Aussen und Innen

August 28, 2014

Der Artikel des Bloggers „Ausgesucht“ über das anthropische Prinzip hat mich mal wieder an den alten Trick der Religionslehrer erinnert.

Ich bin in den 70er und 80er Jahren in die Schule gegangen, aber damals hat uns unser Religionslehrer immer noch allen ernstes gelehrt, dass es ein Wunder Gottes sei, wenn die Sauerstoff-Konzentration in der Atmosphäre tatsächlich auf unsere Lunge abgestimmt ist. Weniger Sauerstoff und wir würden ersticken, mehr Sauerstoff und unsere Lungenbläschen würden verbrennen.

Aber nein – o Wunder Gottes – die Konzentration des Sauerstoffs in der Atmosphäre stimmt genau mit unseren Bedürfnissen überein.

Auch als Studenten wollte uns noch ein Pfarrer – der dann Bischof geworden ist – einreden, dass es ein Wunder Gottes sei, wenn die Erde genau in dem Abstand von der Sonne ihre Umlaufbahn hat, der für uns optimal ist.

O Wunder o Wunder.

Das Wunder wäre aber, wenn heutzutage noch irgendjemand dieser Argumentation folgen würde.

Die Frage ist eher immer die Frage nach dem Aussen (dem Beobachter) und dem Innen (dem Beobachteten).

Als Beobachter gehe ich immer davon aus, dass ich Aussen stehe, aber was das Universum betrifft, stehen wir eben Innen.

Meint
Euer Christoph


Vom geozentrischen über das heliozentrische zum egozentrischen Weltbild

August 8, 2014

In meinem Inneren mögen Naturgewalten toben.

Da mögen Liebe, Haß, Gleichgültigkeit, Zuneigung und andere große Gefühle in einem ewigen Auf und Ab sich immer gegenseitig bekämpfen und ergänzen.

Aus der Sicht des Universums ist das relativ gleichgültig.

Die gesamte Galaxie kreist um ein schwarzes Loch in der Mitte.

In einem Spiralarm ganz aussen, unwichtig für die Galaxie, kreist ein Sonnensystem mit einem Stern mittlerer Größe.

Um diesen Stern kreist zusammen mit 7 anderen Planeten ein blauer Planet, den seine Bewohner Erde nennen.

Aus Sicht des Universums hat dieser Planet nicht einmal einen Namen, so unwichtig ist er.

Und die Menschen – so nennen sie sich – bilden sich ein, sie seien der Nabel des Universums.

Wohltuend hingegen die Relativitätstheorie, die uns nahelegt: „Das Universum hat keinen Nabel“.

Meint
Euer Christoph


Vom Echo der Seele – neues Büchlein fertig

August 2, 2014

In der Reihe „kleine religiöse Büchlein“ (siehe den Tab oben im Blog) gibt es jetzt ein neues:

Vom Echo der Seele.

Lg
Christoph


Die Kirche im Dorf lassen

Juli 11, 2014

Hans Arandt macht auf seinem Blog immer wieder darauf aufmerksam, dass die Relativitätstheorie viele Fragen aufwirft.

Erste Frage: Ist alles relativ?

Insbesondere sei es natürlich ein Problem für unseren Hausverstand und für unser natürliches Empfinden, wenn Eigenschaften wie die Gleichzeitigkeit von Ereignissen keine absoluten Eigenschaften mehr sind, sondern relative Eigenschaften.

Was ist eine absolute Eigenschaft und was ist eine relative Eigenschaft?

Wenn sich zum Beispiel zwei Menschen beim Frühstück gegenübersitzen, dann ist die Eigenschaft, ob die Tasse rechts oder links vom Teller steht, eine relative Eigenschaft.

Denn für den einen steht die Tasse links vom Teller, für den anderen steht dieselbe Tasse rechts vom selben Teller.

Die Temperatur des Kaffees aber ist eine absolute Eigenschaft, denn beide Menschen messen dieselbe Temperatur.

