Ja ja, die Liebe

Oktober 25, 2013

In einem der letzten Beiträge habe ich ja angekündigt, dass ich mir über die Werte, bzw. über die Wertediskussion Gedanken machen möchte.

Nun gibt es Werte, die tatsächlich ausserhalb jeder Diskussion stehen. Zum Beispiel ist es so, dass jeder Mensch geliebt sein möchte.

Weiters ist die sogenannte goldene Regel „Was Du vom anderen erwartest, das tue selbst“, bzw. in ihrer negativen Formulierung „Was Du nicht willst, dass man Dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu“, weitestgehend anerkannt (ausser bei ein paar hardcore Neoliberalisten).

Insoferne liegt nichts näher, als sich in einer Wertediskussion zuallererst mit der Liebe zu beschäftigen.

Und tatsächlich beschäftigt sich der erste Teil meiner Trilogie „Das dritte Kind“ mit den Auswirkungen der Lieblosigkeit (man könnte auch Egoismus dazu sagen), und versucht eine Antwort zu finden, wie man die Lieblosigkeit überwinden kann (Stichwort „ein Werkzeug Gottes werden“).

Jetzt ist aber die Liebe ein derart selbstverständlicher Wert, man könnte fast sagen ein abgedroschener Wert, dass dieser erste Teil der Trilogie also nun wirklich nichts Neues bringt, also ist der erste Teil auch nicht mehr als ein Prolog.

Meint
Euer Christoph


Das Psi und so……

Oktober 19, 2013

Gleich zu Beginn der Hinweis: es geht mal wieder um mein Hobby, nämlich um die virtuelle Modelleisenbahn.

Diese hat jetzt ja einen neuen Namen bekommen („SMUOS“) und ist eigentlich keine Eisenbahn mehr, sondern ein generelles offenes Konzept für 3D Multiuser Szenen.

In dem Dokument, das auf http://smuos.wordpress.com/2011/03/01/smuos-and-the-ietf/ verfügbar ist, habe ich ja bereits im März 2011 eine Architektur vorgeschlagen, an der ich jetzt immer noch feile.

Zuletzt habe ich die Szeneninstanzen (SI) auf persönliche Szeneninstanzen (PSI) „umgetauft“, was schöne Assoziationen ermöglicht.

Hier also das Übersichtsbild (nicht erschrecken, schaut furchtbar kompliziert aus, ist aber nicht einmal so kompliziert wie ein modernes Telefonnetz 😉 )

smuos_sysarch_13

Jetzt haben wir also folgende Ansätze (und ich bitte um fruchtbare Weiterassoziationen).

  • PSI = personal scene instance
  • ITR = interface to reality, enthält das „Modell der Wirklichkeit“
  • WWW-Serv. = WWW Server, enthält das „statische Modell“
  • SCSI = Server/Controller scene instance, enthält das „dynamische Modell“
  • POI = Sensoren und Aktoren, um Wirklichkeit und dynamisches Modell abzugleichen
  • Sensor = point of interest, Aktor = point of interaction

User „bewohnen“ PSIs.

z.B.: User 1 „bewohnt“ PSI 1, User 2 „bewohnt“ PSI 2 und so weiter.

User können mehr als eine PSI bewohnen, sie können auch die „Reality“ bewohnen.

User, die nur die „Reality“ bewohnen, sind aus der Sicht dieses Modells keine „eigentlichen“ User, sondern „kollaterale Entitäten“, die die „virtuelle Wirklichkeit“ nur indirekt beeinflussen können.

Eine PSI stellt nur ein „Bild“ der Wirklichkeit dar aber der User ist trotzdem „mit der Wirklichkeit verbunden“, wenn er nicht „an den Bildern haften bleibt“.

Das „statische Modell“ im ITR ist von einem „Autor“ erstellt worden.

Das POI „ist“ nicht die Wirklichkeit, es ist nur ein „Tor zur Wirklichkeit“.

usw.

Meint
Euer Christoph


Die Werte? Die Werte!

Oktober 17, 2013

Allerorts wird von Werten gefaselt.

Es gibt Wertediskussionen en masse.

Und sogar die Wirtschaftsbosse würden gerne mehr Werte in die Wirtschaft bringen (weil sie hoffen, so ihre Angestellten motivieren zu können ohne dass es Geld kostet).

Aber ist das alles nicht ein unehrliches Klumpert – so als könnte man Werte durch Diskussionen einer Gesellschaft aufpfropfen -, das uns eigentlich ziemlich am Arsch vorbei geht?

