Ich gebe es auf

Mai 27, 2013

Zuallererst die Frage: Was meine ich mit „aufgeben“?

„Aufgeben“ im Sinne von engl. „to abandon“ oder „aufgeben“ im Sinne von engl. „to hand in“?

Nun gut, diese Frage möchte ich bewußt offenlassen.

Aber was ist „es“?

„Es“ ist in erster Linie eine Reihe von Ideen, die alle im Laufe der Zeit entstanden sind, und die alle mehr oder weniger veröffentlicht worden sind (jeweils auf einem meiner 5 Blogs oder in einem meiner beiden Sourceforge Projekte).

Warum ich diese Ideen alle veröffentlicht habe und nicht für mich behalte, liegt letzten Endes daran, dass ich für mich persönlich keine Chance gesehen habe, damit Geld zu verdienen, dass mein jeweiliger Arbeitgeber daran nicht interessiert war, und dass ich dann letzten Endes aus einem schlechten Gewissen gegenüber der Menschheit mir immer die Arbeit angetan habe, es zu veröffentlichen.

Ein gewisser Exhibitionismus mag auch dazu beigetragen haben.

Und die Tatsache, dass eine Veröffentlichung letzten Endes der einzige Beweis dafür ist, dass ich diese Idee gehabt habe (als erster oder nicht, ist hier nebensächlich).

Das meiste davon ist nicht neu, aber es ergibt in Summe einen ganz schönen Überblick darüber, was dabei zwangsläufig herauskommen muß, wenn sich ein Mensch aus der Sparte Telekom in seiner Freizeit mit den Möglichkeiten von 3D-Graphik beschäftigt, insbesondere mit Web3D Technologien, insbesondere mit dem Netzwerksensor-Interface.

A) Der persönliche Urknall

Noch bevor ich wußte, was Google Earth ist, war da eine „Inspiration“, die im Wesentlichen auf dasselbe hinausläuft.

Bloß, dass ich von Anfang an von einer verteilten Datenbank geträumt habe, die Server in aller Welt (und von verschiedenen Eigentümern) durch ein Internetprotokoll miteinander verbindet und 3D-Szenen aufgrund eines primary Key zusammensetzt, den ich als „VRA“ (Virtual Roaming Area) bezeichnet habe – ein geschlossenes oder offenes Polygon.

Ich habe das als DIGITS bezeichnet („Distributed Internet Geographic Information Transmission Service“).

Ich nehme an, zur Entwicklung dieser Sache hat man meine Ideen nicht gebraucht, dennoch habe ich sie sicherheitshalber als Unterverzeichnis im Source Code meines ersten Open Source Projektes veröffentlicht: http://simulrr.sourceforge.net

B) Eisenbahn-Simulation

Kann man Web3D verwenden um Eisenbahnen zu simulieren?

Natürlich!

Es gab auch bereits einige nette Beispiele im Web, dennoch fehlte mir noch der Multiuser-Mode.

Ich fragte auf der X3D-public Mailing Liste, ob es hier bereits standardisierte Lösungen für den Multiuser-Mode gab.

Ja, sagte man mir, einerseits gab es da die DIS Komponente (Distributed Interactive Simulation), die bereits fertig standardisiert war – jedoch nur von einem Web3D Browser unterstützt -, andererseits gab es den Netzwerksensor, welcher ein sehr viel generelleres Interface darstellte, aber es gab immerhin zwei Web3D Browser, mit denen man Versuche anstellen konnte.

Ich entschied mich für den Netzwerksensor, obwohl natürlich die Verwendung eines generellen Interfaces für komplizierte Anwendungen (also z.B. für eine Eisenbahn-Simulation) prinzipiell höhere Aufwände bedeutet.

Im Gegenzug war man nicht von einem einzigen Browserhersteller abhängig (theoretisch, zumindest) und man konnte die Funktion des Interfaces auf die eigenen Wünsche „hinbiegen“.

