Vom A und vom O

Februar 10, 2024

Liebe Leser,

Woran denkt Ihr, wenn Ihr diesen Titel lest?

Da will einer damit angeben, dass er weiss, was alpha und omega sind?

Dass die Christen daran glauben, dass Jesus Christus das Alpha und das Omega ist?

Also der (absolute) Anfang und das (absolute) Ende?

Der allererste Anfang und das allerletzte Ende?

Anfang und Ende sind zwei Begriffe, die sich durch unser menschliches Denken durchziehen, so wie gut und böse, hell und dunkel, klein und groß, oben und unten, und wie sie alle heißen, unsere nicht-periodischen Skalare.

Eigentlich wollte ich den Artikel mit „Der Keller und der Dachstein“ betiteln, denn das ist es, was unser tägliches (Wirtschafts-)Leben jeden Tag bestimmt: Projekte

Projekte beginnt man, weil man ein Ziel hat.

Da ist es schon, das Omega.

Zum Beispiel beginne ich, mein eigenes Haus zu planen, weil ich im Dachgeschoss sitzen möchte um die Welt aus dem Mansardenfenster zu betrachten.

Und jetzt beginnt die Mühsal des Projektes. Ich muss mit dem Alpha beginnen, damit ich zum Omega gelange.

Zuerst muss ich den Keller ausheben, sodann den Keller betonieren, das Erdgeschoß errichten, den ersten Stock und dann die Mansarde.

Wir sehen: das Projekt hat eine Richtung. Es geht von einem Start zu einem Ziel, über viele Widrigkeiten.

Aber das Ziel – auf das ich hoffe, ohne zu wissen, ob ich es erreichen werde – motiviert mich, all diese Mühen auf mich zu nehmen, um dann, ja dann, ein wertvolles Gut zu genießen.

Jetzt fragen wir uns: ist denn das Haus meine alleinige Leistung?

Natürlich nicht.

Auch der Baggerfahrer, der den Keller aushebt, hat ein Projekt.

Sein Ziel ist nicht der Blick aus der Mansarde, sondern das Wochenende, der Lohn, den er sich mit dieser Arbeit verdient.

Auch seine Arbeit dient letzten Endes dem Ziel, dass ich aus dem Fenster sehen kann, seine Arbeit ist sogar anstrengender als meine, denn ich muss nur ganz zum Schluss den Scheck für den Baumeister unterschreiben – eine leichte Übung – er sitzt mehrere Tage in einer heißen, stinkenden Baggerkabine.

Das, was der Baggerfahrer tut, ist eine „Vorleistung“, wir hatten das schon mal.

Ich erinnere an den Softwareentwickler, der mit seiner Arbeit 20 Euro verdient, die Vorleistungen kosten aber 80 Euro, der gesamte Wert des Ergebnisses ist also 100 Euro. Die persönliche Wertschöpfung des Softwareentwicklers is also 20% vom Umsatz.

Zu den Vorleistungen zähle ich auch den Gewinn des Unternehmens, das sind sozusagen die Kosten für das Kapital, das ja als Voraussetzung vorhanden sein muss, damit man mit der Arbeit beginnen kann.

Trotzdem ist diese Sicht nur eine kurzsichtige Angelegenheit.

Denn spätestens, wenn ich mein Ziel erreicht habe und in der Mansarde sitze, werde ich neue Ziele entwickeln. Neue Wünsche, neue Begehrlichkeiten und neue Bedürfnisse.

Das heißt, mein Leben ist eigentlich eine Kette von Projekten, immer geht es weiter, es gibt kein Zurück, vorwärts, vorwärts, vorwärts.

Und letzten Endes muss ich das alles loslassen, und meinem ganz persönlichen absoluten Omega begegnen.

Und ich werde mich fragen:

  • Kann ich zufrieden gehen?
  • Mit dem, was ich getan habe?
  • Mit dem, was ich hinterlassen habe?
  • Mit dem, was ich beigetragen habe?
  • Werde ich es mit mir alleine aushalten, in diesen letzten Augenblicken?
  • Werde ich mich vor mir selber ekeln?
  • Vor meiner Vergangenheit?

