirtschaft.
Da nicht mehr genug Grund vorhanden war, musste der Grund Eigentümer bekommen, sogenannte „Höfe“. G1 = H1, G2 = H2, G3 = H3, G4 = H4, ……, Gn = Hn.
Jeder Hof musste sich auf seinen Grund „spezialisieren“, also Erzeugung und Verbrauch so organisieren, dass es diesem Grund „entsprach“. Natürlich gab es dann Produkte, also Waren, Dienstleistungen und Daten, die man „eigentlich“ brauchte, die aber nur auf einem anderen Hof wirtschaftlich produziert werden konnten.
Auch Luxusgüter benötigte man, um das Weibchen anzulocken.
Abbildung 2: In der Hofwirtschaft entspricht der externe Transport der Erwerbsquote EQ
Deshalb erfand man den Markt und das „externe“ Geld.
Der Transport zum und vom Markt entspricht dann der Erwerbsquote:
EQ = Aufwand für Erwerbstätigkeit / Gesamtaufwand (Skalar) (Gl. II.9)
Für diese Erwerbstätigkeit, kann auf dem Markt ein Preis R (Revenue) erzielt werden. Die Erwerbstätigkeit wird also am Markt eingepreist und durch Vergleich der Aufwände für die Markterzeugnisse mit den Aufwänden für die Gesamterzeugung kann man auch die Gesamterzeugung bepreisen und hat nun zum ersten Mal einen fiktiven Brutto-Umsatz, um die „Größe“ des Hofes mit anderen Höfen objektiv zu vergleichen.
fBU = R * Gesamtaufwand / Aufwand für Erwerbstätigkeit (Skalar) (Gl. II.10)
Den Aufwand kann man in „effektiv produzierenden Personenäquivalenten“ messen (wenn man den Wert des Ressourceneinsatzes *) nicht zu den Aufwänden zählt)
Gesamtaufwand = PPÄ
Aufwand für Erwerbstätigkeit = EQ * PPÄ
also
fBU = R / EQ
*) ich bezeichne Menschen NICHT als „Ressourcen“
ACHTUNG: die Erwerbsquote bezieht sich hier nur auf die „produktiven“ Mitglieder. Entgegen anderslautender Behauptungen an anderer Stelle ist die Erwerbsquote NICHT der Kehrwert der Konsumzahl:
K = Gesamt-Personen-Äquivalente (N) / produktive Personen-Äquivalente (PPÄ)
Oft wird man sich für die Hof-interne Wirtschaft nicht interessieren und alle externen Effekte derselben (Ressourcenentnahme und -ablagerung im Gebiet Gi) im Transport vom und zum Markt verpreisen, in diesem Fall kann man die
Effektive Erwerbsquote EEQ (für die Finanzwirtschaft effektiv) EEQ = EQ / K = erwerbstätige Personen-Äquivalente / Gesamt-Personen-Äquivalente
definieren.
Das „interne“ Geld der Nomaden
Eine Art „internes“ Geld mussten ja schon die Nomaden (und auch die Jäger und Sammler) gehabt haben, um Produktion und Konsum gerecht (und nicht nach dem „Recht des Stärkeren“) auf die einzelnen Familien in der Sippe zu verteilen.
Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Familienbeihilfe, Sozialbeihilfen – ethisch OK
Manche Familien hatten mehr Kinder oder Kranke oder schwächere Produzenten oder verschwenderische Konsumenten – die musste man unterstützen und schelten bzw. motivieren -, andere Familien hatten weniger Kinder, Kranke oder stärkere Produzenten oder sparsamere Konsumenten – die musste man besteuern und loben, damit sie ihre Lebensweise auch den „Schwächeren“ beibrachten.
