Warum Straßen die Wirtschaft ankurbeln oder ……

September 5, 2012

……warum es nicht gut ist, wenn jeder alles selber macht.

Liebe Leser, wenn einmal einer von Euch auf der Drehbuchseite vorbeigeschaut hat, dann könnte es sein, dass ihm bewusst geworden ist, dass sich die Erzählung „Das dritte Kind“ (die ich großspurig als „Trilogie“ bezeichne) erst im Entstehen befindet.

Insbesondere verfolge ich im dritten Teil der „Trilogie“ das Ziel, die Ideen von DIGITS („Distributed Internet Geographic Information Transmission Service“) in einer ansprechenden Form unter die Leute zu bringen.

Dabei fungiert der eine der beiden Helden – Conrad Peter – als Metapher für die Idee einer Multiuser-Szene (z.B. manifestiert im Server Produkt „BS Collaborate“ (TM)).

Der andere Held, um den es ja eigentlich geht, ist Otto, der die Idee der Übertragung und Kombination von geographischen 3D-Daten über und durch das Internet verkörpert.

Diese Idee ist rudimentär bereits im Produkt „Google Earth“ (TM) erkennbar, könnte aber durch Produkte wie zum Beispiel einen „BS Geo Grid Server“ (TM) weitere Impulse erhalten.

Aber was ist es denn jetzt, dieses „Wesen von DIGITS“?

Nun gut, nehmen wir an, wir wollen ein 3D Game bauen, z.B. einen Flugsimulator, dann brauchen wir Geodaten für die Landschaft.

Die kann man sich mehr oder weniger einfach beschaffen und dann in das Spiel einbauen.

Die Daten sind aber, wenn sie einmal in das Spiel eingebaut sind, nur für dieses verwendbar und können nicht etwa für eine geographische Suchmaschine wiederverwendet werden.

Jedes Spiel, jede „App“ hat also ihre eigenen Daten. Das sieht dann so aus wie in der folgenden Abbildung:


























Das entspricht in etwa dem Zustand der ländlichen Gebiete, bevor der Handel erfunden worden ist.

Jeder Bauernhof hatte seine eigenen Felder, sein eigenes Vieh und seine sonstigen Ressourcen. Ein einzelner Mensch hatte da keine großen Chancen, einen Bauernhof „auf die Beine zu stellen“, wer Besitz hatte, mußte diesen verteidigen und die Besitzlosen waren viele.

Irgendwann hat man dann begonnen, Straßen und Wege zu bauen, die von jedem benutzt werden konnten. Natürlich war ein gewisses Maß an Standardisierung nötig, zumindest gewisse Mindestbreiten mussten die Straßen ja aufweisen.

Dadurch konnte man auch „fremde“ Ressourcen nutzen (z.B. mieten), und man begann, Handel zu treiben.

Im Endeffekt hatte man dann ein Straßennetz, das im Idealfall jeder Einzelbürger gleichberechtigt benützen konnte.

Für unsere Apps heißt das, dass sie ihre 3D-Daten von verschiedensten Anbietern beziehen und nutzen können, ein Anbieterwechsel ist dann keine große Sache mehr und die Fixkosten werden auf viele Benutzer aufgeteilt.














Einzige Frage ist dann noch, wer den Datenpool betreiben soll und wer die Standards für die Interfaces festlegt.

Da es sich dabei eindeutig um Infrastruktur handelt, ist hier sicherlich der Staat gefordert, steuernd und schützend einzugreifen.

Meint
Euer Christoph

P.S.:
DIGITS findet man übrigens hübsch versteckt im Sourcecode des SIMUL-RR Projektes, es ist aber öffentlich zugänglich und somit nicht mehr patentierbar 🙂
https://simulrr.svn.sourceforge.net/svnroot/simulrr/concepts/src/Digits/


Leben ohne Netz

Mai 3, 2012

Ich stell‘ mir manchmal vor, wie das wäre ohne Netze zu leben.

Zum Beispiel ohne Telefonnetz.

Da würde einerseits eine ganze Menge Sicherheit verlorengehen. Ich könnte nicht mehr „im Falle des Falles“ den Notruf 112 wählen, nein, ich müßte die meisten Probleme selbst bewältigen.

