Humor (schwarze Katze)

September 14, 2014

Was ist Quantenphysik?

Die Suche in einem abgedunkelten Zimmer mit verbundenen Augen nach einer schwarzen Katze.

Was ist Metaphysik?

Die Suche in einem abgedunkelten Zimmer mit verbundenen Augen nach einer schwarzen Katze, die nicht drin ist.

Was ist Theologie?

Die Suche in einem abgedunkelten Zimmer mit verbundenen Augen nach einer schwarzen Katze, die nicht drin ist, wenn man schreit: „Ich habe sie gefunden!“.

😉

Meint
Euer Christoph


Ist Wahrheit eine Quantität oder eine Qualität

September 13, 2014

Hmmmm, als „gelernter“ Programmierer würde ich sagen:

So, wie es ganzzahlige Werte gibt und wie es Fließkommawerte gibt, so wie es Zeichenwerte und Zeichenkettenwerte gibt, so gibt es auch boole’sche Werte.

Ein boole’scher Wert hat die Eigenschaft, dass er sich im Medium durch ein einzelnes Bit darstellen läßt. Ein Wahrheitswert ist mithin der einfachtste und „kleinste“ aller möglichen Werte, die in Informations- und Kommunikationssystemen verarbeitet werden können.

Als Wert ist er also eindeutig eine Quantität. Eine Quantität, die als Wahrheitseigenschaft zum Beispiel eines Satzes interpretiert werden kann.

Wenn Hegel hingegen von der „Wahrheit, die dem Ding an sich innewohnt“ spricht, dann meint er damit wohl keine Eigenschaft des Dings, denn das Ding kann ja nicht wahr oder falsch sein, es ist ganz einfach seiend.

Mit dieser metaphysischen Wahrheit meint man wohl eher die Tatsache, dass das Ding real ist. In diesem Zusammenhang, wenn man mit der „Wahrheit“ eigentlich die „Realität“ meint, dann ist die Wahrheit wohl eher eine Qualität, denn eine Quantität.

Nix für ungut, bin kein großer Philosoph, sondern nur ein kleiner Programmierer, aber die Sache mit der Wahrheit als Quantität lag mir einfach auf dem Herzen.

Meint
Euer Christoph


Die Welle – Aufzucht und Pflege

September 13, 2014

Gegen Ende der Artikelserie „Ein kleiner Programmierer versucht die Quantentheorie zu verstehen“ wollen wir uns daran machen, die Schrödingergleichung zu begreifen.

Natürlich ist die Schrödingergleichung ein Axiom und kann somit nur experimentell „bewiesen“ werden, aber man kann trotzdem versuchen, sie zu „begreifen“.

In einem der letzten Artikel war die Rede davon, dass Louis de Broglie postuliert hatte, es müsse Materiewellen geben, Materie sei nicht nur als Menge von Punkten mit Masse und Ladung zu verstehen, sondern auch als Funktion einer noch zu definierenden Größe, die sich wellenartig ändere.

Jetzt wollen wir einmal ganz dumm fragen.

Was ist eine Welle? Was ist ein Teilchen?

Alle sprechen vom Welle-Teilchen-Dualismus, aber sind wir uns überhaupt bewußt über die Begriffe, die wir verwenden?

Unter einem Teilchen werden sich die meisten Menschen eine Art Billardkugel vorstellen, die eine starre, unveränderliche Form hat und sich auf einem Billardtisch befindet.

Auf dem Billardtisch stellen wir uns neben den Billardkugeln auch sehr viel leeren Platz vor, sodaß wir im Idealfall von unendlich kleinen Teilchen in einem unendlich leeren Raum sprechen.

Jedes dieser Teilchen hat dann eine bestimmte Masse und eine bestimmte Ladung.

Aus diesen Eigenschaften – Masse und Ladung – der Teilchen, aus ihrer Geschwindigkeit und aus ihrer relativen Lage ergeben sich dann alle Eigenschaften, z.B. auch die Energie und der Impuls.

Ganz anders ist es bei einer Welle.

Eine Welle ist im allgemeinen Fall eine Größe, die von allen vier Parametern x, y, z und t abhängt, also eigentlich ein zeitabhängiges Feld.