Subventionen für die Landwirtschaft, Regionalförderungen, Kulturförderungen
und dergleichen sind ethisch nicht OK*, wenn es keine gesellschaftliche Gegenleistung gibt,
weil sie Wirtschaftszweige und Lebensräume künstlich am Leben erhalten (die nicht dem Menschen entsprechen) und die Menschen davon abhalten, in artgerechte Wirtschaftszweige und Lebensräume zu wechseln
* Notiz: Da meine Arbeit zu einem kleinen Anteil auch der Standardisierung zugute kommt, was insgesamt den Markt vergrößert, aber auch dem Mitbewerb nutzt und nicht nur unseren Kunden, bekommt mein Arbeitgeber dafür eine kleine Subvention vom Staat – eine „Förderung“. Dies ist also keine „Subvention ohne Gegenleistung“, sondern eine „Anerkennung der gesellschaftlichen Leistung“ (quid pro quo)
Von der Hofwirtschaft zur arbeitsteiligen Gesellschaft
Dort habe ich begonnen, mir Gedanken zu machen, indem ich mein eigenes Berufsleben ein wenig nach Kennzahlen gedeutet habe (Bruttoumsatz, Nettoeinkommen, effektive Erwerbsquote innerhalb meiner Familie), und kam zu dem sogenannten
alles bezogen auf eine bestimmte Wirtschaft, sei es eine Sippe, ein Hof oder eine Familie, ein Staatshaushalt oder die Weltwirtschaft an sich.
Da Österreich einen Gesamtumsatz von gegoogleten ~450 Milliarden Euros und ein gegoogletes Nettoeinkommen von ~90 Milliarden Euro hat (90 / 450 = 20%) und eine Erwerbsquote von 50%, heisst das auf einen ersten heuristischen Blick, dass wir um den Faktor 50% / 20% = 2,5 zuviel arbeiten bzw. zuwenig verdienen !!!
Dabei bin ich davon ausgegangen, dass sich Produktion und Konsum die Waage halten sollten („Gleichgewicht“), habe aber noch einiges offen gelassen, zum Beispiel bin ich noch nicht sicher, wie der Begriff der „Wertschöpfung“ in diese Überlegungen hineinspielt.
Es ist eben ein heuristischer Ansatz und wir wollen nicht den Vorwurf auf uns sitzen lassen, dass wir nicht nach der Wahrheit geforscht hätten, dass wir die Regeln der Wissenschaft ignorierten.
Beginnen wir also ganz von vorne, beginnen wir beim
Nomadentum
Abbildung 1: Erzeugung, Verbrauch und Transport bei einer nomadisierenden Sippe
Erzeugung und Verbrauch im Nomadentum
Der Nomade hat als Produktionsmittel unter anderem Ziegen und Schafe und entnimmt damit dem Gebiet G, in dem er sich aufhält die nötigen Ressourcen, um damit seinen Eigenbedarf zu decken.
Solange es keinen Markt gibt (in unserem Beispiel gehen wir davon aus, dass es weder Markt noch Geld gibt), gibt es auch keine Erwerbstätigkeit, dennoch gibt es eine Mannigfaltigkeit von Arbeiten zu erledigen.
Es gilt nicht nur die Rohstoffe zu produzieren (Milch, Fleisch), sondern die Nahrung muss auch zubereitet und gemeinsam verzehrt werden. Weiters sind die Zelte und sonstigen Produktionsmittel instand zu halten und von Zeit zu Zeit zu erneuern.
Man muß Neuigkeiten austauschen, zum Beispiel am Lagerfeuer, spielen, trainieren und sich die Zeit vertreiben, sodass alle hübsch motiviert bleiben.
Zusätzlich kann man auch jagen und sammeln gehen, wenn das Gebiet es hergibt.
Ausserdem gibt es auch Mitglieder, die am Produktionsprozess definitiv nicht teilnehmen, weil sie noch in Ausbildug sind (Kinder) oder krank.
Die Alten nehmen durchaus am Produktionsprozeß teil, da sie meist gute Geschichten zu erzählen haben und somit für die Ausbildung der Kinder zuständig sind.
Bei den Israeliten waren die Alten durch das 4. Gebot des Mose (nach den ersten drei Geboten, die sich auf Gott bezogen, war es das erste und wichtigste Gebot, das sich auf Menschen bezieht) „Du sollst Mutter und Vater ehren“, auch wenn sie – ganz am Schluß – an der Kindererziehung nicht mehr produktiv teilnehmen konnten.
