Vom Echo der Seele

Ich habe ja bisher drei „kleine religiöse Büchlein“ geschrieben, die sich unter der Adresse https://letztersein.wordpress.com/kleine-religiose-buchlein/ wiederfinden.

Nun ist ein viertes religiöses Büchlein in Arbeit.

Es wird den Titel „Vom Echo der Seele“ tragen, und eigentlich wird es eine Erzählung sein, eine Erzählung über einen Mann, der das Echo seiner Seele kennenlernt.

Hier eine Leseprobe (der Beginn des Büchleins):

Beginn Zitat:
[…]“Angst ist die Wurzel aller Schlechtigkeit auf Erden“, dachte sich Herr Peter zum x-ten Male und er mußte unwillkürlich an seine Mutter denken, die ihnen immer wieder gepredigt hatte: „Wenn Du den Hunden zeigst, dass Du Angst vor ihnen hast, dann werden sie erst recht aggressiv“.

Aber wie war er in diesen Kreislauf der Angst und der Angetriebenheit hineingeraten, der ihm jetzt die Luft nahm und die Energie?

Er war soeben dabei sich im Hamsterrad zu Tode zu laufen, aber er erkannte es nicht.

Immer noch versuchte er, es allen recht zu machen und er lief immer noch dieser „großen Belohnung“ nach, die der Fleiß und die Leistung unzweifelhaft für ihn bereit hielten.

Jetzt stand er an einer windigen Straßenecke, hielt Ausschau nach dem „Big C“ und fragte sich, ob man das „C“, wenn man es deutsch aussprach, nicht auch als „großen Zeh“ interpretieren könne.

Mit einem „großen Zeh“ assoziierte man häufig „eingewachsene Zehennägel“, und so fragte er sich, ob er nicht nach einem „eingewachsenen“, oder „kleingewachsenen“ Menschen Ausschau halten solle.

Herr Peter war ein Meister, wenn es darum ging das Gras wachsen zu hören.

Kaum gab es die kleinsten diplomatischen Verstimmungen zwischen Deutschland und Russland, war er schon überzeugt davon, dass alles auf den dritten Weltkrieg hinzuschlidderte.

Kaum verbrannte seine Frau einmal die Suppe, war er schon überzeugt davon, dass sie das aus Absicht tat, um ihn dazu zu bringen, dass er die Scheidung einreichte.

Kaum stand ein Passant am Bahnsteig der U-Bahn ein wenig näher zum Gleis als die meisten anderen, stellte er sich in seiner Phantasie schon vor, wie dieser vor den einfahrenden Zug sprang.

Und kaum hörte er eine Polizeisirene, war seine intuitive Reaktion: „Die suchen mich schon!“

Ja, er bezog immer alles auf sich.[…] Ende Zitat

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