Nun habe ich sehr lange widerstanden, und habe mich eben nicht mit KI beschäftigt, also mit künstlicher Intelligenz.
Zu sehr scheint es mir ein generierter „Hype“ zu sein, der nur dazu dient, die weitere Entwicklung zu finanzieren, ohne dass es noch konkrete Use Cases gibt.
Aber gestern habe ich mich hinreissen lassen, und habe eine künstliche Intelligenz gebeten (na ja, ich habe sie eher „aufgerufen“ und ihr ein „Kommando“ gegeben), meine Geschichte vom „dritten Kind“ zu interpretieren und zusammenzufassen.
Ich bin ziemlich baff, wozu eine Maschine fähig ist, die einfach nur die „Wahrscheinlichkeit des nächsten Wortes“ aufgrund ihres Trainings berechnet. Das muss ein ziemlich umfangreiches Training gewesen sein.
Wieder einmal geht es um die Nachbearbeitung einer Diskussion auf den sozialen Medien, die mich antreibt einen Beitrag hier auf meinem Blog zu schreiben.
Es dreht sich darum, dass die Frage virulent geworden ist, ob der Mensch denn nun „immerwährend neutral“ sein kann (wie uns als gelernten Österreichern der siebziger Jahre eingeimpft worden ist), oder ob man doch manchmal die Messlatte hervorkramen muss, um zwischen gut und böse zu unterscheiden.
Aber beginnen wir am Anfang
Einem meiner Leser auf den sozialen Medien ist sauer aufgestoßen, dass ich das Sparbuch als sichere Anlageform bezeichnet hatte, und er vermutete dahinter wieder gleich linkslinke Umtriebe, da seiner Meinung ein Sparbuch etwas „typisch Sozialistisches“ sei.
Eine gute Anlageform konnte natürlich nur so etwas sein, wie eine „gute kapitalistische Aktie“ oder andere Anlageformen, bei denen der kleine Mann möglichst in die Lage kommen soll, sein hart erarbeitetes Vermögen als Ganzes einzubüßen, und nicht „nur“ im Rahmen der Inflation.
Ich verstieg mich wieder zu meinem üblichen „Es kommt darauf an“, und versuchte klarzustellen, dass es tatsächlichen einen Unterschied macht, ob man investieren möchte, oder ob man sparen muss.
Anhand dieser Bewertung, „gutes Investieren“ und „böses Sparen“, begannen wir eine Diskussion über Gut und Böse, die ich hiermit wieder einmal aufwärmen möchte.
Gut oder Böse, Links oder Rechts?
Natürlich wollte dieser Leser, dass ich mich seiner Meinung anschließe
Links = Böse
Rechts = Gut
Ich zitiere: […]Eh ist es nicht einfach. Darum muss man sich damit konfrontieren. Keiner spricht gerne negative Urteile aus (bis vielleicht Restaurantkritiker, haha!), aber manchmal sind sie notwendig. Auch Paulus hat seine Schäflein manchmal scharf kritisiert. Wer immer alles verurteilt, dem verengt sich die Sicht; wer aber nie ein Urteil spricht, in dem sammeln sie sich wie in einem Druckkochtopf, aus dem sie dann unkontrolliert und ungerecht heraus-platzen. Es bedarf also eines Maßes; 0% ist nicht gut und 100% auch nicht.[…]
Ich könnte jetzt die Sache abkürzen, und sagen: „Klar, das Maß ist das Bekenntnis zu den Menschenrechten“ (welches bei der FPÖ nicht gegeben ist), aber ich möchte eigentlich weg von der Tagespolitik und hin zu philosophischen und religiösen Betrachtungen.
Also stelle ich mir die Frage
Ist es gut zu urteilen?
Haha, wirst Du sagen, das ist wieder ein Paradoxon, weil, wenn ich sage, es ist nicht gut zu urteilen, dann ist das selbst ja schon wieder ein Urteil.
Und Du hast recht.
Aber für heute lasse ich es gut sein, und werde die Gedanken noch ein wenig wuseln lassen, bevor ich hier mit dem nächsten Beitrag weitermache.
Zur Zeit nutze ich die Dienste des Anbieters wordpress.com für dieses Blog. Falls ich in Zukunft umziehen muss, werde ich alle meine Blogs über folgende Seite verfügbar halten:
Ziemlich genau vor zwei Wochen hatte ich so eine „plötzliche Eingebung“, dass Daten ja eigentlich etwas sind, was man weitergibt und dass das Zurückhalten von Daten, also dass man „private“ Daten hält, eigentlich ein Widerspruch ist (siehe den Blogbeitrag von vor zwei Wochen: HIER).
