Erste Spuren des zehnten Büchleins

Februar 24, 2018

Da die ersten drei Kapitel schon so großes Interesse hervorgerufen haben, hier jetzt das vierte Kapitel.

Und da ich nicht mehr sicher bin, ob ich an den ersten Kapiteln nicht noch Änderungen vorgenommen habe, einfach alle viere.

Das ist aber nur der erste Hauch von diesem Büchlein. Da ist noch so viel zu sagen und zu schreiben.

Meint

Euer Christoph

Hier Kapitel ein eins bis vier:

Warum vom Leben

Nun habe ich neun „kleine religiöse Büchlein“ geschrieben und es wird Zeit, den Kreis zu schließen mit einem zehnten.

Manchem Leser waren einige der Büchlein zu wenig katholisch, überhaupt zu wenig religiös – vielleicht zu philosophisch.

Das ist schade, denn ich bin durchaus ein Katholik, wenngleich ich das „r“ in „r.-k.“ nicht so sehr als „römisch“ interpretiere, sondern eher als „richtig“.

Sozusagen „ortho-katholisch“ 🙂

Nun gut, aber lass mich Dir mich kurz vorstellen.

Ich bin Programmierer.

Als solcher bin ich gewohnt, dass Computer nicht immer das tun, was ich von ihnen will, sondern sie tun immer das, was ich ihnen auftrage – wenn nicht ein Fehler vorliegt, der tiefer sitzt.

Man muss sich bei einem Computer also sehr gut überlegen, was man ihm aufträgt, damit er dann das macht, was man wirklich will.

Bei Lebewesen ist das anders, den sie denken mit (meistens).

Insoferne agiert der liebe Gott gegenüber der Schöpfung nicht so sehr wie ein Programmierer, sondern eher wie ein Administrator.

Der Administrator, ein ewiges Thema philosophischer Kontemplation in der Computertechnik.

Aber warum beschäftigen wir uns mit dem Leben?

Eigentlich habe ich mir ja vorgenommen, im zehnten Büchlein dann eben über das gesamte Universum zu philosophieren, sozusagen, mein Weltbild darzulegen.

Ich hoffe, dass ich diesmal bereits einen größeren Überblick habe als im Jahr 2005, als ich die Zifferngeschichte geschrieben hatte.

Wenn man es sehr simpel betrachtet, dann hat das Leben im Universum eine Sonderstellung.

Wenn man alle Wesen und Dinge – also alle Objekte unserer Erkenntnis – in die Kategorien „Geist“ und „Materie“ einteilt, dann merkt man sehr schnell, dass es vier Kombinationsmöglichkeiten gibt:

  • alles, was Materie ist, also zum Beispiel, Steine, Himmelskörper und Betonklötze
  • alles, was Geist UND Materie ist, also zum Beispiel uns Lebewesen
  • alles, was NUR Geist ist. Hier werden wir diskutieren müssen, ob es so etwas überhaupt gibt
  • alles, was weder Geist noch Materie ist, also z.B. (das) Nichts

Die Lebewesen – das Leben – hat also eine Sonderstellung im Uni­ver­sum, weil es an der Schnittstelle zwischen Geist und Materie sitzt.

Trotzdem – zu diesem Schluss sind wir in den anderen Büchlein gekommen – sind alle vier Arten von Objekten ein Teil der Realität, denn (das ist jetzt aber eine Nullaussage):

Anything is real.

There is not anything that does not exist.

Beschäftigen wir uns also mit dem Universum, dem Leben und dem ganzen Rest. Das ist eine schöne Sisiphusarbeit.

Geist oder Materie, Real oder Virtuell

Gibt es den Weihnachtsmann?

Na ja, gute Frage. Das ist so ähnlich wie die Frage an Radio Eriwan: „Was ist der Unterschied zwischen der sowjetischen Gewerkschaft und Radio Eriwan?“

„Radio Eriwan existiert nicht offiziell, aber man spürt seine Auswirkungen“.

Wieviel ist schon anders gelaufen in der Welt, weil es eben die Ge­schich­ten vom Weihnachtsmann gibt. Weil wir – mindestens zur Weihnachtszeit – daran erinnert werden, dass es da gute Mächte gibt, Mächte der Liebe und der Kindlichkeit, die uns an die Notwendigkeit erinnern, dass wir als Menschen auch Spielzeug brauchen und nett zueinander sein sollen.

