Nur weil man auf den ersten Metern vorne liegt…

April 22, 2016

…heisst das noch lange nicht, dass man das Rennen gewonnen hat.

Meint

Euer Christoph


Vom Sinn des Lebens

April 16, 2016

17. Der Betriebspsychologe

In einem anderen Haus, bei einer anderen Familie, machte sich ein weiterer Mitarbeiter auf den Weg in eine ganz andere Firma.

Der Betriebspsychologe verabschiedete sich von seiner Frau: „Ich gehe wieder in den Steinbruch. Tschühüß!. Lauter Verrückte, die mich brauchen.“

Er nannte seine Firma bewußt „den Steinbruch“, denn er war der Meinung, daß in den modernen Schottergruben und Kieswerken näherungsweise unendlich viele Menschen schufteten, die seiner Hilfe bedurften.

Der einzige Zweck ihres Lebens wäre, unter Einsatz ihres gesamten kreativen Potentials daran zu arbeiten, den Aktionären einen geruhsamen Lebensabend zu bescheren.

Ja, das waren die offiziellen Ziele jedes Unternehmens: Geld zu produzieren, Geld zu produzieren und Geld zu produzieren.

Diese Wahrheit ein wenig zuzudecken, sodaß man sie ertragen konnte, das wäre sein Job gewesen, dachte der Betriebspsychologe.

Aber er war ein Mann mit Humor und vielleicht konnte er ja gemeinsam mit seinen Klienten eine bessere Welt ans Tageslicht befördern als jene, die er soeben gedacht hatte. Vielleicht war ja in Wirklichkeit alles ganz anders.

Vielleicht gab es da Wahrheiten, die sympathischer waren, optimistischer und motivierender.

„Nimm’s nicht wieder zu leicht!“, rief ihm seine Frau nach.

Er rief zurück: „Nein, nein, keine Angst.“ und dachte sich: „Aber hat nicht der Viktor Frankl gesagt, daß es die Aufgabe eines jeden einzelnen ist, den Sinn in seinem Leben zu suchen? Ich kann halt den Leuten auch nicht irgendeinen Sinn auf’s Aug’ drücken, ich kann nur dabei helfen, Stück für Stück die verborgenen Schätze der Seele ans Tageslicht zu befördern.“


Sind wir alle nur Versuchskaninchen, …

Januar 23, 2016

… um neue Technologien fürs Militär „truppentauglich“ zu machen?

Hmmmmmmm, könnte sein.

Aber ich hoffe, daß es irgendwo dort draußen optimistischere Lebenskonzepte gibt.

Meint
Euer Christoph


Des Selbstbewußtsein is a Hund

Januar 23, 2016

es geht und kummt.

So oder so ähnlich hat das mal ein Liedermacher besungen.

Und tatsächlich ist ein gesundes Selbstbewußtsein der Dreh- und Angelpunkt unserer psychischen Gesundheit.

Aber wann bin ich seelisch gesund? Wann habe ich eine „starke Seele“?

Wenn ich Angst vor Strafe habe? Nein, wohl eher nicht!

Wenn ich einer Belohnung nachlaufe? Nein, wohl eher nicht!

Wenn ich weiß was ich will? Das schon eher!

Wenn ich weiß, wer ich bin? Das schon eher!

Wenn ich mich geliebt fühle? Ja, das ist es!

Wenn ich dem Vater nicht egal bin.

Wenn mich die Mutter nicht im Stich läßt.

Wenn ich innen Rückzugsbereiche habe.

Wenn ich außen Erfolgserlebnisse habe.

Wenn ich in mir selbst ruhe.

Wenn ich bin.

Meint
Euer Christoph


Das Herz und das Gesetz

Januar 6, 2016

In der Diskussion um die islam(ist)ischen Kindergärten in Wien gab es eine Wortmeldung, die mich gelinde gesagt erstaunt hat.