Ich hatte das dann weiter ausgeführt, letzten Endes habe ich aber die Beantwortung folgender Fragen, bzw. das „Ventilieren“ dieser Fragen, auf die lange Bank geschoben:
Was genau meine ich mit dem Begriff „private“ Daten? Was ist der Unterschied zu „persönlichen Daten“? Von der sogenannten „Trust Domain“!
Mittlerweile sind wir uns auch einigermaßen klar geworden, WAS Daten eigentlich SIND (sie sind Muster auf einem Datenträger), und dass Daten Information enthalten, wobei die Information eigentlich etwas Subjektives ist, solange man sich nicht auf einen GEMEINSAMEN CODE geeinigt hat.
So hat z.B. die politische Farbe ROT in Österreich eine andere BEDEUTUNG als in den U.S.A.
Oder es hat in den Staaten eine andere Bedeutung, wenn man eine Frau zum Abendessen einlädt.
Nun gut, aber wann sprechen wir nun von „privaten“ Daten?
Von der Informationsweitergabe
Wenn jemand mit sich selber spricht, dann betrachten wir das zumindest als seltsam.
Da die Sprache DAS Mittel zur menschlichen Informationsweitergabe schlechthin ist, wollen wir sofort den Schluss ziehen, dass Daten immer dazu da sind, um weitergegeben zu werden.
Dass dem aber nicht so ist – zumindest, wenn wir unser Ziel darin sehen, uns und unser Wissen immer zum höchstmöglichen Preis zu verkaufen – das vermittelt bereits folgende heuristische Überlegung:
Gefühlt: wenn ich Daten einmal herausgegeben habe, wenn es keine privaten Daten mehr sind, dann ist ihr Nutzen endgültig „verpufft“. Ich kann diese Daten nicht noch einmal auf die Waagschale legen und muss sie endgültig abschreiben.
Und auch die Erfahrung innerhalb unserer menschlichen Gesellschaften lehrt uns, dass die Machthaber in den diversen Haushalten „auf Ihrem Datenbestand hocken wie die Gluckhennen“ und es gar nicht gerne gesehen wird, wenn man „interne“ Daten „extern“ weitergibt.
Also, irgendetwas muss es doch auf sich haben mit diesen „privaten“ Daten.
Lassen wir unsere Phantasie ein wenig schweifen. Ich komme da zu einem Alchemisten im Mittelalter, der ein gutes neues Rezept gefunden hat. Sei es eine neue Duftessenz oder was auch immer.
Ich stelle mir nun vor, wie dieser Alchemist einerseits Angst hat, dass dieses Rezept von einem anderen Alchemisten nachgemacht wird. Andererseits hat er jeden Tag mit so vielen Rezepturen zu tun, dass er Angst hat, all das durcheinanderzubringen, wenn er es sich nicht aufschreibt.
Also, nicht faul, nimmt er ein Pergament, schreibt das Rezept darauf und gibt es in eine große eiserne Schatulle, die mit einem Schlüssel abgesperrt wird, den er immer bei sich trägt, am besten an einer Kette um den Hals.
Nun stelle ich mir vor, dass das Geschäft des Alchemisten wächst. Er hat nun schon mehrere Gehilfen, die ihm beim Mischen der Rezepturen helfen.
Schließlich wird ihm auch das Abwiegen und -messen der Bestandteile zu viel, sodass er einen Hauptgehilfen braucht, der ihm dabei zur Hand geht.
Dieser Hauptgehilfe bekommt nun einen Zweitschlüssel für die Schatulle und wir wissen nun, dass es zwischen ihm und dem Alchemisten ein besonderes Vertrauensverhältnis gibt.
Die beiden teilen ihre „privaten“, ihre „internen“ Daten, geben sie aber nicht „extern“ weiter.
Diese Daten gehören also zum geistigen Eigentum, zum Know How des Betriebes.
Und wir sind beim Begriff der „Trust Domain“.
Solange die „Trust Domain“ nach außen hin dicht ist, ist alles in Ordnung und man kann intern die allergrößten Geheimnisse breittreten.
Wir sehen schon, wo das Problem liegt. Niemand ist ganz dicht. Letzten Endes hat jeder seinen Preis.
Das Modell von der „scharf begrenzten“ Trust Domain ist ein ziemlicher Nonsens.
Es ist eher so, dass wir viele einander überlappende Trust Domains haben, in vielen verschiedenen Graustufen.
