Vom Bösen – zweites Kapitel

April 11, 2017

Habe jetzt das zweite Kapitel meines kleinen Büchleins fertig:

[…]Das Böse ist immer modern

Wenn man sich dem Bösen annähern möchte, dann kommt man um eine Erkenntnis nicht herum.

Das Böse ist leicht, modern, sexy und attraktiv.

Wie leicht ist es zu sagen: „Der Stärkere setzt sich durch, der Markt wird das schon regeln“.

Wie schwer ist es: „Wir müssen zueinander stehen und gegen das Böse in uns ankommen. Wir dürfen den Schwächeren nicht ausnützen und wir müssen dem Armen und Kranken helfen, den Witwen und Waisen“.

Diese Hilfe kann so weit gehen, dass es richtig gehend weh tut.

Wir müssen unserem Herzen einen Ruck geben, dort wo es träge vor sich hindümpeln will und wo eingefahrene Bahnen uns immer auf der schiefen Ebene nach unten ziehen möchten.

Wenn man gut sein möchte, dann muss man damit rechnen, dass das uncool ist und man muss damit rechnen, dass man ausgelacht wird.

Wenn man heutzutage urchristliche Begriffe wie „Verantwortung“ und „Gerechtigkeit“ in den Mund nimmt, dann gilt man bereits als Marxist, als Ewiggestriger, der dem Fortschritt und dem Wachstum nur im Wege steht.

Aber man muss das Böse dort erkennen, wo der Starke auf den Schwachen keine Rücksicht nimmt, dort, wo der Führende dem Nacheilenden keine Ausbildung zukommen lässt und keine Nachhilfe.

Dort, wo der Obere demjenigen, der eh schon am Boden liegt, auch noch einen Fußtritt verpasst und sagt, das ist gut so, denn die natürliche Ordnung sei das Recht des Stärkeren.

Mit derartigen Philosophien hat der Nationalsozialismus begonnen, und die nächste Menschheitskatastrophe beginnt schon wieder mit genau denselben Argumentationen.

Wenn die Natur es nicht schafft, sich vor dem Menschen zu wehren, dann sei sie selber schuld, „wäre sie halt stärker gewesen“, dann „wäre das nicht passiert“.

Das ist so ähnlich, wie die Frau, die einen Mann verführt, es kommt zur Katastrophe, und nachher sagt: „Er hätte sich halt nicht verführen lassen dürfen“. Er sei schuld.

So sagen wir immer öfter, die Arbeitslosen seien selbst Schuld an ihrem Unglück und die Superreichen hätten „halt mehr geleistet“, sodass sie mehr verdient hätten.

Man finde immer weniger Facharbeiter, da die Leute einfach „keine Lust mehr hätten zu arbeiten“.

Dass sich Arbeiten heutzutage einfach nicht mehr auszahlt, weil die Löhne und Gehälter einen historischen Tiefststand erreicht haben, darüber schweigt man sich aus.

Warum gibt es immer mehr Bettler?

Weil sich Betteln wieder auszahlt.

Mit ehrlicher Arbeit verdient man einfach nicht genug.

Es gibt wahrlich genug Böses auf dieser Welt, und es ist verdammt sexy.

Aber ist es „der“ Böse oder ist es „das“ Böse?

Wir wollen weitere Beispiele betrachten, um auf diese Antwort eine Frage zu finden.[…]

 

Meint

Euer Christoph

 


Vom Bösen – erstes Kapitel

April 2, 2017

Habe jetzt das erste Kapitel des achten „kleinen religiösen Büchleins“ fertig.

[…]Ist alles relativ?

Wir haben es uns gemütlich gemacht in unserem Zeitalter der Abgeklärtheit.

In einem Zeitalter, in dem es keine Maßstäbe gibt, an die wir uns halten können oder müssen,

keine Grenzen, die man uns setzt,

keine Werte, die man in die andere Waagschale legen könnte und

keine Autorität.

Und habe ich mit meinen „kleinen religiösen Büchlein“ über die Wahrheit und von der Erkenntnis nicht auch einen Teil dazu beigetragen, dass wir das gesamte Universum relativieren?

„Es gibt viele Modelle der Wirklichkeit“ haben wir gelesen, und tatsächlich scheint kein Mensch in der Lage zu sein, ein tatsächliches Urteil zu fällen über Wahrheit und Lüge,

über Gott und Teufel,

über Kalt und Heiss und schließlich

über Gut und Böse.

Auch dieses Büchlein heisst „vom Bösen“, was wieder eine gewisse Ambivalenz in sich birgt, weil nicht klar ist, ob ich über „den Bösen“ schreiben werde oder über „das Böse“.

Beginnen wir mit den letzten Worten des siebenten Büchleins „vom Geliebtwerden“. Dort schreibe ich einige Zeilen darüber, dass Gott uns liebt, und dass Gott von uns geliebt werden möchte.

[…]Wer könnte solch eine Liebe zurückweisen?