Hier hoffen wir als Christen, dass wir in unserem persönlichen Omega einem gnädigen Gott begegnen werden. Und alles das, was wir über Jesus wissen – und was uns Jesus mitgeteilt hat – läßt uns ahnen, dass Jesus Christus es war, der im Namen des Vaters sozusagen die „Baugrube des Universums ausgehoben hat“, sodass das Universum auf gutem Boden steht und uns auch ein gutes Omega ermöglicht, in dem wir wieder IHM begegnen werden, dankbar, zufrieden, der Heilung zugänglich.

Meint

Euer Christoph


Bedeutung, Sinn und Zufall

Januar 13, 2024

Liebe Leser,

Diesmal möchte ich mir ein paar unfrisierte Gedanken machen, wobei ich von dem Gedanken ausgehen möchte, dass der Mensch offensichtlich nichts so schlecht aushält, wie Sinnlosigkeit.

Nicht umsonst neigen wir dazu, im Falle einer Lebenskrise in Wahnvorstellungen und andere Erklärungen abzurutschen, die unser Gehirn erfindet, um der „großen Sinnlosigkeit“ zu entkommen.

Ist es für uns nicht einfacher zu akzeptieren, dass hinter der Regierung eine große Verschwörung stecke, die mit Hinterlist und Tücke, aber mit großer Intelligenz, darauf abziele, uns zu unterjochen, als zu akzeptieren, dass jeder dieser Hampelmänner einfach nur den eigenen Trieben folgt und dass das Gesamtergebnis eigentlich ein großer, sinnloser Zufall ist?

Das Muster Gottes

Und trotzdem, obwohl die Wissenschaft als letzte Antwort nur den Zufall anbieten kann, haben die Menschen, und es handelt sich hier nicht nur um verrückte oder kranke Menschen, in all diesen Zufällen ein Muster erkannt, das sie letzten Endes zum Glauben und zur Religion geführt hat.

Dieses „Muster Gottes“ lässt sich nicht wissenschaftlich beweisen, es erschließt sich nur dem Glaubenden und letzten Endes ist es ein Geschenk Gottes, wenn jemand glauben darf. Glauben lässt sich nicht beweisen, auch nicht erzwingen.

Aber, bevor wir uns näher mit dem „Muster Gottes“ beschäftigen, wollen wir klarstellen.

Auch die Wissenschaft läßt uns erkennen,

dass wir etwas Besonderes sind.

Schon die Evolutionstheorie, aber auch die Astronomie, zeigen uns die Besonderheit unseres Lebens.

Auch, wenn es im Laufe der Jahrmilliarden in unserem unglaublich großen Universum mehr als einen Planeten gegeben haben mag, der für kurze Zeit Leben trug, so gibt es doch für jeden bewohnten Planeten viele Millionen oder Milliarden Planeten, die niemals Leben getragen haben und niemals Leben tragen werden.

Und, was die Entwicklung der Arten betrifft, so gehen weit über 99% aller Mutationen wieder zugrunde, weil sie der strengen Selektion durch die Naturgesetze ausgesetzt sind.

Du, persönlich, bist das absolut unwahrscheinliche Ergebnis einer Reihe von hunderten, tausenden, Vorfahren, die es alle(!) geschafft haben, zu überleben und sich zu vermehren. Das schaffen nicht viele Lebewesen.

Also, ein Grund mehr, stolz zu sein und Selbstbewusstsein zu zeigen.

Meint

Euer Christoph


Vom realen Gott

November 11, 2023

Liebe Leser,

Wir Menschen neigen dazu, unsere „claims abzustecken“, unser „kleines Königreich zu errichten“, und es uns „innerhalb unserer 4 Wände leidlich gut gehen zu lassen“.

Ich nehme mich da gar nicht aus.

Die Grenzgänger aber, die Diplomaten und anderen Menschen, die uns daran erinnern, dass die Welt jenseits unserer Mauern weitergeht, dass das Universum sich auch jenseits des Zaunes abspielt, und wie klein wir eigentlich sind, wenn wir uns im Ausland befinden, diese Menschen wollen wir am liebsten zum Teufel jagen, denn sie kratzen an unserem Selbstbewusstsein, an unserer Königswürde.