Meint
Euer Christoph
P.S. „persönliche“ Daten sind etwas gänzlich Anderes. Es sind dies Daten, die man mit einer Person in Verbindung bringen kann. Wegen des allgemeinen Rechtes auf Privatsphäre unterliegen solche Daten einem besonderen Schutz durch den Gesetzgeber.
Heute, als ich mit dem Auto zum Landhaus fuhr, um hier ein paar Tage Home Office zu machen, spielten sie auf Radio NÖ den berühmten Song von Bonnie Tyler:
Und natürlich musste ich auch an den „Tanz der Vampire“ denken:
Na gut, das ist ja nicht schwer zu interpretieren.
Es geht um die Sehnsucht nach Liebe und die Vampire sind eine Metapher für die Kapitalisten, die diese Schwäche des Menschen ausnützen.
OK, also warum soll man darüber extra etwas schreiben? Das ist ja wirklich kein großes Geheimnis.
Die zwei Elefanten
Na ja, manchmal traut sich niemand, den Elefanten anzusprechen, der im Raum steht.
Und es wäre doch gut, wenn wir über den Elefanten redeten, denn wenn wir über den Elefanten NICHT reden und ihn ignorieren, dann könnte es passieren, dass er uns eines schönen Tages zu Tode trampelt.
Genau genommen sind es zwei Elefanten, den einen spricht Doskozil an, und den anderen der Babler.
Da ist einerseits die Zuwanderungsproblematik. Diese wird von der eher rechten Seite angesprochen, also von Dosko.
Andererseits ist die Schieflast in der Vermögensverteilung mittlerweile unerträglich und auch gefährlich für die Freiheit des Menschen. Dieses Problem sprechen die linken Teile der SPÖ an.
Welcher Elefant ist wichtiger?
Na gut, ein bisschen Ungleichheit muss sein, sonst gibt es GAR keine Wirtschaft mehr, aber die Ungleichheit darf nicht so weit gehen, dass es Menschen gibt, die nicht mehr heizen können, die nicht mehr satt werden und die keine Zeit mehr haben, ins Kino zu gehen oder ein Buch zu lesen.
DAS ist DER Elefant, über den wir reden MÜSSEN: die exzessive Ungleichheit in der Vermögensverteilung. Es KANN NICHT SEIN, dass eine Hand soviel Geld in der Hand hat, dass sie einen ganzen Kleinstaat „kaufen“ kann.
Das Zuwanderungsproblem halte ich für sekundär. Denn wenn der Sozialstaat entsprechend ausgeprägt ist, dann haben Zuwanderer auch genug Chancen, sich zu integrieren, dazuzulernen und einen sozialen Aufstieg durchzumachen. Dadurch entfallen dann auch die Probleme mit Lohn- und Sozialdumping, für das man anspruchslosere, erpressbare Einwanderer normalerweise braucht.
Hatte ich mir im Zusammenhang mit Gedanken über den Umweltschutz auch Gedanken darüber gemacht, wer denn nun dieser Souverän sei, der die Internalisierung externer Kosten einfach so anordnen kann.
Also sozusagen der ultimative Gesetzgeber und Richter.
Meine Gedanken waren damals die Gedanken eines gläubigen Christen – ich werde sie weiter unten wiederholen.
Aber ich denke, man muss schon akzeptieren, dass der christliche Standpunkt nicht der einzige Standpunkt ist (trotz oder gerade wegen des christlichen Absolutheitsanspruches), und möchte die religiösen Ausführungen – die ich gleich nochmal wiederholen werde – abrunden durch einen Blick in unsere allseits beliebte Bundesverfassung:
Artikel 1 Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.
Hier steht es also, klipp und klar, dass der Souverän, zumindest in Österreich, das Volk ist.
Dem widerspricht – scheinbar – meine Auffassung, wonach GDH der Souverän sei:
Also: Wer ist der Souverän?
Antwort: Der einzige wirklich und absolut regierende Souverän ist Gott der Herr (darum ist er ja auch „der Herr“).
Aber:
Jede Autorität kommt von Gott, aber ER selbst läßt sich hier im Universum offensichtlich von den Dienern vertreten, die er sich nach Belieben erwählt (mit Ausnahme der 33 Jahre, die SEIN SOHN in Palästina anwesend war, und der Kommunion).
1.) Von den Engeln und Dämonen, die nicht so furchterregend sind wie ER
2.) Von den Naturgesetzen, deren Erforschung sich die Wissenschaften verschrieben haben.
