Der Rahmen des Ganzen……

Nachdem mich Kardinal Novize Igor auf diese Idee gebracht hatte, begann ich eine Rahmenhandlung für „Das dritte Kind“ zu schreiben. Ist noch sehr rudimentär, und wird hiermit zur Diskussion freigegeben:

Rahmenhandlung:

Nach meinem Besuch im Yosemite – auf dessen Geschmack mich die Lektüre des RFC 2468 gebracht hatte – war ich letzten Endes in Richtung Südosten auf der 95 unterwegs, um mir noch ein paar schöne Tage in Las Vegas zu machen.

In einer kleinen Stadt, ich glaube sie hieß Tonopah, mußte ich übernachten um sowohl meiner alten Karre als auch meinen alten Knochen die wohlverdiente Ruhe zu gönnen.

Die Nacht verlief ereignislos, wenngleich ich in dieser Hitze eine gewisse Unruhe verspürte.

Zwecks Frühstück fuhr ich zum nächsten Mäcci, der einigermaßen überfüllt war.

Ich fand nur Platz an einem Tisch, an dem schon zwei merkwürdige Gestalten saßen. Sie hatten Umhänge in der Art altertümlicher Mönche und genehmigten sich ein ausführliches Frühstück.

Erster Mönch: „Was treibt sie in diese Gegend“

Chris: „Recherchen für ein Buch und über ein Buch. Sehr interessante Sache“

Pause

Chris: „Und sie?“

Zweiter Mönch: „Immer der christliche Auftrag. Seelsorge, Pastoraltheologie und so weiter eben“

Pause

Erster Mönch: „Was könnte man hier in dieser Gegend recherchieren, worüber nicht schon alles gesagt wäre?“

Chris: „Schwierige Sache. Es gibt da einen verrückten Österreicher, der seit Jahren einem Phantom nachjagt und schon unzählige Blogeinträge darüber geschrieben hat.“

Zweiter Mönch: „Man trifft nur noch selten echte Begeisterung, das ist ja mal etwas Positives“

Chris: „Bei ihm scheint Begeisterung und Wahnsinn nahe beisammen zu liegen“.

Erster Mönch: „Sie erzählen uns nichts Neues. Das sind altbekannte Mechanismen. Wir machen das seit Jahrtausenden auf dieselbe Art und Weise“

Pause

Erster Mönch: „Aber erzählen sie doch mal, was sie daran interessiert“.

Chris: „Es ist ein Puzzle. Es erscheint so, als würde er einen Informationsfetzen nach dem anderen erhalten und weitergeben. Man muss nur irgendwie die Steine zusammensetzen, um das ganze Bild zu bekommen.“

Zweiter Mönch: „Und dieses Bild interessiert sie?“

Chris: „Ist Neugier etwas Verwerfliches?“

Erster Mönch: „Seien sie auf der Hut. Solche Puzzles haben sich dann oft als Mosaike entpuppt. Man hat die Steinchen, man glaubt, dahinter versteckt sich ein fertiges Bild, aber in Wirklichkeit macht sich jeder sein eigenes Bild“

Chris: „Na, jedenfalls hat dieser Mensch alle Informationen einigermaßen zentral zusammengehalten, man findet Alles auf den Blogs
http://erstersein.wordpress.com,
http://zweitersein.wordpress.com und
https://letztersein.wordpress.com

Erster Mönch: „Den Menschen kenn‘ ich gut, sehr gut. Er schreibt nichts Neues“. Nach einer Pause. „Da sind sie in dieser Gegend tatsächlich zu 100 Prozent richtig“ (kichert)

Zweiter Mönch: „Ich bin trotzdem neugierig. Was schreibt er?“

Chris: „Letzten Endes verfolgt er technische Konzepte, die sich mit Web3D Graphik beschäftigen, aber er scheint diese Konzepte aufzubauen auf allgemeinen Zusammenhängen, zum Beispiel auf der Theorie vom Gegenläufer. Er möchte Drehbücher verfassen, die die gesamte Thematik den Menschen näher bringen sollen, zur Zeit ist er soweit gekommen, dass er Erzählungen darüber fast fertig hat“

Hält dem zweiten Mönch einen Ausdruck auf losen Blättern hin. Dieser beginnt zu lesen.

