Ich hasse Manager, ……

August 6, 2016

……die an Wunder glauben.

……die glauben, dass man durch gut zureden ein Pferd vor dem Verhungern retten kann.

……die glauben, dass Grundlagenforschung ganz von allein passiert.

……die glauben, dass Projekte ganz von selbst aus dem Hibernation Mode erwachen.

WEH DEM, DER ETWAS WILL!!!

Dazu auch folgender Post: SrrTrains: Gleise und Weichen.

Meint
Euer Christoph


Familie als Luxusgut?

Mai 30, 2016

Vielleicht liege ich ja falsch und muss um Korrektur bitten, aber

  1. eine durchschnittliche 4-köpfige Familie, die nur ein „gutes“ Leben führt, ohne großem Luxus zu frönen, braucht schnell einmal 3000 Euro monatlich
  2. ein österreichisches Durchschnittsgehalt liegt bei 1500 Euro netto

Seht Ihr, worauf ich hinaus will?

Wenn sich ein Paar den „Luxus“ einer Familie leisten will, dann müssen(!) beide(!) einen 40-Stunden Job annehmen, um das Ganze zu finanzieren.

Ok, da kommen dann nochmal 200 Eur Familienbeihilfe pro Kind dazu.

Aber wo bleibt dann die Zeit sich um die Familie zu kümmern?

Aber Leute, die unterdurchschnittlich verdienen, haben in Österreich nicht das Recht auf Familie!!!!

Es wird Zeit, dass die sogenannten „christlichen“ Parteien an einer substantiellen Lohnerhöhung zu arbeiten beginnen, und damit meine ich keine Steuererleichterungen, die wir uns wieder selber finanzieren müssen.

Die Politiker hätten die Macht, an der Lohnschraube zu drehen, aber warum tun sie’s nicht?

Weil sie selber absichtlich oder aus Dummheit (weiss jetzt nicht was besser ist) auf den Untergang zusteuern.

Ich sehe schwarz (bzw. blau) für Österreich.

Meint Euer Christoph


Niemand verlangt von einem Schauspieler

April 17, 2015

acht Stunden am Tag vor Publikum auf der Bühne zu stehen.

Eine Stunde aber an der Tafel vor einer tobenden Klasse ist soviel wert wie zwei Stunden auf der Bühne.

Ich verstehe, wenn die Leute den Lehrern die Sommerferien neidisch sind, aber die werden ja auch nicht bezahlt (Lehrer verdienen nur 10/12 von „normalen“ Beamten).

Ich verstehe nicht, wie in einem Land, das soviel unter Vorurteilen und Neidgenossenschaft gelitten hat, diese faschistoiden Tendenzen wieder Fuss gewinnen können und wir wieder beginnen, Feindbilder zu züchten um uns selbst nicht an der Nase nehmen zu müssen (was dringend nötig wäre).

Ich verstehe nicht, wie in einem Land, das es wirklich dringenst (allerdringendst) nötig hätte, in Bildung und Innovation zu investieren, die Basis unserer Zukunft – die Jugend – systematisch demontiert wird.

Meint
Euer Christoph


Alter Wein in neuen Schläuchen

März 21, 2015

Es gibt viele Manager-Märchen.

Zum Beispiel die Geschichte von der Hummel, die fliegen kann, obwohl sie zu kleine Flügel hat.

Nun gut – Mumpitz.

Aber es gibt auch Manager-Märchen, die leider unabänderliche Auswirkungen auf die Wirklichkeit haben.

So das Märchen, dass man alles in alle Ewigkeit immer weiter optimieren könne.

Du hast letztes Jahr X gemacht und Y Euro dafür gebraucht?

Dann wirst Du dieses Jahr Y minus 10% für X benötigen, denn Du hast ja dazugelernt und hast Dich optimiert.

Und so wird die Kalkulation von Jahr zu Jahr knapper. Die Rentabilität sinkt solange, bis man etwas neues macht und das alte auf den Müll schmeisst, weils einfach nicht mehr geht.

Deswegen müssen wir auch immer wieder das Rad neu erfinden und ihm einen neuen Namen geben – alter Wein in neuen Schläuchen eben.

