Berechenbare Menschheit……

April 11, 2014

Ich hab’s jetzt ja schon angekündigt.

Obwohl ich nicht gerade der große Experte auf diesem Gebiet bin, möchte ich mir Gedanken über die Quantentheorie machen.

Zuallererst: ich habe da einen guten Blog gefunden, wo eigentlich eh schon alles erklärt ist: http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2010/10/21/die-schrodingergleichung-teil-i-die-gleichung/.

Meine Herangehensweise kommt eher aus der Beschäftigung mit der Relativitätstheorie, wie ich hier erklärt habe: https://letztersein.wordpress.com/2014/04/06/raum-und-zeit-und-materie/.

Was ist es eigentlich, was wir in der Schule als Allererstes über die Quantentheorie lernen? Genau: Materie kann sich verhalten, als wären es Teilchen, sie kann sich aber auch verhalten, als wären es Wellen. Ein schönes Beispiel ist „die Welle“ im Stadion, die auch aus einzelnen Individuen (Menschen) besteht.

Unser Physiklehrer hat das so gesagt: Meine Damen und Herren, sie sitzen hier im Hörsaal als „Ensemble“ von Menschen. Dass dieses „Ensemble“ in fünf Minuten den Hörsaal verlassen hat, kann ich mit Sicherheit vorhersagen, ob aber nicht der eine oder andere sitzenbleibt und noch im Skriptum schmökert, das entzieht sich meiner Vorhersage.

So ist es auch mit der Weltpolitik. Man kann aufgrund der derzeitigen Lage (soziale Probleme, die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer, Machthaber brauchen „äußere Feinde“ und „Eroberungsfeldzüge“, um dem Volk „Erfolge“ präsentieren zu können, Stealth-Technologie ist entschärft, was die konventionellen Waffen wieder wichtiger macht, unbemannter Nachfolger der B-2 ist noch in weiter Ferne, …….) messerscharf schließen, dass ein Krieg ins Haus steht, aber ob ich oder Du bei diesem Krieg sterben werde/wirst, lässt sich nicht hundertprozentig voraussagen.

So ist es auch mit der Quantentheorie.

Meint
Euer Christoph


Der Neid ist eine starke Triebkraft……

April 8, 2014

……deswegen muss es auch immer zwei Sith Lords geben in der Erzählung vom Krieg der Sterne.

Meint
Euer Christoph


Aquatischer Aeronaut

März 9, 2014

Treffen sich zwei alte Freunde.
Fragt der eine: „Wie geht’s Dir so?“
„Danke, ich bin jetzt aquatischer Aeronaut“
„Aquatischer was…?“
„Aquatischer Aeronaut; ich halt mich mit Luftgeschäfte über Wasser“


Ein paar Gedanken……

Januar 22, 2014

……zur Netzneutralität.

Über dieses Thema ist ja wahrlich schon viel geschrieben worden, und eigentlich sollte es überflüssig sein, darüber noch etwas zu sagen.

Die ersten Router waren ja vollkommen damit ausgelastet, die IP Datengramme einfach nur weiterzuleiten, ohne sich weiter um deren Inhalt zu kümmern. „Best effort service“ hat man das genannt, weil ja der Aufwand für eine neutrale Weiterleitung der Daten ohne jede Einflußnahme tatsächlich insgesamt(!) am geringsten ist.

Mittlerweile ist man in der Lage, auf Kosten des Gesamtaufwands, zum Beispiel mit „Deep Packet Inspection“ und vielen anderen Möglichkeiten, den Verkehr zu analysieren, bevor man ihn weiterleitet, die Dienstgüte für einzelne Nutzer zu reduzieren, damit man die Dienstgüte für andere Nutzer (die mehr bezahlen), erhöhen kann, usw.

Weiters ist man in der Lage, aufgrund von Herkunft und Ziel der Datenströme, und aufgrund des Inhalts, diese beliebig zu drosseln oder zu bevorzugen.

Wie gesagt, das sind technische Möglichkeiten, und es ist eine politische Frage, ob diese Möglichkeiten auch tatsächlich angewendet werden (dürfen).

Zum Beispiel erzählt man, dass T-Mobile die Nutzung von Skype in seinem Netz unterbindet.

Ein Argument dafür ist zum Beispiel, dass man mit Hilfe solcher Techniken mehr Geld lukrieren kann, um den zukünftigen Ausbau der Netze sicherzustellen.