Also – weil er Auswirkungen hat – gibt es ihn doch „irgendwie“, den Weihnachtsmann. Er ist also real – „tatsächlich“ – existent.

Allerdings ist er eine „virtuelle Realität“, da er zwar in vielen vom Menschen gemachten Medien – Büchern, Filmen, Kalendern und ähnlichen Dingen – einen „mate­riellen Niederschlag“ gefunden hat, „an sich“ aber als Phä­no­men nichts Materielles ist.

Er lebt eben durch das und in dem Bewusstsein der Menschen.

Wir kommen dann dahinter: er ist

  • ein geistiges Phänomen, weil er „an sich“ nicht materiell ist
  • eine virtuelle Realität, weil er vom Menschen erfunden ist

Nehmen wir im Gegensatz ein Haus. Ein Haus hat meistens als Idee im Gehirn eines Architekten begonnen, existiert dann aber – nachdem es tatsächlich gebaut worden ist – auch als „an sich“ materielles Objekt.

Das Haus ist also

  • zuerst einmal „er“funden worden (was es mit dem Weihnachtsmann gemeinsam hat),
  • kann dann aber auch als „materielles Phänomen“ von anderen Menschen vor“ge“funden werden, da es „real“ existiert

Ein Stein

  • ist nun sicher ein „an sich“ materielles Phänomen.
  • Und er kann vor“ge“funden werden, ist also „real“.

Doch im Nachhinein, nachdem man den Stein „ge“funden hat, kann man ihn auch „er“finden, indem man über ihn nachdenkt und ihn „in das eigene Weltbild einbaut“. Man kann dann auch mit anderen Menschen über den Stein kommunizieren.

Wie ist es denn nun mit Lebewesen?

Von uns selbst wissen wir, dass wir Phantasie haben und Bewußtsein – leider viel zu wenig Selbstbewußtsein – und dass wir die Welt durch unseren Willen verändern können.

Wir sind also

  • ein „an sich“ geistig/materielles Phänomen

Aber was war zuerst? Sind wir zuerst „ge“funden worden oder sind wir zuerst „er“funden worden? Sind wir Kunst oder sind wir Natur? Erfindet sich nicht jeder Mensch immer wieder selbst?

Gute Fragen.

Und zuletzt: Sind alle rein geistigen Phänomene „er“funden worden? Ist das Nichts „er“funden worden? Oder kann man Gott „vor“finden, bevor man ihn „er“findet?

Hätten wir eine Idee von Gott, wenn unsere Eltern uns nicht von ihm erzählt hätten? Wäre er nicht das ewige „Ding ohne Namen“?

Das Menschliche am Menschen

Im ersten Kapitel ging es also um „Geist vs Materie“. Im zweiten Kapitel haben wir versucht die Begriffe „vor“finden und „er“finden mit den Begriffen der „realen Realität“ und der „virtuellen Realität“ zu verbinden.

Aber ist das Thema „virtuell“ vs „real“ nicht nur ein Aufguss des alten Themas „Kunst“ vs „Natur“? Kunst als Abbild der Natur? Kunst als Vorbild für die – vom Menschen gestaltete – Natur?

Kann man sagen, dass jedes Kunstwerk zuerst „er“funden wird, bevor es „ge“funden wird? Und ist es mit der Natur nicht genau umgekehrt? Werden natürliche Phänomene immer zuerst „ge“funden, bevor sie „er“funden, also in unser Weltbild eingebaut werden?

Und ist dieses geheimnisvolle „Ding ohne Namen“ nicht die „Natur an sich“, die schon existiert, bevor sie benannt wird?

Aus unserer Sicht ist das Universum eine vorgefundene Sache, die wir zu interpretieren versuchen.

Aber wenn es den Schöpfergott tatsächlich gibt, dann ist das Universum aus seiner Sicht ein perfekt gestaltetes Kunstwerk, das er seinen Kindern – uns – als Spielplatz geschenkt hat. Eine virtuelle Realität. Ein interaktiver 360° Spielfilm im Multiuser Modus.

Und wie man aus einem Spielfilm Rückschlüsse auf den Regisseur ziehen kann, so können wir auch aus dem Universum Rückschlüsse auf Gott ziehen, weil wir seine Spuren „vor“finden.

Was wir von unserem Vater – Gott – geerbt haben, ist übrigens diese geniale Fähigkeit, füreinander virtuelle Welten zu „er“finden.

