Treffen sich zwei alte Freunde.
Fragt der eine: „Wie geht’s Dir so?“
„Danke, ich bin jetzt aquatischer Aeronaut“
„Aquatischer was…?“
„Aquatischer Aeronaut; ich halt mich mit Luftgeschäfte über Wasser“
Aquatischer Aeronaut
März 9, 2014Ein paar Gedanken……
Januar 22, 2014……zur Netzneutralität.
Über dieses Thema ist ja wahrlich schon viel geschrieben worden, und eigentlich sollte es überflüssig sein, darüber noch etwas zu sagen.
Die ersten Router waren ja vollkommen damit ausgelastet, die IP Datengramme einfach nur weiterzuleiten, ohne sich weiter um deren Inhalt zu kümmern. „Best effort service“ hat man das genannt, weil ja der Aufwand für eine neutrale Weiterleitung der Daten ohne jede Einflußnahme tatsächlich insgesamt(!) am geringsten ist.
Mittlerweile ist man in der Lage, auf Kosten des Gesamtaufwands, zum Beispiel mit „Deep Packet Inspection“ und vielen anderen Möglichkeiten, den Verkehr zu analysieren, bevor man ihn weiterleitet, die Dienstgüte für einzelne Nutzer zu reduzieren, damit man die Dienstgüte für andere Nutzer (die mehr bezahlen), erhöhen kann, usw.
Weiters ist man in der Lage, aufgrund von Herkunft und Ziel der Datenströme, und aufgrund des Inhalts, diese beliebig zu drosseln oder zu bevorzugen.
Wie gesagt, das sind technische Möglichkeiten, und es ist eine politische Frage, ob diese Möglichkeiten auch tatsächlich angewendet werden (dürfen).
Zum Beispiel erzählt man, dass T-Mobile die Nutzung von Skype in seinem Netz unterbindet.
Ein Argument dafür ist zum Beispiel, dass man mit Hilfe solcher Techniken mehr Geld lukrieren kann, um den zukünftigen Ausbau der Netze sicherzustellen.
Ein Gegenargument ist, dass die Menschen (und mit ihnen die Wirtschaft), die „Lust am Internet“ verlieren könnten.
Weiters kommt man mit der unterschiedlichen Behandlung von Datenströmen gefährlich nahe an das heran, was man früher als Zensur bezeichnet hat (wird ja zum Beispiel von China so gehandhabt).
Wie gesagt, nur ein paar Gedanken, Kommentare willkommen.
Lg
Christoph
Der Esel, die Karotte und die Weltwirtschaft
August 5, 2013Oder, wie man es auch noch sagen könnte
– Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Wie lange läßt sich der Esel durch die aufgeknüpfte Karotte motivieren?
Entweder, bis er nicht mehr kann (burn-out), oder bis er das Spiel begreift und einen Plan B ins Auge fasst.
Eigentlich bräuchte er nur ein bisschen(!) mehr gutes(!) Futter, aber das gibt man ihm nicht, solange, bis er darum kämpft(!).
Ein kämpfender Esel ist hingegen gerne gesehen (das heißt nicht, dass er viel arbeitet, es heißt nur, dass er kämpft).
Solange, bis die Weltwirtschaft am burn-out zugrunde geht, oder solange, bis alle kämpfen und niemand mehr die Arbeit macht (was letzten Endes zwar sehr lange gut gehen kann aber dennoch am Schluß in den Abgrund führt).
Dabei wäre es so einfach: gerechter Lohn für gerechte Arbeit
Punctum
Meint
Euer Christoph
Ich gebe es auf
Mai 27, 2013Zuallererst die Frage: Was meine ich mit „aufgeben“?
„Aufgeben“ im Sinne von engl. „to abandon“ oder „aufgeben“ im Sinne von engl. „to hand in“?
Nun gut, diese Frage möchte ich bewußt offenlassen.
Aber was ist „es“?
„Es“ ist in erster Linie eine Reihe von Ideen, die alle im Laufe der Zeit entstanden sind, und die alle mehr oder weniger veröffentlicht worden sind (jeweils auf einem meiner 5 Blogs oder in einem meiner beiden Sourceforge Projekte).
