Weh dem, der will!

Februar 20, 2026

Liebe Leser!

Ist das nicht schon wieder so ein ausgebuffter Blödsinn, wie man ihn auf meinen Blogs öfters findet?

  • Weh dem, der will?

Na ja, wenn Du etwas willst – und wenn Du diesen Willen auch aussprichst – , dann wird man Dich an dieser Aussage messen.

Das Wort „Ich werde….“ ist der größte Streßproduzent von allen.

  • „Ich werde dieses Projekt mit 17. März fertig haben“
  • „Ich werde Dich niemals betrügen“
  • „Ich werde Dich glücklich machen“
  • „Ich werde mehr beitragen, als ich mir herausnehme. Immer“
  • „Ich werde mein Studium in Mindestzeit abschließen“
  • „Ich werde heute endlich mal den Mistkübel hinunter tragen“
  • „Ich werde immer an Dich denken“
  • „Ich werde mein Zimmer zusammenräumen“
  • „Ich werde glückliche Kinder haben“
  • „Meine Frau wird glücklich sein“
  • „Mein Mann wird glücklich sein“
  • „Ich werde am Aufbau des Gottesreiches mitarbeiten“

Natürlich muss man Ziele haben – sonst macht man ja gar nichts – aber es gibt einen guten Spruch, der sagt: „Wenn Du willst, dass Gott lacht, dann erzähl‘ ihm Deine Pläne“.

Oder, etwas älter: „Der Mensch denkt, und Gott lenkt“.

Das Wollen impliziert das Scheitern. Der Erfolg ist ein gar seltener Geselle, und auch wenn Du einen Erfolg hast, wird sicher ein höhergestelltes Rindvieh kommen, und sich die Lorbeeren dafür umhängen.

Und all das kann ganz schön an Dir nagen, weshalb ich dabei bleibe: weh dem, der etwas will!!

Ich bitte Euch, mich nicht mißzuverstehen. Ziele sind etwas Gutes. Es ist gut, wenn Du Dich auf Deine Neugier einlässt und den Spuren folgst, die Du im Schnee des Lebens findest. Wenn Du noch nach etwas strebst.

Aber Du bist nicht der Vater Deines Erfolgs. Mit biblischen Worten gesprochen: Du bist der Sämann, aber Du bist nicht der Herr der Ernte. Mit dieser Rollenverteilung musst Du zufrieden sein, sonst wirst Du kein Glück finden.

Meint

Euer Christoph


Die Enden der Leitung

Februar 10, 2026

Liebe Leser!

In letzter Zeit hört man immer wieder davon, dass Betrüger mit Hilfe von KI – also künstlicher Intelligenz – die Stimme oder das Aussehen von Menschen in Telefonaten oder Videos imitieren und somit in betrügerischer Absicht missbrauchen.

Nun gut. Das Prinzip ist an sich nichts Neues, aber neu ist, dass diese Sache kostengünstig und im großen Stil angewendet werden kann.

Das ist eine der unangenehmen Seiten des technischen Fortschritts, dass es immer wieder neue Situationen gibt, auf die wir uns neu einrichten müssen.

Da ich mich jedoch lieber mit Philosophie beschäftige, stelle ich mir jetzt aber folgende grundlegende Fragen, die eigentlich zeitlos sind:

  • Wie kann ich feststellen, wer „am anderen Ende der Leitung sitzt“?
  • Gibt es auch eine „Direktverbindung“ ohne Leitung dazwischen?
  • Was ist dieser MITM (man in the middle)?

Ich stelle mir diese Fragen insbesondere, da wir alle schon mit dem Telefon aufgewachsen sind, viele von uns sind sogar mit Computer und Internet aufgewachsen, sodass wir uns der Gesetzmäßigkeiten dieser Einrichtungen gar nicht mehr bewußt sind.

Viel zu sehr sind diese Gesetzmäßigkeiten längst in unserem Unbewussten abgespeichert.

Wer kann sich noch daran erinnern, wie es war als er das Telefonieren gelernt hat? Melde Dich mit Deinem Namen: „Hier Christoph Valentin“, und warte, bis Dein Gegenüber seinen Namen nennt.

Und: achte darauf, dass Du die Stimme kennst. Wenn es ein Fremder ist, dann legst Du am besten gleich wieder auf.

