Vom Re-agieren zum Agieren

April 13, 2014

Kann ich wollen, was ich will?

„Wollen“ im Sinne von „mögen“ wahrscheinlich schon.

Aber kann ich „festlegen“, was mein „Wille“ ist?

Nein. Im allerbesten Falle bin ich schon so sehr zur Ruhe gekommen, dass ich die leise Stimme meines Herzens höre und dass ich also „weiss, was ich will“.

Aber da wäre ich schon sehr weit fortgeschritten.

Meistens folgen wir nicht unserem „inneren Wollen“, sondern den „äußeren Einflüssen“, die uns sagen: „Sei erfolgreich“, „werde reich“, „habe ein großes Auto“, „habe viele Freunde“, „sei einflußreich“.

Dieser „innere Wille“, manche bezeichnen ihn als „Wille Gottes“ – und das ist gar nicht mal so falsch -, ist eine schwache Stimme.

Manchmal reagiere ich bloß auf die Anfeindungen aus dem Munde meiner Mitmenschen. Dann bin ich ein „mich ängstlich verteidigender Angreifer“. Aber eigentlich – halte kurz inne – gib‘ der Stimme der Vernunft eine Chance. Besinne Dich – und dann agiere aus Deinem Innersten heraus.

Gib‘ Deinem Herzen einen Ruck und re-agiere nicht auf die äußeren Triebe sondern auf den inneren Willen.

Meint
Euer Christoph


Die Gerechtigkeit? Die Gerechtigkeit!

April 6, 2014

Ich weiß, das werden jetzt viele ÖVP-Politiker sehr ungerne hören, aber die Gerechtigkeit ist ein christlicher Wert.

Im Rahmen unserer Reihe über die Wertediskussion, für die ich einen Abschnitt aus dem Hochgebet zum Anlaß genommen hatte,

[…]Mache deine Kirche zu einem Ort der Wahrheit und der Freiheit,
des Friedens und der Gerechtigkeit,
damit die Menschen neue Hoffnung schöpfen.[…]
,

wollen wir uns heute mit der Gerechtigkeit beschäftigen.

Denn nichts ist demotivierender und der Wirtschaft abträglicher, als ein Staatswesen, in dem man auf die Gerechtigkeit nicht mehr vertrauen kann.

Banken, die Mist gebaut haben, SOLLEN in Konkurs gehen.

Menschen, die ihrer GIER gefrönt haben, sollen dafür BEZAHLEN.

Leute, die dem Gemeinwesen hingegen Gutes tun (Lehrer, Müllleute, Polizisten, …..) sollten in Wirklichkeit viel mehr verdienen als Leute, die immer nur NEHMEN UND NEHMEN UND NEHMEN.

Womit eh schon alles gesagt wäre.

Meint
Euer Christoph


Vom Verantwortungsbewußtsein und von der Gier

Februar 23, 2014

Heute haben wir beim Abendessen unter anderem auch über das südlichste Bundesland Österreichs und über eine dort ansäßige Bank gesprochen.

Es gab unter anderem die Meinung, um weiteren Schaden zu begrenzen, sollte man Kärnten in den Konkurs schicken, und in weiterer Folge sollte die Republik Österreich Kredite an Kärnten gewähren, damit die notwendigsten Dienste aufrecht erhalten werden können (Müllabfuhr, Lehre und Ausbildung, Polizei, ……)

Das sei die gerechteste Lösung, weil sie nach dem Verursacherprinzip den Leuten in Kärnten zeige, dass man auch die Folgen dafür tragen müsse, dass man den Haider gewählt habe.

Jede andere Lösung würde dazu führen, dass sich ganz Österreich in Geiselhaft nehmen ließe für die Verfehlungen einiger Entscheidungsträger.

So weit braucht man nicht gleich gehen, aber ist es nicht ein allgemeines Prinzip, das heute angewandt wird?

Eigentlich sollten ja die Oberen nur deswegen mehr Geld verdienen, weil sie eben die Verantwortung tragen sollten. Sonst gibt es keinen Grund, warum sie mehr Geld verdienen sollen. Am Arbeitspensum liegt es ja sicher nicht 🙂

Aber vom Tragen der Verantwortung ist nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil:

  • Gewinne werden privatisiert
  • Verluste werden kommunalisiert

Das ist das neoliberale Gedankengut, das trotz der Krise, die seit 2008 andauert, und die nachweislich wegen des Neoliberalismus in die Welt gekommen ist, immer noch fröhliche Urständ‘ feiert.

Aus christlicher Sicht läßt sich dazu nur sagen, dass die Tugend der Gerechtigkeit und die Tugend der Gewissenhaftigkeit wieder mehr in den Blickpunkt kommen muss, sonst wird es schlimm enden mit Österreich.