Folgt nicht ohnehin jeder Mensch seinen Werten?

Gibt es „gute“ Werte und „böse“ Werte? So als ob man die Menschen zu Werten „erziehen“ müßte?

Eigentlich versteht man ja unter einem Wert etwas „absolut Gutes“, eine Eigenschaft, die IMMER und ÜBERALL erstrebenswert ist.

Kann man Werte „beim Namen nennen“?

Freiheit?

Gleichheit?

Solidarität?

Ich bin geneigt, mir in diesem und den nächsten Blog-Posts ein paar Gedanken zu dieser Thematik zu machen und bitte um rege Anteilnahme.

Meint
Euer Christoph


Der Rahmen des Ganzen……

September 7, 2013

Nachdem mich Kardinal Novize Igor auf diese Idee gebracht hatte, begann ich eine Rahmenhandlung für „Das dritte Kind“ zu schreiben. Ist noch sehr rudimentär, und wird hiermit zur Diskussion freigegeben:

Rahmenhandlung:

Nach meinem Besuch im Yosemite – auf dessen Geschmack mich die Lektüre des RFC 2468 gebracht hatte – war ich letzten Endes in Richtung Südosten auf der 95 unterwegs, um mir noch ein paar schöne Tage in Las Vegas zu machen.

In einer kleinen Stadt, ich glaube sie hieß Tonopah, mußte ich übernachten um sowohl meiner alten Karre als auch meinen alten Knochen die wohlverdiente Ruhe zu gönnen.

Die Nacht verlief ereignislos, wenngleich ich in dieser Hitze eine gewisse Unruhe verspürte.

Zwecks Frühstück fuhr ich zum nächsten Mäcci, der einigermaßen überfüllt war.

Ich fand nur Platz an einem Tisch, an dem schon zwei merkwürdige Gestalten saßen. Sie hatten Umhänge in der Art altertümlicher Mönche und genehmigten sich ein ausführliches Frühstück.

Erster Mönch: „Was treibt sie in diese Gegend“

Chris: „Recherchen für ein Buch und über ein Buch. Sehr interessante Sache“

Pause

Chris: „Und sie?“

Zweiter Mönch: „Immer der christliche Auftrag. Seelsorge, Pastoraltheologie und so weiter eben“

Pause

Erster Mönch: „Was könnte man hier in dieser Gegend recherchieren, worüber nicht schon alles gesagt wäre?“

Chris: „Schwierige Sache. Es gibt da einen verrückten Österreicher, der seit Jahren einem Phantom nachjagt und schon unzählige Blogeinträge darüber geschrieben hat.“

Zweiter Mönch: „Man trifft nur noch selten echte Begeisterung, das ist ja mal etwas Positives“

Chris: „Bei ihm scheint Begeisterung und Wahnsinn nahe beisammen zu liegen“.

Erster Mönch: „Sie erzählen uns nichts Neues. Das sind altbekannte Mechanismen. Wir machen das seit Jahrtausenden auf dieselbe Art und Weise“

Pause

Erster Mönch: „Aber erzählen sie doch mal, was sie daran interessiert“.

Chris: „Es ist ein Puzzle. Es erscheint so, als würde er einen Informationsfetzen nach dem anderen erhalten und weitergeben. Man muss nur irgendwie die Steine zusammensetzen, um das ganze Bild zu bekommen.“

Zweiter Mönch: „Und dieses Bild interessiert sie?“

Chris: „Ist Neugier etwas Verwerfliches?“

Erster Mönch: „Seien sie auf der Hut. Solche Puzzles haben sich dann oft als Mosaike entpuppt. Man hat die Steinchen, man glaubt, dahinter versteckt sich ein fertiges Bild, aber in Wirklichkeit macht sich jeder sein eigenes Bild“

Chris: „Na, jedenfalls hat dieser Mensch alle Informationen einigermaßen zentral zusammengehalten, man findet Alles auf den Blogs
http://erstersein.wordpress.com,
http://zweitersein.wordpress.com und
https://letztersein.wordpress.com

Erster Mönch: „Den Menschen kenn‘ ich gut, sehr gut. Er schreibt nichts Neues“. Nach einer Pause. „Da sind sie in dieser Gegend tatsächlich zu 100 Prozent richtig“ (kichert)

Zweiter Mönch: „Ich bin trotzdem neugierig. Was schreibt er?“

Chris: „Letzten Endes verfolgt er technische Konzepte, die sich mit Web3D Graphik beschäftigen, aber er scheint diese Konzepte aufzubauen auf allgemeinen Zusammenhängen, zum Beispiel auf der Theorie vom Gegenläufer. Er möchte Drehbücher verfassen, die die gesamte Thematik den Menschen näher bringen sollen, zur Zeit ist er soweit gekommen, dass er Erzählungen darüber fast fertig hat“

Hält dem zweiten Mönch einen Ausdruck auf losen Blättern hin. Dieser beginnt zu lesen.