Ja, heute haben wir andere Möglichkeiten (ich weiss nicht, ob die „besser“ sind, aber zumindest sind sie „moderner“): Das Telefonnetz überträgt automatisch die Rufnummer des anrufenden Geräts und mein Handy hat ein Telefonbuch, sodass direkt der Name am Display angezeigt wird, noch bevor ich abhebe.

Dieser Mechanismus prüft natürlich nur, ob am anderen Ende wirklich das gemeinte Gerät verwendet wird, ob jedoch wirklich der entsprechende Mensch am Telefon hängt, das sieht man so auch nicht.

Aber zurück zur Philosophie.

Was ist allen diesen Arten der Authentisierung gemeinsam? WIE stelle ich fest, WER am anderen Ende der Leitung SITZT?

Richtig: allgemein gesprochen, überprüfe ich, ob das Gegenüber – so wie ich es durch die Leitung wahrnehme – bestimmten MUSTERN entspricht, die ich dann mit dieser Person GLEICHSETZE. Ist es die gewohnte Stimme? Kennt es bestimmte Informationen? Das kann so weit führen, dass man ein FAMILIENPASSWORT einführt, das nur den Familienmitgliedern bekannt ist.

Und, was uns bewusst sein muss, eigentlich sind wir ja nur daran interessiert, mit der PERSON zu kommunizieren, mit der PERSON AN SICH, mit ihrer SEELE. Dieses gesamte Drumherum mit Aussehen, Stimme, Gestik, Mimik und ähnlichen Äußerlichkeiten (meinetwegen auch dem Geruch) dient einzig und allein der KOMMUNIKATION ZWEIER SEELEN.

Es gibt Berichte, wonach es Menschen gibt, die die „Aura“ anderer Menschen „sehen“ bzw. „spüren“, wenn diese den Raum betreten. So stellen wir uns die Frage, ob es in den „untersten Schichten des Universums“ (die man bekanntlich auch als die „obersten Schichten“ betrachten kann) nicht so etwas wie eine „Direktverbindung der Seelen“ gibt, die sich keiner Äußerlichkeiten bedienen muss, die direkt „von Mensch zu Mensch“, von „Geschöpf zu Geschöpf“ funktioniert.

Was haben aber alle diese Gedanken – so nett sie auch sein mögen – mit dem Zentrum unserer Existenz zu tun? Mit Gott?

Warum habe ich mir die Frage nach der Authentizität des Gegenüber gestellt?

Warum frage ich nach der „Direktverbindung“?

Nun, tatsächlich lehrt uns auch unser Schulwissen, dass es eigentlich zwei Arten gibt, wie Gott mit uns in Kontakt tritt, wie er sich „offenbart“.

Erstens entdecken wir die Spuren Gottes in der Schöpfung. Das ist sozusagen die „natürliche“ Offenbarung, die uns allen offen steht.

Um bei unserem Bild von der Telefonleitung zu bleiben:

Hier ist sozusagen das Universum die „Telefonleitung zu Gott“, und in diesem „Telefonat“ (in unserem Leben) nützen wir die Zeit, die uns gegeben ist, um das „Muster Gottes“ am „anderen Ende des Universums“ zu entdecken.

Um IHN als das WAHRE GEGENÜBER zu identifizieren.

Unser Leben, alles, was uns in diesem Universum widerfährt, und alles, was wir diesem Universum antun, kann mithin als Gespräch mit Gott aufgefasst werden, der am „anderen Ende der Leitung sitzt“.

Doch es gibt auch einen anderen Weg.

Diesen anderen Weg haben die Mystiker beschrieben, die Gott nicht „außen“ suchten, sondern „innen“.

So, wie man sich vorstellen kann, dass Gott bei jedem Menschen anklopft, und um Einlass in dessen Herz sucht, so kann man sich denken, dass ein Mensch sich in sein Herz zurückzieht und Gott die Türe öffnet.

Solch übernatürliche Erfahrungen sind wohl recht selten, aber auch die „natürliche“ Offenbarung Gottes durch das Universum und durch die Kirche reicht einem gläubigen Menschen.

Gerade das Christentum ist eine Religion, die die Äußerlichkeiten nicht verachtet. Nach unserem Glauben war es Gott, der gesehen hat, dass die gelegentliche INDIREKTE Offenbarung durch die Propheten nicht ausgereicht hat, sondern er hat sich in seinem Sohn entäußert und ist Mensch geworden, damit er DIREKT mit uns reden kann.

