Ist das nicht schon wieder so ein ausgebuffter Blödsinn, wie man ihn auf meinen Blogs öfters findet?
Weh dem, der will?
Na ja, wenn Du etwas willst – und wenn Du diesen Willen auch aussprichst – , dann wird man Dich an dieser Aussage messen.
Das Wort „Ich werde….“ ist der größte Streßproduzent von allen.
„Ich werde dieses Projekt mit 17. März fertig haben“
„Ich werde Dich niemals betrügen“
„Ich werde Dich glücklich machen“
„Ich werde mehr beitragen, als ich mir herausnehme. Immer“
„Ich werde mein Studium in Mindestzeit abschließen“
„Ich werde heute endlich mal den Mistkübel hinunter tragen“
„Ich werde immer an Dich denken“
„Ich werde mein Zimmer zusammenräumen“
„Ich werde glückliche Kinder haben“
„Meine Frau wird glücklich sein“
„Mein Mann wird glücklich sein“
„Ich werde am Aufbau des Gottesreiches mitarbeiten“
Natürlich muss man Ziele haben – sonst macht man ja gar nichts – aber es gibt einen guten Spruch, der sagt: „Wenn Du willst, dass Gott lacht, dann erzähl‘ ihm Deine Pläne“.
Oder, etwas älter: „Der Mensch denkt, und Gott lenkt“.
Das Wollen impliziert das Scheitern. Der Erfolg ist ein gar seltener Geselle, und auch wenn Du einen Erfolg hast, wird sicher ein höhergestelltes Rindvieh kommen, und sich die Lorbeeren dafür umhängen.
Und all das kann ganz schön an Dir nagen, weshalb ich dabei bleibe: weh dem, der etwas will!!
Ich bitte Euch, mich nicht mißzuverstehen. Ziele sind etwas Gutes. Es ist gut, wenn Du Dich auf Deine Neugier einlässt und den Spuren folgst, die Du im Schnee des Lebens findest. Wenn Du noch nach etwas strebst.
Aber Du bist nicht der Vater Deines Erfolgs. Mit biblischen Worten gesprochen: Du bist der Sämann, aber Du bist nicht der Herr der Ernte. Mit dieser Rollenverteilung musst Du zufrieden sein, sonst wirst Du kein Glück finden.
Einerseits ist es das Thema vom Kuchenstück oder vom Gesamtkuchen? Denn wenn ich die 100% Umsatz, die durch eine Arbeitsstunde generiert werden, mit den drei Kostenfaktoren vergleiche, dem Gewinn, den Kosten für die Vorleistungen und dem Mehrwert (Nettolohn), dann gibt es zwei grundlegende Möglichkeiten, den Gewinn zu steigern:
Die Methode „Klassenkampf“ und
Die Methode „Innovation“
Die Methode „Klassenkampf“
Bei gleichbleibendem Umsatz und gleichbleibenden Kosten für die Vorleistungen, kann man den Gewinn nur steigern, indem man vom Lohn etwas abzwackt.
Abbildung 1: Gewinnsteigerung durch Klassenkampf
Es ist dies sozusagen der kompetitive Ansatz, in dem die besitzende Klasse und die arbeitende Klasse einander gegenseitig ausspielen.
Man geht davon aus, dass der Gesamtkuchen konstante Größe hat, und streitet sich um das größere Stück.
Es ist leicht einzusehen, wohin das führt. Eine Verarmung der arbeitenden Klasse führt zu Unfrieden, Aufruhr und Aufständen.
Um das Volk „bei der Stange zu halten“, muss ein äußerer Feind her, letzten Endes ist es der Weg zum Krieg.
Der Krieg ist nur die internationale Fortsetzung des Klassenkampfes und führt zu Zerstörung und Leid.
Der Ansatz „Kollaboration und Innovation“
Diese Methode ist ein ewiger Kampf, ein Kampf um das Überleben der gesamten Menschheit, nachdem wir zuerst einmal erkannt haben, dass wir alle im selben Boot sitzen.
