Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

Januar 3, 2015

In letzter Zeit werden immer wieder einige neue Begriffe verwendet, so zum Beispiel „virtual reality“, „augmented reality“ und „mixed reality“.

Was hat man sich darunter vorzustellen?

Unter einer „virtual reality“ kann man sich ja noch einiges vorstellen.

Im althergebrachten Fall ist es eine „virtual reality“, wenn ich ein Buch lese. Durch das Lesen „versetze“ ich mich selbst in eine „andere“ Wirklichkeit, in eine Wirklichkeit, die nicht „wirklich“ existiert, sondern nur „virtuell“.

Das heisst nicht, dass diese Wirklichkeit unschärfer sein muss.

Über die Gedankengänge eines James T. Kirk, der nur virtuell existiert, ist mehr bekannt, als über die Gedankengänge von Napoleon, der real existiert hat.

Die heutige Computertechnik ermöglicht es uns, virtuelle Welten zu erstellen, die es möglich machen, sich in diese Welt zu versetzen, ohne allzu viel Phantasie aufwenden zu müssen, da die Simulationen schon sehr realitätsnah sind. Wir sprechen von photorealistischer 3D-Graphik.

Der Begriff der „augmented reality“ ist eindeutig im militärischen Bereich entstanden. Denken wir nur an ein HUD (heads up display), welches einem Piloten in einem Kampfflugzeug diverse Informationen in sein Sichtfeld einblendet, die es ihm ermöglichen, das Gesehene und Gehörte besser und einfacher zu interpretieren.

Bei der „augmented reality“ lebe ich also nach wie vor in der „echten“ Realität, die Computertechnik „verbessert“ diese Realität aber dahingehend, dass ich Dinge wahrnehmen kann, die ich ohne Computertechnik nicht wahrnehmen könnte.

Mit der „mixed reality“ hatte ich immer schon Verständnisschwierigkeiten. Ich konnte mir darunter nichts genaues vorstellen.

Dann kam ich dahinter: mit „mixed reality“ kann man verschiedene Dinge meinen. Einerseits ist der Übergang von „augmented reality“ zu „mixed reality“ ein fließender. Denn die „augmented reality“ hilft mir, reale „Entitäten“ besser zu erkennen, während die „mixed reality“ neue, virtuelle, Entitäten sozusagen „zur Wirklichkeit hinzufügen kann“.

Andererseits kann mit „mixed reality“ gemeint sein, dass man zwei oder mehr „Wirklichkeiten“ gleichzeitig „bewohnt“.

All das habe ich versucht, in der „Beschreibung des konzeptionellen Protokolls C3P (Collaborative 3D Profile)“ zu berücksichtigen.


1. Modes of Operation of C3P

Personal scene instances are inhabited by users.

Each user can inhabit more than one personal scene instance and he can additionally inhabit the reality.

The scene instances synchronize each other via the connectivity platform.

C3P connects the connectivity platform with the scene instances, in a star environment.

sysarch1

Legend:
PSI……..Personal Scene Instance
SCSI…….Server/Controller Scene Instance
ITR……..Interface To Reality
POI……..Point of Interest/Point of Interaction
C3P……..Collaborative 3D Profile

1.1. Virtual/Augmented Reality

1.1.1. Singleuser VR Mode (w/wo interception of trajectory)

In SVR mode, a multiuser session consists of one and only one personal scene instance, which may have been downloaded from a WWW server.

The scene instance virtually represents an interactive, animated scene, which may be a snapshot representation of a subset of the reality.

If the user is not restricted to a pure virtual environment (e.g. some holo-deck like installation), i.e. if the user inhabits reality, then the scene instance may augment this reality.

1.1.2. Multiuser VR Mode (w/wo interception of trajectories)

In MVR mode, a multiuser session consists of several or many personal scene instances, allowing the users to virtually collaborate in a virtual scene, which may have been downloaded from a WWW server.

The scene instances virtually represent an interactive, animated scene, which may be a snapshot representation of a subset of the reality.

The users are able to communicate with each other, using e.g. chat, voice chat, avatar gestures etc.

