Was ist das?

März 25, 2024

Liebe Leser!

Viele von Euch werden die biblische Geschichte vom Manna kennen, vom Himmelsbrot, das der Herr den Israeliten zukommen ließ, als sie auf ihrem Weg durch die Wüste waren.

Man sagt, der Name Manna komme von dem verwunderten Ausspruch „Was ist das?“, den sie taten, als sie das Himmelsbrot entdeckten.

Die Story vom Himmelsbrot spiegelt sich im Gebet des Herrn wieder, wo es heißt: „unser tägliches Brot gib‘ uns heute“.

Es ist eine Geschichte vom Grundvertrauen, denn das Himmelsbrot konnte nicht für mehrere Tage gespeichert werden, es ist aber auch eine Geschichte der Arbeit und der Wissenschaft.

„Was ist denn das?“ ist wahrscheinlich die erste wissenschaftliche Frage des Menschen.

Und man mußte sich bücken – abmühen – um das Brot einzusammeln.

Es geht also letzten Endes um die Mühe und um das Geschick, mit denen wir aus den Dingen, die wir VOR-finden, dann letzten Endes unseren Unterhalt bestreiten, indem wir auch neue Verfahren ER-finden.

Dieses Geschick und der Erfindergeist sind notwendige Sachen, denn die Menschen werden immer mehr, es bleibt aber immer (noch) derselbe Planet.

Doch, bleiben wir einmal bei der

BESTANDSAUFNAHME,

bei der ersten aller Fragen WAS IST DENN DAS?

Am letzten Samstag, am 23. März, habe ich versucht, meine Frage nach den „privaten Daten“ zu einem Abschluss zu bringen (man kann das HIER nachlesen). Da fragte ich mich nach der Sacheigenschaft von Daten, und weil ich so schön in Schuss war, habe ich versucht eine KOMPLETTE KLASSIFIZIERUNG ALLER MÖGLICHEN GÜTER vorzunehmen, nicht daran denkend, dass ich dadurch die Sichtweisen der Juristen (was ist eine Sache?), der Wirtschaftswissenschaftler (was ist ein Gut?) und der Physiker bzw. der Mathematiker/Informatiker (was ist Materie, was nicht?) hoffnungslos vermanscht habe.

Hier nochmal die Tabelle, mein kläglicher Versuch einer „Theory of Everything“

Doch, dieser klägliche Versuch bringt mich auf eine neue Idee.

Bevor wir uns mit derart komplexen „Modellen des Universums“ beschäftigen (was ist eine Sache? Was ist ein Gut? Was ist Materie/Energie? Was ist Raum/Zeit?), denken wir doch daran, was unser „erstes Modell des Universums“ ist.

Unser erstes abstraktes „Modell des Universums“ ist doch unsere Sprache, wahrscheinlich haben wir vor der Sprache noch andere – nicht so abstrakte – Modelle oder zumindest ein anderes „Modell im Kopf“, aber darüber will ich nicht schreiben, denn davon verstehe ich nun mal wirklich nichts.

Wenn wir also die „typisch menschliche Betrachtungsweise“ verstehen wollen, dann müssen wir die Sprache verstehen.

  • Was ist ein Subjekt?
  • Was ist ein Prädikat?
  • Was ist ein Objekt?
  • Was ist ein Adverb?
  • Wie ist die typisch menschliche Art, all das zu kombinieren, um das Universum zu beschreiben?

Und als nächsten Schritt sollten wir hinter die Kulissen der Mathematik blicken, die als Kurzsprache in den Wissenschaften gerne verwendet wird.

Ja, das klingt nach einem Plan.

Meint

Euer Christoph


Jedes Schrifterl ist ein Gifterl

März 4, 2024

Liebe Leser!

