Der einsame Wolf

Januar 11, 2015

Bin ich denn der einzige, der das Potential erkennt?

Bin ich denn der einzige, der den Weg sieht?

Bin ich denn der einzige, der daran glaubt?

Bin ich denn der einzige, der die Welt auf seinen Schultern trägt?

Nein, es hat keinen Sinn.

Sinn ist Illusion.

Vernunft ist Illusion.

Hoffnung ist Illusion.

Glaube ist Illusion.

Liebe ist Illusion.


Einklang und sinnerfülltes Leben

Oktober 26, 2014

Wann ergibt etwas Sinn?

Ein Erlebnis, eine Lehrmeinung oder ein Plan?

Wann ergeben die einen Sinn?

Nun, ich kann es nur sehr naiv ausdrücken: etwas ergibt Sinn, wenn „es passt“.

Wenn etwas „zu unseren Gedanken passt“, dann ergibt es „für uns einen Sinn“.

Wenn wir also sagen, wir sind „auf der Suche nach dem Sinn des Lebens“, dann heisst das doch eigentlich nur, wir versuchen „das Universum zu verstehen“, wir „entwickeln unser Modell im Kopf“ solange, bis es „zur Wirklichkeit passt“.

Und wenn man ein Wirklichkeitsverweigerer ist?

Wenn man glaubt, das eigene Modell sei schon fertig, nur an der Wirklichkeit „stimmt etwas nicht“?

Dann wird man den Sinn des Lebens niemals aufspüren.

Aber auch so wird man niemals am Ziel sein, das Modell muss immer wieder adaptiert werden.

Der Weg ist das Ziel.

Meint
Euer Christoph


Entscheidung für Plan B – Das dritte Kind

Oktober 17, 2014

Liebe Leserinnen und Leser

Wie Ihr wisst, habe ich mich im Rahmen der Erzählung „Das dritte Kind“ mit den technischen Ideen DIGITS und SMUOS/C3P auseinandergesetzt.

Ich habe das so gelöst, dass die erste Hauptfigur – Conrad Peter – eine Allegorie für SMUOS/C3P darstellt und die zweite Hauptfigur – Otto – eine solche für DIGITS.

Der dritte Teil der Erzählung, der sich hauptsächlich mit DIGITS beschäftigt, ist nur im Sinne von einzelnen Fragmenten fertig, aber ich habe jetzt beschlossen, dass ICH mit der Sache fertig bin.

Die letzte Entscheidung, die noch gefällt werden musste, war die für einen der beiden Schlüsse a) oder b).

a) Conrad Peter und Otto sterben den Heldentod und werden in bayerischer Erde begraben
b) Conrad Peter und Otto sterben den Heldentod und nach einer Feuerbestattung wird ihre Asche dem gnädigen Herbstwind übergeben.

Da habe ich mich jetzt sozusagen für „Plan B“ entschieden und überlasse die Asche dem Wind.

Hier nochmal die einzelnen Dokumente:

Lg
Euer Christoph


Identität

September 27, 2014

Jede Sekunde sterben im menschlichen Körper geschätzte 50 Millionen Zellen und werden durch neue ersetzt.

Bin ich in einem Jahr noch ich?

Bin ich überhaupt derselbe Mensch, der ich in meiner Jugend war?

Aber auch bei simplen Objekten, wie einem Auto, ist die Frage der Identität des Objektes nicht so einfach zu beantworten, wie man sich denken könnte.

Ersatzteile werden ausgetauscht, Betriebsmittel werden verbraucht, und wenn es nicht die Nummerntafel gäbe, wäre es gar nicht so einfach, die Identität eines Autos festzustellen.

Und sogar die Nummer kann umgemeldet werden.

Wenn wir nicht die Rahmennummer und die Motorblocknummer hätten, wäre das von Natur aus ein schwieriges Unterfangen.

Meint
Euer Christoph


Ideen zu haben – Module, Kacheln, DIGITS

September 9, 2014

Liebe Leserinnen und Leser

Jetzt hatte ich Euch ja berichtet, dass ich mit meinem Hobby – Projekt SrrTrains v0.01 tatsächlich aufgehört hatte und dass ich auch die zugehörigen Blogs gelöscht hatte.

Weiters hatte ich hier versprochen, dass ich weitere Artikel zur technischen Fragestellung des Projektes schreiben werde.

Was hiermit geschieht.