Daraus ergibt sich eine „Konsumzahl K“:
Konsumzahl K = Gesamtzahl konsumierende Personenäquivalente / produktive Personenäquivalente“.
Natürlich kann der Mensch nicht nur produzieren und konsumieren, sondern er muss auch trainieren, sich weiterbilden und träumen. Deshalb kann es nicht das Ziel der Menschheit sein, immer mehr und mehr zu produzieren und zu konsumieren – Konsum strengt ja auch an und kann sogar krank machen – sondern die „richtige Balance“ zu finden.
Dazu gab es zum Beispiel die Sabbath-Regel des Judentums oder die 8:8:8 Regel des Hl. Benedikt (später mehr dazu).
Transport im Nomadentum
Wenn ein Gebiet nicht mehr die nötigen Ressourcen hat, merkt der Nomade das daran, dass die Erzeugung hinter dem Verbrauch zurückbleibt, indem er sieht, dass seine Reserven schwinden.
Er verlässt dann das Gebiet G um in ein fruchtbareres Gebiet zu wechseln. Durch das Nomadisieren werden also, da während der Reise weniger produziert wird, die Vorräte weiter schwinden (Transport-Aufwand = N), sodass die Entscheidung zum Aufbruch schon eine kritische Entscheidung ist. Auf keinen Fall darf man zu spät aufbrechen.
Wie ist das heute? Schaffen wir es, mit den Ressourcen des Planeten auszukommen? Wenn nein, dann muss es immer wieder Katastrophen geben, die uns dezimieren, oder wir müssen auswandern.
Diese drei möglichen Stoßrichtungen gibt es heute:
Wir akzeptieren, dass es immer wieder Katastrophen (Kriege, Hungersnöte, ……) gibt
Wir beginnen, den Mond und die anderen Planeten und ihre Monde zu bewirtschaften
Wir lernen, mit den Ressourcen des Planeten auszukommen
Es erinnert mich an die drei „Möglichkeiten, die Du hast, wenn Du im Mangel lebst“:
love it,
leave it or
change it.
Wahrscheinlich wird es eine Mischung von allen dreien.
Liebe Leser! Ich möchte Euch heute einladen auf eine kleine Hirnakrobatik zum Thema „was tun wir hier eigentlich“, bzw. „wie leben wir“.
Die Frage nach dem „Warum“ sei heute einmal ausnahmsweise ausgeklammert. Religiös bin ich sonst eh immer.
Zuerst einmal die Frage nach der Familie: Hat es nicht mit der Sippe begonnen? Mit dem Rudel?
Erst dann, als wir uns sesshaft gemacht hatten, kam der Hof, die Wirtschaft, der Markt und das Geld?
Im ersten Bild sehen wir die Sippe, die im Wesentlichen alles, was sie verbraucht auch selbst erzeugt und die Ressourcen gratis der Natur entnimmt (das tun wir immer noch, nur ist es nicht mehr so offensichtlich).
Durch die Hofwirtschaft wurde das Leben effizienter und man begann, mehr zu produzieren, als man verbrauchte. So konnte man zum Markt gehen, und dafür andere Güter – Luxusgüter, die man nicht selber produzieren konnte – einkaufen. Dieser Markt spielte sich aber immer noch in einem relativ kleinen Rahmen ab.
Und wie ist das heute?
Im dritten Bild sehen wir einen „Haushalt H“.
Was ist das? In unserem Beispiel ist es meine Familie, in der ein Erwerbstätiger lebt (ET = 1) und 2 Erwerbslose (EL = 2). Neben meinem Nettoeinkommen hat die Familie kein Einkommen (die Familienbeihilfe kann man ruhig vernachlässigen, und was die Kinder schon verdienen, ist ihre Sache).
Es könnte mit einem „Haushalt H“ aber auch ein anderer Teil der Bevölkerung gemeint sein, zum Beispiel „ein Bundesland“, „die Diözese Wien“, „alle Priester Österreichs“ oder „alle KindergärtnerInnen Wiens“.
