Im Nachhinein wird vieles klarer

Juli 3, 2013

Ich hab’s ja schon in der „Zifferngeschichte“ angedeutet, und zwar doppelt.

Einmal in der Einleitung:


  • Haben Sie, verehrter Leser, schon einmal überlegt, wie überflüssig die Ziffern auf dem Zifferblatt so mancher Analoguhr sind? Solange die Uhr gerade hängt oder steht oder solange man einen anderen Bezugspunkt hat (z.B. das Uhrband und die Krone oder die Kette, an der eine Taschenuhr hängt), um herauszufinden, welcher der zwölf Striche dem Mittag entspricht, solange wird man immer in der Lage sein, den zwölf Markierungen die richtige Uhrzeit zuzuordnen. Mit anderen Worten: Die Ziffern kann man wohl nur begreifen, wenn man sich mit dem Begriff der Redundanz (überflüssige Information) auseinandersetzt.
    Außerdem rühren wir wieder an der uralten Frage, ob ein Bezugssystem nötig ist oder nicht.

Zum zweiten Mal im Fragment „Ziffernphilosophie“:


  • Gegenstand: „Und welche Ziffern sind es, die an der Pendeluhr angebracht sind?“
    Jemand: „Römische!….Halt. Oder doch nicht? Nein, ich weiß es nicht, aber ich glaube, es hat was mit Brot und mit einem Haus in der Nähe der Stadt zu tun.“
    Gegenstand: „Siehst Du? Das sind die Probleme von Euch Menschen. Ihr braucht die Ziffern, nicht wir!“

Und das alles hat nun eine vierfache Bedeutung:

a)
Engel brauchen keine Religion (sie halten sich an Gott)
b)
Für die Geheimdienste bedeutet DIGITS nur zusätzliche Arbeit (ächz).
Die Geheimdienste brauchen den Datenaustausch zwischen den Menschen (also „die Straßen“) generell nicht, es sind die Menschen, die die Straßen brauchen (für ihre Wirtschaft).
Aber wenn viele Menschen die Straßen benützen, braucht man auch Polizisten (ächz, stöhn, Überstunden)
c)
Sind die Religionen (und die Künste), also „die Ziffern“ nicht auch Metaphernwelten, um über „das Unaussprechliche“ reden zu können, das man nur im gesicherten (Geheimdienst-)bereich (Vertrauensbereich) „beim Namen nennen“ kann?
WIR brauchen die Religionen, um über „das Unaussprechliche“ kommunizieren zu können.
d)
Das „absolute“ Weltkoordinatensystem im Gegensatz zum „relativen“ lokalen Koordinatensystem.
Die „Ziffern“ sind das „relative“ (lokale) Koordinatensystem, welches die Menschen brauchen, um sich vor Angriffen zu schützen, die mit Hilfe des „absoluten“ (globalen) Koordinatensystems zielen.

Meint
Euer Christoph


Immer diese Namensgebung

Juni 29, 2013

Schon der erste Mensch hatte sich laut biblischem Bericht damit herumzuschlagen, den Tieren und Pflanzen Namen zu geben.

[Zitat] Gen 2,20: Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes.[Zitat Ende].

Und uns Programmierern geht’s da auch nicht besser.

Jetzt möchte ich aus dem Basisanteil meines „SRR Frameworks“ (Simulated Railroad) ein eher generelleres Stück Software basteln, was sich zuerst einmal in einer gewaltigen Umbenennungsaktion niederschlägt. Der Begriff „Simulated Railroad (SRR)“ darf nicht mehr vorkommen.

So mußte ich mir zum Beispiel überlegen, wie man die „SRR Objekte“ in Zukunft nennen soll.

Ein erster Ansatz war IAEO, was ein lustiger Hinweis auf die Ursprungsstadt Wien wäre. Also „Interactivity and Animation Establishing Object“.

Na gut, aber vielleicht sollte man sich mit so großen Organisationen lieber nicht anlegen, indem man ihre Akronyme benutzt.

Also vielleicht doch lieber ein griechischer Gott:

IASOS: „Interactivity, Animation and Simulation Objects„.

Na ja, holpert ein bisschen.

Und dann die Königsidee: MIDAS: „Multiuser Interactivity Driven Animation and Simulation“.

Das fetzt.

Dass König Midas fast verhungert und verdurstet wäre, weil alles zu Gold wurde, was er berührte, sei nur am Rande erwähnt.

Jetzt wirft man mir natürlich wieder vor, dass ich „immer nur ans Geld denke“, anstatt ein „ehrliches Hobby“ zu haben, und es kommt noch schlimmer: Die SRR Objekte (jetzt MIDAS Objekte) habe jetzt in ihrem Filenamen nicht mehr das Präfix „Srr“, sondern das Präfix „Moos“ („MIDAS object of SMUOS): also „MoosDriveA.x3d“ anstatt „SrrDriveA.x3d“, „MoosAvatarContainer.x3d“ statt „SrrAvatarContainer.x3d“ und so weiter.