In der Relativitätstheorie gibt es die Eigenzeit als absolute Eigenschaft einer Zeitdauer (das ist die Zeitdauer, die eine mitbewegte Uhr anzeigt. Alle anderen Uhren messen jedoch andere Zeitdauern für denselben Prozess und auch die Gleichzeitigkeit von Ereignissen ist keine absolute Kategorie. Zwei Ereignisse, die für den einen Beobachter gleichzeitig auftreten, tun dies für einen anderen Beobachter nicht unbedingt.

Es gibt auch die Eigenlänge eines Objektes, das ist die Länge, die der mitbewegte Beobachter mißt, aber ein anderer Beobachter mißt u.U. eine andere Länge desselben Objektes. (Dass Länge relativ sei, ist wohl die Aussage der Relativitätstheorie, die die meisten Männer vor den Kopf stößt 😉 )

Frage zwei: Widerspricht die Relativitätstheorie unserem Hausverstand

Ja.

Wenn nun Längen, Zeitdauern, Gleichzeitigkeiten usw. keine absoluten Größen mehr sind sondern vom Beobachter (also vom Bewegungszustand der Messgeräte) abhängen, dann ist das eine schwere Herausforderung an unseren Intellekt.

Sprechen wir vorläufig bitte nur über die spezielle Relativitätstheorie (mit der ich mich ein wenig beschäftigt hatte), dann muss man aber ergänzen, dass die relativistischen Effekte erst bei Geschwindigkeiten über 10% der Lichtgeschwindigkeit maßgeblich werden.

Im alltäglichen Leben haben wir mit derartigen Geschwindigkeiten nichts zu tun und es ist deswegen nicht weiter verwunderlich, dass unser natürliches Empfinden nichts mit der Relativitätstheorie anfangen kann (solche Geschwindigkeiten sind wir einfach nicht gewohnt).

Selbst Apollo 11 war „nur“ mit einer Geschwindigkeit von ca. 10 km/sec unterwegs auf ihrem Weg zum Mond, 10% der Lichtgeschwindigkeit hingegen wären 30,000 km/sec.

Die klassische, Newton’sche, Mechanik folgt aus der Relativitätstheorie als Grenzfall v << c (v sehr viel kleiner der Lichtgeschwindigkeit), und ist wie gesagt, in den allermeisten Fällen weiterhin – als Näherung – gültig.

Frage 3: Eine Sache und die Wahrnehmung einer Sache ist doch nicht dasselbe?

Darüber kann man trefflich philosophieren.

Meiner Meinung beschäftigt sich die Physik nur mit meßbaren Größen. Wenn wir vom „Beobachter“ sprechen, dann meinen wir in der Relativitätstheorie immer ein Meßgerät oder einen geschulten Beobachter mit unbestechlichen Sinnen.

Der Stab hat im Bezugssystem A die Länge A und er hat im Bezugssystem B die Länge B, da Länge eben eine relative Eigenschaft ist.

Dass es sich in beiden Bezugssystemen um DENSELBEN Stab handelt, bestreitet niemand.

Vierte Frage: Wie lange muss man fliegen, um einen Tag jünger zu werden

Die Mathematik zum sogenannten Zwillings-Paradoxon hatte ich auf folgendem Blog-Beitrag ausgearbeitet:
Einstein und die Zwillinge

Hinweis: Jener Blog-Beitrag basiert auf der SRT, eigentlich benötigt man für das Zwillings-Paradoxon die ART.

Lg
Christoph


Heiligt der Zweck die Mittel?

Mai 31, 2014

Es gab vor einiger Zeit, soweit ich als Laie das mitbekommen habe, eine Diskussion unter Moraltheologen über die Theorie der sogenannten „Güterabwägung“.

Gibt es Handlungen, die in sich gut oder in sich böse sind, oder muss man jede Handlung über ihre Auswirkungen bewerten?

Aber, als Techniker muss ich hier einhaken, was ist denn der Unterschied zwischen Handlung (also dem, was ich mit meiner Hand tue) und Auswirkung?

Viele Naturgesetze äußern sich in Zusammenhängen zwischen Ursache und Änderung einer Auswirkung.

Zum Beispiel ist die Kraft, die man an einen Körper anlegt, direkt proportional zur Änderung der Bewegungsgröße. Bewegung ist also eine Wirkung der Kraft.