Im folgenden zeichnen wir ein eindimensionales Beispiel einer Größe y = y(x, t), wobei wir uns das Bild als „Schnappschuß“ vorstellen müssen, da sich das Bild ja mit jeder Sekunde ändert.

x sei die Ortskoordinate, t die Zeit und y sei „irgendeine physikalische Größe, die von x und t abhängt“, also zum Beispiel sei x die Ortskoordinate entlang einer Straße und y sei die Verkehrsdichte (Autos pro Minute).

qp_3_abb_1

Jede Welle ist also ein zeitabhängiges Feld, eine Größe, die von Ort und Zeit abhängt.

Ist aber jedes zeitabhängige Feld eine Welle?

Nein.

Eine Welle ist ein spezielles zeitabhängiges Feld, nämlich ein Feld, welches eine Lösung einer Wellengleichung ist.

In ihrer einfachsten eindimensionalen Form lautet die Wellengleichung

qp_3_1

Dabei ist u ein konstanter Wert, dessen Bedeutung wir jetzt erforschen wollen.

Die Dimensionen auf den beiden Seiten der Gleichung lauten

qp_3_2

Das heißt also

qp_3_3

Der Parameter u könnte also die Bedeutung einer Geschwindigkeit haben, was sich auch als richtig herausstellen wird, denn u ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle.

Es stellt sich heraus, dass Gl. (3.1) folgende Lösung besitzt:

qp_3_4

Dabei sind f und g zwei beliebige Funktionen, die die Gestalt der vorwärtslaufenden Welle (f) und die Gestalt der rückwärtslaufenden Welle (g) angeben. Die konkreten Gestalten ergeben sich dabei aus den Rand- und/oder Anfangswerten.

qp_3_abb_2

Jetzt wollen wir noch anschaulich machen, warum u die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle ist.

Dazu denken wir uns, wir wären ein Wellenreiter und würden auf der vorwärtslaufenden Welle f(x‑ut) = f (ξ) mitreiten. Um immer am selben Platz im Wellenzug zu bleiben, müssen wir die Größe ξ konstant halten.
Wir stellen uns also die Frage: in welcher Beziehung müssen x und t stehen, damit ξ sich nicht ändert. Das heißt, wir müssen das totale Differential dξ gleich Null setzen:

qp_3_5

Wegen

qp_3_6

folgt aus (3.5)

qp_3_7

also

qp_3_8

Für unseren Wellenreiter ergibt sich also eine Ortskoordinate

qp_3_9

Das heißt, er bewegt sich mit der Geschwindigkeit u.

Was das alles mit der Schrödingergleichung zu tun hat, damit beschäftigen wir uns in den nächsten Beiträgen.

Meint

Euer Christoph

P.S.:

Hier noch die gesamten Links dieser Serie

  1. Raum und Zeit und Materie (2014-04-06)
  2. Berechenbare Menschheit (2014-04-11)
  3. Auf die Wirkung kommt es an (2014-04-15)
  4. Alles aus Jux und Tollerei? (2014-04-19)
  5. Die Welle – Aufzucht und Pflege (dieser Artikel)
  6. Platzhalter
  7. Platzhalter

Ideen zu haben – Module, Kacheln, DIGITS

September 9, 2014

Liebe Leserinnen und Leser

Jetzt hatte ich Euch ja berichtet, dass ich mit meinem Hobby – Projekt SrrTrains v0.01 tatsächlich aufgehört hatte und dass ich auch die zugehörigen Blogs gelöscht hatte.

Weiters hatte ich hier versprochen, dass ich weitere Artikel zur technischen Fragestellung des Projektes schreiben werde.

Was hiermit geschieht.

Unter anderem hatten wir festgestellt, dass wir im Zuge der Standardisierung auch gewisse Vorgaben über den Inhalt der Szene machen müssen. Wir hatten festgelegt, dass die Szene aus Modulen, Modellen und MIDAS Objekten besteht.

Module sind sozusagen einzelne Abschnitte, aus denen die Landschaft zusammengesetzt wird.

Zuerst hatten wir hier zwischen statischen und dynamischen Modulen unterschieden. Dynamische Module sind dabei Module, die nur bei Bedarf nachgeladen werden, um Speicherplatz zu sparen.

Weiters hatten wir noch die Idee der Moving Modules. Das wären Module, die in einem Modell enthalten sind, und sich mit diesem mitbewegen.

Noch gänzlich unerforscht ist der mögliche Zusammenhang zwischen Kacheln, wie sie in herkömmlichen Simulatorsystemen verwendet werden und dem Begriff der Module.