Trotzdem also jeder seine eigene kleine Welt hat, sein Königreich mit einer eigenen Krone und mit eigenen Gesetzen, und man muss sagen, dass das auch auf die Wissenschaften zutrifft, denn die „universitas“, das „Allgemeinwissen“, gibt es eigentlich nicht mehr, trotzdem also GLAUBEN wir daran, dass es da eine GEMEINSAMKEIT gibt.

Denn alle diese kleinen Schrebergärten, diese biedermeierlichen virtuellen Realitäten, sind eingebettet in ein UNIVERSUM, das nach ALLGEMEIN GÜLTIGEN Universalgesetzen funktioniert, die wir zwar noch nicht komplett verstanden und erforscht haben, an deren Existenz wir aber bedingungslos glauben.

Man könnte auch so sagen: obwohl es viele Lebenswelten gibt, und viele Wahrheiten, die alle nur lokale Bedeutung haben, so eint uns doch der GLAUBE AN DIE EINE REALITÄT.

Ist es nun abwegig, sich Gedanken darüber zu machen, ob es VIELE GÖTTER gibt, die alle in den Bereich der Fiktion fallen, oder ob es EINEN EINZIGEN GOTT gibt, der aber dafür REAL ist?

Nun werden die ganzen Schrebergartenbesitzer natürlich aufschreien und sagen: UNSER GOTT / MEIN GOTT ist der einzig reale, und nur ganz wenige werden sagen: der reale Gott ist natürlich der GOTT ALLER MENSCHEN. Und: wir sind alle Brüder und Schwestern, weil Gott unser Vater ist.

Und so können die Schrebergartenbesitzer ruhig aufeinander zugehen, und einander besuchen, miteinander feiern, denn sie sind eingedenk der Tatsache eines gemeinsamen Gottes und einer Geschwisterlichkeit unter allen Menschen.

Ich finde also nichts Anstößiges daran, mit den Augen der Wirtschaftstheorie über unsere Gottesbeziehung nachzudenken, oder mit evangelischen Augen über die Theorie des elektrischen Feldes oder mit katholischen Augen über die Führung meines Privathaushalts, oder mit den Augen eines Priesters über das Sexualleben von Paaren, oder mit den Augen eines Technikers über die Wirtschaftstheorie oder mit den Augen eines Business Administrators über die Aufgaben einer Reinigungskraft, usw. usw. usw.

Letzten Endes muss das alles IRGENDWIE zusammenpassen.

Eines aber kann keiner von uns. Wir können die Welt NICHT mit Gottes Augen betrachten.

JEDER, der behauptet, er wisse Gottes Willen, ist ein Scharlatan und Sektierer, den man „mit dem nassen Fetzen aus der Stadt jagen soll“.

Meint
Euer Christoph


Vermögenssteuern – eine Näherung

November 7, 2023

Nun hat mich mein verehrter Leser KNI darauf hingewiesen, dass ich doch nicht in den Chor der Neidgenossenschaft einstimmen solle, die nach Vermögens- und Erbschaftssteuern lechzt.

Ich habe doch selber ein kleines Sommerhäuschen, das ich mir dann nicht mehr leisten könnte, denn die Enteignung solchen Eigentums sei ja das definierte und öffentlich gemachte Ziel des sogenannten Great Reset.

Nun, ich kann dieser Argumentation durchaus etwas abgewinnen, denn das Häuschen wirft tatsächlich nichts ab, sondern verursacht im Gegenteil nur Kosten, die ich mir „gerade mal noch so“ leisten kann, ganz zu schweigen von dringend nötigen Reparaturen und Renovierungen.

Wenn ich nun auf dieses Eigentum noch Steuern zahlen müsste, dann wäre das über kurz oder lang ein Notverkauf zu sehr schlechten Konditionen.

Trotzdem muss man feststellen, dass das Vermögen in Österreich sehr ungleich verteilt ist, sodass man geneigt ist, als einzige mögliche Lösung dieses Dilemmas nach Vermögens- und Erbschaftssteuern zu rufen.

Ob dem wirklich so ist, das möchte ich im folgenden ausarbeiten

Steuern auf die Substanz?

Jetzt habe ich bei der Schaffung des Vermögens eh schon Steuern gezahlt (Kapitalertragssteuer, Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Grunderwerbssteuer, Spekulationssteuer, ……), wieso soll ich dann auf die Substanz NOCH EINMAL Steuern zahlen?

demnächst hier

Wie kommt ein Einkommen zustande?