Die Kraft kommt zuerst, dann kommt die Bewegung. Ursache und Wirkung.

Aber wenn die Bewegung erst einmal in einem sogenannten „eingeschwungenen“ Zustand ist, dann kann man nicht mehr so gut zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden.

Wenn man zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden möchte, muss man also genau hinsehen.

Und aus der Wirkung folgt vielleicht noch eine weitere Wirkung und noch eine weitere Wirkung und noch eine weitere Wirkung.

So weiss man manchmal nicht so genau, was ist die „Ur-“ Ursache und was ist die „letztendliche“ Auswirkung.

Und hier sehe ich auch ein Problem, den Wert einer Handlung aus den Auswirkungen zu bestimmen. Denn es gehört schon eine ganz schöne Portion Überheblichkeit dazu, wenn man glaubt, man könnte alle Auswirkungen einer Handlung im voraus berechnen.

Und so ist die Formulierung eines Gesetzes eben im Idealfall eine Erleichterung für den Einzelnen.

Natürlich ist es für nichts und niemanden schädlich, wenn ich bei rot über die Straße gehe, solange ich nur darauf achte, dass kein Auto kommt.

Aber was, wenn mich ein kleines Kinid sieht, und in seiner Naivität mein Verhalten blind nachmacht?

Bin ich dann nicht unter Umständen verantwortlich für den Tod eines Kindes?

Und so helfen uns die konkreten Gesetze dabei, unsere Handlungen zu bewerten, eben ohne alle Auswirkungen im vorhinein berechnen zu müssen.

Und auch hier ist es wieder eine Frage des Maßhaltens. Denn am Wichtigsten im Leben ist es zu wissen, welche Regeln man nicht brechen sollte, und welche Regeln zum Brechen gemacht worden sind 😉

Meint
Euer Christoph


42! Paßt! Weiter so!

Mai 26, 2014

Wenn wir Menschen sagen, dass eine Sache einen Sinn ergibt, dann meinen wir damit meistens, dass es irgendwie zusammenpasst.

Wenn da in unserem Gehirn die eingebaute Mustererkennung anschlägt und sagt „kenn ich schon“, dann sind wir beruhigt und erfreut, dass wir das Leben schon so gut im Griff haben, weil die neue Erfahrung mit dem alten Modell im Gehirn übereinstimmt.

Wenn hingegen die neue Erfahrung mit den alten Mustern nicht zusammenpasst, dann sind wir oft geneigt, die neue Erfahrung schlechtzumachen, zu ignorieren oder sogar zu bekämpfen, weil sie uns ja gezeigt hat, „dass wir nicht recht hatten“.

Wenige Menschen bleiben ihr ganzes Leben lang so flexibel, dass sie aufgrund neuer Tatsachen ihre alten Meinungen adaptieren und ergänzen.

So ist der Sinn des Lebens also darin zu suchen, dass man ein Leben führt, in dem „alles passt“.

Beim Thema „Sinn des Lebens“ muss ich unwillkürlich an die Zahl „42“ und an den Hitchhikers Guide denken, denn oft verwechselt man die „Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ mit der „Frage nach dem Sinn des Lebens“.

So wie man die Frage nach dem Sinn des Lebens ganz einfach mit dem Hinweis auf das Leben beantworten kann, in dem alles zusammenpaßt, „aus einem Guss ist“, so kann man die Frage nach dem „Universum, dem Leben und dem ganzen Rest“ definitiv nicht beantworten.

Denn diese Frage ist eine beliebige Frage und sie kann auch nur zu einer beliebigen Antwort führen, eben „42“. Denn wenn man einen Computer fragt, der ja eine Rechenmaschine ist, dann muss als Antwort zwangsläufig eine Zahl herauskommen.

Lustig ist übrigens, dass die Zahl 42 im IA-5-Alphabet dem Zeichen „*“ entspricht, welches hinwiederum in Dateinamen als Platzhalter für Beliebiges steht.

Meint

Euer Christoph


Die Person Jesu Christi

April 19, 2014

Ich habe jetzt diese Woche ein wenig im Buch „Jesus von Nazareth“ geschmökert, das uns Papst Benedikt XVI. geschenkt hat.