Eigentlich bin ich über den Begriff der „privaten Daten“ ja nur „gestolpert“, denn ich habe mir mehr oder weniger PLÖTZLICH gedacht, dass das ja eigentlich ein großer Widerspruch sei (diesem Erstaunen habe ich hier Ausdruck verliehen: https://letztersein.com/2024/03/02/private-daten/).

Im nächsten Beitrag (also hier: https://letztersein.com/2024/03/03/einzigartigkeit-und-nutzen/) habe ich dann den Gedanken entwickelt, warum ich eigentlich der Meinung bin, dass das Wort „Datum“ bzw. der moderne Begriff der „Daten“ davon herrührt, dass das lateinische Wort „datum esse anno domini xxxx“ eigentlich bedeutet: „gegeben im Jahre des Herrn xxxx“.

Und nun bin ich eigentlich der Meinung, dass Daten immer etwas sind, das man HERGIBT. Daten sind also etwas, das von seinem Wesen etwas ÖFFENTLICHES ist, zumindest sind sie etwas, das man nicht FÜR SICH BEHÄLT.

Wie meine ich das?

Nun, wenn ich Information herGEBE, dann muss ich davon ausgehen, dass sie auch WEITERgegeben wird. Alles andere wäre eine Illusion. Ich habe nie die Leute verstanden, die Dir ein Geheimnis anvertraut haben und im selben Atemzug haben sie darauf bestanden, dass „Du es nicht weitersagen darfst“ (meine Mutter hat das gerne gemacht, Gott hab‘ sie selig).

Warum sagen sie es mir dann, wenn ich es nicht weitergeben darf? Eine seltsame Denkungsweise.

Aber bitte. Vielleicht gibt es sinnvolle Anwendungsfälle für „private Daten“?

Anwendungsfälle für „private“ Daten

Beginnen wir also einmal mit dem Sprichwort „Jedes Schrifterl ist ein Gifterl“, welches von Anwälten gerne zitiert wird. Denn tatsächlich ist es so, dass die Herausgabe – die Veröffentlichung – von Information, aber auch das Senden von e-Mails und dergleichen, bei mir immer einen inneren Konflikt verursacht.

  • Was ist, wenn jemand diese Information gegen mich verwendet?
  • Was ist, wenn ich einen Fehler gemacht habe? Durch die Veröffentlichung werde ich so angreifbar.
  • Was ist, wenn ich mit dieser Information jemanden verärgere?

Nun, im Laufe meines Lebens ist dieses Problem immer geringer geworden, auch deswegen, weil ich bewußt begonnen habe, einen Blog zu betreiben.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses Problem viel mit einer allgemeinen Ängstlichkeit zu tun hat, schlimmstenfalls sogar mit einer Art Verfolgungswahn.

Also, zumindest aus psychologischer Sicht ist es doch oft so, dass man – aus einer Angst heraus – manche Dinge lieber „für sich behält“.

Andererseits ist die Zahl der psychischen Störungen Legion, die entstanden sind, weil man etwas „in sich hineinfrißt“. Weil man es nicht loswird. Weil man Angst vor der Wahrheit hat.

Die Welt ist krank

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu folgendem Schluss:

Das Wesen von Daten ist es eigentlich, dass sie weitergegeben werden und nicht, dass man sie verschließt.
Aber – und das ist dem allgemeinen kranken Zustand der Welt geschuldet – es gibt gewisse Notwendigkeiten, dass man sich nicht exponiert, dass man sich vor den Aggressionen anderer Menschen schützt, indem man Informationen zurückhält und eben NICHT weitergibt bzw. veröffentlicht.

Lasst uns zuerst ein wenig nachdenken, was der Unterschied zwischen öffentlichen und privaten Informationen ist.

Die „Trust Domain“

Hier mache ich am Wochenende weiter…………..

Meint

Euer Christoph


Einzigartigkeit und Nutzen

März 3, 2024

Liebe Leser!

„Being unique does not automatically mean you are useful!“

lautet ein neueres Meme im Internet, und man sieht eine ziemlich verbogene – kunstvoll verbogene – Gabel unter 5 anderen, geraden, Gabeln.