Von dem, was man HAT, IST und TUT und von den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Wertschöpfung.

Angebot und Nachfrage, oder doch nur „Erpressung und Geiselnahme“? Vom Wucher.

demnächst hier

Conclusio

demnächst hier


Was ist Leistung?

Oktober 31, 2023

Liebe Leser,

Nun habe ich mich entrüstet über das sogenannte „Leistungslose Einkommen“, also über das Einkommen, das man ohne eigentliche Arbeitsleistung erzielen kann.

Leistungsloses Einkommen – was ist das?

Meine ich damit die Arbeitslosen?

Oder die Bezieher der Mindestsicherung?

Mitnichten!

Denn das Geld, das Arbeitslose bekommen, entstammt ja der Arbeitslosenversicherung, die bekanntlich durch Arbeitsleistung finanziert wird. Oder der Steuerleistung, die ja auch hauptsächlich durch Lohn- und Umsatzsteuer finanziert wird, also durch Arbeitsleistung.

Nein, ich meine das Einkommen, das man erzielt, indem man Vermögen, das man eigentlich nicht braucht, vermietet, verpachtet oder sonstwie gegen Entgelt verborgt.

Also jenes Einkommen, das Vermögende einfach dadurch erzielen, dass sie vermögend SIND und dass sie Vermögen HABEN.

Ich meine also ein Einkommen, dass man erzielt, weil man etwas IST oder HAT, nicht jenes Einkommen, das man erzielt, weil man etwas TUT.

Was ist Leistung?

Na gut, aber wann bezeichnen wir dann etwas, das wir TUN, als eine LEISTUNG? Welches Tun ist eine große Leistung und welches Tun ist nur eine kleine?

Wenn man in Süditalien Kühlschränke herstellt und betreibt, dann ist das zweifellos eine Leistung. Aber unser Gefühl sagt es uns, dass es eine GRÖSZERE Leistung sein muss, wenn man Kühlschränke nördlich des Polarkreises herstellt und verkauft.

Mitnichten!

Nördlich des Polarkreises werden die Menschen kaum etwas bezahlen für einen Kühlschrank, während sie in Süditalien bereit sein werden, einen erklecklichen Teil ihres Einkommens für einen Kühlschrank aufzubringen.

Die Wirtschaftstheorie hat also einen anderen Leistungsbegriff als die Physik.

Das, was die Physik glorios als Leistung bezeichnen würde, wird in der Wirtschaft unter dem Begriff „Kosten“ eher gering geschätzt. Nein, in der Wirtschaftstheorie muss man zusätzlich die Gesetze von Angebot und Nachfrage berücksichtigen, sodass dort als Leistung etwas nur dann gilt, wenn es auch NACHGEFRAGT wird.

Wenn tausende Programmierer mühselig einen Roboter in C++ programmieren, sodass er wirklich ressourceneffizient arbeitet, wenn aber diese Ressourcen spottbillig sind, sodass der Kunde mit einem billigen Python-Roboter aus der Hand von 50 Programmierern zufrieden ist, der halt mehr Strom braucht (na und?), dann ist der C++ Roboter eindeutig eine Themenverfehlung.

Der billige Python Roboter leistet in diesem Beispiel mehr als der ausgefuchste C++ Roboter, weil er den Erfordernissen des Kunden besser gerecht wird.

Die Leistungs-Ideologie von der Machbarkeit

Wir haben gesehen, dass wir im alltäglichen Sprachgebrauch unter einer Leistung etwas verstehen, das wir TUN.

Etwas, das wir SIND oder HABEN, würden wir gefühlsmäßig nicht als Leistung bezeichnen.

Ist es eine Leistung, dass ich das Kind meiner Eltern bin?

Ist es eine Leistung, dass ich in Österreich geboren bin?

Ist es eine Leistung, dass ich ohne Erbkrankheiten geboren bin?

Ist es eine Leistung, dass ich in meinem Leben so viele positve Bekanntschaften gemacht habe, die mich weitergebracht haben?

Wir sehen, die wichtigsten aller Faktoren, die meinen Werdegang beeinflussen, sind KEINE EIGENE LEISTUNG.

