Letzten Endes ist jede……

April 30, 2016

……psychische Krankheit ein Schrei nach Liebe.

Der religiöse Mensch würde sagen

……eine Suche nach Gott.

Und was hilft uns diese Binsenweisheit?

NICHTS, wenn wir nicht an die Liebe glauben KÖNNEN.

Was lernt der Gesunde daraus, der Starke? Du sollst lieben, lieben, lieben bis zum Umfallen, capito?


Das Herz und das Gesetz

Januar 6, 2016

In der Diskussion um die islam(ist)ischen Kindergärten in Wien gab es eine Wortmeldung, die mich gelinde gesagt erstaunt hat.

Man hatte sich echauffiert, dass in diesen Kindergärten gelehrt werde, das göttliche Gesetz stehe über dem staatlichen Gesetz.

Aber ist es nicht genau das, was uns auch unser katholischer Religionslehrer beigebracht hat?

Ich bin verwirrt, denn ich will nicht glauben, dass mein Religionslehrer ein Revoluzzer war, der gegen das Establishment gekämpft hat (nein, hat er definitiv nicht).

Vielleicht hilft es, wenn wir uneingenommen einige Fragen stellen, um den Dunst etwas zu lichten.

Geht es einfach um einen Machtkampf zwischen Staat und Kirche bzw. zwischen den verschiedenen Religionen?

Was ist dieses „göttliche Gesetz“ eigentlich? Gibt es Richter, die nach göttlichem Gesetz über uns zu Gericht sitzen? Wer formuliert dieses „göttliche Gesetz“, gibt es ein gesetzgebendes Gremium für göttliche Gesetze?

Richtungweisend ist für mich eine Stelle in der Bibel, in der Gott uns zusagt, dass er dieses „göttliche Gesetz“ „in unsere Herzen schreibt“ (Jer 31, 33).

Also erkennen wir das göttliche Gesetz mit dem Herzen.

Mithin ist wohl eine Sache gemeint, die wir allgemein als „Gewissen“ bezeichnen.

Wenn ich gegen mein Gewissen handle, dann handle ich gegen das „göttliche Gesetz“, welches mir ins Herz geschrieben ist.

Und so kann man auch einen Widerstand gegen unmenschliche Regime argumentieren.

Denn wenn das staatliche Gesetz das höchste Gesetz wäre, dann wäre zum Beispiel der Widerstand gegen den Nationalsozialismus unmoralisch gewesen. Gesetztes Gesetz wäre immer das Höchste.

Und damit sind wir wohl bei der ultima ratio:

Handle stets nach Deinem Gewissen (göttliches Gesetz) und
bilde Dein Gewissen nach den zehn Geboten (kirchliches Gesetz, nicht so hoch).

Das staatliche Gesetz sollte die zehn Gebote derart ausarbeiten, dass sie in einem konkreten Gemeinschaftswesen anwendbar werden, sollte aber niemals den zehn Geboten widersprechen. Im Falle eines Widerspruchs hätten die zehn Gebote Vorrang und darüber hinaus hat das persönliche Gewissen absoluten Vorrang.

Meint
Euer Christoph


Wer vom Kelch der Wissenschaft nur nippt……

Dezember 19, 2015

wird oft zum Atheisten.

Doch wer den Kelch bis zum Grunde leert, der findet wieder Gott.

Meint
Euer Christoph


Ora oder Labora?

November 29, 2015

Soll man für den Frieden beten? Sicher! Das kann nicht schaden, denn nicht wir sind es, die Gott durch das Gebet verändern, sondern Gott ist es, der uns im Gebet verändert.

Aber im konkreten Anlassfall des IS ist es wohl doch notwendig, tatsächlich zu den Waffen zu greifen – so traurig das ist.

Aber eigentlich will ich diese Entscheidung nicht kommentieren sondern den militärischen Fachleuten überlassen, die unsere Regierungen beraten.

Denn so sehr die Waffenindustrie den Krieg liebt, der Soldat liebt den Krieg nicht, soviel ist sicher.

Meint
Euer Christoph


Laßt alle Hoffnung fahren, ……

November 22, 2015

……dann könnt Ihr glücklich werden.

Oder wie Jesus Christus gesagt hat: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“.

Oder Buddha: „Haftet den Dingen nicht an“.

Denn wenn wir den Dingen nicht anhaften, wenn wir uns vom Irdischen nichts mehr erwarten, wenn wir auf das Reich zusterben, das eben nicht von dieser Welt ist,

dann können wir uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren.

Heute habe ich im Familienkreis gesagt, dass mir Geld eigentlich nichts bedeutet.

„Aber warum machst Du dann jedes Monat eine penible Kostenrechnung?“, fragt meine Tochter.

„Da ich das Familienoberhaupt bin, ist es meine verdammte Pflicht, mir über das Budget Sorgen zu machen, deshalb“

Meint

Euer Christoph


Ich weiss, was ich will

Oktober 26, 2015

Nicht nur Udo Jürgens hat sich zu diesem Thema Gedanken gemacht, auch dem Jungen Conrad Peter wird in der Erzählung „Das dritte Kind“ (siehe Drehbuchseite) ein Gebet in den Mund gelegt, welches diesen Gedanken zentral enthält:

[…]Herr Jesus Christus, bitte verzeih‘, dass ich vor dem Vater Angst habe. Bitte verzeih‘ auch, dass ich vor dem Tod Angst habe.