Gegebenes und Geraubtes

Aber eigentlich wollte ich meine Gedanken über „private Daten“ weiterführen, die ich gestern HIER begonnen hatte.

Dort hatte ich mir überlegt, dass Daten eigentlich „das Gegebene“ sind.

Wie könnte das gemeint sein?

Na ja, stellen wir uns einen mittelalterlichen Mönch vor, der eine Urkunde ausstellt, ein Pergament. Darunter schreibt er dann, bevor er siegelt, die Worte: Datum anno domini 1492 – Gegeben im Jahre des Herrn 1492

Das Wort Datum, und mit diesem der moderne Begriff der DATEN, dürfte also davon herrühren, dass jemand jemandem ein Dokument übergeben hat.

In unserem Beispiel könnte es sich also um das Recht handeln, den Acker XYZ aus dem Eigentum des Klosters für die nächsten 100 Jahre zu nutzen.

Der Mönch hat dem Bauern also nicht nur ein Pergament mit Schriftzeichen überGEBEN, sondern dieses Dokument hat auch eine BEDEUTUNG. Es DEUTET auf ein Recht, das diesem Bauern tatsächlich gegeben wurde.

Das DEUTEN kann man sich übrigens wortwörtlich vorstellen, denn der Mönch wird ja im selben Moment dieses Recht des Bauern in die Bücher des Klosters eingetragen haben, sodass dann später die Echtheit des Dokuments überprüft werden konnte – sozusagen mit Hilfe einer doppelten Buchführung.

Die Information, die in diesem Dokument steckte, war also mindestens doppelt vorhanden, eventuell wurde noch eine Kopie an den Landesfürsten geschickt, sodass man eigentlich von ÖFFENTLICHEN Daten sprechen muss.

In unserem Beispiel machen ÖFFENTLICHE Daten durchaus einen Sinn, denn JEDER sollte wissen, dass dieser Bauer das Recht hatte, diesen Acker XYZ zu nutzen (nichts Anderes ist das moderne Grundbuch).

Wann nun – frage ich mich – könnte es einen Sinn ergeben, Daten GEHEIM zu halten, sozusagen PRIVATE Daten anzulegen?

Jedes Schrifterl ist ein Gifterl

Nun, um dem Phänomen der privaten – der geheimen – Daten ein wenig auf die Schliche zu kommen, wollen wir uns einmal mit einem alten Sprichwort beschäftigen, das Anwälte gerne bemühen: Jedes Schrifterl ist ein Gifterl.

Jede Information, die ich schriftlich herausgebe, die also beweisbar zu einem bestimmten Datum von mir ausgegangen ist – die ich gegeben habe – kann letzten Endes auch gegen mich verwendet werden.

In den Anfängen meines beruflichen Daseins war mir dieses Gefühl gut bekannt. Dieses unangenehme Gefühl, wenn eine E-Mail abgesendet war und man sie nicht mehr zurückholen konnte.

Aber nicht nur beim Senden von E-Mails, sondern auch beim Veröffentlichen auf einem Blog gibt es dieses „spezielle“ Gefühl, wenn die Information einmal draußen ist.

Denkpause

Es ist jetzt Sonntagabend. Muss Schluss machen bis nächste Woche.

Meint

Euer Christoph

Da müssen wir uns zuerst einmal fragen, wie man geheime Daten überhaupt technisch realisieren könnte.


Vom A und vom O

Februar 10, 2024

Liebe Leser,

Woran denkt Ihr, wenn Ihr diesen Titel lest?

Da will einer damit angeben, dass er weiss, was alpha und omega sind?

Dass die Christen daran glauben, dass Jesus Christus das Alpha und das Omega ist?

Also der (absolute) Anfang und das (absolute) Ende?

Der allererste Anfang und das allerletzte Ende?