Es geht darum, durch Innovation den Umsatz per Arbeitsstunde zu steigern und/oder die Kosten für die Vorleistungen per Arbeitsstunde zu reduzieren, wie ich im folgenden Bild darstelle.
Abbildung 2: Gewinnsteigerung durch Innovation
Dieser Ansatz geht davon aus, dass sich die Eigentümer und die Arbeiter die Gewinnsteigerung durch Innovation gerecht aufteilen. Es geht also um Kooperation statt Wettbewerb der beiden Klassen, der besitzenden Klasse und der arbeitenden Klasse.
Der Trugschluss vom zerbrochenen Fenster
„Aber warum sollten wir kooperativ sein?“ fragt sich der Mächtige und Reiche.
Ist es nicht einfacher, sich die Güter einfach zu nehmen? Man hat ja Macht und Einfluss.
Und: „Schafft ein Krieg nicht Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie?“, „Gab es unter Hitler nicht eine <ordentliche Beschäftigungspolituk>?“
Man wird uns sagen, der Krieg kurble die Wirtschaft an.
Doch lassen wir uns nicht täuschen: Ein Fenster einzuschlagen, schafft zwar Arbeit für den Glaser, aber das Dorf ist danach nicht reicher – es hat nur ein Fenster weniger. Wer heute auf Waffen setzt, hat den Mut verloren, Fenster zu bauen, durch die wir in eine bessere Zukunft blicken könnten.
Vor mehr als einem Jahr, unter dem Eindruck der ÖVP/FPÖ Regierungsverhandlungen, hatte ich HIER vom Klassenkampf geschrieben.
Unter dem Eindruck, dass ja weder ÖVP noch FPÖ dafür bekannt sind, für Innovation zu stehen, war ich damals sehr desperat, und sah uns auf ein Zeitalter des Klassenkampfes zuschreiten.
Doch auch MIT der SPÖ in der Regierung – was sich ja letzten Endes herauskristallisiert hat – sehe ich zur Zeit keine großen Schritte in Richtung Innovation.
Stattdessen verwalten wir den Stillstand. Aber warum beharre ich so stur darauf, dass Innovation der einzige Ausweg aus Klassenkampf und Krieg ist? Warum sind das unversöhnliche Gegensätze?
Das werde ich nächste Woche auflösen. Es hat mit einem Denkfehler zu tun, den wir seit Generationen mitschleppen.
Diesmal möchte ich eine plakative Aussage an den Anfang stellen, die ich dann nach und nach beleuchten will.
Unsere Reichen und Mächtigen haben den Glauben an die Innovation verloren. Sie setzen auf Klassenkampf und Krieg.
Wie komme ich darauf?
Na gut. Schau Dich um! Wird nicht überall zum Kampf getrommelt? Geifern die Waffenhersteller nicht schon nach dem guten Geschäft mit dem Leid und dem Tod?
OK, das mag ja einleuchtend sein.
Aber wie komme ich darauf, den Kampf – den Krieg – als einen Widersacher zur Innovation zu betrachten? Sind es nicht die Waffenhersteller, die die größten Innovationen der Menschheitsgeschichte hevorgebracht haben?
Nun habe ich sehr lange widerstanden, und habe mich eben nicht mit KI beschäftigt, also mit künstlicher Intelligenz.
Zu sehr scheint es mir ein generierter „Hype“ zu sein, der nur dazu dient, die weitere Entwicklung zu finanzieren, ohne dass es noch konkrete Use Cases gibt.
Aber gestern habe ich mich hinreissen lassen, und habe eine künstliche Intelligenz gebeten (na ja, ich habe sie eher „aufgerufen“ und ihr ein „Kommando“ gegeben), meine Geschichte vom „dritten Kind“ zu interpretieren und zusammenzufassen.
Ich bin ziemlich baff, wozu eine Maschine fähig ist, die einfach nur die „Wahrscheinlichkeit des nächsten Wortes“ aufgrund ihres Trainings berechnet. Das muss ein ziemlich umfangreiches Training gewesen sein.