Diese Idee verfolgte ich auf dem Blog http://simulrr.wordpress.com
und im Sourceforge Projekt http://simulrr.sourceforge.net

C) Simple Multiuser Szenen

Idee B) führte dazu, dass ich begann, einen Satz von X3D Prototypen experimentell zu entwickeln. Ich bezeichnete diese Prototypen als „SRR Framework“, wobei der Begriff „Framework“ eher das bezeichnete, was einmal daraus werden sollte, als das, was es tatsächlich schon war.

Da das „SRR Framework“ mittlerweile recht komplex geworden war, beschloss ich, es in einen Basisanteil (das sogenannte „base module“) und spezifische Anteile (sogenannte „extension modules“) zu zerlegen. So könnte der Basisanteil für beliebige „Simple Multiuser Online Scenes“ (SMUOS) und die spezifischen Anteile für verschiedene Anwendungen (Eisenbahnsimulation, Autosimulation, Flugzeugsimulation, Bürozusammenarbeit (Collaboration), etc.) verwendet werden.

Aufgrund mehrerer Ursachen bildete sich daraus

D) Die Idee SMUOS/C3P

Das „Base Module“ des „SRR Frameworks“ läßt sich bereits jetzt für einfache Multiuser-Szenen benützen, hat aber aus Sicht eines Mitarbeiters der Telekom Branche den entscheidenden Nachteil, dass für die Kommunikation mit dem Collaboration Server ein proprietäres Protokoll verwendet wird.

Dieses Protokoll sollte man also definieren.

Weiters wäre es im Sinne einer Standardisierung sinnvoll, das „Base Module“ des „SRR Frameworks“ „tieferzulegen“, also eine X3D Komponente zu definieren, welche im Wesentlichen die API bietet, die im SRR Framework experimentell entwickelt worden ist.

Diese Idee SMUOS/C3P beschreibe ich auf dem Blog http://smuos.wordpress.com
und im (ungestarteten) Sourceforge Projekt http://smuos.sourceforge.net

Ein weiterer Aspekt – der auf eine Mail auf der X3D-public zurückgeht und von dort „inspiriert“ war – ist die Idee, die „Wirklichkeit“ als (N+1)-te Szeneninstanz in die Multiuser-Session einzubinden.

Diese Idee ist in einem Paper zusammengefasst, welches ich am 1.März 2011 veröffentlicht und zuletzt am 18.Jänner 2012 geändert habe. Dieses Paper findet sich unter anderem hier: http://smuos.wordpress.com/2011/03/01/smuos-and-the-ietf/.

So, das war „es“.

Jetzt liegt es an Dir, lieber Leser, zu entscheiden, ob ich mit „aufgeben“ „to abandon“ gemeint habe, oder „to hand in“.

Oder, ein bisschen direkter formuliert, sozusagen mit den Worten der letzten Hornbach-Werbung: „Und jetzt Du.“

Meint
Euer Christoph


Harmonie und Chaos

Mai 26, 2013

Wenn ich bedenke, dass die wichtigsten Periodendauern, die für uns Menschen existieren, nämlich

  • Umlauf der Erde um die Sonne
  • Umlauf des Mondes um die Erde
  • Rotation der Erde

also aus unserer Sicht

  • Jahr
  • Monat
  • Tag

eben nicht in einem ganzzahligen Verhältnis zueinander stehen, und wenn ich bedenke, welch atemberaubende Kopfstände die Kalendermacher aller Zeiten vollbringen mußten, um hier ein wenig Sytem in das Wirrwarr zu bringen,

dann frage ich mich wirklich, wo sie sein soll, diese viel besungene Harmonie des Weltalls.

…aus der manche Menschen die Existenz eines Gottes ableiten wollen (siehe zum Beispiel payoli als Kommentator zu diesem Blog: https://letztersein.wordpress.com/2013/05/12/gott-ist-die-liebe-und-die-angst-ist-der-teufel/).

Nein, wenn es einen Beweis für Gott gibt, dann liegt er einzig und allein im Menschen selber.

Meint
Euer Christoph


War 9/11 ein Notruf?

Mai 18, 2013

Klingt wie eine Verschwörungstheorie, isses auch.

Aber ist es nicht ein seltsamer Zufall, dass „911“ die Amerikanische Notrufnummer ist, so wie „112“ die Europäische ist?

Wer hat da um Hilfe gerufen?