Fragt sich

Euer Christoph[…]

ende ich, und das ist auch schon der Kern des Bösen:

Gottes Liebe zurückweisen.

Liebe ist nichts für Weicheier.

Liebe fordert alles.

Liebe betrifft den ganzen Menschen mit all seinen Schwächen und Fehlern, aber auch all seinen Stärken.

Klar, dass man da zurückschreckt und instinktiv in eine Abwehrhaltung geht.

Und so, wie es viele Gründe für die Liebe gibt, so gibt es auch viele Gründe, die dagegen sprechen:

  • Naaa, bitte neeed. Gerade jetzt wär’s so schön aufm Sofa mit dem Bier in der Hand
  • Muss des wirklich sein?
  • Könn‘ ma das ned auf Morgen verschieben?
  • Des bringt ma meine ganzen Pläne durcheinander

Nun gut, der Kern des Bösen ist die Lieblosigkeit, aber ist es jetzt „der Böse“ oder ist es „das Böse“, der/das uns das Leben schwer macht?

Wir wollen in diesem Büchlein versuchen, uns diesem Thema über verschiedene Beispiele zu nähern.[…]

Meint

Euer Christoph


Vom Bösen

März 20, 2017

Jetzt sind die ersten Inspirationen eingetrudelt, mit denen ich mein achtes „Kleines religiöses Büchlein“ dann schreiben könnte.

Möchte das mal kurz zusammenfassen, damit es nicht verloren geht.

1) Einleitung
Ich möchte offenlassen, ob ich über „das Böse“ schreibe oder über „den Bösen“, denn ich möchte darauf hinweisen, dass das letzten Endes eine Frage der Modellbildung ist.
Aber welches Modell kommt näher an die Wirklichkeit?
Das wollen wir anhand von Beispielen untersuchen, sodass sich jeder ein eigenes Bild machen kann.

2)Die Dinge und Wir
Wenn uns die Dinge kontrollieren, anstatt dass wir die Dinge kontrollieren. Wenn wir gefesselt sind. Dann ist das ein Ausdruck des Bösen.

3)Die anderen Menschen und wir
Wenn uns andere Menschen kontrollieren wollen. Wenn wir uns von anderen Menschen kontrollieren lassen. Wenn wir andere Menschen kontrollieren wollen. Dann ist das ein Ausdruck des Bösen.

4)Unvollständige Wahrheit
Wenn da etwas ist, das wir nicht wahrhaben wollen. Wenn wir Konstrukte etablieren, um der Wahrheit nicht in die Augen sehen zu müssen. Wenn wir in einer Lebenslüge leben.
Dann ist das ein Ausdruck des Bösen.

5) Verbogene Wahrheit
Wenn wir falsche Modelle der Wirklichkeit/Wahrheit haben, dann ist das ein Ausdruck des Bösen.
Gibt es auch „falsche“ Religionen, oder sind alle Religionen „gleich gut“?

Meint
Euer Christoph


Habe jetzt begonnen, …

März 19, 2017

… auf der Drehbuchseite und auf der Hibernation Page des SrrTrains v0.01 Projektes ein wenig Ordnung zu machen.

Aber eigentlich möchte ich ja mit meinem achten religiösen Büchlein beginnen (siehe Kleine religiöse Büchlein), das „Vom Bösen“ heissen wird.

Dabei möchte ich offen lassen, ob es „der“ Böse ist, den ich meine, oder „das“ Böse.

In dieser Spannung möchte ich versuchen, meine Sicht der Dinge klar zu machen.

Aber ich warte noch auf Inspiration………..

Na ja, so ist das halt, erst mal Ordnung machen, ist auch gut.

Meint
Euer Christoph


Metaphernwelten

März 13, 2017

Wie Ihr wisst, war ich in meiner Zifferngeschichte und in meinem Werk „Das dritte Kind“ auf der Suche nach Metaphern, um über Dinge zu schreiben, über die man eigentlich nicht schreiben sollte.

Auf der Meta Ebene habe ich jetzt ein wenig Ordnung gemacht um die doch sehr konfusen Paper auf der Drehbuchseite dann demnächst durch ein besseres Papier zu ersetzen.

Mit diesem kleinen Paper möchte ich meinen Lesern folgende Gedankengänge näherbringen.

  1. die Architektur einer SMS (Simple Multiuser Scene / Simple Multiuser Session)
  2. diverse Analogien, um diese Architektur in Metaphern und Allegorien verstecken zu können
  3. ist Religion nicht nur eine Ansammlung von Metaphern, die es uns ermöglicht über Dinge zu reden, über die man sonst nicht reden könnte?
  4. Sind Metaphern nicht ohnehin notwendig, damit man über das Leben reden kann, ohne daran zu verzweifeln?
  5. Wenn wir unsere Phantasie nicht hätten, dann könnten wir gleich einpacken

Und hier das Paper: Meta Gedanken zum dritten Kind

Meint
Euer Christoph


Die Zahl Drei

März 9, 2017

Habt Ihr Euch schon mal überlegt, warum wir an einen Gott in drei Personen glauben?