Da stolpert ein Mensch über ein „Ding ohne Namen“. Und sofort beginnt er, darüber zu erzählen.

Vorerst werden ihn seine Mitmenschen für verrückt erklären, weil er nur stottern wird – das Ding ohne Namen hat noch keinen Platz in unserer Sprache – in unserer virtuellen Welt.

Aber schön langsam wird er diese „Findung“ dann „er“finden und „ins Leben holen“, also in unsere virtuelle Welt – die Sprache – einbauen.

Und irgendwann dann wird es Allgemeingut und „Stand der Technik“.

Meint

Euer Christoph

Von der Software und vom Geist

Was ist das eigentlich, eine Software?

Nun, es handelt sich bei einer Software um ein Muster auf einem Datenträger.

Dieses Muster kann von einem Datenträger auf einen anderen über­tragen – kopiert – werden.

Die Leichtigkeit dieses Kopiervorgangs ist es übrigens, die das Wesen der modernen Informationstechnologie ausmacht.

In offenen Systemen ist Software beliebig kopierbar, weswegen sie auch eigentlich keinen Wert hat. Man kann sie auch nicht effektiv vor dem Kopiertwerden schützen.

Das ist der Preis, den wir zahlen, wenn wir offene Systeme haben wollen – Software hat dann nur im Zusammenhang mit Hardware eine wirtschaftliche Bedeutung.

Na gut, aber was passiert nun mit dem Muster? Mit der Software? Ist die Software schon Geist?

Nun ja, in der Natur erkennen wir auch manchmal Muster. Und wir vermuten dahinter einen lenkenden Geist. Oder Geister. Das kann bis zum Verfol­gungs­wahn führen, oder zu anderen Wähnen, wenn man ein Gehirn hat, welches allzu sensibel auf Muster reagiert.

Aber hinter diesen Mustern steckt in den allermeisten Fällen kein lenkender Geist – außer dem göttlichen Geist, der sowieso in jeder kleinsten Lebensäußerung wirkt und dessen Äußerungen oft als „Vorsehung“ bezeichnet werden.

Das Gehirn jedoch, das diese Mustererkennung durchführt, ist dann aber doch von einem Geist bewohnt, der unser eigener ist.

Und so, wie jeder Mensch auf bestimmte Muster „besonders anfällig“ ist, so muss auch die Software auf bestimmte Computer „zugeschnitten“ sein, auf ihr „Betriebssystem“.

Manche Muster führen bei Muslimen zum „kollektiven Ausrasten“, andere Muster bringen Katholiken dazu, kollektiv Buße zu tun und wieder andere Muster führen zu fröhlichen Tänzen an Purim.

Die Realisierung der Software ergibt sich also erst dadurch, dass sie auf einem Computer ausgeführt wird.

Das Muster alleine würde ich also nicht als „Geist“ bezeichnen, dafür ist es mir zu „flüchtig“ und zu „unbestimmt“.

So, wie eine Metapher, die von einigen Menschen sehr gut verstanden wird – weil sie den „Code“ kennen – und von anderen Menschen nicht einmal ignoriert.

Der Mensch hingegen – und vielleicht sogar alle Lebewesen – hat ein Selbstbewußtsein. Und dieses Selbstbewußtsein würde ich als eine der wesentlichsten Eigenschaften von „geistbehafteten“ Wesen entdecken.

Weiters gibt es da den Wunsch nach Sinnhaftigkeit, der allen geistbehafteten Wesen zu eigen ist und nicht zu vergessen die Sehnsucht nach Liebe.

Soweit, so gut. Geist ist Geist, und Materie ist Materie.

Aber es gibt zwei Sonderfälle, über die wir uns noch keine Gedanken gemacht haben.

Ist Gott reiner Geist? Wie machen behaupten?

Ist das Nichts – falls es existiert (was schon eine lustige Fragestellung ist) – einen der beiden Kategorien zuzuordnen? Oder beiden? Oder allen Kombinationen?

Na gut, man kann die Hirnakrobatik auch übertreiben. Und so wollen wir es gut sein lassen.

Meint Euer Christoph


Das Menschliche am Menschen

Februar 23, 2018

Hier jetzt der Entwurf für das dritte Kapitel

Das Menschliche am Menschen

Im ersten Kapitel ging es also um „Geist vs Materie“. Im zweiten Kapitel haben wir versucht die Begriffe „vor“finden und „er“finden mit den Begriffen der „realen Realität“ und der „virtuellen Realität“ zu verbinden.

