Rückblick

März 23, 2026

Liebe Leser!

Bin ich wieder mal der Letzte?

Der Letzte, der alles versteht?

Der Letzte, den man informiert?

Wie war das damals im Sommer ’97, als ich diesen Brief abschickte?

Haben SIE ihn gelesen? Ist er die Ursache der ganzen Misere? Dass ich damals in meiner jugendlichen Torheit Eulen nach Athen trug?

Oder war der Brief die Ursache meiner ganzen Misere, obwohl SIE ihn kübelisiert hatten? Auch eine Möglichkeit.

Der Himmel liest immer mit.

Ich stelle mir das so vor, wie der Hl. Petrus mit seinen Engerln beim Morgensport singt:

Wir sind die kleine Himmelsschar,
wir wissen alles und sind immerdar

Oder waren es die Vitamine? Die Schmetterlinge? Die Verstoßenen?

Jedenfalls öffnete der Himmel seine Schleusen und die Botschaften prasselten nur so hernieder.

An jenem denkwürdigen Wochenende im Jahr 2000, als ich das Gefühl hatte, sie alle wollen mir etwas mitteilen, aber ich verzweifelte daran, dass ich nicht verstand, worum es ging.

Ging es wirklich um 3D Graphik? Um das Navigieren zwischen Bergen bei Dunkelheit und Funkstille? Oder ging es nur darum, dass Zeit keine Rolle spielte, und „nie allein!!!“?

Jetzt, nach über 20 Jahren, kann ich sagen, dass die Themen sich „gesetzt“ haben, und natürlich gibt es auch eine einfache Erklärung.

Mein Geist brauchte Ausweichrouten, um nicht mit der harten Wahrheit in Kontakt zu kommen.

Jede Beziehung hat IMMER auch mit Egoismus zu tun.

Das brachte meinen Glauben ins Schwanken, und ich wollte es nicht wissen.

Aber es IST so. Und die Theorie muss sich an die Fakten anpassen, nicht umgekehrt.

Meint

Euer Christoph


Weh dem, der will!

Februar 20, 2026

Liebe Leser!

Ist das nicht schon wieder so ein ausgebuffter Blödsinn, wie man ihn auf meinen Blogs öfters findet?

  • Weh dem, der will?

Na ja, wenn Du etwas willst – und wenn Du diesen Willen auch aussprichst – , dann wird man Dich an dieser Aussage messen.

Das Wort „Ich werde….“ ist der größte Streßproduzent von allen.

  • „Ich werde dieses Projekt mit 17. März fertig haben“
  • „Ich werde Dich niemals betrügen“
  • „Ich werde Dich glücklich machen“
  • „Ich werde mehr beitragen, als ich mir herausnehme. Immer“
  • „Ich werde mein Studium in Mindestzeit abschließen“
  • „Ich werde heute endlich mal den Mistkübel hinunter tragen“
  • „Ich werde immer an Dich denken“
  • „Ich werde mein Zimmer zusammenräumen“
  • „Ich werde glückliche Kinder haben“
  • „Meine Frau wird glücklich sein“
  • „Mein Mann wird glücklich sein“
  • „Ich werde am Aufbau des Gottesreiches mitarbeiten“

Natürlich muss man Ziele haben – sonst macht man ja gar nichts – aber es gibt einen guten Spruch, der sagt: „Wenn Du willst, dass Gott lacht, dann erzähl‘ ihm Deine Pläne“.

Oder, etwas älter: „Der Mensch denkt, und Gott lenkt“.

Das Wollen impliziert das Scheitern. Der Erfolg ist ein gar seltener Geselle, und auch wenn Du einen Erfolg hast, wird sicher ein höhergestelltes Rindvieh kommen, und sich die Lorbeeren dafür umhängen.

Und all das kann ganz schön an Dir nagen, weshalb ich dabei bleibe: weh dem, der etwas will!!

Ich bitte Euch, mich nicht mißzuverstehen. Ziele sind etwas Gutes. Es ist gut, wenn Du Dich auf Deine Neugier einlässt und den Spuren folgst, die Du im Schnee des Lebens findest. Wenn Du noch nach etwas strebst.

Aber Du bist nicht der Vater Deines Erfolgs. Mit biblischen Worten gesprochen: Du bist der Sämann, aber Du bist nicht der Herr der Ernte. Mit dieser Rollenverteilung musst Du zufrieden sein, sonst wirst Du kein Glück finden.

Meint

Euer Christoph


Kuchenstück oder Gesamtkuchen?

Februar 1, 2026

Liebe Leser!

Vor mehr als einem Jahr, unter dem Eindruck der ÖVP/FPÖ Regierungsverhandlungen, hatte ich HIER vom Klassenkampf geschrieben.