3.) Von erwählten Menschen, die sich einer NATÜRLICHEN AUTORITÄT bedienen
4.) Von seiner Hl. Kirche, der er den HEILIGEN GEIST gesandt hat
5.) Von Lehrern
6.) Vom Ehepartner und von den Eltern
7.) Von den Richtern, Parlamenten, Vorsitzenden und Regierenden der Staaten und anderer Haushalte
Wie geht das zusammen?
Nun, das stimmt schon, der Souverän hier auf Erden ist die Menschheit, insoferne sie gegenüber den anderen Geschöpfen den lieben Gott vertritt.
Aber, wenn wir uns jetzt konkret überlegen, WIE die Menschheit diese Stellvertreterrolle wahrnimmt, dann ist es doch so, dass man nicht über jedes Gesetz und statt jeder Gerichtsverhandlung eine weltweite Volksabstimmung ansetzen kann. Das wäre technisch nicht machbar.
Da ist es doch so, dass die Menschheit sich Delegierte als Gesetzgeber und Richter erwählt, die IN IHREM NAMEN Gesetze ausarbeiten und Urteile ausarbeiten.
WIE werden Delegierte festgestellt?
Nun, das ist meistens ein langwieriger Prozess, in dem die einzelnen Parteien des Volkes miteinander verhandeln, bis sie zu einer Vereinbarung kommen. In Österreich ist es zum Beispiel so, dass dabei der Bundespräsident das letzte Wort hat, er ist ja die einzige Person, die direkt vom Volk gewählt worden ist.
Aber wenn man bedenkt, WIE es zur Bildung von Parteien und zur Aufstellung von Kandidaten für das Präsidentenamt kommt, dann muss man doch zugeben,
dass der ZUFALL eine große Rolle spielt.
Und hier kommt Gott ins Spiel, denn Zufall ist nur eine wissenschaftliche Bezeichnung für das Wirken Gottes.
Wie ich bereits im siebenten Büchlein erörtert habe, wollen wir Menschen geliebt werden.
Die Liebe ist die größte Stärke des Menschen, aber auch seine größte Schwäche.
Weil wir Angst vor dem sozialen Tod haben, haben wir auch Angst davor nicht geliebt zu werden.
In unserer Angst tun wir dann die verrücktesten Sachen – das ist der „Unsinn des Gewissens“. Und eigentlich ist es auch der Ursprung des Bösen.
Wie meine ich das?
Nun, man sagt das grundlegendste, das ursprünglichste und das erste Bedürfnis jedes Menschen sei es, angenommen zu sein, wie man ist. Also geliebt zu werden, ohne sich anbiedern zu müssen.
Wenn dieses Bedürfnis nicht befriedigt wird, vor allem nicht von den Eltern, dann reiten wir in unserer Verzweiflung von einer Trotzphase in die nächste.
Wir machen verrückte Purzelbäume, schneiden uns nicht die Haare, waschen uns nicht und fangen an zu stinken, nehmen Drogen, schwänzen die Schule und drohen damit unser Leben wegzuwerfen, solange, bis dieses grundlegendste aller Bedürfnisse erfüllt wird.
Aber ich darf nicht ungerecht sein. Die Strategie, die ich soeben beschrieben habe, die „Strategie des Trotzes“, wird nicht von jedem Kind oder Jugendlichen verfolgt.
Manche, vor allem schwache Charaktere, wählen auch den „Weg der Anpassung“. Sie erkaufen sich die Anerkennung, indem sie sich selbst verbiegen. Und bringen sich selbst um die Befriedigung des grundlegendsten aller Bedürfnisse.
Das sind die wirklich unglücklichen, also bösen Charaktere.
Die Mitläufer, die Denunzianten, die mit den Wölfen heulen und die das „Fahrradfahren“1beherrschen.
Das ist der „Unsinn des Gewissens“ in Reinkultur. Das ist die Grundlage aller Neurosen und Psychosen und davon leben die Psychiater und Beichtväter seit Generationen.
Meint
Euer Christoph
1Fahrradfahren = nach oben buckeln und nach unten treten
Mit diesem Spruch (wo Tauben sind, fliegen Tauben zu), den man sich richtig plastisch vorstellen kann, wenn man sich eine kleine niederösterreichische Gemeinde in den 50er und 60er Jahren vorstellt – mit einem reichen Großbauern und einem Rest an armen Schluckern – , hat unsere Mutter versucht uns etwas klar zu machen, was eigentlich sehr traurig ist:
Reiche Menschen haben von Geburt an bessere Chancen auf eine gute Ausbildung, als Menschen, die in finanziell ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen sind.
