Vorschau auf Nummer 7

Jetzt sind die ersten Kapitel fertig.

Mein siebentes „kleines religiöses Büchlein“ wird vom Geliebtwerden erzählen.

Hier die ersten Texte

Standortbestimmung

Jetzt habe ich doch tatsächlich sechs kleine religiöse Büchlein geschrieben, in denen ich mich mit alltäglichen Problemen auseinandersetze.

Hmmmm, zumindest für Techniker scheinen es alltägliche Probleme zu sein.

Und ich habe mir viel zu viele Gedanken über „die Realität“, „die Erkenntnis“ und „wie man eine Entscheidung trifft“ gemacht.

Aber geht es im Leben nicht viel mehr um Gefühle? Darum, ob man zufrieden ist? Darum, ob man sich glücklich fühlt? Darum, ob man „zuhause“ ist? Darum, ob man einen „Sinn im Leben fühlt“?

Sind es nicht die Gefühle, bei denen man die Menschen „packen“ kann? Verkauft die Werbung nicht Gefühle? Geht man nicht deswegen in die Kirche, weil man sich dort „daheim“ fühlt? Bin ich nicht gerne mit den Menschen zusammen, bei denen ich mich glücklich fühle?

Ist es nicht so, dass die Frauen Träume und Wünsche verkaufen, und von diesem Guthaben bezahlen sie dann die Wirklichkeit einer Familie?

Ist es nicht so, dass Männer Träume und Wünsche kaufen, von dem Geld, das sie in der Realwirtschaft verdient haben, indem sie noch zahlungs­kräftigeren Männern noch abgehobenere Träume und Wünsche verkauft haben?

Und wenn die Träume und Wünsche dann verblassen, kommt mann mit der Realität zurande?

Wir wollen doch alle nur geliebt werden.

Darum dreht sich das ganze Leben.

Aber ist uns klar, dass wir – um geliebt zu werden – vorerst einmal zu liebenswerten Menschen werden müssen?

Was ist das, ein liebenswerter Mensch? Mit dieser Frage wollen wir uns beschäftigen.

Keine Angst, Du wirst geliebt

Jes 49,15 Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, / eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: / ich vergesse dich nicht.

Zuerst kommt das Geliebtwerden, dann kommt das Lieben.

Ein Mensch, der von niemandem geliebt worden ist, kann auch niemanden lieben.

Nicht umsonst vergleicht man die Liebe, die Eltern ihren Kindern gegenüber zu tage treten lassen, mit der Liebe, die Gott seinen Geschöpfen gegenüber hegt.

Dennoch kann man sagen, dass die Liebe der allermeisten Eltern weit entfernt ist von jenem unvorstellbaren Ausmaß an Liebe, das in Gott wohnt.

Aber sind das nicht nur schöne Worte?

Fühlst Du nicht selber den Kloß in Deinem Hals, weil Du eben merkst, dass Du immer zuerst etwas leisten mußt, bevor Du geliebt wirst?

Da müssen Aufgaben gemacht werden, da müssen Zimmer zusam­men­geräumt, Geschirr in den Spüler getan und brav geblieben werden.

Ist es nicht eine aussichtslose Aufgabe, ein liebenswerter Mensch zu werden, wenn man sich diese Liebe erst verdienen muss?

Diese Leistungen führen ja auch nur dazu, dass man ein „brauch­barer“ Mensch wird, dass die Gesellschaft „nicht den Bach hinun­tergeht“ und dass das menschliche Leben in „geordneten Bahnen“ verlaufen kann.

Aber – und dieses Geheimnis MUSS ich Dir jetzt verraten – Deine Eltern lieben Dich auch, wenn Du GAR NICHTS leistest.

Wenn „Dein Leben den Bach hinuntergeht“, sind sie wahrscheinlich unsagbar traurig, aber das heisst nicht, dass sie Dich nicht mehr lieb haben.