So hat er in einer konkreten Gegend der Erde, in einem konkreten Zeitraum seine eigene Seele den Äußerlichkeiten ausgesetzt, um mit uns zu kommunizieren, so wie wir es gewohnt sind.

Er hat Gleichnisse aus dem Wirtschaftsleben verwendet (er war ja der „Sohn des Zimmermanns“), um uns unsere Beziehung zu Gott wieder neu zu erklären, sodass wir sie neu entdecken können. DIREKT und UNGESCHMINKT.

Er war der Sohn einer MUTTER, und er hat letzten Endes auch den TOD erlitten.

Und die AUFERSTEHUNG.

Meint

Euer Christoph


Innovation oder Klassenkampf? – II

Februar 2, 2026

Liebe Leser!

Unsere Reichen und Mächtigen haben den Glauben an die Innovation verloren. Sie setzen auf Klassenkampf und Krieg.

Eine starke Ansage (die ich HIER getätigt hatte).

Doch was steckt dahinter?

Einerseits ist es das Thema vom Kuchenstück oder vom Gesamtkuchen? Denn wenn ich die 100% Umsatz, die durch eine Arbeitsstunde generiert werden, mit den drei Kostenfaktoren vergleiche, dem Gewinn, den Kosten für die Vorleistungen und dem Mehrwert (Nettolohn), dann gibt es zwei grundlegende Möglichkeiten, den Gewinn zu steigern:

  • Die Methode „Klassenkampf“ und
  • Die Methode „Innovation“

Die Methode „Klassenkampf“

Bei gleichbleibendem Umsatz und gleichbleibenden Kosten für die Vorleistungen, kann man den Gewinn nur steigern, indem man vom Lohn etwas abzwackt.

Abbildung 1: Gewinnsteigerung durch Klassenkampf

Es ist dies sozusagen der kompetitive Ansatz, in dem die besitzende Klasse und die arbeitende Klasse einander gegenseitig ausspielen.

Man geht davon aus, dass der Gesamtkuchen konstante Größe hat, und streitet sich um das größere Stück.

Es ist leicht einzusehen, wohin das führt. Eine Verarmung der arbeitenden Klasse führt zu Unfrieden, Aufruhr und Aufständen.

Um das Volk „bei der Stange zu halten“, muss ein äußerer Feind her, letzten Endes ist es der Weg zum Krieg.

Der Krieg ist nur die internationale Fortsetzung des Klassenkampfes und führt zu Zerstörung und Leid.

Der Ansatz „Kollaboration und Innovation“

Diese Methode ist ein ewiger Kampf, ein Kampf um das Überleben der gesamten Menschheit, nachdem wir zuerst einmal erkannt haben, dass wir alle im selben Boot sitzen.

Es geht darum, durch Innovation den Umsatz per Arbeitsstunde zu steigern und/oder die Kosten für die Vorleistungen per Arbeitsstunde zu reduzieren, wie ich im folgenden Bild darstelle.

Abbildung 2: Gewinnsteigerung durch Innovation

Dieser Ansatz geht davon aus, dass sich die Eigentümer und die Arbeiter die Gewinnsteigerung durch Innovation gerecht aufteilen. Es geht also um Kooperation statt Wettbewerb der beiden Klassen, der besitzenden Klasse und der arbeitenden Klasse.

Der Trugschluss vom zerbrochenen Fenster

„Aber warum sollten wir kooperativ sein?“ fragt sich der Mächtige und Reiche.

Ist es nicht einfacher, sich die Güter einfach zu nehmen? Man hat ja Macht und Einfluss.

Und: „Schafft ein Krieg nicht Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie?“, „Gab es unter Hitler nicht eine <ordentliche Beschäftigungspolituk>?“

Das ist der Trugschluss vom zerbrochenen Fenster.

Man wird uns sagen, der Krieg kurble die Wirtschaft an.

Doch lassen wir uns nicht täuschen: Ein Fenster einzuschlagen, schafft zwar Arbeit für den Glaser, aber das Dorf ist danach nicht reicher – es hat nur ein Fenster weniger. Wer heute auf Waffen setzt, hat den Mut verloren, Fenster zu bauen, durch die wir in eine bessere Zukunft blicken könnten.

