Fühle mich heute dankbar

April 29, 2015

Zitat eines Liedtextes:

[…]1. Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Obhut anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht: Du meine Hoffnung und mein Licht,
mein Hort, mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.

2. Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält, wo immer ihn Gefahr umstellt;
kein Unheil, das im Finstern schleicht, kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
Denn seinen Engeln Gott befahl, zu hüten seine Wege all,
dass nicht sein Fuß an einen Stein anstoße und verletzt mög sein.

3. Denn dies hat Gott uns zugesagt: Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
weil jeder meinen Schutz erfährt; und wer mich anruft , wird erhört.
Ich will mich zeigen als sein Gott, ich bin ihm nah in jeder Not ;
des Lebens Fülle ist sein Teil, und schauen wird er einst mein Heil.[…]

Meint
Euer Christoph


Der Geiz und die Wirtschaftskrise

April 18, 2015

Geiz macht reich, aber prosperierend macht er nicht.

Geiz bremst die Innovativität, Geiz demotiviert, ein geiziger Mensch hat zwei Hände, eine zum Nehmen und eine zum Behalten.

Mit Geiz werden wir die Griechenlandkrise nicht meistern.

Wir brauchen eine gewisse Großzügigkeit in unserem Tun und Denken.

Man kann auch sagen Großmut und Toleranz.

Was wir jedoch nicht brauchen, ist Verschwendungssucht. Verschwendungssucht erstickt, Verschwendungssucht läßt die Dinge erstarren im Fett.

Adipositas ist genau so eine Krankheit wie Magersucht. Den Mittelweg brauchen wir.

Meint
Euer Christoph


Die Leistung, die Würde und die Liebenswürdigkeit

April 13, 2015

Viele Menschen glauben, sie müßten etwas leisten, um geliebt zu werden.

Und tatsächlich sind es die Leistungen, die wir immer wieder bewundern, um die wir auch unseren Mitmenschen neidig sind,
…die einen Marathon gelaufen sind
…die beim Lat-Ziehen 120 kg schaffen
…die immer um 6h im Büro sind
…die auf fünf Kirtägen gleichzeitg tanzen
…die neben der Betreuung ihrer Kinder noch einen Beruf schupfen und das Doktorat machen
…die sich immer gesund ernähren

Aber ist diese Bewunderung, ist dieser Neid denn auch schon Liebe?

Und sind wir nicht eigentlich immer nur auf der Suche nach Liebe?

Wenn wir einmal eine längere oder gar eine schwere Krankheit haben, wenn wir einmal nichts leisten können und auf Hilfe angewiesen sind, wenn wir unten sind, wenn wir älter werden, wenn wir auf Vergebung angewiesen sind, dann….
…ja dann kommen wir den eigentlichen Geheimnissen des Lebens endlich näher.
…dann werden wir erkennen, welche Menschen unsere gottgegebene Würde mißachten, sobald wir einmal nichts mehr leisten
…dann werden wir erkennen, welche Menschen uns trotzdem(!) Liebe entgegenbringen, die nichts mehr mit „Bewunderung“ und „Aufschauen“ zu tun hat.

Wann ist ein Mensch liebens-würdig? Wann ist ein Mensch ehr-würdig? Ist es nicht die Gotteskindschaft, die ihn liebens-würdig, lebens-würdig und ehr-würdig macht?

Unabhängig von jeder Leistung?

Meint
Euer Christoph


Ich bin zwar römisch-katholisch, aber

März 28, 2015

ein ehrlicher Atheist ist mir tausendmal lieber als ein verlogener, korrupter Kleriker.

Möchte auch darauf hinweisen, dass Jesus für die Armen, Entrechteten, Unterdrückten, für die Witwen und Waisen immer ein gutes Wort übrig hatte,

jedoch für die, die ihren Lohn bereits auf Erden erhalten haben, hatte er nichts übrig.

Übrigens zwei neue Witze (sind von Nik):

1) Was sagt ein Atheist über Jesus?
Der ist für mich gestorben

2) Was sagt ein Atheist zum Thema Bekehrung?
Das ist das letzte, was ich tun werde

Meint
Euer Christoph


Die Wirtschaftswissenschaften

März 22, 2015

gehören zu den jüngsten aller Wissenschaften.

Deshalb benehmen sie sich auch wie ungehobelte Halbstarke und wir fürchten uns vor ihnen.

