Gut?

November 28, 2015

In einem sind sich alle Menschen einig. Sie sagen: „Wir sind die Guten“.

Ob dieses „wir“ jetzt die eigene Familie ist, oder die eigene Religion oder die eigene Ethnie oder die eigene Nation oder sonst eine Teilmenge des Universums, immer beinhaltet dieses „Wir sind die Guten“ auch eine Abwertung „des Anderen“.

Mithin ist dieses „einvernehmliche“ Urteil, dass „wir eben die Guten seien“, die Ursache für alle Uneinigkeit und für allen Streit.

Was sagt Jesus? Jesus sagt: „Nur Gott ist gut“ (Lk 18,19).

Und ist es nicht genau das, was wir von Kindheit an wissen müssen (was uns nur leider selten jemand sagt)?

Wir sind – hoffentlich – auf dem Weg zum Guten, aber erreicht haben wir es noch lange nicht, ganz im Gegenteil.

Wo soll man anfangen?

Was sagt Jesus? Jesus sagt: „Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken aber im eigenen Auge bemerkst du nicht?“ (Lk 6,41)

So einfach und doch so schwer: bei sich selber anzufangen.

Seinem Herzen einen Ruck zu geben.

Meint
Euer Christoph


Laßt alle Hoffnung fahren, ……

November 22, 2015

……dann könnt Ihr glücklich werden.

Oder wie Jesus Christus gesagt hat: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“.

Oder Buddha: „Haftet den Dingen nicht an“.

Denn wenn wir den Dingen nicht anhaften, wenn wir uns vom Irdischen nichts mehr erwarten, wenn wir auf das Reich zusterben, das eben nicht von dieser Welt ist,

dann können wir uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren.

Heute habe ich im Familienkreis gesagt, dass mir Geld eigentlich nichts bedeutet.

„Aber warum machst Du dann jedes Monat eine penible Kostenrechnung?“, fragt meine Tochter.

„Da ich das Familienoberhaupt bin, ist es meine verdammte Pflicht, mir über das Budget Sorgen zu machen, deshalb“

Meint

Euer Christoph


Kritisches Denken und Geborgenheit

November 15, 2015

Kritisches Denken kann nur in einer Atmosphäre der Geborgenheit entstehen.

Nur, wenn ich keine Angst haben muss, dass eine kritische Frage mich aus dem System hinauskatapultiert, nur wenn ich keine Angst haben muss, dass meine Fragen das System zum Bersten bringen,

nur dann kann ich wirkliche Fragen stellen.

„Papi, hast Du die Mami wirklich lieb?“

„Papi, wirst Du einmal sterben?“

„Mami, warum tust Du das alles?“

In einem stabilen System kann kritisches Denken entstehen.

Aber in einem System der Angst kann keine kritische Reflexion entstehen.

Wenn wir es nach dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi immer noch nicht wissen, dass der Papi uns lieb hat, dann sind wir wahrhaft der Hölle verfallen.

Aber vielleicht wissen wir es ja, wir wollen es nur nicht glauben.

Und deshalb führen wir andauernd Gott in Versuchung, um zu sehen, dass er uns seine Liebe beweist.

Wir führen uns auf wie die letzten Berserker, nur um zu sehen, ob Gott „eh alles wieder zum Guten führen“ kann.

Aber er beweist uns seine Liebe, indem er schweigt und indem er es UNS überläßt, Gott weiss, dass lieben loslassen heisst.

Wenn wir geradewegs in die Hölle marschieren WOLLEN, dann LÄSST er uns.

Dabei könnten wir die Geborgenheit des Christentums nützen, um so sinnvolle Dinge wie die Aufklärung hervorzubringen, denn die Aufklärung war NUR auf der Basis des Christentums möglich.

Inwiefern andere Religionen das kritische Denken zulassen, weiss ich nicht.

Mal sehn.

Meint
Euer Christoph


Trau niemandem, …

Oktober 28, 2015

…der Angst hat.

Meint
Euer Christoph


Atheismus geht nicht ohne Gott

September 20, 2015

„Atheisten glauben an einen Gott, den es zum Glück nicht gibt“, sagt ein bekanntes Bonmot.

Und tatsächlich stellt sich die Frage, ob Atheismus nicht nur eine Gegenbewegung ist, deren Ursache in der Dummheit vieler Gläubiger begründet ist.

Sind wir uns überhaupt im Klaren darüber, was wir mit Begriffen wie „Gott“, „Erlösung“, „Kreuzesopfer“, „Prophetie“, „Seele“ und so weiter eigentlich(!) meinen?

Sind wir uns so sicher, dass ALLE Gläubigen DASSELBE meinen, wenn sie diese Begriffe verwenden?

