Vom Bösen – erstes Kapitel

Habe jetzt das erste Kapitel des achten „kleinen religiösen Büchleins“ fertig.

[…]Ist alles relativ?

Wir haben es uns gemütlich gemacht in unserem Zeitalter der Abgeklärtheit.

In einem Zeitalter, in dem es keine Maßstäbe gibt, an die wir uns halten können oder müssen,

keine Grenzen, die man uns setzt,

keine Werte, die man in die andere Waagschale legen könnte und

keine Autorität.

Und habe ich mit meinen „kleinen religiösen Büchlein“ über die Wahrheit und von der Erkenntnis nicht auch einen Teil dazu beigetragen, dass wir das gesamte Universum relativieren?

„Es gibt viele Modelle der Wirklichkeit“ haben wir gelesen, und tatsächlich scheint kein Mensch in der Lage zu sein, ein tatsächliches Urteil zu fällen über Wahrheit und Lüge,

über Gott und Teufel,

über Kalt und Heiss und schließlich

über Gut und Böse.

Auch dieses Büchlein heisst „vom Bösen“, was wieder eine gewisse Ambivalenz in sich birgt, weil nicht klar ist, ob ich über „den Bösen“ schreiben werde oder über „das Böse“.

Beginnen wir mit den letzten Worten des siebenten Büchleins „vom Geliebtwerden“. Dort schreibe ich einige Zeilen darüber, dass Gott uns liebt, und dass Gott von uns geliebt werden möchte.

[…]Wer könnte solch eine Liebe zurückweisen?

Fragt sich

Euer Christoph[…]

ende ich, und das ist auch schon der Kern des Bösen:

Gottes Liebe zurückweisen.

Liebe ist nichts für Weicheier.

Liebe fordert alles.

Liebe betrifft den ganzen Menschen mit all seinen Schwächen und Fehlern, aber auch all seinen Stärken.

Klar, dass man da zurückschreckt und instinktiv in eine Abwehrhaltung geht.

Und so, wie es viele Gründe für die Liebe gibt, so gibt es auch viele Gründe, die dagegen sprechen:

  • Naaa, bitte neeed. Gerade jetzt wär’s so schön aufm Sofa mit dem Bier in der Hand
  • Muss des wirklich sein?
  • Könn‘ ma das ned auf Morgen verschieben?
  • Des bringt ma meine ganzen Pläne durcheinander

Nun gut, der Kern des Bösen ist die Lieblosigkeit, aber ist es jetzt „der Böse“ oder ist es „das Böse“, der/das uns das Leben schwer macht?

Wir wollen in diesem Büchlein versuchen, uns diesem Thema über verschiedene Beispiele zu nähern.[…]

Meint

Euer Christoph

2 Responses to Vom Bösen – erstes Kapitel

  1. Kardinal Novize Igor sagt:

    das Böse hat immer etwas Verzerrendes oder Verzerrtes.

    Das Böse schauspielert.

    Das Böse versucht, Unwichtiges zu Wichtigem zu erheben.

    Das Böse lässt Zorn und Wut in der Seele anbrennen.

    Oder, in Abwandlung eines Spruches:

    Das Böse lässt mich versuchen, Dinge zu ändern, in die ich mich nicht einmischen sollte; -in falschem Ehrgeiz verstrickt-

    und mich Dinge nicht ändern, die ich ändern könnte (aufgrund von Angst und Trägheit)

    und verleiht die Dummheit des Selbstgerechten, dass ich nichts voneinander unterscheiden kann.

    LG KNI

  2. Yeti sagt:

    Danke für die Anregungen

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