Meint

Euer Christoph


Der Feuersee

Januar 31, 2026

Liebe Leser!

Diesmal möchte ich mich einem schwierigen Thema widmen.

Die Kirche hält nämlich immer noch am Glauben an die Hölle fest, auch wenn wir heutzutage nicht gerne vom Teufel, von der Hölle oder vom Tod reden.

Diese Themen nehmen den durchschnittlichen Leser zu sehr mit, um ihn damit zu beanspruchen.

Dennoch, und das ist leider wahr: Leben kann schiefgehen.

Wenn also ein Mensch endgültig und ein für alle mal sich entscheidet, dass er von Gott nichts wissen möchte und dass er tatsächlich in die ewige Verdammnis kommen WILL (was man bezweifeln kann, ob das jemals geschehen wird), dann glaube ich dennoch, dass Gott trotzdem der Barmherzige ist.

Das ist zwar meines Wissens nicht durch die Schrift belegt und ich glaube auch, dass es in der Tradition der Kirche nicht verankert ist, dennoch MÖCHTE ich glauben, dass dann der liebe Gott diesem Menschen die Gnade gewähren wird, im Nichts zu versinken und aus dem Gedächtnis der Völker endgültig gelöscht zu werden.

Meint

Euer Christoph


Traum von der anderen Welt

September 28, 2025

Liebe Leser!

Am 17. Jänner diesen Jahres hatte ich eine erste Idee, wie ich mein nächstes Buch angehen könnte (siehe https://letztersein.com/2025/01/17/neues-buch/).

Nun hat mir heute geträumt, dass es von der anderen Welt handeln sollte, deshalb verkünde ich jetzt den Arbeitstitel „Die andere Welt“ (ich nehme an, ein Buch mit diesem Titel wird es bereits geben, aber das ist schon OK, ich schreibe ja ohnehin nichts Neues, niemals).

Die andere Welt mag Dir als Fiktion erscheinen, aber ich kann Dir versichern: „Es gibt sie“.

Oder, wie Han Solo sagen würde: „Es ist alles wahr“.

Gerade er, der alte Zweifler, der einem ordentlichen Blaster immer mehr vertraute, als der Macht, gerade er nahm in Episode 7 diese Worte in den Mund.

Sollte uns das nicht zu denken geben?

Meint

Euer Christoph


Von der Reziprozität

Juni 19, 2025

Liebe Leser!

Unbestritten, wir alle wollen geliebt werden, wenn möglich ohne Vorbedingungen.

Aber trotzdem haben wir alle ein seltsames, ungutes Gefühl, wenn wir Leistungen konsumieren, ohne eine Gegenleistung zu erbringen.

Wenn wir die Gesetze der Reziprozität verletzen.

Letzten Endes geht es ja auch in der Wirtschaft immer um eine angemessene Gegenleistung zu jeder Leistung.

Da zu diesem Thema einiges zu sagen ist, habe ich jetzt ein 15. „kleines religiöses Büchlein“ geschrieben.

Es liegt auf der Seite: https://letztersein.com/reziprozitat

Meint

Euer Christoph


Was ist Wahrheit?

April 26, 2025

Der israelische Historiker Yuval Noah Harari erzählt immer wieder von der Erkenntnis, dass im Kampf der Wahrheit gegenüber der Fiktion oft die Wahrheit das Nachsehen hat.

Er führt das auf drei Ursachen zurück.

  • Fiktion ist billiger und einfacher zu erzeugen, als evidenzbasierte Wahrheit
  • Die Wahrheit ist manchmal kompliziert, im Vergleich zur Fiktion, die man so simpel gestalten kann, wie man will
  • Wahrheit ist manchmal schmerzhaft, während man Fiktion beliebig angenehm gestalten kann

Und weil viele große Netzwerke – auch politische Systeme – auf der Erzählung einfacher Erklärungen basieren, mit deren Hilfe, also mit Hilfe dieser Fiktionen, es möglich ist, große Gruppen von Menschen zusammenzuhalten, deshalb darf es nicht verwundern, dass es zwischen Politik und Wissenschaft immer wieder Reibereien gibt.

Vordergründig mag der Streit zwischen Präsident Trump und der Harvard Universität daran liegen, dass Trump einer eher rechten Ideologie folgt und die Professoren eher links sind, aber letzten Endes sind das nur zwei Seiten ein- und derselben Medaillie.