Warum ich diese Ideen alle veröffentlicht habe und nicht für mich behalte, liegt letzten Endes daran, dass ich für mich persönlich keine Chance gesehen habe, damit Geld zu verdienen, dass mein jeweiliger Arbeitgeber daran nicht interessiert war, und dass ich dann letzten Endes aus einem schlechten Gewissen gegenüber der Menschheit mir immer die Arbeit angetan habe, es zu veröffentlichen.
Ein gewisser Exhibitionismus mag auch dazu beigetragen haben.
Und die Tatsache, dass eine Veröffentlichung letzten Endes der einzige Beweis dafür ist, dass ich diese Idee gehabt habe (als erster oder nicht, ist hier nebensächlich).
Das meiste davon ist nicht neu, aber es ergibt in Summe einen ganz schönen Überblick darüber, was dabei zwangsläufig herauskommen muß, wenn sich ein Mensch aus der Sparte Telekom in seiner Freizeit mit den Möglichkeiten von 3D-Graphik beschäftigt, insbesondere mit Web3D Technologien, insbesondere mit dem Netzwerksensor-Interface.
A) Der persönliche Urknall
Noch bevor ich wußte, was Google Earth ist, war da eine „Inspiration“, die im Wesentlichen auf dasselbe hinausläuft.
Bloß, dass ich von Anfang an von einer verteilten Datenbank geträumt habe, die Server in aller Welt (und von verschiedenen Eigentümern) durch ein Internetprotokoll miteinander verbindet und 3D-Szenen aufgrund eines primary Key zusammensetzt, den ich als „VRA“ (Virtual Roaming Area) bezeichnet habe – ein geschlossenes oder offenes Polygon.
Ich habe das als DIGITS bezeichnet („Distributed Internet Geographic Information Transmission Service“).
Ich nehme an, zur Entwicklung dieser Sache hat man meine Ideen nicht gebraucht, dennoch habe ich sie sicherheitshalber als Unterverzeichnis im Source Code meines ersten Open Source Projektes veröffentlicht: http://simulrr.sourceforge.net
B) Eisenbahn-Simulation
Kann man Web3D verwenden um Eisenbahnen zu simulieren?
Natürlich!
Es gab auch bereits einige nette Beispiele im Web, dennoch fehlte mir noch der Multiuser-Mode.
Ich fragte auf der X3D-public Mailing Liste, ob es hier bereits standardisierte Lösungen für den Multiuser-Mode gab.
Ja, sagte man mir, einerseits gab es da die DIS Komponente (Distributed Interactive Simulation), die bereits fertig standardisiert war – jedoch nur von einem Web3D Browser unterstützt -, andererseits gab es den Netzwerksensor, welcher ein sehr viel generelleres Interface darstellte, aber es gab immerhin zwei Web3D Browser, mit denen man Versuche anstellen konnte.
Ich entschied mich für den Netzwerksensor, obwohl natürlich die Verwendung eines generellen Interfaces für komplizierte Anwendungen (also z.B. für eine Eisenbahn-Simulation) prinzipiell höhere Aufwände bedeutet.
Im Gegenzug war man nicht von einem einzigen Browserhersteller abhängig (theoretisch, zumindest) und man konnte die Funktion des Interfaces auf die eigenen Wünsche „hinbiegen“.
Diese Idee verfolgte ich auf dem Blog http://simulrr.wordpress.com
und im Sourceforge Projekt http://simulrr.sourceforge.net
C) Simple Multiuser Szenen
Idee B) führte dazu, dass ich begann, einen Satz von X3D Prototypen experimentell zu entwickeln. Ich bezeichnete diese Prototypen als „SRR Framework“, wobei der Begriff „Framework“ eher das bezeichnete, was einmal daraus werden sollte, als das, was es tatsächlich schon war.
Da das „SRR Framework“ mittlerweile recht komplex geworden war, beschloss ich, es in einen Basisanteil (das sogenannte „base module“) und spezifische Anteile (sogenannte „extension modules“) zu zerlegen. So könnte der Basisanteil für beliebige „Simple Multiuser Online Scenes“ (SMUOS) und die spezifischen Anteile für verschiedene Anwendungen (Eisenbahnsimulation, Autosimulation, Flugzeugsimulation, Bürozusammenarbeit (Collaboration), etc.) verwendet werden.