Nun ist es so, dass Konsum und Produktion heutzutage strikt getrennt sind, Konsum passiert meist im Rahmen des Privathaushalts, Produktion passiert im Rahmen von sogenannten „Firmen“ (Produktionsstätten).
Deswegen zeichne ich den Haushalt – die Kernfamilie – (auf die ich ALLES in diesem Beispiel beziehe – sie ist ja die Keimzelle der Wirtschaft) getrennt von der (den) Produktionsstätte(n).
Warum schreibe ich die Produktionsstätte im Plural?
Nun, einerseits gibt es viele Menschen, die mehr als einen Job haben, andererseits könnte es in dem „Haushalt H“ mehr als eine erwerbstätige Person ET geben.
Hier haben wir also eine Erwerbsquote EQ*) = ET / (ET + EL) = 1/3 = 33.333% (Gesamtösterreich hat 50% Erwerbsquote).
Den Kehrwert der Erwerbsquote nenne ich hier „Konsumzahl“ K = 1 / EQ = 3.
*) Später werde ich K und EQ anders definieren, sodass die Gleichung K * EQ = 1 nicht mehr gelten wird.
Mein Nettolohn (von dem diese 3 Personen leben müssen), beträgt 17 Einheiten, der Bruttoumsatz, den meine Produktionsstätte (das ist die R&D Abteilung irgendeiner Firma) mit mir erzielt, ist ein sogenannter „interner Stundensatz“ und beträgt z.B. 80 Einheiten.
Das heisst, meine Produktionsstätte muss zu meinem Nettoeinkommen NE = 17 noch den „gesamten Overhead“ GO = 63 „zuschießen“, um mit meiner Arbeitsleistung – das ist das Produkt, das meinem Computer entrinnt – einen Umsatz von 80 machen zu können.
Natürlich hat meine Familie auch – wie der Bauernhof – eine Eigenproduktion und einen Eigenverbrauch. Das sind die Leistungen, die intern ohne Geldleistung – für Gotteslohn – erbracht werden:
Der Haushalt wird gratis erledigt
Kochen
Waschen
Geschirr erledigen
Wege, die zu erledigen sind
kleinere Wartungsarbeiten am Auto
ausgenommen die Putzfrau, die ist outgesourced
Zurück zur sogenannten „professionellen“ Arbeit und zur Produktionsstätte.
Was hat es mit diesem seltsamen „gesamten Overhead“ GO = 63 auf sich, den mein Chef zusätzlich „drauflegen“ muss, damit meine Arbeit „funktioniert“.
In meinem Fall sind das all die Kosten für die Errichtung, Instandhaltung und dann auch wieder den Abbau meines Arbeitsplatzes (Laptop, Docking Station, Bildschirme, Tisch, Sessel, Gebäudemiete, Wartung des Laptops, IT Infrastruktur, Klimaanlage, Strom usw.) jede Menge Literatur und Software als Input sowie Manager-Anteile (die mich führen) und der anteilige Gewinn für den Eigentümer.
Vernachlässigt sind hier noch Subventionen, zum Beispiel Forschungsförderungen, die mein Arbeitgeber für meine Arbeit bekommt.
Nun wirst Du sagen, das seien ja größtenteils Sachleistungen, aber aus volkswirtschaftlicher Sicht gilt:
Bezahlt werden nur Menschen
Ressourcen sind gratis*) (ich bezeichne Menschen nicht als Ressourcen)
*) wir werden später sehen, dass Ressourcen auf irgend eine Art und Weise trotzdem bewertet werden müssen, sonst werden wir die Nachhaltigkeit der Wirtschaft nicht schaffen – man bezeichnet das als „Internalisierung der externen Kosten“
GO ist also der anteilige Nettolohn aller Menschen, die an meinem Produkt gegen Bezahlung mitgemacht haben.
Wobei noch eines zu berücksichtigen ist: NE ist das Nettoeinkommen, in GO sind also auch alle Sozialabgaben und Steuern enthalten.