Ich vermute: Letzten Endes geht es um die Wahrheit an sich.

Mit der Benennung seiner Social Media Plattform als „Truth Social“ hat Trump klar gemacht, dass er im Besitz der Wahrheit ist und alle anderen Institutionen, die sich um die Wahrheit bemühen, sich vor ihm fürchten müssen.

In Amerika wird es bald drei Dinge geben.

  • Untergrundwissenschaft
  • Untergrundkirche
  • Untergrundkünstler

Ich hoffe, dass ich mich irre.

Meint

Euer Christoph


Vom Sinn des Lebens

Februar 6, 2025

Liebe Leser!

Jetzt habe ich behauptet, das Leben auf unserem Planeten sei angetreten, auf dem Planeten „Ordnung zu machen“. Siehe dazu meinen letzten Beitrag „Von der guten Ordnung!“.

Natürlich ist diese Behauptung eine menschliche Interpretation des Universums, und insbesondere des Planeten, so wie wir diese vorfinden.

Ich glaube es ist kein großes Geheimnis, dass wir Menschen immer einen Sinn suchen, nach Ordnung und nach Erklärungen für „das Alles“ streben.

Wir fühlen uns glücklich, „wenn es passt“, „wenn es einen Sinn ergibt“, und wir fühlen uns unglücklich, „wenn das Alles nicht zusammenpasst“.

Das, was der Mensch am schlechtesten aushält, ist die Sinnlosigkeit.

Trotzdem, obwohl ich glaube, dass hinter dem „Sinn des Lebens“ ein großes menschliches Bedürfnis steckt – und dass das Universum also nicht per se einen Sinn haben muss -, denke ich, dass ich mich nicht allzu weit von der Wissenschaft der Physik entferne, wenn ich folgendes behaupte (Behauptung X).

Behauptung X: durch seine motorischen Fähigkeiten, und durch Energiezufuhr von außerhalb des Planeten, ist das irdische Leben in der Lage, auf dem Planeten unwahrscheinliche Zustände herzustellen und aufrecht zu erhalten, die der „gewünschten Ordnung“ entsprechen.

Natürlich ist eine der ersten Fragen, die diese Behauptung aufwirft, die Frage: „WER wünscht sich hier eine bestimmte Ordnung?“, und im selben Atemzug: „Wünschen sich alle Lebewesen DIESELBE Ordnung?“

Und das wiederum führt uns zu der Frage: „Was eigentlich ist ein Wunsch?“, beziehungsweise „Was ist ein Bedürfnis, ein Trieb?“

Auch denke ich, dass ich mich nicht zu sehr von der Wissenschaft der Psychologie entferne, wenn ich behaupte: „Auch das primitivste Leben ist dadurch gekennzeichnet, dass es Bedürfnisse hat, auf deren Befriedigung mit Hilfe von Gütern es hinstrebt, mehr oder weniger bewusst oder unbewusst“.

Behauptung Y: die „gewünschte Ordnung“ des Planeten wird also durch die Lebewesen dieses Planeten „angestrebt“, da sie ihre Bedürfnisse befriedigt sehen „wollen“.

Auch hier werden sofort neue Fragen aufgeworfen. „Was heisst wollen?“ „Wie kann ich von einem Wunsch, einem Bedürfnis oder einem Trieb zu einer Entscheidung gelangen?

Einer Entscheidung, die mir sagt, WIE ich mich verhalten soll, um diesen Trieb zu erfüllen?“ „Ist das pures Trial and Error, so wie bei der Evolution auch (durch Mutation und Selektion)?“ „Sind wir nicht von unserer eigenen Arbeitsweise etwas Anderes gewöhnt, als pures Trial and Error?“

Große Fragen, viele Fragen, aber……

Was folgt nun daraus?

Ich werde diese beiden Behauptungen, „Behauptung X“ und „Behauptung Y“ weder belegen, noch weiter hinterfragen, ich werde bloss theoretisch untersuchen, was daraus folgen WÜRDE, FALLS diese Behauptungen STIMMTEN.

Weiters möchte ich annehmen, dass die Lebewesen einander widerstrebende Bedürfnisse haben, dass es also aus Sicht des Lebens nicht „DIE EINE PERFEKTE ORDNUNG“ gibt, die ALLE Lebewesen anstreben, sondern dass jede Art, genau genommen jedes Individuum eigene „Vorstellungen“ von dieser perfekten Ordnung hat.