Trotzdem gibt es kaum einen Kinofilm und kaum ein Buch, in dem wir nicht DURCH LEISTUNG ERLÖST werden. In „Stirb langsam“ leistet Bruce Willis 90 Minuten lang Überirdisches, um zum Schluss ein Happy End HERVORZUBRINGEN.

Nicht einmal den Herrn Jesus Christus haben wir mit unserer Leistungsideologie verschont. Er musste mühsam das Kreuz tragen, sonst hätten wir ihm die Erlösung nicht geglaubt.

Fast möchte man sagen, die Wirtschaftstheorie ist hier menschlicher als unsere Leistungsideologie. Denn in der Wirtschaft zählt alles als Leistung, das einen Umsatz erzeugt. Alles, was ich HABE, BIN und TUE, gilt als Leistung, wenn ich es nur verkaufen bzw. vermieten kann.

Und wenn ich mit 75 Jahren nichts mehr TUE, aber soviel HABE, dass ich von der Miete leben kann, wohlan, warum nicht?

Meint

Euer Christoph


Wie geht es weiter?

Oktober 29, 2023

Hallo liebe Leser!

Habe zur Zeit erstens in der Firma viel zu tun und zweitens haben wir einen Verein gegründet, der viel Zeit beansprucht (siehe folgenden Beitrag auf meinem anderen Blog https://areasharpa.blog/2023/08/06/the-third-project-of-the-society/).

Trotzdem habe ich einige Themen, über die ich hier gerne noch schreiben möchte.

Einerseits fehlen noch zwei Beiträge zum Vater Unser (siehe den ersten Beitrag hier), und zweitens muss ich noch ein wenig weiter ausholen, was meine Gedanken zum Thema

Leistungsloses Einkommen, gerechtfertigt oder nicht?

betrifft.

Ursprünglich war ich sehr erschrocken, als sich mir bei näherer Betrachtung der Daten des Österreichischen statistischen Zentralamtes eröffnete, dass DIE HÄLFTE aller Umsätze in Österreich sogenanntes LEISTUNGSLOSES EINKOMMEN darstellen. Das heisst also, Einkünfte durch Pacht, Miete und Zinsen, sowie Spekulation und sonstiger Einkünfte, denen keine ARBEITSLEISTUNG zugrunde liegt.

Siehe dazu folgende Beiträge:

Dazu möchte ich mir nun folgende Fragen stellen:

  1. Verursacht Vermögen neben dem Umsatz nicht auch Kosten?
  2. Verursacht nicht auch Arbeitsleistung neben dem Umsatz Kosten?
  3. Modellierung der Arbeitsleistung durch das sogenannte „Humankapital“ – ist nicht jede Ursache eines Umsatzes in gewisser Weise ein „Kapital“?

Hoffe, ich finde ein wenig Zeit dazu.

Meint

Euer Christoph


Vom Vater im Himmel

August 15, 2023

Nun gibt es tatsächlich viele Gebete.

Das Beten, das „Reden mit Gott“, ist es auch, das offensichtlich ein Alleinstellungsmerkmal des Menschen gegenüber der anderen Kreatur ist (ich weiß, man kann das bezweifeln).

Und viele Gebete, zum Beispiel der Rosenkranz, sprechen im Menschen eher das Gefühlsbetonte, das Meditative an.

Ich selbst bin eher ein Mensch der Vernunft, der Ratio – auch wenn ich bekanntlich eine Schwäche für Metaphern und Allegorien habe – doch auch für mich gibt es zumindest ein Gebet, welches eher die Ratio anspricht.

Das „Vater Unser“ ist aber auch „das“ Gebet, das uns laut Überlieferung Christus selbst gelehrt hat.

Ich möchte also drei Beiträge über das Vater Unser schreiben, das ich wie folgt in drei Abschnitte einteile:

1. Wie man Gott anspricht

Vater unser im Himmel,

2. Die himmlischen Dinge

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

3. Die irdischen Dinge

Unser tägliches Brot gib‘ uns heute,

und vergib‘ uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Wie gesagt, ich plane drei Beiträge.

Meint

Euer Christoph


Pfingsten

Mai 28, 2023

ist das Fest des Hl. Geistes und sozusagen „der Geburtstag der Kirche“. So haben wir es in der Schule gelernt.