GO enthält also auch
mich, wenn ich krank oder arbeitslos bin (anteilig)
mich, wenn ich in Pension bin (anteilig)
anteilig alle Sozialhilfeempfänger, die „von meinem Produkt finanziert werden“ (u.U. kann das anteilig auch ich sein, wenn ich privat Subventionen vom Staat bekomme – z.B. die Familienbeihilfe)
anteilig alle Beamten, die „von meinem Produkt finanziert werden“
Wievielen Menschen entspricht das?
Ich nehme mal an, dass alle Menschen das Nettoeinkommen NE = 17 haben, das heisst
GO / NE = 63 / 17 ist ca. 3.7
Neben mir haben also 3.7 „äquivalente“ Erwerbstätige an meinem Produkt mitgearbeitet, mit mir also 3.7 + 1 = 4.7.
Wenn ich nun davon ausgehe, dass diese „äquivalenten Erwerbstätigen“ so wie ich auch jeweils 2 nicht-erwerbstätige finanzieren, dann komme ich auf 1 * 3 + 3.7 * 3 = 4.7 * 3 =
ca. 14.1 Christoph-Äquivalente, die von „meinem“ Produkt finanziert werden.
Natürlich ist es nicht „mein“ Produkt, sondern „unser“ Produkt. Und außerdem ist mein Produkt nicht für den Endabnehmer gedacht, sondern ist wieder nur eine Vorleistung für ein weiteres Produkt. Deshalb ist es für alle diese 14.1 Christoph-Äquivalente auch so schwierig eine Beziehung zu dem Produkt aufzubauen, von dem sie finanziert werden, wie schon Karl Marx treffsicher bemerkte (Entfremdung des Arbeiters von seiner Arbeit).
Schaut insgesamt aber ganz gut aus!
Oder?
Oder nicht?
Na ja. Wenn man mal davon ausgeht, dass der Gewinn 0 ist, dann entspricht GO den sogenannten „Vorleistungen“ (betriebswirtschaftlich betrachtet rechnet man hier die Steuern und Sozialabgaben nicht hinzu, aber ich denke, wenn man gesamtheitlich denkt, muss man diese auch als „eine Art Vorleistungen“ betrachten).
Es gilt nämlich: Wertschöpfung WS = (Umsatz – Subventionen – Vorleistungen) / Vorleistungen
Da Subventionen hier gleich 0 sind, gilt
WS = NE / GO = 1 / P = (BU – GO) / GO = (80 – 63) / 63 = 17 / 63 = 1 / 3.7
WS = 27%
Man kann es also auch so formulieren:
Meine Arbeit nimmt den Input von effektiv 3.7 äquivalenten Arbeitsplätzen (brutto 14.1 äquivalenten Personen) und fügt magere 27% Wertschöpfung hinzu.
Klingt nicht mehr so gut, oder?
Dieser Frage wollen wir demnächst auf den Grund gehen.
Soll man dann den Reichen und Mächtigen in die Hände spielen und noch mehr Öl ins Feuer gießen?
Soll man über tausendfünfhundert Jahre alte Differenzen einen Beitrag schreiben?
Über das „filioque“?
Worum ging es?
Es ging um Macht!
Der Sohn sollte dem Vater in nichts nachstehen, deshalb entstand der Heilige Geist nicht nur aus dem Vater, sondern auch aus dem Sohn (filioque).
Aus unserer menschlichen – irdischen – Sichtweise ist das sogar richtig – die Katholiken waren dem Irdischen ja immer schon näher als dem Himmlischen 🙂 – und wir Irdischen haben den Hl. Geist erst in Christo erkannt.
Erst durch die endgültige 33-jährige Katechese der Menschheit durch den Sohn haben wir die Agenda Gottes erkannt – den Hl. Geist – die Liebe.
Vorher war das alles sehr verschwommen und man konnte sich auf die Väter ausreden, die alle so ihre Schwächen hatten und der Agenda nie zu 100% gefolgt waren.
Doch mit Christus, mit Jesus Christus, ist das alles glasklar und es gibt keine Ausrede mehr – nur die Liebe zählt. Durch Christus kommt der Geist in die Schöpfung.