Danke, dass du mit uns das Spiel des Lebens spielst, ich hoffe, du wirst alles ergänzen, was an uns fehlt.

Danke, dass du nicht schläfst.

Bitte hilf mir, dass ich an dich glaube, Danke, dass du dir nicht in die Karten schauen lässt.

Hilf auch allen meinen Freunden und allen, die deine Hilfe brauchen.

Hilf uns, dass wir aussprechen, was wir wollen.

Danke!

P.S.: Wann du willst, dann führe alles zu einem guten Ende.[…]

Und tatsächlich fällt es uns oft unsagbar schwer, die Dinge, die wir wirklich wollen, auch auszusprechen.

Liegt es daran, dass uns unser Unterbewusstsein verbieten möchte, unsere eigenen Wünsche zu kennen?

Liegt es daran, dass wir Angst haben, unsere Mitmenschen werden uns die Erfüllung unserer Wünsche justament unmöglich machen, sobald sie wissen, was wir wollen?

Oder liegt es gar daran, dass wir uns unserer Wünsche und Bedürfnisse schämen?

Fragen, sie sich jeder einmal stellen sollte.

Meint
Euer Christoph


Atheismus geht nicht ohne Gott

September 20, 2015

„Atheisten glauben an einen Gott, den es zum Glück nicht gibt“, sagt ein bekanntes Bonmot.

Und tatsächlich stellt sich die Frage, ob Atheismus nicht nur eine Gegenbewegung ist, deren Ursache in der Dummheit vieler Gläubiger begründet ist.

Sind wir uns überhaupt im Klaren darüber, was wir mit Begriffen wie „Gott“, „Erlösung“, „Kreuzesopfer“, „Prophetie“, „Seele“ und so weiter eigentlich(!) meinen?

Sind wir uns so sicher, dass ALLE Gläubigen DASSELBE meinen, wenn sie diese Begriffe verwenden?

Und ist Glaube nicht nur ein Gefühl(!) von Geborgenheit in einer bestimmten Gruppe?

Und wie ist das mit der Moral, wenn wir uns gegen die Mehrheit stellen müssen? Bleibt da nicht nur ein lächerliches Piepsen übrig?

Fragen über Fragen.

Meint
Euer Christoph


Schalt Dein Herz auf Empfang

September 12, 2015

In der Spreizbandtechnik verwendet man Codes, um Signale im Rauschen zu verstecken und um sie auch wieder aus dem Rauschen herauszufiltern.

Heutzutage herrscht ein gewaltiges Rauschen im Blätterwald und auch im Internet und in den sonstigen Medien.

Wie soll man da finden, was relevant ist?

Was wichtig ist?

Und was richtig ist?

Auf welche Codes tune ich meine Seele?

Was spricht mich an?

Wer spricht da zu mir?

Kann ich die Botschaft entziffern?

Werde ich das Richtige tun?

Werde ich nicht doch dem kleinen Verwirrer erliegen und seiner Tücke?

Humor ist es, der uns die Richtung weist.

Meint
Euer Christoph


Wahrheit und Metapher

August 15, 2015

Oft ist gesagt worden, die Wunder und Zeichen Jesu seien ja bloß Metaphern für Vorgänge, die sich real abspielen.

So sehe ich im Wunder von der Brotvermehrung zum Beispiel ein aktuelles Gleichnis für die Open Source Software Entwicklung.

Oder im Wandel des Petrus über das Wasser ein Zeichen dafür, dass man Wunder vollbringen kann, wenn man mit einem Grundvertrauen an die Sache herangeht.

Aber ist das nicht ein bisschen zu kurz gegriffen?

Spielt sich im Leben Jesu nicht das gesamte Leben ab?

Sodass er wahrhaft ein Vorbild ist und wahrhaft die Erlösungstat vollbringt?

Insoferne kann man sagen, dass es heutzutage „nichts Neues unter der Sonne“ gibt, denn tatsächlich ist Alles im Leben Jesu konzentriert.

Aber auch diese Sichtweise birgt eine Gefahr in sich.

Denn es kommt auch auf Dich an und es kommt auch auf mich an.

Es kommt darauf an, was wir aus unserem Leben machen und ob wir die Welt verbessern oder verschlechtern.

Tatsächlich ist der Ausgang des „Experiments Gottes“ ungewiss. Die Freiheit gibt uns die Möglichkeit, uns auch gegen Gott zu entscheiden.

Für die Lieblosigkeit und für den Egoismus.

Gegen eine lebenswerte Welt.

Meint
Euer Christoph


Der Code und die Botschaft……

Juli 26, 2015

Metaphern sollte man nur verwenden, wenn man vorher ihre Bedeutung erklärt hat.

Oder wenn man sich sicher ist, dass ALLE ZUHÖRER den Code kennen, zumindest die, für die die Botschaft GEDACHT ist.

Und dann gibt es da noch die Geheimcodes und die Wahnsinnigen, von denen jeder einen Code benützt, den nur ER/SIE kennt. Warum eigentlich? Aus Angst, verstanden zu werden? Oder weil man die Größe der Botschaft fürchtet?

Oder die Sprengkraft?

Und was ist mit der Spreizbandtechnik? Da ist doch auch so.

Meint
Euer Christoph