Warum gerade drei?

Warum nicht vier? Oder sieben?

Nun ja, wir glauben, dass in Gott bereits Gemeinschaft steckt.

Deswegen ist er nie allein. Auch ohne Menschen.

Aber warum gerade drei?

Hmmmmm, ich denke, die Zahl Drei ist der Knackpunkt für jede Gemeinschaft.

Ab drei Personen kommt die Eifersucht hinzu.

Wenn ein Paar ein Kind bekommt.

Oder wenn die Schwiegermutter einzieht.

Oder……Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen.

Meint
Euer Christoph


Ich habe Angst……

Januar 18, 2017

……mich zu übernehmen.

Denn dieses Thema ist wahrhaft schwierig.

Für mein achtes „kleines religiöses Büchlein“ denke ich an den Titel „Vom Bösen“.

Bin aber nicht sicher, ob ich schon so weit bin, dass ich darüber etwas Sinnvolles schreiben kann.

Meint
Euer Christoph


Die Weisheit des Kastenwesens

Januar 15, 2017

Hier ein kleiner Denkanstoss, den ich @KNI zu verdanken habe.

Natürlich möchte ich das Kastenwesen nicht insoferne unterstützen, als dass man in eine Kaste hineingeboren wird und nicht mehr daraus hervor kommt.

Aber eine gewisse gesellschaftliche Arbeitsteilung entspricht doch einer langbewährten Weisheit.

Als da ist

  1. die Priesterkaste (spirituelle Führung)
  2. die Königskaste (weltliche Führung)
  3. die Kriegerkaste (dazu zählen auch jedwede Techniker)
  4. die Händlerkaste
  5. die Arbeiter- und Bauernkaste

.

Wenn sich eine Kaste in die Angelegenheiten der anderen Kasten zu sehr einmischt, dann kann’s nur schlimm enden.

Der neue amerikanische Präsident wird uns demonstrieren, was herauskommt, wenn die Händlerkaste (also die Reichen) sich in die Politik einmischt (Königskaste).

Schlimm, wenn sich die Priesterkaste in die Staatsführung einmischt – Religionskriege sind vorprogrammiert – siehe IS.

Wenn sich die Kriegerkaste in die Angelegenheiten der Händlerkaste einmischt (wenn Techniker in der Wirtschaft den Ton angeben), dann führt das zu ungezügelter Innovation und Produkten, die allen Menschen die Lebenszeit stehlen (ich denke an die vielen Stunden, die man unnütz mit dem einen oder anderen Gadget verschwendet).

Und so könnte man viele weitere Beispiele nennen.

Wenn dieser Satz nicht schon von den Nazis missbraucht worden wäre, dann würde ich hier plakatieren: jedem das Seine (nicht jedem das Gleiche).

Aber das ganze soll ja nur ein Denkanstoss sein und keine „Kundgebung“.

Meint
Euer Christoph


Die erste virtuelle Welt

Januar 13, 2017

Jeder von uns lebt in einer virtuellen Welt.

Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich mir im Mutterleib bereits Vorstellungen über „Das da draußen“ gemacht habe.

Oder wie ich mich gefühlt habe.

Habe ich bereits unterschieden zwischen „mir“ und „dem anderen“?

Wahrscheinlich hat mich aber bereits das eine óder das andere überrascht.

Wenn mich meine Mutter – oder mein Vater – durch den Bauch hindurch gestreichelt – massiert – hat, dann werde ich wohl gelächelt haben.

Wenn meine Eltern gestritten haben, dann habe ich mich wohl auch gefürchtet.

Und dann – der Aufbruch.

Eine Hebamme hat mir erzählt: das Kind entscheidet, wann es die Geburt einleitet.

Wenn das so ist, dann ist das großartig.

Ich wurde nicht in diese Welt hineingetreten und -gestossen.

Nein, da war eine Vorstellung von einem besseren Platz, der auf mich wartet – meine virtuelle Realität – meine Hoffnung von der Realität – meine Neugier.

Wo Rauch ist, dort ist auch Feuer. Der Rauch war meine Vorstellung von einer besseren Welt.

Und ich bin aufgebrochen, diese bessere Welt kennen zu lernen.

In der Schule lernen wir viel über die Welt und das Leben. Und dieses Wissen sollte uns neugierig machen, die Welt dann wirklich zu entdecken.

Schlechter Lehrer, der seinem Schüler „alles beibringen“ möchte.

Guter Lehrer, der seinen Schüler neugierig macht.

Meint
Euer Christoph


Heute hatte ich einen seltsamen Traum

Januar 4, 2017

Mir hatte geträumt, ich sterbe und wache im Paradies wieder auf.

Das Paradies war ein ganz normales Familienleben, aber

  • es war irgendwie steril und perfekt
  • es gab keine Emotionen
  • jeder war sich selbst genug, und genau deswegen tat er den anderen Gutes

.

Wie gesagt, seltsam.

Meint
Euer Christoph