Aufgrund mehrerer Ursachen bildete sich daraus
D) Die Idee SMUOS/C3P
Das „Base Module“ des „SRR Frameworks“ läßt sich bereits jetzt für einfache Multiuser-Szenen benützen, hat aber aus Sicht eines Mitarbeiters der Telekom Branche den entscheidenden Nachteil, dass für die Kommunikation mit dem Collaboration Server ein proprietäres Protokoll verwendet wird.
Dieses Protokoll sollte man also definieren.
Weiters wäre es im Sinne einer Standardisierung sinnvoll, das „Base Module“ des „SRR Frameworks“ „tieferzulegen“, also eine X3D Komponente zu definieren, welche im Wesentlichen die API bietet, die im SRR Framework experimentell entwickelt worden ist.
Diese Idee SMUOS/C3P beschreibe ich auf dem Blog http://smuos.wordpress.com
und im (ungestarteten) Sourceforge Projekt http://smuos.sourceforge.net
Ein weiterer Aspekt – der auf eine Mail auf der X3D-public zurückgeht und von dort „inspiriert“ war – ist die Idee, die „Wirklichkeit“ als (N+1)-te Szeneninstanz in die Multiuser-Session einzubinden.
Diese Idee ist in einem Paper zusammengefasst, welches ich am 1.März 2011 veröffentlicht und zuletzt am 18.Jänner 2012 geändert habe. Dieses Paper findet sich unter anderem hier: http://smuos.wordpress.com/2011/03/01/smuos-and-the-ietf/.
So, das war „es“.
Jetzt liegt es an Dir, lieber Leser, zu entscheiden, ob ich mit „aufgeben“ „to abandon“ gemeint habe, oder „to hand in“.
Oder, ein bisschen direkter formuliert, sozusagen mit den Worten der letzten Hornbach-Werbung: „Und jetzt Du.“
Meint
Euer Christoph
Glückliche Menschen kommen immer zu spät
Mai 3, 2013Sind wir nicht auf der Flucht?
Auf der Flucht vor der Sinnfrage?
Auf der Flucht vor dem Versagen?
Auf der Flucht vor der Bedeutungslosigkeit?
Auf der Flucht vor uns selbst?
Jeden Freitag endlose Kolonnen von Autos, alle auf der Flucht.
Unzufriedene Menschen müssen immer woanders hin.
Sie müssen die Dinge verändern.
Sie müssen immer „als erste“ wo sein.
Sie können die Gegenwart nicht akzeptieren.
Sie leben für die Zukunft.
Oder sie resignieren.
Dann leben sie in der Vergangenheit.
Glückliche Menschen können verharren.
Sie sind einfach.
Sie können genießen.
Sie können schauen.
Ja ja, die Gegenwart.
Meint
Euer Christoph
Hilfe, ich bin suboptimal
April 24, 2013Während man dieses Wort durchaus als zweideutig einstufen kann – denn in der ursprünglichen wissenschaftlichen Bedeutung meint es fast perfekt bzw. nicht ganz perfekt, in der ironischen Bedeutung meint es schlichtweg miserabel – , so kann man andererseits über einen gewissen Optimierungswahn nur den Kopf schütteln.
Da gibt es Menschen, die suchen „den richtigen Weg“ – so als ob es für sie genau einen richtigen Weg gäbe, und jede Abweichung käme einer Todsünde gleich.
Wie oft verbringen wir Stunden, Tage, Jahre, um die richtige Entscheidung zu treffen, und fühlen uns unglücklich, solange die Entscheidung eben nicht gefallen ist.
Dabei müßten wir unserem Herzen nur einen Ruck geben, und einen Schritt in die richtige Richtung gehen.
Und kaum ist man den einen Schritt gegangen, tun sich neue Horizonte auf und alles ist ganz anders.
- Meliorisierung statt Optimierung
- Wer das Ziel kennt, kennt auch den nächsten Schritt
- Viele Wege führen nach Rom
- Eine falsche Entscheidung ist besser als gar keine Entscheidung
Meint
Euer Christoph
Reagierst Du auf Adrenalin allergisch….
Januar 15, 2013….oder würdest Du Dich eher als Adrenalin-Junkie bezeichnen?
Beim Begriff Adrenalin-Junkie denkt man unwillkürlich an Spitzen- und Extremsportler, die ja teilweise irrwitzige Risken auf sich nehmen. Und man kann das nicht nur durch Geld erklären, warum jemand derartiges tut.