Ein Gegenargument ist, dass die Menschen (und mit ihnen die Wirtschaft), die „Lust am Internet“ verlieren könnten.

Weiters kommt man mit der unterschiedlichen Behandlung von Datenströmen gefährlich nahe an das heran, was man früher als Zensur bezeichnet hat (wird ja zum Beispiel von China so gehandhabt).

Wie gesagt, nur ein paar Gedanken, Kommentare willkommen.

Lg
Christoph


Der Esel, die Karotte und die Weltwirtschaft

August 5, 2013

Oder, wie man es auch noch sagen könnte
– Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wie lange läßt sich der Esel durch die aufgeknüpfte Karotte motivieren?

Entweder, bis er nicht mehr kann (burn-out), oder bis er das Spiel begreift und einen Plan B ins Auge fasst.

Eigentlich bräuchte er nur ein bisschen(!) mehr gutes(!) Futter, aber das gibt man ihm nicht, solange, bis er darum kämpft(!).

Ein kämpfender Esel ist hingegen gerne gesehen (das heißt nicht, dass er viel arbeitet, es heißt nur, dass er kämpft).

Solange, bis die Weltwirtschaft am burn-out zugrunde geht, oder solange, bis alle kämpfen und niemand mehr die Arbeit macht (was letzten Endes zwar sehr lange gut gehen kann aber dennoch am Schluß in den Abgrund führt).

Dabei wäre es so einfach: gerechter Lohn für gerechte Arbeit

Punctum

Meint
Euer Christoph


Ich gebe es auf

Mai 27, 2013

Zuallererst die Frage: Was meine ich mit „aufgeben“?

„Aufgeben“ im Sinne von engl. „to abandon“ oder „aufgeben“ im Sinne von engl. „to hand in“?

Nun gut, diese Frage möchte ich bewußt offenlassen.

Aber was ist „es“?

„Es“ ist in erster Linie eine Reihe von Ideen, die alle im Laufe der Zeit entstanden sind, und die alle mehr oder weniger veröffentlicht worden sind (jeweils auf einem meiner 5 Blogs oder in einem meiner beiden Sourceforge Projekte).

Warum ich diese Ideen alle veröffentlicht habe und nicht für mich behalte, liegt letzten Endes daran, dass ich für mich persönlich keine Chance gesehen habe, damit Geld zu verdienen, dass mein jeweiliger Arbeitgeber daran nicht interessiert war, und dass ich dann letzten Endes aus einem schlechten Gewissen gegenüber der Menschheit mir immer die Arbeit angetan habe, es zu veröffentlichen.

Ein gewisser Exhibitionismus mag auch dazu beigetragen haben.

Und die Tatsache, dass eine Veröffentlichung letzten Endes der einzige Beweis dafür ist, dass ich diese Idee gehabt habe (als erster oder nicht, ist hier nebensächlich).

Das meiste davon ist nicht neu, aber es ergibt in Summe einen ganz schönen Überblick darüber, was dabei zwangsläufig herauskommen muß, wenn sich ein Mensch aus der Sparte Telekom in seiner Freizeit mit den Möglichkeiten von 3D-Graphik beschäftigt, insbesondere mit Web3D Technologien, insbesondere mit dem Netzwerksensor-Interface.

A) Der persönliche Urknall

Noch bevor ich wußte, was Google Earth ist, war da eine „Inspiration“, die im Wesentlichen auf dasselbe hinausläuft.

Bloß, dass ich von Anfang an von einer verteilten Datenbank geträumt habe, die Server in aller Welt (und von verschiedenen Eigentümern) durch ein Internetprotokoll miteinander verbindet und 3D-Szenen aufgrund eines primary Key zusammensetzt, den ich als „VRA“ (Virtual Roaming Area) bezeichnet habe – ein geschlossenes oder offenes Polygon.

Ich habe das als DIGITS bezeichnet („Distributed Internet Geographic Information Transmission Service“).

Ich nehme an, zur Entwicklung dieser Sache hat man meine Ideen nicht gebraucht, dennoch habe ich sie sicherheitshalber als Unterverzeichnis im Source Code meines ersten Open Source Projektes veröffentlicht: http://simulrr.sourceforge.net

B) Eisenbahn-Simulation

Kann man Web3D verwenden um Eisenbahnen zu simulieren?