Aber ist das Thema „virtuell“ vs „real“ nicht nur ein Aufguss des alten Themas „Kunst“ vs „Natur“? Kunst als Abbild der Natur? Kunst als Vorbild für die – vom Menschen gestaltete – Natur?

Kann man sagen, dass jedes Kunstwerk zuerst „er“funden wird, bevor es „ge“funden wird? Und ist es mit der Natur nicht genau umgekehrt? Werden natürliche Phänomene immer zuerst „ge“funden, bevor sie „er“funden, also in unser Weltbild eingebaut werden?

Und ist dieses geheimnisvolle „Ding ohne Namen“ nicht die „Natur an sich“, die schon existiert, bevor sie benannt wird?

Aus unserer Sicht ist das Universum eine vorgefundene Sache, die wir zu interpretieren versuchen.

Aber wenn es den Schöpfergott tatsächlich gibt, dann ist das Universum aus seiner Sicht ein perfekt gestaltetes Kunstwerk, das er seinen Kindern – uns – als Spielplatz geschenkt hat. Eine virtuelle Realität. Ein interaktiver 360° Spielfilm im Multiuser Modus.

Und wie man aus einem Spielfilm Rückschlüsse auf den Regisseur ziehen kann, so können wir auch aus dem Universum Rückschlüsse auf Gott ziehen, weil wir seine Spuren „vor“finden.

Was wir von unserem Vater – Gott – geerbt haben, ist übrigens diese geniale Fähigkeit, füreinander virtuelle Welten zu „er“finden.

Da stolpert ein Mensch über ein „Ding ohne Namen“. Und sofort beginnt er, darüber zu erzählen.

Vorerst werden ihn seine Mitmenschen für verrückt erklären, weil er nur stottern wird – das Ding ohne Namen hat noch keinen Platz in unserer Sprache – in unserer virtuellen Welt.

Aber schön langsam wird er diese „Findung“ dann „er“finden und „ins Leben holen“, also in unsere virtuelle Welt – die Sprache – einbauen.

Und irgendwann dann wird es Allgemeingut und „Stand der Technik“.

Meint

Euer Christoph

 

 

Und die ersten beiden habe ich auch nochmal ein wenig abgeändert:

Warum vom Leben

Nun habe ich neun „kleine religiöse Büchlein“ geschrieben und es wird Zeit, den Kreis zu schließen mit einem zehnten.

Manchem Leser waren einige der Büchlein zu wenig katholisch, überhaupt zu wenig religiös – vielleicht zu philosophisch.

Das ist schade, denn ich bin durchaus ein Katholik, wenngleich ich das „r“ in „r.-k.“ nicht so sehr als „römisch“ interpretiere, sondern eher als „richtig“.

Sozusagen „ortho-katholisch“ 🙂

Nun gut, aber lass mich Dir mich kurz vorstellen.

Ich bin Programmierer.

Als solcher bin ich gewohnt, dass Computer nicht immer das tun, was ich von ihnen will, sondern sie tun immer das, was ich ihnen auftrage – wenn nicht ein Fehler vorliegt, der tiefer sitzt.

Man muss sich bei einem Computer also sehr gut überlegen, was man ihm aufträgt, damit er dann das macht, was man wirklich will.

Bei Lebewesen ist das anders, den sie denken mit (meistens).

Insoferne agiert der liebe Gott gegenüber der Schöpfung nicht so sehr wie ein Programmierer, sondern eher wie ein Administrator.

Der Administrator, ein ewiges Thema philosophischer Kontemplation in der Computertechnik.

Aber warum beschäftigen wir uns mit dem Leben?

Eigentlich habe ich mir ja vorgenommen, im zehnten Büchlein dann eben über das gesamte Universum zu philosophieren, sozusagen, mein Weltbild darzulegen.

Ich hoffe, dass ich diesmal bereits einen größeren Überblick habe als im Jahr 2005, als ich die Zifferngeschichte geschrieben hatte.

Wenn man es sehr simpel betrachtet, dann hat das Leben im Universum eine Sonderstellung.