Meint
Euer Christoph


Alter Wein in neuen Schläuchen

März 21, 2015

Es gibt viele Manager-Märchen.

Zum Beispiel die Geschichte von der Hummel, die fliegen kann, obwohl sie zu kleine Flügel hat.

Nun gut – Mumpitz.

Aber es gibt auch Manager-Märchen, die leider unabänderliche Auswirkungen auf die Wirklichkeit haben.

So das Märchen, dass man alles in alle Ewigkeit immer weiter optimieren könne.

Du hast letztes Jahr X gemacht und Y Euro dafür gebraucht?

Dann wirst Du dieses Jahr Y minus 10% für X benötigen, denn Du hast ja dazugelernt und hast Dich optimiert.

Und so wird die Kalkulation von Jahr zu Jahr knapper. Die Rentabilität sinkt solange, bis man etwas neues macht und das alte auf den Müll schmeisst, weils einfach nicht mehr geht.

Deswegen müssen wir auch immer wieder das Rad neu erfinden und ihm einen neuen Namen geben – alter Wein in neuen Schläuchen eben.

Meint

Euer Christoph


8 + 8 + 8

März 15, 2015

Meiner Meinung ist der Mensch für eine 8/8/8 Zeiteinteilung gebaut.

8 Stunden arbeiten (da zählt der Besuch im Fitnessstudio dann schon dazu)
8 Stunden Muße (Lesen, Lernen, Museumsbesuche, Briefe schreiben, …)
8 Stunden Schlaf

Meint
Euer Christoph


Es ist nicht egal

Februar 28, 2015

…was Du sagst und wem Du es sagst
…was Du tust und wann Du es tust
…mit wem Du tust und warum Du tust.

Viele Menschen haben das Gefühl, sie können nichts ändern, und es sei ja sowieso egal, was man tue, „die da oben“ kochten ja ohnehin ihr eigenes Süppchen und wir seien einfach nur mehr oder weniger passive Befehlsempfänger.

Aber nicht nur die Quantentheorie lehrt uns, dass jede Messung die Wirklichkeit beeinflusst, auch wir können – wenn wir nur einfühlsam zuhorchen – diese seltsamen Schwingungen spüren, dieses „gemeinsame Etwas“, das das Universum durchwobert, diese „Schicksalsgemeinschaft“.

Auch die „dort oben“ werden eines Tages sterben und vor ihrem Schöpfer stehen, nackt und nur geschützt durch ihre guten Taten.

Und jeder will doch Gutes tun, viele geben es aber nicht zu weil sie glauben, es sei „nicht in“, „nicht cool“ oder „nicht erwünscht“.

So ist der erste Schritt, dass wir uns bewusst werden: „ich bin nicht egal“. „Ich habe Auswirkungen“.

Der zweite Schritt ist dann die „Verantwortung“, die „Verantwortung für die Schöpfung“, die „Verantwortung für die nächsten Generationen“ und die „Verantwortung dem Schöpfer gegenüber“.

Und was hilft uns dabei: Die Erkenntnis, dass wir nicht allein sind. Es geht Dir so wie es allen anderen auch geht. Du bist nichts besonderes, ausser dass Du ein Kind Gottes bist. Das ist Dein USP.

Meint
Euer Christoph


Der Sämann ging

Februar 23, 2015

„Wer Geduld hat, zu dem kommen die Dinge ganz von alleine“, sagt ein alter Spruch.

Aber wieviel Zeit haben wir wirklich?

Und säen wir auch Früchte, die wir nicht selber ernten?

Wir ernten doch die Früchte, die unsere Vorfahren gesät haben.

Aber wir sind zu nodich, Früchte zu säen für unsere Kinder.

Wir sind zu nodich, Kinder zu säen für die Zukunft der Erde.

Eine Investition muss sich innerhalb von einem Jahr rentieren, länger will kein Investor sein Geld binden.

Aber Investitionen in die Grundlagenforschung rechnen sich erst nach vielen Jahren oder Jahrzehnten.

Die Privatwirtschaft versteht sich hauptsächlich aufs Ernten der Früchte und auf den Handel mit den Früchten.

Säen und Pflegen wird zurückgedrängt in den Privatbereich.

Man hört immer öfter, dass Grundlagenforschung den Geruch eines Hobbies hat.

Das kann doch nicht ernst gemeint sein, wenn jemand an die nächsten Generationen denkt, oder?