Unter dem Eindruck, dass ja weder ÖVP noch FPÖ dafür bekannt sind, für Innovation zu stehen, war ich damals sehr desperat, und sah uns auf ein Zeitalter des Klassenkampfes zuschreiten.

Doch auch MIT der SPÖ in der Regierung – was sich ja letzten Endes herauskristallisiert hat – sehe ich zur Zeit keine großen Schritte in Richtung Innovation.

Stattdessen verwalten wir den Stillstand. Aber warum beharre ich so stur darauf, dass Innovation der einzige Ausweg aus Klassenkampf und Krieg ist? Warum sind das unversöhnliche Gegensätze?

Das werde ich nächste Woche auflösen. Es hat mit einem Denkfehler zu tun, den wir seit Generationen mitschleppen.

Meint

Euer Christoph


Innovation oder Klassenkampf? – Einleitung

Februar 1, 2026

Liebe Leser!

Diesmal möchte ich eine plakative Aussage an den Anfang stellen, die ich dann nach und nach beleuchten will.

Unsere Reichen und Mächtigen haben den Glauben an die Innovation verloren. Sie setzen auf Klassenkampf und Krieg.

Wie komme ich darauf?

Na gut. Schau Dich um! Wird nicht überall zum Kampf getrommelt? Geifern die Waffenhersteller nicht schon nach dem guten Geschäft mit dem Leid und dem Tod?

OK, das mag ja einleuchtend sein.

Aber wie komme ich darauf, den Kampf – den Krieg – als einen Widersacher zur Innovation zu betrachten? Sind es nicht die Waffenhersteller, die die größten Innovationen der Menschheitsgeschichte hevorgebracht haben?

Das möchte ich demnächst ventilieren.

Meint

Euer Christoph


Der Feuersee

Januar 31, 2026

Liebe Leser!

Diesmal möchte ich mich einem schwierigen Thema widmen.

Die Kirche hält nämlich immer noch am Glauben an die Hölle fest, auch wenn wir heutzutage nicht gerne vom Teufel, von der Hölle oder vom Tod reden.

Diese Themen nehmen den durchschnittlichen Leser zu sehr mit, um ihn damit zu beanspruchen.

Dennoch, und das ist leider wahr: Leben kann schiefgehen.

Wenn also ein Mensch endgültig und ein für alle mal sich entscheidet, dass er von Gott nichts wissen möchte und dass er tatsächlich in die ewige Verdammnis kommen WILL (was man bezweifeln kann, ob das jemals geschehen wird), dann glaube ich dennoch, dass Gott trotzdem der Barmherzige ist.

Das ist zwar meines Wissens nicht durch die Schrift belegt und ich glaube auch, dass es in der Tradition der Kirche nicht verankert ist, dennoch MÖCHTE ich glauben, dass dann der liebe Gott diesem Menschen die Gnade gewähren wird, im Nichts zu versinken und aus dem Gedächtnis der Völker endgültig gelöscht zu werden.

Meint

Euer Christoph


Kundenorientierung

Oktober 18, 2025

Liebe Leser!

Eigentlich gibt es nur zwei Arten von Mitarbeitern.

  • A. Solche, die sich am Willen des Eigentümers orientieren
  • B. Solche, die sich am Kunden orientieren

Und wenn man nun bedenkt, dass nicht der Eigentümer unsere Gehälter bezahlt, sondern in Wirklichkeit der Kunde,

dann muss man eigentlich folgendes Statement abgeben:

Jene Mitarbeiter, die immer dem Eigentümer willens sind, gefährden dadurch den Geschäftserfolg nachhaltig, denn der Eigentümer ist eigentlich kein Kunde, sondern ein Lieferant (Kapitallieferant).

Frei nach dem Motto:

Wenn ich mit meinem Eigentümer unzufrieden bin, dann suche ich mir einen neuen.

Meint

Euer Christoph


Traum von der anderen Welt

September 28, 2025

Liebe Leser!

Am 17. Jänner diesen Jahres hatte ich eine erste Idee, wie ich mein nächstes Buch angehen könnte (siehe https://letztersein.com/2025/01/17/neues-buch/).

Nun hat mir heute geträumt, dass es von der anderen Welt handeln sollte, deshalb verkünde ich jetzt den Arbeitstitel „Die andere Welt“ (ich nehme an, ein Buch mit diesem Titel wird es bereits geben, aber das ist schon OK, ich schreibe ja ohnehin nichts Neues, niemals).

Die andere Welt mag Dir als Fiktion erscheinen, aber ich kann Dir versichern: „Es gibt sie“.