Hier wird der erste Teil des „dritten Kindes“ in roter Farbe eingefügt

Nachdem der zweite Mönch das Buch fertig gelesen hatte, war es Zeit zum Mittagessen.

Man unterhielt sich über das Buch.

Zweiter Mönch: „Also, ich kann in diesem Buch keine Verschwörungstheorien entdecken. Es ist schon offensichtlich, dass er mit dem Bigamisten nicht nur einen Mann meint, der zwischen seiner ersten, echten Frau und der Firma hin- und hergerissen ist, sondern auch einen neutralen Staat im kalten Krieg. Und dass er mit „den Grünen“ den Westen meint und mit „den Blauen“ den Osten, das ist auch klar.“

Chris: „So habe ich das noch gar nicht gesehen“

Zweiter Mönch: „Einzig und allein, dass er die B-2 nicht als Ausgeburt des kalten Krieges bezeichnet, sondern als dessen Ursache, das verdient Respekt und bedarf einer gewissen Kontemplation“

Pause

Erster Mönch: „Das ist ganz einfach die alte Fragestellung, ob der Geist den Körper lenkt oder der Körper den Geist.“ – „Also eigentlich auch nichts Neues“

Zweiter Mönch: „Und dass er mit dem Würfelbecher den Teufel meint, das liegt auch auf der Hand“

Erster Mönch: „Ja, aber auch Consultants und Rating Agenturen“

Pause

Chris: „Für euch beide scheint es überhaupt keine Geheimnisse zu geben“

Erster Mönch: „Ich habe ja gefragt, warum dich diese Sache so sehr interessiert“

Zweiter Mönch: „Aber vielleicht ist der zweite Teil interessanter. Hast du zufällig einen Ausdruck für mich?“

Chris: „Ja, gerne“

Chris gibt den Ausdruck dem zweiten Mönch und man geht in den Nachmittag.

Hier wird der zweite Teil des „dritten Kindes“ in blauer Farbe eingefügt

Beim Abendessen traf man sich wieder.

Zweiter Mönch: „Lieber Wanderer. Auch der zweite Teil birgt keine großen Geheimnisse. Hier wird ganz einfach ein Anwendungsfall für die Idee SMUOS/C3P entworfen. Bruder Franziskus hat mir mittlerweile ein wenig die technischen Ideen jenes Menschen erläutert.“

Pause

Zweiter Mönch: „Wenn man bedenkt, dass diese Ideen wohl zum ersten Mal im Zusammenhang mit der F-117A erfunden worden sind, dann darf man sich nicht wundern, dass der Roboter C-3PO aus „Krieg der Sterne“ in dieser Erzählung eine wichtige Rolle spielt.“

Chris: „Das verstehe ich nicht“

Zweiter Mönch: „Die F-117A wurde wegen ihres häßlichen Äußeren bisweilen mit der Maske Darth Vaders verglichen, und es war in „Krieg der Sterne“ ja der junge Anakin Skywalker, der C-3PO gebaut hatte. Desweiteren war C-3PO ein Protokolldroide, dessen hauptsächliche Verwendung die Vermittlung zwischen Mensch und Maschine war“

Pause

Chris: „Ich glaube, jetzt sehe ich die Assoziationskette“.

Zweiter Mönch: „Dann gib‘ mir noch eine Kopie des dritten Buches. Ich will sie gerne über Nacht lesen. Mir fehlt da noch die Idee DIGITS, die auch mit diesem Ideenkomplex zu tun hat“

Man geht wieder auseinander, nachdem Chris eine Kopie herausgekramt und übergeben hat.

Hier wird der dritte Teil des „dritten Kindes“ in grüner Farbe eingefügt

Chris kommt am nächsten Tag wieder zum Frühstückstisch.

Chris (zum Verkäufer): „Entschuldigung, waren die beiden Mönche heute schon hier?“

Verkäufer: „Welche beiden Mönche?“

Chris: „Na, die beiden Typen, mit denen ich gestern hier so lange diskutiert habe“

Verkäufer: „Sie sind gestern den ganzen Tag alleine am Tisch gesessen und haben Selbstgespräche geführt“

Seltsam? Aber so steht es geschrieben.


Wie geht’s weiter mit der Mission?

September 5, 2013

Jetzt habe ich ja die erste Version von SMUOS fertig (nächstes Wochenende kommt wahrscheinlich nocheinmal eine kleine Fehlerkorrektur).

Und eigentlich sollte ich mich ja viel mehr um den dritten Teil „Die Mission“ der Trilogie „Das dritte Kind“ kümmern (Drehbuchseite).

Der Bigamist Walter hat ja viele Eigenschaften von mir geerbt und man hat mir, wahrscheinlich zu recht, vorgeworfen, dass ich eine Geschichte nur „über mich und meine Sachen“ schreibe.

Es stellt sich aber immer mehr heraus, dass Walter eigentlich nur die Rolle eines „Gastgebers“ spielt. Die Geschichte entwickelt sich sozusagen „aus seiner Sicht“ und unter „seinen Augen“.

Der erste Teil, in dem es sich vordergründig nur um Walter dreht, ist zurückgestutzt worden auf die Rolle eines „Prologs“.

Und die Kinder, um die es ja eigentlich geht, sind zu einem großen Teil gar nicht von ihm (wie sich später herausstellen wird).

Ich denke, wenn ich in diese Richtung weitermache, könnte es Zukunft haben.

Meint
Euer Christoph


Im Nachhinein wird vieles klarer

Juli 3, 2013

Ich hab’s ja schon in der „Zifferngeschichte“ angedeutet, und zwar doppelt.

Einmal in der Einleitung:


  • Haben Sie, verehrter Leser, schon einmal überlegt, wie überflüssig die Ziffern auf dem Zifferblatt so mancher Analoguhr sind? Solange die Uhr gerade hängt oder steht oder solange man einen anderen Bezugspunkt hat (z.B. das Uhrband und die Krone oder die Kette, an der eine Taschenuhr hängt), um herauszufinden, welcher der zwölf Striche dem Mittag entspricht, solange wird man immer in der Lage sein, den zwölf Markierungen die richtige Uhrzeit zuzuordnen. Mit anderen Worten: Die Ziffern kann man wohl nur begreifen, wenn man sich mit dem Begriff der Redundanz (überflüssige Information) auseinandersetzt.
    Außerdem rühren wir wieder an der uralten Frage, ob ein Bezugssystem nötig ist oder nicht.

Zum zweiten Mal im Fragment „Ziffernphilosophie“:


  • Gegenstand: „Und welche Ziffern sind es, die an der Pendeluhr angebracht sind?“
    Jemand: „Römische!….Halt. Oder doch nicht? Nein, ich weiß es nicht, aber ich glaube, es hat was mit Brot und mit einem Haus in der Nähe der Stadt zu tun.“
    Gegenstand: „Siehst Du? Das sind die Probleme von Euch Menschen. Ihr braucht die Ziffern, nicht wir!“

Und das alles hat nun eine vierfache Bedeutung:

a)
Engel brauchen keine Religion (sie halten sich an Gott)
b)
Für die Geheimdienste bedeutet DIGITS nur zusätzliche Arbeit (ächz).
Die Geheimdienste brauchen den Datenaustausch zwischen den Menschen (also „die Straßen“) generell nicht, es sind die Menschen, die die Straßen brauchen (für ihre Wirtschaft).
Aber wenn viele Menschen die Straßen benützen, braucht man auch Polizisten (ächz, stöhn, Überstunden)
c)
Sind die Religionen (und die Künste), also „die Ziffern“ nicht auch Metaphernwelten, um über „das Unaussprechliche“ reden zu können, das man nur im gesicherten (Geheimdienst-)bereich (Vertrauensbereich) „beim Namen nennen“ kann?
WIR brauchen die Religionen, um über „das Unaussprechliche“ kommunizieren zu können.
d)
Das „absolute“ Weltkoordinatensystem im Gegensatz zum „relativen“ lokalen Koordinatensystem.
Die „Ziffern“ sind das „relative“ (lokale) Koordinatensystem, welches die Menschen brauchen, um sich vor Angriffen zu schützen, die mit Hilfe des „absoluten“ (globalen) Koordinatensystems zielen.