Aber fragen wir den Mystiker in uns. Reden wir mit Gott. Stellen wir uns den Himmlischen Haushalt vor und wie dort die verschiedenen Personen interagieren.
Da wir Menschen immer nach dem „erstersein“ fragen, fragen wir uns natürlich, welche der drei Personen, der Vater, der Sohn oder der Hl. Geist war der „der Erste“. Welcher ist „der Ursprung“, „die Ursache“.
Stop!
Ein erster Vorbehalt. Wie wir mittlerweile wissen, sind Raum und Zeit – ist die Raumzeit – ein physikalisches Objekt, das von Materie und Energie abhängt und mit diesen in Beziehung tritt.
In den „himmlischen Sphären“ haben aber unsere Begriffe von Materie und Energie keine Bedeutung – nehmen wir an – und die Frage stellt sich ernsthaft, ob es im Jenseits so etwas wie ein „himmlisches Zeitgefühl“ gibt.
Da Jesus Christus – der es ja wissen muss – höchstpersönlich die drei Begriffe „Vater“, „Sohn“ und „Hl. Geist“ verwendet, gehen wir davon aus, dass das die Wirklichkeit Gottes IST (aus Gottes Sicht, nicht nur aus unserer) und dass der Vater den Sohn gezeugt hat (bzw. immer noch zeugt – je nachdem, ob es eine himmlische Raumzeit gibt oder nicht – das wäre mal eine interessante theologische Diskussion).
Wie könnte man einen Sohn zeugen, wenn man nicht liebte (zumindest in Form der untersten Stufe der Liebe – dem Begehren)?
Voila -> der Geist – die Liebe – war VOR dem Sohn.
Aber wir brauchen nicht allzu viel Hirnwixen.
Aus autorisierter Quelle wissen wir, was der Engel Maria geantwortet hat – als sie fragte: „wie soll das geschehen?“
„Der Hl. Geist wird über Dich kommen und Du wirst ein Kind empfangen“
Ohne Maria kein Fiat.
Ohne Fiat kein Hl. Geist für Maria.
Ohne Hl. Geist kein Sohn.
Ohne Sohn keine Schöpfung (das ist ja das Spielzeug, das der Vater dem Sohn geschenkt hat, auf dass wir uns bewähren für die Ewigkeit).
Der Vater weiss natürlich, dass Maria zustimmen wird, und er weiss auch, was das alles für einen Sinn hat (haben wird).
Der Sohn aber war in seiner Menschennatur auch einer, der „nicht alles wusste, was der Vater weiss“, für ihn ist es auch ein großes Abenteuer gewesen, so, wie es für uns ein Abenteuer sein soll, in dem wir uns bewähren, als brave Christenmenschen einander helfen und vor allem denen helfen, denen es nicht so gut geht.
Die unter Sekten oder schlechten Religionen (sog. -ismen) leiden.
Die unterdrückt und ausgebeutet werden.
Die nach der Wahrheit suchen.
Die verzweifeln an den Ungereimtheiten der Menschheit.
Am Freitag abends hatte ich Euch einen Bericht aus dem Web3D Konsortium weitergeleitet, wo sich zur Zeit große Dinge tun. Hier in meinem kleinen Newsletter tut sich auch etwas, nämlich haben wir neue Namen auf der „Liste der BCCs“.
Worum geht es also in meinen Newsletters? Es geht immer um 3D Graphik, in weiterer Folge auch um VR, MR, AR, XR, usw., aber das ist eigentlich nur eine Nebensache, der Kernpunkt ist die computergestützte 3D Graphik mit oder ohne Stereoskopie, insbesondere der ISO Standard X3D.