Leistungsträger sind noch nie wegen ihrer Leistungen geliebt worden.

An einem Leistungsträger kann man sich aufrichten, man kann sich an ihn anlehnen, man kann ihn bewundern, vielleicht sogar ein bisschen beneiden.

Aber lieben muss man ihn deswegen noch lange nicht.

Warum aber liebt Gott uns?

Weil wir seine Kinder sind.

Dadurch, dass Jesus Christus Mensch geworden ist und mit uns gelebt hat und gestorben ist, dadurch, dass er auferstanden ist.

Dadurch können wir, und dürfen wir – wenn wir wollen – Anteil haben an der Göttlichkeit des dreieinigen Gottes.

1 Joh 4,10-11 Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat. Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.

Lass‘ Dich nicht ausnützen

Mt 23,4 Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen.

Gott weiss, dass Du geliebt werden möchtest.

Auch der Teufel weiss es.

Und der nützt es aus.

Wie oft laufen wir in diesem Hamsterrad, das von unserer Sehnsucht angetrieben wird, dass wir geliebt werden möchten?

Der schlimmste Fehler ist es, die dunkle Seite des Menschen zu unterschätzen.

Ganz genau – mit der Präzision einer Tarnkappendrohne – wissen sie, wo sie den Hebel bei Dir ansetzen müssen, um Dich zu gewinnen.

Wie sie Dich verführen können in ihre Dienste zu treten.

Aber es geht ihnen nicht um Dich, es geht ihnen nur um den eigenen Vorteil.

„Ihr weint nicht über mich, Ihr weint über Euch und Eure Kinder“, hat der Herr den weinenden Frauen von Jerusalem vorgeworfen.

Viele haben von Jesus erwartet, dass er eine politische Wende bringt.

Dass er die römische Besatzung aus dem Land wirft und eine neue Blütezeit des Judentums bringt.

Dass Milch und Honig fließen.

Und ich bin überzeugt davon, dass Jesus alle Mittel gehabt hätte, sich an die Spitze zu setzen und auf der Leistung anderer Menschen von einem Erfolg zum nächsten zu eilen.

Doch Erfolg ist keiner der Namen Gottes.

Das Kreuz ist eine der Schlüsselstellen, die Gott in seiner kleinen „Katechese mit der Menschheit“ für uns bereit hat.

Alle Hoffnungen auf Erfolg müssen wir fahren lassen, wenn wir in die Wirklichkeit des Herrn eintreten wollen, die aus reiner Liebe besteht.

Und das ist letzten Endes wahrscheinlich der einzige Weg, auf dem wir der dunklen Seite des Menschen entkommen können: indem wir Jesus Christus als unseren Herrn anerkennen und uns an seiner Hand aus der Knechtschaft der Sünde auf den langen Weg nach Hause machen.

Wenn Du Dir bewußt wirst, dass Gott – der Allmächtige – der Schöpfer des Alls – der Allwissende – der Allbarmherzige – dass dieser Gott Dich liebt.

Dass dieser Gott Dich liebt, der Du Dich so klein fühlst, so unscheinbar, so unwichtig, so unpassend.

Dann geht’s Dir gleich besser und Du wächst um einen Zentimeter.

Dann kannst Du gleich einmal selbstbewußt „Nein“ sagen.

„Nein“, ich brauche jetzt keine Zigarette.

„Nein“, Du musst mich nicht um jeden Preis liebhaben.

„Nein“, ich habe meinen eigenen Willen.

Dieses Büchlein ist unfertig

Hier weitere Stichwörter:

Der starke Mann

Der Wahn (Hilfe, ich werde geliebt; was ich tun muss, um geliebt zu werden)

Bedingungslose Liebe – eine Illusion?

Der kleine Gott

Die Geschichte zwischen Gott und dem Menschen ist eine Liebesgeschichte

 

 

 

 

 

Jes 49,15

1 Joh 4,7-16

Ps 91

Meint

Euer Christoph

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