Der israelische Historiker Yuval Noah Harari erzählt immer wieder von der Erkenntnis, dass im Kampf der Wahrheit gegenüber der Fiktion oft die Wahrheit das Nachsehen hat.
Er führt das auf drei Ursachen zurück.
Fiktion ist billiger und einfacher zu erzeugen, als evidenzbasierte Wahrheit
Die Wahrheit ist manchmal kompliziert, im Vergleich zur Fiktion, die man so simpel gestalten kann, wie man will
Wahrheit ist manchmal schmerzhaft, während man Fiktion beliebig angenehm gestalten kann
Und weil viele große Netzwerke – auch politische Systeme – auf der Erzählung einfacher Erklärungen basieren, mit deren Hilfe, also mit Hilfe dieser Fiktionen, es möglich ist, große Gruppen von Menschen zusammenzuhalten, deshalb darf es nicht verwundern, dass es zwischen Politik und Wissenschaft immer wieder Reibereien gibt.
Vordergründig mag der Streit zwischen Präsident Trump und der Harvard Universität daran liegen, dass Trump einer eher rechten Ideologie folgt und die Professoren eher links sind, aber letzten Endes sind das nur zwei Seiten ein- und derselben Medaillie.
Ich vermute: Letzten Endes geht es um die Wahrheit an sich.
Mit der Benennung seiner Social Media Plattform als „Truth Social“ hat Trump klar gemacht, dass er im Besitz der Wahrheit ist und alle anderen Institutionen, die sich um die Wahrheit bemühen, sich vor ihm fürchten müssen.
Jetzt habe ich behauptet, das Leben auf unserem Planeten sei angetreten, auf dem Planeten „Ordnung zu machen“. Siehe dazu meinen letzten Beitrag „Von der guten Ordnung!“.
Natürlich ist diese Behauptung eine menschliche Interpretation des Universums, und insbesondere des Planeten, so wie wir diese vorfinden.
Ich glaube es ist kein großes Geheimnis, dass wir Menschen immer einen Sinn suchen, nach Ordnung und nach Erklärungen für „das Alles“ streben.
Wir fühlen uns glücklich, „wenn es passt“, „wenn es einen Sinn ergibt“, und wir fühlen uns unglücklich, „wenn das Alles nicht zusammenpasst“.
Das, was der Mensch am schlechtesten aushält, ist die Sinnlosigkeit.
Trotzdem, obwohl ich glaube, dass hinter dem „Sinn des Lebens“ ein großes menschliches Bedürfnis steckt – und dass das Universum also nicht per se einen Sinn haben muss -, denke ich, dass ich mich nicht allzu weit von der Wissenschaft der Physik entferne, wenn ich folgendes behaupte (Behauptung X).
Behauptung X: durch seine motorischen Fähigkeiten, und durch Energiezufuhr von außerhalb des Planeten, ist das irdische Leben in der Lage, auf dem Planeten unwahrscheinliche Zustände herzustellen und aufrecht zu erhalten, die der „gewünschten Ordnung“ entsprechen.
Natürlich ist eine der ersten Fragen, die diese Behauptung aufwirft, die Frage: „WER wünscht sich hier eine bestimmte Ordnung?“, und im selben Atemzug: „Wünschen sich alle Lebewesen DIESELBE Ordnung?“
Und das wiederum führt uns zu der Frage: „Was eigentlich ist ein Wunsch?“, beziehungsweise „Was ist ein Bedürfnis, ein Trieb?“
Auch denke ich, dass ich mich nicht zu sehr von der Wissenschaft der Psychologie entferne, wenn ich behaupte: „Auch das primitivste Leben ist dadurch gekennzeichnet, dass es Bedürfnisse hat, auf deren Befriedigung mit Hilfe von Gütern es hinstrebt, mehr oder weniger bewusst oder unbewusst“.