Aber nun zum Eingemachten: meistens werden wir feststellen, dass unser „Modell im Kopf“ nicht zu 100% mit der „Realität des Universums“ zusammenpasst. Wir erleiden (partielle) Sinnlosigkeit, weil „es nicht passt“.

Was kann man da tun?

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten

  1. Wir passen unser Modell an die Wirklichkeit an
  2. Wir passen die Wirklichkeit an unser Modell an

Hierzu die folgenden beiden – unfertigen – Kapitel.

Anpassung an die Umgebung, Survival of the Fittest

Dieses Kapitel wurde noch nicht ausgearbeitet, es folgen Stichwörter

  • Schnelle Anpassung, langsame Anpassung
  • Intelligenz, Moral, lebenslanges Lernen, Ausbildung des Nachwuchses
  • Instinkte, Reflexe vs. Moral. Die „in sich böse Tat“
  • Bewußtseinsstufen
    • Unbewußte Befriedigung der bedürfnisse
    • Bewußte Entscheidung für Gut oder Böse -> das Drama der Macht
    • das führt zum nächsten Kapitel, zur bewußten Architektur

Anpassung der Umgebung, die Visionen des Menschen

Dieses Kapitel wurde noch nicht ausgearbeitet, es folgen Stichwörter

  • Die „Echo Chamber“ – Realität vs. Wirklichkeit
  • Die „großen Visionäre“, Stalin, Hitler, Jesus usw.
  • Die Sprache als Mittel, unsere Mitmenschen zu beeinflussen
  • Ideologie

Zusammenfassung

Nun gut.

Ich habe jetzt des Langen und Breiten erklärt, warum es für den Menschen IM PRINZIP gut ist, nach Gut und Böse zu fragen und eine Moral zu entwickeln, nach einer Ordnung zu streben (weil er sich dadurch eben schneller und besser an die Umgebung anpassen kann, als durch Mutation und Selektion).

Aber die Hauptfrage, die ich in meinem letzten Artikel „Von der guten Ordnung!“ gestellt hatte, ist dadurch noch nicht beantwortet:

Was ist das, diese „gute Ordnung“. Offensichtlich gibt es viele verschiedene Arten von Ordnung. Was ist eine „gute“ Ordnung? Gibt es „bessere“ und „schlechtere“ Ordnungen? Gibt es eine „beste Ordnung“?

Langer Anlauf, kurzer Sprung. Dieser folgt im nächsten Artikel

Meint

Euer Christoph


Vom Baum der Erkenntnis

Februar 3, 2025

Kann aus dem Herzen etwas Böses kommen? Haben wir uns HIER gefragt.

Liebe Leser!

Kinder tragen Gott im Herzen. Aber wir haben ihnen den lieben Gott ausgetrieben.

Wie kommt das?

HIER haben wir uns Gedanken gemacht, wie das Leben mit den Begriffen von Gut und Böse zusammenhängt. Wie die Lebewesen immer nach dem Besseren streben. Und dass das alles sehr gut ist.

Anmerkung: ich bin weder der Biologie noch der Psychologie mächtig. Die folgenden Ausführungen sind also nur „frei flottierende Gedankensplitter“.

Das „bewußte“ Leben, also das Leben, das bereits der GEFÜHLE mächtig ist, und der TRIEBE, strebt durch die Naturgesetze der Evolution immer nach DEM BESSEREN, indem es seinen Gefühlen und Instinkten folgt (das Lebewesen hat einen Begriff davon, ob es sich „gut“ oder „schlecht“ fühlt und reagiert dementsprechend). Mutation und Selektion tun das ihre, um einen Fortschritt zu realisieren.

Metaphernhaft kann man sagen, diese Lebewesen folgen ihrem Herzen und streben immer nach der guten Bedürfnisbefriedigung. Durch Mutation und Selektion passen sich die Arten an ihre Umgebung an und werden immer fitter. Dass das „gut“ ist, ist natürlich nur unsere Interpretation.