If the users are not restricted to pure virtual environments (e.g. some holo-deck like installations), i.e. if the users inhabit reality, then the scene instances may augment these realities.

1.2. Mixed Reality Mode (w/wo interception of trajectories)

In MR mode, a multiuser session consists of one, several or many personal scene instances and a server/controller scene instance, allowing the users to collaborate in a scene, which has been downloaded from the WWW server.

The personal scene instances virtually represent an interactive, animated scene, which is a representation of a subset of the reality.

The server/controller scene instance connects the multiuser session with the reality via points of interest/points of interaction. It must be clear that the subset of the reality and the representations of the subset of the reality in the scene instances might not be 100% aligned. This is due to the fact that not everything (every state, every shape, every collateral entity of the subset of the reality, etc.) can be modeled in the representation 100% correctly, nor can it be kept synchronous with the reality in a 100% correct manner.

Hence the reality will often be equalized with a model of the reality. The model of the reality is downloaded via http from the WWW server.

Points of Interaction are entities, that allow bi-directional data exchange between personal scene instances and the reality.

Points of Interest are entities, that allow uni-directional data exchange from the reality to personal scene instances.

The users are able to communicate with each other, using e.g. chat, voice chat, gestures etc.

If the users are not restricted to pure virtual environments (e.g. some holo-deck like installations), i.e. if the users inhabit reality, then the scene instances may augment these realities.

Users, who inhabit reality, may influence the reality directly and hence indirectly impact the representation of the reality within the scene.

1.3. Operating Modes of POIs and Views of Users

Each user may have a different view to the scene. It’s even possible, that a user has more than one view to the scene (this may e.g. happen, when he inhabits more than one personal scene instance).

  1. 3rd person view – such a user will not have the possibility to influence the scene, but he can be connected to the sensors of a POI
  2. pilot view – such a user has the possibility to influence the reality via a POI (he is the pilot of the POI)
  3. real view – the user inhabits the subset of the reality and can interact with the scene without the help of the CP

Each POI operates in one of the following operating modes at a given time

  1. AC/DC Modes
    1. Autonomous Mode/Connected
      the POI may be connected to a pilot, but his influence to the POI is limited
      the sensors of the POI can additionally be connected to 3rd person views
    2. Disconnected Mode
      the POI is not connected to the ITR
  2. Connected Mode
    the POI is controlled by a pilot *)
    the sensors of the POI can additionally be connected to 3rd person views

*) the connection between POI and pilot should be designed in a way, so that a possible outage of the ITR does not influence the controllability of the POI.


Es gibt nur eine Wahrheit,…

Dezember 22, 2014

…aber es gibt viele Modelle.

Wenn ich etwas sage oder schreibe, dann ist das, was ich meine, die Wahrheit.

Aber jeder Zuhörer, jeder Leser, hat ein anderes Modell davon, was ich gemeint haben könnte.

Kann jemand die Wahrheit besitzen?

Wir besitzen nur ein Modell (oder deren mehrere).

Es gibt nur einen Gott.

Aber es gibt viele Religionen.

Wir haben nur ein Zeichen.

Das Zeichen ist das Kind in der Krippe.

Aber was steckt hinter diesem Zeichen?

Meint

Euer Christoph

P.S.: schöne Weihnachten


Jetzt werde ich reich

Dezember 3, 2014

Heute habe ich die Idee gehabt für eine ultimative Trilogie von Ratgebern (in englischer Sprache):

1) Für Manager
„How to motivate your employees without spending money“

2) Für Angestellte
„How to use office hours for leisure without getting fired“

3) Für gestresste Mütter
„How to ensure human survival without raising children“

😛 😉


Jetzt heisst’s hart bleiben……

November 23, 2014

Wieder einmal wird uns damit gedroht, dass man uns die Wirtschaft abdrehen will.

Die Prognosen wurden gesenkt, es soll(sic!) eine Rezession geben.

Und überall sind die Open-Source Entwickler in Versuchung, ihre wertvolle Freizeit zu opfern, um der Wirtschaft „wieder auf die Beine zu helfen“.