Behauptung Y: die „gewünschte Ordnung“ des Planeten wird also durch die Lebewesen dieses Planeten „angestrebt“, da sie ihre Bedürfnisse befriedigt sehen „wollen“.
Auch hier werden sofort neue Fragen aufgeworfen. „Was heisst wollen?“ „Wie kann ich von einem Wunsch, einem Bedürfnis oder einem Trieb zu einer Entscheidung gelangen?
Einer Entscheidung, die mir sagt, WIE ich mich verhalten soll, um diesen Trieb zu erfüllen?“ „Ist das pures Trial and Error, so wie bei der Evolution auch (durch Mutation und Selektion)?“ „Sind wir nicht von unserer eigenen Arbeitsweise etwas Anderes gewöhnt, als pures Trial and Error?“
Große Fragen, viele Fragen, aber……
Was folgt nun daraus?
Ich werde diese beiden Behauptungen, „Behauptung X“ und „Behauptung Y“ weder belegen, noch weiter hinterfragen, ich werde bloss theoretisch untersuchen, was daraus folgen WÜRDE, FALLS diese Behauptungen STIMMTEN.
Weiters möchte ich annehmen, dass die Lebewesen einander widerstrebende Bedürfnisse haben, dass es also aus Sicht des Lebens nicht „DIE EINE PERFEKTE ORDNUNG“ gibt, die ALLE Lebewesen anstreben, sondern dass jede Art, genau genommen jedes Individuum eigene „Vorstellungen“ von dieser perfekten Ordnung hat.
Aber nun zum Eingemachten: meistens werden wir feststellen, dass unser „Modell im Kopf“ nicht zu 100% mit der „Realität des Universums“ zusammenpasst. Wir erleiden (partielle) Sinnlosigkeit, weil „es nicht passt“.
Was kann man da tun?
Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten
Wir passen unser Modell an die Wirklichkeit an
Wir passen die Wirklichkeit an unser Modell an
Hierzu die folgenden beiden – unfertigen – Kapitel.
Anpassung an die Umgebung, Survival of the Fittest
Dieses Kapitel wurde noch nicht ausgearbeitet, es folgen Stichwörter
Schnelle Anpassung, langsame Anpassung
Intelligenz, Moral, lebenslanges Lernen, Ausbildung des Nachwuchses
Instinkte, Reflexe vs. Moral. Die „in sich böse Tat“
Bewußtseinsstufen
Unbewußte Befriedigung der bedürfnisse
Bewußte Entscheidung für Gut oder Böse -> das Drama der Macht
das führt zum nächsten Kapitel, zur bewußten Architektur
Anpassung der Umgebung, die Visionen des Menschen
Dieses Kapitel wurde noch nicht ausgearbeitet, es folgen Stichwörter
Die „Echo Chamber“ – Realität vs. Wirklichkeit
Die „großen Visionäre“, Stalin, Hitler, Jesus usw.
Die Sprache als Mittel, unsere Mitmenschen zu beeinflussen
Ideologie
Zusammenfassung
Nun gut.
Ich habe jetzt des Langen und Breiten erklärt, warum es für den Menschen IM PRINZIP gut ist, nach Gut und Böse zu fragen und eine Moral zu entwickeln, nach einer Ordnung zu streben (weil er sich dadurch eben schneller und besser an die Umgebung anpassen kann, als durch Mutation und Selektion).
Aber die Hauptfrage, die ich in meinem letzten Artikel „Von der guten Ordnung!“ gestellt hatte, ist dadurch noch nicht beantwortet:
Was ist das, diese „gute Ordnung“. Offensichtlich gibt es viele verschiedene Arten von Ordnung. Was ist eine „gute“ Ordnung? Gibt es „bessere“ und „schlechtere“ Ordnungen? Gibt es eine „beste Ordnung“?