Meint
Euer Christoph


Braucht man den Satz vom Peripheriewinkel,

Februar 15, 2014

um das Internet zu verstehen?

ell_und_g

Oder sollte man sich nicht so sehr mit den Fragen der Wellenbeugung beschäftigen, sondern eher mit der Wellenstreuung.

Wenn wir nur einen Fachmann in unserer Runde hätten, Seufz !

Ich mein‘ ja nur.

Meint
Euer Christoph


Im Schweiße Deines Angesichts

Januar 3, 2014

Diesmal wird es kein Blogbeitrag über irgendwelche die Allgemeinheit interessierende Themen, nein einfach ein kleiner Statusbericht über das Hobby.

Die virtuelle Modelleisenbahn macht ja keine Fortschritte, denn letzten Endes könnte ich mit diesem Projekt soviele verschiedene Ziele verfolgen, dass mir die Entscheidung schwer fiele.

Soll ich
a) den Netzwerksensor weiterentwickeln (wäre sehr altruistisch)
b) die virtuelle Modelleisenbahn endlich fertig machen und einen Server betreiben (könnte Geld bringen)
c) das SMUOS/C3P Konzept in die Gänge bringen (wäre die Quadratur des Kreises)

Aber es ist eigentlich sehr einfach.

Ich bin „dem Hobby nämlich einfach noch etwas schuldig“, nämlich die „Wiedererreichung des bereits Dagewesenen, aber mit besserer Qualität“ (also einfach „Step 0033 fertig machen“).

Na ja, aber nebenbei kann man ein bissl über Simple Multiuser Szenen, Replikatoren und Beamer philosophieren:
siehe DIESES PAPER.

Meint
Euer Christoph


Der Esel, die Karotte und die Weltwirtschaft

August 5, 2013

Oder, wie man es auch noch sagen könnte
– Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wie lange läßt sich der Esel durch die aufgeknüpfte Karotte motivieren?

Entweder, bis er nicht mehr kann (burn-out), oder bis er das Spiel begreift und einen Plan B ins Auge fasst.

Eigentlich bräuchte er nur ein bisschen(!) mehr gutes(!) Futter, aber das gibt man ihm nicht, solange, bis er darum kämpft(!).

Ein kämpfender Esel ist hingegen gerne gesehen (das heißt nicht, dass er viel arbeitet, es heißt nur, dass er kämpft).

Solange, bis die Weltwirtschaft am burn-out zugrunde geht, oder solange, bis alle kämpfen und niemand mehr die Arbeit macht (was letzten Endes zwar sehr lange gut gehen kann aber dennoch am Schluß in den Abgrund führt).

Dabei wäre es so einfach: gerechter Lohn für gerechte Arbeit

Punctum

Meint
Euer Christoph


Warum Straßen die Wirtschaft ankurbeln oder ……

September 5, 2012

……warum es nicht gut ist, wenn jeder alles selber macht.

Liebe Leser, wenn einmal einer von Euch auf der Drehbuchseite vorbeigeschaut hat, dann könnte es sein, dass ihm bewusst geworden ist, dass sich die Erzählung „Das dritte Kind“ (die ich großspurig als „Trilogie“ bezeichne) erst im Entstehen befindet.

Insbesondere verfolge ich im dritten Teil der „Trilogie“ das Ziel, die Ideen von DIGITS („Distributed Internet Geographic Information Transmission Service“) in einer ansprechenden Form unter die Leute zu bringen.

Dabei fungiert der eine der beiden Helden – Conrad Peter – als Metapher für die Idee einer Multiuser-Szene (z.B. manifestiert im Server Produkt „BS Collaborate“ (TM)).

Der andere Held, um den es ja eigentlich geht, ist Otto, der die Idee der Übertragung und Kombination von geographischen 3D-Daten über und durch das Internet verkörpert.

Diese Idee ist rudimentär bereits im Produkt „Google Earth“ (TM) erkennbar, könnte aber durch Produkte wie zum Beispiel einen „BS Geo Grid Server“ (TM) weitere Impulse erhalten.

Aber was ist es denn jetzt, dieses „Wesen von DIGITS“?

Nun gut, nehmen wir an, wir wollen ein 3D Game bauen, z.B. einen Flugsimulator, dann brauchen wir Geodaten für die Landschaft.

Die kann man sich mehr oder weniger einfach beschaffen und dann in das Spiel einbauen.

Die Daten sind aber, wenn sie einmal in das Spiel eingebaut sind, nur für dieses verwendbar und können nicht etwa für eine geographische Suchmaschine wiederverwendet werden.