Natürlich!

Es gab auch bereits einige nette Beispiele im Web, dennoch fehlte mir noch der Multiuser-Mode.

Ich fragte auf der X3D-public Mailing Liste, ob es hier bereits standardisierte Lösungen für den Multiuser-Mode gab.

Ja, sagte man mir, einerseits gab es da die DIS Komponente (Distributed Interactive Simulation), die bereits fertig standardisiert war – jedoch nur von einem Web3D Browser unterstützt -, andererseits gab es den Netzwerksensor, welcher ein sehr viel generelleres Interface darstellte, aber es gab immerhin zwei Web3D Browser, mit denen man Versuche anstellen konnte.

Ich entschied mich für den Netzwerksensor, obwohl natürlich die Verwendung eines generellen Interfaces für komplizierte Anwendungen (also z.B. für eine Eisenbahn-Simulation) prinzipiell höhere Aufwände bedeutet.

Im Gegenzug war man nicht von einem einzigen Browserhersteller abhängig (theoretisch, zumindest) und man konnte die Funktion des Interfaces auf die eigenen Wünsche „hinbiegen“.

Diese Idee verfolgte ich auf dem Blog http://simulrr.wordpress.com
und im Sourceforge Projekt http://simulrr.sourceforge.net

C) Simple Multiuser Szenen

Idee B) führte dazu, dass ich begann, einen Satz von X3D Prototypen experimentell zu entwickeln. Ich bezeichnete diese Prototypen als „SRR Framework“, wobei der Begriff „Framework“ eher das bezeichnete, was einmal daraus werden sollte, als das, was es tatsächlich schon war.

Da das „SRR Framework“ mittlerweile recht komplex geworden war, beschloss ich, es in einen Basisanteil (das sogenannte „base module“) und spezifische Anteile (sogenannte „extension modules“) zu zerlegen. So könnte der Basisanteil für beliebige „Simple Multiuser Online Scenes“ (SMUOS) und die spezifischen Anteile für verschiedene Anwendungen (Eisenbahnsimulation, Autosimulation, Flugzeugsimulation, Bürozusammenarbeit (Collaboration), etc.) verwendet werden.

Aufgrund mehrerer Ursachen bildete sich daraus

D) Die Idee SMUOS/C3P

Das „Base Module“ des „SRR Frameworks“ läßt sich bereits jetzt für einfache Multiuser-Szenen benützen, hat aber aus Sicht eines Mitarbeiters der Telekom Branche den entscheidenden Nachteil, dass für die Kommunikation mit dem Collaboration Server ein proprietäres Protokoll verwendet wird.

Dieses Protokoll sollte man also definieren.

Weiters wäre es im Sinne einer Standardisierung sinnvoll, das „Base Module“ des „SRR Frameworks“ „tieferzulegen“, also eine X3D Komponente zu definieren, welche im Wesentlichen die API bietet, die im SRR Framework experimentell entwickelt worden ist.

Diese Idee SMUOS/C3P beschreibe ich auf dem Blog http://smuos.wordpress.com
und im (ungestarteten) Sourceforge Projekt http://smuos.sourceforge.net

Ein weiterer Aspekt – der auf eine Mail auf der X3D-public zurückgeht und von dort „inspiriert“ war – ist die Idee, die „Wirklichkeit“ als (N+1)-te Szeneninstanz in die Multiuser-Session einzubinden.

Diese Idee ist in einem Paper zusammengefasst, welches ich am 1.März 2011 veröffentlicht und zuletzt am 18.Jänner 2012 geändert habe. Dieses Paper findet sich unter anderem hier: http://smuos.wordpress.com/2011/03/01/smuos-and-the-ietf/.

So, das war „es“.

Jetzt liegt es an Dir, lieber Leser, zu entscheiden, ob ich mit „aufgeben“ „to abandon“ gemeint habe, oder „to hand in“.

Oder, ein bisschen direkter formuliert, sozusagen mit den Worten der letzten Hornbach-Werbung: „Und jetzt Du.“

Meint
Euer Christoph


Glückliche Menschen kommen immer zu spät

Mai 3, 2013

Sind wir nicht auf der Flucht?

Auf der Flucht vor der Sinnfrage?
Auf der Flucht vor dem Versagen?
Auf der Flucht vor der Bedeutungslosigkeit?
Auf der Flucht vor uns selbst?

