Note on „filioque“

Wenn alle Welt sich immer weiter spalten lässt.

Wenn die Gräben tiefer werden.

Wenn man am Horizont schon den Feuerschein sieht.

Soll man dann den Reichen und Mächtigen in die Hände spielen und noch mehr Öl ins Feuer gießen?

Soll man über tausendfünfhundert Jahre alte Differenzen einen Beitrag schreiben?

Über das „filioque“?

Worum ging es?

Es ging um Macht!

Der Sohn sollte dem Vater in nichts nachstehen, deshalb entstand der Heilige Geist nicht nur aus dem Vater, sondern auch aus dem Sohn (filioque).

Aus unserer menschlichen – irdischen – Sichtweise ist das sogar richtig – die Katholiken waren dem Irdischen ja immer schon näher als dem Himmlischen 🙂 – und wir Irdischen haben den Hl. Geist erst in Christo erkannt.

Erst durch die endgültige 33-jährige Katechese der Menschheit durch den Sohn haben wir die Agenda Gottes erkannt – den Hl. Geist – die Liebe.

Vorher war das alles sehr verschwommen und man konnte sich auf die Väter ausreden, die alle so ihre Schwächen hatten und der Agenda nie zu 100% gefolgt waren.

Doch mit Christus, mit Jesus Christus, ist das alles glasklar und es gibt keine Ausrede mehr – nur die Liebe zählt. Durch Christus kommt der Geist in die Schöpfung.

Aber fragen wir den Mystiker in uns. Reden wir mit Gott. Stellen wir uns den Himmlischen Haushalt vor und wie dort die verschiedenen Personen interagieren.

Da wir Menschen immer nach dem „erstersein“ fragen, fragen wir uns natürlich, welche der drei Personen, der Vater, der Sohn oder der Hl. Geist war der „der Erste“. Welcher ist „der Ursprung“, „die Ursache“.

Stop!

Ein erster Vorbehalt. Wie wir mittlerweile wissen, sind Raum und Zeit – ist die Raumzeit – ein physikalisches Objekt, das von Materie und Energie abhängt und mit diesen in Beziehung tritt.

In den „himmlischen Sphären“ haben aber unsere Begriffe von Materie und Energie keine Bedeutung – nehmen wir an – und die Frage stellt sich ernsthaft, ob es im Jenseits so etwas wie ein „himmlisches Zeitgefühl“ gibt.

Da Jesus Christus – der es ja wissen muss – höchstpersönlich die drei Begriffe „Vater“, „Sohn“ und „Hl. Geist“ verwendet, gehen wir davon aus, dass das die Wirklichkeit Gottes IST (aus Gottes Sicht, nicht nur aus unserer) und dass der Vater den Sohn gezeugt hat (bzw. immer noch zeugt – je nachdem, ob es eine himmlische Raumzeit gibt oder nicht – das wäre mal eine interessante theologische Diskussion).

Wie könnte man einen Sohn zeugen, wenn man nicht liebte (zumindest in Form der untersten Stufe der Liebe – dem Begehren)?

Voila -> der Geist – die Liebe – war VOR dem Sohn.

Aber wir brauchen nicht allzu viel Hirnwixen.

Aus autorisierter Quelle wissen wir, was der Engel Maria geantwortet hat – als sie fragte: „wie soll das geschehen?“

„Der Hl. Geist wird über Dich kommen und Du wirst ein Kind empfangen“

Ohne Maria kein Fiat.

Ohne Fiat kein Hl. Geist für Maria.

Ohne Hl. Geist kein Sohn.

Ohne Sohn keine Schöpfung (das ist ja das Spielzeug, das der Vater dem Sohn geschenkt hat, auf dass wir uns bewähren für die Ewigkeit).

Der Vater weiss natürlich, dass Maria zustimmen wird, und er weiss auch, was das alles für einen Sinn hat (haben wird).

Der Sohn aber war in seiner Menschennatur auch einer, der „nicht alles wusste, was der Vater weiss“, für ihn ist es auch ein großes Abenteuer gewesen, so, wie es für uns ein Abenteuer sein soll, in dem wir uns bewähren, als brave Christenmenschen einander helfen und vor allem denen helfen, denen es nicht so gut geht.

  • Die unter Sekten oder schlechten Religionen (sog. -ismen) leiden.
  • Die unterdrückt und ausgebeutet werden.
  • Die nach der Wahrheit suchen.
  • Die verzweifeln an den Ungereimtheiten der Menschheit.

Meint

Euer Christoph

One Response to Note on „filioque“

  1. Kardinal Novize Igor sagt:

    Guter Text! In den letzten Punkten hast du die Probleme unserer Zeit gut skizziert.

    Ob die Liebe vor dem Sohn war oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen.

    Wie gesagt, es geht ja nicht um „Zeit“.

    In der Osternacht, zum Segnen der Osterkerze beten wir (also eigentlich der Priester, aber ich freue mich darüber und bete mit) : „Christus – das Alpha und das Omega“.

    Das erinnert mich daran, dass die letzten, kosmischen, über-kosmischen Wahrheiten in Christus ruhen. „Ruhen“: Das wäre mal wieder etwas!

    „Kosmische Wahrheiten“: Gesetze, so gültig, dass sie keine Polizei brauchen, nicht einmal Engel, und uns auch nicht, um wahr zu sein. Christus sagt es – somit ist es wahr; da braucht es dann auch keines „Schwertes“ mehr…..

    Christus, der Pantokrator, in dem die Ruhe zur Ruhe kommt.

    Dass wir in diese Ruhe kommen, dazu verhelfe uns Gott.

    LG KNI

    PS.: Ich hab auch was geschrieben:

    https://novizeigor.wordpress.com/2020/09/01/kollektivierung-des-gewissens/

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