Jedes Spiel, jede „App“ hat also ihre eigenen Daten. Das sieht dann so aus wie in der folgenden Abbildung:


























Das entspricht in etwa dem Zustand der ländlichen Gebiete, bevor der Handel erfunden worden ist.

Jeder Bauernhof hatte seine eigenen Felder, sein eigenes Vieh und seine sonstigen Ressourcen. Ein einzelner Mensch hatte da keine großen Chancen, einen Bauernhof „auf die Beine zu stellen“, wer Besitz hatte, mußte diesen verteidigen und die Besitzlosen waren viele.

Irgendwann hat man dann begonnen, Straßen und Wege zu bauen, die von jedem benutzt werden konnten. Natürlich war ein gewisses Maß an Standardisierung nötig, zumindest gewisse Mindestbreiten mussten die Straßen ja aufweisen.

Dadurch konnte man auch „fremde“ Ressourcen nutzen (z.B. mieten), und man begann, Handel zu treiben.

Im Endeffekt hatte man dann ein Straßennetz, das im Idealfall jeder Einzelbürger gleichberechtigt benützen konnte.

Für unsere Apps heißt das, dass sie ihre 3D-Daten von verschiedensten Anbietern beziehen und nutzen können, ein Anbieterwechsel ist dann keine große Sache mehr und die Fixkosten werden auf viele Benutzer aufgeteilt.














Einzige Frage ist dann noch, wer den Datenpool betreiben soll und wer die Standards für die Interfaces festlegt.

Da es sich dabei eindeutig um Infrastruktur handelt, ist hier sicherlich der Staat gefordert, steuernd und schützend einzugreifen.

Meint
Euer Christoph

P.S.:
DIGITS findet man übrigens hübsch versteckt im Sourcecode des SIMUL-RR Projektes, es ist aber öffentlich zugänglich und somit nicht mehr patentierbar 🙂
https://simulrr.svn.sourceforge.net/svnroot/simulrr/concepts/src/Digits/


Kann man eine Abtreibung als Putativnotwehr auffassen?

August 7, 2012

Ich möchte gleich mal vorausschicken, daß ich kein Jurist bin.

Werde mich also sowieso beschränken auf allgemeinmenschliche und nach Möglichkeit vernünftige Argumente und Überlegungen.

Wann beginnt das Leben?
Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?

Mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle?
Wenn also das Genom fertig ist?
Oder sobald es erste Nervenzellen gibt und der Mensch also Schmerzen empfinden kann?
Mit der Einnistung in die Gebärmutter?

Ich glaube, diese Frage kann niemand wirklich beantworten. Und darum sollten wir – im Zweifelsfalle für den Schwächeren – im Sinne des Kindes argumentieren, daß ein Mensch also ein Mensch ist, sobald Ei- und Samenzelle verschmolzen sind.

Aber eigentlich müßten diese Frage die Mediziner beantworten. Tun sie aber nicht, bzw. tut jeder Mediziner anders.

Wenn man es also objektiv durchdenkt, dann ist jede Abtreibung ein Mord.

Oder?

Na ja, im Österreichischen Strafgesetzbuch wird Abtreibung immer noch als eine „Tat“ bezeichnet, also als ein Unrecht.

Allerdings bleibt dieses Unrecht unter bestimmten Voraussetzungen straffrei und es ist auch verboten, Personen, die an einer straffreien Abtreibung mitgewirkt haben, deswegen zu benachteiligen.

Allerdings ist es auch verboten, Personen zu benachteiligen, die sich aus Gewissensgründen geweigert haben, an einer Abtreibung mitzuwirken.

Wenn hingegen eine ernste Gefahr für Leben oder Gesundheit der Mutter besteht, dann ist Abtreibung auch nach dem dritten Monat durchaus erlaubt. Man könnte das, in meinem juristisch ungebildeten Wortschatz, also als eine Art Notwehr bezeichnen.

Damit eine Notwehr vorliegt, muß es aber eine tatsächliche(!) Bedrohung geben, es reicht nicht, dass sich die Mutter einfach nur bedroht fühlt.

Hier kommt der Begriff der „Putativ“notwehr zum Tragen. Das ist also keine tatsächliche(!) Notwehr, sondern der Täter ist bloß davon ausgegangen, daß es sich um Notwehr handelt (lat. „putare“ = „meinen“, „glauben“).

Kann man also eine Abtreibung unter Umständen als Putativnotwehr auffassen?

Eine tatsächliche Bedrohung liegt ja offensichtlich nicht vor, aber die Mutter fühlt sich durch die bloße Existenz des Kindes derart in ihrer eigenen Existenz bedroht, daß sie keinen anderen Ausweg mehr sieht.

Nur ein Denkansatz, nicht mehr

meint
Euer Christoph