Der wirkliche Kernpunkt ist meine Behauptung (und ich habe keinen Beweis dafür, bin also ein Verschwörungstheoretiker 🙂 ), dass die U.S. Air Force bereits Anfang der 80er Jahre 3D Graphik in Flugsimulatoren verwendet haben, um in der Mission Preparation für F-117A Flugzeuge die Flugbahn ins Zielgebiet komfortabel in einem Datenmodul zu speichern, das der Pilot dann zum Flugzeug mitgenommen hat, damit dieses selbständig ins Zielgebiet fliegen konnte (Urvater aller USB Sticks). Dieses Feature hatte ursächlich mit der Stealth Technologie zu tun, war meine Behauptung und es war der Ausgangspunkt für die spätere Steuerung von Drohnen mit Hilfe von 3D Graphik (und evtl. VR/AR Technologie).
Obwohl es bei mir also IMMER NUR um 3D Graphik geht, geht es AUCH – in einer Nebenbedeutung – um Drohnen, Stealth Technologie und Mission Critical Networks.
Bei Siemens hatte ich mehrere Erfindungsmeldungen getätigt. U.a.
1) Die Idee DIGITS („das dritte Kind“) wurde mir freigegeben – ich weiss bis heute nicht, was ich damit machen soll.
2) Die Idee SIMUL-RR („Schulungen für Eisenbahnmitarbeiter im Rahmen von 3D Games“) wurde mir auch freigegeben und hat immerhin zum Hobby SrrTrains geführt, das ich jetzt aus Aufwandsgründen wieder einmal „auf Eis gelegt“ habe
3) Die Idee „IMS + X3D“ wurde in Anspruch genommen und ich darf nicht darüber reden (obwohl das jetzt schon so lange her ist, dass sich niemand mehr wirklich beklagen kann).
Das „neue Hobby“ ist ein vServer der Firma hoststar.at, den ich für Experimente gemietet habe, und jetzt soll sich das Thema „irgendwie von selbst entwickeln“, bin auch für Anregungen offen.
Regel 1: Du kannst Dich jederzeit vom Newsletter abmelden, indem Du eine leere Antwort sendest
Regel 2: Falls Du mit einem Diskussionsbeitrag antwortest, schreib‘ bitte dazu, ob ich Deinen Beitrag an die BCCs weiterleiten soll oder nicht.
X3D Version 4 soll noch heuer veröffentlicht werden, obwohl es auf der Mailing List auch starke Stimmen dagegen gab. Was nützt der beste ISO Standard, wenn die Tools noch nicht fertig sind? war ein starkes Argument.
Holger Seelig und Andreas Plesch sind die Master Minds hinter X_ITE und X3DOM (WebGL basiertes X3D) und Doug Sanden ist FreeWRL, mit dem ich schon mal Kontakt hatte im Zuge eines „black project“.
Von den anderen X3D Playern (BS Contact, Instant Player, Octaga, ……..) hört man in der Standardisierung eigentlich nichts mehr, das kann aber auch daran liegen, dass sich das Konsortium in den letzten Jahren auf WebGL basiertes X3D konzentriert hat.
Aus Performance Gründen ist es immer noch sinnvoll, auch die „alten“ „nativen“ X3D Player auf dem RADAR zu behalten (die nicht in HTML/JavaScript programmiert sind, sondern in einer „echten“ Programmiersprache), es muss nicht alles über W3C Browser laufen (meine Meinung).
Schönes Wochenende
Euer Christoph
Gesendet: Freitag, 16. Oktober 2020 um 19:24 Uhr Von: „Don Brutzman“ <brutzman@nps.edu> An: „X3D Graphics public mailing list“ <x3d-public@web3d.org> Cc: „Andreas Plesch“ <andreasplesch@gmail.com>, „Holger Seelig“ <holger.seelig@googlemail.com>, „doug sanden“ <highaspirations@hotmail.com> Betreff: [x3d-public] X3D Working Group minutes, endgame review: TextureProjector nodes, do we include shadows? We had a very productive meeting today.
Thanks to everyone active for all work on review, implementation and evaluation as we finalize X3D4 for release this year.
Dialog always helps. Am happy to note that we are in the endgame for X3D4 technical improvements.
For cc:ed X3D4 implementers unable to attend, respectfully request that you provide responses (public or private) now if possible.
Below please find minutes for this week’s X3D Working Group meeting, Friday 16 October, 08-0930 pacific time.