Anfang und Ende sind zwei Begriffe, die sich durch unser menschliches Denken durchziehen, so wie gut und böse, hell und dunkel, klein und groß, oben und unten, und wie sie alle heißen, unsere nicht-periodischen Skalare.

Eigentlich wollte ich den Artikel mit „Der Keller und der Dachstein“ betiteln, denn das ist es, was unser tägliches (Wirtschafts-)Leben jeden Tag bestimmt: Projekte

Projekte beginnt man, weil man ein Ziel hat.

Da ist es schon, das Omega.

Zum Beispiel beginne ich, mein eigenes Haus zu planen, weil ich im Dachgeschoss sitzen möchte um die Welt aus dem Mansardenfenster zu betrachten.

Und jetzt beginnt die Mühsal des Projektes. Ich muss mit dem Alpha beginnen, damit ich zum Omega gelange.

Zuerst muss ich den Keller ausheben, sodann den Keller betonieren, das Erdgeschoß errichten, den ersten Stock und dann die Mansarde.

Wir sehen: das Projekt hat eine Richtung. Es geht von einem Start zu einem Ziel, über viele Widrigkeiten.

Aber das Ziel – auf das ich hoffe, ohne zu wissen, ob ich es erreichen werde – motiviert mich, all diese Mühen auf mich zu nehmen, um dann, ja dann, ein wertvolles Gut zu genießen.

Jetzt fragen wir uns: ist denn das Haus meine alleinige Leistung?

Natürlich nicht.

Auch der Baggerfahrer, der den Keller aushebt, hat ein Projekt.

Sein Ziel ist nicht der Blick aus der Mansarde, sondern das Wochenende, der Lohn, den er sich mit dieser Arbeit verdient.

Auch seine Arbeit dient letzten Endes dem Ziel, dass ich aus dem Fenster sehen kann, seine Arbeit ist sogar anstrengender als meine, denn ich muss nur ganz zum Schluss den Scheck für den Baumeister unterschreiben – eine leichte Übung – er sitzt mehrere Tage in einer heißen, stinkenden Baggerkabine.

Das, was der Baggerfahrer tut, ist eine „Vorleistung“, wir hatten das schon mal.

Ich erinnere an den Softwareentwickler, der mit seiner Arbeit 20 Euro verdient, die Vorleistungen kosten aber 80 Euro, der gesamte Wert des Ergebnisses ist also 100 Euro. Die persönliche Wertschöpfung des Softwareentwicklers is also 20% vom Umsatz.

Zu den Vorleistungen zähle ich auch den Gewinn des Unternehmens, das sind sozusagen die Kosten für das Kapital, das ja als Voraussetzung vorhanden sein muss, damit man mit der Arbeit beginnen kann.

Trotzdem ist diese Sicht nur eine kurzsichtige Angelegenheit.

Denn spätestens, wenn ich mein Ziel erreicht habe und in der Mansarde sitze, werde ich neue Ziele entwickeln. Neue Wünsche, neue Begehrlichkeiten und neue Bedürfnisse.

Das heißt, mein Leben ist eigentlich eine Kette von Projekten, immer geht es weiter, es gibt kein Zurück, vorwärts, vorwärts, vorwärts.

Und letzten Endes muss ich das alles loslassen, und meinem ganz persönlichen absoluten Omega begegnen.

Und ich werde mich fragen:

  • Kann ich zufrieden gehen?
  • Mit dem, was ich getan habe?
  • Mit dem, was ich hinterlassen habe?
  • Mit dem, was ich beigetragen habe?
  • Werde ich es mit mir alleine aushalten, in diesen letzten Augenblicken?
  • Werde ich mich vor mir selber ekeln?
  • Vor meiner Vergangenheit?