Wen hat er um Hilfe gerufen?

Geht es mal wieder um den „wahren Gegner“? (siehe die Erzählung „Das dritte Kind“)

Weitere Mails von der X3D-public zu diesem Thema:

Mutmaßt
Euer Christoph


Gott ist die Liebe und die Angst ist der Teufel…

Mai 12, 2013

Im Film „Contact“ (1997) nimmt eine außerirdische Zivilisation Kontakt mit den Menschen auf. Es ist eine einzige Person, die dazu ausersehen wird, mit ihnen zu sprechen.

Die außerirdische Person äußert unter anderem folgenden Satz (leider habe ich das deutschsprachige Zitat nicht gefunden): […]„You’re an interesting species. An interesting mix. You’re capable of such beautiful dreams, and such horrible nightmares. You feel so lost, so cut off, so alone, only you’re not. See, in all our searching, the only thing we’ve found that makes the emptiness bearable, is each other.[…]

Was ist, wenn Religion also tatsächlich nichts anderes ist, als eine Strategie, die wir selbst entwickelt haben, um mit den überbordenden Phantasien unseres Großhirnes einfach nur irgendwie zu Rande zu kommen, und dabei ein menschenwürdiges soziales Leben zu führen?

„Gott ist die Liebe“ ist ein Zitat aus der Bibel, welches eher verschämt im Johannesbrief nur am Rande erwähnt wird.

Aber eigentlich ist es die zentrale Botschaft des Christentums.

Ist also Gott nur eine allegorische Figur, um die Phänomene der Liebe zu beschreiben?

Und der Teufel eine allegorische Figur, um die katastrophalen Auswirkungen der Angst und der Ängste?

Oder gibt es den „realen“ Schöpfergott „real“? Also „wirklich“? Was ist Wirklichkeit? Was ist Phantasie?

Wie man mit diesen Fragen umgeht, das ist tatsächlich Glaubenssache, und es läßt sich nicht naturwissenschaftlich „beweisen“, ob jetzt einer „recht“ hat oder der andere.

Meint
Euer Christoph


Phantasievoller Ostereier-Wettbewerb zum „Dritten Kind“

Mai 10, 2013

OK, das muß ich jetzt erklären.

Also, „Das dritte Kind“ ist eine kleine Erzählung (bzw. eine Trilogie), die in der Version 1.0 seit Ostern 2013 verfügbar ist: Siehe die Drehbuchseite.

Im „Dritten Kind“ sind nun einige „Ostereier“ versteckt.

Zum Beispiel ist die Hauptfigur Otto eine Allegorie für geographische 3D-Infrastruktur im Internet (also z.B. Google Earth und seine Nachfolger).

Oder der Bigamist Walter kann als „Österreich im kalten Krieg“ aufgefasst werden.

Oder…….

Ja, und genau jetzt möchte ich einen Wettbewerb ausschreiben: wer neue „Ostereier“ „entdeckt“ bzw. „erfindet“, bekommt als Belohnung „viele viele Smileys“ hier auf diesem Blog.

Viel Spaß
Euer Christoph


Glückliche Menschen kommen immer zu spät

Mai 3, 2013

Sind wir nicht auf der Flucht?

Auf der Flucht vor der Sinnfrage?
Auf der Flucht vor dem Versagen?
Auf der Flucht vor der Bedeutungslosigkeit?
Auf der Flucht vor uns selbst?

Jeden Freitag endlose Kolonnen von Autos, alle auf der Flucht.

Unzufriedene Menschen müssen immer woanders hin.
Sie müssen die Dinge verändern.
Sie müssen immer „als erste“ wo sein.
Sie können die Gegenwart nicht akzeptieren.
Sie leben für die Zukunft.

Oder sie resignieren.
Dann leben sie in der Vergangenheit.

Glückliche Menschen können verharren.
Sie sind einfach.
Sie können genießen.
Sie können schauen.

Ja ja, die Gegenwart.

Meint
Euer Christoph


Metaphernwelten

April 26, 2013

Wenn ich über mein Hobby, die virtuelle Eisenbahn, berichte, dann verwende ich gerne Metaphern.