Man denkt natürlich auch an Wirtschaftsbosse, die u.U. ganze Unternehmensgruppen in den Abgrund reiten und immer dem Motto „no risk no fun“ folgen.
Andererseits, wenn man auf Adrenalin allzu allergisch reagiert – und ich meine hier nicht eine gewisse vernünftige Distanz zum Adrenalin, sondern eine Hochstilisierung des Adrenalinspiegels zum Gott-sei-bei-uns -, dann kommt man leicht in das Fahrwasser jener Leute,
- die absolut rein gar nichts mehr riskieren, in der absoluten Sicherheit erstarren
- die keinen unbefangenen Schritt nach vorne tun können („durchs Stolpern lernen wir das Gehen“)
- bei denen heute alles so sein muss wie gestern
- die aufgehört haben auch nur irgendwas dazu zu lernen
- als Tote unter uns leben.
und letzten Endes
Irgendwie denkt man an die ungelösten Fragen der Menschheit
- Warum ist am Ende des Geldes noch soviel Monat übrig?
- Warum ist am Ende der Motivation noch soviel Leben übrig?
Meint
mit einem leicht depressiven, jedoch verschmitzten Schmunzeln
Euer Christoph
Sie holen sich’s über die Qualität
Dezember 2, 2012Wir haben jetzt Digital-TV. Ergebnis: manchmal ruckelt das Bild. Das hätt’s früher im Analog-TV nicht gegeben.
Ich habe jetzt einen Windows 7 Laptop. Irgendwie kopiert mein alter Windows XP PC eine 140 MB-Datei schneller vom USB Stick auf die Festplatte als der neue 7er.
Man könnte diese Liste an Beispielen beliebig fortsetzen.
Überall begegnet es uns: die Qualität der Produkte nimmt ab.
Die Preise steigen.
Die Reichen werden reicher.
Die Armen werden ärmer.
Und dann wundert sich noch irgendjemand, dass die Kommunisten in Graz 20% bekommen haben?
Meint ja nur
Euer Christoph
Den Letzten beissen die Hunde
Oktober 29, 2012Ich glaube, in meiner Erzählung „Das dritte Kind“ (genau genommen im ersten Teil „Prolog“) habe ich öfters das Verhältnis zwischen Tester und Entwickler thematisiert.
Da ist einerseits der Entwickler, der aus den Anforderungen des Kunden letzten Endes ein Programm entwickelt (und da ist dieser Name „Ent“wicklung wirklich passend, denn die Anforderungen des Kunden sind oft ziemlich „ver“wickelt und müssen schön vorsichtig zu konkreten Anweisungen für den Prozessor „ent“wickelt werden).
Andererseits können aber auch Fehler passieren, sodaß man letzten Endes auch testen muß, ob das Programm dann wirklich das tut, was sich der Kunde wünscht.
Und so fühlt sich der Entwickler ziemlich sicher, wenn er weiß, daß das Programm von einem guten Tester getestet wird – der Tester ist sozusagen das O.B. des Entwicklers (im besten Sinne).
Aber wer hilft dann dem Tester aus seiner Gewissensnot? Denn dieser kann ja auch Fehler machen und z.B. einen Fehler übersehen.
So zieht sich das sogenannte 4-Augen-Prinzip durch die gesamte Entwicklung jedwedes technischen Systems.
Der Tester wird wiederum entlastet, indem der Projektmanager seinen Sanktus gibt und das Produkt „freigibt“. Der Lieferant wird entlastet, wenn der Kunde das System entgegennimmt und Abnahmetests durchführt. Diese wiederum werden entlastet, indem man ausgesuchte Endkunden (friendly users) gratis mit dem System „herumspielen“ läßt und letzten Endes hat man einen mehr oder weniger guten User Support, der dem Endkunden hilft, wenn er Probleme hat.
All das muss natürlich der Endkunde finanzieren (entweder direkt, oder indem er Werbung „über sich ergehen läßt“).
Durch dieses abgestufte System wird sichergestellt, dass niemand allzu viel Verantwortung tragen muß und alle können mehr oder weniger gut schlafen dabei.
