Ist z.B. Oculus Rift nur ein „Rückzug aus der Realität in die Virtualität“ oder „bringen uns solche Technologien die entfernte Wirklichkeit näher“?
Fragen über Fragen
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Euer Christoph
Ist z.B. Oculus Rift nur ein „Rückzug aus der Realität in die Virtualität“ oder „bringen uns solche Technologien die entfernte Wirklichkeit näher“?
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Euer Christoph
Kann ich wollen, was ich will?
„Wollen“ im Sinne von „mögen“ wahrscheinlich schon.
Aber kann ich „festlegen“, was mein „Wille“ ist?
Nein. Im allerbesten Falle bin ich schon so sehr zur Ruhe gekommen, dass ich die leise Stimme meines Herzens höre und dass ich also „weiss, was ich will“.
Aber da wäre ich schon sehr weit fortgeschritten.
Meistens folgen wir nicht unserem „inneren Wollen“, sondern den „äußeren Einflüssen“, die uns sagen: „Sei erfolgreich“, „werde reich“, „habe ein großes Auto“, „habe viele Freunde“, „sei einflußreich“.
Dieser „innere Wille“, manche bezeichnen ihn als „Wille Gottes“ – und das ist gar nicht mal so falsch -, ist eine schwache Stimme.
Manchmal reagiere ich bloß auf die Anfeindungen aus dem Munde meiner Mitmenschen. Dann bin ich ein „mich ängstlich verteidigender Angreifer“. Aber eigentlich – halte kurz inne – gib‘ der Stimme der Vernunft eine Chance. Besinne Dich – und dann agiere aus Deinem Innersten heraus.
Gib‘ Deinem Herzen einen Ruck und re-agiere nicht auf die äußeren Triebe sondern auf den inneren Willen.
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Euer Christoph
Jetzt habe ich mir vorgenommen, in die Wertediskussion einzusteigen, und ich denke an einen Abschnitt aus dem Hochgebet:
[…]Mache deine Kirche zu einem Ort der Wahrheit und der Freiheit,
des Friedens und der Gerechtigkeit,
damit die Menschen neue Hoffnung schöpfen.[…]
Sicher, in Zeiten der russischen Aggression ist es naheliegend, über den Frieden zu schreiben.
Ist der Frieden solch ein hoher Wert, dass es sich lohnt, dafür die Freiheit aufs Spiel zu setzen?
Es gibt Historiker, die meinen, der zweite Weltkrieg hätte sich verhindern lassen, wenn die Politiker gemeinsam und mit einer gewissen Stärke von Anfang an der Aggression entgegengehalten hätten.
Das mag sein, und wir sehen auch in der Kindererziehung, dass man einfach Grenzen setzen muss, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.
Aber eigentlich will ich gar nicht von diesen so simplen Mechanismen reden, die eigentlich jeder verstehen könnte, sondern ich will lieber über den inneren Frieden schreiben.
Das ist jener Frieden, der in unserem Herzen einkehrt, wenn wir mit Gott versöhnt leben. Wenn wir eins sind mit unserem Gewissen und mit der Schöpfungsordnung.
Ein schöner Zustand, leider selten.
Meint
Euer Christoph
…ist man entweder oder man ist es eben nicht.
Man kann nicht so tun, als wäre man authentisch.
Insoferne ist die Anweisung „sei authentisch!“, die der Pädagoge dem Lehrer gibt, ziemlich albern!
Meint
Euer Christoph
P.S.: kennt Ihr noch andere solche Paradoxien, zum Beispiel die „Sei spontan!“ Paradoxie?
Wie ich bereits im letzten Artikel geschrieben habe (nachzulesen hier), möchte ich einen Abschnitt aus dem Hochgebet zum Thema nehmen, um ein wenig in die Wertediskussion einzusteigen.
[…]Mache deine Kirche zu einem Ort der Wahrheit und der Freiheit,
des Friedens und der Gerechtigkeit,
damit die Menschen neue Hoffnung schöpfen.[…]
Zuletzt haben wir uns über die Wahrheit Gedanken gemacht, nun ist die Freiheit dran.
Eigentlich scheint die Freiheit ein Gegensatz zu sein zum Frieden, denn wenn uns jemand unsere bürgerliche Freiheit zu nehmen versucht, dann haben wir die Pflicht uns dagegen zu wehren.
Und das geht nicht immer nur mit friedlichen Mitteln.
Aber eigentlich will ich nicht über diese natürliche Form der Freiheit schreiben, sondern diesmal geht es mir um die übernatürliche Freiheit, nämlich um die Freiheit, um die es in der Fastenzeit geht.