Hier hoffen wir als Christen, dass wir in unserem persönlichen Omega einem gnädigen Gott begegnen werden. Und alles das, was wir über Jesus wissen – und was uns Jesus mitgeteilt hat – läßt uns ahnen, dass Jesus Christus es war, der im Namen des Vaters sozusagen die „Baugrube des Universums ausgehoben hat“, sodass das Universum auf gutem Boden steht und uns auch ein gutes Omega ermöglicht, in dem wir wieder IHM begegnen werden, dankbar, zufrieden, der Heilung zugänglich.

Meint

Euer Christoph


Bedeutung, Sinn und Zufall

Januar 13, 2024

Liebe Leser,

Diesmal möchte ich mir ein paar unfrisierte Gedanken machen, wobei ich von dem Gedanken ausgehen möchte, dass der Mensch offensichtlich nichts so schlecht aushält, wie Sinnlosigkeit.

Nicht umsonst neigen wir dazu, im Falle einer Lebenskrise in Wahnvorstellungen und andere Erklärungen abzurutschen, die unser Gehirn erfindet, um der „großen Sinnlosigkeit“ zu entkommen.

Ist es für uns nicht einfacher zu akzeptieren, dass hinter der Regierung eine große Verschwörung stecke, die mit Hinterlist und Tücke, aber mit großer Intelligenz, darauf abziele, uns zu unterjochen, als zu akzeptieren, dass jeder dieser Hampelmänner einfach nur den eigenen Trieben folgt und dass das Gesamtergebnis eigentlich ein großer, sinnloser Zufall ist?

Das Muster Gottes

Und trotzdem, obwohl die Wissenschaft als letzte Antwort nur den Zufall anbieten kann, haben die Menschen, und es handelt sich hier nicht nur um verrückte oder kranke Menschen, in all diesen Zufällen ein Muster erkannt, das sie letzten Endes zum Glauben und zur Religion geführt hat.

Dieses „Muster Gottes“ lässt sich nicht wissenschaftlich beweisen, es erschließt sich nur dem Glaubenden und letzten Endes ist es ein Geschenk Gottes, wenn jemand glauben darf. Glauben lässt sich nicht beweisen, auch nicht erzwingen.

Aber, bevor wir uns näher mit dem „Muster Gottes“ beschäftigen, wollen wir klarstellen.

Auch die Wissenschaft läßt uns erkennen,

dass wir etwas Besonderes sind.

Schon die Evolutionstheorie, aber auch die Astronomie, zeigen uns die Besonderheit unseres Lebens.

Auch, wenn es im Laufe der Jahrmilliarden in unserem unglaublich großen Universum mehr als einen Planeten gegeben haben mag, der für kurze Zeit Leben trug, so gibt es doch für jeden bewohnten Planeten viele Millionen oder Milliarden Planeten, die niemals Leben getragen haben und niemals Leben tragen werden.

Und, was die Entwicklung der Arten betrifft, so gehen weit über 99% aller Mutationen wieder zugrunde, weil sie der strengen Selektion durch die Naturgesetze ausgesetzt sind.

Du, persönlich, bist das absolut unwahrscheinliche Ergebnis einer Reihe von hunderten, tausenden, Vorfahren, die es alle(!) geschafft haben, zu überleben und sich zu vermehren. Das schaffen nicht viele Lebewesen.

Also, ein Grund mehr, stolz zu sein und Selbstbewusstsein zu zeigen.

Meint

Euer Christoph


Was ist Leistung?

Oktober 31, 2023

Liebe Leser,

Nun habe ich mich entrüstet über das sogenannte „Leistungslose Einkommen“, also über das Einkommen, das man ohne eigentliche Arbeitsleistung erzielen kann.

Leistungsloses Einkommen – was ist das?

Meine ich damit die Arbeitslosen?

Oder die Bezieher der Mindestsicherung?

Mitnichten!

Denn das Geld, das Arbeitslose bekommen, entstammt ja der Arbeitslosenversicherung, die bekanntlich durch Arbeitsleistung finanziert wird. Oder der Steuerleistung, die ja auch hauptsächlich durch Lohn- und Umsatzsteuer finanziert wird, also durch Arbeitsleistung.