Hier wird der erste Teil des „dritten Kindes“ in roter Farbe eingefügt

Nachdem der zweite Mönch das Buch fertig gelesen hatte, war es Zeit zum Mittagessen.

Man unterhielt sich über das Buch.

Zweiter Mönch: „Also, ich kann in diesem Buch keine Verschwörungstheorien entdecken. Es ist schon offensichtlich, dass er mit dem Bigamisten nicht nur einen Mann meint, der zwischen seiner ersten, echten Frau und der Firma hin- und hergerissen ist, sondern auch einen neutralen Staat im kalten Krieg. Und dass er mit „den Grünen“ den Westen meint und mit „den Blauen“ den Osten, das ist auch klar.“

Chris: „So habe ich das noch gar nicht gesehen“

Zweiter Mönch: „Einzig und allein, dass er die B-2 nicht als Ausgeburt des kalten Krieges bezeichnet, sondern als dessen Ursache, das verdient Respekt und bedarf einer gewissen Kontemplation“

Pause

Erster Mönch: „Das ist ganz einfach die alte Fragestellung, ob der Geist den Körper lenkt oder der Körper den Geist.“ – „Also eigentlich auch nichts Neues“

Zweiter Mönch: „Und dass er mit dem Würfelbecher den Teufel meint, das liegt auch auf der Hand“

Erster Mönch: „Ja, aber auch Consultants und Rating Agenturen“

Pause

Chris: „Für euch beide scheint es überhaupt keine Geheimnisse zu geben“

Erster Mönch: „Ich habe ja gefragt, warum dich diese Sache so sehr interessiert“

Zweiter Mönch: „Aber vielleicht ist der zweite Teil interessanter. Hast du zufällig einen Ausdruck für mich?“

Chris: „Ja, gerne“

Chris gibt den Ausdruck dem zweiten Mönch und man geht in den Nachmittag.

Hier wird der zweite Teil des „dritten Kindes“ in blauer Farbe eingefügt

Beim Abendessen traf man sich wieder.

Zweiter Mönch: „Lieber Wanderer. Auch der zweite Teil birgt keine großen Geheimnisse. Hier wird ganz einfach ein Anwendungsfall für die Idee SMUOS/C3P entworfen. Bruder Franziskus hat mir mittlerweile ein wenig die technischen Ideen jenes Menschen erläutert.“

Pause

Zweiter Mönch: „Wenn man bedenkt, dass diese Ideen wohl zum ersten Mal im Zusammenhang mit der F-117A erfunden worden sind, dann darf man sich nicht wundern, dass der Roboter C-3PO aus „Krieg der Sterne“ in dieser Erzählung eine wichtige Rolle spielt.“

Chris: „Das verstehe ich nicht“

Zweiter Mönch: „Die F-117A wurde wegen ihres häßlichen Äußeren bisweilen mit der Maske Darth Vaders verglichen, und es war in „Krieg der Sterne“ ja der junge Anakin Skywalker, der C-3PO gebaut hatte. Desweiteren war C-3PO ein Protokolldroide, dessen hauptsächliche Verwendung die Vermittlung zwischen Mensch und Maschine war“

Pause

Chris: „Ich glaube, jetzt sehe ich die Assoziationskette“.

Zweiter Mönch: „Dann gib‘ mir noch eine Kopie des dritten Buches. Ich will sie gerne über Nacht lesen. Mir fehlt da noch die Idee DIGITS, die auch mit diesem Ideenkomplex zu tun hat“

Man geht wieder auseinander, nachdem Chris eine Kopie herausgekramt und übergeben hat.