Meint
Euer Christoph


War 9/11 ein Notruf?

Mai 18, 2013

Klingt wie eine Verschwörungstheorie, isses auch.

Aber ist es nicht ein seltsamer Zufall, dass „911“ die Amerikanische Notrufnummer ist, so wie „112“ die Europäische ist?

Wer hat da um Hilfe gerufen?

Wen hat er um Hilfe gerufen?

Geht es mal wieder um den „wahren Gegner“? (siehe die Erzählung „Das dritte Kind“)

Weitere Mails von der X3D-public zu diesem Thema:

Mutmaßt
Euer Christoph


Phantasievoller Ostereier-Wettbewerb zum „Dritten Kind“

Mai 10, 2013

OK, das muß ich jetzt erklären.

Also, „Das dritte Kind“ ist eine kleine Erzählung (bzw. eine Trilogie), die in der Version 1.0 seit Ostern 2013 verfügbar ist: Siehe die Drehbuchseite.

Im „Dritten Kind“ sind nun einige „Ostereier“ versteckt.

Zum Beispiel ist die Hauptfigur Otto eine Allegorie für geographische 3D-Infrastruktur im Internet (also z.B. Google Earth und seine Nachfolger).

Oder der Bigamist Walter kann als „Österreich im kalten Krieg“ aufgefasst werden.

Oder…….

Ja, und genau jetzt möchte ich einen Wettbewerb ausschreiben: wer neue „Ostereier“ „entdeckt“ bzw. „erfindet“, bekommt als Belohnung „viele viele Smileys“ hier auf diesem Blog.

Viel Spaß
Euer Christoph


Metaphernwelten

April 26, 2013

Wenn ich über mein Hobby, die virtuelle Eisenbahn, berichte, dann verwende ich gerne Metaphern.

Ich weiß, daß ich manche Leute vor den Kopf stoße, wenn ich „ihre“ Metaphernwelten „verwende“ („mißbrauche“), um „meine“ egozentrischen technischen Ideen „an den Mann zu bringen“.

Dennoch verwende ich diese Metaphernwelten, um

  1. mich auch für den Laien verständlich auszudrücken
  2. selber durch Assoziation weitere Schlußfolgerungen und somit neue Ideen zu gewinnen
  3. weil mich diese Methode fasziniert

So habe ich im Februar 2011 die Metapher vom „Henne-und-Ei-Problem“ verwendet, um die Motivation für das Projekt zu beschreiben. Diese E-Mail ging an die X3D-public Mailing Liste, welche veröffentlicht wird, und so könnte eigentlich jeder hier wissen, warum ich mein Hobby durchführe.

Diskussionen, ob man mit Hobbies Geld verdienen und berufliche Ziele verfolgen dürfe, würden sich dann erübrigen, und es wäre klar, was meine Meinung zu diesem Thema ist.

Für alle, die nicht regelmäßig die X3D-public lesen (obwohl ich mir kaum vorstellen kann, dass es so jemanden gibt 🙂 ), hier nocheinmal die E-Mail:
http://www.web3d.org/pipermail/x3d-public_web3d.org/2011-February/001427.html

Hier die Kopie:

Thanks for all the information.
Thank you for the warm words
and thank you very much for the review.

You asked me for thoughts.

Well, I think it’s not the time to discuss technical details now, but I
would like to ask for your opinion about my following impression.

I think, it is a kind of „chicken and egg“ problem, given the egg is the
elaborated network sensor concept and given the chicken is the interest
from the telecom industry. Do you agree?

I hope, my sourceforge project could be „something in between chicken and
egg“, let’s see, at least the internal „Developers“ forum of the project
could be used as forum for stakeholders of this topic.

Have fun
Christoph

Ebenfalls zu Beginn 2011 die christliche Metapher vom „Weizenkorn, das in die Erde fällt und stirbt, um reiche Frucht zu bringen“.

Mit 20. April 2013 startet SrrTrains offiziell die „Überwinterungsphase“ (http://simulrr.wordpress.com/2013/04/20/srrtrains-project-now-hibernating/),
man könnte sagen, es ist „gestorben“ und wartet auf die „Auferstehung“.

Dazu muss aber zuerst das „Fleisch von SrrTrains“, also das Base Module, begraben werden. Noch sind wir auf der Suche nach einem „Josef von Arimathäa“, der sein Grab hergibt für SMUOS/C3P.