Meint

Euer Christoph


Der Sämann ging

Februar 23, 2015

„Wer Geduld hat, zu dem kommen die Dinge ganz von alleine“, sagt ein alter Spruch.

Aber wieviel Zeit haben wir wirklich?

Und säen wir auch Früchte, die wir nicht selber ernten?

Wir ernten doch die Früchte, die unsere Vorfahren gesät haben.

Aber wir sind zu nodich, Früchte zu säen für unsere Kinder.

Wir sind zu nodich, Kinder zu säen für die Zukunft der Erde.

Eine Investition muss sich innerhalb von einem Jahr rentieren, länger will kein Investor sein Geld binden.

Aber Investitionen in die Grundlagenforschung rechnen sich erst nach vielen Jahren oder Jahrzehnten.

Die Privatwirtschaft versteht sich hauptsächlich aufs Ernten der Früchte und auf den Handel mit den Früchten.

Säen und Pflegen wird zurückgedrängt in den Privatbereich.

Man hört immer öfter, dass Grundlagenforschung den Geruch eines Hobbies hat.

Das kann doch nicht ernst gemeint sein, wenn jemand an die nächsten Generationen denkt, oder?

Demzufolge gehen auch unsere Kinderzahlen zurück und wir wollen fertige Arbeitnehmer gratis importieren.

Aber die kriegen wir eh nicht – gerechter Wink des Schicksals – wir kriegen nur Hinterwäldler und Jihadisten (mit einigen ruhmreichen Ausnahmen).

Meint
Euer Christoph

P.S.: dieser Artikel ist bewußt kontrovers geschrieben – Kommentare sind erwünscht – die e-mail Adressen der Kommentatoren werden niemals veröffentlicht.


Kleine Zeichen der Hoffnung

Februar 11, 2015

Manchmal tut es gut, Deutsches Fernsehen anzuschauen und nicht immer nur Österreichisches.

Wo heute im Österreichischen Fernsehen nur über Griechenland zu hören ist und über die tatsächliche Unmöglichkeit, dass Griechenland seine Schulden wird bedienen können, da war heute im Deutschen Fernsehen auch über Portugal zu hören, das es aus der Rezession bereits wieder heraus geschafft hat und das jetzt vorzeitig einige seiner Schulden zurückzahlen möchte.

Während die Österreichische Politik sich also in der großkoalitionären Selbstzerfleischung geübt hat, haben andernorts Reformen tatsächlich Platz gegriffen.

Wenn jetzt also alle nur Forderungen stellen, weil sie bereits wieder den wirtschaftlichen Aufwind wittern – die Arbeitnehmer wollen eine Senkung der Lohnsteuer, die Arbeitgeber wollen eine Senkung der Lohnnebenkosten, die Reichen wollen auf keinen Fall Vermögenssteuern, Ferdinand Lacina empfiehlt dezidiert eine substanzielle Erhöhung der Löhne, um den Konsum anzukurbeln usw. usw. – dann möchte ich den Österreichischen Politikern zurufen: „Habt Mut“. Spart in der Verwaltung und investiert in die Forschung (und damit meine ich NICHT die Universitätsverwaltung).

Ich möchte auch den Arbeitnehmern zurufen: „Habt Mut und verkauft Euch nicht unter Eurem Wert“

Und ich möchte den Unternehmern zurufen: „Habt Mut und zeigt Euer soziales Empfinden, obwohl das vom wirtschaftstheoretischen Establishment gar nicht gerne gesehen wird“

Auch im Web3D Consortium gibt es „kleine Zeichen der Hoffnung“: offensichtlich wird in V3.4 ein neuer Anlauf für den Network Sensor unternommen (das nur für Eingeweihte): http://www.web3d.org/wiki/index.php/X3D_version_3.4_Development.

Meint
Euer Christoph


Wenn jetzt die EZB den Geldhahn aufdreht, ….

Januar 29, 2015

….dann kommt mir das vor, wie ein Autofahrer, der auf das Gaspedal steigt, bevor er sich überlegt hat, in welche Richtung er fahren will.

Meint
Euer Christoph