Ich denke, er wird mir nicht böse sein, wenn ich eine Stelle zitiere, die mir sehr zentral vorkommt:

Zitat aus „Jesus von Nazareth“, Papst Benedikt XVI., S. 136 – 137:

[…]Versuchen wir, das Wesentliche dieses Gesprächs aufzunehmen, um Jesus zu erkennen und um unsere jüdischen Brüder besser zu verstehen. Der Zentralpunkt wird – wie mir scheint – sehr schön sichtbar in einer der beeindruckendsten Szenen, die Neusner in seinem Buch entwirft. Neusner war – in seinem inneren Dialog – Jesus den ganzen Tag über gefolgt und zieht sich nun zu Gebet und Torastudium mit den Juden einer kleinen Stadt zurück, um das Gehörte mit dem dortigen Rabbi – immer im Gedanken der Gleichzeitigkeit über Jahrtausende hin – zu besprechen. Der Rabbi zitiert aus dem Babylonischen Talmud: „‚Rabbi Simlaj trug vor: Sechshundertdreizehn Vorschriften sind Mose überliefert worden; dreihundertfünfundsechzig (Verbote) entsprechen den Tagen des Sonnenjahres, und zweihundertachtundvierzig (Gebote) entsprechen den Gliedern des Menschen. Hierauf kam David und brachte sie auf elf … Hierauf kam Jesaja abermals und brachte sie auf zwei … Vielmehr, hierauf kam Habakuk und brachte sie auf eines, denn es heißt: Der Fromme wird durch seinen Glauben leben (Habakuk 2,4)'“ (ebd., S. 113f).

In Neusners Buch folgt darauf der folgende Dialog: „‚Und dies‘, fragt der Meister, ‚hatte Jesus, der Gelehrte, zu sagen?‘ Ich: ‚Nicht genau, aber ungefähr.‘ Er: ‚Was hat er weggelassen?‘ Ich: ‚Nichts.‘ Er: ‚Was hat er dann hinzugefügt?‘ Ich: ‚Sich selbst.'“ (S. 114). Dies ist der zentrale Punkt des Erschreckens vor Jesu Botschaft für den gläubigen Juden Neusner, und dies ist der zentrale Grund, warum er Jesus nicht folgen will, sondern beim „ewigen Israel“ bleibt: die Zentralität des Ich Jesu in seiner Botschaft, die allem eine neue Richtung gibt. Neusner zitiert an dieser Stelle als Beleg für diese „Hinzufügung“ das Wort Jesu an den reichen jungen Mann: „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz, komm und folge mir“ (vgl. Mt 19,20; S. 114). Die Vollkommenheit, das von der Tora verlangte Heiligsein, wie Gott heilig ist (Lev 19,2; 11,44), besteht jetzt darin, Jesus nachzufolgen.[…]

Ende Zitat.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen

Meint
Euer Christoph


Der Neid ist eine starke Triebkraft……

April 8, 2014

……deswegen muss es auch immer zwei Sith Lords geben in der Erzählung vom Krieg der Sterne.

Meint
Euer Christoph


Raum und Zeit und Materie

April 6, 2014

Im Jahr 2012 hatte ich mir auf diesem Blog einige Gedanken zur speziellen Relativitätstheorie gemacht.

Damals gab es unter anderem folgenden Artikel, https://letztersein.wordpress.com/2012/03/23/lange-ist-relativ/, in dem ich versucht habe die Minkowski Diagramme zu verstehen.

Ich darf nochmal einige Sätze zitieren:

Zitat:

Der “ruhende” Stab ist also im “bewegten” Bezugssystem kürzer, als im “ruhenden” Bezugssystem (ich schreibe absichtlich er “ist” im bewegten System kürzer, und nicht er “erscheint” aus der Sicht des bewegten Beobachters kürzer).

Wie wir gesehen haben, entfällt in der speziellen Relativitätstheorie nicht nur der absolute Begriff der Länge sondern auch der absolute Begriff der Gleichzeitigkeit (da Gleichzeitigkeit ja vom Bezugssystem abhängt).