Ich weiß, daß ich manche Leute vor den Kopf stoße, wenn ich „ihre“ Metaphernwelten „verwende“ („mißbrauche“), um „meine“ egozentrischen technischen Ideen „an den Mann zu bringen“.

Dennoch verwende ich diese Metaphernwelten, um

  1. mich auch für den Laien verständlich auszudrücken
  2. selber durch Assoziation weitere Schlußfolgerungen und somit neue Ideen zu gewinnen
  3. weil mich diese Methode fasziniert

So habe ich im Februar 2011 die Metapher vom „Henne-und-Ei-Problem“ verwendet, um die Motivation für das Projekt zu beschreiben. Diese E-Mail ging an die X3D-public Mailing Liste, welche veröffentlicht wird, und so könnte eigentlich jeder hier wissen, warum ich mein Hobby durchführe.

Diskussionen, ob man mit Hobbies Geld verdienen und berufliche Ziele verfolgen dürfe, würden sich dann erübrigen, und es wäre klar, was meine Meinung zu diesem Thema ist.

Für alle, die nicht regelmäßig die X3D-public lesen (obwohl ich mir kaum vorstellen kann, dass es so jemanden gibt 🙂 ), hier nocheinmal die E-Mail:
http://www.web3d.org/pipermail/x3d-public_web3d.org/2011-February/001427.html

Hier die Kopie:

Thanks for all the information.
Thank you for the warm words
and thank you very much for the review.

You asked me for thoughts.

Well, I think it’s not the time to discuss technical details now, but I
would like to ask for your opinion about my following impression.

I think, it is a kind of „chicken and egg“ problem, given the egg is the
elaborated network sensor concept and given the chicken is the interest
from the telecom industry. Do you agree?

I hope, my sourceforge project could be „something in between chicken and
egg“, let’s see, at least the internal „Developers“ forum of the project
could be used as forum for stakeholders of this topic.

Have fun
Christoph

Ebenfalls zu Beginn 2011 die christliche Metapher vom „Weizenkorn, das in die Erde fällt und stirbt, um reiche Frucht zu bringen“.

Mit 20. April 2013 startet SrrTrains offiziell die „Überwinterungsphase“ (http://simulrr.wordpress.com/2013/04/20/srrtrains-project-now-hibernating/),
man könnte sagen, es ist „gestorben“ und wartet auf die „Auferstehung“.

Dazu muss aber zuerst das „Fleisch von SrrTrains“, also das Base Module, begraben werden. Noch sind wir auf der Suche nach einem „Josef von Arimathäa“, der sein Grab hergibt für SMUOS/C3P.

Eine weitere Möglichkeit, metaphernhaft über dieses Hobby zu sprechen, ist eine Möglichkeit, die ich seit dem Jahr 2000 benutze, nämlich ein Vergleich mit „Star Wars“. Dort geht es um Anakin Skywalker, seine Mutation zu Darth Vader und seine beiden Kinder Luke und Leia. Da die Idee SMUOS/C3P sich in zwei unterschiedliche Teile „SMUOS/C3P“ und „Mixed Reality Group Call“ trennen läßt, liegt es nahe, die Metapher der getrennten Zwillinge anzuwenden.

All das natürlich nur, um Menschen, die von Informatik keine Ahnung haben, meine Intentionen näherzubringen, und um selber weiterzuassoziieren und neue Aspekte der Thematik ans Tageslicht zu bringen.

Ich will jetzt übrigens nicht diskutieren, ob das Christentum nur eine Ansammlung von Metaphern ist, oder ob da mehr dahintersteckt, aber ich neige zu der Behauptung, dass im Christentum auch Metaphern versteckt sind, die uns bei der Entwicklung von Programmen und Systemen wertvolle Hinweise geben.

Technik ist überall.

Meint
Euer Christoph


Hilfe, ich bin suboptimal

April 24, 2013

Während man dieses Wort durchaus als zweideutig einstufen kann – denn in der ursprünglichen wissenschaftlichen Bedeutung meint es fast perfekt bzw. nicht ganz perfekt, in der ironischen Bedeutung meint es schlichtweg miserabel – , so kann man andererseits über einen gewissen Optimierungswahn nur den Kopf schütteln.

