Die Freiheit? Die Freiheit!

Wie ich bereits im letzten Artikel geschrieben habe (nachzulesen hier), möchte ich einen Abschnitt aus dem Hochgebet zum Thema nehmen, um ein wenig in die Wertediskussion einzusteigen.

[…]Mache deine Kirche zu einem Ort der Wahrheit und der Freiheit,
des Friedens und der Gerechtigkeit,
damit die Menschen neue Hoffnung schöpfen.[…]

Zuletzt haben wir uns über die Wahrheit Gedanken gemacht, nun ist die Freiheit dran.

Eigentlich scheint die Freiheit ein Gegensatz zu sein zum Frieden, denn wenn uns jemand unsere bürgerliche Freiheit zu nehmen versucht, dann haben wir die Pflicht uns dagegen zu wehren.

Und das geht nicht immer nur mit friedlichen Mitteln.

Aber eigentlich will ich nicht über diese natürliche Form der Freiheit schreiben, sondern diesmal geht es mir um die übernatürliche Freiheit, nämlich um die Freiheit, um die es in der Fastenzeit geht.

Die Freiheit von den eigenen Begierden und Gelüsten. Wir müssen nicht immer nur unseren äußeren Neigungen nachgehen, Ziel ist es, unsere innersten Neigungen zu finden – die dem Willen Gottes entsprechen – und dann in den Willen Gottes einzuwilligen und so frei zu werden für Gott, nicht frei von Gott.

Wenn man diese Freiheitsbegriffe ein wenig ventiliert, wird man sich auch mit dem Zeitalter der Aufklärung kritisch auseinandersetzen müssen.

Meint
Euer Christoph

2 Responses to Die Freiheit? Die Freiheit!

  1. rotegraefin sagt:

    Aufklärung beginnt da wo sich etwas klärt, was bislang nur verschwommen wahrgenommen wurde. Es beginnt mit den berühmten drei Affen:“Nichts Böses sehen, hören und sagen!“
    Da spielen dann unsere Gefühle uns oft einen Streich.

    Aber was meinst Du mit Begierden? Was verstehst Du darunter?

    • Yeti sagt:

      @rg
      mit Begierde meine ich vor allem, wenn in mir dieses Gefühl hochsteigt, dass ich etwas Bestimmtes unbedingt haben will, und zwar für mich und jetzt.

      Da ist dann ein gewisser Konsumverzicht – z.B. anläßlich der Fastenzeit – ganz schön heilsam, weil er mir zeigt, dass ich an die Dinge nicht angekettet bin, sondern dass ich mich loslösen kann.

      Ist mit manchen Dingen äußerst beschwerlich, zahlt sich aber aus, damit man sich nachher wieder ein Stück freier fühlt.

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