Hierbei sei auf den wesentlichen Unterschied hingewiesen, dass eine Kachel per Definition einen Abschnitt der Erdoberfläche darstellt, während ein Modul einen beliebigen Ausschnitt des Universums darstellen kann (zum Beispiel das Sonnensystem).

Weiters müßte noch der Zusammenhang mit der Idee DIGITS erforscht werden (Distributed Internet Geographic Information Transmission Service), deren Ziel es ist, das Universum im Internet abzuspeichern (zu „retten“).

Gute Fragen und interessante Aufgaben wären das.

Meint
Euer Christoph


Und sie bewegt sich doch……

September 9, 2014

Welch riesige kybernetische Gebilde der Mensch erdacht hat, um „die Welt in Bewegung zu halten“.

Eine Aufsichtsratssitzung jagt die andere, Besprechungen jeder Art, Gigabytes von E-Mails und trotzdem bleibt die alte Frage:

Sind wir es, die die Welt in Bewegung halten, oder hält die Welt uns in Bewegung?

Wäre nicht Zeit für ein wenig Bescheidenheit?

Eine alte Weisheit aus dem Gebetsleben: nicht wir ändern Gott durch das Gebet, sondern Gott ändert uns im Gebet.

Wenn wir das Universum in Bewegung hielten, dann wäre das fürwahr so, als ob der Schwanz mit dem Hund wedelt.

Meint
Euer Christoph


Ideen zu haben – Die „echte“ Realität

September 5, 2014

Liebe Leserinnen und Leser

Jetzt hatte ich Euch ja berichtet, dass ich mit meinem Hobby – Projekt SrrTrains v0.01 tatsächlich aufgehört hatte und dass ich auch die zugehörigen Blogs gelöscht hatte.

Weiters hatte ich hier versprochen, dass ich weitere Artikel zur technischen Fragestellung des Projektes schreiben werde.

Was hiermit geschieht.

Jetzt haben wir klargestellt, dass der „Collaboration Server“ (CS) N Instanzen der Simplen Multiuser Szene (SMS) miteinander verbindet, damit alle N User „gemeinsam“ in „derselben“ virtuellen Realität „leben“ können (diese sozusagen „bewohnen“).

Weiters haben wir festgestellt, dass wir im Zuge der Standardisierung auch gewisse Vorgaben über den Inhalt der Szene machen müssen. Wir hatten festgelegt, dass die Szene aus Modulen, Modellen und MIDAS Objekten bestehen soll.

Eine neue, sehr interessante, Frage besteht nun darin, ob man eine SMS nicht mit der „wirklichen“ Realität verbinden kann, die dann eben nicht von Avataren, sondern von Robotern „bewohnt“ wird.

Müßte man nicht bloß die „wirkliche“ Realität als „N+1“-te Instanz in die „virtuelle“ Realität einbinden und diese miteinander synchronisieren?

Z.B.: 2 Leute sitzen im Hobby-Raum vor der „echten“ Modellbahnanlage, weitere 5 Leute können mitspielen, indem sie vor ihrem PC zu Hause sitzen und am Eisenbahnspiel in einer „rein virtuellen“ Umgebung mitspielen.

Gute Frage und eine interessante Aufgabe wäre das.

Meint

Euer Christoph


Ideen zu haben – Der Inhalt

September 4, 2014

Liebe Leserinnen und Leser

Jetzt hatte ich Euch ja berichtet, dass ich mit meinem Hobby – Projekt SrrTrains v0.01 tatsächlich aufgehört hatte und dass ich auch die zugehörigen Blogs gelöscht hatte.

Weiters hatte ich hier versprochen, dass ich weitere Artikel zur technischen Fragestellung des Projektes schreiben werde.

Was hiermit geschieht.

Jetzt haben wir festgestellt, dass das Protokoll zwischen Client und Server standardisiert werden sollte, um jedem User zu ermöglichen, seinen Lieblings-Client zu verwenden.

Aber das ist nicht genug.

Das Internet-Protokoll TCP/IP wäre auch nur eine halbe Sache gewesen, wenn man nicht auch das Socket Interface dazu definiert hätte.

Somit ist die Idee eigentlich eine zweifache und ich würde sie als „SMUOS/C3P“ bezeichnen, das bedeutet:

  1. einerseits das „Netzwerk Interface“ für Simple Multiuser Szenen (SMUOS = „Simple Multiuser Online Scenes“)
  2. andererseits das „Netzwerk Protokoll“ für Simple Multiuser Szenen (C3P = „Collaborative 3D Profile“)

Für das Interface gibt es bereits den Ansatz

  • des „Network Sensor“ bzw.
  • des „Event Stream Sensor“

Was das Protokoll betrifft, ist soviel ich weiß noch nichts definiert.