Langer Anlauf, kurzer Sprung. Dieser folgt im nächsten Artikel
Ich weiss nicht, ob Euch schon ähnliche Dinge passiert sind, aber ich habe nach einer Gehaltserhöhung, die mündlich vereinbart war, einmal einen sogenannten Dienstzettel bekommen, wo „der guten Ordnung halber“ schriftlich festgehalten wurde, was mündlich ohnehin schon klar war.
Das heisst, offensichtlich ist nach Österreichischem Recht eine mündliche Vereinbarung ohnehin ein gültiger Vertrag, aber im – nicht zu erwartenden – Streitfall ist es dann doch besser, etwas Schriftliches in der Hand zu haben.
Ich möchte dies zum Anlass nehmen, und auch meine letzten drei Blogbeiträge, um mir Gedanken über die „gute Ordnung“ zu machen. Was ist gut? Was ist nicht so gut? Was ist eher böse? Was ist böse? Und was ist „wirklich“ böse?
Rückblick auf Gestern
Gestern, am 3. Februar, am ersten Montag meines diesjährigen Winterurlaubs, habe ich drei Beiträge in dieses Blog geschrieben
Im zweiten Beitrag „Von Gut und Böse“ hatte ich mir Gedanken über die Evolution gemacht, und darüber dass das Leben offensichtlich immer nach dem Besseren strebt. Ich zitiere
[…]Ich muss das erst googeln, aber ich würde gefühlsmäßig sagen: das Leben schafft es, auf einem Planeten Ordnung zu machen. Das Leben kann – mit Hilfe externer Energiezufuhr – die Entropie senken. Einen unwahrscheinlichen Zustand herbeiführen.
Wir kommen also zu einer neuen Bewertung:
Ordnung = gut
Unordnung = böse
Aber welche Ordnung? Meine Ordnung? Deine Ordnung? Unsere Ordnung?[…]
Heute möchte ich diese Behauptung (noch) nicht hinterfragen.
Ich möchte also tatsächlich davon ausgehen, dass das Leben angetreten sei, um auf dem Planeten „Ordnung zu machen“.
Die Frage, die mich heute antreibt:
Was ist das diese „gute Ordnung“. Offensichtlich gibt es viele verschiedene Arten von Ordnung. Was ist eine „gute“ Ordnung? Gibt es „bessere“ und „schlechtere“ Ordnungen? Gibt es eine „beste Ordnung“?
Ich möchte dies aber noch nicht in diesem Beitrag tun, sondern erst nachdenken.
Kann aus dem Herzen etwas Böses kommen? Haben wir uns HIER gefragt.
Liebe Leser!
Kinder tragen Gott im Herzen. Aber wir haben ihnen den lieben Gott ausgetrieben.
Wie kommt das?
HIER haben wir uns Gedanken gemacht, wie das Leben mit den Begriffen von Gut und Böse zusammenhängt. Wie die Lebewesen immer nach dem Besseren streben. Und dass das alles sehr gut ist.
Anmerkung: ich bin weder der Biologie noch der Psychologie mächtig. Die folgenden Ausführungen sind also nur „frei flottierende Gedankensplitter“.
Das „bewußte“ Leben, also das Leben, das bereits der GEFÜHLE mächtig ist, und der TRIEBE, strebt durch die Naturgesetze der Evolution immer nach DEM BESSEREN, indem es seinen Gefühlen und Instinkten folgt (das Lebewesen hat einen Begriff davon, ob es sich „gut“ oder „schlecht“ fühlt und reagiert dementsprechend). Mutation und Selektion tun das ihre, um einen Fortschritt zu realisieren.
Metaphernhaft kann man sagen, diese Lebewesen folgen ihrem Herzen und streben immer nach der guten Bedürfnisbefriedigung. Durch Mutation und Selektion passen sich die Arten an ihre Umgebung an und werden immer fitter. Dass das „gut“ ist, ist natürlich nur unsere Interpretation.