Demzufolge gehen auch unsere Kinderzahlen zurück und wir wollen fertige Arbeitnehmer gratis importieren.

Aber die kriegen wir eh nicht – gerechter Wink des Schicksals – wir kriegen nur Hinterwäldler und Jihadisten (mit einigen ruhmreichen Ausnahmen).

Meint
Euer Christoph

P.S.: dieser Artikel ist bewußt kontrovers geschrieben – Kommentare sind erwünscht – die e-mail Adressen der Kommentatoren werden niemals veröffentlicht.


E=m.c^2

Februar 14, 2015

In der Serie „Ein kleiner Programmierer versucht die Relativitätstheorie zu verstehen“, hatte ich vor einiger Zeit (im Jahre 2012) einige Rechenbeispiele durchgemacht, die dabei helfen sollten, die Lorentz-Transformation besser zu verstehen (zu der Artikelserie gelangt man über Nachtrag zur Serie bzw. direkt über Zurück an den Start).

Um es noch einmal zu wiederholen: Durch die Annahme, dass die (gemessene) Lichtgeschwindigkeit vom Bewegungszustand des Beobachters unabhängig sei und immer denselben Wert habe, durch die Vorgabe, dass es sich um eine lineare Transformation handeln sollte und durch die Vorgabe des Relativitätsprinzips konnte Albert Einstein die Lorentz-Transformation aus allgemeineren Prinzipien herleiten und somit zeigen, dass sie kein Naturgesetz ist.

Nichtsdestotrotz ist die Lorentz-Transformation das „Arbeitspferd der Relativitätstheorie“ und man kann mit ihrer Hilfe viele Erkenntnisse gewinnen, die uns einiges über Raum und Zeit näher bringen.

Newton hatte den absoluten Raum und die absolute Zeit als „sensorium Dei“ (Sinnesorgan Gottes) seinen Überlegungen vorangestellt.

Hierbei waren beide – Raum und Zeit – „in sich absolut“, das heisst von jedweder Materie losgelöst und auch voneinander unabhängig.

Durch die Lorentz-Transformation lernen wir in der speziellen Relativitätstheorie , dass wir Raum und Zeit nicht mehr getrennt voneinander betrachten können. Wir müssen den absoluten Raum und die absolute Zeit durch eine Raumzeit ersetzen.

Weiters relativierte sich der Zeitbegriff.

Der Verlauf der gemessenen Zeit war jetzt vom Bewegungszustand des Beobachters abhängig und der Begriff der absoluten zeitlichen Lage zweier Ereignisse (ein Ereignis E1 und ein Ereignis E2 liegen immer derart, dass entweder E1 vor E2 oder E2 vor E1 liegt oder dass sie beide gleichzeitig stattfinden) wich einer Klassifizierung in eine „raumartige“ Lage, eine „zeitartige Lage“ und eine „lichtartige“ Lage.

Der Raum hingegen blieb in der speziellen Relativitätstheorie ein absoluter Raum.

Erst später, in der allgemeinen Relativitätstheorie, wurden Raum und Zeit zu einer relativen Raumzeit, die in Wechselwirkung mit der Materie stand und sich durch die Anwesenheit von Masse krümmte.

Aber was hat das alles mit der Formel E=m.c^2 zu tun?

Seit letztem Wochenende habe ich begonnen, mich ein wenig mit der Mathematik der Relativitätstheorie zu beschäftigen. Dazu habe ich ein Lehrbuch meines ehemaligen Mathematik-Professors hervorgekramt und beginne nun schön langsam zu schmökern. Darin ist mir eine einfache Erklärung der Formel E=mc^2 untergekommen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Modellbildung

Wir gehen wieder von einem punktförmigen Massenkörper aus, der sich durch den Raum bewegt:

nil_abb_1.1

Dabei sind wir uns bewußt, dass die Zeit t nur relativ zum Koordinatensystem (x1, x2, x3) gültig ist, bei einer Transformation nach Lorentz müssten wir auch die Zeit mittransformieren.

Um nun klarzumachen, dass die Raum- und die Zeitkoordinaten in einer Raumzeit vereinigt sind, ist es üblich, sie nicht getrennt zu schreiben, also nicht so:

nil_abb_1.2

sondern so:

nil_abb_1.3

Dabei wird c als konstanter Skalierungsfaktor verwendet, um die Zeit t in der Dimension einer Länge darzustellen (x0 ist der Weg, den ein Lichtblitz in der Zeit t zurücklegen würde).