Das SrrTrains v0.01 Projekt hat sich hauptsächlich mit einer „Verfeinerung“ des „Network Interface“ (insbes. des „Event Stream Sensor“) beschäftigt, indem man gewisse spezialisierende Annahmen über den Inhalt der Szene trifft:

  1. Eine Szene besteht in SrrTrains aus Modulen, die wiederum Modelle enthalten, die wiederum sogenannte MIDAS Objekte enthalten
  2. Die MIDAS Objekte sind spezialisierte „Netzwerk Interfaces“, die auf dem generellen „Event Stream Sensor“ basieren
  3. Die Szene wird nicht nur in Modelle zerlegt, sondern auch in Module, die erst die Modelle enthalten
  4. Dies liegt daran, dass man – analog zur Modulbauweise in der Modellbahntechnik – davon ausgeht, dass eine Anlage aus Teilen von verschiedenen Autoren zusammengesetzt werden soll

Man verfolgt damit folgende Ziele:

  1. SrrTrains MIDAS Objekte sollen in allen SrrTrains Modellen verwendbar sein
  2. SrrTrains Modelle sollen in allen SrrTrains Modulen verwendbar sein
  3. SrrTrains Module sollen in allen SrrTrains Anlagen verwendbar sein
  4. SrrTrains soll weitestgehend auf dem ISO Standard X3D aufbauen und auf Netzwerk Protokollen, die noch in der IETF standardisiert werden müssten
  5. Lg

    Christoph


Ernsthafte Frage

August 29, 2014

Hans Arandt hat auf seinem Blog „Dumme Fragen“ eine ernsthafte Frage gestellt, wobei ich ihm nicht helfen kann.

Kann hier jemand helfen?

Der Beitrag findet sich unter: http://hansarandt.wordpress.com/2014/08/26/schrodingers-katze/

Hier die Frage: Wenn davon die Rede ist, dass in Experimenten einzelne Teilchen sich so und so verhalten, kann man sie dann tatsächlich einzelnen manipulieren und beobachten oder beobachtet man immer nur das statistische Verhalten einer sehr viel größeren Menge einzelner Teilchen und rechnet dann das Ergebnis auf die Ebene der Teilchen herunter, die selbst nicht beobachtbar und isolierbar sind?

Danke im vorhinein
Christoph


Was wird er tun?

August 29, 2014

Was wird Putin tun, wenn er erst einmal die Ostukraine und die Krim hat?

Wird er zufrieden sein oder wird er weiter westwärts streben?

Das ist m.E. die Gretchenfrage.

Im ersten Fall würde ich sagen: „In Gottes Namen, laßt’s ihm halt die Ostukraine und dann is a Ruh‘!“.

Im zweiten Fall ist der Krieg ohnehin unvermeidlich und wir sollten schauen, dass wir den Krieg so schnell wie möglich über die Bühne kriegen, solange er sich noch so weit im Osten befindet.

Aber, wie gesagt, wir wissen nicht, was Putin wirklich vorhat. Das ist die Crux.

Meint
Euer Christoph


Vom geozentrischen über das heliozentrische zum egozentrischen Weltbild

August 8, 2014

In meinem Inneren mögen Naturgewalten toben.

Da mögen Liebe, Haß, Gleichgültigkeit, Zuneigung und andere große Gefühle in einem ewigen Auf und Ab sich immer gegenseitig bekämpfen und ergänzen.

Aus der Sicht des Universums ist das relativ gleichgültig.

Die gesamte Galaxie kreist um ein schwarzes Loch in der Mitte.

In einem Spiralarm ganz aussen, unwichtig für die Galaxie, kreist ein Sonnensystem mit einem Stern mittlerer Größe.

Um diesen Stern kreist zusammen mit 7 anderen Planeten ein blauer Planet, den seine Bewohner Erde nennen.

Aus Sicht des Universums hat dieser Planet nicht einmal einen Namen, so unwichtig ist er.

Und die Menschen – so nennen sie sich – bilden sich ein, sie seien der Nabel des Universums.

Wohltuend hingegen die Relativitätstheorie, die uns nahelegt: „Das Universum hat keinen Nabel“.

Meint
Euer Christoph