Nein, ich meine das Einkommen, das man erzielt, indem man Vermögen, das man eigentlich nicht braucht, vermietet, verpachtet oder sonstwie gegen Entgelt verborgt.

Also jenes Einkommen, das Vermögende einfach dadurch erzielen, dass sie vermögend SIND und dass sie Vermögen HABEN.

Ich meine also ein Einkommen, dass man erzielt, weil man etwas IST oder HAT, nicht jenes Einkommen, das man erzielt, weil man etwas TUT.

Was ist Leistung?

Na gut, aber wann bezeichnen wir dann etwas, das wir TUN, als eine LEISTUNG? Welches Tun ist eine große Leistung und welches Tun ist nur eine kleine?

Wenn man in Süditalien Kühlschränke herstellt und betreibt, dann ist das zweifellos eine Leistung. Aber unser Gefühl sagt es uns, dass es eine GRÖSZERE Leistung sein muss, wenn man Kühlschränke nördlich des Polarkreises herstellt und verkauft.

Mitnichten!

Nördlich des Polarkreises werden die Menschen kaum etwas bezahlen für einen Kühlschrank, während sie in Süditalien bereit sein werden, einen erklecklichen Teil ihres Einkommens für einen Kühlschrank aufzubringen.

Die Wirtschaftstheorie hat also einen anderen Leistungsbegriff als die Physik.

Das, was die Physik glorios als Leistung bezeichnen würde, wird in der Wirtschaft unter dem Begriff „Kosten“ eher gering geschätzt. Nein, in der Wirtschaftstheorie muss man zusätzlich die Gesetze von Angebot und Nachfrage berücksichtigen, sodass dort als Leistung etwas nur dann gilt, wenn es auch NACHGEFRAGT wird.

Wenn tausende Programmierer mühselig einen Roboter in C++ programmieren, sodass er wirklich ressourceneffizient arbeitet, wenn aber diese Ressourcen spottbillig sind, sodass der Kunde mit einem billigen Python-Roboter aus der Hand von 50 Programmierern zufrieden ist, der halt mehr Strom braucht (na und?), dann ist der C++ Roboter eindeutig eine Themenverfehlung.

Der billige Python Roboter leistet in diesem Beispiel mehr als der ausgefuchste C++ Roboter, weil er den Erfordernissen des Kunden besser gerecht wird.

Die Leistungs-Ideologie von der Machbarkeit

Wir haben gesehen, dass wir im alltäglichen Sprachgebrauch unter einer Leistung etwas verstehen, das wir TUN.

Etwas, das wir SIND oder HABEN, würden wir gefühlsmäßig nicht als Leistung bezeichnen.

Ist es eine Leistung, dass ich das Kind meiner Eltern bin?

Ist es eine Leistung, dass ich in Österreich geboren bin?

Ist es eine Leistung, dass ich ohne Erbkrankheiten geboren bin?

Ist es eine Leistung, dass ich in meinem Leben so viele positve Bekanntschaften gemacht habe, die mich weitergebracht haben?

Wir sehen, die wichtigsten aller Faktoren, die meinen Werdegang beeinflussen, sind KEINE EIGENE LEISTUNG.

Trotzdem gibt es kaum einen Kinofilm und kaum ein Buch, in dem wir nicht DURCH LEISTUNG ERLÖST werden. In „Stirb langsam“ leistet Bruce Willis 90 Minuten lang Überirdisches, um zum Schluss ein Happy End HERVORZUBRINGEN.

Nicht einmal den Herrn Jesus Christus haben wir mit unserer Leistungsideologie verschont. Er musste mühsam das Kreuz tragen, sonst hätten wir ihm die Erlösung nicht geglaubt.