Unter anderem hatten wir festgestellt, dass wir im Zuge der Standardisierung auch gewisse Vorgaben über den Inhalt der Szene machen müssen. Wir hatten festgelegt, dass die Szene aus Modulen, Modellen und MIDAS Objekten besteht.

Module sind sozusagen einzelne Abschnitte, aus denen die Landschaft zusammengesetzt wird.

Zuerst hatten wir hier zwischen statischen und dynamischen Modulen unterschieden. Dynamische Module sind dabei Module, die nur bei Bedarf nachgeladen werden, um Speicherplatz zu sparen.

Weiters hatten wir noch die Idee der Moving Modules. Das wären Module, die in einem Modell enthalten sind, und sich mit diesem mitbewegen.

Noch gänzlich unerforscht ist der mögliche Zusammenhang zwischen Kacheln, wie sie in herkömmlichen Simulatorsystemen verwendet werden und dem Begriff der Module.

Hierbei sei auf den wesentlichen Unterschied hingewiesen, dass eine Kachel per Definition einen Abschnitt der Erdoberfläche darstellt, während ein Modul einen beliebigen Ausschnitt des Universums darstellen kann (zum Beispiel das Sonnensystem).

Weiters müßte noch der Zusammenhang mit der Idee DIGITS erforscht werden (Distributed Internet Geographic Information Transmission Service), deren Ziel es ist, das Universum im Internet abzuspeichern (zu „retten“).

Gute Fragen und interessante Aufgaben wären das.

Meint
Euer Christoph


Und sie bewegt sich doch……

September 9, 2014

Welch riesige kybernetische Gebilde der Mensch erdacht hat, um „die Welt in Bewegung zu halten“.

Eine Aufsichtsratssitzung jagt die andere, Besprechungen jeder Art, Gigabytes von E-Mails und trotzdem bleibt die alte Frage:

Sind wir es, die die Welt in Bewegung halten, oder hält die Welt uns in Bewegung?

Wäre nicht Zeit für ein wenig Bescheidenheit?

Eine alte Weisheit aus dem Gebetsleben: nicht wir ändern Gott durch das Gebet, sondern Gott ändert uns im Gebet.

Wenn wir das Universum in Bewegung hielten, dann wäre das fürwahr so, als ob der Schwanz mit dem Hund wedelt.

Meint
Euer Christoph


Ideen zu haben – Einleitung

August 30, 2014

Liebe Leserinnen und Leser

Jetzt hatte ich Euch ja berichtet, dass ich mit meinem Hobby – Projekt SrrTrains v0.01 tatsächlich aufgehört hatte und dass ich auch die zugehörigen Blogs gelöscht hatte.

Das hatte ich in folgendem Beitrag berichtet: Der Mohr hat seine Arbeit getan…

Die Gründe waren vielfältig, letzten Endes geht es aber darum, dass mir meine Freizeit mittlerweile zu wertvoll ist, um in eben dieser Freizeit Dinge zu tun, die andere Leute während ihrer Dienstzeit viel besser erledigen könnten.

Es war einerseits sehr sinnvoll, die Projektdokumentation von den technischen Blogs zu löschen – damit ich in der Loop bleibe –, andererseits möchte ich meinem Nachfolger, der diese Ideen weiterführen wird, nennen wir ihn vorläufig mit Mt 9,38 den „Herrn der Ernte“, das Leben nicht allzu schwer machen.

Deshalb spiele ich mit dem Gedanken, auf diesem Blog hier eine Artikelserie unter dem Titel „Ideen zu haben“ zu schreiben, die sich mit technischen Fragestellungen zum Projekt beschäftigen wird.

Ich entschuldige mich jetzt bereits bei allen Lesern, die lieber religiöse, philosophische und psychologische Themen diskutieren, dass sich hie und da ein technischer Artikel unter die anderen Artikel gesellen wird.
Lg
Euer Christoph

Alle Artikel dieser Reihe:

  1. Ideen zu haben – das Ziel – Alice und Bob
  2. Ideen zu haben – der Inhalt – Module, Modelle und Objekte
  3. Ideen zu haben – die „echte“ Realität – N+1 ist eine schöne Zahl
  4. Ideen zu haben – Module, Kacheln, DIGITS – ich baue mir ein Universum

Anmerkung (2015-01-31)
Obwohl ich die Blogs zum Projekt SrrTrains v0.01 gelöscht hatte, sind immer noch einige Informationen öffentlich erreichbar.