Aber wem würde das helfen.

Doch wieder nur den Reichen.

Jetzt heisst’s hart bleiben. Jetzt heisst’s faul bleiben in der Freizeit, dafür mehr Geld verdienen, damit die Wirtschaft wächst.

Lieber mehr in der Dienstzeit machen und weniger in der Freizeit.

Ja, ja jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt.

Es lebe der gesunde Egoismus!

Verkauf Dich nicht unter Deinem Wert!

Meint
Euer Christoph


Wenn Du es eilig hast, …

November 20, 2014

…dann gehe langsam.

Hat einmal ein Managementberater gesagt.

Und tatsächlich, wenn wir uns stressen, werden wir nur nervös und können die hochgesteckten Ziele nicht in der vorgegebenen Zeit erreichen.

Was uns fehlt, ist diese „hochkonzentrierte Gelassenheit“.

Meint
Euer Christoph


Die im Dunkeln sitzen, sieht man nicht

November 8, 2014

Ist wirklich alles nur Dummheit und Abgestumpftheit?

Oder steckt da nicht ein perfider Plan der Reichen und Mächtigen dahinter?

Darf man wirklich nicht mehr vernünftig denken?

Muss alles schwarz/weiss sein?

Wer kann noch in Graustufen denken? Oder sogar in Regenbogenfarben?

95% der Menschen denken relativ vernünftig, aber sie werden nicht gehört.

5% der Menschen machen die Meinung und die Politik.

Wie schlecht muss es uns gehen, bevor wir aufwachen und uns wehren?

Meint
Euer Christoph


Einklang und sinnerfülltes Leben

Oktober 26, 2014

Wann ergibt etwas Sinn?

Ein Erlebnis, eine Lehrmeinung oder ein Plan?

Wann ergeben die einen Sinn?

Nun, ich kann es nur sehr naiv ausdrücken: etwas ergibt Sinn, wenn „es passt“.

Wenn etwas „zu unseren Gedanken passt“, dann ergibt es „für uns einen Sinn“.

Wenn wir also sagen, wir sind „auf der Suche nach dem Sinn des Lebens“, dann heisst das doch eigentlich nur, wir versuchen „das Universum zu verstehen“, wir „entwickeln unser Modell im Kopf“ solange, bis es „zur Wirklichkeit passt“.

Und wenn man ein Wirklichkeitsverweigerer ist?

Wenn man glaubt, das eigene Modell sei schon fertig, nur an der Wirklichkeit „stimmt etwas nicht“?

Dann wird man den Sinn des Lebens niemals aufspüren.

Aber auch so wird man niemals am Ziel sein, das Modell muss immer wieder adaptiert werden.

Der Weg ist das Ziel.

Meint
Euer Christoph


Entscheidung für Plan B – Das dritte Kind

Oktober 17, 2014

Liebe Leserinnen und Leser

Wie Ihr wisst, habe ich mich im Rahmen der Erzählung „Das dritte Kind“ mit den technischen Ideen DIGITS und SMUOS/C3P auseinandergesetzt.

Ich habe das so gelöst, dass die erste Hauptfigur – Conrad Peter – eine Allegorie für SMUOS/C3P darstellt und die zweite Hauptfigur – Otto – eine solche für DIGITS.

Der dritte Teil der Erzählung, der sich hauptsächlich mit DIGITS beschäftigt, ist nur im Sinne von einzelnen Fragmenten fertig, aber ich habe jetzt beschlossen, dass ICH mit der Sache fertig bin.

Die letzte Entscheidung, die noch gefällt werden musste, war die für einen der beiden Schlüsse a) oder b).

a) Conrad Peter und Otto sterben den Heldentod und werden in bayerischer Erde begraben
b) Conrad Peter und Otto sterben den Heldentod und nach einer Feuerbestattung wird ihre Asche dem gnädigen Herbstwind übergeben.

Da habe ich mich jetzt sozusagen für „Plan B“ entschieden und überlasse die Asche dem Wind.