Aber auch in meinem Privatleben hat sich – bezüglich meiner Hobbies – einiges getan, was ich HIER AUF MEINEM ANDEREN BLOG dokumentiere.

Trotzdem schulde ich meinem treuen Leser KNI noch weitere Ausführungen zum Gewissen, denn ich habe immer sehr betont, dass es sich beim Gewissen um ein GEFÜHL handelt, laut Definition ist das Gewissen aber eine Eigenschaft der VERNUNFT.

Ist das ein Widerspruch? Können wir diesen Gegensatz auflösen oder müssen wir ihn so stehen lassen?

Weiters wittern wir einen Zusammenhang zwischen der WERTEDISKUSSION und dem Begriff des Gewissens, denn auch das Gewissen beWERTet unsere Taten.

Und dann ist da noch der Unterschied zwischen der Bewertung durch das Gewissen und der TATSÄCHLICHEN Gerechtigkeit, die viel mit unserer Gottesbeziehung zu tun hat.

All dies möchte ich noch im 14. der „kleinen religiösen Büchlein“ unterbringen, die sich ALLE HIER FINDEN.

Meint

Euer Christoph


Jedermann und die Nützlichkeit

Mai 18, 2023

Jedes Jahr spielen sie bei den Salzburger Festspielen den Jedermann.

Und jedes Jahr denke ich mir, dass die Brisanz dieses Stoffes übertüncht wird durch die vielen kleinen Fragen und Diskussionen, die wir um die Äußerlichkeiten des Stückes herumwinden.

Wer gibt heuer die Buhlschaft?

Haben die beiden hinter der Bühne etwas miteinander?

Wieviel kostet die Ausstattung?

Usw.

Usf.

Dabei geht es eigentlich um eine WERTEDISKUSSION.

Ist all das Vermögen des reichen Mannes etwas WERT, wenn er dereinst vor seinen Richter tritt?

Wie wir alle wissen, geht kein einziger mit ihm den letzten Gang. Nicht einmal die treuesten Gefährten bleiben im Tod bei ihm – und das hat nicht einmal etwas mit seinem Reichtum zu tun, denn auch der Arme tritt alleine vor Gott.

Es gibt nur zwei allegorische Gestalten, die mit ihm gehen könnten.

  • seine guten Werke
  • sein Glaube

Die guten Werke unseres Jedermann sind aber zu schwach – er hat sie ein Leben lang vernachlässigt – sodass ihm nur mehr der Glaube bleibt.

Er muss darauf vertrauen, dass Gott gnädig sein wird, er muss um Gnade bitten.

Zumindest diese Tat muss er setzen.

Letzten Endes nützen uns alle unsere Fähigkeiten und Reichtümer gar nichts.

Unsere Fähigkeiten helfen uns, hier auf Erden gut zu leben, für andere nützlich zu sein und uns so gegenseitig das Leben möglichst angenehm zu gestalten, aber vor Gott ist das alles Null und Nichtig. Da zählt nur die gute Absicht und das Vertrauen.

Meint

Euer Christoph


Von Sinn und Unsinn des Gewissens – 3

Mai 18, 2023

Nun haben wir im 14. „Kleinen religiösen Büchlein“, welches HIER: https://letztersein.com/2023/03/02/von-sinn-und-unsinn-des-gewissens-2/ abgedruckt ist, einige Gedanken zum Gewissen angestellt.

Diese Gedanken wollen wir jetzt abschließen, und zwar mit einem letzten Kapitel, sozusagen einem Resumee.

Existenzangst und Gewissen

Dieses Gewissen, diese „Fähigkeit der Vernunft zu erkennen was recht ist“, muss also im Laufe des Lebens gebildet, weitergebildet, ausgebildet werden, und sie kann natürlich auch VERbildet werden.

In erster Linie ist aber das Gewissen ein Gefühl, ein „ungutes Gefühl“, das uns sagt, wenn etwas, das wir getan, gesagt oder gedacht haben, in unseren Augen „nicht so ganz richtig war“.

Einmal ist es mir passiert, dass ich jemandem ein schlechtes Gewissen gemacht habe, und er hat mir geantwortet: „jetzt hast Du es geschafft, dass ich mich schlecht fühle“. Ein schlechtes Gewissen ist also in erster Linie ein „schlechtes Gefühl“.