Ja ja, Junggesellen tun sich leicht, einem Ehemann Geldgier vorzuwerfen (der das Geld eh nur wieder für die Familie ausgibt).

Meint
Euer Christoph


Harmonie und Chaos

Mai 26, 2013

Wenn ich bedenke, dass die wichtigsten Periodendauern, die für uns Menschen existieren, nämlich

  • Umlauf der Erde um die Sonne
  • Umlauf des Mondes um die Erde
  • Rotation der Erde

also aus unserer Sicht

  • Jahr
  • Monat
  • Tag

eben nicht in einem ganzzahligen Verhältnis zueinander stehen, und wenn ich bedenke, welch atemberaubende Kopfstände die Kalendermacher aller Zeiten vollbringen mußten, um hier ein wenig Sytem in das Wirrwarr zu bringen,

dann frage ich mich wirklich, wo sie sein soll, diese viel besungene Harmonie des Weltalls.

…aus der manche Menschen die Existenz eines Gottes ableiten wollen (siehe zum Beispiel payoli als Kommentator zu diesem Blog: https://letztersein.wordpress.com/2013/05/12/gott-ist-die-liebe-und-die-angst-ist-der-teufel/).

Nein, wenn es einen Beweis für Gott gibt, dann liegt er einzig und allein im Menschen selber.

Meint
Euer Christoph


Gott ist die Liebe und die Angst ist der Teufel…

Mai 12, 2013

Im Film „Contact“ (1997) nimmt eine außerirdische Zivilisation Kontakt mit den Menschen auf. Es ist eine einzige Person, die dazu ausersehen wird, mit ihnen zu sprechen.

Die außerirdische Person äußert unter anderem folgenden Satz (leider habe ich das deutschsprachige Zitat nicht gefunden): […]„You’re an interesting species. An interesting mix. You’re capable of such beautiful dreams, and such horrible nightmares. You feel so lost, so cut off, so alone, only you’re not. See, in all our searching, the only thing we’ve found that makes the emptiness bearable, is each other.[…]

Was ist, wenn Religion also tatsächlich nichts anderes ist, als eine Strategie, die wir selbst entwickelt haben, um mit den überbordenden Phantasien unseres Großhirnes einfach nur irgendwie zu Rande zu kommen, und dabei ein menschenwürdiges soziales Leben zu führen?

„Gott ist die Liebe“ ist ein Zitat aus der Bibel, welches eher verschämt im Johannesbrief nur am Rande erwähnt wird.

Aber eigentlich ist es die zentrale Botschaft des Christentums.

Ist also Gott nur eine allegorische Figur, um die Phänomene der Liebe zu beschreiben?

Und der Teufel eine allegorische Figur, um die katastrophalen Auswirkungen der Angst und der Ängste?

Oder gibt es den „realen“ Schöpfergott „real“? Also „wirklich“? Was ist Wirklichkeit? Was ist Phantasie?

Wie man mit diesen Fragen umgeht, das ist tatsächlich Glaubenssache, und es läßt sich nicht naturwissenschaftlich „beweisen“, ob jetzt einer „recht“ hat oder der andere.

Meint
Euer Christoph


Wie findet man sich selbst?

Februar 4, 2013

In zwei meiner letzten Artikel („Der Spiegel und das Ebenbild“ und „Weißt Du, wer Du bist?“) habe ich nach langer Zeit wieder einmal ein bißchen ein religiöses Thema angerissen.

Der Aufhänger ist die Interpretation eines Menschenlebens einerseits als den Verlust Gottes und den Verlust des eigenen Ebenbildes, andererseits als die (hoffentliche) Wiederfindung Gottes und die (hoffentliche) Wiederfindung des eigenen Selbst.

Natürlich hat für Christen insbesondere die Person Jesu Christi eine herausragende Stellung in diesem Wiederfindungsprozess.

Und ich muss auch an meinen Religionslehrer denken, der auf die Frage „Was ist das Wichtigste in einem christlichen Leben?“, weder geantwortet hat: „Brav in die Kirche zu gehen“, noch „Gutes zu tun und die Gesellschaft weiterzuentwickeln“, noch „gehorsam zu sein“, noch sonst eine abstruse Sache, sondern einfach: „das persönliche Gebet, das Gespräch mit Gott“.

Und so ist es für mich naheliegend, beide Antworten, erstens also die „Wichtigkeit Jesu Christi“ und zweitens die „Frage nach dem persönlichen Gebet“ zu verknüpfen, und mir also ein paar Gedanken über „Das Gebet des Herrn“, also das „Vater unser“ zu machen.