Fast möchte man sagen, die Wirtschaftstheorie ist hier menschlicher als unsere Leistungsideologie. Denn in der Wirtschaft zählt alles als Leistung, das einen Umsatz erzeugt. Alles, was ich HABE, BIN und TUE, gilt als Leistung, wenn ich es nur verkaufen bzw. vermieten kann.

Und wenn ich mit 75 Jahren nichts mehr TUE, aber soviel HABE, dass ich von der Miete leben kann, wohlan, warum nicht?

Meint

Euer Christoph


Vom Vater im Himmel

August 15, 2023

Nun gibt es tatsächlich viele Gebete.

Das Beten, das „Reden mit Gott“, ist es auch, das offensichtlich ein Alleinstellungsmerkmal des Menschen gegenüber der anderen Kreatur ist (ich weiß, man kann das bezweifeln).

Und viele Gebete, zum Beispiel der Rosenkranz, sprechen im Menschen eher das Gefühlsbetonte, das Meditative an.

Ich selbst bin eher ein Mensch der Vernunft, der Ratio – auch wenn ich bekanntlich eine Schwäche für Metaphern und Allegorien habe – doch auch für mich gibt es zumindest ein Gebet, welches eher die Ratio anspricht.

Das „Vater Unser“ ist aber auch „das“ Gebet, das uns laut Überlieferung Christus selbst gelehrt hat.

Ich möchte also drei Beiträge über das Vater Unser schreiben, das ich wie folgt in drei Abschnitte einteile:

1. Wie man Gott anspricht

Vater unser im Himmel,

2. Die himmlischen Dinge

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

3. Die irdischen Dinge

Unser tägliches Brot gib‘ uns heute,

und vergib‘ uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Wie gesagt, ich plane drei Beiträge.

Meint

Euer Christoph


Der Monopolist und das Rindvieh

Juni 17, 2023

Liebe Leser!

Eigentlich wollte ich dieses Wochenende ja wieder einen fertigen Artikel bereitstellen, aber mit dem zunehmenden Alter werde ich immer fauler – und ich bekomme fürs Bloggen ja auch kein Geld 🙂

Worum geht es?

Nun, in den „Wirtschaftlichen Grundlagen der Elektrotechnik“ hatte uns damals auf der TU unser Professor vorgerechnet, dass es bei endlichen Ressourcen, die nicht nachwachsen, also zum Beispiel beim Erdöl, sich so verhält, dass ein Monopolist mit diesen Ressourcen länger auskommt, dass er diese also schonender behandelt, als es der freie Markt tut.

Grund dafür ist, dass der Wirtschaftstreibende seinen Gewinn über die Lebensdauer maximieren wird, und dass ihm dass gelingt, indem er weniger Erdöl fördert und so einen höheren Preis erzielt.

Wenn er hingegen Konkurrenten hat, dann wird sich der Preis entsprechend dem Gesetz der Grenzkosten einpendeln – also billiger sein – weshalb mehr Erdöl verbraucht wird.

Früher haben die Landwirte gesagt: „Du wirst die Kuh nicht schlachten, wenn Du sie noch melken willst“.

Nun und dieses Gesetz möchte ich jetzt auf verschiedene Beispiele anwenden:

  • Wenn man heiratet, hat man dann ein „Monopol“ auf den Partner, geht deshalb also schonender mit ihm um?
  • Ist Grundeigentum nicht auch eine Art Monopol auf einen bestimmten Abschnitt der Erdoberfläche?
  • Wie ist das mit Staatseigentum? Wird das, weil es ja ein „gemeinsames“ Eigentum ist, grob ausgeschlachtet?
  • Liegt es an diesem Gesetz, dass Staaten (fast) immer Schulden machen, während private Firmen (fast) immer Gewinne schreiben?
  • Was bedeutet dieses Gesetz für die Vermögensungleichheit und für den Great Reset?

Jetzt muss (möchte) ich aber für heute Schluss machen und verweise auf eines der nächsten Wochenenden.