Man hatte sich echauffiert, dass in diesen Kindergärten gelehrt werde, das göttliche Gesetz stehe über dem staatlichen Gesetz.

Aber ist es nicht genau das, was uns auch unser katholischer Religionslehrer beigebracht hat?

Ich bin verwirrt, denn ich will nicht glauben, dass mein Religionslehrer ein Revoluzzer war, der gegen das Establishment gekämpft hat (nein, hat er definitiv nicht).

Vielleicht hilft es, wenn wir uneingenommen einige Fragen stellen, um den Dunst etwas zu lichten.

Geht es einfach um einen Machtkampf zwischen Staat und Kirche bzw. zwischen den verschiedenen Religionen?

Was ist dieses „göttliche Gesetz“ eigentlich? Gibt es Richter, die nach göttlichem Gesetz über uns zu Gericht sitzen? Wer formuliert dieses „göttliche Gesetz“, gibt es ein gesetzgebendes Gremium für göttliche Gesetze?

Richtungweisend ist für mich eine Stelle in der Bibel, in der Gott uns zusagt, dass er dieses „göttliche Gesetz“ „in unsere Herzen schreibt“ (Jer 31, 33).

Also erkennen wir das göttliche Gesetz mit dem Herzen.

Mithin ist wohl eine Sache gemeint, die wir allgemein als „Gewissen“ bezeichnen.

Wenn ich gegen mein Gewissen handle, dann handle ich gegen das „göttliche Gesetz“, welches mir ins Herz geschrieben ist.

Und so kann man auch einen Widerstand gegen unmenschliche Regime argumentieren.

Denn wenn das staatliche Gesetz das höchste Gesetz wäre, dann wäre zum Beispiel der Widerstand gegen den Nationalsozialismus unmoralisch gewesen. Gesetztes Gesetz wäre immer das Höchste.

Und damit sind wir wohl bei der ultima ratio:

Handle stets nach Deinem Gewissen (göttliches Gesetz) und
bilde Dein Gewissen nach den zehn Geboten (kirchliches Gesetz, nicht so hoch).

Das staatliche Gesetz sollte die zehn Gebote derart ausarbeiten, dass sie in einem konkreten Gemeinschaftswesen anwendbar werden, sollte aber niemals den zehn Geboten widersprechen. Im Falle eines Widerspruchs hätten die zehn Gebote Vorrang und darüber hinaus hat das persönliche Gewissen absoluten Vorrang.

Meint
Euer Christoph


G’schichtln drucken – Werte schaffen

Dezember 26, 2015

Wo sind sie denn, die sogenannten „Europäischen Werte“?

Ist das nicht nur ein Schlagwort, …

  • das von Unternehmern propagiert wird, weil sie hoffen, mit Werten ihre Angestellten motivieren zu können, ohne dass es Geld kostet?
  • das von Politikern propagiert wird, weil sie sich die Mühe der Gesetzgebung ersparen wollen?
  • das von der Kirche propagiert wird, weil sie sich die Mühe des Vorbild-Seins ersparen möchte?

Na gut, aber fernab vom Zynismus müssen wir uns überlegen, wie kommen denn Werte zustande?

Sind es nicht die einprägsamen G’schichtln, die von Lehrern und Eltern gedruckt werden, und die in unseren Seelen einen Eindruck hinterlassen?

Empfangen wir die Werte nicht viel mehr auf der Gefühlsebene als auf der Vernunftsebene?

Auch auf Facebook folgen wir doch unserem Gefühl, wenn wir einen Artikel liken, sehr selten folgen wir vernünftigen Überlegungen.

Und ist Angst nicht auch ein Gefühl?

Ein Gefühl, das „auf die dunkle Seite führt“?

Die Weihnachtsgeschichte soll uns die Angst nehmen, sie soll uns zeigen, dass Gott mit uns ist.

Ein erster Schritt zur Vernunft, der auch über das Gefühl führt.