Eine weitere Möglichkeit, metaphernhaft über dieses Hobby zu sprechen, ist eine Möglichkeit, die ich seit dem Jahr 2000 benutze, nämlich ein Vergleich mit „Star Wars“. Dort geht es um Anakin Skywalker, seine Mutation zu Darth Vader und seine beiden Kinder Luke und Leia. Da die Idee SMUOS/C3P sich in zwei unterschiedliche Teile „SMUOS/C3P“ und „Mixed Reality Group Call“ trennen läßt, liegt es nahe, die Metapher der getrennten Zwillinge anzuwenden.

All das natürlich nur, um Menschen, die von Informatik keine Ahnung haben, meine Intentionen näherzubringen, und um selber weiterzuassoziieren und neue Aspekte der Thematik ans Tageslicht zu bringen.

Ich will jetzt übrigens nicht diskutieren, ob das Christentum nur eine Ansammlung von Metaphern ist, oder ob da mehr dahintersteckt, aber ich neige zu der Behauptung, dass im Christentum auch Metaphern versteckt sind, die uns bei der Entwicklung von Programmen und Systemen wertvolle Hinweise geben.

Technik ist überall.

Meint
Euer Christoph


First Contact (Das dritte Kind)

Oktober 6, 2012

Vom „dritten Teil des „Dritten Kindes““ ist ja noch nicht viel da (siehe die Skizzen auf https://letztersein.wordpress.com/drehbuchseite/), aber ich habe jetzt eine erste Idee, wie das erste Zusammentreffen der drei Hauptfiguren funktionieren könnte.

Man könnte die drei (Lieserl, Conrad Peter und Otto) ja bekanntlich als Metaphern für „die Telekommunikation“, „SMUOS“ und „DIGITS“ auffassen, aber mir ist jetzt eine neue Interpretation eingefallen.

Was wenn man sie als Metaphern für die drei Hauptkasten interpretiert:

Lieserl ist der Philosoph/Gelehrte
Conrad Peter ist der Krieger
und
Otto ist der Händler.

Na gut, hier der Textausschnitt:

Lg bis zum nächsten Mahl

Meint Euer Christoph

Identitäten und Geschäfte

6.

Lieserl und Conrad Peter stehen in einer einsamen Sackgasse in der Nähe einer Fabrik. Sie haben Zuflucht unter dem Schatten eines Baumes genommen.

Lieserl: „Heisser Tag heute, ziemlich jedenfalls.“

Conrad Peter: „Wo er nur so lange bleibt?“

Hinter dem Gebäude kommt ein junger, schlanker Mann hervor, der sich behutsam nähert.

Otto: „Ich bin ‚Nummer Eins‘, und wer seid Ihr?“

Conrad Peter: „Ich bin ‚Mister Cheesy‘ und das hier ist meine Auftraggeberin.“

Otto: „Heutzutage mischen Frauen schon überall mit. Hat sie eine Ahnung von der Materie?“

Lieserl (empört, aber offensichtlich vom altmodischen Macho-Gehabe ein wenig beeindruckt): „Ich studiere Astrophysik. Da werde ich mich doch mit läppischen Geodaten für eine Eisenbahnstrecke auskennen!“

Otto: „Na na, diese Daten sind vom Feinsten!“ (hält Conrad Peter einen USB-Stick hin)

Conrad Peter: „Gut, das werde ich gleich mal prüfen“ (er zieht einen Laptop hervor und steckt den USB-Stick an).

Lieserl: „‚Nummer Eins‘. Also eine Ziffer. Hast du dir schon mal überlegt, daß die Ziffern auf einem Ziffernblatt in Wirklichkeit überflüssig sind? Jedenfalls, solange man einen festen Bezugspunkt hat, an dem man den Zwölfer ‚aufhängen‘ kann?“

Otto: „Das ist mir zu hoch. Davon verstehe ich nichts. Ich bin nur ein Händler, der gegen gutes Geld gute Ware liefert.“

Lieserl: „Ich meine nur, die sogenannten ‚großen Nummern‘ sind manchmal ganz schön überflüssig“ (denkt ein wenig nach), „oder auch die kleinen“ (lächelt).

Conrad Peter ist mit seiner Prüfung fertig.

Conrad Peter: „OK, die Ware ist gut, wieviel?“

Otto: „Zweihundert“

Conrad (schaut zu Lieserl, diese nickt): „Ist in Ordnung.“