—
Attendees: Anita Havele, Michalis Kamburelis, Vince Marchetti, Dick Puk, Don Brutzman.
Lieserl konnte sich also nun wieder mit Otto treffen, aber da das Duell zwischen Otto und Conrad Peter eben unentschieden ausgegangen war, „durfte“ Conrad Peter weiterhin Stimmung gegen Otto machen.
So darf es uns nicht wundern, dass Lieserl Otto eines Tages doch auf die Cyber-Piraterie ansprach.
Lieserl (sitzt mit Otto bei einer Jause in Veronikas Garten): „Schau, wenn Du die Daten den Überreichen stiehlst und sie dann einfach an den Bestbietenden verkaufst, dann bist Du eigentlich auch nicht besser als sie, weil Du ja nur auf Deinen finanziellen Gewinn schaust“.
Lieserl (denkt kurz nach): „Wenn Du die Daten wenigstens verwendetest, um damit gute Werke zu tun. Es gibt genügend Programmierer in der Indie Szene, die mit Hilfe dieser Daten wahre Wunder vollbringen könnten, wenn sie nicht so verdammt teuer wären“.
Otto (vorsichtig): „Ich werde mal sehen, was ich tun kann. Aber sie sind verdammt mächtig und ich muss auch auf meine Firma Rücksicht nehmen“.
1.21
In den ersten Phasen der Planung nannte Otto die geplante Aktion einfach „den großen Bruch“, doch dann fiel ihm eine weniger melodramatische doch auch hintersinnige Bezeichnug ein.
Sie nannten es jetzt den „geplanten Digitalisierungsschub“.
Als es so weit war, trafen sich alle in der alten Fabrik, jeder betrat sein Zimmer und setzte die VR-Brille auf.
Sie flogen mit einer Black Hawk zum Einsatzort, landeten im nächsten Tal und legten den Rest der Strecke in altmodischen Jeeps zurück.
Die Alarmanlage war kein Problem für sie, da sie eine illegale Multiuser Session verwendeten, die es erlaubte die eigenen Avatare im Stealth Mode zu bewegen, dafür bekamen sie nicht die gesamte VR Information, sondern nur die „geographische Infrastruktur“.
Für die tatsächliche physikalische Interaktion verwendeten sie „Real Life Avatars“, in diesem Fall simple 08/15-Drohnen mit audio-visueller Übertragung.
Als sie (die Drohnen) den Tresorraum erreicht hatten, war es Zeit, die BDÜ zu starten (breitbandige Datenübertragung) und Otto steckte das USB Laufwerk in seinen VR-Controller.
Um das Wachpersonal abzulenken, lief während der ganzen Aktion Beethovens Sonate „Für Elise“ über die Lautsprecher.
Der Rest bestand darin die Daten in ein offenes X3D v4 Format umzuwandeln und auf einem nicht rückverfolgbaren Blog zu veröffentlichen.
Ein großes Raunen ging durch die Community.
Ein neuer Robin Hood war geboren.
1.22
Lieserl saß beim Frühstückstisch und hörte Nachrichten:
Wie gestern bekannt wurde, hat eine Gruppe von Cyber-Piraten anfang der Woche das Hauptquartier des Kartenverlags UPS – Ubiquitious Positioning Services – überfallen und die gesamten Indoor-Daten für den Großraum Wien gestohlen.
Dieser Vorfall könnte dazu führen, dass sich die gesamte Digitalisierung wegen Unrentabilität verzögert.
Die Bande hat sozusagen einen Fingerabdruck hinterlassen, da sie während des Überfalls die Musik „Für Elise“ von Ludwig van Beethoven spielte. Falls jemand damit etwas assoziieren kann, bitten wir um sachdienliche Hinweise unter der Notrufnummer 112.
Lieserl (redet zu sich selber): „Otto, Du……“
1.23
Lieserl packt ihre Badesachen ein und schwingt sich auf das Fahrrad.
Sie trifft sich mit Otto auf der Donauinsel für einen ruhigen, entspannten Sommertag.
Am Abend fahren sie heim, im Hintergrund der Sonnenuntergang.