Wenn man alle Wesen und Dinge – also alle Objekte unserer Erkenntnis – in die Kategorien „Geist“ und „Materie“ einteilt, dann merkt man sehr schnell, dass es vier Kombinationsmöglichkeiten gibt:

  • alles, was Materie ist, also zum Beispiel, Steine, Himmelskörper und Betonklötze
  • alles, was Geist UND Materie ist, also zum Beispiel uns Lebewesen
  • alles, was NUR Geist ist. Hier werden wir diskutieren müssen, ob es so etwas überhaupt gibt
  • alles, was weder Geist noch Materie ist, also z.B. (das) Nichts

Die Lebewesen – das Leben – hat also eine Sonderstellung im Uni­ver­sum, weil es an der Schnittstelle zwischen Geist und Materie sitzt.

Trotzdem – zu diesem Schluss sind wir in den anderen Büchlein gekommen – sind alle vier Arten von Objekten ein Teil der Realität, denn (das ist jetzt aber eine Nullaussage):

Anything is real.

There is not anything that does not exist.

Beschäftigen wir uns also mit dem Universum, dem Leben und dem ganzen Rest. Das ist eine schöne Sisiphusarbeit.

Geist oder Materie, Real oder Virtuell

Gibt es den Weihnachtsmann?

Na ja, gute Frage. Das ist so ähnlich wie die Frage an Radio Eriwan: „Was ist der Unterschied zwischen der sowjetischen Gewerkschaft und Radio Eriwan?“

„Radio Eriwan existiert nicht offiziell, aber man spürt seine Auswirkungen“.

Wieviel ist schon anders gelaufen in der Welt, weil es eben die Ge­schich­ten vom Weihnachtsmann gibt. Weil wir – mindestens zur Weihnachtszeit – daran erinnert werden, dass es da gute Mächte gibt, Mächte der Liebe und der Kindlichkeit, die uns an die Notwendigkeit erinnern, dass wir als Menschen auch Spielzeug brauchen und nett zueinander sein sollen.

Also – weil er Auswirkungen hat – gibt es ihn doch „irgendwie“, den Weihnachtsmann. Er ist also real – „tatsächlich“ – existent.

Allerdings ist er eine „virtuelle Realität“, da er zwar in vielen vom Menschen gemachten Medien – Büchern, Filmen, Kalendern und ähnlichen Dingen – einen „mate­riellen Niederschlag“ gefunden hat, „an sich“ aber als Phä­no­men nichts Materielles ist.

Er lebt eben durch das und in dem Bewusstsein der Menschen.

Das heisst, er ist

  • ein geistiges Phänomen, weil er „an sich“ nicht materiell ist
  • eine virtuelle Realität, weil er vom Menschen erfunden ist

Nehmen wir im Gegensatz ein Haus. Ein Haus hat meistens als Idee im Gehirn eines Architekten begonnen, existiert dann aber – nachdem es tatsächlich gebaut worden ist – auch als „an sich“ materielles Objekt.

Das Haus ist also

  • zuerst einmal „er“funden worden (was es mit dem Weihnachtsmann gemeinsam hat),
  • kann dann aber auch als „materielles Phänomen“ von anderen Menschen vor“ge“funden werden, da es „real“ existiert

Ein Stein

  • ist nun sicher ein „an sich“ materielles Phänomen.
  • Und er kann vor“ge“funden werden, ist also „real“.

Doch im Nachhinein, nachdem man den Stein „ge“funden hat, kann man ihn auch „er“finden, indem man über ihn nachdenkt und ihn „in das eigene Weltbild einbaut“. Man kann dann auch mit anderen Menschen über den Stein kommunizieren.

Wie ist es denn nun mit Lebewesen?

Von uns selbst wissen wir, dass wir Phantasie haben und Bewußtsein – leider viel zu wenig Selbstbewußtsein – und dass wir die Welt durch unseren Willen verändern können.

Wir sind also

  • ein „an sich“ geistig/materielles Phänomen

Aber was war zuerst? Sind wir zuerst „ge“funden worden oder sind wir zuerst „er“funden worden? Sind wir Kunst oder sind wir Natur? Erfindet sich nicht jeder Mensch immer wieder selbst?

Gute Fragen.

Und zuletzt: Sind alle rein geistigen Phänomene „er“funden worden? Ist das Nichts „er“funden worden? Oder kann man Gott „vor“finden, bevor man ihn „er“findet?

Hätten wir eine Idee von Gott, wenn unsere Eltern uns nicht von ihm erzählt hätten? Wäre er nicht das ewige „Ding ohne Namen“?