Ganz im Gegensatz der Ansatz, der im Film „Der Untergang“ beschrieben wird. Alle Hoffnung wird auf einen einzigen Menschen gesetzt („Der Steiner wird uns retten“) und als dieser dann „versagt“, gibt es Wutausbrüche und Tobsuchtsanfälle, die aber allesamt nichts nützen.
Das sogenannte „Tragen der Verantwortung“ wird dann dadurch pervertiert, dass sich der Führer durch Selbstmord aus dem Staub macht.
Hmmmm, jetzt bin ich ein wenig vom Thema abgeschweift
Meint
Euer Christoph
Warum Straßen die Wirtschaft ankurbeln oder ……
September 5, 2012……warum es nicht gut ist, wenn jeder alles selber macht.
Liebe Leser, wenn einmal einer von Euch auf der Drehbuchseite vorbeigeschaut hat, dann könnte es sein, dass ihm bewusst geworden ist, dass sich die Erzählung „Das dritte Kind“ (die ich großspurig als „Trilogie“ bezeichne) erst im Entstehen befindet.
Insbesondere verfolge ich im dritten Teil der „Trilogie“ das Ziel, die Ideen von DIGITS („Distributed Internet Geographic Information Transmission Service“) in einer ansprechenden Form unter die Leute zu bringen.
Dabei fungiert der eine der beiden Helden – Conrad Peter – als Metapher für die Idee einer Multiuser-Szene (z.B. manifestiert im Server Produkt „BS Collaborate“ (TM)).
Der andere Held, um den es ja eigentlich geht, ist Otto, der die Idee der Übertragung und Kombination von geographischen 3D-Daten über und durch das Internet verkörpert.
Diese Idee ist rudimentär bereits im Produkt „Google Earth“ (TM) erkennbar, könnte aber durch Produkte wie zum Beispiel einen „BS Geo Grid Server“ (TM) weitere Impulse erhalten.
Aber was ist es denn jetzt, dieses „Wesen von DIGITS“?
Nun gut, nehmen wir an, wir wollen ein 3D Game bauen, z.B. einen Flugsimulator, dann brauchen wir Geodaten für die Landschaft.
Die kann man sich mehr oder weniger einfach beschaffen und dann in das Spiel einbauen.
Die Daten sind aber, wenn sie einmal in das Spiel eingebaut sind, nur für dieses verwendbar und können nicht etwa für eine geographische Suchmaschine wiederverwendet werden.
Jedes Spiel, jede „App“ hat also ihre eigenen Daten. Das sieht dann so aus wie in der folgenden Abbildung:
Das entspricht in etwa dem Zustand der ländlichen Gebiete, bevor der Handel erfunden worden ist.
Jeder Bauernhof hatte seine eigenen Felder, sein eigenes Vieh und seine sonstigen Ressourcen. Ein einzelner Mensch hatte da keine großen Chancen, einen Bauernhof „auf die Beine zu stellen“, wer Besitz hatte, mußte diesen verteidigen und die Besitzlosen waren viele.
Irgendwann hat man dann begonnen, Straßen und Wege zu bauen, die von jedem benutzt werden konnten. Natürlich war ein gewisses Maß an Standardisierung nötig, zumindest gewisse Mindestbreiten mussten die Straßen ja aufweisen.
Dadurch konnte man auch „fremde“ Ressourcen nutzen (z.B. mieten), und man begann, Handel zu treiben.
Im Endeffekt hatte man dann ein Straßennetz, das im Idealfall jeder Einzelbürger gleichberechtigt benützen konnte.
Für unsere Apps heißt das, dass sie ihre 3D-Daten von verschiedensten Anbietern beziehen und nutzen können, ein Anbieterwechsel ist dann keine große Sache mehr und die Fixkosten werden auf viele Benutzer aufgeteilt.
Einzige Frage ist dann noch, wer den Datenpool betreiben soll und wer die Standards für die Interfaces festlegt.
Da es sich dabei eindeutig um Infrastruktur handelt, ist hier sicherlich der Staat gefordert, steuernd und schützend einzugreifen.
Meint
Euer Christoph
P.S.:
DIGITS findet man übrigens hübsch versteckt im Sourcecode des SIMUL-RR Projektes, es ist aber öffentlich zugänglich und somit nicht mehr patentierbar 🙂
https://simulrr.svn.sourceforge.net/svnroot/simulrr/concepts/src/Digits/
Veröffentlicht von Yeti 