Als Einstieg könnte man einmal schauen, was das Internet zu diesem Thema zu bieten hat, und entweder in der Bibel nachlesen:

oder die Kathpedia befragen:

.

Offensichtlich war auch Jesus die persönliche Beziehung zum Vater sehr wichtig, wichtiger als das, was die anderen Leute sagen, also das, was die sogenannte Gesellschaft von uns verlangt.

Ich nehme mir jetzt vor, Satz für Satz einige Gedanken zu den Sätzen des Vater Unser niederzuschreiben, hoffe, dass ich damit niemanden zum Gähnen bringe und verbleibe

Euer Christoph


Weißt Du, wer Du bist?

Januar 27, 2013

Ja, ich weiß, diese Frage ist abgedroschen, und man kann sie auch benützen, um Menschen damit unnütz das Leben schwer zu machen („bevor Du nicht weißt, wer Du bist, solltest Du Dir lieber gleich abschminken glücklich zu werden“).

Aber in einem meiner letzten Artikel („Der Spiegel und das Ebenbild“) habe ich mir erlaubt auf folgenden religiösen Umstand hinzuweisen:

Zitat: Ich habe mich schon einmal gefragt, was diese Aussage aus dem Glauben bedeutet, dass wir Menschen ja als Ebenbild Gottes erschaffen werden. Ist es nicht so, dass wir durch die Vertreibung aus dem Paradies unser Ebenbild verloren haben, unseren Spiegel, unser Gewissen? Wir haben nicht nur Gott verloren, sondern eben dadurch uns selber.

Und wie findet man sich dann jetzt wieder?

Na ja, die Christen haben eine relativ einfache Antwort: In Christus sehen wir den Vater und wir sehen uns selber. Es ist eben dieses Geheimnis der Dreifaltigkeit, daß Jesus Christus zwei Naturen hat, eine göttliche (Christus) und eine menschliche (Jesus).

Darüber sind schon viele Abhandlungen geschrieben worden, und ich kann das mit meinen simplen Worten gar nicht beschreiben, ich meine nur:

Ja, wenn man sich selber besser kennenlernen möchte, dann ist ein guter Weg sicher der, sich mit dem Leben Jesu also mit den Evangelien zu beschäftigen.

Na gut, ein möglicher Weg von vielen.

Meint
Euer Christoph


Reagierst Du auf Adrenalin allergisch….

Januar 15, 2013

….oder würdest Du Dich eher als Adrenalin-Junkie bezeichnen?

Beim Begriff Adrenalin-Junkie denkt man unwillkürlich an Spitzen- und Extremsportler, die ja teilweise irrwitzige Risken auf sich nehmen. Und man kann das nicht nur durch Geld erklären, warum jemand derartiges tut.

Man denkt natürlich auch an Wirtschaftsbosse, die u.U. ganze Unternehmensgruppen in den Abgrund reiten und immer dem Motto „no risk no fun“ folgen.

Andererseits, wenn man auf Adrenalin allzu allergisch reagiert – und ich meine hier nicht eine gewisse vernünftige Distanz zum Adrenalin, sondern eine Hochstilisierung des Adrenalinspiegels zum Gott-sei-bei-uns -, dann kommt man leicht in das Fahrwasser jener Leute,

  • die absolut rein gar nichts mehr riskieren, in der absoluten Sicherheit erstarren
  • die keinen unbefangenen Schritt nach vorne tun können („durchs Stolpern lernen wir das Gehen“)
  • bei denen heute alles so sein muss wie gestern
  • die aufgehört haben auch nur irgendwas dazu zu lernen
  • und letzten Endes

  • als Tote unter uns leben.

Irgendwie denkt man an die ungelösten Fragen der Menschheit

  1. Warum ist am Ende des Geldes noch soviel Monat übrig?
  2. Warum ist am Ende der Motivation noch soviel Leben übrig?

Meint
mit einem leicht depressiven, jedoch verschmitzten Schmunzeln

Euer Christoph


The Sound of Vienna

Oktober 17, 2012

Also, ich bin baff.

Jetzt hat doch tatsächlich der Admin dieses Forums : http://vrmlserver.xooit.com/t510-Blaxxun-Community-Platform-7.htm

mein Projekt http://simulrr.sourceforge.net weiterempfohlen.

Und dann hat er auch noch die „Frechheit“, meinen Avatar einfach festzulegen: Das Wiener Wappen!!!!!

Ich fühle mich geehrt, sowas von geehrt. Stolzbin 🙂

Aber die Ehre gebührt natürlich meiner Heimatstadt, selbstverständlich.

Alles liebe
Euer Christoph


Warum Straßen die Wirtschaft ankurbeln oder ……

September 5, 2012

……warum es nicht gut ist, wenn jeder alles selber macht.