Vom Überfall durch eine Jugendbande bis hin zum Beinbruch wegen einer ungeschickten Gehbewegung.

Andererseits hätte ich mehr Freiheit. Niemand könnte mit Hilfe des Handies ausspionieren, wo ich mich zur Zeit befinde. Niemand könnte meine Gespräche belauschen und niemand würde Listen darüber führen, wann ich mit wem gesprochen habe.

So sieht man, daß dieses Netz zwei Komponenten hat. Es fängt mich auf und es fängt mich ein.

Und hat nicht jedes Netz in irgendeiner Form diese beiden Aspekte des Auffangens und des Einfangens?

Das Netz der Familie?
Das soziale Netz meiner Freunde?
Das virtuelle soziale Netz meiner Facebook Freunde?
Das Internet?
Das Netz meiner Glaubensgenossen?
Das Netz meines Arbeitgebers und das soziale Netz des Staates?

Ich mein ja nur

meint
Euer Christoph


Ursache und Wirkung

April 17, 2012

Eine kleine Fingerübung im „Argumentieren ohne Zweck“. Habe mir heute überlegt, „was ist eigentlich früher erfunden worden, das Schwert oder das Schild“.

Welches der beiden ist die „Ursache“ und welches ist die „Wirkung“?

Ein Philosoph, der an die Intelligenz des Menschen und dessen planvolles Vorgehen glaubt, könnte zum Beispiel folgenderweise argumentieren:

„In einem klugen Kopf kristallisierte sich die Vorstellung eines Schwertes und er begann, Versuche mit der Herstellung von Schwertern zu machen“.
„Als sich zeigte, welch treffliche Waffe das war, machte er seinem König den Vorschlag, solch Ausrüstung auch tatsächlich zu benützen“.
„Doch der König fragte: ‚Was ist denn nun, wenn im Kampf solch ein Schwert dem Gegner zueigen wird und er beginnt, diese Waffe nachzubauen?'“.
„Und so erfand der junge Mann auch das Schild und machte Versuche damit. Schließlich, als beides zur Einsatzreife gelangte, rüstete der König seine Armee damit tatsächlich aus, zuerst mit Schildern, dann mit Schwertern.“

Ein Biogenetiker würde sagen:

„Nun gut, die ersten Schwerter – nennen wir sie Schwert v0.1 und Schwert v0.2 – wurden sofort benutzt. Die Könige, die sich am meisten Schwerter leisten konnten, siegten, und zum Schluß waren nur mehr zwei Könige übrig. Um den Personaleinsatz effizienter zu gestalten (um weniger Soldaten sterben zu lassen), wurde dann das Schild erfunden“

Nur Gedanken, nur Gedanken

meint
Euer Christoph


Frohe Ostern…

April 7, 2012

…allen regelmäßigen und unregelmäßigen
…kleinen und großen
…dicken und dünnen
…bekannten und unbekannten

Lesern dieses Blogs.

Habe diese Wünsche unter „Frühling“ (Ostern feiert den Neubeginn des Lebens) und „Freiheit“ (Ostern gedenkt des Todes des alten sündhaften Menschen) einsortiert.

Weitere Anregungen willkommen.

Lg
Euer Christoph


Sieben Thesen zur Effizienz

März 17, 2012

Habe ich doch letzthin wo gelesen:

Wenn die Menschheit wirklich effizient lebte,…

  • …wären 95% der Menschen arbeitslos
  • …hätte man nur 7 Unternehmen (eines fuer jede OSI Schicht)
  • …hätte man nur eine politische Partei weltweit
  • …würde man zu allem, was nicht verboten ist, gezwungen
  • …würde sich der Mensch an die Wirtschaft anpassen nicht umgekehrt
  • …würden Menschen nur in gemäßigten Breiten existieren
  • …würde man aus Effizienzgruenden das Leben auslassen und gleich sterben

Und ist es nicht wirklich so, dass die beiden Werte „Freiheit“ und „Effizienz“ ein Gegensatzpaar darstellen?

Und dass wir einmal mehr in die eine Richtung tendieren und dann wieder in die andere?

Meint und fragt sich
Euer Christoph