Was man aber absolut (unabhängig vom Bezugssystem) zu zwei Ereignissen und ihren Beziehungen immer noch sagen kann, ist eine Einteilung in einen der folgenden vier Fälle:

  1. Man erreicht das eine Ereignis vom anderen mit Unterlichtgeschwindigkeit (die Verbindungsstrecke zwischen den beiden Ereignissen ist im Minkowski-Diagramm steiler als 45°)
  2. Man erreicht das eine Ereignis vom anderen genau mit Lichtgeschwindigkeit (die Verbindungsstrecke zwischen den beiden Ereignissen ist im Minkowski-Diagramm also genau 45° steil)
  3. Man erreicht das eine Ereignis vom anderen mit Überlichtgeschwindigkeit (die Verbindungsstrecke zwischen den beiden Ereignissen ist im Minkowski-Diagramm flacher als 45°)
  4. Beide Ereignisse sind identisch

In der Relativitätstheorie nennt man diese Lagen der Ereignisse zueinander

  1. eine “zeitartige” Lage
  2. eine “lichtartige” Lage
  3. eine “raumartige” Lage

Philosophische Interpretation:

Meiner Meinung ist Fall 3 der philosophisch interessanteste. Letzten Endes bedeutet eine “raumartige” Lage ja, dass die Reihenfolge der Ereignisse nicht absolut festgelegt ist, was man in einer philosophischen Sichtweise so interpretieren könnte, dass sie eben “quasi gleichzeitig” stattfinden, weil eine eventuelle Kausalität zwischen den Ereignissen ja keine zeitliche Richtung mehr hat (oder man negiert die Möglichkeit einer absoluten Kausalität in diesem Fall).

Wenn also zwei Ereignisse z.B. einige Meter auseinander liegen (der “direkte Aktionsradius” eines Menschen), dann haben wir keinen ZeitPUNKT, den wir als “Jetzt” bezeichnen können, sondern bereits einen ZeitRAUM, den wir physikalisch als “Jetzt” bezeichnen müssen, denn innerhalb dieses Zeitraumes gibt es keine klare Trennung zwischen “früher” und “später”.

Da dieser Zeitraum „Jetzt“ allerdings weit unter dem Zeitraum liegt, den unser Gehirn als „Jetzt“ erkennt, ergeben sich dadurch keine praktischen Probleme.

Bei großen räumlichen Abständen wird dieser Effekt deutlicher. Z.B. macht die Frage „Was passiert im Andromedanebel „JETZT““ aus Sicht der Relativitätstheorie keinen großen Sinn.

Ende Zitat

Zum Problem der Definition des „Jetzt“ kommt auch noch das Problem der „Identität“ des Stabes.

Die Ereignisse, die im bewegten Bezugssystem gleichzeitig auftreten und den Stab „Jetzt“ „definieren“ (abgrenzen), sind andere Ereignisse, als die die im unbewegten Bezugssystem gleichzeitig auftreten und somit den Stab im unbewegten Bezugssystem definieren.

Die Frage, die sich hier stellt: „WAS ist der Stab? Wie kann ich seine IDENTITÄT feststellen?“ Haben wir nicht zu JEDEM Zeitpunkt und in JEDEM Bezugssystem einen ANDEREN Stab? IST es dennoch ein Stab?

Zugegeben, das sind keine physikalischen Fragen, denn die Physik stellt die Frage nach dem WAS der Materie nicht und auch nicht die Frage nach der IDENTITÄT von Objekten.

Aber ich fühle mich angeregt, mich in nächster Zeit nicht nur mit der „Theorie von Raum und Zeit“ (also der Relativitätstheorie), sondern auch ein wenig mit der „Theorie der Materie“ (also der Quantentheorie) zu beschäftigen. Vielleicht ergeben sich wieder ein paar nette Artikel.

Meint
Euer Christoph


Kleine religiöse Büchlein – II

März 30, 2014

In der Serie „kleine religiöse Büchlein“ ist jetzt das zweite fertig geworden:

„Über die Wahrheit“ – zu finden hier.

Lg
Christoph