Und ist Glaube nicht nur ein Gefühl(!) von Geborgenheit in einer bestimmten Gruppe?

Und wie ist das mit der Moral, wenn wir uns gegen die Mehrheit stellen müssen? Bleibt da nicht nur ein lächerliches Piepsen übrig?

Fragen über Fragen.

Meint
Euer Christoph


Angst fressen Seele auf – vom IS und von den USA

September 6, 2015

Im Internet liest man in den letzten Tagen und Wochen immer wieder von einem perfiden Plan.

Die USA wollten Europa destabilisieren, indem sie die Syrienflüchtlinge motivierten, zielstrebig auf die Länder des alten Kontinents einzuströmen.

Unter diesen Flüchtlingen befänden sich dann auch IS Terroristen, sodass die USA einen Anlass bekämen, in Europa einzugreifen und „in einem Aufwasch“ gleich Russland zu erledigen.

Nun gut, ja ich kann mir vorstellen, dass es in den Generalstäben und Ausschüssen vereinzelt kranke Gehirne gibt, die solche Ziele verfolgen.

Und ja, der IS wird die Chance nützen, um vereinzelt Terroristen einzuschleusen, jede andere Annahme wäre naiv.

ABER: NIEMALS würde ich annehmen, dass das die offizielle Linie der USA wäre, und IMMER werde ich daran glauben, dass in Österreich, in Deutschland, in ganz Europa Leute dafür zuständig sind, gegen solche Bedrohungen Maßnahmen zu ersinnen und zu reagieren.

Und diese Leute sind auch nicht „auf der Nudelsuppe dahergeschwommen“.

Nur muss man ihre Arbeit eigentlich nicht öffentlich kommentieren.

Meint
Euer Christoph


Auch Bettler verkaufen eine Ware,……

Juli 24, 2015

……nämlich „gutes Gewissen“.

Meint
Euer Christoph


Vom Hamsterrad und vom freien Willen II

Juli 5, 2015

Im Artikel https://letztersein.wordpress.com/2015/06/04/vom-hamsterrad-und-vom-freien-willen/ hatte ich mir Gedanken unter anderem darüber gemacht, dass ein Mensch sehr viel ertragen kann, solange er es freiwillig tut.

Wenn ein Mensch sein Leiden als etwas von Gott Geschenktes akzeptiert, dann bekommt es eine andere, bessere, Dimension, als nur das bloße Vor-sich-hin-Dümpern.

Es wird auch in der Bibel berichtet, dass Jesus im Garten Gethsemani lange Zeit im Gebet verharrte, dass er sogar Blut schwitzte, und da ging es meiner Meinung auch sehr darum, dass er mit sich gerungen hat, um das Leiden als etwas Freiwilliges auf sich zu nehmen und zu akzeptieren.

Meint
Euer Christoph


Quid pro quo – mein persönliches Griechenland SrrTrains

Juni 14, 2015

Wenn man Kinder aufzieht, dann erwartet man sich etwas von ihnen.

Man opfert sein Leben nicht aus reinem Altruismus.

Wenn man einen Kredit gibt, dann glaubt man (credere = glauben), dass der Kreditnehmer den Kredit mit Zinsen wieder zurückzahlen wird.

Aber wem soll man glauben?

Gibt es noch Handschlagsqualität?

Hat sich der Kreditnehmer übernommen?

Habe ich ihm etwas geglaubt, was er vielleicht nicht einmal selber glaubt?

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht.

Wahrhaftigkeit ist die Basis einer funktionierenden Wirtschaft.

Sehe ich etwas, was ihr nicht seht? Bin ich einer Phantasie gefolgt, die so nicht wahr werden kann? Oder kann ich Euch auch davon überzeugen?

Alles nur Beschiss?

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Aber noch sind wir nicht am Ende.

Meint
Euer Christoph


Besser ein paar Asylbetrüger ins Land zu lassen, ……

Juni 5, 2015

……als auch nur einen EINZIGEN wirklich Verfolgten seinen Peinigern auszuliefern.

In der Moraltheologie gibt es den Begriff der Güterabwägung.

Und ein vergleichbar kleiner, rein finanzieller, Schaden durch Asylbetrug wiegt bei weitem weniger als der unmessbar große Schaden, wenn wir die Schuld auf uns laden, Verfolgte ihren Verfolgern auszuliefern (das hatten wir ja schon mal).

Und auch wenn es sich um einen Asylbetrüger handelt: sobald er bei uns mitarbeiten darf, kann er sogar mit anpacken und unserer Wirtschaft aus der Misere heraushelfen, das würde ich auch eher positiv sehen.

Ein kleiner Denkanstoß aus gegebenem Anlass

Meint
Euer Christoph