Alle öffentlich erreichbaren Informationen kann man über
https://letztersein.wordpress.com/srrtrains-v0-01/
erreichen.


Vom Echo der Seele – neues Büchlein fertig

August 2, 2014

In der Reihe „kleine religiöse Büchlein“ (siehe den Tab oben im Blog) gibt es jetzt ein neues:

Vom Echo der Seele.

Lg
Christoph


Vom Echo der Seele

Juli 26, 2014

Ich habe ja bisher drei „kleine religiöse Büchlein“ geschrieben, die sich unter der Adresse https://letztersein.wordpress.com/kleine-religiose-buchlein/ wiederfinden.

Nun ist ein viertes religiöses Büchlein in Arbeit.

Es wird den Titel „Vom Echo der Seele“ tragen, und eigentlich wird es eine Erzählung sein, eine Erzählung über einen Mann, der das Echo seiner Seele kennenlernt.

Hier eine Leseprobe (der Beginn des Büchleins):

Beginn Zitat:
[…]“Angst ist die Wurzel aller Schlechtigkeit auf Erden“, dachte sich Herr Peter zum x-ten Male und er mußte unwillkürlich an seine Mutter denken, die ihnen immer wieder gepredigt hatte: „Wenn Du den Hunden zeigst, dass Du Angst vor ihnen hast, dann werden sie erst recht aggressiv“.

Aber wie war er in diesen Kreislauf der Angst und der Angetriebenheit hineingeraten, der ihm jetzt die Luft nahm und die Energie?

Er war soeben dabei sich im Hamsterrad zu Tode zu laufen, aber er erkannte es nicht.

Immer noch versuchte er, es allen recht zu machen und er lief immer noch dieser „großen Belohnung“ nach, die der Fleiß und die Leistung unzweifelhaft für ihn bereit hielten.

Jetzt stand er an einer windigen Straßenecke, hielt Ausschau nach dem „Big C“ und fragte sich, ob man das „C“, wenn man es deutsch aussprach, nicht auch als „großen Zeh“ interpretieren könne.

Mit einem „großen Zeh“ assoziierte man häufig „eingewachsene Zehennägel“, und so fragte er sich, ob er nicht nach einem „eingewachsenen“, oder „kleingewachsenen“ Menschen Ausschau halten solle.

Herr Peter war ein Meister, wenn es darum ging das Gras wachsen zu hören.

Kaum gab es die kleinsten diplomatischen Verstimmungen zwischen Deutschland und Russland, war er schon überzeugt davon, dass alles auf den dritten Weltkrieg hinzuschlidderte.

Kaum verbrannte seine Frau einmal die Suppe, war er schon überzeugt davon, dass sie das aus Absicht tat, um ihn dazu zu bringen, dass er die Scheidung einreichte.

Kaum stand ein Passant am Bahnsteig der U-Bahn ein wenig näher zum Gleis als die meisten anderen, stellte er sich in seiner Phantasie schon vor, wie dieser vor den einfahrenden Zug sprang.

Und kaum hörte er eine Polizeisirene, war seine intuitive Reaktion: „Die suchen mich schon!“

Ja, er bezog immer alles auf sich.[…] Ende Zitat


Die Vorbildwirkung hat ausgeschissen

Juni 15, 2014

Oft hat man uns gepredigt, wir sollen, wenn wir doch die Welt verändern und andere Menschen motivieren wollen, dann sollen wir doch mit gutem Vorbild vorangehen.

Im Arbeitszimmer von Kaiser Franz Joseph habe ab 5 Uhr in der Früh das Licht gebrannt.

Wir sollen immer da sein, da sein für die anderen und ihre Fragen und Probleme.

Anwesenheit sei der Kernpunkt der Vorbildwirkung, immer DA sein.

Ist das noch zeitgemäß? Führt das nicht zu Neurosen und Zwangs-Psychosen, in denen die Menschen sich nicht ihrer Natur gemäß benehmen und dann zwangsmäßig irgendwann entgleisen, wenn sie dem Druck nicht mehr standhalten?

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s gänzlich ungeniert.

Das ist sozusagen das Gegen-Paradigma.

Ist es nicht wieder einmal eine Frage des Maßhaltens? Ist es nicht so, dass man im Leben zwischen den Extremen pendelt bzw. Den „guten Mittelweg“ findet?

Meint
Euer Christoph