Meint
Euer Christoph


Abgesang (und Neuanfang)

Dezember 14, 2015

Es ist tatsächlich passiert.

Wir haben einander wirklich gegenseitig in die Wüste geschickt.

Traurig.

Pause.

Aber ist die Wüste nicht der Ort der Läuterung und der Klärung.

Kam das Volk nicht durch die Wüste ins gelobte Land?

Stark müssen wir jetzt sein.

Aber es schwebt der Geschmack von Zukunft in der Luft.

Meint
Euer Christoph


Der Weltfrieden und so

Dezember 8, 2015

Manchmal sieht man auf Facebook Postings der Art „Ich bin für den Weltfrieden, wenn Du auch dafür bist, dann teile dieses Posting“.

Na gut, lieb, da hat jemand seine Meinung gesagt.

Aber letzten Endes ist es Tinnef, weil eine Meinung hat noch nie die Welt verändert.

Taten sind es, die die Welt verändern.

Eine Ausnahme gibt es schon. Wenn eine Führungspersönlichkeit eine Meinung äußert, dann wird diese Meinung tatsächlich die Welt verändern, denn die Anhänger dieser Führungspersönlichkeit werden die Meinung in die Tat umsetzen.

Aber bilden wir uns wirklich ein, Führungspersönlichkeiten zu sein?

So dass irgendjemand einen Wert auf unsere Meinung legt?

Im „Kleinen religiösen Büchlein Nummer vier“, im „Echo der Seele“ habe ich versucht klarzumachen, dass es nur das Echo unserer eigenen Seele ist, das uns aus dem Universum entgegenschreit, solange, bis wir auf unsere eigene Seele hören und beginnen, Taten zu setzen.

Global denken, lokal handeln.

Meint
Euer Christoph


Neues Blog „Area #A“

November 28, 2015

Auf meinem neuen Blog „Area #A“ habe ich jetzt seit einiger Zeit wieder einen neuen Artikel veröffentlicht:

http://areasharpa.wordpress.com/2015/11/28/der-grosvater-der-nie-existiert-hat/

Meint
Euer Christoph


Kritisches Denken und Geborgenheit

November 15, 2015

Kritisches Denken kann nur in einer Atmosphäre der Geborgenheit entstehen.

Nur, wenn ich keine Angst haben muss, dass eine kritische Frage mich aus dem System hinauskatapultiert, nur wenn ich keine Angst haben muss, dass meine Fragen das System zum Bersten bringen,

nur dann kann ich wirkliche Fragen stellen.

„Papi, hast Du die Mami wirklich lieb?“

„Papi, wirst Du einmal sterben?“

„Mami, warum tust Du das alles?“

In einem stabilen System kann kritisches Denken entstehen.

Aber in einem System der Angst kann keine kritische Reflexion entstehen.

Wenn wir es nach dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi immer noch nicht wissen, dass der Papi uns lieb hat, dann sind wir wahrhaft der Hölle verfallen.

Aber vielleicht wissen wir es ja, wir wollen es nur nicht glauben.

Und deshalb führen wir andauernd Gott in Versuchung, um zu sehen, dass er uns seine Liebe beweist.

Wir führen uns auf wie die letzten Berserker, nur um zu sehen, ob Gott „eh alles wieder zum Guten führen“ kann.

Aber er beweist uns seine Liebe, indem er schweigt und indem er es UNS überläßt, Gott weiss, dass lieben loslassen heisst.

Wenn wir geradewegs in die Hölle marschieren WOLLEN, dann LÄSST er uns.

Dabei könnten wir die Geborgenheit des Christentums nützen, um so sinnvolle Dinge wie die Aufklärung hervorzubringen, denn die Aufklärung war NUR auf der Basis des Christentums möglich.

Inwiefern andere Religionen das kritische Denken zulassen, weiss ich nicht.

Mal sehn.

Meint
Euer Christoph