Vom Leben

Februar 5, 2018

Nach dem neunten religiösen Büchlein habe ich jetzt das Gefühl, ich sollte noch ein zehntes schreiben (alle findet man HIER).

Einige Ansätze habe ich ja schon publiziert.

So wie ich bis zum Jahre 2005 meine gesamte Weltsicht in der Zifferngeschichte niedergelegt hatte (die findet man immer noch HIER), so möchte ich jetzt wieder einen weiten Bogen spannen.

Die Gedanken hatte ich dann ja in der Erzählung „Das dritte Kind“ (das findet man immer noch HIER) auf die Technologie der 3D Graphik präzisiert, bin damit aber nicht fertig geworden.

Jetzt möchte ich wieder in einem größeren Zusammenhang meine gesamte Weltsicht klarlegen, weshalb ich den Titel „Vom Leben“ gewählt habe. Denn ich glaube, wir können mit Fug und Recht behaupten, dass das Leben zwar physikalisch im Universum eine Randerscheinung ist, dass es dem Universum aber erst den SINN gibt.

Denn obwohl alle Geschöpfe, von den Superstrings über die Galaxien, Solarsysteme, Sterne, Planeten, Monde, Steine, Felsen, Berge, Ozeane, Flüsse, Pflanzen und Tiere bis hin zum Menschen mit fug und recht als Kinder Gottes bezeichnet werden können – und somit unsere Geschwister sind – so sind es doch wir Lebewesen, und wahrscheinlich nur wir Menschen, die sich dieser Gotteskindschaft auch tatsächlich BEWUSST sind. Zumindest im Unterbewusstsein spukt er herum dieser Gott, der unser Vater ist, und wir können ihn uns auch bewusst machen.

Aber es hat nicht so viel Sinn, ÜBER Gott zu sprechen und zu schreiben, wir sollten viel eher MIT ihm reden – also beten – und seine SPUREN fasziniert lesen.

Also soll dieses Büchlein ein Buch über das Universum werden – so wie ich es sehe – aus meiner persönlichen Sicht.

Meint
Euer Christoph


Vom Leben

Januar 23, 2018

Manch einer behauptet, im Leben drehe sich alles um die Arterhaltung.

Mitnichten.

Im Leben geht es einzig und allein darum, dass wir geliebt werden möchten.

Aber wir suchen die Liebe an falschen Orten.

Wir gehen nicht die richtigen Wege, um die Liebe zu finden.

Und wir verwenden untaugliche Mittel, die uns die Liebe bringen sollen.

Wir können überhaupt niemanden absichtlich dazu bringen, uns zu lieben.

Sollen wir es also aufgeben?

Oder sollen wir Hilfe suchen?

Wer ist es, der die Liebe und das Leben erfunden hat?

Wer ist es, der das „User Manual“ für das Leben und die Liebe geschrieben hat?

Und gibt es nicht sehr viele Menschen, die sich anstrengen, das „User Manual“ tagtäglich zu ergänzen und zu verbessern?

Durch Sekundärliteratur.

Durch Vorbildwirkung.

Durch Solidarität.

Durch Vernunft.

Durch Gewissenhaftigkeit.

Letzten Endes, aber wirklich letzten Endes, auch durch Leistung.

Meint
Euer Christoph


So schließt sich der Kreis……

Dezember 9, 2017

Eigentlich habe ich ja im Jahr 2007 zu bloggen begonnen, weil ich die Idee DIGITS „unter die Leute bringen“ wollte.

Mir war damals – als ich noch bei der Firma S arbeitete – bereits bewusst, dass unsere Manager keine Trendsetter sind, sondern Trendfollower.

Wenn ich wollte, dass diese Erfindung einen direkten Einfluss auf meinen Arbeitsplatz hatte, dann musste ich also meinen Teil dazu beitragen, dass das Thema zu einem Trend wurde.

Und nun?

Nun mehren sich die Anzeichen, dass es tatsächlich zu einem Trend geworden ist – aber meine Chefitäten habe ich immer noch nicht überzeugt.

Was soll man da tun, ausser zu schweigen?

Meint
Euer Christoph


Vom Mehrwert des Christentums……

Dezember 1, 2017

Natürlich, wir sollen lieb und nett sein – Friede Freude Eierkuchen.

Keine ernstzunehmende Religion wird das bestreiten.

Aber ist das schon alles – Ethik?

Oder gibt’s da mehr zu diskutieren?