τ ist dabei die sogenannte Eigenzeit des punktförmigen Massenkörpers. Das ist die Zeit, die eine Uhr anzeigen würde, die sich mit dem punktförmigen Massenkörper mitbewegt.

Generell arbeitet man in der Relativitätstheorie mit Vierergrößen, um klarzumachen, dass Raum und Zeit keine getrennten Begriffe mehr sind, sondern wir es mit einer Raumzeit zu tun haben.

Weitere Herleitung

So haben wir einerseits die klassische Geschwindigkeit

nil_abb_1.4

und als Pendant dazu die Vierergeschwindigkeit

nil_abb_1.5

wobei sich der Faktor β aus der Lorentz-Transformation ergibt:

nil_abb_1.6

Mit der Vierergeschwindigkeit kann man den Viererimpuls definieren

nil_abb_1.7

was schließlich zur relativistischen Formulierung des zweiten Newton’schen Axioms führt (Grundgesetz der Dynamik):

nil_abb_1.8

Dabei ist pi der Viererimpuls, es ist auch leicht einzusehen, dass man nach der Eigenzeit ableiten muss, und dass sich dadurch der Faktor β vor den Kräften Ki ergibt, läßt sich auch noch einsehen.

Aber welche Größe soll man für das Fragezeichen setzen?

Dazu multipliziert man Gleichung (1.8) mit der Vierergeschwindigkeit (man rechnet sich sozusagen die „Viererleistung“ aus) und kommt darauf, dass das Fragezeichen der gesamten am punktförmigen Massenkörper geleisteten Arbeit in der Zeiteinheit entspricht (bis auf einen Faktor β/c).

Das führt dann durch Integration der ersten Zeile von Gleichung (1.8) direkt zur Gleichung:

nil_abb_1.9

Hierin ist also E die Gesamtenergie des punktförmigen Massenkörpers, die sich aus Ruheenergie und kinetischer Energie zusammensetzt.

Die erste Zeile von Gleichung (1.8) entspricht dann einem kombinierten Energie- und Massenerhaltungssatz. Auch die beiden getrennten Erhaltungssätze für Energie und Masse müssen eben bei relativistischer Betrachtung zu einem kombinierten Satz zusammengefügt werden.

Meint
Euer Christoph

Ergänzung am 21. Februar 2015

Wie einige Kommentare gezeigt haben, war im vorigen Text der Schritt von Gl. (1.8) zur Gleichung (1.9) zu groß.

Diesen Schritt, der nur textuell beschrieben war, werden wir jetzt in kleinere Unterschritte zerlegen.

Erstens: Es wird behauptet, dass die linke Seite von Gl. (1.8) den Wert Null ergibt, wenn man das innere Produkt mit der Vierergeschwindigkeit w bildet.

Dabei muss vorausgeschickt werden, dass Professor Dirschmid in seinem Buch eine Näherung vornimmt, die zwar physikalisch einsichtig ist, aber keinem mathematisch exakten Formalismus entspricht.

Da das Ganze ja ohnehin nur eine Analogiebetrachtung ist und die Formel E=m.c^2 tatsächlich ein Naturgesetz darstellt, können wir akzeptieren, dass das innere Produkt mit w und die Differentiation nach der Zeit miteinander vertauscht werden.

Zu zeigen ist also die Gültigkeit folgender Gleichung:

nil_abb_1.10

Zuerst bilden wir das innere Produkt.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass das innere Produkt im vierdimensionalen Raum anders definiert ist als im dreidimensionalen euklidischen Raum:

nil_abb_1.11

Wenn wir nun Gl. (1.10) vereinfachen, dann sehen wir, dass wir einen konstanten Wert nach der Eigenzeit ableiten, was tatsächlich Null ergibt:

nil_abb_1.12

Zweitens: damit muss auch die rechte Seite von Gl. (1.8) den Wert Null ergeben (ungefähr), wenn man sie mit w multipliziert, also:

nil_abb_1.13

Weil die Summe über vi.Ki der momentan geleisteten mechanischen Arbeit im Inertialsystem entspricht und weil dem System in unserem Modell nur mechanische Energie zugeführt wird, gilt also:

nil_abb_1.14

F0 in die erste Zeile der Gleichung (1.8) eingesetzt ergibt dann:

nil_abb_1.15

Also E = m β c2 + const.