Hier wird der dritte Teil des „dritten Kindes“ in grüner Farbe eingefügt

Chris kommt am nächsten Tag wieder zum Frühstückstisch.

Chris (zum Verkäufer): „Entschuldigung, waren die beiden Mönche heute schon hier?“

Verkäufer: „Welche beiden Mönche?“

Chris: „Na, die beiden Typen, mit denen ich gestern hier so lange diskutiert habe“

Verkäufer: „Sie sind gestern den ganzen Tag alleine am Tisch gesessen und haben Selbstgespräche geführt“

Seltsam? Aber so steht es geschrieben.

5 Responses to Der Rahmen des Ganzen……

  1. Kardinal Novize Igor sagt:

    Hm. Na gut. Also Rahmenhandlung.

    Die Frage ist jetzt natürlich, ob das wirklich ein „Rahmen“ ist wenn der eine Mönch eh schon wieder alles smuos, x3d, etc. weiss (?).

    Damit sind wir aber wieder nicht im Rahmen, also im Aussen, sondern wieder „drinnen“……

    LG KNI

  2. Kardinal Novize Igor sagt:

    …..das interessante einer Rahmenhandlung ist ja, dass ANDERE Charaktere beschreiben wie der eine Charakter, der das Buch geschrieben hat, auf sie wirkt.

    In diesem Falle kommen 4 Typen zueinander (das Buch, 2 Mönche, „Chris“), die offensichtlich alle irgendwie die selben sind, und sich gegenseitig bestätigen, dass sie recht haben…..

    LG KNI

  3. Yeti sagt:

    Dem muss ich widersprechen. „SMUOS, X3D, etc“, wie Du es nennst, ist ja „Aussen“. „Drinnen“ im Buch kommt das nicht mit einer einzigen Silbe vor, wenngleich es als „Metaphernspender“ im Hintergrund agiert, sozusagen in den „Easter Eggs“.

    Das Buch selber soll aber auch für denjenigen einen Inhalt haben, der nicht(!) weiss, dass es „in Wirklichkeit“ (also „aussen“) um „SMUOS, X3D, etc.“ geht.

    Aber das ist ja die Frage, ob das Buch „innen“ auch einen literarischen Wert hat (es geht immerhin um allgemein Menschliche Probleme, wie Entscheidungsschwäche, Liebe contra Egoismus, Eifersucht vs. Treue und Ähnliches). Diese Bewertung möchte ich Anderen überlassen.

    Meint
    Christoph

  4. Yeti sagt:

    @KNI, ZItat: In diesem Falle kommen 4 Typen zueinander (das Buch, 2 Mönche, “Chris”), die offensichtlich alle irgendwie die selben sind, und sich gegenseitig bestätigen, dass sie recht haben…..

    Ich glaube nicht, dass irgendwo vorgegeben ist, dass eine Rahmenhandlung ein Buch in Frage stellen muss.

    Sage mir einen Grund, warum ich selber schreiben soll, dass ich selber nicht recht habe.

    Aber Du kannst gerne Argumente liefern, WARUM ich nicht recht habe.

  5. Kardinal Novize Igor sagt:

    Ad: „Ich glaube nicht, dass irgendwo vorgegeben ist, dass eine Rahmenhandlung ein Buch in Frage stellen muss.“

    Hm. Ich glaub, das haben wir schon diskutiert (200 Mal?): es ist gar nichts vorgegeben. Du kannst schreiben, was du willst. Aber dann bitte nicht wundern, dass es keiner versteht.

    Ad :“…..SMUOS/X3D ist ja eh aussen….“ – Nein, ist es nich. Das ganze Buch dreht sich darum. Dass es in „easter-egg“.Form geschrieben ist, ändert daran nichts……

    …….und darum leifere ich KEINE Argumente, warum du nicht recht hast, weil ich mich mit SMUOS/X3D nicht auskenne! *grins!*

    LG KNI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: