Ursache und Wirkung

Eine kleine Fingerübung im „Argumentieren ohne Zweck“. Habe mir heute überlegt, „was ist eigentlich früher erfunden worden, das Schwert oder das Schild“.

Welches der beiden ist die „Ursache“ und welches ist die „Wirkung“?

Ein Philosoph, der an die Intelligenz des Menschen und dessen planvolles Vorgehen glaubt, könnte zum Beispiel folgenderweise argumentieren:

„In einem klugen Kopf kristallisierte sich die Vorstellung eines Schwertes und er begann, Versuche mit der Herstellung von Schwertern zu machen“.
„Als sich zeigte, welch treffliche Waffe das war, machte er seinem König den Vorschlag, solch Ausrüstung auch tatsächlich zu benützen“.
„Doch der König fragte: ‚Was ist denn nun, wenn im Kampf solch ein Schwert dem Gegner zueigen wird und er beginnt, diese Waffe nachzubauen?'“.
„Und so erfand der junge Mann auch das Schild und machte Versuche damit. Schließlich, als beides zur Einsatzreife gelangte, rüstete der König seine Armee damit tatsächlich aus, zuerst mit Schildern, dann mit Schwertern.“

Ein Biogenetiker würde sagen:

„Nun gut, die ersten Schwerter – nennen wir sie Schwert v0.1 und Schwert v0.2 – wurden sofort benutzt. Die Könige, die sich am meisten Schwerter leisten konnten, siegten, und zum Schluß waren nur mehr zwei Könige übrig. Um den Personaleinsatz effizienter zu gestalten (um weniger Soldaten sterben zu lassen), wurde dann das Schild erfunden“

Nur Gedanken, nur Gedanken

meint
Euer Christoph

4 Responses to Ursache und Wirkung

  1. PinkPanther sagt:

    „Argumentieren ohne Zweck“ – eine nette Umschreibung für Hirnw…sen, muss ich mir merken 🙂

    Und wer sagt, dass eines die Ursache des anderen sein muss? VIelleicht stehen diese Dinge gar nicht in einem Kausalzusammenhang oder wie das Beispiel zeigt, ist der Kausalzusammenhang vielleicht erst eine Konstruktion des Betrachters – und damit beide Erklärungen möglich und gleich richtig oder falsch, aber vielleicht eine zweckmäßiger als die andere in Bezug auf eine bestimmte Absicht?

    Vielleicht trägt auch das eine zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des anderen bei, und zwar wechselseitig, sodass keines mehr ohne das andere auskommt? Quasi eine zirkulare Kausalität. Oder aber es gibt einen dritten oder gar mehrere andere Gründe, aus dem heraus Schwert und Schild entstanden sind.

    Schade, dass sich unser Denken so gerne auf lineare Modelle beschränkt, wo wir doch auch mehr zu denken fähig sind, würde ich meinen.

    Ohh, Ahh, das war nun zumindest ein kleiner Höhepunkt meiner selbstbezüglichen Hirnaktivitäten ;-).

  2. Yeti sagt:

    😉
    Also, wenn dieser Artikel dazu führt, dass sich hier die Leute geistig „einen r***er*olen“, dann müßte man ihn wohl als „Philographie“ einstufen (Mischung zwischen Philosophie und P*rn*gr**hie).

    meint
    Christoph 😉

  3. Kardinal Novize Igor sagt:

    Hm. Dem sollte man vielleicht die Frage hinzufügen: Was wird zuletzt sein?

    …Da sitzt dann ein Eremit oben am Leopoldsberg, am Lagerfeuer. Er brat sich gerade sein Brot. Er schaut hinunter, dort, wo vor Jahren die Schlacht getobt hat. Schilde und Schwerter, liegen dort, alles durcheinander, und dazwischen die Knochen der Kämpfer….

    Dazu nun die Fragen:
    War der Eremit immer schon dort am Leopoldsberg, und hat er, vor Jahren, die Schlacht da unten beobachtet, als Unbeteiligter?

    Oder war der Eremit seinrzeit selber ein Kämpfer, und hat sich, als einer der Überlebenden, dann auf seinen Berg zurückgezogen?

    Vermutlich hat der Eremit dort oben gar keine Fragen mehr, die stellen nur wir uns, da unten…..

    LG KNI

  4. Yeti sagt:

    Schööön………..

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