Einen genialen Beitrag habe ich auf kathtube gefunden:

http://www.kathtube.com/player.php?id=44315

Meint
EUer Christoph


Commandment of the 21st Century

November 28, 2017

Thou shalt not motivate me.

Thou shalt help me!


Schmetterlingskinder

Oktober 27, 2017

Es gibt „physische“ Schmetterlingskinder, über deren Krankheit wird immer wieder berichtet, davon will ich jetzt auch gar nicht so sehr schreiben.

Die haben eh ihre Beschützer.

Aber ist Euch schon einmal aufgefallen, dass es auch „psychische“ Schmetterlingskinder gibt?

Ich meine die psychischen Effekte, die auftreten, wenn jemand „eine dünne Haut“ hat.

Also: alle Ereignisse nimmt man sich wahnsinnig zu Herzen.

Man hat dauernd das Gefühl, sich an einem Bifurkationspunkt zu befinden und alles – wirklich alles – hängt davon ab, ob und wie ich mit dem Flügel schlage.

Wenn ich auch nur ein falsches Wort sage, wird mich das System ausspucken, mein Mann wird mich im Stich lassen und ich stehe allein da.

Wenn ich auch nur einen Fehler mache, werde ich meinen Job verlieren und nie mehr wieder arbeiten können.

Wenn ich mein Projekt falsch anlege, wird der dritte Weltkrieg ausbrechen.

Und schließlich: Wenn ich auch nur den kleinsten Fehler mache, dann werden sie mich umbringen.

Hmmmmmmm, jetzt kommt der Moment der Vernunft – die intellektuelle Niederkunft – ich werd‘ ja sowieso sterben.

Ahso.

Alles klar.

Ruhe kehrt ein.

Wenn uns der liebe Gott auf den letzten Metern zum Grab noch jeden Tag eine kleine Challenge schenkt – damit uns nicht gar so fad ist – dann ist das schon sehr viel.

Meint

Euer Christoph


Die Bibelstelle, die Mohammed offensichtlich nicht kannte (sonst hätte er sich anders benommen)

September 30, 2017

1 Kor 13,1 Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
1 Kor 13,2 Und wenn ich prophetisch reden könnte / und alle Geheimnisse wüsste / und alle Erkenntnis hätte; / wenn ich alle Glaubenskraft besäße / und Berge damit versetzen könnte, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich nichts.
1 Kor 13,3 Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte / und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, / hätte aber die Liebe nicht, / nützte es mir nichts.
1 Kor 13,4 Die Liebe ist langmütig, / die Liebe ist gütig. / Sie ereifert sich nicht, / sie prahlt nicht, / sie bläht sich nicht auf.
1 Kor 13,5 Sie handelt nicht ungehörig, / sucht nicht ihren Vorteil, / lässt sich nicht zum Zorn reizen, / trägt das Böse nicht nach.
1 Kor 13,6 Sie freut sich nicht über das Unrecht, / sondern freut sich an der Wahrheit.
1 Kor 13,7 Sie erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hält allem stand.
1 Kor 13,8 Die Liebe hört niemals auf. / Prophetisches Reden hat ein Ende, / Zungenrede verstummt, / Erkenntnis vergeht.
1 Kor 13,9 Denn Stückwerk ist unser Erkennen, / Stückwerk unser prophetisches Reden;
1 Kor 13,10 wenn aber das Vollendete kommt, / vergeht alles Stückwerk.
1 Kor 13,11 Als ich ein Kind war, / redete ich wie ein Kind, / dachte wie ein Kind / und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, / legte ich ab, was Kind an mir war.
1 Kor 13,12 Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
1 Kor 13,13 Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; / doch am größten unter ihnen ist die Liebe.


Liebt Gott eigentlich den Teufel?

September 18, 2017

Seltsame Frage.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott eines seiner Geschöpfe NICHT liebte.

Und die Geschöpfe Gottes sind soooo großartig, dass selbst der Verwirrer seinen Zweck erfüllt.

Ich würde sogar so weit gehen, dass ich behaupte ohne Teufel funktioniert das Universum nicht.

Trotz all des Leidens, das wir wegen seiner Verführungskünste in die Welt gebracht haben.

Allerdings ist das mit der Liebe ja so eine Sache, ob man sie auch annimmt – oder ob man sie zurückweist.

Und was dementsprechend zwischen dem Teufel und seinem Schöpfer läuft – das geht mich jetzt wirklich nichts an.

Meint
Euer Christoph