Auch wenn es eigentlich eine Binsenweisheit ist, wird es dennoch oft abgelehnt, diese Erkenntnis klar und deutlich auszusprechen:
Vermögen ist ein Wettbewerbsvorteil
und
Ungleichheit rentiert sich
Wie meine ich das?
Nun gut, stellen wir uns vor die gesamte Welt lebte auf Bauernhöfen und jeder dieser Höfe wäre für sich autark.
Handel wäre nicht nötig.
Das Bruttoinlandsprodukt BIP wäre gleich Null.
Trotzdem wären die Grundbedürfnisse aller Menschen befriedigt (zumindest aus wirtschaftlicher Sicht).
Erst dadurch, dass ein Hof Güter produziert, die er nicht benötigt und dadurch, dass andere Höfe diese Dinge benötigen, kommt es zuerst zu Tauschhandel und schließlich zu einem BIP.
Also: Ungleiche Chancenverteilung macht die einen potentiell reich und die anderen potentiell arm.
Das ist eine positive Verstärkung und führt also zu einem potentiell instabilen System, das z.B. durch Almosen oder Sozialgesetzgebung stabilisiert werden kann. Andernfalls wird es höchstwahrscheinlich zu Revolte, Aufruhr, Mord und Totschlag kommen.
Können wir das auch durch eine Graphik, durch Visualisierung, klar machen?
Ja, ich denke schon:
Abbildung 1: Verteilung des Bruttonationaleinkommens (BNE – früher Bruttosozialprodukt)
Stellen wir uns eine „Republik X“ vor, also ein Land mit einem Bruttonationaleinkommen BNE. Das ist der gesamte Brutto-Umsatz, der mit Gütern erzielt wird, die von Inländern im Inland und im Ausland produziert bzw. erbracht werden.
Inländer sind dabei alle Menschen, die ihren Hauptwohnsitz in „Republik X“ haben.
Damit können wir einen willkürlichen Schnitt machen:
Wir zerlegen die Bevölkerung in eine „erwerbstätige Klasse“, die ihr Einkommen hauptsächlich mit den Einkunftsarten 1. – 4. (inkl. Pensionen) erzielt, und eine „vermögende Klasse“, die ihre Einkünfte hauptsächlich aus den Arten 5. bis 7. bekommt.
Nun nehmen wir an, die Einkünfte der vermögenden Klasse seien in etwa gleich groß mit den Einkünften der erwerbstätigen Klasse, allerdings hat die vermögende Klasse sehr viel weniger Mitglieder.
Dann zerlegen wir die notwendigen(!) Kosten – die wir für jeden Menschen gleich annehmen – in zwei Teile,
die Lebenshaltungskosten (LH) und
die Investitionen (INV) in die Produktionsmittel (z.B. Bildung und Ausbildung).
Dann sehen wir, dass die notwendigen Kosten für die „vermögende Klasse“ im Verhältnis sehr viel geringer zu Buche schlagen, sodass ein großer Brocken Einkommen übrig bleibt (Luxus LUX).
Natürlich schützt Reichtum nicht vor Dummheit, aber wenn das überschüssige Einkommen nicht allzu sehr für überflüssigen Konsum verschwendet wird, dann bleibt einiges übrig, um in die Zukunft zu investieren, was der nächsten Generation das Leben ziemlich erleichtern kann (abgesehen von psychologischen Effekten).
Chemie? Durchschaut!
ISBN 978-3-99070-324-3
Dipl.-Ing. Dr. Georg Dazinger
Der Autor dieses Buches, Herr Dipl.-Ing. Dr. Georg Dazinger, verspricht in diesem Buch den gesamten Lehrstoff der Chemie von der Unterstufe über die Oberstufe bis hin zum ersten Semester der Universität einfach und in kleinen Schritten zu erklären.
Und tatsächlich sind die Geheimnisse der Chemie klar und einfach dargelegt – was man einem Mann mit solch vielen Titeln gar nicht zutrauen würde 🙂
Ich habe dieses Buch seit gut einer Woche und bin – obwohl ich neben Arbeit, Haushalt und Kindern eigentlich kaum Zeit habe – bereits auf Seite fünfzig.
Ich erwarte mir auch für die nächsten 600 Seiten, dass der Stil weiterhin so flüssig ist und die Erklärungen so einleuchtend wie bisher.
Da Herr Dr. Dazinger so kleine Schritte macht, ist das Buch natürlich etwas dick geraten. Die 650 Seiten haben ihren Preis, aber sie sind diesen Preis tatsächlich wert.