Dann kam die Intelligenz

Wie ich schon mal ausgeführt hatte, besteht Intelligenz meiner Meinung hauptsächlich darin, dass ich mir mit Hilfe meiner Sinne ein Bild von meiner Umgebung mache, und auch ein „Model of the Universe“ (MotU) in meinem Gehirn habe, die es mir ermöglichen, auf äußere Einflüsse zu reagieren und auch bewusste Entscheidungen zu treffen, wie ich meine Umgebung beeinflussen möchte.

Und genau hier, bei der bewussten Beeinflussung der Umgebung – wenn wir von der Re-Aktion in die Aktion kommen – beginnt das Drama der Macht.

Das Drama der Macht

Natürlich hat jedes Tier und jede Pflanze Macht.

Ein Haifisch kann täglich so und soviele kleinere Fische vom Leben zum Tod befördern.

Ein Baum kann mit seinen Wurzeln Felsen spalten.

Urwälder können ganze Landstriche überwuchern.

Auch kleine Babies sind eigentlich gewaltige Tyrannen. Sie spüren nur ihre eigenen dringenden Bedürfnisse und kämpfen mit aller Macht – mit einer eindringlichen Stimme – um die Befriedigung ebendieser Bedürfnisse.

Aber das ist es nicht, was ich mit dem „Drama der Macht“ meine, denn alle diese mächtigen Ausdrucksformen des Lebens rühren direkt von berechtigten Bedürfnissen.

Und wenn wir uns alle diese Beispiele durchdenken, kommen wir wirklich zu der Frage: Wie kann denn aus dem Herzen etwas Böses entspringen? Sind nicht alle Bedürfnisse berechtigte Bedürfnisse?

Nun, Kinder haben – neben ihren Grundbedürfnissen wie Essen und Trinken auch das Bedürfnis nach Geborgenheit. Sie wollen also in erster Linie eines: ihren Eltern gefallen und die Familie zusammenhalten.

Später – in der Adoleszenz – wollen sie ihren Freunden und eigentlich allen gefallen.

Und hier setzt die Erziehung an. Und natürlich auch die Schule. Und auch die bösen Einflüsse.

Denn – wenn wir im Buch Genesis nachlesen – dann war die Geschichte vom Sündenfall eigentlich die erste Schulstunde in der Geschichte der Menschheit und der Teufel (die Schlange) war der erste Lehrer.

Der Teufel erklärte den Menschen, dass sie werden können wie Gott, wenn sie vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse äßen.

Und das war nicht einmal gelogen, es war aber eine Halbwahrheit (da gab es doch noch diesen zweiten Baum).

Und was hat das mit dem „Drama der Macht“ zu tun?

Ganz einfach. Wenn der Mensch – durch seine Wissenschaft – lernt, was er tun muss, um dies oder jenes zu erreichen.

Wenn er also die guten Taten von den bösen Taten, die zielführenden Taten von den erfolglosen Taten unterscheiden kann, dann kommt er von der Re-Aktion in die Aktion, dann hat er TATSÄCHLICHE Macht über das Universum. Und – viel schlimmer noch – er weiss es auch und bekommt MachtGEFÜHLE.

Was ist der Unterschied zwischen der antiken Wissenschaft, der mittelalterlichen Wissenschaft und der modernen Wissenschaft?

Es ist nicht so sehr die Wissenschaft selber, die sich geändert hat, sondern es ist so, dass die Staatenlenker erkannt haben, dass die Wissenschaft EIN MITTEL ZUR MACHT ist, insbesondere, wenn sie sich mit ihrer kleineren Schwester, der Technologie verbündet.

Wissen ist Macht, sagt man. Und es stimmt.

Sobald wir wissen, wie wir das Gute erreichen, und wie wir das Böse erreichen, können wir bewusste Entscheidungen treffen und müssen nicht unseren Gefühlen und Emotionen folgen.

Wir kommen von der Re-Aktion in die Aktion. Und tragen fürderhin Verantwortung.

Meint

Euer Christoph

P.S.: ich werde trotzdem nicht verraten, welche Partei gut ist und welche böse (weil ich es selber nicht weiss)


Von Gut und Böse

Februar 3, 2025

Liebe Leser!

Oft habe ich mich auf diesem Blog gefragt, ob es denn gut sein könne, Urteile auszusprechen, die Welt einzuteilen in gut und böse.