Die Freiheit von den eigenen Begierden und Gelüsten. Wir müssen nicht immer nur unseren äußeren Neigungen nachgehen, Ziel ist es, unsere innersten Neigungen zu finden – die dem Willen Gottes entsprechen – und dann in den Willen Gottes einzuwilligen und so frei zu werden für Gott, nicht frei von Gott.
Wenn man diese Freiheitsbegriffe ein wenig ventiliert, wird man sich auch mit dem Zeitalter der Aufklärung kritisch auseinandersetzen müssen.
Meint
Euer Christoph
Ein kleiner Wettbewerb.
Wer findet die originellste Bedeutung von A.E.I.O.U.?
Lg
Euer Christoph
……müßten wir die Preiserhöhungen im Mobilfunkbereich eigentlich so interpretieren, dass die Netzbetreiber den Wunsch nach Netzneutralität ernst nehmen, und jetzt eben alles teurer wird, dafür werden Premium Dienste nicht übertrieben bevorzugt.
Der Zweckoptimismus eines Till Eulenspiegel, ich weiß 😛
Lg
Jetzt habe ich mir vorgenommen, in die Wertediskussion einzusteigen.
Und ich habe mir vorgenommen, einen Satz des Hochgebets als Basis zu nehmen.
[…]Mache deine Kirche zu einem Ort der Wahrheit und der Freiheit,
des Friedens und der Gerechtigkeit,
damit die Menschen neue Hoffnung schöpfen.[…]
Das Ziel dieser Werte, also dass die Menschen neue Hoffnung schöpfen können (denn lebt nicht auch die Wirtschaft von der Hoffnung, zum Beispiel die Börse?), ist also klar definiert.
Beginnen wir mit dem ersten Wert, mit der Wahrheit.
Wir sind alle auf der Suche nach Wahrheit, da beisst die Maus keinen Faden ab.
Erst, wenn ich weiss, wo ich stehe, erst nach einer Positionsbestimmung, kann ich festlegen, in welche Richtung ich gehen muss, um zum Ziel zu gelangen.
Und schon bei dieser Positionsbestimmung scheitern viele.
Zu eitel.
Zu selbstsicher.
Zu größenwahnsinnig.
Zu ichbezogen.
Wer immer recht hat, braucht keine Wahrheit, die ausser ihm begründet ist.
Der Mensch ist irrtumsfähig.
Nach welchem Kompass richtest Du Dich? Zeigt Dein Kompass zum Sinai, zu den zehn Geboten? Oder zeigt Dein Kompass auf Dich selber, sodass er sich immer im Kreise dreht?
Gedanken, nur Gedanken
Meint
Euer Christoph
……zur Netzneutralität.
Über dieses Thema ist ja wahrlich schon viel geschrieben worden, und eigentlich sollte es überflüssig sein, darüber noch etwas zu sagen.
Die ersten Router waren ja vollkommen damit ausgelastet, die IP Datengramme einfach nur weiterzuleiten, ohne sich weiter um deren Inhalt zu kümmern. „Best effort service“ hat man das genannt, weil ja der Aufwand für eine neutrale Weiterleitung der Daten ohne jede Einflußnahme tatsächlich insgesamt(!) am geringsten ist.
Mittlerweile ist man in der Lage, auf Kosten des Gesamtaufwands, zum Beispiel mit „Deep Packet Inspection“ und vielen anderen Möglichkeiten, den Verkehr zu analysieren, bevor man ihn weiterleitet, die Dienstgüte für einzelne Nutzer zu reduzieren, damit man die Dienstgüte für andere Nutzer (die mehr bezahlen), erhöhen kann, usw.
Weiters ist man in der Lage, aufgrund von Herkunft und Ziel der Datenströme, und aufgrund des Inhalts, diese beliebig zu drosseln oder zu bevorzugen.
Wie gesagt, das sind technische Möglichkeiten, und es ist eine politische Frage, ob diese Möglichkeiten auch tatsächlich angewendet werden (dürfen).
Zum Beispiel erzählt man, dass T-Mobile die Nutzung von Skype in seinem Netz unterbindet.
Ein Argument dafür ist zum Beispiel, dass man mit Hilfe solcher Techniken mehr Geld lukrieren kann, um den zukünftigen Ausbau der Netze sicherzustellen.
Ein Gegenargument ist, dass die Menschen (und mit ihnen die Wirtschaft), die „Lust am Internet“ verlieren könnten.
Weiters kommt man mit der unterschiedlichen Behandlung von Datenströmen gefährlich nahe an das heran, was man früher als Zensur bezeichnet hat (wird ja zum Beispiel von China so gehandhabt).
Wie gesagt, nur ein paar Gedanken, Kommentare willkommen.
Lg
Christoph