42! Paßt! Weiter so!

Wenn wir Menschen sagen, dass eine Sache einen Sinn ergibt, dann meinen wir damit meistens, dass es irgendwie zusammenpasst.

Wenn da in unserem Gehirn die eingebaute Mustererkennung anschlägt und sagt „kenn ich schon“, dann sind wir beruhigt und erfreut, dass wir das Leben schon so gut im Griff haben, weil die neue Erfahrung mit dem alten Modell im Gehirn übereinstimmt.

Wenn hingegen die neue Erfahrung mit den alten Mustern nicht zusammenpasst, dann sind wir oft geneigt, die neue Erfahrung schlechtzumachen, zu ignorieren oder sogar zu bekämpfen, weil sie uns ja gezeigt hat, „dass wir nicht recht hatten“.

Wenige Menschen bleiben ihr ganzes Leben lang so flexibel, dass sie aufgrund neuer Tatsachen ihre alten Meinungen adaptieren und ergänzen.

So ist der Sinn des Lebens also darin zu suchen, dass man ein Leben führt, in dem „alles passt“.

Beim Thema „Sinn des Lebens“ muss ich unwillkürlich an die Zahl „42“ und an den Hitchhikers Guide denken, denn oft verwechselt man die „Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ mit der „Frage nach dem Sinn des Lebens“.

So wie man die Frage nach dem Sinn des Lebens ganz einfach mit dem Hinweis auf das Leben beantworten kann, in dem alles zusammenpaßt, „aus einem Guss ist“, so kann man die Frage nach dem „Universum, dem Leben und dem ganzen Rest“ definitiv nicht beantworten.

Denn diese Frage ist eine beliebige Frage und sie kann auch nur zu einer beliebigen Antwort führen, eben „42“. Denn wenn man einen Computer fragt, der ja eine Rechenmaschine ist, dann muss als Antwort zwangsläufig eine Zahl herauskommen.

Lustig ist übrigens, dass die Zahl 42 im IA-5-Alphabet dem Zeichen „*“ entspricht, welches hinwiederum in Dateinamen als Platzhalter für Beliebiges steht.

Meint

Euer Christoph

4 Responses to 42! Paßt! Weiter so!

  1. hansarandt sagt:

    Vielen Dank für den Hinweis auf den ASCII Code 42=“*“.
    Jetzt weiß ich auch, auf welche Frage 42 die Antwort war.
    Die Frage lautete: „Was ist die Wahrheit?“
    Die Antwort lautet: „42“ was so viel bedeutet wie „*“.
    Das Sternchen ist ein Platzhalter für alle möglichen Werte, die diese Variable annehmen kann.
    Übersetzt man diese Information von der Computersprache in die viel höher entwickelte Sprache des menschlichen Geistes, lautet die Antwort auf die Frage, „was ist die Wahrheit?“: „Es gibt unendlich viele verschiedene Wahrheiten.
    Diese Antwort ist richtig!
    Das zeigt uns, dass auch unterentwickelte Sprachen richtige Antworten hervorbringen können.
    Auch in hochentwickelten Sprachen sind neben vielen richtigen auch unendlich viele falsche Antworten auf wesentliche Fragen des Menschseins gegeben worden.
    Eine weit verbreitete Antwort auf die Frage, was Wahrheit ist, lautet: „Es gibt nur eine Wahrheit!“
    Diese falsche Antwort zieht sich wie ein roter Faden durch die Religions- und Geistesgeschichte. Man bezeichnet diese Antwort auch gerne als „Monotheismus“.
    Von Vorformen in der Antike abgesehen, in der ich mich zu wenig auskenne, ist dieser falsche Gedanke das erste Mal im Alten Testament geäußert worden.
    Im ersten der Zehn Gebote finden wir schon das Verbot, andere Götter neben dem Gott Israels zu verehren bei Androhung der Rache Gottes bis in die vierte Generation (im zweiten Gebot, 2. Mose 20,5).
    Dieses Gebot der Ausschließlichkeit steigert sich im jüdischen Glaubensbekenntnis, dem „Schma Israel“ (Höre Israel Gott Jahwe ist einzig 5. Mose 6,4) in die Behauptung, dass es überhaupt nur einen Gott gibt.
    Im Christentum und im Islam ist dieses Diktum umstandslos übernommen worden.
    Die Behauptung, es gäbe nur einen Gott bzw. nur eine Wahrheit hat wesentlich mit dazu beigetragen, die ganze Menschheit in eine Serie nicht abreißen wollender Kriege mit Abermillionen von Toten zu führen.
    Die Androhung der unbarmherzigen Rache Gottes im Zweiten Gebot (s.o.) lässt diese verhängnisvolle Entwicklung bereits erahnen.
    Die Antwort: Es gibt nur eine Wahrheit ist falsch! Richtig ist 42, es gibt unendlich viele Wahrheiten.
    Menschen, die tatsächlich vom Geist Gottes ergriffen wurden und nicht nur Gott für ihre persönlichen Zwecke missbraucht haben, wurde diese Erkenntnis bereits lange vor der Entwicklung der Computer zuteil.
    Einer dieser Geist begabten war Johann Wolfgang von Goethe. Er sagte nicht „42“ aber er meinte nichts anderes als er schrieb:
    „Als Naturforscher sind wir Pantheisten, als Poeten sind wir Polytheisten und als sittliche Wesen sind wir Monotheisten.“
    Er hätte auch sagen können: Es gibt nichts, was es nicht gibt oder eben „42“. Das hat er natürlich nicht gesagt, weil er sich viel schöner ausdrücken konnte.
    PS.
    Nun ist der Monotheismus ja nicht nur eine „Sitte“ sondern, wie wir immer wieder erleben müssen, eine verheerende Unsitte. Diese Unsitte beschränkt sich nicht nur auf die großen Weltreligionen.
    Die falsche Behauptung, es gäbe nur eine Wahrheit findet sich auch im Marxismus, im Kommunismus, im Nationalsozialismus, und auch in der modernen Behauptung es gäbe nur eine Wahrheit, nämlich die naturwissenschaftliche Wahrheit. Auch die naturwissenschaftliche Wahrheit ist nur eine unter unendlich vielen anderen Wahrheiten.

  2. Yeti sagt:

    Hallo Hans

    Dem möchte ich, auf diesem Blog, nichts hinzufügen.

    Sollten wir uns irgendwann einmal unter vier Augen treffen, IRL, werde ich gerne mehr von meiner Religion erzählen, und dass sie in Wirklichkeit garnicht so grausam ist, wie man ihr nachsagt.

    Natürlich ist viel Schindluder getrieben worden, im Lauf der Geschichte.

    Christoph
    sodalis marianus
    a.m.D.g.

  3. Yeti sagt:

    Nur eine kleine Anmerkung:

    Die Frage lautete nicht: „Was ist Wahrheit?“, sondern „Die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“.

    Die Frage nach der Wahrheit hat Jesus beantwortet: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“.

    Wenn man Jesus glaubt, dann ist das eine ganz brauchbare Antwort.

    Aber, wie ich schon woanders geschrieben habe, hat Jesus diese Antwort nicht öffentlich gegeben, sondern im kleinen Kreis.

    Ein Faktum, das uns zu denken geben sollte.

    Die andere Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ läßt sich eindeutig mit „42“ beantworten.

    Meint
    Euer Christoph

  4. […] hat es nicht. Das war MEINE Idee, die ich am 26.Mai 2014 hier gepostet […]

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