Oder, wie Han Solo sagen würde: „Es ist alles wahr“.

Gerade er, der alte Zweifler, der einem ordentlichen Blaster immer mehr vertraute, als der Macht, gerade er nahm in Episode 7 diese Worte in den Mund.

Sollte uns das nicht zu denken geben?

Meint

Euer Christoph


Von der Reziprozität

Juni 19, 2025

Liebe Leser!

Unbestritten, wir alle wollen geliebt werden, wenn möglich ohne Vorbedingungen.

Aber trotzdem haben wir alle ein seltsames, ungutes Gefühl, wenn wir Leistungen konsumieren, ohne eine Gegenleistung zu erbringen.

Wenn wir die Gesetze der Reziprozität verletzen.

Letzten Endes geht es ja auch in der Wirtschaft immer um eine angemessene Gegenleistung zu jeder Leistung.

Da zu diesem Thema einiges zu sagen ist, habe ich jetzt ein 15. „kleines religiöses Büchlein“ geschrieben.

Es liegt auf der Seite: https://letztersein.com/reziprozitat

Meint

Euer Christoph


Was ist Wahrheit?

April 26, 2025

Der israelische Historiker Yuval Noah Harari erzählt immer wieder von der Erkenntnis, dass im Kampf der Wahrheit gegenüber der Fiktion oft die Wahrheit das Nachsehen hat.

Er führt das auf drei Ursachen zurück.

  • Fiktion ist billiger und einfacher zu erzeugen, als evidenzbasierte Wahrheit
  • Die Wahrheit ist manchmal kompliziert, im Vergleich zur Fiktion, die man so simpel gestalten kann, wie man will
  • Wahrheit ist manchmal schmerzhaft, während man Fiktion beliebig angenehm gestalten kann

Und weil viele große Netzwerke – auch politische Systeme – auf der Erzählung einfacher Erklärungen basieren, mit deren Hilfe, also mit Hilfe dieser Fiktionen, es möglich ist, große Gruppen von Menschen zusammenzuhalten, deshalb darf es nicht verwundern, dass es zwischen Politik und Wissenschaft immer wieder Reibereien gibt.

Vordergründig mag der Streit zwischen Präsident Trump und der Harvard Universität daran liegen, dass Trump einer eher rechten Ideologie folgt und die Professoren eher links sind, aber letzten Endes sind das nur zwei Seiten ein- und derselben Medaillie.

Ich vermute: Letzten Endes geht es um die Wahrheit an sich.

Mit der Benennung seiner Social Media Plattform als „Truth Social“ hat Trump klar gemacht, dass er im Besitz der Wahrheit ist und alle anderen Institutionen, die sich um die Wahrheit bemühen, sich vor ihm fürchten müssen.

In Amerika wird es bald drei Dinge geben.

  • Untergrundwissenschaft
  • Untergrundkirche
  • Untergrundkünstler

Ich hoffe, dass ich mich irre.

Meint

Euer Christoph


Vom Sinn des Lebens

Februar 6, 2025

Liebe Leser!

Jetzt habe ich behauptet, das Leben auf unserem Planeten sei angetreten, auf dem Planeten „Ordnung zu machen“. Siehe dazu meinen letzten Beitrag „Von der guten Ordnung!“.

Natürlich ist diese Behauptung eine menschliche Interpretation des Universums, und insbesondere des Planeten, so wie wir diese vorfinden.

Ich glaube es ist kein großes Geheimnis, dass wir Menschen immer einen Sinn suchen, nach Ordnung und nach Erklärungen für „das Alles“ streben.

Wir fühlen uns glücklich, „wenn es passt“, „wenn es einen Sinn ergibt“, und wir fühlen uns unglücklich, „wenn das Alles nicht zusammenpasst“.

Das, was der Mensch am schlechtesten aushält, ist die Sinnlosigkeit.

Trotzdem, obwohl ich glaube, dass hinter dem „Sinn des Lebens“ ein großes menschliches Bedürfnis steckt – und dass das Universum also nicht per se einen Sinn haben muss -, denke ich, dass ich mich nicht allzu weit von der Wissenschaft der Physik entferne, wenn ich folgendes behaupte (Behauptung X).

Behauptung X: durch seine motorischen Fähigkeiten, und durch Energiezufuhr von außerhalb des Planeten, ist das irdische Leben in der Lage, auf dem Planeten unwahrscheinliche Zustände herzustellen und aufrecht zu erhalten, die der „gewünschten Ordnung“ entsprechen.