Hier nochmal die einzelnen Dokumente:

Lg
Euer Christoph


Selig die ehrlich auf der Suche sind

Oktober 11, 2014

Da gibt es kritische Geister, die wollen nur zerstören. Sie sind neidisch auf das, was andere erreicht haben und in ihrem Kleinmut wollen sie beweisen, dass der andere unrecht hat.

Und dann gibt es die kritischen Geister, die der Sache dienen.

Sie decken Schwachstellen auf – um das System zu stärken.

Sie suchen Fehler – um das Gebäude vor dem Einsturz zu retten.

Sie sind auf der Suche nach Wahrheit – um der Wahrheit willen.

Wie können wir diese von jenen unterscheiden?

Kaum.

Aber an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

Gibt es neue 30er Jahre?

Oder wird es neue 70er Jahre geben?

Meint
Euer Christoph


Substanz und Akzidenz

Oktober 6, 2014

Ein Auto ist ein Auto.

Ein Auto hat eine Masse.
Ein Auto hat eine Geschwindigkeit.
Ein Auto hat eine Farbe.
Ein Auto hat einen Füllstand des Tanks.
Ein Auto hat eine Position.

Und so weiter.

Aristoteles bezeichnet diese Beziehungen als die Beziehungen zwischen Substanz und Akzidenz.

Wenn ich einem anderen Menschen etwas über mein Auto erzähle, reicht es, das Auto als „mein Auto“ zu bezeichnen, denn solange ich nicht zwei oder mehr Autos besitze, ist das eine eindeutige Bezeichnung.

Dennoch werde ich ihm einige der Akzidenzien verraten müssen, wenn ich ihm den Schlüssel in die Hand drücke und ihm dann sage, er kann es gerne verwenden.

Wenn er es noch nicht kennt, werde ich ihm wohl den Typ und die Farbe verraten müssen, jedenfalls aber die Position, an der ich es abgestellt habe.

Und so beschäftigt sich die Naturwissenschaft ausschließlich mit den Akzidenzien, genauer gesagt, mit den meßbaren Akzidenzien der in der Natur vorkommenden Objekte.

Weiters muss man darauf hinweisen, dass der Wert, also die mathematische Größe einer meßbaren Akzidenz entweder ein absoluter Wert sein kann (der nicht vom Beobachtungspunkt abhängt), oder ein relativer Wert (der vom Bezugssystem abhängt). Zum Beispiel hängt die Geschwindigkeit des Autos vom Bezugssystem ab. Wenn ich in einem anderen Auto nebenher fahre, bewegt sich das Auto relativ zum Bezugssystem mit der Geschwindigkeit Null, wenn das Bezugssystem die Straße ist, bewegt sich das Auto mit der Geschwindigkeit, die am Tacho angezeigt wird.

Um nun wieder auf die beliebte Relativitätstheorie zurückzukommen.

Dort geht es um sogenannte „Ereignisse“.

Ein Ereignis ist ein Ereignis.

Ein Ereignis hat eine Position.

Ein Ereignis hat einen Zeitpunkt, zu dem es stattfindet.

Ort und Zeit eines Ereignisses sind also – meßbare – Akzidenzien und sind im Allgemeinen vom Bezugssystem abhängig. Man sieht, dass die Zeit weiterhin eine Akzidenz ist, denn die Substanz ist das Ereignis.

Der Vorwurf, die Relativitätstheorie „objektiviere die Zeit“, indem sie ihr das Wesen einer Substanz zuschanze, läßt sich aus dieser Sicht nicht aufrecht erhalten, denn dafür gibt es jetzt den Begriff des „Ereignisses“.

Das Ereignis ist die Substanz, die Zeit (der Zeitpunkt) ist eine Akzidenz.

Eventuell könnte man der Raumzeit eine gewisse Affinität zur Substanz unterstellen, da sie ja die Menge aller potentiellen Ereignisse darstellt, aber das ist eine philosophische Interpretation und hat mit der naturwissenschaftlichen Relativitätstheorie nichts zu tun.

Meint
Euer Christoph