Jeden Freitag endlose Kolonnen von Autos, alle auf der Flucht.

Unzufriedene Menschen müssen immer woanders hin.
Sie müssen die Dinge verändern.
Sie müssen immer „als erste“ wo sein.
Sie können die Gegenwart nicht akzeptieren.
Sie leben für die Zukunft.

Oder sie resignieren.
Dann leben sie in der Vergangenheit.

Glückliche Menschen können verharren.
Sie sind einfach.
Sie können genießen.
Sie können schauen.

Ja ja, die Gegenwart.

Meint
Euer Christoph


Hilfe, ich bin suboptimal

April 24, 2013

Während man dieses Wort durchaus als zweideutig einstufen kann – denn in der ursprünglichen wissenschaftlichen Bedeutung meint es fast perfekt bzw. nicht ganz perfekt, in der ironischen Bedeutung meint es schlichtweg miserabel – , so kann man andererseits über einen gewissen Optimierungswahn nur den Kopf schütteln.

Da gibt es Menschen, die suchen „den richtigen Weg“ – so als ob es für sie genau einen richtigen Weg gäbe, und jede Abweichung käme einer Todsünde gleich.

Wie oft verbringen wir Stunden, Tage, Jahre, um die richtige Entscheidung zu treffen, und fühlen uns unglücklich, solange die Entscheidung eben nicht gefallen ist.

Dabei müßten wir unserem Herzen nur einen Ruck geben, und einen Schritt in die richtige Richtung gehen.

Und kaum ist man den einen Schritt gegangen, tun sich neue Horizonte auf und alles ist ganz anders.

  1. Meliorisierung statt Optimierung
  2. Wer das Ziel kennt, kennt auch den nächsten Schritt
  3. Viele Wege führen nach Rom
  4. Eine falsche Entscheidung ist besser als gar keine Entscheidung

Meint
Euer Christoph


Reagierst Du auf Adrenalin allergisch….

Januar 15, 2013

….oder würdest Du Dich eher als Adrenalin-Junkie bezeichnen?

Beim Begriff Adrenalin-Junkie denkt man unwillkürlich an Spitzen- und Extremsportler, die ja teilweise irrwitzige Risken auf sich nehmen. Und man kann das nicht nur durch Geld erklären, warum jemand derartiges tut.

Man denkt natürlich auch an Wirtschaftsbosse, die u.U. ganze Unternehmensgruppen in den Abgrund reiten und immer dem Motto „no risk no fun“ folgen.

Andererseits, wenn man auf Adrenalin allzu allergisch reagiert – und ich meine hier nicht eine gewisse vernünftige Distanz zum Adrenalin, sondern eine Hochstilisierung des Adrenalinspiegels zum Gott-sei-bei-uns -, dann kommt man leicht in das Fahrwasser jener Leute,

  • die absolut rein gar nichts mehr riskieren, in der absoluten Sicherheit erstarren
  • die keinen unbefangenen Schritt nach vorne tun können („durchs Stolpern lernen wir das Gehen“)
  • bei denen heute alles so sein muss wie gestern
  • die aufgehört haben auch nur irgendwas dazu zu lernen
  • und letzten Endes

  • als Tote unter uns leben.

Irgendwie denkt man an die ungelösten Fragen der Menschheit

  1. Warum ist am Ende des Geldes noch soviel Monat übrig?
  2. Warum ist am Ende der Motivation noch soviel Leben übrig?

Meint
mit einem leicht depressiven, jedoch verschmitzten Schmunzeln

Euer Christoph


Sie holen sich’s über die Qualität

Dezember 2, 2012

Wir haben jetzt Digital-TV. Ergebnis: manchmal ruckelt das Bild. Das hätt’s früher im Analog-TV nicht gegeben.

Ich habe jetzt einen Windows 7 Laptop. Irgendwie kopiert mein alter Windows XP PC eine 140 MB-Datei schneller vom USB Stick auf die Festplatte als der neue 7er.

Man könnte diese Liste an Beispielen beliebig fortsetzen.

Überall begegnet es uns: die Qualität der Produkte nimmt ab.

Die Preise steigen.

Die Reichen werden reicher.

Die Armen werden ärmer.

Und dann wundert sich noch irgendjemand, dass die Kommunisten in Graz 20% bekommen haben?

Meint ja nur
Euer Christoph