Natürlich ist eine der ersten Fragen, die diese Behauptung aufwirft, die Frage: „WER wünscht sich hier eine bestimmte Ordnung?“, und im selben Atemzug: „Wünschen sich alle Lebewesen DIESELBE Ordnung?“

Und das wiederum führt uns zu der Frage: „Was eigentlich ist ein Wunsch?“, beziehungsweise „Was ist ein Bedürfnis, ein Trieb?“

Auch denke ich, dass ich mich nicht zu sehr von der Wissenschaft der Psychologie entferne, wenn ich behaupte: „Auch das primitivste Leben ist dadurch gekennzeichnet, dass es Bedürfnisse hat, auf deren Befriedigung mit Hilfe von Gütern es hinstrebt, mehr oder weniger bewusst oder unbewusst“.

Behauptung Y: die „gewünschte Ordnung“ des Planeten wird also durch die Lebewesen dieses Planeten „angestrebt“, da sie ihre Bedürfnisse befriedigt sehen „wollen“.

Auch hier werden sofort neue Fragen aufgeworfen. „Was heisst wollen?“ „Wie kann ich von einem Wunsch, einem Bedürfnis oder einem Trieb zu einer Entscheidung gelangen?

Einer Entscheidung, die mir sagt, WIE ich mich verhalten soll, um diesen Trieb zu erfüllen?“ „Ist das pures Trial and Error, so wie bei der Evolution auch (durch Mutation und Selektion)?“ „Sind wir nicht von unserer eigenen Arbeitsweise etwas Anderes gewöhnt, als pures Trial and Error?“

Große Fragen, viele Fragen, aber……

Was folgt nun daraus?

Ich werde diese beiden Behauptungen, „Behauptung X“ und „Behauptung Y“ weder belegen, noch weiter hinterfragen, ich werde bloss theoretisch untersuchen, was daraus folgen WÜRDE, FALLS diese Behauptungen STIMMTEN.

Weiters möchte ich annehmen, dass die Lebewesen einander widerstrebende Bedürfnisse haben, dass es also aus Sicht des Lebens nicht „DIE EINE PERFEKTE ORDNUNG“ gibt, die ALLE Lebewesen anstreben, sondern dass jede Art, genau genommen jedes Individuum eigene „Vorstellungen“ von dieser perfekten Ordnung hat.

Aber nun zum Eingemachten: meistens werden wir feststellen, dass unser „Modell im Kopf“ nicht zu 100% mit der „Realität des Universums“ zusammenpasst. Wir erleiden (partielle) Sinnlosigkeit, weil „es nicht passt“.

Was kann man da tun?

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten

  1. Wir passen unser Modell an die Wirklichkeit an
  2. Wir passen die Wirklichkeit an unser Modell an

Hierzu die folgenden beiden – unfertigen – Kapitel.

Anpassung an die Umgebung, Survival of the Fittest

Dieses Kapitel wurde noch nicht ausgearbeitet, es folgen Stichwörter

  • Schnelle Anpassung, langsame Anpassung
  • Intelligenz, Moral, lebenslanges Lernen, Ausbildung des Nachwuchses
  • Instinkte, Reflexe vs. Moral. Die „in sich böse Tat“
  • Bewußtseinsstufen
    • Unbewußte Befriedigung der bedürfnisse
    • Bewußte Entscheidung für Gut oder Böse -> das Drama der Macht
    • das führt zum nächsten Kapitel, zur bewußten Architektur

Anpassung der Umgebung, die Visionen des Menschen

Dieses Kapitel wurde noch nicht ausgearbeitet, es folgen Stichwörter

  • Die „Echo Chamber“ – Realität vs. Wirklichkeit
  • Die „großen Visionäre“, Stalin, Hitler, Jesus usw.
  • Die Sprache als Mittel, unsere Mitmenschen zu beeinflussen
  • Ideologie

Zusammenfassung

Nun gut.

Ich habe jetzt des Langen und Breiten erklärt, warum es für den Menschen IM PRINZIP gut ist, nach Gut und Böse zu fragen und eine Moral zu entwickeln, nach einer Ordnung zu streben (weil er sich dadurch eben schneller und besser an die Umgebung anpassen kann, als durch Mutation und Selektion).

Aber die Hauptfrage, die ich in meinem letzten Artikel „Von der guten Ordnung!“ gestellt hatte, ist dadurch noch nicht beantwortet:

Was ist das, diese „gute Ordnung“. Offensichtlich gibt es viele verschiedene Arten von Ordnung. Was ist eine „gute“ Ordnung? Gibt es „bessere“ und „schlechtere“ Ordnungen? Gibt es eine „beste Ordnung“?

Langer Anlauf, kurzer Sprung. Dieser folgt im nächsten Artikel

Meint

Euer Christoph