Dann kam die Intelligenz
Wie ich schon mal ausgeführt hatte, besteht Intelligenz meiner Meinung hauptsächlich darin, dass ich mir mit Hilfe meiner Sinne ein Bild von meiner Umgebung mache, und auch ein „Model of the Universe“ (MotU) in meinem Gehirn habe, die es mir ermöglichen, auf äußere Einflüsse zu reagieren und auch bewusste Entscheidungen zu treffen, wie ich meine Umgebung beeinflussen möchte.
Und genau hier, bei der bewussten Beeinflussung der Umgebung – wenn wir von der Re-Aktion in die Aktion kommen – beginnt das Drama der Macht.
Das Drama der Macht
Natürlich hat jedes Tier und jede Pflanze Macht.
Ein Haifisch kann täglich so und soviele kleinere Fische vom Leben zum Tod befördern.
Ein Baum kann mit seinen Wurzeln Felsen spalten.
Urwälder können ganze Landstriche überwuchern.
Auch kleine Babies sind eigentlich gewaltige Tyrannen. Sie spüren nur ihre eigenen dringenden Bedürfnisse und kämpfen mit aller Macht – mit einer eindringlichen Stimme – um die Befriedigung ebendieser Bedürfnisse.
Aber das ist es nicht, was ich mit dem „Drama der Macht“ meine, denn alle diese mächtigen Ausdrucksformen des Lebens rühren direkt von berechtigten Bedürfnissen.
Und wenn wir uns alle diese Beispiele durchdenken, kommen wir wirklich zu der Frage: Wie kann denn aus dem Herzen etwas Böses entspringen? Sind nicht alle Bedürfnisse berechtigte Bedürfnisse?
Nun, Kinder haben – neben ihren Grundbedürfnissen wie Essen und Trinken auch das Bedürfnis nach Geborgenheit. Sie wollen also in erster Linie eines: ihren Eltern gefallen und die Familie zusammenhalten.
Später – in der Adoleszenz – wollen sie ihren Freunden und eigentlich allen gefallen.
Und hier setzt die Erziehung an. Und natürlich auch die Schule. Und auch die bösen Einflüsse.
Denn – wenn wir im Buch Genesis nachlesen – dann war die Geschichte vom Sündenfall eigentlich die erste Schulstunde in der Geschichte der Menschheit und der Teufel (die Schlange) war der erste Lehrer.
Der Teufel erklärte den Menschen, dass sie werden können wie Gott, wenn sie vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse äßen.
Und das war nicht einmal gelogen, es war aber eine Halbwahrheit (da gab es doch noch diesen zweiten Baum).
Und was hat das mit dem „Drama der Macht“ zu tun?
Ganz einfach. Wenn der Mensch – durch seine Wissenschaft – lernt, was er tun muss, um dies oder jenes zu erreichen.
Wenn er also die guten Taten von den bösen Taten, die zielführenden Taten von den erfolglosen Taten unterscheiden kann, dann kommt er von der Re-Aktion in die Aktion, dann hat er TATSÄCHLICHE Macht über das Universum. Und – viel schlimmer noch – er weiss es auch und bekommt MachtGEFÜHLE.
Was ist der Unterschied zwischen der antiken Wissenschaft, der mittelalterlichen Wissenschaft und der modernen Wissenschaft?
Es ist nicht so sehr die Wissenschaft selber, die sich geändert hat, sondern es ist so, dass die Staatenlenker erkannt haben, dass die Wissenschaft EIN MITTEL ZUR MACHT ist, insbesondere, wenn sie sich mit ihrer kleineren Schwester, der Technologie verbündet.
Wissen ist Macht, sagt man. Und es stimmt.
Sobald wir wissen, wie wir das Gute erreichen, und wie wir das Böse erreichen, können wir bewusste Entscheidungen treffen und müssen nicht unseren Gefühlen und Emotionen folgen.
Wir kommen von der Re-Aktion in die Aktion. Und tragen fürderhin Verantwortung.
Meint
Euer Christoph
P.S.: ich werde trotzdem nicht verraten, welche Partei gut ist und welche böse (weil ich es selber nicht weiss)