Ob man diesem schwarz/weiß Denken frönen soll, oder doch lieber in Graustufen denkt – oder gar in Regenbogenfarben – das ist ein Thema, das sich durch meine schriftlichen Werke immer durchzieht, noch lange bevor die LGBTQ Bewegung die Regenbogenfarben für sich entdeckt hat (was ja eigentlich eine kulturelle Aneignung ist – wenn nicht DIE kulturelle Aneignung schlechthin).

Trotzdem, obwohl die Regenbogenfarben als Symbol für die Versöhnung mit Gott letzten Endes dafür stehen, dass man Gott das Richten überlässt und sich nicht selbst zum Richter macht, trotzdem haben wir jetzt auf den sozialen Medien einen Diskurs geführt, ob es manchmal nicht doch sogar richtig und wichtig sein könnte zu urteilen – zu richten (ich habe HIER berichtet).

Vom Streben und vom Sterben – vom Motor der Evolution

Kann aus dem Herzen etwas Böses kommen?

Gute Frage.

Beginnen wir mit der unbelebten Natur.

Schon die unbelebte Natur ist in der Lage, zu „streben“. Die Zeit hat eine „Richtung“, die „immer vorwärts“ zeigt. Wir haben das erkannt, als wir den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik formulierten.

Wenn man einem System keine Energie zuführt, dann strebt es „von selbst“ in den wahrscheinlichsten Zustand, auch wenn der Ausgangszustand unwahrscheinlich war.

Insoferne ist der Urknall, von dem wir ausgehen, das „nach menschlichem Ermessen unwahrscheinlichste Ereignis“, das uns zustoßen konnte, und jetzt entwickelt sich das Universum hin zum sehr wahrscheinlichen Ende, zum thermodynamischen Gleichgewicht.

Anmerkung: diese Beschreibung entspricht meiner Ausbildung als Techniker, ich kann nicht garantieren, dass es sich dabei um allgemeingültige Wahrheiten handelt.

In diesem generellen „Abbau“, in dieser Milliarden Jahre langen „Explosion“, gibt es aber zumindest ein System, in dem durch temporäre Zufuhr von Energie für eine Zeit lang ein Prozess ermöglicht wird, in dem es „hochgradig kreativ hergeht“ (in dem bei Gott kein thermodynamisches Gleichgewicht herrscht).

Das ist unsere Erde und das ist das irdische Leben – ein schöner bunter, hochgradig komplexer Prozess.

Durch das Naturgesetz der Evolution – Mutation und Selektion – und durch die äußere Zufuhr von Energie war das irdische Leben in der Lage, sich über die Jahrmilliarden langsam weiterzuentwickeln, zu verbessern.

Halt!

Habe ich jetzt gesagt „verbessern“? Das ist jetzt also meine erste Wertung. Im Wort „besser“ steckt das Wort „gut“. Also: früher war es schlechter („böser“), jetzt ist es besser („güter“).

Der Lebenswille und die Arterhaltung sind wohl die ersten „Bedürfnisse“ der Lebewesen, die durch „Güter“ befriedigt werden. Noch ist diese Bedürfnisbefriedigung aber nicht „systematisch“, man kann also noch nicht von „Wirtschaft“ sprechen. Die „Wirtschaft“ ist dem bewussten, dem intelligenten Leben vorbehalten.

Durch das Leben kommt also eine Bewertung ins System: Arterhaltung = gut, Aussterben der Art = schlecht.

Das Wort „Fortschritt“ ist also schon eine Bewertung.

Das Wort „Entwicklung“ (Evolution) wertet übrigens nicht, es sagt nur, dass sich die Dinge von einem „verwickelten“ Zustand in einen „entwickelten“ Zustand weiterbewegt haben, dass die Entropie gesunken ist.

Ich muss das erst googeln, aber ich würde gefühlsmäßig sagen: das Leben schafft es, auf einem Planeten Ordnung zu machen. Das Leben kann – mit Hilfe externer Energiezufuhr – die Entropie senken. Einen unwahrscheinlichen Zustand herbeiführen.

Wir kommen also zu einer neuen Bewertung:

  • Ordnung = gut
  • Unordnung = böse

Aber welche Ordnung? Meine Ordnung? Deine Ordnung? Unsere Ordnung?

Nun, wie Ihr mich kennt, geht es dabei um Gottes Ordnung.

Aber wie beschreibt man die?

Dazu mehr beim nächsten Mal

Meint

Euer Christoph