Dieser Gedanke führt uns zu der Überlegung, dass „die Mutter aller unguten Gefühle“ natürlich die Angst ist, und die „Mutter aller Ängste“ ist doch die Existenzangst. Ist doch so.

Existenzangst ist der Zweifel daran, dass ICH dieses Leben überstehen werde, der Zweifel an meiner eigenen Konstanz. „Ich werde nicht bestehen“, das ist die Grundaussage der Angst.

Jeden Tag erkenne ich meine Abhängigkeit von anderen Menschen. Wenn meine Mitmenschen mich „aussondern“, dann werde ich bald tot sein. Grunderkenntnis des Menschen, die wir aber im Unterbewusstsein „vergraben“, weil wir diese „nackte Tatsache“ nicht wirklich aushalten.

In Grenzsituationen, im Krieg, auf der Flucht, bei schwerer oder ansteckender Krankheit, oder bei ähnlichen Gelegenheiten, kommt diese Urangst hoch und muss bewältigt werden, aber der „normale, zivilisierte, gut situierte“ Mensch hat diese Angst „gebändigt“ und ersetzt sie zum Beispiel durch eine „Angst vor Armut“, durch eine „Angst vor Arbeitslosigkeit“, eine „Angst vor Faschismus“ oder ähnliche Ängste.

Was haben nun all diese Ängste mit dem Gewissen zu tun?

Nun, es ist einfach.

Stellen wir uns ein Kind im Mutterleib vor. Ich denke doch, dass ein Kind im Mutterleib irgendwie „mitbekommt“, wenn es der Mutter schlecht geht. Das ist vielleicht die erste aller Existenzängste, die wir erleben können.

Trotzdem glaube ich nicht, dass das Kind im Mutterleib sich selbst die Schuld gibt, wenn „es schlecht läuft“. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Kind im Mutterleib irgend eine Form von „schlechtem Gewissen“ haben könnte. Vielleicht bekommt es sogar eine äußere Ursache dafür mit, wenn es der Mutter schlecht geht, zum Beispiel, weil der Vater mit der Mutter geschrien hat.

Wenn wir dann geboren sind, beginnt das Drama der Bestrafungen.

Wir erkennen, dass uns die anderen manchmal lieb haben, und manchmal nicht, wir erkennen aber auch, dass wir von der Liebe unserer Mitmenschen abhängig sind.

Wir werden also – ganz allgemein gesprochen – die Wertevorstellungen der Menschen, von denen wir abhängig sind, übernehmen, um Existenzängste zu vermeiden.

In dieser an sich aussichtslosen Situation müssen wir unsere eigene Persönlichkeit entwickeln und Selbstsicherheit aufbauen. Ein Drama, das nicht selten in einer Tragödie endet.

Das DU-Gewissen ist also die Abhängigkeit von der Mutter im Mutterleib. Das DU-Gewissen kennt keine Schuldgefühle. Es bezieht sich nicht nur auf die Mutter, sondern auch auf den EWIGEN VATER, das EWIGE DU, das wir ein Leben lang suchen und im Tod – hoffentlich – finden werden.

Das WIR-Gewissen kennt auch keine Schuldgefühle, denn WIR SIND DIE GUTEN. Jede brauchbare Familie entwickelt ein WIR-Gefühl und ein WIR-Gewissen. Aber auch andere Gemeinschaften können ein WIR-Gewissen entwickeln. Sowohl im guten Sinne – zum Beispiel bei ethisch wertvollen Gruppierungen – als auch im schlechten – bei ethisch fragwürdigen Ansammlungen von Menschen.

Das ES-Gewissen, bzw. SIE-Gewissen entspringt der Existenzangst und macht uns Gewissensbisse. Ich „muss doch“ mein Leben danach ausrichten, „was die anderen wollen“. „Es wäre gut“, wenn ich mich nahtlos in die Gesellschaft einfüge. „Man sollte doch“ ein braver Mensch sein, und so weiter, und so weiter.

Der fortgeschrittene Beter kann auch ein IHR-Gewissen erleben, wenn er nicht mit dem EWIGEN DU in Kontakt tritt, sondern mit dem dreifaltigen Gott, den man tatsächlich auch in der Mehrzahl ansprechen kann. Das führt dann aber meistens zu Gelächter.

Meint

Euer Christoph