Lg,

CP/V


Totale Verfinsterung des Herzens

Juni 10, 2023

Heute, als ich mit dem Auto zum Landhaus fuhr, um hier ein paar Tage Home Office zu machen, spielten sie auf Radio NÖ den berühmten Song von Bonnie Tyler:

Und natürlich musste ich auch an den „Tanz der Vampire“ denken:

Na gut, das ist ja nicht schwer zu interpretieren.

Es geht um die Sehnsucht nach Liebe und die Vampire sind eine Metapher für die Kapitalisten, die diese Schwäche des Menschen ausnützen.

OK, also warum soll man darüber extra etwas schreiben? Das ist ja wirklich kein großes Geheimnis.

Die zwei Elefanten

Na ja, manchmal traut sich niemand, den Elefanten anzusprechen, der im Raum steht.

Und es wäre doch gut, wenn wir über den Elefanten redeten, denn wenn wir über den Elefanten NICHT reden und ihn ignorieren, dann könnte es passieren, dass er uns eines schönen Tages zu Tode trampelt.

Genau genommen sind es zwei Elefanten, den einen spricht Doskozil an, und den anderen der Babler.

Da ist einerseits die Zuwanderungsproblematik. Diese wird von der eher rechten Seite angesprochen, also von Dosko.

Andererseits ist die Schieflast in der Vermögensverteilung mittlerweile unerträglich und auch gefährlich für die Freiheit des Menschen. Dieses Problem sprechen die linken Teile der SPÖ an.

Welcher Elefant ist wichtiger?

Na gut, ein bisschen Ungleichheit muss sein, sonst gibt es GAR keine Wirtschaft mehr, aber die Ungleichheit darf nicht so weit gehen, dass es Menschen gibt, die nicht mehr heizen können, die nicht mehr satt werden und die keine Zeit mehr haben, ins Kino zu gehen oder ein Buch zu lesen.

DAS ist DER Elefant, über den wir reden MÜSSEN: die exzessive Ungleichheit in der Vermögensverteilung. Es KANN NICHT SEIN, dass eine Hand soviel Geld in der Hand hat, dass sie einen ganzen Kleinstaat „kaufen“ kann.

Das Zuwanderungsproblem halte ich für sekundär. Denn wenn der Sozialstaat entsprechend ausgeprägt ist, dann haben Zuwanderer auch genug Chancen, sich zu integrieren, dazuzulernen und einen sozialen Aufstieg durchzumachen. Dadurch entfallen dann auch die Probleme mit Lohn- und Sozialdumping, für das man anspruchslosere, erpressbare Einwanderer normalerweise braucht.

Meint

Euer Christoph


Pfingsten

Mai 28, 2023

ist das Fest des Hl. Geistes und sozusagen „der Geburtstag der Kirche“. So haben wir es in der Schule gelernt.

Aber auch in meinem Privatleben hat sich – bezüglich meiner Hobbies – einiges getan, was ich HIER AUF MEINEM ANDEREN BLOG dokumentiere.

Trotzdem schulde ich meinem treuen Leser KNI noch weitere Ausführungen zum Gewissen, denn ich habe immer sehr betont, dass es sich beim Gewissen um ein GEFÜHL handelt, laut Definition ist das Gewissen aber eine Eigenschaft der VERNUNFT.

Ist das ein Widerspruch? Können wir diesen Gegensatz auflösen oder müssen wir ihn so stehen lassen?

Weiters wittern wir einen Zusammenhang zwischen der WERTEDISKUSSION und dem Begriff des Gewissens, denn auch das Gewissen beWERTet unsere Taten.

Und dann ist da noch der Unterschied zwischen der Bewertung durch das Gewissen und der TATSÄCHLICHEN Gerechtigkeit, die viel mit unserer Gottesbeziehung zu tun hat.

All dies möchte ich noch im 14. der „kleinen religiösen Büchlein“ unterbringen, die sich ALLE HIER FINDEN.

Meint

Euer Christoph