Liebe Leser, wenn einmal einer von Euch auf der Drehbuchseite vorbeigeschaut hat, dann könnte es sein, dass ihm bewusst geworden ist, dass sich die Erzählung „Das dritte Kind“ (die ich großspurig als „Trilogie“ bezeichne) erst im Entstehen befindet.

Insbesondere verfolge ich im dritten Teil der „Trilogie“ das Ziel, die Ideen von DIGITS („Distributed Internet Geographic Information Transmission Service“) in einer ansprechenden Form unter die Leute zu bringen.

Dabei fungiert der eine der beiden Helden – Conrad Peter – als Metapher für die Idee einer Multiuser-Szene (z.B. manifestiert im Server Produkt „BS Collaborate“ (TM)).

Der andere Held, um den es ja eigentlich geht, ist Otto, der die Idee der Übertragung und Kombination von geographischen 3D-Daten über und durch das Internet verkörpert.

Diese Idee ist rudimentär bereits im Produkt „Google Earth“ (TM) erkennbar, könnte aber durch Produkte wie zum Beispiel einen „BS Geo Grid Server“ (TM) weitere Impulse erhalten.

Aber was ist es denn jetzt, dieses „Wesen von DIGITS“?

Nun gut, nehmen wir an, wir wollen ein 3D Game bauen, z.B. einen Flugsimulator, dann brauchen wir Geodaten für die Landschaft.

Die kann man sich mehr oder weniger einfach beschaffen und dann in das Spiel einbauen.

Die Daten sind aber, wenn sie einmal in das Spiel eingebaut sind, nur für dieses verwendbar und können nicht etwa für eine geographische Suchmaschine wiederverwendet werden.

Jedes Spiel, jede „App“ hat also ihre eigenen Daten. Das sieht dann so aus wie in der folgenden Abbildung:


























Das entspricht in etwa dem Zustand der ländlichen Gebiete, bevor der Handel erfunden worden ist.

Jeder Bauernhof hatte seine eigenen Felder, sein eigenes Vieh und seine sonstigen Ressourcen. Ein einzelner Mensch hatte da keine großen Chancen, einen Bauernhof „auf die Beine zu stellen“, wer Besitz hatte, mußte diesen verteidigen und die Besitzlosen waren viele.

Irgendwann hat man dann begonnen, Straßen und Wege zu bauen, die von jedem benutzt werden konnten. Natürlich war ein gewisses Maß an Standardisierung nötig, zumindest gewisse Mindestbreiten mussten die Straßen ja aufweisen.

Dadurch konnte man auch „fremde“ Ressourcen nutzen (z.B. mieten), und man begann, Handel zu treiben.

Im Endeffekt hatte man dann ein Straßennetz, das im Idealfall jeder Einzelbürger gleichberechtigt benützen konnte.

Für unsere Apps heißt das, dass sie ihre 3D-Daten von verschiedensten Anbietern beziehen und nutzen können, ein Anbieterwechsel ist dann keine große Sache mehr und die Fixkosten werden auf viele Benutzer aufgeteilt.














Einzige Frage ist dann noch, wer den Datenpool betreiben soll und wer die Standards für die Interfaces festlegt.

Da es sich dabei eindeutig um Infrastruktur handelt, ist hier sicherlich der Staat gefordert, steuernd und schützend einzugreifen.

Meint
Euer Christoph

P.S.:
DIGITS findet man übrigens hübsch versteckt im Sourcecode des SIMUL-RR Projektes, es ist aber öffentlich zugänglich und somit nicht mehr patentierbar 🙂
https://simulrr.svn.sourceforge.net/svnroot/simulrr/concepts/src/Digits/


Was alle Menschen gleich macht ist, ……

September 3, 2012

……daß sich jeder für etwas Besonderes hält.

Oder, anders ausgedrückt: einem Menschen mit Verfolgungswahn müßte man eigentlich ins Gesicht sagen: „Du nimmst Dich zu wichtig!“

Andererseits sollte man jedoch einen Depressiven daran erinnern, dass er ein einzigartiges Wesen ist.

Ja was denn jetzt? Krone der Schöpfung oder Staubkorn am Rande des Universums, in einer durchschnittlichen Galaxis?

Von Gott geliebtes Geschöpf oder ein zufälliger Zellhaufen?

Immer dieses Hin und Her, immer dieses Auf und Ab. Können wir uns bitte für eines der beiden entscheiden?

Ich mein ja nur.

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Aber wahrscheinlich sollte man gar nicht soviel über sich selber nachdenken – Nabelschau betreiben – sondern einfach „fröhlich sein, gute Werke tun und die Spatzen pfeifen lassen“ (Don Bosco).

Meint
Euer Christoph