Da gibt es Menschen, die suchen „den richtigen Weg“ – so als ob es für sie genau einen richtigen Weg gäbe, und jede Abweichung käme einer Todsünde gleich.

Wie oft verbringen wir Stunden, Tage, Jahre, um die richtige Entscheidung zu treffen, und fühlen uns unglücklich, solange die Entscheidung eben nicht gefallen ist.

Dabei müßten wir unserem Herzen nur einen Ruck geben, und einen Schritt in die richtige Richtung gehen.

Und kaum ist man den einen Schritt gegangen, tun sich neue Horizonte auf und alles ist ganz anders.

  1. Meliorisierung statt Optimierung
  2. Wer das Ziel kennt, kennt auch den nächsten Schritt
  3. Viele Wege führen nach Rom
  4. Eine falsche Entscheidung ist besser als gar keine Entscheidung

Meint
Euer Christoph


Bleibe bei uns, wenn es Abend wird……

April 15, 2013

Diesmal haben wir eine ziemlich schwierige Stelle des Vater Unser auf unserer TO DO – Liste.

Es ist dies die Stelle:

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Kann Gott, der doch will, dass wir Gutes tun, uns wirklich in Versuchung führen?

Würde der liebe Vater, den wir in der ersten Zeile des Vater Unser ansprechen, es übers Herz bringen, seine geliebten Kinder in Versuchung zu führen und sie dadurch zum Bösen zu verleiten?

Vielfach ist versucht worden, das damit zu erklären, dass Gott uns prüfen möchte, dass er durch solche Prüfung unser Herz auf die Probe stellt, bevor er sich ganz für uns entscheidet.

Aber solche Erklärungen sind nicht befriedigend, insbesondere, da wir ja glauben, dass Gott ohnehin in unser Herz schauen kann und eh weiss, wie wir ticken.

Wann wird denn der Mensch besonders stark in Versuchung geführt?

Es ist dies immer dann der Fall, wenn er in besonders lieblosen Verhältnissen oder in besonders lieblosen Zeiten lebt.

Es ist eine Binsenweisheit, dass Kinder am ehesten dann in Gefahr sind, auf die schiefe Bahn zu geraten, wenn die Eltern keine Liebe für sie übrig haben.

Oder dass die Menschen dann die schlimmsten Verbrechen begehen, wenn der Geist des Stärkeren weht (z.B. im dritten Reich war es ja verbriefte Philosophie, dass der Herrenmensch den Untermenschen vernichten darf – mit gutem Gewissen).

Wir stoßen also auf die Lieblosigkeit der Verhältnisse als die primäre Ursache, die die Menschen in Versuchung führt, Schlechtes zu tun.

Und weil wir ja wissen, dass Gott die Liebe ist, heißt diese Stelle im Vater Unser nicht mehr und nicht weniger als:

Lass uns nicht alleine.

Also, was bleibt uns zu tun? Gott (die Liebe) nicht durch unsere Lieblosigkeit aus der Welt zu vertreiben.

Meint
Euer Christoph


Laßt die Mauern einstürzen!

April 9, 2013

Der folgende Satz aus dem Vater unser hängt eigentlich eng mit dem Satz zusammen, den wir beim letzten Mal meditiert haben (Unser tägliches Brot gib‘ uns heute):

Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Denn so wie man die Bitte um das tägliche Brot auch als eine Bitte um das Nicht-Fallen-Gelassen-Werden auffassen kann, so kann man die Bitte um Schuldvergebung auch so interpretieren, dass alles Trennende, alles, was uns voreinander fliehen läßt, möglichst vernichtet werden soll.

Wenn wir also einander eingestehen, dass wir fehlerhaft sind, dass wir immer wieder weitergehen müssen auf diesem Weg der Selbstheiligung und Weltheiligung, dass wir noch nicht am Ziel angelangt sind, dann wird auch ein immer größeres Vertrauen wachsen.

Ein Vertrauen von Dir zu mir, von uns zueinander und ein Vertrauen Gott gegenüber, der uns sicher nicht fallen läßt.

Meint
Euer Christoph